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Persönliches Resümee eines Absolventen

Master of Science in Pharmaceutical Medicine

Florian Gantner

Persönliches Resümee

© istockphoto
Auch heute werde ich noch oft gefragt, warum ich nach acht Jahren universitärer Ausbildung zum promovierten Biologen und einem erfolgreichen beruflichen Einstieg in die forschende Arzneimittel-Industrie den ganzen Stress eines zusätzlichen Studiums auf mich genommen habe: einmal monatlich für drei Tage mehrere hundert Kilometer quer durch Deutschland zu fahren, einen nicht unerheblichen Teil an Freizeit und Urlaub und einen nicht weniger unerheblichen Teil des Salärs zu opfern

Völlig legitime Fragen, ohne Zweifel. Ich will versuchen, meine Antworten darauf darzulegen. Die Gründe für mich, das Studium „Master in Pharmaceutical Medicine“ aufzunehmen, waren damals folgende und sind immer noch gültig:
Zum einen wollte ich die Zusammenhänge der Arzneistoffentwicklung umfassender begreifen lernen und nicht mehr nur aus dem recht begrenzten Blickwin¬kel der Präklinischen Forschung heraus betrachten. Zum anderen glaubte ich zu spüren, dass nach vier Jahren als Laborleiter in der Pharmaindustrie für mich persönlich die Zeit gekommen war, den Grundstein für den nächsten beruflichen Schritt zu legen.
Die Ausbildung zum Master in Pharmaceutical Medicine (MScPM), schien dafür optimal geeignet zu sein, weil vier wesentliche Kriterien erfüllt werden:

1. Unterricht durch Experten aus der Praxis

Im Gegensatz zu konventionellen Studiengängen treten im Studiengang MPM ausschließlich Lektoren (Lecturers) auf, die aktiv im pharmazeutischen Sektorarbeiten. Neben Vertretern nationaler und internationaler Zulassungs-Behörden, Beratern aus dem Health Care Sektor, Forschungs-Auftragsfirmen (Contract Research Organizations, CRO) oder Pharma-PR Managern liest sich die Lektorenliste bzw. die Liste deren Arbeitgeber wie das „Who is Who“ der Pharmazeutischen Industrie: Aventis, Bayer, Novartis, Glaxo-SmithKline, Knoll AG, Schering, Altana Pharma oder Fresenius, um nur einige zu nennen.


2. Optimales Verhältnis zwischen Lektoren und Studenten

Insgesamt standen circa 80 verschiedene Lektoren für circa 25 Studenten zur Verfügung. Während der Module waren immer drei bis vier Lektoren
anwesend. Dieses optimale Lektor-Studenten-Verhältnis stellt sicher, dass die Studenten nicht nur Fakten, sondern auch lernen, was zwischen den Zeilen steht.


3. Networking

Mit am spannendsten für mich war die Möglichkeit, die Lektoren persönlich kennen zu lernen. Vom jahrelangen Erfahrungsschatz solch renommierter Personen zu profitieren, dabei das Gefühl zu haben, stets willkommen zu sein und auch für die Zukunft Anlaufstellen zu haben, halte ich persönlich für extrem wertvoll. Denn so groß die Pharmawelt auch sein mag, man trifft immer wieder auf dieselben Kollegen.


4. Verbesserung der englischen Sprache

Für den beruflichen Erfolg im internationalen Geschäft der „Pharmazeutischen Medizin“ ist die Beherrschung des Englischen unabdingbar. Es gibt daher meines Erachtens auch keine Alternative zur Durchführung dieses Studiengangs in Englischer Sprache. Dass durch zahlreiche Vorträge, schriftlich auszuarbeitende Homeworks, Klausuren sowie die abschließend zu erstellende Master Thesis sich die englischen Sprachkenntnisse bei jedem einzelnen stark verbessert haben, dürfte nicht überraschen.


Was hat der Studiengang für mich persönlich gebracht?

Nach 3-jähriger Tätigkeit in Japan habe ich mittlerweile die zweite leitende Stellung in der Deutschen Pharmaindustrie inne. Als Therapiegebietsleiter bin ich zwar in erster Linie für die Forschung verantwortlich, das Verständnis der Belange der Toxikologie, der Medizin, der klinischen Forschung sowie anderer Entwicklungsabteilungen und des Marketings sind unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit. Den Grundstein für dieses Verständnis sowie viele Aspekte des Managements habe ich mir beim MPM Kurs angeeignet. Auch auf das MPM-Netzwerk greife ich regelmäßig gerne zurück. Und weil ich nach wie vor von diesem Studiengang überzeugt bin, referiere ich mittlerweile selber beim MPM Kurs.