11.09.02

Ausgabe 137 / 02

Anzeige: Das "Abenteuer" kommt
ab dem 15. Oktober auf Medi-Learn.de


Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wer immer nur funktioniert, entzieht sich dem Abenteuer des Lebens.
(Armin Müller-Stahl)


137_02_001_192_99X

 Editorial
  

Hallo,
nachdem der Examensservice geschafft war, begann die große Urlaubszeit in der Redaktion von Medi-Learn. Auch ein Großteil der Examenskandidaten hat mittlerweile Urlaub. In dieser Sommerpausenausgabe bietet wir Euch dennoch einige Bonbons, die Euch die freie Zeit ein wenig versüßen können.
Zum einen ist im Forum eine neue Aktion gestartet worden: Medi-Learn bietet in Kooperation mit dem Börm Bruckmeier Verlag allen regelmäßige Usern des Forums eine kostenlose Pocketcard an (alles weitere im Artikel unten).

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Des weiteren haben wir einen "Lagebericht" der Fachschaft in Leipzig über den Stand der Dinge in Sachen "Hochwasserexamen" sowie einen sehr lesenwerten Artikel über einen Auslandsaufenthalt in England. In ca. 10 Tagen erscheint eine Sonderausgabe der Onlinezeitung: Unter dem Titel "10 Tipps für Medizinstudenten" beginnen wir eine neue Serie, die in unregelmäßigen Zeitbständen erscheinen wird - lasst Euch einfach überraschen.

In diesem Sinne eine schöne freie Zeit
Christian und Jens
Redaktion Medi-Learn.net

  

137_02_002_193_99X

 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Anästhesie in Norwegen
2.Nach dem Hochwasser-Examen - Was nun?
3.Verdient Euch Eure Pocketcard
  
4.Krankenpflegepraktikum in England - interessante praktische Erfahrungen
5.No risk MORE fun! - Workshop Effektive Examensvorbereitung
6.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit^

Für den Fall, dass die Onlinezeitung nicht korrekt angezeigt wird, ist sie nocheinmal komplett Online verfügbar! 
Hier die Adresse http://www.medi-learn.info/seiten/onlinezeitung/1/126/index.shtml
  

137_02_003_199_99X

 1. Anästhesie in Norwegen

- zurück zum Inhalt -

  

Der erste Teil des Artikels war in der letzten regulären Ausgabe der Onlinezeitung zu lesen. Wer den ersten Teil verpasst hat, findet diesen auf der Webseite (Link s.u.).
(...) Zur Vorbereitung auf die Sprache habe ich einige Lektionen im "Praktischen Lehrbuch Norwegisch" vom Langenscheidt Verlag gelernt, aber das echte Norwegisch hört sich dann doch recht anders an als die beigelegte CD. Mit Patienten konnte ich folglich nichts bis sehr wenig sprechen, was aber in der Anästhesie schon in Ordnung war. Auch habe ich relativ gute Fortschritte im Norwegischen gemacht, so dass ich gegen Ende der vier Wochen schon kleine Gespräche führen konnte, vorausgesetzt mein Gesprächspartner hat deutlich und auch halbwegs langsam gesprochen. Für andere Fächer braucht man aber deutlich bessere Sprachkenntnisse, als ich sie hatte.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

3. Wohnung und Freizeit
b Ich konnte kostenlos in einem Appartement des Krankenhauses wohnen in ca. zehn Gehminuten Entfernung vom Krankenhaus. Die Schlüsselübergabe klappte problemlos (ich bin am Samstag abend gekommen) und das Appartement war sehr sauber, so dass man sich am ersten Abend schon recht wohl fühlen konnte. Der Nachteil des Appartements war meines Erachtens, dass es im Gegensatz zu einem normalen Wohnheim keine Gemeinschaftsräume gab und man dadurch nur selten Leute getroffen hat. Es war daher schwierig, Leute außerhalb der eigenen Abteilung kennenzulernen.

