16.12.2002

Ausgabe 147 / 02

Anzeige: Effizienter Lernen für das 2. Stex
Die Medi-Learn Tabellenskripte - jetzt Online [mehr Infos]


Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Advent und Weihnachten - Zeit der Stille und Besinnung,
bis jemand auf die Idee kam, daß Geschenke sein müssen…
(unbekannt)


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 Editorial
  

Hallo,
nun ist es bald soweit, überall leuchten die Weihnachtslichterketten, der Weihnachtsmann steht in den Startlöchern und Ihr schaut auf die letzte offizielle Onlinezeitungsausgabe vor Weihnachten. Nächste Woche wird es noch eine kleine Kurzausgabe geben, bevor auch wir uns schliesslich ganz der weihnachtlichen Zeit hingeben. Die nächste Ausgabe in alter oder auch in neuer Frische gibt es dann wieder ab dem 06. Januar 2003.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Wer bis dahin noch abwechslungsreich und nicht-schokoladig die Tage zählen will, der sei noch einmal auf unseren virtuellen Adventskalender hingewiesen. Hinter jeder Tür verstecken sich nette kleine weihnachtliche MC-Fragen als Weihnachtsgewinnspiel, bei dem Ihr unter anderem ein Skelett gewinnen könnt. Ausserdem haben wir dort kleine virtuelle Geschenke für Euch versteckt. Schaut doch einfach mal nach! Der Adventskalender ist auf www.Medi-Learn.net zu finden.
Für alle, die sich vor Heiligabend noch einmal virtuell "Frohe Weihnachten" wünschen wollen, haben wir diesmal etwas ganz besonderes vor: Wir veranstalten am 23.12. ab 20h bei uns im Forum einen Weihnachtschat. Wir werden während des Chats verschiedene Aktionen veranstalten und Gewinnspiele durchführen. Mehr erfahrt Ihr im Artikel unten. Wir würden uns freuen, wenn Ihr dabei seid!
Was ist heute noch dabei: Gordon erzählt uns von seiner Famulatur in Nepal und Carolin hat ein Interview mit den Gründern der AGN in Würzburg geführt. Das ist quasi die Fortsetzung ihres Artikels von vor 2 Wochen über das Praxisseminar Notfallmedizin. Ausserdem erfahrt Ihr im Medi-Roman wie Kater Weihnachten feiern....
Wir wünschen Euch noch eine schöne und hoffentlich nicht allzu stressige letzte Woche vor Weihnachten,

Bis zur nächsten Ausgabe,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

P.S.: Medi-Learn vor Ort: Es wird einen Zusatzkurs im Januar geben, und zwar in Heidelberg am 16.01.03 - Ihr könnt Euch ab sofort zum Kurs anmelden - Detailinfos zur "Effektiven Examensvorbereitung" findet Ihr auch Online [zur Infoseite].

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Die digitale Weihnacht - Weihnachtschat bei Medi-Learn
2.Medi-Roman: 'Kater-Weihnacht' von Feuerblick
3.Famulatur in Nepal
  
4.Interview mit den Gründern der Würzburger AGN
5.Geschickt geklickt - die Linktipps
6.Medi-Jobbörse - Aktuelle Anzeigen
  
7.Gestöbert
8.Gelauscht: Was ist los im Forum?
9.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

Für den Fall, dass die Onlinezeitung nicht korrekt angezeigt wird, ist sie nocheinmal komplett Online verfügbar! 
Hier die Adresse http://www.medi-learn.info/seiten/onlinezeitung/1/126/index.shtml
  

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 1. Die digitale Weihnacht

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Weihnachtschat bei Medi-Learn

Festtagsessen, Verwandte besuchen, Skiurlaub und mehr - alles Themen, die bei dem ein oder anderen ab dem 24.12. auf dem Programm stehen werden - doch bevor es richtig in die Vollen geht, wollen wir uns noch einmal quasi zum Abschluss digital treffen. Am 23.12. findet im Chat unter www.Medi-Chatter.de der erste Mediziner-Weihnachtschat statt.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Neben vielen kleinen Überraschungen und weihnachtlicher Stimmung (mehr können wir noch nicht verraten), könnt Ihr während des Weihnachtschats noch schnell das ein oder andere Weihnachtsgeschenk ergattern.
Wir werden verschiedene Gewinnspiele in der Zeit von 20.00 bis 22.00 Uhr durchführen - jeder, der teilnimmt, hat die Chance, etwas zu gewinnen. Natürlich wird es auch einen Special-Guest geben; trotz zahlreichen Terminen und streßigen Folgetagen haben wir es geschafft, den "Weihnachtsmann" zur Teilnahme am Weihnachtschat zu überreden - alles Weitere erfahrt Ihr am kommenden Montag im Chat. Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und wünschen Euch bis dahin nicht zu streßige Weihnachtsvorbereitungen - ach ja: Es wird unter anderem ein Original-Cartoon von Dr.Dolor im Chat verlost - nur Teilnehmer haben eine Chance ;-).

