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Klinikwahrheiten - Bewertung einsehen

Universitätsklinikum Basel - Innere Medizin - Basel

Nr. der Bewertung:9051-866 (Hits: 918)
Autornickname:i3jaja (Private Nachricht senden)
Klinik:Universitätsklinikum Basel
Stadt: Basel
Fachrichtung:Innere Medizin
Tätigkeit:PJ-Tertial
Zeitpunkt:2009
Chefarzt:Schifferli
Bundesland:CH-Basel-Stadt
Note Arbeitsklima:1 - sehr gut
Kommentar Arbeitsklima:Ich fand, dass es ein gutes Arbeiten war. Dadurch, dass man einem Assistenzarzt zugeteilt war, blieb man auch die ganze Zeit an seiner Seite und hatte feste Aufgaben, die zu erledigen waren. Da die Assis auch regelmäßig die Stationen tauschten, kam man meist nicht in ein fertiges Stationsteam rein, sondern fand sich nach der Rotation jedesmal erst wieder neu zusammen. Auch der Kontakt zur Pflege ist in der Schweiz völlig anders, ein total offenes Verhältnis! So hat es Spaß gemacht!
Note Weiterbildungsangebot:1 - sehr gut
Kommentar Weiterbildungsangebot:Aus meiner Sicht war das Weiterbildungsangebot ebenfalls sehr gut. Es gab für jeden Tag feste Zeiten, wo welche Veranstaltung statt fand. Dadurch war der Tagesablauf festelegt und man konnte seine Aufgaben danach einplanen. Jeden Tag um 12 Uhr war Konsiliarvisite, wo die Assis einen Fall vorstellen konnten und von den Konsiliarärzten (OÄ)Ratschläge zur weiteren Behandlung bekamen. Danach war entweder Essen gehen oder freitags immer das Journal-Lunch, wo einer der Assis ein Paper vorstellen musste, während alle anderen zuhörten und nebenbei von Pharmafirmen gesponserte belegte Sandwiches, Kuchen, Schokoriegel und Biercher-Müsli essen konnten. Natürlich gab es auch einmal in der Woche ein Seminar, nur für die Uterassistenten!
Note Forschung:2 - gut
Kommentar Forschung:Soviel ich mitbekommen habe, laufen auch in dieser Klinik einige Forschungsprojekte. Kann dazu aber icht viel sagen.
Note Zeit:4 - ausreichend
Kommentar Zeit:Wenn man sich entscheidet, ein Tertial oder eine Famulatur in der Schweiz zu machen, muss einem klar sein, dass man nicht viel Freizeit haben wird. Meine feste Arbeitszeit war von früh um 8 bis abends um 6, also 10 Stunden. Meisten ist es aber länger geworden, manchmal sogar bis 20 Uhr, so dass wirklich nicht viel Zeit für Stadtbummel, Rheinschwimmen oder lernen blieb. Zusätzlich muss man als Unterassistent einmal im Monat einen Wochenendedienst mitmachen (10-18 Uhr), hat dafür aber dann einen Tag in der Woche frei.
Kommentar Bezahlung:Für Unterassistenten gab es einen festen Lohn von 800 Franken/Monat, was leider nicht viel ist, wenn man allein für das Zimmer im Persoanlwohnen schon 650 Franken bezahlen muss! Mit dem Geld bin ich daher nicht lange hin gekommen, so dass ich in meinen 4 Monaten noch einiges drauf zahlen musste. Ein Mittagessen im Klinikum kostete schon 8,40 Franken, so dass viele von uns sich nur einmal in der Woche den Luxus eines warmen Essens gönnten.
Note Karriere:3 - befriedigend
Kommentar Karriere:Soviel wie ich mitbekommen habe, ist es relativ schwierig als deutscher Assistenzarzt in der Uniklinik in Basel eine Anstellung zu bekommen. Dort herschen harte Auswahlkriterien und man muss wirklich sehr fit auf seinem Fachgebiet sein. Nur wenn wirklich Personalmangel herscht und keine schweizer Kollegen auf der Bewerbungsliste davor stehen, hat man eine Chance genommen zu werden, kann dann aber auch genauso aufsteigen und OA oder leitender Arzt werden, wie schweizer Kollegen.
Note Ausbildung:1 - sehr gut
Kommentar Ausbildung:Die Ausbildung war sehr gut. Ich habe gelernt Briefe zu schreiben, Patienten selbstständig zu betreuen, aufzunehmen und sie dann in einer geregelten Struktur meinem zuständigen OA vorzustellen, der immer viele zusätzliche Fragen hatte und versuchte mich auf einige Sachen zu trimmen. Mein Assistenzarzt hat mit mir im Voraus natürlich immer nochmal ein paar Sachen besprochen, damit ich dann nicht ganz planlos da stand. Die Anleitung war meist von meinem Assi, aber auch öfter von meinem OA.
Note Betreuung:2 - gut
Kommentar Betreuung:Es gab einen leitenden OA, der für alle Fragen und Probleme während der Zeit des PJ für uns Unterassistenten da war und versuchte darauf einzugehen oder rotationsbezogene Wünsche zu erfüllen. Sonst konnte man eigentlich auch sehr gut mit den Assis und sogar mit den Oberärzten sprechen, mit denen man übrigens auch auf du-und-du war.
Gesamtnote:1 - sehr gut
Abschließender Kommentar:Im Gesamten fand ich, hat es sich gelohnt ein Tertial in der Schweiz zu absolvieren. Man muss sich nur darüber im Klaren sein, dass es dort feste Strukturen gibt und man dort praktisch für die Arbeit lebt. Man geht nicht dorthin um das große Geld zu machen oder viel Freizeit zu haben, sondern um etwas zu lernen! Der Umgang zwischen den Ärzten und der Pflege ist dort viel besser, keiner fühlt sich überfordert und das Arbeiten macht einfach Spaß. Es gibt sehr viel Teaching und man lernt jede Menge neue und interessante Leute kennen!


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