11.11.02

Ausgabe 142 / 02

Anzeige: Efiizienter Lernen für das 2. Stex
Die Medi-Learn Tabellenskripte - jetzt Online [mehr Infos]


Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


 Editorial
  

Hallo,
wann gibt es denn wieder einmal einen Kostenlos-Tipp? Diese Frage ist schon mehrfach per Email an uns herangetragen worden; die Antwort ist einfach: Diesmal! Was, erfahrt Ihr unter Punkt 9.
Des weiteren findet Ihr die Kurzgeschichte "Kampf der Kittel", einen PJ-Bericht aus Nepal sowie eine Buchbesprechung eines Schmerztherapiebuches.

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Natürlich nicht zu vergessen ist die offizielle Eröffnung des Sponsored Rooms des Springer Verlages, den wir in einem Artikel genauer beschreiben. Last but not least seid Ihr gefordert - verdient Euch ein kostenloses Lehrbuch und schreibt selbst einmal einen Artikel für die Onlinezeitung. In diesem Sinne wünschen wir Euch eine ruhige Woche - ab nächsten Montag präsentieren wir Euch die erste Preview auf unser neues Projekt, an dem wir seit einigen Monaten arbeiten: Die Medi-Learn Jobbörse - Details gibt es dann nächste Woche.

Bis dahin!
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

P.S.: Habt Ihr schon das erste der drei Rätsel in der Abenteuer-Trilogie gelöst!? [weitere Infos]!

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Abenteuer Schreiben - Fachbücher für Deinen Artikel
2.Springer-Verlag im Sponsored-Room eingezogen
3.Kampf der Kittel- eine Kurzgeschichte von Isabelle Klein
  
4.Gelauscht: Was ist los im Forum?
5.PJ in Nepal - Chirurgie mit interessanten Aspekten
6.Zwischen den Zeilen "Manual der Schmerztherapie"
  
7.Gestöbert - The Old Operating Theatre
8.Medi-Free - Kostenlos-Tipps für Mediziner - der Neue
9.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

Für den Fall, dass die Onlinezeitung nicht korrekt angezeigt wird, ist sie nocheinmal komplett Online verfügbar! 
Hier die Adresse http://www.medi-learn.info/seiten/onlinezeitung/1/126/index.shtml
  

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 1. Abenteuer Schreiben - Fachbücher für Deinen Artikel

- zurück zum Inhalt -

  

Nehmen und geben - getreu diesem Motto wollen wir in dieser Onlinezeitung wieder einmal zum Artikel schreiben aufrufen. Die Onlinezeitung lebt von Artikeln und den Erfahrungen der Leser; dabei geht es in erster Linie um die Inhalte, die Erfahrungen selbst, die Du während Deines Studiums, davor oder danach gemacht hast. Ganz sicher fällt Dir mindestens ein Erlebnis beim Lesen der folgenden Stichworte ein, zu dem Du einmal einen Bericht schreiben könntest:

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Famulaturbericht(Ausland/Inland) - PJ-Bericht(Ausland/Inland) - AiP-Bericht(Ausland/Inland) - Praktikum(Ausland/Inland) - Auslandssemester - USMLE - Erlebnisbericht Vorlesung/Vorlesungsreihe - fakultative Veranstaltungen an Deiner Uni - Erlebnisbericht Praktikum oder U-Kurs - Lernen fürs Examen, Deine Erfahrungen - Uniportrait, so sieht es bei Dir aus - Erlebnisbericht Seminar - Interview mit .... - Berufspolitik - Stipendien - Ausbildung vor dem Studium - Mein Nebenjob - Doktorarbeit, meine Erfahrungen - Arbeiten im Labor .... usw.

Wir freuen uns über jeden Bericht, der Erfahrungen von Dir an andere weitergibt. Man sollte dabei immer bedenken: Was für Dich normal ist, ist für andere ein noch nicht begonnendes Abenteuer - jeder Bericht ist interessant.
Um Dir die Arbeit ein wenig schmackhaft zu machen, belohnen wir die Arbeit als Autor mit Fachbüchern (z.B. Pocketcard Anamnese, Notfallmedizin Ziegenfuß, Augenheilkunde Grehn, Lang Physiologie usw.). Wenn Du Dich nun entschlossen hast, einmal einen Artikel zu schreiben, nutze einfach das folgende Formular, um mit uns in Kontakt zu treten. Uta, bei uns zuständig für die Kontakte mit studentischen Autoren, wird sich nach dem Abschicken mit Dir in Verbindung setzen und Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen - wir freuen uns auf Deinen (Abenteuer)Bericht!

