MEDI-LEARN Analyse zum Hammerexamen (3)
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Mit der mehrteiligen Artikelserie "MEDI-LEARN
Analyse zum Hammerexamen" liefern die Examensexperten von MEDI-LEARN
aktuelle Informationen mit ausführlichen Interpretationen der beiden bisherigen
Hammerexamina in Herbst 2006, Frühjahr 2007 und Herbst 2007. Die Ausführungen behandeln die
Themen Schwierigkeitsgrad, Ergebnis nach Universität, Fächerverteilung, Fall-
und Einzelfragen. Ergänzend wurde die Liste der geprüften Krankheitsbilder
aktualisiert. Zusammen genommen bietet diese Material eine wertvolle
Handreichung an alle Examenskandidaten.
Im Hammerexamen werden Fallfragen und Einzelfragen unterschieden. Der folgende Teil der Artikelserie mit Analysen zum Hammerexamen von MEDI-LEARN widmet sich diesen beiden grundsätzlichen Formen.

Fallfragen und Einzelfragen
Neu sind die Fallfragen im neuen 2. Staatsexamen. Hier wurden in den ersten
Examina an jedem Tag 3 bis 4 Fälle geschildert, auf die sich dann jeweils 12 bis 15
Fragen bezogen haben.
Im ersten Hammerexamen H06 konnte man einen Großteil der Fragen auch ohne
Kenntnis des Falles lösen, da die für die Lösung der Frage wichtigen
Informationen in der Frage wiederholt wurden. Im Frühjahr 07 musste man die für
die Lösungen der Frage notwendige Information schon häufig in den
Falldarstellungen suchen.
Bisher wurden neben häufigen Krankheitsbildern auch seltenere Erkrankungen
geprüft. Insgesamt wurden die Fallfragen von den Studenten schlechter
beantwortet, als die Einzelfragen. Der Schnitt der richtigen Lösungen lag in
jedem Examen jeweils ca. 5 % unter dem Schnitt der Einzelfragen. Wir erklären
uns dies damit, dass sich die Fragen auf einen Fall beziehen müssen und
zwangsläufig sehr spezielle Fragen gestellt werden müssen, um 12-15 Fragen zu
einem Krankheitsbild zu finden.
Im Folgenden findet sich eine Darstellung der bisher geprüften Fälle.
Herbst 2006
CLL
M. Hirschsprung
M. Perthes
HWK-4-Fraktur
Chlamydien-Pneumonie
Diabetische Retinopathie
Lungenembolie
Psoriasis
Herzrhythmusstörungen
Normaldruckhydrocephalus
Poststreptokokkenglomerulonephrititis
Wegener-Granulomatose
Frühjahr 2007
HIV
Mukoviszidose
Myokardinfarkt
Uterusmyom
Borreliose
Femurfraktur
Ischämischer Insult
Sarkoidose
Refluxösophagitis
Schilddrüsenkarzinom
Spondylodiszitis
Typhus
Herbst 2007
Colitis ulcerosa
Pleuropneumonie
M. Hodgkin
Choledocholithiasis
thorakoabdomiale Messerstichverletzung
Urosepsis
Parkinson-Syndrom
Leberzirrhose bei chronischem Alkoholabusus
Gonarthrose
Zöliakie
Lupus erythematodes
Frühjahr 2008
Bandscheibenvorfall
Schenkelhalsfraktur
Prostatakarzinom
Schizophrenie
Verbrennung
Asthma bronchiale
Down-Syndrom
Hirnmetastase
Subarachnoidalblutung
Sklerodermie
Salpingitis
Metabolisches Syndrom
Die Einzelfragen
Die gestellten Einzelfragen beziehen sich fast alle auf klinische
Krankheitsbilder. Zu Beginn der Frage wird fast immer ein "x-jähriger" Patient
beschrieben, auf den sich dann die folgende Frage bezieht.
Zum Teil sind diese Altersangaben recht hilfreich, da ein für die geprüfte
Erkrankung sehr typisches Alter gewählt wurde. Es lohnt sich daher, in der
Vorbereitung diesem epidemiologischen Aspekt Beachtung zu schenken.
Auch der hohe Anteil an Einzelfragen, die sich unmittelbar auf ein
Krankheitsbild beziehen, lässt erkennen, dass sich die Inhalte der Fragen im
Wesentlichen auf die Fächer des alten 2. Staatsexamens beziehen.
Zur Vorbereitung kann man daher nach wie vor empfehlen, die Altfragen des alten
2. Staatsexamens zu kreuzen. Auf die Fragen des alten 1. Staatsexamens kann
selbst für eine gute Note verzichtet werden.
Auch die Fallfragen lassen sich bei genauer Analyse der hier geprüften Inhalte
sehr gut durch Kenntnis der Fragen des Alten 2. Staatsexamens beantworten.
So musste man im jüngsten 2. Staatsexamen beispielsweise wissen, dass mit Hilfe
von c-ANCA der diagnostische Nachweis einer Wegener-Granulomatose gelingt.
Dieser Sachverhalt wurde bereits in den letzten Jahren in fast jedem 2.
Staatsexamen nach Alter AO geprüft.
Der Umstand, dass diesem Randgebiet der Medizin in den Examina so viel Gewicht
eingeräumt wird, lässt erkennen, dass die Fragen nach wie vor von denselben
Fachleuten gestellt werden, die wie in der Vergangenheit ihre fachlichen
Vorlieben in die Fragen einfließen lassen.
Fazit:
Kreuzen bis der Arzt kommt, vorwiegend Fragen des alten 2. Staatsexamens, in
jedem Fall die letzten 10 Examina.
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