teaser bild

Benutzername:

Passwort:

Jetzt registrieren

Passwort futsch!?

;-)

Vorlesungsbesuche

Einer liest, alles schläft

Redaktion (MEDI-LEARN)

Vorlesung

Zu jedem Studium gehören Vorlesungen. Auch zum Medizinstudium. In (fast) jedem Fach gibt es eine entsprechende Vorlesung. Allerdings ist es nicht Jedermanns Sache, einem Vortragenden 90 Minuten zuzuhören.

Doch selbst wer damit kein Problem hat, sieht sich mit Schwierigkeiten konfrontiert: übervolle und unübersichtliche Folien, einschläfernder Tonfall, Gedankensprünge, die außer dem Vortragenden niemand versteht. Vorlesungen können recht anstrengend sein. Ein Lerneffekt ist da nicht immer gegeben.

Wenn du beim Zuhören die Fakten aufnimmst und dich freust, dass dir später beim Lernen alles bekannt vorkommt und schon „sitzt“, dann bist du in einer Vorlesung sicherlich richtig. Wenn du nach der Vorlesung genau so schlau bist wie vorher und dich beim besten Willen nicht daran erinnern kannst, worum es gerade ging, dann bist du vielleicht kein Vorlesungstyp. Denn nicht jeder profitiert vom vorgetragenen Stoff, manch einer lernt besser gleich für sich in der Bibliothek.

MEDI-LEARN wollte von euch wissen, wie es sich bei euch mit Vorlesungen verhält und startete deshalb eine Umfrage. Forennutzer antworteten auf die Frage, ob sie regelmäßig zu Vorlesungen gehen oder diese eher meiden und diskutierten anschließend ihre Erfahrungen, besonders mit der Qualität der Veranstaltungen. Grundsätzlich halten sich beide Parteien, die der Vorlesungsbesucher und die der Vorlesungsverweigerer, die Waage.

Von einer kleinen Gruppe einmal abgesehen, die den Vorlesungsbesuch rein terminlich begründet – also im Prinzip alle Vorlesungen besucht, außer die am Freitag Nachmittag und Montag Morgen sowie diejenigen, die in die Mittagszeit fallen – haben die meisten Forennutzer sachliche Gründe dafür oder dagegen.

Als entscheidendes Kriterium wird die Qualität der Vorlesung genannt. Ein Professor kann auf seinem Gebiet absolute Spitzenklasse sein, ist aber nicht in der Lage, dieses Wissen auch an Studenten zu vermitteln. Nutzer berichten, dass sie sich jedes Semester einige Vorlesungen anschauen um herauszufinden, ob der Besuch sich lohnt.

Ist die Vorlesung spannend, besuchen sie sie regelmäßig. Ansonsten setzen sie sich in der Zeit lieber selber mit dem Stoff auseinander. Zudem besuchen sie Vorlesungen dann wieder, wenn der Professor wechselt. Wenn der neue es besser macht als der alte, nehmen diese Studenten auch wieder regelmäßig teil. An einigen Unis ist der Begriff „Vorlesung“ scheinbar sehr wörtlich zu nehmen: Diskussionsteilnehmer berichten, dass ihre Professoren aus Lehrbüchern vorgelesen haben. Mehr nicht.

Wenn Vorlesungen spannend gestaltet sind, bringen sie einen Nutzen und die Studenten gehen gerne hin. Wird dagegen nur vorgelesen oder der Stoff nicht hilfreich vermittelt, bleiben die Studenten fern. Ein schlechtes Gewissen musst du also nicht haben, wenn du dich nicht aufraffen kannst, weil die Vorlesung in deinen Augen nichts bringt. Viele deiner Kommilitonen tun es dir gleich und erarbeiten sich den Stoff selbständig. Am Ende fragt keiner, woher du dein Wissen hast. Also nimm dir die Freiheit, es auf die für dich passende Weise zu erwerben.

Die zugrunde liegende Umfrage im Forum findest du hier: http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=64621