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PJ-Tertial Chirurgie in Oulu, Finnland

Studentische Sommervertretung

Anja Selig

PJ in Finnland

Mein Ziel: Oulu, Finnland. Viele Wege führen in das skandinavische Land. Die meisten Studenten aus Deutschland nutzen den Luftweg; Flüge nach Helsinki sind preiswert, wenn man rechtzeitig bucht (ab ca. 29 Euro).
Direktflüge nach Oulu gibt es leider nicht, je nach Fluggesellschaft muss man in Riga oder Helsinki umsteigen. Das ist entsprechend teurer (ab ca. 250 Euro).

Eine weitere Möglichkeit, nach Oulu zu gelangen, ist nach Helsinki zu fliegen, um danach mit dem Zug nach Oulu weiterzureisen. Gemeinsam mit einer Kommilitonin nutzte ich einen dritten Weg und reiste mit Auto und Fähre (Rostock- Trelleborg, dann mit dem Auto nach Stockholm und von dort mit dem Schiff nach Turku) nach Oulu, um vor Ort möglichst flexibel zu sein.

Family appartment

Das Universitätsklinikum (Oulun yliopistollinen sairaala, kurz: OYS) befindet sich im Stadtteil Oulunsuu, das ist relativ nahe am Zentrum. Die Universität (Linnanmaa) liegt etwas außerhalb, rund sieben Kilometer vom Klinikum entfernt. Da auch das „international housing“ universitätsnah und damit klinikfern ist, mieteten wir ein „family appartment“ im Stadtteil Hyöthyä.
Dort hatten wir eine Zwei-Zimmerwohnung mit Einbauküche, Bad, Balkon und Internet für 426 Euro. Der Wohnungskomplex ist sehr schön gelegen, hier wohnten allerdings nur finnische und keine ausländischen Studenten. Wer daran interessiert ist, Kontakte zu knüpfen und Studentenpartys zu besuchen, sollte sich lieber beim „international housing“ einquartieren und den weiteren Weg in Anspruch nehmen.


Eigeninitiative gefragt

Insgesamt ist viel Eigeninitiative gefragt. Das wurde uns gleich am ersten Tag klar: Da hatten wir einen Termin bei einem der Professoren. Er zeigte uns kurz das Klinikum und die OP-Säle, führte uns auf eine Station für gastroenterologische Chirurgie, bat uns monatlich zu rotieren – und verschwand für fünf Wochen in den Urlaub. Die Rotationen organisierten wir dementsprechend selbst: zuerst gastroenterologische Chirurgie, dann Traumatologie/Orthopädie und schließlich Herz-Thorax-Chirurgie.
Stichwort Urlaub: Gerade im Sommer bietet sich die Möglichkeit, viel im OP mitzuarbeiten. Dann sind viele Ärzte verreist, Stationen werden zusammengelegt und Leute zum Assistieren werden gesucht. Gegen Ende des Sommers kehren alle aus dem Urlaub zurück und die Möglichkeit zu assistieren schwindetVielzahl englischer Literatur Sehr empfehlenswert ist die Universitätsbibliothek. Unkompliziert bekommt man einen Bibliotheksausweis und kann aus einer Vielzahl medizinischer Literatur in englischer und teilweise auch deutscher Sprache auswählen, da nur wenig Fachliteratur ins Finnische übersetzt wird. Das Krankenhaus ist das größte in diesen Breitengraden und hat einen Einzugsbereich im Umkreis von mehr als 700 km. Wenn man sich immer um Kontakt bemüht, sind die finnischen Ärzte sehr nett und besonders erfreut, wenn sie erfahren, dass man aus Deutschland stammt. Viele der Ärzte hatten in der Schule bis zu fünf Jahre deutsch und versuchen dann, das eine oder andere auf Deutsch zu sagen. Und: Verglichen mit Deutschland ist der Klinikalltag auch in Finnland wesentlich entspannter.Vielzahl englischer Literatur Sehr empfehlenswert ist die Universitätsbibliothek. Unkompliziert bekommt man einen Bibliotheksausweis und kann aus einer Vielzahl medizinischer Literatur in englischer und teilweise auch deutscher Sprache auswählen, da nur wenig Fachliteratur ins Finnische übersetzt wird. Das Krankenhaus ist das größte in diesen Breitengraden und hat einen Einzugsbereich im Umkreis von mehr als 700 km. Wenn man sich immer um Kontakt bemüht, sind die finnischen Ärzte sehr nett und besonders erfreut, wenn sie erfahren, dass man aus Deutschland stammt. Viele der Ärzte hatten in der Schule bis zu fünf Jahre deutsch und versuchen dann, das eine oder andere auf Deutsch zu sagen. Und: Verglichen mit Deutschland ist der Klinikalltag auch in Finnland wesentlich entspannter.


