PJ in der Peripherie
Klein aber oho
Andrea Weinbrenner
Die peripheren Lehrkrankenhäuser der Universitäten sind bei vielen Studenten inzwischen immer beliebter, da man auf diese Weise endlich aus dem universitären Alltag hinauskommt und sie zudem noch den Ruf genießen, einfachere Prüfungen im 3.Staatsexamen abzuhalten. Ein Nachteil wird oft in der geringeren Vielfalt der angebotenen Wahlfächer gesehen, außerdem argumentieren viele, man bekomme hier meist nur die üblichen und weniger "exotischen" Krankheitsbilder zu Gesicht. Das aber auch in akademischen Lehrkrankenhäusern eine bunte Vielfalt an Fachrichtungen zu finden ist, habe ich während meines PJ in den Evangelischen und Johanniter Krankenanstalten Duisburg/Oberhausen/Dinslaken erfahren. Dieser Verbund aus insgesamt 4 Häusern gehört als Lehrkrankenhaus der Universität Düsseldorf an, ist als solches aber kaum einem Studenten bekannt und wird folglich auch kaum als solches von den angehenden PJlern auserwählt.
Mein PJ
Als ich am 22.4.2001 mein PJ dort begann, wunderte ich mich nicht sehr, dort auf nur noch 3 weitere PJler zu treffen (schon durch Umfragen im Bekanntenkreis hatte ich nicht einen Kommilitonen gefunden, den es an dieses Haus verschlagen hätte...). Und diese 3 Kollegen waren auch nicht "freiwillig" dort, sondern wurden als Studenten, die zum PJ die Uni wechselten, quasi dort hingeschickt.
Diese Tatsache, dass wir nun nur zu viert waren, stellte sich aber ziemlich bald als sehr positiv heraus, denn hierdurch war eine sehr individuelle Gestaltung und spontane Umgestaltung unseres PJ's möglich. Wir konnten frei entscheiden in welcher Reihenfolge wir unsere Fächer gerne hätten, in welche Abteilungen wir gerne wollten oder auch nicht.Da dieser Krankenhausverbund über sehr viele Fachkliniken verfügt, konnten wir so durchaus die gleichen Dinge lernen, die wir auch an der Uni gelernt hätten. Im Einzelnen sah das PJ dann so aus.