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Wie war der Präpkurs?

Interviews mit Medizinern

Mareike F.

Der Präpkurs ist sicherlich DAS Highlight der vorklinischen Ausbildung: denn hier lernt der angehende Mediziner den Aufbau des menschlichen Körpers bis in das letzte Detail kennen. Wir waren neugierig, wie Studenten hierzulande den Präpkurs erlebt haben. Lies unsere Interviews, die dir einen Einblick in die Erfahrungswelt junger Mediziner liefern.

Surftipp

1. Kannst du dich noch an den Augenblick und die Szene erinnern, als du den Präp-Saal zum ersten Mal betreten hast? Wie sah das aus und was ging dabei in dir vor?

Alles wirkte sehr sauber und steril, gar nicht "gruselig". Es wahr ein sehr aufregendes Gefühl, man fühlte sich als Mediziner.

2. Hast du auch im Vorfeld vor dem ersten Termin des Präp-Kurses schon vermehrt an das "Erste Mal Präppen" gedacht? Habt ihr in der Vorlesung dieses Thema ausführlicher behandelt?

Ich hatte vorher einige Schauermärchen gehört und war dementsprechend eingestellt, vor allem aber sehr neugierig. In einer einstündigen Einführungsvorlesung wurde das Procedere der Fixation u.ä. besprochen.

3. Mit welchen Erwartungen bist du in den Präpkurs gegangen? Wurden Sie erfüllt oder eher enttäuscht?

Ich erwartete mir einen fachlich und ethisch anspruchsvollen und lehrreichen Kurs und wurde nicht enttäuscht.

4. Was war in deinen Augen das absolute Highlight des Präp-Kurses, an das du dich noch heute erinnerst?

Die Entnahme des ZNS sowie die Eröffnung von Thorax und Perikard.

5. Welches Themengebiet fandest du am schwierigsten zu lernen?

Der Bewegungsapparat - eine sehr große Stoffmenge und relativ eintönig.

6. Was hat dir beim Präppen am meisten Spaß gemacht?

Die Darstellung von Gefäßen mit Abgängen und die Präparation der Muskeln.

7. Und im Gegenzug: was fandest du beim Präp-Kurs am unangenehmsten?

Die Präparation der Genitalorgane und die versehentliche Verletzung einer Darmschlinge fand ich sehr unangenehm.

8. Wie häufig und wie lang fand der Präpkurs statt?

Der Kurs fand zwei mal pro Woche à 3 Stunden ca. 12 Wochen lang statt, hinzu kamen Seminare und (freiwillige) freie Präparations- und Nachschautermine.

9. Konnten am Präp-Nachmittag alle gleichzeitig und im Team präparieren oder ging das abwechselnd?

Das war je nach Präparationsgebiet unterschiedlich: Bewegungsapparat meist alle gleichzeitig, Kopf, Situs meist abwechselnd, aus Platzmangel.

10. In welcher Form und Häufigkeit mussten Testate und Prüfungen absolviert werden?

Es gab 4 mündliche (Bewegungsapparat, Situs I + II, Kopf/Hals) und 2 schriftliche Testate (Situs I, Kopf/Hals).

11. Der Umgang mit Leichen ist sicher für einen Anfänger nicht leicht. Hattest du hier auch im weiteren Verlauf noch Probleme oder hast du dich einfach dran gewöhnt?

Nach kürzester Zeit war der Umgang mit Leichen relativ problemlos.

12. Wurde über die Herkunft der Personen und den nötigen Ablauf, sich der Lehre und Wissenschaft z.B. für den Anatomie-Kurs zur Verfügung zu stellen, gesprochen?

Ja, in der Einführungsvorlesung zum Präpkurs.

13. Gab es nach dem Ende des Präp-Kurses eine Art Trauerfeier, an der auch die Präp-Kurs-Studenten teilnehmen konnten? Falls ja: was ging dabei in dir vor, woran hast du gedacht und welche Bilder stiegen in deinem Innern auf?

Es gab eine Aussegnungsfeier in der Kirche, bei der sowohl Studenten und Dozenten als auch Angehörige erschienen sind. Es wurde mir bewusst, dass die präparierte Leiche ein Mensch mit Namen und persönlicher Geschichte war.

14. Würdest du gerne den Präp-Kurs noch einmal absolvieren (weil es so großen Spaß machte und interessant war) oder bist du der Ansicht "Einmal genügt".

Ich würde gerne den Präpkurs wiederholen (aus Interesse) und könnte mir vorstellen, als Tisch-Assistent zu arbeiten.

15. Welche Tipps würdest du Studenten geben, die den Präp-Kurs noch vor sich haben?

Ich würde den Studenten raten, möglichst viel aus dem Kurs mitzunehmen, sowohl fachlich als auch moralisch/ethisch, da es wirklich eine einzigartige Erfahrung und für das Verständnis der Anatomie unerlässlich ist.

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Das 3B Scientific Anatomie-Special

Dieser Artikel ist Teil des redaktionellen Specials zum Thema Anatomie, das wir dir mit freundlicher Unterstützung von 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, präsentieren können.


 

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