Der Umgang mit dem Index Medicus ist umständlich, zeitraubend und liefert nicht unbedingt ein genaues und vollständiges Ergebnis. Man findet eventuell einige Zitate, die sich als irrelevant herausstellen und dafür gehen einem manch andere verloren, weil keine Freitextsuche möglich ist. Somit empfiehlt sich die Literaturrecherche mit dem Computer.
DIMDI-Recherchen liefern, falls der Suchauftrag genau formuliert ist, ein recht gutes Ergebnis. Häufig ist aber die Anzahl der gefundenen Zitate sehr hoch und eine Einschränkung schwierig. Ein großer Vorteil der DIMDI-Recherche ist der mögliche Zugriff auf andere Datenbanken. Dies ist z.B. sehr hilfreich bei Suchen zu Themen aus medizinischen „Grenzgebieten". Nachteile sind die Kosten und Terminschwierigkeiten.
Bei Recherchen über T-Online oder Internet sind natürlich die Kosten und Termine kein Problem mehr. Nachteilig bleibt die etwas spartanische Suchsoftware. Zudem ist die Konfiguration von Modem und Software auch für erfahrene Computer-Benutzer oft ein frustrierendes Unterfangen.
Die kostenlose Benutzung der CD-ROM-Systeme ist ein Vorteil gegenüber der DIMDI-Recherche über die Bibliothek. Nach etwas Einarbeitungszeit liefert diese Methode die besten Rechercheergebnisse, da eine direkte Einsicht in die Abstracts und je nach Bedarf eine Umformulierung der Suche möglich ist. Die größte Benutzerfreundlichkeit bietet der Knowledge Finder, daher ist er auch für einmalige oder gelegentliche Benutzer sehr geeignet. Auch für den erfahrenen Benutzer bietet er, beispielsweise durch seine Relevanzanzeige oder die Wortvariantensuche, Vorteile gegenüber dem Silver Platter.
Die Suchgeschwindigkeit hängt ab von der Komplexität der Suche und der Hardware, also Art und Geschwindigkeit des Computers und des CD-ROM-Laufwerks.
Noch einige Tipps
- Möglichst mit CD-ROM oder online recherchieren.
- Wissen, was gesucht wird; dazu erst einmal einige Artikel lesen, beispielsweise vom Doktorvater.
- Das Ergebnis ist immer von einer gewissen Routine abhängig, egal mit welcher Methode gearbeitet wird.
- Rechtzeitig eine Einführungsveranstaltung besuchen oder mit der Einarbeitung beginnen.
- Mit weit gefassten Suchformulierungen beginnen, um keine relevanten Publikationen unwissentlich auszuschließen.
- Bei enger gefassten Suchformulierungen kontrollieren, welche Arbeiten wegfallen.
- Im Zweifelsfalle ist es sicherer, die endgültige Auswahl interessanter Arbeiten anhand des Ausdrucks vorzunehmen.
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