18.06.02

Ausgabe 130 / 02

Anzeige: U-Kurs-Sets zu Studentenpreisen
Hammer, Stethoskop, Pupillenleuchte .... (ab 38,22 Euro) Mehr Infos - klick hier!


Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


 Editorial
  

Hallo,

ganz Deutschland spricht über die Fussball-Weltmeisterschaft und die ungeheure Hitze - die Onlinezeitung von Medi-Learn ist wahrscheinlich eine der wenigen Zeitungen, die keine Berichte über diese beiden Themen bringt ;-). Wir haben Euch stattdessen einige spritzige Artikel zur "Abkühlung" zusammengestellt.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

U.a. findet Ihr eine Reportage über das Teddybärenkrankenhaus in Freiburg, über ein Medizinmuseum in London und einen Gastartikel über Mediziner in der Entwicklungshilfe.
Des weiteren haben wir unser Gewinnspiel im Forum der Sparsamkeit um 24 Stunden verlängert, so dass Ihr Eure Chance noch nutzen und eine Karte für den diesjährigen Via medici Kongress gewinnen könnt.
Das Wichtigste kommt jedoch nun: Der Medi-Chatter ist Online - ab sofort könnt Ihr Euch bei Medi-Learn realtime mit anderen Studenten unterhalten - gleich heute abend ist das erste Chattertreffen - schaut doch mal vorbei [zum Chat].

Wir sehen uns im Medi-Chatter,
Jens, Marlies und Christian
redaktion@medi-learn.net

P.S.: Das Gewinnspiel im Forum der Sparsamkeit findet Ihr auf der folgenden Seite: zum Gewinnspiel.

  

130_02_002_116_99X

 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Up-to-date
2.Quickjumper
3.Spielzeug aus Fleisch und Blut
  
4.Medi-Chatter Online
5.Ein AiP in Großbritannien Teil III
6.Sparen, Sparen, Sparen
  
7.Mediziner in der Entwicklungshilfe
8.Auf den Spuren der Geschichte - Medizinmuseen I
9.Zwischen den Zeilen "Kurz und knapp durch die Urologie"
  
10.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

Für den Fall, dass die Onlinezeitung nicht korrekt angezeigt wird, ist sie nocheinmal komplett Online verfügbar! 
Hier die Adresse http://www.medi-learn.info/seiten/onlinezeitung/1/126/index.shtml
  

130_02_003_115_99X

 1. Up-to-date

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Die Umfrage: Hälst Du Studiengebühren von 50 € / Semester für gerechtfertigt?
http://www.medi-learn.info/seiten/medi-foren/showthread.php?threadid=2878
  
Das Thema: Semestergebühren - Bsp. NRW
Direktlink zum Thema im Forum
  

130_02_01_119_363

 2. Quickjumper

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 Kennst Du schon ....

  

130_02_02_120_99X

 3. Spielzeug aus Fleisch und Blut

- zurück zum Inhalt -

  

Teddybärenkrankenhaus in Freiburg

Viele Kinder haben Angst vor Krankenhäusern und Arztbesuchen. Um diese Angst zu mindern, veranstalteten die Freiburger Medizinstudenten am 13. und 14. Juni 2002 ihr erstes Teddybären- Krankenhaus.
Etwa 450 Teddybären wurden von über 80 Teddy-Docs erfolgreich behandelt.

Eine Reportage von Agnieszka Wolf, Uni Freiburg

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Das Messer trifft voll ins Schwarze. Peter Pan hat beim Angriff auf Captain Hook wohl doch das Ziel verfehlt, und die scharfe Klinge durchbohrt brutal den pechfarbenen Bauch des alten Teddys John. Dieser macht ein fassungsloses Gesicht, hebt seine Krallenpfoten hoch zum Himmel empor und schaut flehend zu Sascha: „Ich brauche unbedingt einen Arzt!!!“. „Nur nicht weinen“, schießt dem 4-Jährigen Jungen durch den Kopf, er nimmt John in den Arm und zeigt das Unglück dem Teddy-Sanitäter Björn. Der Rettungs-Profi fährt blitzschnell die Metall-Klapptrage des Rettungswagens aus und wieder ein, und schon wird John mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren: Bei den Freiburger Teddy-Doktoren ist er gut aufgehoben.