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Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
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 2. Springer-Verlag im Sponsored-Room eingezogen

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Der renommierte Medizin-Verlag aus Heidelberg ist im Sponsored Room bei Medi-Learn.net eingezogen. Und die Räume sind mit vielen nützlichen wie informativen Einrichtungsgegenständen versehen. Wir möchten Euch diese neue Wohnung nun vorstellen. Bereit zu einer kleinen Wohnungsbesichtigung? Auf geht´s ! Ab heute ist es soweit: Der Sponsored Room des Springer-Verlages steht für Euch mit vielen Informationen, Specials und Gewinnspielen Online bereit. Wir möchten Euch zu einem Besuch auf den neuen Seiten des renommierten Medizin-Verlages aus Heidelberg einladen.

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Damit Ihr Euch auf den Seiten besser zurechtfindet und das für Euch Passende  aus dem vielfältigen Angebot heraussuchen könnt, stellen wir in diesem Artikel einige Bereiche ausführlicher vor.

Alljährlich zweimal zu Semesterbeginn erscheint das beliebte Studentenmagazin 'StudMed'. Im Sponsored Room steht die neue StudMed ab sofort Online zum Schmökern zur Verfügung. Mit den Themenspecials "Studium" sowie "Berufsleben" sind dort zwei für jeden wichtige Themenbereiche aufbereitet. 

In der eBibliothek könnt Ihr studienabschnittsbezogen in den neuesten sowie renommierten Lehrbüchern stöbern. So kann man sich manchen zeitraubenden Gang in die Buchhandlung vor Ort sparen und gleich im Internet blättern. Das spart kostbare Zeit. Ihr findet den Weg zu eBibliothek im linken Rahmen des Sponsored Rooms. Hier finden sich ebenfalls die Links zu den Fachzeitschriften aus dem Hause Springer. Als Tipp seien Euch zur Entscheidungsfindung beim Bücherkauf an dieser Stelle noch die ausführlichen Vergleichsrezensionen zu den Bereichen "Anatomie" sowie "Examensliteratur" empfohlen.
Doch nicht nur zum Thema Bücher und Zeitschriften könnt Ihr Euch informieren. Wer immer mal wieder gerne in aktuellen Nachrichten aus allen medizinischen Fachbereichen nachlesen und sich up to date halten möchte, wird sicher im Artikelnews-Bereich fündig: Wechselnde, kurzweilig geschriebene und informative Artikel zu abwechslungsreichen Themenfeldern (augenblicklich Lactobacterien in probiotischem Joghurt, Brustkrebsvorsorge, therapeutischer Einsatz von Soja in den Wechseljahren).

'Schluss mit dem Kinderkram' - nein, keine Phrase, sondern der Titel des aktuellen Gewinnspiels im Sponsored Room des Springer-Verlages: Last, but not least gibt es natürlich ein Kreuzwortpreisrätsel, in dem Ihr Eure Pädiatrie-Kenntnisse unter Beweis stellen könnt.  Wer rätselt nicht gerne, noch dazu zu medizinischen Fragestellungen?  Und der renommierte Verlag hiesse nicht Springer, liesse er sich nicht den Rätseleifer der Studenten in Form wertvoller Preise etwas kosten: Wer ein Stan-Standskelett, ein Pädiatrie-Lehrbuch oder eine multimedia-CD-ROM gewinnen möchte, kann dies im sprichwörtlichen Sinne auf rätselhafte Weise im aktuellen Gewinnspiel wahr werden lassen.

Wie aus diesem kurzen Artikel hervorgeht, seid Ihr herzlich eingeladen, im Sponsored Room des Springer-Verlages bei Medi-Learn.net in nächster Zeit vorbeizuschauen: Stöbert in der neuen StudMed, informiert Euch zu aktuellen Lehrbuchtiteln, lernt Bücher im wechselnden Vergleich kennen, lest aktuelle medizinische Nachrichten zu den unterschiedlichsten Themen und nehmt am 'rätselhaften Gewinnspiel' teil: All dies und mehr findet Ihr im neuen Sponsored Room des Springer- Verlages.

[auf in den Sponsored Room]

   
Autor(in): Jens Plasger (jens.plasger@medi-learn.net)
  
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 3. Kampf der Kittel- eine Kurzgeschichte von Isabelle Klein

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Ein weiteres Werk aus unserer Gruppe 'kreatives Schreiben' für Medizinstudenten möchten wir Euch heute vorstellen: Isabelle Klein aus Homburg hat die schöne Kurzgeschichte 'Kampf der Kittel' verfasst, die wir Euch hier vorstellen möchten. Wer noch am Projekt 'kreatives Schreiben von und für Medizinstudenten' teilnehmen möchte, findet am Ende dieser Kurzgeschichte einen weiterführenden Link. Angesprochen sind hier sowohl diejenigen, die Schreiben lernen möchten, als auch diejenigen, die bereits jetzt als 'Hobbie-Schreiber' tätig sind.

