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Fallstudien sind mal was ganz anderes

Berichte zum IMPP-Pretest

Redaktion(MEDI-LEARN)

Berichte zum IMPP-Pretest - ©istockphoto

Im Rahmen der Berichterstattung zum Pretest des IMPPs haben wir Teilnehmer dazu aufgerufen, uns Berichte zu schicken. In folgendem findet Ihr die Berichte in Originalform. Sie enthalten wichtige weitere Informationen zum Examen und geben einen ersten Eindruck, wie man sich das zukünftige Hammerexamen vorstellen kann:

Sehr gut waren die Abbildungen und die Referenzwertetabelle!

"Fallstudien sind mal was ganz anderes, besonders die geteilten. Insgesamt macht der Pretest auf jeden Fall den Eindruck von mehr Praxisnähe, weiter so. Es wurden Fälle gewählt, die in der Klinik und Praxis wirklich relevant sind (KHK, Myokarditis, TBC, MS und so weiter). Es wurde weniger Wert auf spezielle (seltene) Krankheiten gelegt. Die jeweiligen Fragen zu den Fällen waren sehr vielseitig, teilweise auch wirklich schwierig!
Das man sich Gedanken über Diagnosen, DD, Behandlung, Genese und Prognose eines Falles macht, erhöht auf jeden Fall die Denkleistung mehr als stupides Auswendigkreuzen. Was mit der Zeit schwierig wurde war die Konzentration, 10 intensive Fälle, bei allen muß man wirklich gut überlegen und bei den geteilten Fällen kommt man dann auch schnell durcheinander.
Was auch problematisch ist: Sollte man doch mal die falsche Diagnose kreuzen (ich war bei der Frau mit der Tbc auch schwer am überlegen, ob sie nicht doch eine Leukämie hat, sind 2-3 (mind.) Folgefragen auch falsch, da Diagnostik und Therapie dementsprechend variieren. Da man in Heft 3 und 4 dann schon Ergebnisse bekommt, verliert man schnell den Mut, wenn man merkt, dass man doch falsch gedacht hat.
Von der Thematik her (ich weiß nicht,lag es am geringeren Umfang eines Pretests) kamen die "kleinen Fächer" viel zu kurz. Keine Psychiatrie, Anästhesie, HNO, Augen, ökologisches Stoffgebiet oder nur begrenzt. Innere war dagegen sehr viel. Sehr gut waren die Abbildungen und die Referenzwertetabelle!"

Diese Prüfung ist durchaus sinnvoll und machbar

"Die Bearbeitung der Fälle war sehr gewöhnungsbedürftig, denn es viel schwer, sich auf das Wesentliche und Wichtige zu konzentrieren. Auf so eine Prüfung muss man sich ganz anders vorbereiten. In den Fallbeispielen wurde nach bekannten und klinisch relevanten Krankheiten gefragt - das fand ich gut.
Ungünstig war nur wenn man zum gefragten Krankheitsbild kein ausreichendes Wissen hatte, dann waren gleich mehrere Fragen schwer zu lösen. Auch war aus meiner Sicht die Fallbeschreibung nicht immer eindeutig und besonders im 2. Teil habe ich mich oft für eine falsche (klinisch sicher mögliche) Lösung entschieden. Schade fand ich hier, dass man Folgefehler machen mußte, wenn die ausgewählte Lösung falsch war (z.B.: Entscheidung für Harnwegsinfekt, Folgefehler in der nächsten Frage: Urinuntersuchung) und dass man im folgenden Heft gleich seine falschen Antworten registrieren konnte.
Die zur Verfügung stehende Zeit war ausreichend, aber schwer einzuteilen. Während der gesamten Prüfung war es mir nicht möglich, eine Pause zu machen. Ich war immer voll konzentriert, um den "roten Faden" nicht zu verlieren. Die 10 Fälle waren für die 5 Stunden Bearbeitungszeit angemessen. Am Ende der Prüfung konnte ich mich allerdings kaum an die ersten Fälle erinnern. Mehr Fälle hätte ich nicht bearbeiten wollen. Insgesamt war die Prüfung klinisch orientiert und es wurde viel praktisches Wissen abgefragt.
Also keine Panik für nachkommende Generationen an Medizinstudenten - diese Prüfung ist durchaus sinnvoll und machbar. Allerdings wird es für die ersten "neuen" Prüflinge sicher schwierig, sich vorzubereiten."
Es ist nicht so schwer, wie der Name "Hammerexamen" vermuten lässt