Über 80 Medizinstudenten der Albert-Ludwigs-Universität lassen zwei Tage lang die Vorlesung ausfallen und spielen im sonnigen Stadtgarten der Stadt Freiburg Teddy-Ärzte. Das Gemeinschaftsprojekt des „Deutschen Famulantenaustauschs“ und der „Offenen Fachschaft Medizin“ gibt 4-6jährigen Kindern die Chance, mit dem Krankenhaus und medizinischen Personal in Berührung zu kommen, ohne selbst in der Rolle des Leidenden zu sein. Eingeladen sind alle Kindergärten Freiburgs. Jedes Kind bringt ein Stofftier mit, für das es sich eine Krankheit ausdachte, und lässt es die Teddybären-Docs wieder gesund machen. Die Studenten in Weiß führen ein Anamnesegespräch, untersuchen die Tiere gründlich, stellen eine Diagnose und denken sich eine Therapie aus. "Wichtig dabei ist, dass man die Kinder und ihre kranken Teddys unbedingt ganz ernst nimmt", betont Dr. Stephan Ehl, Facharzt für Kinderheilkunde an der Universitätsklinik Freiburg, in der Teddy-Doc-Ausbildung.

      

Jedoch gerade diesem Ratschlag zu folgen fällt es nun mal manchmal schwer. Etwa beim Patienten „Elchi“, Sohn der 5-jährigen Mama Celina, der - obwohl erst 1 Jahr alt und noch ganz klein - allein über die Straße ging. Und das auch noch, ohne eine Ampel zu suchen. „Er ist jetzt ganz vom Auto überfahren, nicht nur das Bein. Er hat sich ganz viel gebrochen...“, doziert Celina und streicht Elchi sanft über das Geweih. 

     

Um multiple Frakturen auszuschließen, muss der zuständige Teddy-Doc den Elch mit der improvisierten Röntgenbrille durchleuchten lassen. Tatsächlich hat sich das Tier laut Radiologie nur eine kleine Stauchung zugezogen; Celina ist aber kritisch: „Macht ihr das auch alles richtig hier? Wie richtige Ärzte?“ Dr. ted. Axel ist besorgt: „Ob sie mir das mit der Stauchung geglaubt hat, weiß ich nicht...“

     

Während die Studenten im Untersuchungszelt mit Stethoskopen, Reflexhämmern und Augenleuchten hantieren, versorgen die Kommilitonen aus der Apotheke die kranken Bären mit Smartison 200 und Hariboforte, damit die Patienten aus Stoff auch schnell wieder gesund werden. Und im Wartezelt, wo die Kinder mit Betreuung von Dr. teds kunstvolle Masken basteln, sorgen Kindergärtnerinnen für eine vertraute Atmosphäre. Die Erzieherin vom Freiburger Sportkindergarten findet die Aktion klasse: „Die Vorbereitung auf das Teddybärenkrankenhaus begann vor einer Woche. Ich kam selbst mit meinem verbundenen kranken Teddy in den Kindergarten und habe mit den Kleinen besprochen, dass wir jetzt zum Arzt gehen, und was der Arzt machen wird. Außerdem schauten wir uns Bilderbücher über das Krankenhaus an.“

    