Freizeitmäßig hat Bodø hauptsächlich Natur zu bieten, wobei man sich bewußt sein muß, dass man schon nach einer halben Stunde Fußmarsch total in der Wildnis ist, wo vielleicht tagelang kein anderer Mensch vorbeikommt. Ist man wie ich also allein unterwegs, so muß man entsprechende Vorsicht walten lassen. Am Anfang der Famulatur war noch genug Schnee zum Langlaufen, später war mein Lieblingsziel der ca. 350 Meter hohe Keiservarden, der nach 1,5 h Wanderung zu erreichen war. Ausflüge mit dem Bus sind auf Grund der schlechten Verbindung außerhalb der Hauptsaison (im Sommer) nur schwer durchführbar. Allerdings habe ich Dank der Osterfeiertage insgesamt 3,5 Tage auf den Lofoten verbracht und war außerdem noch ein Wochenende entlang der Küste mit der bekannten Linienverbindung "Hurtigruten" unterwegs.

4. Zusammenfassung

Alles in Allem war es sehr interessant, ein anderes System kennenzulernen und z.B. zu sehen, dass man als Arzt auch einen normal langen Arbeitstag haben kann. Dies ist meines Erachtens hauptsächlich auf Grund der besseren Delegation nichtärztlicher Tätigkeiten möglich. Rein praktisch wäre es sicher besser gewesen, nicht über Ostern (und übrigens auch nicht von Mitte Juni bis Mitte August) zu kommen und eine Zeit ohne Spezialpflegerstudenten zu erwischen. Dann kann man sicher intubieren ohne Ende, während ich nur fünf mal intubieren konnte. Darüber hinaus war es mir möglich, ganz gute Grundkenntnisse der Anästhesie, der Intensivtherapie und der norwegischen Sprache zu erwerben.

Florian Schröck, cand. med., TU-München
Email: florian.schroeck@gmx.net

   
Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
Links zum Artikel:

·   

http://www.nss.nl.no
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Ich möchte den Artikel ...
  
... Online lesen
  
... drucken
  
... per eMail weiterempfehlen

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

137_02_01_196_345

 - Werbung -


Urlaubszeit - Zeit zum Surfen

Besuch Stan doch mal zu Hause

www.3bscientific.de

Springer Verlag

  

137_02_02_177_99X

 2. Nach dem Hochwasser-Examen - Was nun?

- zurück zum Inhalt -

  

Die Prüfungen sind vorbei, und das Chaos, das einige hier in Dresden erwischt hatte auch, zumindest fast. Das Wasser ist weg, der Dreck und die Arbeit sind geblieben. Vorbei ist ebenfalls die Zeit der schriftlichen Prüfungen / Examina. Mancher von Euch hat sicher schon den mündlichen Teil geschafft oder noch vor sich - jedenfalls an dieser Stelle der Glückwunsch bzw. wir drücken die Daumen.
Für einige unserer Kommilitonen ist die bange Zeit noch nicht vorbei, das Hochwasser der letzten Tage hatte manchem arg erwischt; abgeschnitten von der Außenwelt, kein Strom, kein Telefon, Irrfahrten bis zum nächsten Dorf etc.. Es bleibt die Frage, wie nun weiter, wenn ´ich´ meinen schriftlichen Teil versaut habe oder keine Möglichkeit hatte, Kontakt mit den zuständigen Behörden aufzunehmen.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Wir wollen hier ein paar Hinweise geben, wie sich einige Betroffene vor und nach der Prüfung verhalten haben, wie der Stand der Dinge zu den stattgefundenen Examina ist und was Betroffene vielleicht noch unternehmen können.

Bis kurz vor der Prüfung bestand für alle betroffenen Studenten die Möglichkeit, die Teilnahme an der Prüfung abzusagen. Viele wußten bis dahin nicht, wie geht es dann weiter. Das Landesprüfungsamt in Dresden teilte in der Zeit vor der schriftlichen Prüfung mit, daß der kurzfristige Rücktritt möglich sei, konnte aber keine Auskunft geben, was für Entscheidungen nach dem schriftlichen Teil getroffen werden, um die Betroffenen nicht zu benachteiligen.
Als dann nun der schriftliche Teil vorbei war, speziell Physikum, hieß es von Seiten des LPA, man solle die mündliche Prüfung mitmachen. Bis Dato war aber auch noch nicht klar, wie es denn weitergehen solle, wenn man diesen Teil besteht oder durchfällt oder dazu nicht antritt.
In der vergangenen Woche (26.8. bis 1.9.2002) bekamen wir von Seiten des LPA ein Schreiben, dass wir zur kommenden Physikumsprüfung im März 2003 geladen werden würden, uns also nicht mehr speziell anmelden wüßten. Diesem Schreiben war immer noch nicht zu entnehmen, ob für uns das Studium im Oktober weitergeht oder nicht.
Am Montag, dem 2.9.2002, ergab sich dann ein Gespräch mit dem LPA. Dort erfuhren wir, dass alle Studenten, die vom schriftlichen Teil des Physikums zurückgetreten waren und den mündlichen Teil erfolgreich bestanden haben, im Oktober ihr Studium fortsetzen dürfen. Für Lars und mich sowie alle die, welche zurückgetreten waren, sicher eine positive Meldung. Das Lernen für den schriftlichen Teil, welcher gilt im März nachzuholen, bleibt. Man verliert aber kein halbes Jahr, man gerät nicht in dieses "Verwechseln" der Semester und das allerwichstigste: man sieht sein Ziel wieder ein Stück näher gerückt.