"Also, ich habe auch am Pretest teilgenommen und muß sagen, dass es nicht so "hammermäßig" war, wie ich befürchtet hatte. Natürlich gab es leichte und schwierige Fragen, aber das ist ja wohl immer so. Das mit den Folgefragen fand ich nicht so dramatisch, die gab es bisher in jedem Examen auch und es war nicht wirklich so, dass man dann alle Antworten eines Themas falsch beantwortet hat. Interessant wurde es, wenn man sich am Anfang auf eine Antwort festgelegt hatte und dann waren in den folgenden Fragen keine passenden Antworten mehr.... aber gut, man konnte sich ja dann auch korrigieren, was auch ein vorteil sein kann.

So, nun zu den einzelnen Teilen: Der erste "Aufgabentypus", bei dem man die gesamte Anamnese mit Untersuchungen bekam, hat mir persönlich besser gefallen. Das kann aber auch daran liegen, dass da noch mehr Ruhe im Saal herrschte. Ich denke schon, dass das ein wenig mehr Praxisfertigkeiten vermittelt, als die bisherige Prüfung, obwohl ich nicht glaube, dass das wirklich wichtig ist, denn mal ehrlich, wo lerne ich denn die Praxis.... Sicher nicht in der Prüfung....
Der zweite Teil war mir zu........unruhig. Durch das ständige hin und her der Aufsichtspersonen wurde man doch abgelenkt. Besser war natürlich, dass man nicht so viele Folgefehler machen konnte, weil man ja z.T. die richtigen Antworten für den vorhergehenden Teil beantwortet bekommen hat (was natürlich manchmal recht frustrierend sein konnte :-) ) Also insgesamt, wenn sie irgendwie die Prüfungsmodalitäten ändern würden, wäre das auch ein akzeptabler Teil.

Solange aber tatsächlich Menschen hin und her laufen müssen, halte ich diesen Teil für nicht durchführbar. In diesem Zuge sei erwähnt, dass wir bei dem "Evaluationsbogen" auch gefragt wurden, ob wir dafür wären, die Prüfungen zukünftig am PC abzuhalten. Ich stelle mir das ziemlich ätzend vor. Unabhängig davon, dass man ja eh zuviel Zeit an der Kiste verbringt: Stellt Euch mal einen Raum mit 150 oder mehr Stundenten vor und überall laufen die Dinger.... und bisher waren die Räume noch nicht klimatisiert.... Erstens ist es laut, zweitens ist es heiss und drittens glaube ich, dass sich viele dabei nicht so sehr konzentrieren können, wie bei der üblichen form (also zumindest geht es mir so).
Alles in Allem freue ich mich dennoch, dass ich noch nach der alten Ordnung Staatsexamen machen darf... immerhin ist es dann mal vorbei :-) Allen anderen, die jetzt auch Prüfung haben werden, drücke ich die Daumen; allen denen, die die neue Form machen, kann ich nur sagen: bloß keinen stress. Es ist nicht so schwer, wie der Name "Hammerexamen" vermuten lässt."
Mir hat das Pre-Examen besser gefallen, als das alte 2. Staatsexamen

"Ich war angenehm überrascht: Im ersten Teil des Pretests wurden 5 klinische Fälle geprüft. Dabei gab es eine kurze, aber umfassende Fallbeschreibung, dann ca. 10 - 20 MC-Fragen im bekannten Stil dazu, die sich allerdings durch den vorgegebenen Kontext einfach beantworten ließen und ziemlich praxisrelevant waren.

