25.11.02

Ausgabe 144 / 02

Anzeige: Medi-Learn vor Ort: Hamburg, Gießen, München, Leipzig, Göttingen
'Effektive Examensvorbereitung' präsentiert von der Ärzte-Versicherung [mehr Infos]


Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Die Wirbelsäule ist ein Knochen, der den Rücken herunter verläuft. Obendrauf sitzt der Kopf, untendrauf sitze ich.
(unbekannt)


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 Editorial
  

Hallo,

wir kommen zu Euch - MEDI-LEARN tourt mit seinem Workshop "Effektive Examensvorbereitung" durch 5 große Städte in Deutschland. Details erfahrt Ihr im Artikel weiter unten. Letzte Woche hat Prof. von Hagens in London öffentlich eine Leiche seziert und damit für eine kontroverse öffentliche Diskussion gesorgt.
Was in London genau passiert ist und wie die Medizinstudenten in den Medi-Foren dazu stehen, erfahrt Ihr in dieser Onlinezeitung.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Des weiteren entführt uns u.a. Silke mit ihrem PJ-Bericht nach Südafrika und Constantin diskutiert das wichtige Thema "Organtransplantation" an - auch hier ist Eure Meinung gefragt. Viel Spass beim Lesen und mitdiskutieren!

Wir wünschen Euch eine schöne Woche!
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

P.S.: Hast Du schon die Jobbörse von Medi-Learn besucht? ->[zur Medi-Jobboerse.de]

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Medi-Learn vor Ort - Effektive Examensvorbereitung
2.Anatomie für's Volk - von Hagens öffentlicher Präpkurs
3.Medi-Roman: Ein Gedicht von Aione
  
4.Vier Monate Südafrika
5.Medi-Jobboerse - Aktuelle Anzeigen
6.Zwischen den Zeilen
  
7.Organtransplantation? Knappe Ressource durch Informationsmangel!
8.Gestöbert
9.Gelauscht: Was ist los im Forum?
  
10.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

Für den Fall, dass die Onlinezeitung nicht korrekt angezeigt wird, ist sie nocheinmal komplett Online verfügbar! 
Hier die Adresse http://www.medi-learn.info/seiten/onlinezeitung/1/126/index.shtml
  

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 1. Medi-Learn vor Ort - Effektive Examensvorbereitung

- zurück zum Inhalt -

  

präsentiert von der Deutschen Ärzte-Versicherung

Die beiden Initiatoren von MEDI-LEARN Repetitorien touren im Dezember unterstützt von der Deutschen Ärzte-Versicherung durch fünf Städte in Deutschland. Vor Ort haben die Studenten die Möglichkeit, an einem ca. dreistündigen Workshop mit dem Titel "Effektive Examensvorbereitung" teilzunehmen, der für alle Examenskandidaten empfehlenswert ist sowohl Physikum, als auch 1. und 2. Staatsexamen. Inhalt der drei Stunden sind die Zeitplanung in der Lernphase, Lernstrategien und MC-Techniken.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

"Nie wieder feuchte Hände" - wer möchte das nicht gerne auch für sich selbst umsetzen. "Die Einführung in Zeitplanung und Lernstratgien eröffnet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Lernerfolge mit einem 'machbaren Aufwand' zu maximieren", so Dr. med. Dipl. Psych. Bringfried Müller, einer der beiden Vortragenden. Ausgehend von der Funktionsweise unseres Gedächtnisses werden Techniken vorgestellt, die die Aufnahme und Speicherung von Informationen erleichtern und mehr Sicherheit und Struktur beim Lernen mit sich bringen.

Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer der Veranstaltung eine Einführung in Multiple-Choice-Techniken als Vorbereitung auf den schriftlichen Prüfungsteil. Die vorgestellten Strategien ermöglichen es, häufige Fehlerquellen auszuschalten und vorhandene Wissenslücken gegebenenfalls durch alternative Lösungsstrategien zu kompensieren.

