Profi-Tipps für die MC-Prüfung III
MEDI-LEARN
Pausen in der Prüfung
Bei vielen Studenten treten nicht erklärbare Fehlerserien in den Klausuren auf. Die Serien setzen etwa bei Aufgabe 60 - 70 ein und erstrecken sich über 5 - 10 Aufgaben. Die Studenten geben häufig an, die richtige Lösung eigentlich gewusst zu haben und sich die dennoch falsche Beantwortung nicht erklären zu können.
Typisch ist, dass die Frage nach Pausen während der Prüfung von diesen Studenten in der Regel verneint wird. Gerade in der "pausenlosen" Prüfungsanspannung liegt jedoch die Erklärung für diese Fehlerserien. Der Geist nimmt sich eine Zwangspause und schaltet auf "economy-mode". Durch den wachsenden Konzentrationsverlust ergeben sich dann die typischerweise ab Aufgabe 60 einsetzenden Flüchtigkeitsfehler.
Um dem vorzubeugen empfehlen wir, in der Prüfung rechtzeitig Pausen einzulegen. Nutzt dabei die bereits gesetzten Marken und macht bei Aufgabe 45, Aufgabe 85 und Aufgabe 130 (nach ca. jeweils einer Stunde) eine Pause.
Der Erholungswert einer Pause korreliert übrigens nicht mit deren Länge. Der Erholungswert ist in den ersten Minuten am höchsten. Die Pausen müssen daher nicht länger als 3-5 Minuten sein. Ihr könnt während dieser Pause an Ihrem Platz bleiben. Schließt dabei das Aufgabenheft, sonst kann sich keine echte Entspannung einstellen.

Korrigiert eure Ergebnisse nicht kaputt
Wenn ihr gegen Klausurende noch Zeit habt, sollten ihr es vermeiden, ziellos durch euer Heft zu blättern. Euer Blick wird zufällig an der einen oder anderen Aufgabe haften bleiben, ihr werdet die gewählte Lösung noch einmal überdenken und möglicherweise verwerfen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass auf diese Weise Aufgaben eher "kaputt korrigiert" werden, als dass eine Korrektur von Falsch- zu Richtigantworten erfolgt.
Das liegt daran, dass eure Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nach einer 4-stündigen Bearbeitungszeit erheblich verringert ist, so dass die im ersten Durchgang gefundenen Lösungen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zutreffen.
Solltet ihr gegen Klausurende noch einen Korrekturdurchlauf planen, sollten ihr euch daher nur auf die Aufgaben beschränken, die ihr auch im ersten Durchgang lediglich geraten habt und die ihr durch einen entsprechenden Vermerk auf der Rückseite eures Aufgabenhefts von Anfang an für eine mögliche Korrektur vorgesehen hatten.
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