Die Aktion, die übrigens aus Norwegen über Schweden nach Deutschland gelangte, koordinieren die Medizinstudentinnen Alicja Ditschek und Christine Lunke. Dabei wird Organisation ganz groß geschrieben: „Von 6-9 Uhr bauen wir auf, von 9-16 mach’ ich Teddykrankenhaus und von 16-18 Uhr hab’ ich Radiokurs“, sagt Alicja, ohne sich von dem vollen Zeitplan stressen zu lassen. Und dazu hätte sie allen Grund: Die Infoveranstaltung muss vorbereitet werden, die Zelte bestellt, der Platz gemietet, die Presse verständigt, Sponsoren gesucht und was so alles noch anfällt. Doch mit ein wenig Idealismus lässt sich alles bewältigen: „Viele Eltern haben berichtet, dass die Kinder ihren kranken Teddy sehr ernst genommen haben: Er hat den Platz in ihrem Bett bekommen und musste unbedingt drei Mal am Tag das rote Smartie schlucken. Dass die Kinder jetzt gar keine Angst mehr vor Ärzten haben, ist natürlich unmöglich, aber ein klein wenig Furcht vor dem Kranksein kann unsere Aktion sicher nehmen “- Alicjas Augen strahlen vor Begeisterung.

    

     

Begeistert sind auch die Kinder. Denn egal, ob die Fernsehmaus Annika Scharlach hat oder das Känguruh Hops einen Beinbruch - alle Tiere werden wieder gesund. „Jemand hat Scherben hingelegt und mein Bär hat sich verletzt. Jetzt hat er aber ein Pflaster, alles wird wieder gut“, meint der kleine Nico lächelnd.
Selbst an Liebesgeschichten fehlt es heute nicht im Freiburger Stadtgarten: Die kleine 3-jährige Justina zum Beispiel lässt nach der Behandlung ihren (jetzt nicht mehr so) kranken rosa Hasen links liegen und stürmt immer wieder auf das Untersuchungszelt zu, um ihren gutaussehenden Dr. ted. Domagoj noch einmal und noch einmal zu sehen.

Den Medizinstudenten bringt die Aktion außer Spaß auch Einfühlvermögen in die Kinderwelt und lässt sie ihre eigenen Fähigkeiten im Umgang mit den Kleinen besser einschätzen. „Bis auf den Anamnesekurs in der Pädiatrie hatte ich bis jetzt wenig Gelegenheit zu schauen, ob mir die Zusammenarbeit mit dem kleinen Patienten Freude macht, oder ob es schwierig ist, mit den Kindern umzugehen. Hier habe ich die Möglichkeit...“, sagt Dr. ted. Axel mit ernster Miene. Er kann sich durchaus vorstellen, später als Pädiater zu arbeiten. „Stark!“, urteilt er im Gehen durch einen erhobenen Daumen, „das hat Spaß gemacht.“

   
Autor(in): Agnieszka Wolf (wolfag@gmx.de)
  
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Webseite des Veranstalters
  
Diskussionen im Internet:
  

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130_02_03_107_363

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28. - 29. Juni 2002
Via medici Kongress - Zukunftschancen für Mediziner
www.viamedici-kongress.de

 

Aus dem Programm:

  • Berufliche Chancen in Klinik und Praxis

  • Arbeitsplätze im Management oder im Ausland

  • 56 Woprkshops zur beruflichen Zukunft

 

Jobchancen bei ausstellenden:

  • Berufsverbänden

  • Weiterbildungsakademien

  • medizinischen Gesellschaften

  • Universitäten

  • Verlagen

  • Unternehmen aus der pharmazeutischen Industrie

  • Finanzdienstleistern

Neu: Tageskarten für Ausstellung und Plenarsymposien für EUR 20!

Weitere Infos unter www.viamedici-kongress.de

  

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 4. Medi-Chatter Online

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Er ist online - der Medi-Chatter :-). Auf vielfachen Wunsch haben wir in den letzten Tagen den Chat auf Medi-Learn.net integriert, der in Kooperation mit Rippenspreizer.de betrieben wird. Ob realtime smalltalk von Uni-Stadt zu Uni-Stadt, ob Abspannen vom Lernstress, ob Kampf gegen Langeweile, ob Spass am Ballspiel der Worte - unter http://www.Medi-Chatter.de könnt Ihr ab sofort Euren Chat-Ambitionen freien Lauf lassen und das 24 Stunden am Tag!