Die Veranstaltung wird jeweils in den Abendstunden in den folgenden Städten angeboten: Hamburg, Gießen, München, Leipzig und Göttingen. Gastgeber der Veranstaltungen sind die Repräsentanzen der Deutschen Ärzte-Versicherung, die auch als Ansprechpartner für die Anmeldung dienen. Als Unkostenbeitrag werden abhängig vom Veranstaltungsort 5-10 Euro erhoben. "Eine vergleichbare Veranstaltung, die schon seit Jahren an der Uni Marburg durchgeführt wird, findet großen Anklang in der Studentenschaft", so Thomas Brockfeld, Geschäftsführer von MEDI-LEARN. Nach der Veranstaltung stehen die Dozenten für weitere Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Bei Interesse könnt Ihr Euch über das folgende Kontaktformular weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung bestellen.

weitere Infos - zum Formular

Termine: Hamburg - 03.12.2002 | Gießen - 05.12.2002 | München - 09.12.2002 | Leipzig - 12.12.2002 | Göttingen - 12.12.2002

   
Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
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 2. Anatomie für's Volk - von Hagens öffentlicher Präpkurs

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Eine etwas korpulente männliche Leiche ca. Anfang 70 liegt auf dem glänzenden Präptisch aus Metall. Über ihr beugen sich drei Personen in blauer OP-Kleidung - einer von ihnen trägt einen großen schwarzen Hut. An der Decke hängt ein Rembrandt Gemälde, das den Titel "Anatomie des Dr.Tulp" trägt und eine öffentliche Sektion aus dem 17. Jahrhundert zeigt. Neben den drei Männern in blau steht ein als Arzt anmutender Mann mit weißem Kittel und grauen Haaren und hält ein Mikrophon in der Hand.
Bis hierher könnte man die beschriebene Situation für einen Präpkurs oder eine Anatomie-Vorlesung halten. Doch weit gefehlt - schaut man sich in dem großen Raum, der zu einer ehemaligen Brauerei gehört, weiter um, stellt man fest, dass die Präparierenden von 500 Zuschauern und einigen Kameraleuten umlagert werden.

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Der Mann in weiß am Präptisch erklärt per Mikrophon den Anwesenden, was gerade an der Leiche gemacht wird, ohne dabei medizinische Fachbegriffe zu nutzen. Der Mann mit dem Hut, der die Sektion leitet, ist in Deutschland bekannt unter dem Namen Prof. Gunther von Hagens. Mit seiner Ausstellung Körperwelten hat er in vielen großen Städten Deutschlands für kontroverse Diskussionen gesorgt.

Die beschriebene Szene fand am Mittwoch Abend in London statt. Dort hat Prof. von Hagens gegen den Widerstand der britischen Regierung eine öffentliche Sektion durchgeführt. Parallel zu der Demonstration für die rund 500 Zuschauer, die je rund 19,00 Euro (12 Pfund) Eintritt zahlen durften, wurde die Sektion im Fernsehen live übertragen.

Nach der eigentlichen Sektion hatten die Besucher in der alten Brauerei die Möglichkeit, (gegen Aufpreis) einzelne Organe direkt zu betrachten. Laut Pressemitteilungen war die öffentliche Sektion die erste in Großbritannien seit rund 170 Jahren. Nach eigenen Aussagen möchte der Anatomie-Professor zur "Demokratisierung der Anatomie" beitragen - was man auch immer darunter verstehen mag. Am Samstag melden die großen Nachrichtenagenturen, dass die Behörden in London zur Zeit keine Veranlassung zur Strafverfolgung sehen; man habe die Sektion durch mehrere Anatomie-Professoren beobachten lassen und hätte die öffentliche Körperöffnung im Zweifelsfall durch in Zivil anwesende Scottland-Yard Mitarbeiter beenden können.

Ob eine Obduktion wirklich das Richtige für die Öffentlichkeit ist oder ob der "Anatomie-Unterricht für's Volk" einige Schritte zu weit geht, wird gerade intensiv in den Medi-Foren diskutiert. Luckyblue, der den Beitrag inklusive einer entsprechenden Umfrage initiiert hat, stellt folgende Meinung zur Diskussion:

"Es gibt Ärzte, denen man ihre Approbation entziehen sollte. Neben dieser provinziellen Sensationsliesel Dr. Verena Breitenbach auf Prosieben, gehört vor allem Prof. Dr. Gunther von Hagens dazu. Der Heidelberger Anatom ist für mich der unangefochtene Spitzenreiter der Geschmacklosigkeit. Nicht genug, dass er Millionen mit seiner voyeuristischen Präparatensammlung "Körperwelten" kassiert; nicht genug, dass man seine penetranten Talkshow-Auftritte ertragen muss. Nein, es geht noch weiter. Jetzt schickt er sich tatsächlich an, in London eine Leiche unter den Augen der Öffentlichkeit und gegen den Widerstand der Behörden zu sezieren. Anschließend sollen die Organe im zahlenden Publikum (19 € pro Nase) zur schaurigen Erbauung herumgereicht werden. Niere, Niere, du musst wandern, von der einen Hand zur andern.
Es ist ein Skandal, dass mit der sterblichen Hülle eines Menschen derart Schindluder getrieben werden darf und getrieben wird. Unter dem Deckmantel der Demokratie und Aufklärung zurück in den barbarischen Kommerz des Mittelalters. Für meinen Geschmack entschieden zu weit."