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Kampf der Kittel
- von Isabelle Klein (Homburg)

Gestresste blaubekittelte Personen rennen von Zimmer zu Zimmer. Überall piepst es. Der Student platzt in das Chaos. 

Mittlerweile kann er die Alarmtöne den verschiedenen Geräten zuordnen. Er überlegt sich, den Blaukitteln zur Hand zu gehen, aber er würde nur im Weg stehen. "Ich brauche einen Doktor, sofort!" ruft ein Blaukittel aus einem Zimmer. Der Student fühlt sich nicht angesprochen. Der Blaukittel versucht, beruhigend auf eine Frau einzureden, deren Gesicht eine dunkelblaue Farbe hat. Es klingt eher barsch als beruhigend. Der Student fragt sich, ob die Frau das hastige Sprechen des Blaukittels wahrnimmt. Sie japst, und ihr Gesicht verfärbt sich immer mehr. Zwei Weißkittel kommen ins Zimmer. Ein weiterer Blaukittel kommt mit einem Wagen, auf dem Instrumente und eingeschweißte Plastikschläuche liegen, angerast. Der Student hört, wie das Kopfteil des Bettes nach unten kracht. Eine Ladung Spritzeninhalt versinkt in dem Gefäß der Frau.

Einer der beiden Weißkittel versucht, der Frau einen Plastikschlauch in den Hals zu schieben. Es misslingt. Er probiert es noch mehrmals. Kein Erfolg. Der Student hört die Stimme des Blaukittels: "Jetzt kriegt der das Ding nicht rein, da ist das Kompetenzteam am Werk." Nicht drin. "Wenn das Ding nicht bald drin ist, ruf ich den Notarzt an oder den Anästhesisten." Immer
noch nicht drin. Der Weißkittel kämpft gegen die Ohnmacht und die Schweißperlen. Der andere steht daneben und schaut zu. Der Blaukittel sagt: "Da können wir uns wohl das Röntgen sparen." Ein anderer: "Lassen Sie am besten mal nen Blaukittel ran." Die Weißkittel sind hilflos und übergeben
dem Blaukittel den blutverschmierten Plastikschlauch und das Gerät mit der Glühbirne. Die Frau im Bett atmet nicht mehr. Der Student hat Mitleid mit den Weißkitteln. Dem Blaukittel gelingt es, den Plastikschlauch in der Frau zu versenken. "Na endlich!" meinen die Blaukittel. "Hol mal das Röntgengerät her".

Es wird ruhiger.

Der Weg des Studenten führt ins nächste Zimmer. Bei der Dienstübergabe hat er gehört, dass der Mann hierdrin genug vom Leben gehabt und Eibe-Nadeln gegessen hatte. Der Mann hat ebenfalls einen Schlauch in der Kehle stecken. Zwei handflächengroße Brandwunden am Oberkörper erinnern an seine Rückkehr ins Leben. Der Student versucht, sich an die Pharmakologie-Vorlesung zu erinnern, in der Eibe behandelt wurde. Vergessen, natürlich. Im Toxikologiebuch findet er ein Bild. Sieht eigentlich recht harmlos aus. Erinnert an Johannisbeeren. 

Der Student wird vom Blaukittel zu Hilfe gebeten. Eine junge bewusstlose Frau liegt nackt und ohne Decke im Bett. Der Blaukittel wühlt wichtig in den Schläuchen, die aus der Frau herausführen. Als der Student die Frau anfasst, erklingt ein Alarm auf dem Bildschirm. Eine grüne Kurve beginnt zu wackeln. Der Student fragt sich, ob das schlimm ist. Aber nicht laut, den er will vor dem Blaukittel nicht unwissend dastehen. 

Der Blaukittel schaut ihn an. Der Student beschließt, in Zukunft viel zu lernen, damit er alles weiß und die Blaukittel keine Gelegenheit bekommen, boshaft über ihn zu reden. Mit diesem Vorsatz verlässt er das Zimmer und greift nach dem Tablett mit den Blutröhrchen. 

Der Blaukittel wirft ihm einen Blick nach.