   
Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
Links zum Artikel:

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zum Medi-Chatter
  
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 2. Medi-Roman: 'Kater-Weihnacht' von Feuerblick

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Aus unserem Projekt 'Medi-Roman', einem Zusammenschluss von bundesweit 26 Studenten mit Spass an Gedichten, Kurzgeschichten und Schreibübungen, stellen wir heute die Kurzgeschichte 'Kater-Weihnacht' von Feuerblick vor.

- veröffentlicht auch im Medi-Learn-Adventskalender ->

Weihnachten steht vor der Tür und manchmal steht an Weihnachten selbst auch anderes sprichwörtlich vor derselben. Doch lest selbst. Wir wünschen viel Spass und hoffen, Ihr findet Gefallen beim Lesen.
Feuerblick als Autorin ist natürlich auch an Feedback interessiert: Wie findet Ihr diese weihnachtliche Kurzgeschichte? Wer eine kurze Mail an Feuerblick schicken möchte, findet dazu die Email-Adresse am Ende der Geschichte.

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Kater-Weihnachten
(von Feuerblick)

Es ist Heiligabend. Nein, eigentlich ist es erst früher Nachmittag an einem 24. Dezember. Draußen ist es eisig kalt. Wer nicht vor die Tür muss, der lässt es lieber bleiben. Schnee ist natürlich wieder keiner gefallen, aber damit hat auch niemand mehr gerechnet. 

Eine Haustür wird aufgerissen. Warme Wohnungsluft trifft auf eisige Winterkälte und irgendetwas segelt in hohem Bogen in den Vorgarten. "So, und da bleibst du so lange, bis du nichts mehr anstellen kannst!", ruft eine energische Frauenstimme. 

Der schwarze Kater, der gerade so unsanft an die frische Luft befördert wurde, schüttelt sich kurz und beginnt dann, sein Fell wieder in Ordnung zu lecken. Ein leiser Seufzer steigt aus seiner Kehle auf: Menschen! Er würde sie nie verstehen! Was war denn schon Schlimmes daran, wenn man ein bisschen Papier zerfetzte? Und was genau war eigentlich „Geschenkpapier“? In Gedanken versunken tappt er durch die Büsche zum Wohnzimmerfenster hin. Mit einem eleganten Sprung landet er auf der Fensterbank. Drinnen kann er die Menschen aus seiner Familie sehen. 

Oma sitzt in ihrem Ohrensessel, die Hände im Schoß gefaltet. Sie schaut still vor sich hin, eine Träne läuft über ihre Wange. Wenn er jetzt auf ihrem Schoß säße, würde sie ihm sicher von ihrem vor kurzer Zeit verstorbenen Mann erzählen. Oder von ihrem Sohn, der sich nur noch zu Weihnachten bei ihr meldet. Die Kinder dieses Sohnes kennt die alte Dame nur von Fotos. Wieder seufzt der Kater. Wenn er jetzt bei ihr wäre, könnte er sie vielleicht mit seinem Schnurren ein wenig trösten. 

Die Tochter der alten Frau kommt gerade aus der Küche. Sie trägt eine Schürze, hält in einer Hand einen Kochlöffel und in der anderen eine Schüssel. Der Löffel schwingt wild durch die Luft, als sie gestikulierend ihren Kindern Anweisungen gibt. Der Kater weiß genau, welche Anweisungen das sind. Es ist wie in jedem Jahr an diesem besonderen Tag. Die Kinder toben aufgeregt herum und sollen doch eigentlich den Baum schmücken mit diesen seltsamen Bällen, die er nie berühren darf. Einmal hat er es versucht. Sie zerbrach in viele kleine Teile und er, der arme unschuldige Kater, bekam einen Klaps auf sein Hinterteil. Nein, Frauchen hatte an solchen Tagen einfach keinen Humor. Wie gut, dass er hier draußen war. Hier konnte er wenigstens nichts falsch machen! 