Zum Beitrag Sektion mal anders und zur Speakers Corner

weitere Foren: vor dem Studium - Physikum - 1. Stex - 2.Stex - PJ/AiP - Ausland - Doktorarbeit - Studium - Fachsimpelei

   
Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
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 3. Medi-Roman: Ein Gedicht von Aione

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Aus unserem Projekt 'Medi-Roman', einem Zusammenschluss von bundesweit 26 Studenten mit Spass an Gedichten, Kurzgeschichten und Schreibübungen, stellen wir heute ein Gedicht von Aione vor. Es handelt von einer Kraft, die die Welt im Inneren seit Jahrtausenden zusammenhält. Wir wünschen viel Spass und hoffen, Ihr findet Gefallen beim Lesen.
Aione als Autorin ist natürlich auch an Feedback interessiert: Wie findet Ihr dieses Gedicht? Spricht es Euch an? Wer eine kurze Mail an Aione schicken möchte, findet dazu ihre Email-Adresse am Ende des Gedichtes.

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Ein Gedicht von Aione

Schwere Schritte der letzten Tage 
weichen wolkenweißen Luftschritten 
inmitten blühenden Lebens 
wandle ich trunken 

Gib mir die Liebe die du hast 
die brach liegende der letzten Jahre 
sie ist noch nicht aufgebraucht 
Verschwende sie nicht 

Mein Herz ist voll 
für viele reichlich 
kann es brechen das Brot, tausendmal 
und mehr 

Doch nur in einen Spiegel blicke ich 
Ein Augenpaar strahlt zurück 
aus den Tiefen meines eigenen 
Abgrunds 

Wie kann ich verhindern 
was nicht aufzuhalten ist 
Tief ist der Schmerz 
doch größer ist die Liebe

   
Autor(in): Aione (aione@medi-roman.de)
  
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 4. Vier Monate Südafrika

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Die Vorlaufphase
Während meines PJs wollte ich unbedingt in der Chirurgie mehr tun, als nur als „Hakenhalter“ zu fungieren, daher war ziemlich schnell klar, dass ich dies nur im Ausland verwirklichen konnte. Ich hatte gehört, dass man als PJ´ler in Südafrika nicht nur unheimlich viel Schuß- und Stichverletzungen zu sehen bekommt, sondern auch selbst viel Hand anlegen kann und z.B. Thorax-Drainagen etc. selbständig durchführen darf. Außerdem reizte es mich, dieses fremde Land zu erkunden, welches sowohl kulturell, als auch landschaftlich sehr reizvoll ist.
In einer Informationsveranstaltung einer großen Versicherung erfuhr ich, dass die Bewerberzahlen sehr hoch sind und man gut daran täte, sich etwa zwei (!) Jahre im Voraus zu bewerben, vor allem, wenn man vorhat, nach Kapstadt zu gehen. Ich hatte noch 1 ½ Jahre bis zum geplanten Zeitraum, es wurde also knapp.

