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Das Praktische Jahr (PJ) im Medizinstudium

Eine Einführung in das letzte Studienjahr

Christian Weier

Im elften und zwölften Semester des Medizin- studiums findet laut Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO) das Praktische Jahr statt. Das Praktische Jahr ist ein Teil des Studiums. Lest wie es sich aufteilt, wann Euch was erwartet und welche Aufgaben ein PJler eigentlich hat. In der Praxis sieht es so aus, dass man im Praktischen Jahr eng in das Arbeitsfeld der Ärzte eingebunden wird und sich so meistens die Ansprechpartner von selbst ergeben.

Das Praktische Jahr

© Krümel / PIXELIO

Die Ausgaben als PJ´ler

Die zeitliche Aufteilung dieser insgesamt 48wöchigen Ausbildung ist nicht wie sonst im Studium in Semester, sondern in Trimester angelegt. Ein Trimester umfasst 16 Wochen. Je ein Intervall muss auf der Chirurgie und ein Intervall auf einer Inneren Station absolviert werden. Das dritte Trimester darf aus den klinisch-praktischen Fachgebieten (Aufzählung siehe unten) gewählt werden. Bei dem Wahlfach entscheiden sich die meisten Studenten für das Fach, in dem sie später einmal als Facharzt tätig sein wollen.

Ilka Markmann, selbst Redakteurin bei Medi-Learn.net, hat ihr Wahltertial auf der Pädiatrie verbracht und dort ihre schon vorher getroffene Entscheidung Kinderärztin zu werden gestärkt. "Man hat mich in alle stationären Abläufe eingebunden -ich habe ein rundum komplettes Bild über die Tätigkeit in der Pädiatrie bekommen!", so Ilka kurz nach der Beendigung der Zeit auf einer pulmonologischen Station in der Kinderklinik in Magdeburg.

Soviel zur Theorie -in der Praxis sieht es leider meist anders aus. Vor allem in den chirurgischen Fächern kommt es des häufigeren vor, dass die Tätigkeit aus acht Stunden Haken halten besteht. Wenn man auch an dieser Tätigkeit den positiven Aspekt hervorheben will, so führt man das von Chirurgen gerne benutzte Argument an, dass die Auszubildenen so den besten Überblick über das Operationsfeld hätten.

Auch auf den internistischen Stationen sind bestimmte Routineaufgaben zu erledigen, für die die Stationsärzte meistens kaum Zeit haben, so dass diese durch die PJler durchgeführt werden müssen. Hierzu gehören die allmorgenliche Blutabnahme und die Verteilung von Injektionen. Auf den meisten Stationen werden die Studenten die Visite begleiten und an klinischen Besprechungen teilnehmen. Die letztgenannten Aufgaben gehören laut Approbationsordnung auch zum Tätigkeitsbereich im Praktischen Jahr. Desweiteren ist dort festgehalten, dass der verantwortliche Arzt den Studierenden entsprechend seines Ausbildungsstandes soweit wie möglich selbständig arbeiten lassen soll. "Zu meinen selbständigen Tätigkeiten auf der Onkologie gehörten unter anderem die Blutabnahme, das Anhängen von Infusionen und die Applikation von vorher festgelegten Chemotherapeutika.", berichtet Ilka. "Unter Anleitung habe ich auch Knochenmarks-,Lumbal- sowie Aszitespunktionen durchgeführt."

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