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

An drei Tagen in der Woche (Mo., Mi. und Fr., jeweils von 20 bis 22 Uhr) moderieren Redaktionsmitglieder von Medi-Learn den Chat, an allen anderen Zeiten könnt Ihr frei nach Lust und Laune miteinander chatten oder euch dazu verabreden. Auch am heutigen Mittwoch findet ab 20.00 Uhr ein Chattreffen im Medi-Chatter statt. Weiterhin planen wir Experten- oder Themen-Chats zu besonderen Themen.
Nutzt die Möglichkeit, in Echtzeit miteinander Spass zu haben, nutzt die Möglichkeit, Kommilitonen höherer Semester um Rat zu fragen, lernt neue und interessante Leute kennen. Lust bekommen? - dann schaut doch mal vorbei!

   
Autor(in): Jens Plasger (jens.plasger@medi-learn.net)
  
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Medi-Chatter.de - der realtime-chat
  
Diskussionen im Internet:
  

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 5. Ein AiP in Großbritannien Teil III

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Die Arbeit als PRHO

Als PRHO ist man Teil eines Teams und arbeitet für mehrere Consultant unterschiedlicher Spezialisierungen. Die Aufgaben als PRHO in General Medicine umfassen die täglichen Visiten – eigenständig oder im Team – und die anfallenden Stationsarbeiten. Als chirurgischer PRHO wird dieses um die peri-operative Versorgung ergänzt, die unter Umständen die Betreuung der Intermediate Care oder High Dependency Unit beinhaltet.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Im Operationssaal ist man selten eingeteilt, weil die Stationsarbeit vorgeht. Absprachen mit Kollegen oder schnelles Arbeiten sind allerdings üblich, und man ist ein meist gern gesehener und geachteter Gast im OP.

Während des Dienstes ist man zusätzlich für jegliche Aufnahmen zuständig und Träger des crash bleeps. In 24 Stunden hat ein ganzes Team Aufnahme, für das man stellvertretend alle Patienten initial versorgt, erste Diagnostik einleitet und betreut. Gegebenenfalls werden am Folgetag einzelne Patienten an spezialisierte Kollegen überwiesen, meistens jedoch betreut ein Team die ganze Bandbreite an Krankheiten. Dies gilt vor allem für kleine und mittlere Häuser, während man in großen Krankenhäusern eher stationsweise arbeitet.

Man sollte sich auf eine 1:3 bis 1:5 rota für Tagdienste und ca. 1:8 für Nachtdienste einstellen. Also jeden dritten bis fünften Tag sowie jedes dritte bis fünfte Wochenende Dienst und jede achte Woche eine Woche Nachtdienst. Kein Dienst sollte dabei länger als 13 Stunden dauern. Abweichungen hiervon sind möglich.

Vor allem in kleineren Krankenhäusern ist es üblich, seine Patienten auf den verschiedenen Stationen aufzusuchen und unternimmt weite Wanderschaften. In größeren Häusern arbeiten die Teams eher auf einzelnen Stationen und betreuen dort die Krankheiten der Spezialisierung. Man ist einem Team und einem Consultant zugeteilt, der als Educational Supervisor fungiert. Mit dem Educational Supervisor sollten während der sechs Monate drei Treffen stattfinden. Während des ersten Treffens werden die Ziele und Erwartungen besprochen und festgelegt. Es folgt ein Treffen nach drei Monaten und am Ende der Vertragszeit, und es wird ein Resümee gezogen. Dieser Consultant ist konsequenterweise die erste Adresse, wenn man auf der Suche nach einer Referenz ist.

Die Ansprüche an einen Berufsanfänger sind vernünftig und dem Wissensstand angemessen. Man ist ermutigt bei jeglicher Unsicherheit zu fragen. Es finden mehrmals wöchentlich Fortbildungen statt, die besucht werden müssen um das Gros an üblichen und unüblichen Krankheiten aufzuarbeiten.