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Ich schickte meine Bewerbungen für 4 Monate Traumatologie an diverse Universitäts-/bzw. Lehrkrankenhäuser in Südafrika los. Man bekam dann Bewerbungsunterlagen und die Aufforderung, erst einmal einen gewissen Betrag als „Bearbeitungsgebühr“ zu überweisen, bevor man überhaupt in die engere Auswahl kam. Viele der Krankenhäuser schickten auch schon gleich eine Ablehnung, sie waren ausgebucht.
Ich hatte Glück und konnte einen Platz für 4 Monate Trauma am berühmten Groote Schuur Hospital, an dem Professor Ch. Barnaard das erste Herz verpflanzte, ergattern. Die Abwicklung über Email war eigentlich recht unkompliziert, wenn sich die zuständige Foreign Elective Sekretärin nach mehrmaligem Anschreiben endlich zu einer Antwort durchgerungen hatte. Die Uhren in SA gehen halt etwas anders. Als erstes war natürlich wieder Geld zu überweisen, ein nicht unerheblicher Betrag an Studiengebühren. Dieser war auch schon ein dreiviertel Jahr vor Beginn des Tertials zu überweisen (hochkompliziert mit Umtausch in Rand etc.) und erhöht sich jedes Jahr.
Später buchte ich dann noch den Flug, kümmerte mich noch um das Visum (kostet auch wieder) und um eine Unterkunft. Die meisten Krankenhäuser geben Listen heraus mit Leuten, die Zimmer vermieten, oder man kann im Backpacker´s /Lodges (z.B. Green Elephant) wohnen, allerdings die Aussicht, mir 4 Monate lang ein Zimmer mit mehreren Leuten zu teilen, fand ich nicht besonders ansprechend. Meist sind die vermieteten Zimmer sogar günstiger, da sie nicht tageweise abgerechnet werden, und ich wohnte bei einer sehr netten britischen Lady, die mich sogar vom Flughafen abholte und meine Wäsche wusch.

Die Arbeit am Groote Schuur Hospital
Der Tag begann um 8h mit der morgendlichen Visite auf dem „Ward“, der Station, etwa 35 – 40 Betten in einem riesigen Raum, nur durch Vorsprünge und Vorhänge getrennt, die man bei der Behandlung um das Bett ziehen konnte. Außerdem gab es noch den „Lazy Boys Room“, in dem nur Sessel und Ergometer standen, hierhin kamen Patienten, die eine (oder mehrere) Thoraxdrainagen hatten und mobilisiert werden sollten.
Die Visite bestand aus dem Chef oder seinem Vertreter, den Ärzten der Station und einem Haufen Studenten. Es waren sowohl einheimische Studenten aus dem 6. Jahr dabei, sie blieben nur eine Woche, als auch einige ausländische Famulanten und PJ´ler, hauptsächlich Deutsche, Engländer, Schweizer und Holländer. Nach der Visite wurden die Blutentnahmen gemacht und Röntgenscheine ausgefüllt. Für die Stauung gab es keine Stauschläuche, man half sich einfach mit einem Gummihandschuh- einfach, aber effektiv.
Danach gab es während des laufenden Semesters noch Unterricht für die 6th Year Students, dieser war von wechselnder Qualität und wiederholte sich immer nach 4 Wochen, aber immerhin wurden die wichtigsten Themen der Traumatologie (in SA etwas in Richtung Schuß- und Stichverletzungen verschoben) abgehandelt. Als das Semester zu Ende war, gab es leider keinen Unterricht mehr.
Auf Station war man relativ sich selbst überlassen, es nahm einen keiner an die Hand und erklärte einem etwas, wenn man nicht selbst ein wenig Engagement an den Tag legte und wie ein nerviger Schatten einem Registrar (Assistenzarzt) hinterherlief. Es wurde nur erwartet, dass man an den Studenten-Diensten teilnahm, mindestens 1-2 Mal/Woche, was meist bedeutete, nachts aus dem Bett geklingelt zu werden, um Haken bei einer abdominellen Schussverletzungs-Versorgung zu halten. An den Wochenenden lohnte es sich abends länger in der Klinik zu bleiben, um bei frisch reinkommenden Schussverletzungen (ab und zu auch mal andere lebensbedrohliche Verletzungen) im „Resusitation-Room“ bei der Erstversorgung zuzuschauen, wenn man einen netten Registrar hatte, auch selbst Hand anzulegen (Rektaluntersuchung auf Blut, arterielle Blutgasanalyse, Untersuchung).
Insgesamt war es aber relativ ruhig während meiner Zeit in Kapstadt, die täglichen Thoraxdrainagen, von denen ich gehört hatte, fanden nicht statt. Wenn allerdings Verletzungen reinkamen, waren sie meist sehr beeindruckend.
Die kleine Chirurgie konnte man gut in der Notaufnahme lernen, jeden Tag kamen mehrere Verletzte mit Schnitt- oder Platzwunden, gebrochenen Gesichtsknochen oder Extremitäten; diese konnte man teilweise völlig selbständig versorgen. Ab und zu war auch mal eine Bülau-Drainage zu legen, ich hatte wohl etwa 6-7 Mal dazu Gelegenheit. Kleine Highlights waren auch gelegentlich eine oberflächlich gelegene Kugel extrahieren zu dürfen.
Die Registrars waren meist sehr nett, und wenn sie nicht zu sehr im Stress waren, erklärten sie einem auch gerne etwas. Die meisten waren noch sehr jung und mussten unheimlich viele Dienste schieben, von daher ist es nur verständlich, dass sie ab und zu lieber selbst schnell die Bülau-Drainage legten, als mühselig dem Studenten zur Hand zu gehen. Grundsätzlich waren aber alle bereit, einen an der Arbeit zu beteiligen.
Der Chef und die Oberärzte waren leider nicht besonders nett, aber das gehört wohl zu diesem Job...

