Uni-Ranking: Studierendensekretariat
Uni-Ranking
Redaktion (MEDI-LEARN)
Daran kommst du nicht vorbei. Früher oder später hast du in deinem Studium mit dem Studierendensekretariat zu tun. Als Studieninteressierter bekommst du hier in aller Regel Informationen zum Studium, als Student wendest du dich für alle Verwaltungsvorgänge hierher. Von der Immatrikulation über Auslands- und Urlaubssemester bis zur Exmatrikulation, für Prüfungsanmeldungen und beglaubigte Notenspiegel ist das Studierendensekretariat die Anlaufstelle. Und selbst in Zeiten von Email und Onlineeinschreibungen führt dich dein Studium irgendwann in das ganz reale Büro.
Genau da beginnen oftmals die Schwierigkeiten. Das Studierendensekretariat hat nur geöffnet, wenn du garantiert ein Seminar hast, in dem du nicht einfach fehlen kannst. Oder es liegt am anderen Ende der Stadt, sodass du es in den knappen Freistunden nicht schaffst, den Weg zurückzulegen und dein Anliegen vorzutragen. Sollte das alles kein Problem sein, sitzt dir im Sekretariat ein verschlossener Verwaltungsangestellter gegenüber, für den Studenten eine Spezies sind, der er misstrauisch gegenüber steht. Er zeigt wenig Verständnis für deine Unkenntnis aller Vorschriften und Fristen und weist dich laut knurrend darauf hin, dass Studenten ihm den Job verleiden.
Genug der Schwarzmalerei. MEDI-LEARN wollte wissen, wie ihr eure Studierendensekretariate wahrnehmt und hat deshalb im diesjährigen Uni-Ranking danach gefragt. Für die Punkte „Studentenfreundlichkeit“ und „Öffnungszeiten“ konnten die befragten Studierenden Schulnoten von „1“ (sehr gut) bis „6“ (ungenügend) vergeben. Dabei wurde deutlich, dass das oben beschriebene Horrorszenario wohl eher die Ausnahme ist. Denn im bundesweiten Gesamtschnitt ergeben sich für beide Punkte befriedigende bis gute Bewertungen.
So bewerten knapp 60 Prozent der Befragten die Studentenfreundlichkeit mit den Noten „sehr gut“ und „gut“. Nicht einmal jeder Zehnte beurteilt sie mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Etwas anders verhält es sich mit den Öffnungszeiten, für die von ganzen 17 Prozent die schlechtesten Noten vergeben werden. Jeder Fünfte hält die Öffnungszeiten gerade mal für „ausreichend“. Diesen steht ein sehr großer Anteil zufriedener Studenten gegenüber: Etwas mehr als jeder Dritte vergibt die Note „befriedigend“, und ein weiteres Drittel spricht sich für die Noten „gut“ und „sehr gut“ aus.
Was die Studentenfreundlichkeit angeht stechen vor allem die Unis Lübeck und Magdeburg hervor: Dort vergeben jeweils deutlich mehr als die Hälfte aller Befragten die Note „sehr gut“ und ein weiteres Drittel das Prädikat „gut“. Am studentenunfreundlichsten dagegen werden die Unis Frankfurt am Main und Essen bewertet. In Frankfurt bewerteten knapp 30 Prozent der teilnehmenden Studierenden die Freundlichkeit im Sekretariat mit „mangelhaft“ bzw. „ungenügend“. In Essen war es fast jeder Vierte, der dieses Urteil abgab.
Bei den Öffnungszeiten punktet ebenfalls Lübeck, dort werden von über 75 Prozent die Noten „sehr gut“ und „gut“ vergeben. Gefolgt wird Lübeck von Saarbrücken, dort sind knapp 60 Prozent dieser Meinung. Schlusslicht ist die Uni Erlangen-Nürnberg. Dort sind mehr als 50 Prozent der Befragten unzufrieden mit den Öffnungszeiten und äußern dies über die Noten „mangelhaft“ und „ungenügend“. Nach Ansicht der Studierenden sieht es in Frankfurt am Main ähnlich schlecht aus.
Die Uni Lübeck hat also einmal mehr die Nase vorn, ihr Studierendensekretariat schneidet bei den befragten Studierenden überdurchschnittlich gut ab. Das Sekretariat der Uni Frankfurt am Main sollte den Teilnehmern zufolge besser gemieden werden. Die Studierenden der übrigen Universitäten sind zumeist zufrieden mit ihren Sekretariaten, auch wenn sie nicht besonders herausragen. Hauptsache, die Angelegenheiten können dort geregelt werden.