   
Autor(in): Isabelle Klein (nodopa@gmx.de)
  
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 4. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, dass Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 5. PJ in Nepal - Chirurgie mit interessanten Aspekten

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Verbracht wurde das Tertial am Teaching Hospital der Tribhuvan Universität in Kathmandu, Nepal. Bekanntlich ist Kathmandu die Hauptstadt des kleinen hinduistischen und buddhistischen Himalayakönigreiches, das einige der höchsten Berge der Erde beheimatet.
Jedoch mit dem Terrai gehören ihm auch weite Teile subtropischen Flachlandes an, die u.a. den berühmten Chitwan Nationalpark beherbergen, in dem man Erfahrungen mit Nashörnern, Elefanten und Tigern sowie vielen Stechmücken machen kann. Im Talkessel von Kathmandu ist von alledem jedoch nichts zu sehen. Nur an seltenen klaren Tagen lassen sich Blicke auf die verschneiten Gipfel erhaschen. Sämtliche Probleme mit A - Abgase, Abwässer, Abfall sowie eine skrupellose Flächenbebauung haben in den letzten Jahren eher zugenommen.

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Trotzdem sollte man sich keine Slumstadt vorstellen, auch wenn Kathmandu in den letzten Jahren viel seines reichen kulturellen Erbes nicht zuletzt auch dem Aufbau einer ausgedehnten touristischen Infrastruktur hingeopfert hat. Mehr möchte ich mich jedoch nicht in die Landeskunde verlieren. Es gibt viele gute Reiseführer, und auch in vorangegangenen Famulaturberichten ist einiges über Land und Reisebedingungen zu erfahren.
Das Teaching Hospital der TU ist akademisches Lehrkrankenhaus und eines der größten und bestausgestattetsten Krankenhäuser des Landes. Folglich ist es letzter Referenzpunkt aller anderen, sogar der als sehr gut bekannten, wie BNB oder dem missionarisch geführten Patan Hospital. Es ist halbstaatlich, das heißt, die Patienten müssen eine größere Summe zuzahlen. In Nepal gibt es so gut wie kein Versicherungssystem. Die größere finanzielle Eigenbeteiligung am TH ist mit ein Grund für die bessere hygienische Situation als an rein staatlichen Krankenhäusern, wie dem ebenfalls großen Bir Hospital. Damit ist der Reiz dieses Krankenhauses auch schon umschrieben: Neben einem für deutsche PJ Verhältnisse unvorstellbar großen Querschnitt an Patienten und ihren Erkrankungen, bietet es eine durchaus ansehnliche Ausstattung in Diagnostik und therapeutischen Eingriffsmöglichkeiten, sowie einigermaßen akzeptable hygienische Verhältnisse. CT, MRT, immunologische Tests, offene Herz OPs, neurochirurgische, laparoskopische und arthroskopische Eingriffe etc. gehören zum Standard, um nur einmal einiges durcheinander zu nennen. Außerdem bekommt man hier eine Vielzahl kreativer Operationstechniken, besonders in der plastischen Chirurgie vor Augen geführt, von denen man im deutschen Studium gewiß nichts gehört hat.

Auffallend anders ist die Ausstattung allerdings z.B. dort, wo gewöhnlich Einmalartikel in Gebrauch kommen. Sterile Handschuhe werden gereinigt und autoklaviert, um dann in der Stationsarbeit zum Einsatz zu kommen.
Verbandsmaterial liegt nicht einzeln verpackt, sondern in großen Autoklavierbehältern bereit... Leider ist die Zahl postoperativer Wundinfektionen und auch der präoperative Einsatz von Antibiotika m.E. tatsächlich höher. - Ein für deutsche Verhältnisse weiteres Kuriosum ist die selbstmitgebrachte Pflegeperson, meist ein Angehöriger, die Arbeiten wie das Waschen oder Hilfe beim Essen übernimmt. Krankenschwestern - hier ausnahmslos weiblich - sind dafür nicht zuständig. In ihren Aufgabenbereich fallen aber routinemäßig weitgehend Infusionen und Blutabnahmen. Außerdem hat die Pflegeperson kleinere Erledigungen zu machen, wie z.B. verschriebene Medikamente einzukaufen, aber auch Einmalkatheter, Spritzen usw. Diese werden vom Krankenhaus nicht gestellt.

