Allein auf diese Berichte über frühere Prüfungen solltest du dich keinesfalls verlassen, waren sich die Forennutzer einig. Aber nutzlos seien sie deshalb noch lange nicht: Protokolle könnten dir einen guten Eindruck vermitteln, auf welche Themen ein Prüfer Wert legt, ob seine Fragen aufeinander aufbauen oder er sie kunterbunt durcheinander stellt, ob du für ihn etwas aufmalen sollst und anderes mehr.
Exakt dieselben Fragen werden dir wohl kaum gestellt. Noch schlimmer: Ein anderes Mitglied deiner Gruppe darf die „Klassiker“ beantworten, und wenn du dran bist, kommen dann völlig andere Dinge auf den Tisch. Oder im letzten Moment wechselt der Prüfer. Lernen musst du also auch für die mündliche Physikums-Prüfung den Stoff im Zusammenhang mithilfe von Lehrbüchern und Skripten.
Darüber hinaus würde es sich empfehlen, rechtzeitig das freie Sprechen zu üben. Am besten triffst du dich dafür abends nach dem selbstständigen Lernen mit deiner Prüfungsgruppe, und ihr spielt die euch bevorstehende Situation mit verteilten Rollen möglichst realistisch nach: Einer setzt sich nach vorn und muss auf Fragen aus der Gruppe antworten, Sachverhalte erklären und manchmal zusätzlich auf Papier skizzieren.
Zum Teil sollten das „echte“ Fragen aus Protokollen sein. Daneben aber hätte das Ausdenken und Formulieren eigener Aufgabenstellungen einen tollen Lerneffekt. Und zusätzlich zur Vertiefung deines Faktenwissens würdest du so die Angst verlieren, vor mehreren Personen zu reden oder mal etwas Falsches zu sagen. Einen Gedanken schnell in Worte zu fassen und dabei nicht abzuschweifen, ließe sich gut üben. Nach ein paar von diesen Rollenspielen würdest du dann ohne viel Stottern durch die Prüfung kommen.
Tipps:
Artikelserie Lernen wie die Profis:
http://www.medi-learn.de/VK013
Artikelserie MC-Techniken:
http://www.medi-learn.de/VK014