Knowledge Finder
Kapitel 1: Literaturbeschaffung
Redaktion (MEDI-LEARN)
Der Knowledge Finder wurde zuerst für den Apple Macintosh konzipiert. Mittlerweile ist er auch für Windows- Rechner verfügbar. Die benutzerfreundliche Oberfläche mit Dialog- und Maussteuerung wurde dabei übernommen.
Der Knowledge Finder kombiniert die klassische Boole-Logik mit einer intelligenten wahrscheinlichkeitsorientierten Suchstrategie. Die relevantesten Zitate werden vom System erkannt und in absteigender Relevanzwahrscheinlichkeit geordnet. Zur Verdeutlichung wird dies graphisch dargestellt. Eine Überprüfung der Schlagwörter anhand des MeSH-Katalogs erübrigt sich, da die Suchwörter mittels eines integrierten Synonymlexikons überprüft werden. Zusätzlich wird eine Rechtschreibprüfung durchgeführt. Mehrere synonyme Begriffen werden automatisch durch eine Wortvariantensuche er- fasst. Wenn man beispielsweise die amerikanische Schreibweise „leukemia" eingibt, findet das System auch die englische Schreibweise „leukaemia" und „leukaemic". Die Suche ist völlig frei formulierbar, z.B. wie folgt: „Is surgery a valid treatment in thyrotoxic crisis of elderly patients?" Der Knowledge Finder bewertet die eingegebenen Wörter nach ihrer Bedeutung und ignoriert Füllwörter.
Die Bedienung des Programms ist leicht zu erlernen. Es werden keine besonderen Befehlswörter benötigt; der Knowledge Finder leitet den Benutzer im Dialog.
Zusätzlich kann man das Synonymlexikon des Knowledge Finder als „elektronischen Pschyrembel" benützen, denn es enthält auch Begriffserläuterungen.
Das Zusatzprogramm Easy Order ermöglicht die automatische Fernbestellung des genannten Artikels über Modem bei der Zentralbibliothek der Medizin in Köln.