Wer nun mit der Erwartung anreisen sollte, hier immer selbst das Messer zu führen, wird enttäuscht werden. Bei den großen Operationen ist man eher seltener dabei als zu Hause. Wer kein Freund stundenlangen Hakenhaltens bei offenen Bauch-OPs ist, wird das allerdings eher begrüßen. Nepalesen sind außerdem durchweg kleiner, so daß die Sichtverhältnisse auch aus dem unsterilen Off recht gut sind. Insgesamt wird mit dem Können der Studenten hier sehr verantwortungsvoll umgegangen. Das heißt nicht, daß man gar nicht zum Zuge kommt. Denn gerade bei kleineren Eingriffen im aseptischen OP, zu denen u.a. neben der Abszeßspaltung, Zysten- und Fremdkörperentfernung hier auch Hernien und Hydrocelen OPs gehören, wird man durchaus zum Assistieren und selbständigen Durchführen aufgefordert, ganz zu Schweigen von Hautnähten... In sehr empfehlenswerten nächtlichen Bereitschaftsdiensten assistiert man nicht nur häufiger im OP, sondern hat im Notfallzimmer reichhaltige Möglichkeiten, ärztliche Fertigkeiten wie Pleurapunktion und Thoraxdrainage, Reanimation, alle Arten von Verbänden, Nähten, Zugängen und Katheterisierungen sowie vielfältige Notfallmaßnahmen zu praktizieren. Dabei ist niemand alleingelassen, denn die Ärzte hier verbringen ihre Notfalldienste in Teams.

Die Fortsetzung des Artikels folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung!

   
Autor(in): Gisbert (gyhzz@web.de)
  
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 6. Zwischen den Zeilen "Manual der Schmerztherapie"

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Titel: Manual der Schmerztherapie
Autor(en): Roland Braun
Verlag: Georg Thieme Verlag
ISBN: 3131135638
Preis: Euro 19.95
Medizinlehrbuch

Die Schmerztherapie ist in Deutschland noch eher ein „Stiefkind“, wenn man bedenkt, dass nur ca. 60% der niedergelassenen Ärzte in Deutschland BTM-Rezepte in ihrer Praxis haben. Auch in der Klinik hält sich bei einigen Kollegen noch das Gerücht, dass man Schmerzpatienten nur zurückhaltend mit Opioiden behandeln sollte, denn die Patienten könnten davon süchtig werden. Das Schmerzmanual kann ich allen empfehlen, die sich ein bisschen näher damit beschäftigen wollen. In diesem Taschenbuch werden Grundsätze der Schmerztherapie und auch noch mal die Pharmakologie der Arzneimittel wiederholt.
Nach dieser Einführung geht es im 3. Kapitel um die „Akuten Schmerzen“. Für jede Schmerzsymptomatik ist ein Therapiekonzept angegeben (Schmerzmedikation, Physiotherapie, Begleitmedikation, Operation, usw.). Das gleiche gilt auch für die Therapie chronischer Schmerzen. Von dem WHO Schema hat im Studium ja sicher schon jeder einmal etwas gehört, hier lernt man durch die einzelnen Beispiele es auch richtig anzuwenden. Zum Schluß folgt noch die postoperative Schmerztherapie, wobei diese auf den Narkoseprotokollen ja meistens schon vorgegeben ist. Besonders möchte ich auf die erprobten Ratschläge bei Problemsituationen hinweisen. Hier erhält man Infos zu Notfällen, Niereninsuffizienz, Schwangerschaft, Alkoholkrankheit oder Drogenabhängigkeit.
Alles in allem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen, allerdings finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis mit knapp 20 Euro etwas zu hoch gegriffen.

   
Autor(in): Ilka Markmann (ilka.markmann@medi-learn.net)
  
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 7. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: Medizinmuseen in Europa: The Old Operating Theatre and Herb Garrett, London (von Frauke Gubernatis).

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Autor(in): Jens Plasger (jens.plasger@medi-learn.net)
  
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 8. Medi-Free - Kostenlos-Tipps für Mediziner
  

Es kommt nur selten vor, dass man medizinische Fachzeitschriften kostenlos testen kann.
Medical Tribune - die renommierte Medizinerzeitschrift gibt es jetzt nur für Medizinstudenten 4 Wochen kostenlos. Voraussetzung ist, dass Ihr im Besitz eines gültigen Studentenausweises seid.

Das Angebot findet sich nur auf der folgenden Seite: http://217.160.88.1/cms/jump/jump.cgi?ID=253

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Online ist die Webseite der Medical Tribune unter http://www.medical-tribune.de zu finden.
Ein Hinweis am Schluss: Wer die Medical Tribune nicht regelmäßig lesen möchte, sollte das Probeabo nach der dritten Woche kurz schriftlich kündigen.


Weitere Kostenlos-Tipps, u.a. auch vom Börm Bruckmeier Verlag als Service bereitgestellt, findet Ihr unter http://www.media4u.com/support/kostenlos.htm (Sammlung der Tipps)
http://www.media4u.com (Webseite des Verlages)

  

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 9. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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