Im ersten Monat wird ein Grundkurs für Wiederbelebung angeboten, dessen Teilnahme ebenfalls Pflicht ist. Zusammen mit dem abgeschlossenen deutschen Studium hat man damit eine solide und vergleichbare Ausbildung, die einen als zukünftigen PRHO zuversichtlich stimmen sollte. Die Sprache und generelle Gewöhnung an ein fremdes Land und Leute sind Faktoren, die einen Berufsstart zugleich schön, aufregend und schwierig gestalten können. Man kann jedoch sicher sein, dass man nicht der erste Ausländer ist, der verzweifelt eine psychiatrische Erkrankung oder eine ungewöhnliche Anatomie gepaart mit Fernreisen in Erwägung zieht, alsbald der Patient von "bugs in the urine" spricht, wenn lediglich ein Harnwegsinfekt gemeint ist.

Für die Anerkennung des ausländischen AiPs sind die Regelungen je nach Bundesland unterschiedlich, und eine allgemein gültige Auskunft kann es hier nicht geben. Man kann allerdings nichts falsch machen, indem man sich auf Stellen bewirbt, die ausdrücklich vom Dekan als postgraduate training bestätigt worden sind. Dies trifft auf die meisten Vollzeitstellen zu, nicht jedoch auf “Locum posts”. Hier ist man Urlaubs- oder Krankheitsvertretung, die in der Regel nicht als postgraduate training anerkannt ist. Auch wenn es den Landesprüfungsämtern oder den Landesärztekammern vorbehalten ist: Es wird häufiger die volle Zeit auf das AiP, als auch auf die Facharztzeit anerkannt, als zurückgewiesen. Zusätzlich sollte man sich beim Postgraduate Center des Krankenhauses eine Bescheinigung über die besuchten Fortbildungsveranstaltungen unterschreiben lassen. Damit ist man auf der sicheren Seite für die AiP-Pflichtfortbildungen.

   
Autor(in): Clemenz Henze (clemens.henze@gmx.de)
  
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kein
  
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 6. Sparen, Sparen, Sparen

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Sparen, Sparen, Sparen - Was sich fast anhört wie der Focus-Slogan (Fakten, ...) ist wohl eher der Foren-Slogan für das neue Forum unter Medi-Foren.de - im Forum der Sparsamkeit hat sich mittlerweile eine ansehnliche Menge an Tipps gesammelt, wie man günstiger durch das Studentenleben kommen kann.
Wem z.B. das Brot beim Bäcker in Folge der Euroumstellung

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

zu teuer geworden ist, kann die Teigware auch selbst backen und so bis zu 3 Euro pro Brot sparen (siehe "750g Brot für 50 Cent") oder wer zu den Langschläfern gehört und es schafft, rechtzeitig zum Abbau auf den Wochenmarkt zu gehen, kann beim Kauf von Gemüse und Obst so manchen Taler sparen (siehe "Obst und Gemüse"). Auch der Umgang mit Behörden oder der Deutschen Telekom kann einem Studenten Geld bringen - der Tipp "endlich mal Geld von der Telekom" wurde sogar direkt von einigen Forenteilnehmern mit Erfolg in die Tat umgesetzt. Viele weitere interessante Tipps finden sich im Forum der Sparsamkeit - solltet Ihr selbst noch einen Vorschlag auf "Lager" haben und diesen in den nächsten 24 Stunden ins Forum eintragen, könnt Ihr noch am Gewinnspiel teilnehmen und Karten für den kommenden Via medici Kongress gewinnen. Eine genaue Beschreibung des Gewinnspiels findet Ihr direkt im Forum - wir wünschen Euch viel Erfolg - nur soviel: Die Chancen eine Karte zu gewinnen sind sehr hoch ;-).

   
Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
Links zum Artikel:

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Forum der Sparsamkeit
  
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11. überarb. u. erw. Aufl. 2002 1032 S., 334 Abb., ISBN 313380116 49,95

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weitere Infos und Details zum Buch

  

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 7. Mediziner in der Entwicklungshilfe

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Der folgende Artikel stammt aus der neuen Via medici 3-2002, die in allen medizinischen Fachbuchhandlungen erhältlich ist.