Der zweite Teil gestaltete sich ähnlich, jedoch erhielt man diesmal die 5 klinischen Fälle in drei Teilen: Anamnese, dann klinischer Status und erste Untersuchungsergebnisse, zum Schluss komplette Diagnostik und weiterführende Maßnahmen. Zum jeweiligen Teil gab es wieder MC-Fragen, wieder sehr klinisch orientiert(Verdachtsdiagnosen, weitere Diagnostik etc.). Bevor man den nächsten Teil des Falls bekam, mußte das Heft und der Antwortbeleg abgegeben werden, im neuen Heft sah man dann gleich, ob man richtig gelegen hat - ist vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Aber auch hier wurden wieder wichtige, relevante Krankheitsbilder geprüft (z.B. MS in Neuro, Meningitis in Pädiatrie), andere Fachgebiete (Ökolog. Stoffgebiet, Derma, Radio etc.) waren gut in die
Fälle integriert.

Trotz sicher vorhandener Mängel hat mir das Pre-Examen besser gefallen, als das alte 2. Staatsexamen, das mir im August bevorsteht."
Alles in allem gefiel mir diese Art der Prüfung sehr gut

"Am 22.6. war es morgens für mich soweit, auf zum Pretest des Impps in Göttingen! Frei und unbeschwert konnte man den Prüfungssaal betreten, immerhin konnte es keinerlei Konsequenzen haben. Das war auch der Hauptmotivationsgrund für mich an dem Pretest teilzunehmen, einfach mal um zu schauen, wo man im Moment so steht und in welchen Fachbereichen man noch Lücken hat.

Die Atmosphäre war auch dementsprechend angenehm und locker. Es gab 2 Gruppen mit der jeweiligen A bzw. B Klausur. Insgesamt bestand die Prüfung aus 4 Aufgabenheften mit 10 verschiedenen Fallbeispielen.

Zunächst erhielt man den Umschlag mit dem ersten Heft, das die Fälle 1 - 5 enthielt. Diese Fälle waren zusammenhängende Fallstudien, das heisst, die Fälle wurden komplett vorgestellt (inklusive der Diagnose!) und dann Fragen zum jeweiligen Thema des Falls z.B. Nebenwirkungen der Medikamente gestellt. Für die Bearbeitung des Heft 1 standen 2.30 Std. zur Verfügung.
War man mit Heft 1 fertig, musste man es abgeben und bekam das nächste. Die Hefte 2 - 4 enthielten die Fallstudien 6 - 10 jeweils als Teilaufgaben = "aufgeteilte Fallstudien", wobei für jedes Heft 50 Min. Zeit zur Verfügung standen. Diese Fälle wurden sozusagen "häppchenweise" präsentiert, also ein Pat. kommt mit folgenden Symptomen....und den auf diesen Teil bezogenen Fragen: Was machen sie an Diagnostik, wie lautet ihre Verdachtsdiagnose, was könnten sie ausschließen.... Hatte man Heft 2 fertig bearbeitet, musste man es wieder abgeben und erhielt in Heft 3 den nächsten Teil des selben Falles, aber jetzt z.B. mit den jeweiligen diagnostischen Maßnahmen und deren Ergebnissen.
Insgesamt fand ich diese Art der Prüfung sehr gut, vor allem, weil sie einen großen Bezug zur Praxis zeigt und nicht die sonst so oft gefragten "Kolibris" enthielt. Auch empfand ich es sehr angenehm, dass die Fragen immer mit einem Thema in Zusammenhang standen, also nicht kreuz und quer wie bei den alten Examina gefragt worden ist. Man konnte sich so voll und ganz in ein Thema eindenken. Allerdings ist der "Leseaufwand" ungleich größer, da sich die Fallbeispiele z.T. über Seiten zogen bzw. sich in den aufgeteilten Fallstudien wiederholten. Dadurch neigt man dann leider doch etwas dazu, die Texte zu überfliegen und im schlimmsten Fall wichtiges zu überlesen. Auch kann es in den aufgeteilten Fallstudien passieren, dass man seine vorher gegebenen Antworten als falsch oder richtig erkennt; davon darf man sich nicht ablenken lassen.
Alles in allem gefiel mir diese Art der Prüfung sehr gut, ich würde sich jederzeit meinem alten 2. Stex vorziehen."

 
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