Doch jetzt bleiben immer noch offene Fragen:
Was ist, wenn ich durch den mündlichen Teil durchgefallen bin?
Was passiert mit mir, wenn ich auf Grund von mangelnden Informationen seitens des LPA den schriftlichen Teil mitgemacht habe und durchgefallen bin?
Was wird geschehen, wenn ich auch zum mündlichen Teil nicht angetreten bin, weil ich dachte, dass ein Rücktritt von der Prüfung ein Rücktritt von allen Teilen bedeutet?

Wir wissen von einem ganz konkreten Fall.
Er hatte keinen Strom (bis an die schriftlichen Prüfungen heran) und damit auch keine Möglichkeit im LPA anzurufen sowie von Mitstudenten eine Nachricht zu empfangen. Dadurch erfuhr er gar nicht von der Möglichkeit, kurzfristig von der Prüfung zurücktreten zu können. Deswegen fuhr er am 20.8.2002 um 4.30 Uhr los, schlug sich über Waldwege in der Sächsichen Schweiz und riesige Umwege nach Dresden durch, um dann fünf Minuten vor Prüfungsbeginn da zu sein. Kann man nach solchen Strapazen vier Stunden konzentriert vor den Physikumsfragen sitzen? Wir glauben wohl kaum! Erst diesen Tag gelang es ihm, mit dem LPA Kontakt aufzunehmen. Dies stellte sich quer mit der Begründung, es hätte ja die kulante Regelung des kurzfristigen Rücktritts gegeben. Doch wie hätte er es erfahren sollen, da ja schließlich sein gesamter Wohnort (Bad Schandau an der Elbe) ohne Strom war und außerdem die Wassermassen das Haus seines Vaters heimsuchten, wo es doch im ersten Sinne galt, das Haus von diesen wieder zu befreien. Man kann da ja auch nicht einfach eine Pumpe anschließen, wenn kein Strom da ist und der Ort von der Außenwelt abgeschnitten ist, da bekommt man ja nicht einmal ein Notstromaggregat. Das heißt also: alles Wasser muß per Eimer und aus eigener Kraft heraus wegtransportiert werden.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Fachschaft Dresden!

   
Autor(in): Lars Stephan (Fachschaft Dresden) (fsmed.tu-dresden@gmx.de)
  
Links zum Artikel:

·   

Fachschaft Dresden

·   

Solidaritätsaktion für Studenten

·   

Bericht aus Dresden
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Ich möchte den Artikel ...
  
... Online lesen
  
... drucken
  
... per eMail weiterempfehlen

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

137_02_02_195_389

 3. Verdient Euch Eure Pocketcard

- zurück zum Inhalt -

  

Medi-Learn stellt in Kooperation mit dem Börm Bruckmeier Verlag 150 Pocket- cards für regelmäßige Nutzer der Medi-Foren zur Verfügung. Wer in der Zeit vom 08. September bis zum 15. Oktober insgesamt 25 oder mehr inhaltliche Beiträge in den Medi-Foren schreibt, kann sich eine Pocketcard aussuchen, die kostenlos per Post zugestellt wird.
Der Börm Bruckmeier Verlag hat speziell für die Aktion 7 verschiedenen Pocketcards zur Verfügung gestellt. Folgende Pocketcards stehen zur Verfügung:

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

  • Anamnese pocketcard
    Anamnese und Untersuchung: der Schlüssel zur richtigen Diagnose. Diese Karte hilft Ihnen nichts zu vergessen. Eine echte Checkliste im alten Sinne.
  • Notrufnummer pocketcard
  • Antibiotika pocketcard 2003
    Die Karte beeinhaltet die empirische Initialtherapie mit der erregerspezifischen Folgetherapie.
  • Antimykotika pocketcard
  • TNM pocketcard
    Die TNM pocketcard fasst die wichtigsten Tumorkrankheiten auf dem Gebiet der Urologie, Gynäkologie, Endokrinologie und der Gastroenterologie in der klinisch relevanten und aktuellen TNM - Klassifikation zusammen.
  • Vergiftungen pocketcard
    Was macht man bei Vergiftungen ?
    Welche Vergiftungszentrale rufe ich an ?
    Wie erreiche ich eine adäquate Giftelimination?
    Welches spezifisches Antidot ist geeignet?
    Die Vergiftungen pocketcard gibt rasche Auskunft!
  • Medizin im Internet pocketcard
    Tabellarische Auflistung essentieller Internet-Datenbanken und Informationsportale auf dem medizinischen Gebiet. Medizinische Suchmaschinen, Literatur-Datenbanken, med. Gesellschaften, Portale, Online-Zeitschriften und einiges mehr. Die medizinische Favouritenliste in der Tasche.
Eine detaillierte Übersicht und Bestellmöglichkeiten über alle Pocketcards, die im Börm Bruckmeier Verlag erschienen sind, findet ihr auf der Webseite der Verlages unter http://www.media4u.com. Jede Aktion muss einige Regeln haben, so auch diese Aktion:
  • Die Aktion gilt nur für die Forenbeiträge, die in der Zeit vom 08. September bis zum 15. Oktober geschrieben werden
  • Es werden nur inhaltliche Beiträge gewertet, die mindestens aus drei einzelnen Sätzen bestehen (z.B. "Find ich auch" gilt nicht als Beitrag).
  • Es zählen nur Beiträge in den Fachforen (die Area faecalis ist selbstverständlich ausgeschlossen)
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Wir verteilen die Karten solange der Vorrat reicht - die Auswertung der Anmeldungen und der Versand erfolgen ab dem 15. Oktober. Die Karten werden im Zweifelsfalle nach Reihenfolge des Einganges verschickt.
  • Für Fragen oder bei Problemen mit den Teilnahmeformular, steht Euch das Medi-Learn Team unter redaktion@medi-learn.net zur Verfügung.
Wir danken dem Börm Bruckmeier Verlag für die freundliche Unterstützung der Aktion und freuen uns auf die Diskussionen und Debatten in den Medi-Foren.

[Ich möchte eine Pocketcard - klick hier]

   
Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
Links zum Artikel:

·   

Zum Teilnahmeformular

·   

Ins Forum
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Ich möchte den Artikel ...
  
... Online lesen
  
... drucken
  
... per eMail weiterempfehlen

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

137_02_03_194_388

 4. Krankenpflegepraktikum in England

- zurück zum Inhalt -

  

Im Sommer 2001, vom 06.08. bis 25.09., habe ich mein Krankenpflegepraktikum in Eastbourne am District General Hospital NHS Trust absolviert. Dort angenommen zu werden, war ganz einfach (das gilt auch für Famulaturen). Man schreibt einfach eine e-mail an:
postgraduate.centre@ed.ebh-tr.sthames.nhs.uk
oder ruft dort direkt mit seinem Anliegen an:
(01323)-41700, dann meldet sich meistens das ´switchboard´ und fragt, mit wem man verbunden werden möchte und da gibt man die Nummer an: Ext. 4284, die leitet einen dann weiter zum Postgraduate Centre, welcher alles Weitere übernimmt.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Man könnte das Krankenhaus natürlich auch anschreiben. Die Adresse ist:
Postgraduate Medical Centre
District General Hospital
Kings Drive, Eastbourne
East Sussex BN21 2DU
England