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Die Deutsche Ärzte-Versicherung bietet im Sponsored Room bei Medi-Learn.net einen kostenlosen Länderinformationsservice an. Ihr könnt dort Material zur Vorbereitung Eures Auslandsaufenthaltes kostenlos per Post anfordern; u.a. ist auch Südafrika (passend zum Bericht) enthalten [zum Länderinfo-Service].

   
Autor(in): Silke Otremba (silkeotremba@gmx.de)
  
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 5. Medi-Jobboerse - Aktuelle Anzeigen

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Nachdem wir in der letzten Woche die Jobboerse von Medi-Learn unter Medi-Jobboerse.de freigeschaltet und in der Onlinezeitung darüber berichtet haben, wollen wir Euch heute zum ersten Mal die aktuellen Anzeigen präsentieren. Wenn auch Ihr hier mit Eurer Anzeige stehen möchtet, nutzt einfach das Formular unter www.Medi-Jobboerse.de.

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Kinderchirurgie Stellengesuche/AiP-Stellen zur Anzeige
gesucht: Anaesthesie -AiP in Berlin Stellengesuche/AiP-Stellen zur Anzeige
AiP - Orthopädie/Unfall-/Allgem.... Stellengesuche/AiP-Stellen zur Anzeige
AIP Innere ab 08/2003 in Norddeutschland Stellengesuche/AiP-Stellen zur Anzeige
Studentin sucht Nebenjob Stellengesuche/Studentenjobs zur Anzeige
AiP - Gynäkologie Stellengesuche/AiP-Stellen zur Anzeige
AIP im Fach Gyn Stellengesuche/AiP-Stellen zur Anzeige
PJ in Frankreich Stellengesuche/PJ-Stellen zur Anzeige
Suche Doktorarbeit Stellengesuche/Doktorarbeiten zur Anzeige
Nebentätigkeit von Studentin gesucht Stellengesuche/Studentenjobs zur Anzeige

   
Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
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 6. Zwischen den Zeilen "Sobotta Lehrbuch Histologie"

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Titel: Sobotta Lehrbuch Histologie
Autor(en): Ulrich Welsch
Verlag: Urban und Fischer Verlag
ISBN: 3-437-42420-3
Preis: Euro 49,95
Medizinlehrbuch

Gestaltung
Optisch stellt sich das Buch für den Leser als Hochgenuss dar. Schon im Inhaltsverzeichnis wird eine farbliche Kennzeichnung der einzelnen Kapitel vorgenommen, die sich in den entsprechenden Kapitelnummern im Buch wiederfindet. Im Text selbst beginnt ein Kapitel immer mit einer großen Übersicht. Zuerst wird das entsprechende Inhaltsverzeichnis für das Kapitel dargestellt und ein „Zur Orientierung“-Kasten führt in die folgende Thematik ein. Der 2-spaltige Textaufbau erhöht die Lernmotivation ungemein. Durch kurze Absätze wirkt der Text nicht zu überladen. Der Text ist nach den Zwischenüberschriften schön eingerückt, sodass die Übersichtlichkeit und die Orientierung innerhalb des Kapitels erhalten bleibt. Dabei werden die Überschriften nicht tiefer als 3 Ebenen gegliedert, um ein „sich verzetteln“ zu verhindern.
In den Text integrierte Lerntabellen stellen wichtige Zahlen und Fakten noch einmal genau dar und erhöhen den Lerneffekt genau wie die mit einem blauen Ausrufezeichen gekennzeichneten „Merke-Kästen“, die roten Klinik-Kästen, die die Verbindung zur Praxis herstellen und die blauen „Vorkommen-Kästen“. Mit mehr als 800 ausführlich kommentierten histologischen Abbildungen und Zeichnungen wird ein Histologie-Atlas fast überflüssig. Durch die Gegenüberstellung von Bildern mit Schemazeichnungen werden dem Leser Strukturen der Histologie-Präparate verdeutlicht.

