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CD-ROM

Kapitel 1: Literaturbeschaffung

Redaktion (MEDI-LEARN)

Ein anderer Weg der Literaturrecherche ist die Verwendung von CD-ROM. CD steht für „compact disc", ROM für „read only memory". Diese CDs können, wenn sie einmal fabriziert sind, nicht mehr geändert werden. Sie sind im Prinzip nichts anderes als CDs, deren Daten als Musik wiedergegeben werden können; in diesem Fall erhält man eben Textstellen. Voraussetzung ist allerdings ein CD-ROM-Abspielgerät, der heimische CD-Spieler lässt sich dazu (noch) nicht verwenden. CD-ROM-Geräte hingegen sind meist auch zum Abspielen von Musik geeignet.

Viele Unis oder Institute besitzen mittlerweile die Lizenzverträge und die nötige Einrichtung, also PC, CD-ROM-Laufwerk und Drucker. Auch hier gilt es wieder, sich rechtzeitig um einen Termin zubemühen. Falls das Angebot besteht, sollte man unbedingt an einer Einführungsveranstaltung teilnehmen, eine Investition an Zeit, die sich schnell lohnt. Die CD-ROM-Recherche führt der Doktorand alleine durch und es ist nicht unbedingt ein sachverständiger Bibliotheksangestellter in der Nähe. Meist sind die letzten Jahrgänge der MEDLINE vorhanden.

Oft besitzt auch die Klinikapotheke solch eine Einrichtung, was vor allem bei PJ-Einsätzen oder Famulaturen in kleineren Krankenhäusern sehr praktisch sein kann.

Bevor wir die zweiwichtigsten Systeme vorstellen, noch einige allgemein gültige Hinweise: Für die ersteSitzung sollte man sich nicht zu viel vornehmen, da man auch nach dem Besuch einerEinführungsveranstaltung einige Zeit braucht, um mit Computer und Software klarzukommen. Viele Unis beschränken die Zeit pro Recherche auf eine Stunde, was leider oft etwas knappbemessen ist. Vor allem bei Themenbereichen, zu denen in den letzten Jahren wenigpubliziert wurde, geht sehr viel Zeit verloren. Da je nach System auf einer CD nur einJahrgang – immerhin ca. 300.000 Zitate – Platz hat, muss man die CD öfterwechseln. Abhilfe bieten hier sog. „Speciality Series", die Literaturzitate zueinem Fachgebiet, z.B. Onkologie, über fünf bis zehn Jahre auf einer CD zusammenfasst.Recherchen können so 15- bis 25-mal schneller durchgeführt werden. Einige Anbieter habeninzwischen mehrere Jahrgänge auf einer CD komprimiert, die ganze MEDLINE ab 1966 passt soz.B. auf nur acht CDs.


Drucken, Speichern und Co

Die Ergebnisse kann man ausdrucken und/oder auf Diskette für den Computer zuhause oder im Institut abspeichern. Da das Ausdrucken viel Zeit in Anspruch nimmt und die Druckqualität oft unzureichend ist, sollte man die Fundstellen auf Diskette kopieren. Man kann sie später gegebenenfalls über einen anderen PC ausdrucken.

Wie bei der Online-Recherche sollte man sich auch hier zuvor Gedanken über die Suchformulierung und Schlagwörter machen, um wertvolle Zeit am CD-ROM-System zu sparen. Eine anfänglich weitgefasste Suche ist vorzuziehen, um keine relevanten Arbeiten zu verlieren. Bei sehr speziellen Fragestellungen sollte man u.U. auf eine Online-Recherche über DIMDI zurückgreifen, da an den meisten Unis auf CD nur MEDLINE angeboten wird. Der Online-Zugriff auf mehr als 100 andere Datenbanken bringt hier deutliche Vorteile.

Die zwei wichtigsten CD-ROM-Software Systeme sind der „Silver Platter" und der „Knowledge Finder". Beide Systeme sind englischsprachig. Die Geschwindigkeit einer Suche hängt bei allen Programmen von der Komplexität der Fragestellung und der verwendeten Hardware ab.

Gelauscht (Foren)

Literatur im CD-Rom-Format