Die Kinder, zwei Jungen, toben immer noch durch das Zimmer. Sie behängen sich selbst mit den Kugeln. Ihre Haare sind ganz zerzaust, die Kleider unordentlich und ein wenig schmutzig. Wie gerne würde er mit ihnen spielen, aber das gäbe doch nur Ärger für sie alle. 

Ein eisiger Windstoß fegt durch den Vorgarten und fährt in das dichte Fell des Katers. Fröstelnd kauert er sich ein wenig enger zusammen und zieht die Pfoten unter seinen Körper. Dann blickt er wieder durch das Fenster auf seine Menschen. 

Der Vater ist ins Zimmer gekommen. Er hat Spinnweben in den Haaren, seine Kleider sind staubbedeckt und seine Brille sitzt ein klein wenig schief. Er strahlt und schwenkt triumphierend eine Schachtel. Darin müssen die komischen kleinen Lichter sein, die am Baum befestigt werden sollen. Der Kater lacht innerlich, weil ihm einfällt, wie man diese Lichter zum Leuchten bringt. Man muss nämlich an einer der kleinen Glühbirnen drehen. Genau an der Glühbirne, an der man die Lichter zuvor ausgeschaltet hat. Es ist jeden Tag wieder eine fröhliche Suche, bis das richtige Lämpchen gefunden wird. Er könnte seinen Menschen ja immer verraten, wo sie drehen müssen, aber er lässt ihnen ihre Freude beim Suchen. 

Die Mutter ist inzwischen wieder in die Küche verschwunden. Er hebt schnuppernd seine Nase. Wenn er sich sehr anstrengt, kann er riechen, was sie Leckeres kocht. 

Vater und Kinder haben sich um den Baum versammelt und beratschlagen, wie sie den Baum am besten schmücken. Oma ist trotz des ganzen Trubels in ihrem Sessel eingenickt. 

Der dicke Kater kuschelt sich noch ein wenig fester zusammen. Um ihn herum wird es langsam dämmrig. In den Fenstern der Nachbarn schalten sich nach und nach viele kleine Lichterchen ein. Es sieht sehr geheimnisvoll aus. Der Kater schließt seine Augen zu einem kleinen Nickerchen. 

Sein laut knurrender Magen weckt ihn. Er erhebt sich, streckt erst seine Vorderbeine, dann seine Hinterbeine und macht einen riesigen Katzenbuckel. Es ist schon ganz dunkel. Nur die Lichter an den Fenstern strahlen gegen die Dunkelheit an. Er schaut ins Wohnzimmer seiner Familie. Oma sitzt in ihrem Sessel. Sie hat anscheinend ein neues Kleid angezogen und ihre Haare geordnet. Ein kleines Lächeln spielt nun um ihre Lippen und ihre Augen leuchten sanft. 

Der Baum strahlt in festlichem Glanz. Die Kugeln sind kunterbunt verteilt und die kleinen Lichter brennen schon. Unter dem Baum liegen viele Dinge. Das müssen die „Geschenke“ sein. Was das sein soll, weiß der Kater nicht genau. Aber er erinnert sich ans letzte Jahr. Da war in einem dieser „Geschenke“ seine Lieblingsleckerei versteckt. Bei diesem Gedanken knurrt sein Magen sehr laut. Haben die da drinnen ihn etwa vergessen? 

Leise Musik dringt an seine feinen Ohren. Die Kinder betreten mit ihren Eltern den Raum. Der Vater hat die Spinnweben aus seinem Haar entfernt und festliche Kleider angezogen. Nur seine Brille sitzt immer noch schief. Auch die Kinder tragen neue Kleider. Sogar ihre Haare sind ordentlich frisiert. In ihren Augen liegt ein fröhlicher Glanz. Strahlend setzen sie sich vor den Baum. Vater und Mutter, die immer noch ihre Schürze trägt, lassen sich auf dem Sofa nieder. 

Glocken läuten. Ein schönes Geräusch, findet der Kater. Der Wind hat aufgehört zu wehen und es ist ein klein wenig wärmer geworden. Kein Mensch und kein Tier sind hier draußen. Alle sitzen in ihren Häusern, wo es warm und hell ist. Nur er sitzt mit knurrendem Magen hier auf dieser Fensterbank. Und wenn sie ihn nun doch vergessen haben? Sehnsüchtig schaut er nach drinnen. Sie singen Weihnachtslieder. Sogar das würde er sich jetzt gerne anhören! 