Inhalt
Das übersichtliche Inhaltsverzeichnis beweist direkt, mit welchem Detail-Faible die Autoren die Inhalte ausgewählt und strukturiert haben. Beginnend mit einer Einführung in die Grundbegriffe der Histologie schaffen es die Autoren, eine gute Basis für das weitere Buch herzustellen. Außerdem stellen sie verschiedene Techniken der Präparatherstellung und die Technik der Mikroskopie vor. Mit einem interessanten Thema, nämlich der Interpretation histologischer Schnittpräparate und den Grundregeln zur Diagnosestellung, schließt das erste Kapitel.
Vor allem der Abschnitt über die Interpretation histologischer Schnittpräparate erleichtert das Verständnis histologischer Abbildungen ungemein und erklärt durch gute Abbildungen, warum ein Schnittpräparat so auszusehen hat und nicht anders.
Das zweite Kapitel vermittelt die Grundlagen der Zelle. Dort werden Themen wie Zellmembran, Zellkern, Zellorganellen, Zelleinschlüsse, Zytoskelett und Zellzyklus erläutert.
Es folgt das Kapitel über die Grundgewebearten mit der klassischen Unterteilung in Epithelgewebe, Bindegewebe, Muskelgewebe und Nervengewebe.
Die folgenden Kapitel beziehen sich dann auf bestimmte Organsysteme und Funktionsbereiche; Kapitel vier z.B. über die Blutzellen, Kapitel acht über die Atmungsorgane und z.B. Kapitel 15 über die Haut.
Das sich am Ende des Buches anschließende, 27-seitige Register verhilft dem Buch auch über die Vorklinik hinaus als Nachschlagewerk.

Fazit
Das Sobotta Lehrbuch Histologie lohnt sich für alle Histologiegeplagten. Das Preisleistungsverhältnis stimmt, sodass eine Investition in dieses Buch bestimmt nicht bereut wird.

   
Autor(in): Peter Christian Artz (Peter.Artz@medi-learn.net)
  
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Onlinebestellung (Sobotta Lehrbuch Histologie)

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Die Lieferung der Bücher bzw. der CDs erfolgt versandkostenfrei durch 
Lehmanns Fachbuchhandlung
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CartoonKalender 2003

Wie jedes Jahr gibt es auch für 2003 einen schicken 42x30 cm grossen Wandkalender
mit 13 exklusiven & nagelneuen Cartoons aus dem Hause Rippenspreizer.de.
Das alles für schlappe € 15,30 und so lange der Vorrat reicht!

Wem also noch das passende Weihnachtsgeschenk für
Freunde, Bekannte & Kollegen fehlt, der trifft mit diesem Kalender direkt ins Schwarze!
Letztes Jahr waren die Dinger schon Ende November ausverkauft,
also wird es höchste Zeit für eine Bestellung.

Wer nicht zugreift, hat nix zu lachen!

Mehr Infos auch zur Bestellung gibt´s wie immer unter Rippenspreizer.de

  

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 7. Organtransplantation?

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Knappe Ressource durch Informationsmangel!

Dieses Thema hatten wir – der studentische Arbeitskreis „Medizinische Ethik“ am Uniklinikum Mannheim – als Grundlage für das Ethikseminar in diesem Semester herausgesucht. Es sollte um die ethische Problematik im Rahmen einer Organtransplantation gehen. "Organübertragungen gehören heute in Ländern mit hochwertiger medizinischer Versorgung zum Standard. Allein in Deutschland werden jährlich über 3.000 lebenswichtige Organe transplantiert.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Das sind beeindruckende Zahlen, vor allem, wenn man sich vergegenwärtigt, dass in jedem Fall das Leben eines Menschen gerettet oder eine Krankheit weitgehend geheilt werden kann. Zur Realität gehört allerdings auch, dass etwa doppelt so viele Patienten auf ein Spenderorgan warten. Nicht wenige davon müssen wegen des Mangels an Organen vorzeitig sterben".