Helfen – rund um den Globus

„Ich will als Arzt in Afrika arbeiten.“ Diese Entscheidung fällt manchmal schon sehr früh und ist unter Umständen sogar die Motivation für das Medizinstudium. Wie damals Albert Schweitzer zieht es auch heute noch viele Mediziner in den Entwicklungsdienst. Dabei sind Ärzte nicht nur in Afrika tätig, sondern überall auf der Welt. Und sie arbeiten auch längst nicht mehr nur klassisch kurativ.
„Hola doctora!“, riefen die Kinder schon von weitem, wenn Sie Anke Furck und ihr Team kommen sahen. Die 30-jährige Ärztin und ihre Kollegen vom Gesundheitszentrum Casa de la Salud waren in dem Slumgebiet um Nuevo Horizonte bei Caracas bekannt wie bunte Hunde.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Wenn die Medizinerin zwischen den Hütten ihr Stethoskop auspackte und unter einem schattigen Baum ihre Sprechstunde abhielt, hatte sich immer schnell eine Menschentraube um sie gesammelt.
„Wir waren eine Attraktion“, erinnert sich die Hannoveranerin. Unter abenteuerlichen Bedingungen untersuchte sie die Menschen mitten auf der Straße, meist umgeben von Großfamilien, die sich lebhaft unterhielten und ihr neurgierig über die Schulter schauten. Vor allem Kinder kamen als Patienten. Sie litten oft an Krankheiten, die auf die armseligen Lebensbedingungen in den Slums zurückzuführen waren:
Atemwegskrankheiten und parasitäre Erkrankungen wie Krätze und intestinaler Wurmbefall. „Oft haben die Menschen nicht einmal genug Geld, um sich Gas zu kaufen, mit dem sie ihr Trinkwasser abkochen können. Das Wasser ist aber meist mit Amöben verseucht“, sagt Anke Furck. Das Slumgebiet, in dem die deutsche Ärztin gearbeitet hat, ist nur eines von dreien in Venezuelas Hauptstadt. Großfamilien mit zehn und mehr Kindern müssen sich eine kleine Hütte teilen. Die Menschen leben von der Hand in den Mund. Wer krank wird und sich eine Behandlung nicht leisten kann, hat Pech. Dies gilt auch für Menschen in anderen Entwicklungsländern.

Für Ärzte gibt es viel zu tun!

In Ländern der dritten Welt ist die medizinische Versorgung meist unzureichend, ein funktionierendes Gesundheitssystem gibt es nicht. Die Menschen sind auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Staatliche Organisationen oder kirchliche und private Vereine helfen. Sie schicken Geld, Ausrüstung, Medikamente – und medizinisches Personal. Auch viele deutsche Ärzte und Pfleger engagieren sich überall auf der Welt als Entwicklungshelfer. Eines der berühmtesten Vorbilder ist der Arzt Albert Schweitzer. Seitdem er sein Spital in Lambarene gründete, hat sich einiges getan. Medizinische Entwicklungshilfe ist heute viel umfassender als früher. Neben der kurativen Arbeit sind die Bereiche Prävention und Public Health wichtige Eckpfeiler geworden. Viele Mediziner sind nicht mehr nur im klassischen Sinn als Arzt mit Stethoskop tätig, sondern übernehmen auch Managementaufgaben. Sie planen Impfkampagnen, verwalten Projekte vor Ort und wirken bei der Gesundheitsaufklärung der Bevölkerung mit. Ziel ihrer Arbeit ist es, langfristig die medizinische Versorgung in Ländern der dritten Welt zu verbessern. Manche Helfer verschreiben sich ganz dem Entwicklungsdienst, andere arbeiten für kurze Zeit in diesem Bereich.