Mrs. Luisa Tomasetti kümmert sich meistens um die ausländischen Studenten und erwartet einen Lebenslauf mit Paßfoto (auch per Fax möglich), um dieses Material an die ´Consultants` (Oberärzte) der einzelnen Stationen weiterleiten zu können. Englisch sollte man natürlich schon ein bisschen sprechen können, aber das ist eigentlich kein Problem, damit fuchst man sich recht schnell ein. Ich war über den Zeitraum meines Daseins auf drei unterschiedlichen Stationen eingeteilt: zuerst bin ich drei Wochen auf der Altenstation Care of the Elderly, dann eine Woche auf der Geburtenstation Obstetrics & Gynaecology und zur Krönung des Ganzen nochmal drei Wochen auf der Unfallstation Accident & Emergency gewesen. Man hatte mich nämlich vor Antritt des Praktikums gefragt, auf welche Stationen ich gerne gehen würde und solange die auserwählten Stationen nicht schon mit Medizinstudenten übervölkert sind, wird man dann auch auf der favorisierten ´ward´ untergebracht (besonders beliebt waren Accident & Emergency, Chirurgie, Geburtenstation und auch die Orthopädie).

Rein organisatorisch lief die ganze Sache fast reibungsfrei. Man ist an diesem Krankenhaus ausländische Studenten zu Genüge gewöhnt und weiß mit ihnen umzugehen. Solange der Student die Regeln einzuhalten gewillt ist und das Geld (!!!) auf den Tisch legt, läuft eigentlich alles wie am Schnürchen.
Es ist möglich, auf dem Krankenhausgelände unterzukommen. Da ist man zumeist in zweistöckigen Wohnhäusern untergebracht, wo ein kleines Zimmer mit Bett, Schrank, Schreibtisch und Waschbecken für 48 pound die Woche auf einen wartet.
Auf jeder Etage gibt es eine Küche mit Kühlschrank, Herd und allem, was man halt so primär benötigt, eine Einzeltoilette und ein extra Bad mit Dusche und Zweitklo. Auf einer Etage wohnen ca. fünf Mann, die wild zusammengewürfelt wurden. Bei mir waren noch eine deutsche und eine polnische Famulantin, eine Hebamme aus Trinidad und ein Krankenpfleger der Psychatrie aus Simbabwe eingemietet. Der Sauberkeitsgrad und der Lautstärkepegel sind stark von den Mitbewohnern abhängig. Ich hatte Glück, wir haben uns alle super untereinander verstanden.

Außerdem gibt es auf dem Gelände noch ein kleines Arztehäuschen mit TV und einen Club mit Fitnesscenter und Miniaußenschwimmbad (das man nicht braucht, weil Eastbourne sowieso an der Küste liegt). In dem Club ist dann auch ab und zu was los, Karaoke, gemeinschaftliches Fußball gucken und kleinere Veranstaltungen.
In Eastbourne direkt gibt es nicht allzuvielzu tun (ist so mehr was für den Lebensabend...gemütlich am Stand hocken, a bissl schoppen, Fish und Chips, Promenade auf und ab schlappen, Blaskapelle...
Aber es gibt zwei Kinos, einen Haufen Bars und das Atlantis, eine Disco, wo sich das Nachtleben scheinbar abspielt (ist aber nicht so doll). Mit den richtigen Leuten machts aber überall Spaß ; ), man kann sich also auch so amüsieren und auf dem Krankenhausgelände sind viele coole Leute.
Auch die Anfahrt mit dem Auto ist möglich, Parkplätze werden dann nach Anmeldung zur Verfügung gestellt. In näherem Umkreis des Krankenhauses befindet sich auch ein großer Supermarkt (ich hatte einem Famulanten, der kurz nach meiner Ankunft abgefahren ist, sein Fahrrad für 6 pound abgekauft. Das war perfekt, besonders weil die Busfahrten auf Dauer auch ans Eingemachte gehen). Mein persönliches Problem war es, dem Postgraduate Medical Centre verständlich zu machen, daß ich noch nicht über das Physikum hinaus bin, und somit keine Famulatur an diesem Krankenhaus machen möchte, sondern ein einfaches Krankenpflegepraktikum unter Leitung einer Oberschwester. „Mach doch hier, was du willst", meinten sie, „solange du die ´hospital fee´ von 280 (soviel war das bei mir!!!) pound bezahlst, ist uns das gleich. Deine Bescheinigung bekommst du dann schon". Das fand ich dann doch ein bischen eigenartig, aber da dieses ganze Auslandspraktikum bei mir sehr kurzfristig angelegt war, habe ich mich da nicht weiter darum gekümmert und wollte mich näheren Erklärungen erst im Krankenhaus hingeben.