Vielzahl englischer Literatur

Sehr empfehlenswert ist die Universitätsbibliothek. Unkompliziert bekommt man einen Bibliotheksausweis und kann aus einer Vielzahl medizinischer Literatur in englischer und teilweise auch deutscher Sprache auswählen, da nur wenig Fachliteratur ins Finnische übersetzt wird. Das Krankenhaus ist das größte in diesen Breitengraden und hat einen Einzugsbereich im Umkreis von mehr als 700 km. Wenn man sich immer um Kontakt bemüht, sind die finnischen Ärzte sehr nett und besonders erfreut, wenn sie erfahren, dass man aus Deutschland stammt. Viele der Ärzte hatten in der Schule bis zu fünf Jahre deutsch und versuchen dann, das eine oder andere auf Deutsch zu sagen. Und: Verglichen mit Deutschland ist der Klinikalltag auch in Finnland wesentlich entspannter. Sehr empfehlenswert ist die Universitätsbibliothek. Unkompliziert bekommt man einen Bibliotheksausweis und kann aus einer Vielzahl medizinischer Literatur in englischer und teilweise auch deutscher Sprache auswählen, da nur wenig Fachliteratur ins Finnische übersetzt wird. Das Krankenhaus ist das größte in diesen Breitengraden und hat einen Einzugsbereich im Umkreis von mehr als 700 km. Wenn man sich immer um Kontakt bemüht, sind die finnischen Ärzte sehr nett und besonders erfreut, wenn sie erfahren, dass man aus Deutschland stammt. Viele der Ärzte hatten in der Schule bis zu fünf Jahre deutsch und versuchen dann, das eine oder andere auf Deutsch zu sagen. Und: Verglichen mit Deutschland ist der Klinikalltag auch in Finnland wesentlich entspannter.

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Weiße Nächte

Nicht nur für die Arbeit, auch für die Freizeit bietet sich ein Finnlandaufenthalt im Sommer ungemein an. Bei unserer Ankunft Mitte Juni schlummerte die kleine Hafenstadt noch etwas, doch Anfang Juli erwachte sie schlagartig. Die Fußgängerzone und der kleine Hafen wurden plötzlich bevölkert. Überall sitzen dann Leute in der Sonne und essen Eis. In der Fußgängerzone Oulus gibt es viele Läden, Restaurants, Kneipen und Clubs, in denen im Sommer eine Menge los ist. Im Sommer gibt es viele Musik-Festivals (z. B. das Qstock-Festival direkt in Oulu), die man einfach besuchen muss.
Ein außergewöhnliches Naturschauspiel sind die Sommersonnenwende und die weißen Nächte in Finnland. Zwar wusste ich, dass es im Sommer in diesen Breitengraden einen Zeitraum gibt, in dem es nicht dunkel wird. Aber so richtig begriffen habe ich es erst, als ich nachts um zwei Uhr erwachte, weil mir die Sonne mitten ins Gesicht schien!
Die vielen Seen und die unmittelbare Nähe zur Ostsee laden im Sommer auch zum Baden ein. Das Sommertertial überschneidet sich zum Großteil mit den Semesterferien in Finnland, daher gab es nur wenige Angebote von der Uni. Erst kurz vor unserer Abreise gab es Willkommensveranstaltungen für Austausch- Studenten und von der Uni organisierte Aktivitäten und Ausflugsfahrten.

Da wir mit dem Auto angereist waren, unternahmen wir selbst viele Ausflüge: zum Oulujärvi (Oulusee), zum Inarisee, nach Rovaniemi, natürlich nach Lappland und sogar zum Nordkap. Die Natur ist gerade im Norden Finnlands sehr lohnenswert. Es gibt viele Nationalparks und noch mehr Wanderwege. Auch ohne Auto lohnt es sich, Ausflüge mit Bus oder Bahn zu unternehmen.


Mit Englisch kommt man durch

Ich kann ein Chirurgie-Tertial in Finnland nur empfehlen, auch wenn es eine Menge Eigeninitiative erfordert. Sprachkenntnisse sind für die Klinik von großem Vorteil. Ich hatte zuvor einen einsemestrigen Finnisch-Kurs an der TU Berlin belegt, der bei dieser schwierigen Sprache allerdings kaum ausreichte. Anderswo kommt man aber auch mit Englisch überall wunderbar durch. Ob mit oder ohne Sprachkenntnisse: Im OP ist vieles zu sehen und einiges zu machen, wenn man sich kümmert und nachfragt!