Als Helfer in den Slums

Anke Furck reiste im Winter 2002 für sechs Wochen im Auftrag der Organisation „Ärzte für die Dritte Welt“ nach Venezuela. Dieser Verein unterstützt medizinische Projekte in Venezuela, Bangladesh, Indien, Kenia und auf den Philippinen. Er entsendet deutsche Mediziner für mindestens sechswöchige Hilfseinsätze in die Projekte. Die Ärzte sind in erster Linie kurativ tätig. Die Arbeit ist ehrenamtlich. Oft opfern die Mediziner ihren Urlaub dafür. Dass diese Einsätze keine Erholung sind, ist klar. „Wir haben jeden Tag so lange gearbeitet, bis wir alle Patienten versorgt hatten“, erzählt Anke Furck. Manchmal waren dies 100–150 Menschen am Tag, morgens im Gesundheitszentrum, nachmittags bei Außensprechstunden in abgelegenen Slumgebieten, oft 10–12 Stunden täglich. Immer drei Ärzte sind gleichzeitig vor Ort im Zentrum, zwei Human- und ein Zahnmediziner. Diese sind bei ihrer Arbeit auf sich allein gestellt, ein Umstand, der für Anke Furck kein Problem war, da sie bereits auf drei Jahre Berufserfahrung in der Kinderheilkunde zurückgreifen konnte. „Um bei ,Ärzte für die Dritte Welt’ mitarbeiten zu können, muss man mindestens das AiP beendet haben.“

Mit dem DED in die Welt

Andere Organisationen verlangen mehr Berufserfahrung. Der „Deutsche Entwicklungsdienst“ (DED) sucht vor allem Fachärzte – Gynäkologen, Chirurgen – und Fachleute für Public Health. Diese helfen, Gesundheitssysteme in armen Ländern aufzubauen und einheimische Fachleute auszubilden. Denn Ziel ist es, die Eigenständigkeit der Entwicklungsländer zu fördern. Der DED leistet nicht nur Entwicklungshilfe in der Medizin, sondern ist vor allem in den Bereichen Landwirtschaft und Ressourcensicherung tätig. Er hat keine eigenen Projekte. Stattdessen entsendet er Fachleute in Projekte der Entwicklungsländer. Er wird aus dem Bundeshaushalt finanziert. Wer im Auftrag des DED arbeiten möchte, muss sich für mindestens zwei Jahre verpflichten. Die Organisation sorgt für die soziale Absicherung der Helfer, d.h. sie übernimmt die Kosten für die Kranken-, Pflege- und Sozialversicherung, stellt eine Unterkunft im Gastland und zahlt ein Unterhaltsgeld von derzeit etwa 850 € im Monat.

(...) Den kompletten Artikel findet Ihr in der neuen Via medici 3-2002, die in der Buchhandlung erhältlich ist.

   
Autor(in): Karin Potthoff (via.medici@thieme.de)
  
Links zum Artikel:

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Via medici online
  
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(Notfall)medizinische Cartoons und andere Grausamkeiten...

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"Hungernde Cartoonisten" auszudrücken
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Wir freuen uns auf euren Besuch.

  

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 8. Auf den Spuren der Geschichte - Medizinmuseen I

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Teil 1 The Old Operating Theatre and Herb Garrett, London

Zuerst einmal möchte ich kurz anmerken, was mich dazu bewogen hat, diesen Bericht zu schreiben. Vor allen Dingen ist es die Freude am Schreiben sowie am Vergangenen bzw. an der Entwicklung der Medizin. Im Studium ist Geschichte der Medizin ein Krampf, zumindest an meiner Uni, und sicherlich auch nicht eines der wichtigsten Fächer. Trotzdem macht mir dieses Thema Spaß, gerade wenn es ohne Zwang und Klausuren betrieben wird.

Vielleicht ist ja jemand da draußen, der diesen Artikel liest und bei seinem nächsten verregneten Londonbesuch sagt „Au ja, das ist ein netter Zeitvertreib“. Es würde mich freuen.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Aber nun zum Text: Das Old Operating Theatre befindet sich im Dachboden einer alten Kirche. Schon die Geschichte seiner (Wieder-) Entdeckung ist abenteuerlich. Jahrelang vergessen döste es vor sich hin, bis es nach über 100Jahren durch Zufall geöffnet, erkannt und durch einen Verein restauriert wurde. Genau seit wann es in Vergessenheit geriet, lässt sich heute leider nicht mehr feststellen, auf jeden Fall stellt es einen Glücksfall dar.
Ein kompletter Operationssaal aus dem Prae-Anästhesie-Zeitalter: Vom immer noch blutbefleckten und zerschnittenen OP-Tisch, der neben der Tür hängenden OP-Kleidung (eine Leinenschürze, damit der Anzug des Operateurs nicht fleckig wurde) bis zur kleinen Holzkiste mit Sägespäne auf dem Boden. Wozu die gut ist? Sie konnte mit dem Fuß immer dorthin geschoben werden, wo gerade besonders viel Blut auf den Boden tropfte.