Am ersten Tag hab ich eine laminierte Medical-Student-Erkennungsmarke bekommen und wurde den Ärzten auf der Altenpflegestation vorgestellt. Als ich den Schwestern und Pflegern erklärt hatte, was ich auf der Station zu tun gedachte, wurd ich erst einmal richtig ausgelacht. Man kennt in England das Krankenpflegepraktikum nämlich nicht und kann sich die ganze Sache auch nicht so recht vorstellen. Im Endeffekt habe ich mich dann einer Schwester angeschlossen und mit ihr zusammen ihre täglichen Aufgaben erledigt. Wie man sich das halt so vorstellt (verbände machen, Patienten waschen und bei den Mahlzeiten behilflich sein, Betten machen...) und zusätzlich bin ich bei der Visite dabeigewesen. Ab und zu habe ich dann andere Stationen besichtigt, um mir einen Einblick zu verschaffen. Es waren alle sehr nett zu mir, haben mir sofort alles erklärt und mich auch in Ruhe zusehen lassen.
Ich glaube, das Beste war, daß ich den Recuscitation Officer kennengelernt habe, der für die Wiederbelebungen im Krankenhaus zuständig ist. Er hat mir einen Piepser gegeben und dann wußte ich immer Bescheid, wo gerade eine Wiederbelebung oder ein Notfall war, konnte hinlaufen und sogar mithelfen (zureichen, Sauerstoff geben und sogar selber Herzdruckmassage machen). Zusätzlich hat er mit uns Medizinstudenten auf Anfrage hin jeden Montag ein Seminar gemacht: uns an Übungspuppen Zugänge legen lassen, Wiederbelebungssituationen nachspielen lassen, Vorträge über Traumen und Kindeswiederbelebung gehalten u.s.w., das hat eine Menge gebracht. Überhaupt gab es viele Lehveranstaltungen von und für Ärzte über alle möglichen Themen, die man sich gerne anhören konnte. Es hing immer ein Terminplan vor dem Postgraduate Center (und manchmal gabs kleine Häppchen umsonst!). Die Woche auf der Geburtenstation was ein bisschen stressig, weil dort die Hebammen und weniger die Ärzte das Sagen haben. Es war schwierig, dort als Praktikant unter den Hebammen Anerkennung zu finden, so daß sie einen haben zusehen und mitmachen lassen. Am Anfang habe ich immer die kleinen Babys, die vielleicht eine Stunde alt waren, gewogen und sie ein bisschen umsorgt, später durfte ich bei Kaiserschnitten zusehen und am Freitag auch bei einer Geburt dabeisein und mithelfen. Wenn man sich also auf der Station eingefunden hatte, war es sehr schön.

Am effektivsten waren jedoch meine drei Wochen auf der Unfallstation. Die haben mich dort alles machen lassen. Da war ich dann auch kein Krankenpflegepraktikant mehr, sondern Famulant, wenn nicht schon PJler, betrachtet man sich, was ich dort alles unter Anleitung machen durfte: Ich habe Blut abgenommen, Zugänge gelegt, allein Patienten aufgenommen, zum Röntgen geschickt, Röntgenbilder begutachtet und dann dem Arzt erklärt, was ich von der Geschichte halte. Man hat mich überall zusehen und mitmachen lassen, ich durfte bei kleinen Operationen assistieren und später selbst (ohne das auch nur irgendwer dabei war, was meine Nerven an Anfang hat zittern lassen) lokale Anästhesie spritzen, tiefe Wunden im Hinterkopf-, Stirn-, und Nasenbereich säubern, dann steril nähen und danach verbinden. Man hat im Nachhinein nicht einmal überprüft, wie ich die Sache denn so gemacht habe.
Die Ärzte auf dieser Station waren auch am ehesten bereit, alles bis ins Detail zu erklären, so daß ich nach diesen drei Wochen wirklich eine ganze Menge gelernt hatte. Also: Accident und Emergency kann ich persönlich echt empfehlen!!!
Der große Nachteil an diesem Praktikum am englischen Krankenhaus ist, daß man es sich warscheinlich nur einmal leisten kann. Diese wöchentliche ´hospital fee´ wird auf die Dauer recht teuer, dann kommt die Unterkunft noch mit dazu und die Lebenserhaltungskosten sind auch nicht ohne.
Der Lerneffekt ist aber sehr groß, es hat mit außerordentlich viel gebracht und ich habe von keinem sonst gehört, der schon im Krankenpflegepraktikum soviel machen durfte (ist ja eigentlich auch eine heikle Angelegenheit...). Außerdem bescheinigen einem die Leute dort ausnahmslos alles, die hätten auch ihre eigene Sterbeurkunde unterzeichnet...
Ich kann es also, vom Kostenpunkt abgesehen nur empfehlen, wobei ich aber auch sagen muß, dass die gegebenen Möglichkeiten für Studenten zwischen den einzelnen Stationen extrem schwanken, so daß man echt Glück haben kann, es einem aber auch passieren kann, daß man sich wochenlang gelangweilt hinter einem Ärztehaufen hinterherschlappt (Coronary Care Unit CCU). Aber wenn man aktiv ist, sich auch mal zu Wort meldet oder die gegebene Situation nicht einfach hinnimmt (Stationen zu wechseln ist eigentlich kein Problem...), kann es nicht wirklich zu Komplikationen kommen.