Mit diesen Worten begann am 25. Juni 1997 der damalige Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer seine Rede im Deutschen Bundestag zur abschliessenden Beratung des Transplantationsgesetzes (TPG), das schliesslich am 1. Dezember 1997 in Kraft trat.
Doch im Zusammenhang mit dem Thema Organtransplantation gibt es wenigstens zwei voneinander unabhängige medizinethische Debatten, die auch in den vergangenen fünf Jahren intensiv weiter geführt worden sind:
Erstens geht es um die Frage: Darf man einen Menschen, der biologisch und phänomenologisch noch lebt, im ethischen Sinn für "tot" erklären, so dass man seinem Körper gegebenenfalls auch ohne die vorherige ausdrückliche Zustimmung dieses Menschen noch vitale Organe entnehmen kann?
Zweitens ist zu fragen, nach welchen ethisch plausiblen Kriterien die grundsätzlich knappe Ressource Organ gerecht zugeteilt werden soll.

An der Knappheit der Organe hat sich nicht viel geändert, zumindest in Deutschland. In Österreich zum Beispiel werden Organe immer dann entnommen, wenn man nicht ausdrücklich widersprochen hat. Diese Regelung ist in Deutschland nicht durchzusetzen, da man die Menschen zwingen würde, sich entscheiden zu müssen. Hier gilt aber der Grundsatz, dass man auch die Freiheit haben darf, sich zu einem Thema keine Gedanken machen zu müssen bzw. nicht zu einer Entscheidung zu kommen.
Man kann also nur versuchen, möglichst viele zum Nachdenken anzuregen und sich einen Organspendeausweis zu besorgen, auf dem man dann entweder die Bereitschaft zur Organentnahme vermerkt oder eben dies verneint. Eine sehr verbreitete Meinung ist leider auch, dass man als „älterer“ Mensch nicht mehr als Organspender tauge. Dies ist völlig falsch! Es gibt keine Altersgrenze – denn gerade ältere Menschen profitieren z.B. viel von einer Nierentransplantation und können noch einige Jahre gut leben, wenn sie eine Niere eines etwa gleichen Menschen erhalten können. Auch hier besteht also die Möglichkeit, mehr Menschen zu helfen. Denn die benachbarten Länder, die auch im Euro-Transplantverbund sind, kritisierten schon öfter, dass nach Deutschland mehr Organe geschickt werden als von Deutschland in die umgebenden Euro-Transplantländer gehen und drohten mit dem Ausstieg aus dem Verbund.

Im klinischen Alltag sowie in der studentischen Ausbildung sind dies Fragestellungen, für die leider zu wenig Zeit bleibt neben Examen kreuzen... Deshalb haben wir uns in den letzten Semestern jeweils an einem Samstag ein medizinethisches Thema/Problem ausgesucht, um mit Kommilitonen, Ärzten, Klinikseelsorgern, Juristen... zusammen anhand eines konkreten Falles zu diskutieren.
Sowohl für uns Studenten als auch für die anderen Gäste war es immer ein interessanter Austausch – einmal etwas anderes zu machen als die alltägliche Arbeit.
Aus einem der Seminare ist auch die „Ethik-Visite“ bei Priv.Doz. Dr. Quintel auf der chirurgischen Intensivstation entstanden, die wir bisher zweimal organisiert haben – bei einigen ausgewählten Patienten auf der Intensivstation wurde die Vorgeschichte erläutert und dann über das weitere Vorgehen gesprochen. Insbesondere die Frage nach maximaler Versorgung („Alles machen, was nur möglich ist“), Therapiebegrenzung oder Therapieabbruch wurde diskutiert. Auch haben sich die meisten wohl im Stillen die Frage gestellt, wie man denn selber entscheiden würde bzw. wie man möchte, dass andere entscheiden, falls man selber als Patient dort liegen würde. Einmal die High-Tech-Medizin mitzubekommen war für viele Kommilitonen etwas völlig Neues.
Wenn jemand Fragen zu einem unserer Seminare hat, selber so etwas organisieren will und Informationen benötigt... kann sich gerne melden.

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Kontakt, Infos...:
Mail: Ulrike Hellmann (ulrikehellmann@gmx.de) Constantin Wauschkuhn (constantin@wauschkuhn.de) Prof. Bauer (awb@uni-hd.de)
Internet: siehe unten

   
Autor(in): Constantin Wauschkuhn (constantin@wauschkuhn.de)
  
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Zur Webseite des Arbeitskreises

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Deutsche Stiftung Organtransplantation

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Constantins Homepage Bereich Medizin
  
Diskussionen im Internet:
  

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 8. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonnenten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Hospizbewegung und Palliativmedizin' von Ulrich Sündermann.

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Autor(in): Jens Plasger (jens.plasger@medi-learn.net)
  
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 9. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 10. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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