Auch die restliche Ausstellung ist durchaus einen Besuch wert, auch wenn sie mehr als Dreingabe anzusehen ist. Alte Instrumente, eine Hexenküche und ähnliches.
Sehr zu empfehlen sind die unregelmäßig stattfindenden Events. Da wird die Amputation eines Beines aus der Sicht des Patienten mit allen Details geschildert, durchaus etwas für makaber veranlagte Zeitgenossen.

Der Eintrittspreis £2,75 (= ca. 9DM/4,50 €) für Studenten (ISIC nicht vergessen!) bzw. £3,75 für alle anderen; für Londoner Maßstäbe durchaus nicht zu hoch.
Lokalisiert ist das Museum in Southwark, nicht unbedingt Londons erster Adresse, aber während des Tages gefahrlos zu erreichen. Die nächste Tube-Station ist London Bridge, von da läuft man etwa 5min.
Empfehlenswert für einen ersten Eindruck ist die Website www.thegarrett.co.uk Dass London immer eine Reise wert ist, braucht hier vermutlich nicht extra erwähnt zu werden.

   
Autor(in): Frauke Gubernatis (f.gubernatis@web.de)
  
Links zum Artikel:

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www.thegarrett.co.uk
  
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 9. Zwischen den Zeilen "Kurz und knapp durch die Urologie"

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Titel: Basiswissen Urologie
Autor(en): G. Rutishauser, T.Gasser
Verlag: Springer Verlag
ISBN: 3540427260
Preis: 17,95 Euro
Medizinlehrbuch

Die Urologie gehört zu den sogenannten kleinen klinischen Fächern - nur ein sehr kleiner Teil der Studenten hat das Ziel, später einmal Urologe zu werden. Die meisten Studenten benötigen für das 2. Staatsexamen und für die spätere Approbation den Nachweis der Grundkenntnisse in diesem Fach.

Hinzu kommt die Zeitproblematik - in den vollgestopften klinischen Semestern bleibt kaum Zeit, um sich intensiv mit dem Fach Urologie zu beschäftigen. Genau hier setzt das Buch "Basiswissen Urologie" an - auf dem Covertext läßt sich der Slogan "Kein Wort zuviel!" finden und im Buch wird sich daran gehalten.

Kurz und prägnant werden die wichtigsten Fakten des Faches und die verschiedenen Krankheitsbilder dargestellt. Die Autoren verzichten auf unnötiges Beiwerk. An vielen Stellen werden mit Hilfe von Aufzählungen und Tabellen die wichtigsten Fakten zusammengefasst dargestellt. Trotz der komprimierten Darstellung finden sogar einzelne Fallbeispiele in dem "Büchlein" Platz, die die klinische Relevanz aufzeigen.

Mit 17,95 Euro ist das Buch absolut erschwinglich für den studentischen Geldbeutel und gut investiertes Geld. Dank des umfangreichen Schlagwortverzeichnisses am Ende, wird man ggf. sogar als approbierter Arzt ab und zu einmal wieder auf das Basiswissen zurückgreifen. Für alle, die nicht die Facharztprüfung in der Urologie als Ziel haben, ist das Buch genau die richtige Wahl.

   
Autor(in): Marlies Lehmkuhl (marlies.lehmkuhl@medi-learn.net)
  
Na überzeugt? Dann bestell Dir das Buch doch bequem Online:
  

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Onlinebestellung (Basiswissen Urologie)

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Die Lieferung der Bücher bzw. der CDs erfolgt versandkostenfrei durch 
Lehmanns Fachbuchhandlung
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 10. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

- zurück zum Inhalt -

  

Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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