   
Autor(in): Josefine Lammich (tiggerfina@hotmail.com)
  
Links zum Artikel:

·   

keine
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Ich möchte den Artikel ...
  
... Online lesen
  
... drucken
  
... per eMail weiterempfehlen

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

137_02_04_198_390

 - Werbung -


Internationale Perspektiven Famulatur im Ausland

Preisgünstiger und umfassender Versicherungsschutz

Info und Direktabschlussmöglichkeit im neuen Sponsored Room der Deutschen Ärzte-Versicherung

[zum Sponsored Room]

  

137_02_05_178_99X

 5. No risk MORE fun! - Workshop Effektive Examensvorbereitung

- zurück zum Inhalt -

  

Feuchte Hände und Herzklopfen beim Gedanken an das nächste Examen? Dann ist es Zeit, etwas dagegen zu unternehmen! Denn wer seine Prüfungsvorbereitung vernünftig plant, kann dem Examen ganz gelassen entgegensehen. All denen, die in Sachen Prüfung kein Risiko eingehen wollen, bietet MEDI-LEARN als besonderen Service einen Workshop zur „Effektiven Examensvorbereitung“. Der Workshop greift alle wesentlichen Aspekte einer erfolgreichen Prüfungsvorbereitung auf und präsentiert sie in einem 2-tägigen Training. Geboten wird eine Einführung in effektive Zeitplanung, Lernstrategien, MC-Techniken sowie ein Kompakt-Training Prüfungsrhetorik.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Workshop Teil 1:
Zeitplanung / Lernstrategien / MC-Techniken


Ich weiß, dass ich nichts weiß...
Nur allzu häufig ist dies das deprimierende Fazit einer wochenlangen nervenaufreibenden Prüfungsvorbereitung.
Nebulöse Vorstellungen vom „richtigen“ Weg zum Prüfungserfolg fördern Unsicherheit und Zweifel über das Was, Wann und Wie des Lernens. So werden lernsystematische Entscheidungen oft willkürlich (mitunter wahllos) getroffen, frei nach dem Motto: Irgendwo muß man ja schließlich anfangen. Ergo driftet man ziellos von Fach zu Fach, von Thema zu Thema, bis der herangerückte Prüfungstermin diesem Treiben ein jähes Ende bereitet. Was schließlich bleibt, ist der sprichwörtliche „Mut zur Lücke“, der sich in der Prüfung leider rasch verflüchtigt, während die Lücke in unschöner Deutlichkeit bleibt...
Der 1. Teil des Workshops wendet sich an alle, die auf eine solche Erfahrung verzichten möchten.
Die Einführung in Zeitplanung und Lernstrategien eröffnet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Lernerfolge mit einem „machbaren Aufwand“ zu maximieren. Ausgehend von der Funktionsweise unseres Gedächtnisses werden Techniken vorgestellt, die die Aufnahme und Speicherung von Informationen erleichtern und mehr Sicherheit und Struktur beim Lernen mit sich bringen.
Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer eine Einführung in Multiple-Choice-Techniken als spezielle Vorbereitung auf den schriftlichen Prüfungsteil. Die hier vorgestellten Strategien ermöglichen es, häufige Fehlerquellen auszuschalten und vorhandene Wissenslücken ggf. durch die Anwendung alternativer Lösungsstrategien zu kompensieren.

Workshop Teil 2:
Kompakt-Training Prüfungsrhetorik

Für das erfolgreiche Absolvieren einer mündlichen Prüfung recht es nicht aus, „nur“ über Fachwissen zu verfügen.
Da der Prüfer lediglich beurteilen kann, was er hört oder sieht, muss der Kandidat auch in der Lage sein, sein Fachwissen für den Prüfer erfahrbar zu machen.
Im Rahmen der Rhetorikschulung können die Teilnehmer eine Verhaltenssicherheit erlangen, die eine optimale Selbstdarstellung in der Prüfung durch den bewussten Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksformen erlaubt.
Darüber hinaus sind der Abbau von Redehemmungen, sprachliche Präsentation, Antwortstrukturierung und Techniken subtiler Gesprächsführung die wesentlichen Arbeitsfelder des Trainingsprogramms.
Die vorherrschende Arbeitsweise besteht in der Durchführung und angeleiteten Reflexion von Rollenspielen, die eigenes Verhalten in der kritischen Fremdwahrnehmung bewusst machen sollen.
Im Verlauf der Übungen werden sukzessive persönlichkeitsgerechte und damit glaubhafte Techniken zur Steuerung der Prüferwahrnehmung erworben, die den Prüfungserfolg in entscheidendem Maße positiv beeinflussen können.

Veranstaltungsort

Der Workshop findet im MEDI-LEARN Schulungszentrum „Elisabethbrunnen“ bei Marburg (Schröck) statt.
Das Haus bietet neben zwei Tagungsräumen insgesamt 35 Übernachtungsmöglichkeiten in Einzel- bzw. Doppelzimmern.
Falls die Nachfrage die Anzahl der vorhandenen Zimmer im Elisabethbrunnen übersteigt, werden wir uns bemühen, weitere Quartiere in der Nähe des Schulungszentrums zur Verfügung zu stellen.
Für das leibliche Wohl der Workshop-Teilnehmer wird durch einen lokalen Catering-Service bestens gesorgt.

Anmeldung

Zur Anmeldung benötigen wir das Anmeldeformular im folgenden PDF Dokument sowie einen Beleg über die geleistete Zahlung in Höhe des Gesamtbetrages.
Viamedici-Abonnenten werden gebeten, ihre Abo-Nr. anzugeben, um in den Genuss des vergünstigten Preises von € 111.- zu kommen.

[Anmeldeunterlagen - klick hier]

Bei Problemen mit dem Dokument ist Ihnen gerne unser Service-Team unter der Emailadresse redaktion@medi-learn.net behilflich. Alternativ können Sie die Anmelde-Unterlagen auch über unsere Hotline unter 06421 681668 bestellen. Bitte beachten Sie auch unsere anderen Kursangebote für das kommende Semester.

[weitere Kursangebote - klick hier]

   
Autor(in): MEDI-LEARN (info@medi-learn.net)
  
Links zum Artikel:

·   

Zu den Kursinfoseiten
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

137_02_05_197_99X

 - Werbung -


<!--3-->Medi-Chatter Online

www.Medi-Chatter.de
Der Chat für Medizinstudenten

Immer  Mo, Mi und Fr. 20-22 Uhr

  

137_02_06_134_99X

 6. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

- zurück zum Inhalt -

  

Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
Anzahl der Abonnenten: 21153
  

Mitarbeit:
Wenn Du Interesse an der Mitarbeit im Medi-Learn.net Team hast, schreib einfach eine Email an Ilka - von Ihr erfährst Du alles weitere: ilka.markmann@medi-learn.net 

  

Abofunktion:
Wenn Ihr Euch abmelden wollt, sucht bitte die folgende Webseite auf: http://www.medi-learn.info/tec/newsletter
Bei Problemen stehen wir Euch gerne auch unter redaktion@medi-learn.net zur Verfügung!

137_02_06_200_99X

© by 2000-2001 Medi-Learn.net, alle Rechte vorbehalten
Medi-Learn.net Redaktion, Bahnhofstr. 26b, 35037 Marburg, info@medi-learn.net,
http://www.medi-learn.net · Kurshotline: 06421-681668 Tel: 06421-681669 · Fax: 06421-961910