Etwas Kaltes, Feuchtes landet auf seiner Nase. Und dann auf seinem Schwanz, auf seinen Ohren und seinem Rücken. Schnee! Es hat zu schneien begonnen. Auch das noch! Von einem warmen Plätzchen im Haus aus gesehen war Schnee ja ganz hübsch, aber hier draußen… Er rollt sich zu einer traurigen Kugel zusammen und seufzt laut. Weihnachten ausgesperrt in der Kälte! Hätte er doch nur dieses Papier nicht zerfetzt! Wäre er doch nur still gewesen und hätte sich in einem abgelegenen Eckchen versteckt! Hätte er doch nur… 

Eine Haustür wird geöffnet. Warme Wohnungsluft trifft auf eisige Winterkälte und eine Kinderstimme ruft: „Kater? Kater! Komm schnell ins Warme! Es ist Weihnachten und das Christkind hat auch für dich ein Geschenk gebracht!“

   
Autor(in): Feuerblick (feuerblick@medi-roman.de)
  
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Der Medi-Learn-Adventskalender
  
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 3. Famulatur in Nepal- Die Welt am Himalaya

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Überlegungen
Dieser Bericht soll ein Ratgeber für Medizinstudenten sein, die einen Aufenthalt als Famulant in Nepal planen. Ich versuche Tipps und Tricks weiterzugeben, die nicht in einem Reiseführer stehen. Bevor Du Dich für eine Famulatur in Nepal entscheidest, solltest Du Dir genau überlegen, was Du sehen und welche Medizin Du kennen lernen möchtest.

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Es gibt ein breites Angebot an verschiedenen Möglichkeiten. NGOs betreiben ebenfalls Krankenhäuser in Nepal. Unbedingt z.B. über Suchmaschinen/Yellopages im Internet recherchieren!

Schulmedizin:

  • Kathmandu Medical College Teaching Hospital, Kathmandu
   
Autor(in): Gordon Weinberg (gordon.weinberg@web.de)
  
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 4. Interview mit den Gründern der Würzburger AGN

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In der vorletzten Onlinezeitung hatten wir einen Artikel von Carolin, in dem sie über das Praxisseminar der AGN Würzburg berichtet hat. Wir hatten Euch damals gesagt, dass sie noch ein Interview mit den Gründern der AGN geführt hatte, was Ihr heute hier findet:

Problemorientiertes Handeln - Studentische Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin (AGN)
Ein Interview mit den beiden Gründern der Würzburger AGN, Thomas Plappert und Ulrich Rohsbach. Die beiden Studenten des 5. bzw. 3. klinischen Semesters an der Julius-Maximilians-Universität sind Rettungssanitäter bzw. -assistent und wurden auf dem Bundeskongress Rettungsdienst zweite beim Wettbewerb um das beste Rettungsteam 2002 auf dem "Weinmann"-Notfallparcours.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!


Hallo ihr zwei. Erstmal herzlichen Glückwunsch zu eurem tollen Erfolg auf dem Bundeskongress und vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für dieses Interview genommen habt.
Hier auch schon die erste Frage: Für was stehen eigentlich die Buchstaben AGN?

Ulrich: „Das ist ganz einfach. AGN steht für Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin.“

Wann und warum habt ihr die AGN in Würzburg gegründet?
Thomas: „Im Sommersemester 2002 gab es in meinem Semester erste Überlegungen. Damals kamen Mitstudenten während des Notfallkurses an der Uni auf Andreas Redel und mich zu, da wir vor dem Physikum bereits Erste Hilfe-Kurse angeboten hatten, und äußerten, das in der Uni Gelernte nochmals praktisch üben zu wollen. Kurze Zeit später erfuhren wir beinahe zufällig durch die Fachschaft, dass am Rande des Bundeskongresses Rettungsdienst das AGN-Jahrestreffen in Nürnberg stattfindet, zu dem Ulrich und ich dann hingefahren sind, um uns Tipps und Anregungen von anderen, schon länger bestehenden AGNs zu holen.
Über die Münchner AGN wurde uns der Kontakt zu dem Würzburger Anästhesisten Dr. Andreas Schoefinius vermittelt, der früher als Student in München in der AGN aktiv war. Wir haben uns mit ihm getroffen und ein Konzept ausgearbeitet. Dadurch, dass wir inzwischen sechs Tutoren waren, allesamt Rettungssanitäter oder –assistenten, zum Teil sogar mit Erfahrung in der Ausbildung, konnten wir dann sehr bald den ersten Kurs mit 36 Teilnehmern starten.“
Ulrich: „Um es noch einmal kurz zu sagen, gab es eigentlich drei Gründe, die uns dazu bewogen haben eine AGN auf die Beine zu stellen:

  • Die Nachfrage der Studenten nach mehr Praxisausbildung.
  • Wir haben im Rettungsdienst die Erfahrung gemacht, dass die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Rettungsdienstpersonal nicht immer optimal ist, weil beide Seiten zuwenig voneinander wissen. Das wollen wir mit unserem Kurs zumindest von ärztlicher Seite her versuchen ein wenig zu ändern.
  • Die AGN München verschickte zu diesem Zeitpunkt gerade eine Einladung zur Jahreshauptversammlung der bundesweiten AGNs über den Fachschaftsverteiler.“

Was wollt ihr mit der AGN erreichen?
Ulrich: „Nun, einmal, wie vorhin schon gesagt, eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Rettungsdienstpersonal. Die Studenten sollen sich bewusst machen: Was kann ich und was kann der andere? Und auch mal sehen, z.B. in einer Megacode-Demonstration durch ein Rettungsdienstteam, dass die Rettungsdienstler nicht nur „Krankenwagenfahrer“ sind, sondern durchaus auch über kompetentes Wissen verfügen.
Zum anderen wollen wir eine verbesserte notfallmedizinische Ausbildung erreichen, weil die Notfallmedizin an den Unis doch meistens nur einen geringen Stellenwert hat und im Zuge der neuen Approbationsordnung nicht einmal mehr ein Pflichtfach ist. Wir wollen den Studenten Raum geben für Wiederholungen und natürlich viele, viele praktische Übungen in Kleingruppen. Das Ganze soll weniger theoretisiert werden. Für uns ist es wichtig, dass die Studenten alles selbst ausprobieren und üben können, ihr an der Uni erworbenes Wissen strukturieren. Bestimmte Handgriffe sollen sich „einschleifen“ und automatisiert werden, wie z.B. die Vorgehensweise beim Auffinden eines Patienten oder die Reanimation.“
Thomas: „Außerdem wollen wir den Teilnehmern ein positives Selbstbild vermitteln. Denn wer eine Maßnahme schon einige Male praktisch geübt hat, der kann im Notfall ruhiger und damit handlungsfähig bleiben, weil er weiß, wie es geht und dass es schon mal geklappt hat.
Dieses Wochenende soll auf keinen Fall eine Notarztausbildung sein, vielmehr wollen wir den Leuten die Notwendigkeit von Basismaßnahmen deutlich machen und ihnen die Angst davor nehmen, diese auch am Patienten zu ergreifen. Bei einigen Erkrankungen ist es schlichtweg zu spät für den Patienten, wenn man tatenlos auf den Notarzt wartet. Ein Ziel dieses Praxisseminars ist, die Teilnehmer ein bisschen für die Notfallmedizin und notfallmedizinische Fragen zu sensibilisieren und ihnen aber auch zu zeigen, dass Notfallmedizin keine Hexerei ist, sondern die Basismaßnahmen für jeden erlernbar sind.“

Welches Spektrum umfasst eure Arbeit in der AGN?
Ulrich: „Zum einen natürlich die Ausrichtung des Praxisseminars Rettungs- und Notfallmedizin, das jedes Semester stattfindet. Da wir den Teilnehmern sozusagen ein zweitägiges „All-Inclusive“-Wochenende anbieten, müssen wir uns im Vorfeld um das Essen kümmern, Getränke und Süßigkeiten für zwischendurch einkaufen, die entsprechenden Räumlichkeiten organisieren – hier ein herzliches Dankeschön an den Malteser Hilfsdienst Würzburg, der uns nun schon zum dritten Mal in Folge seine Lehrsäle und Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung stellte – das Material beschaffen (Danke JUH Würzburg!), die Verletztendarsteller, Schminker incl. Schminkzeug, die RTWs , Megacode-Trainer usw.usw. organisieren. Das alles stellt einen nicht unerheblichen logistischen und organisatorischen Aufwand dar, damit am entscheidenden Wochenende alles an Ort und Stelle ist.“
Thomas: „Des weiteren haben Ulrich und ich dieses Jahr die Organisation und Ausrichtung des bundesweiten AGN-Treffens auf dem Bundeskongress Rettungsdienst übernommen. Dieses Treffen dient dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch unter den verschiedenen AGNs, von dem alle für die Arbeit in ihrer jeweiligen AGN profitieren. Wir stellen Kontakte zu anderen Universitäten her, an denen es noch keine AGN gibt, aber interessierte Leute vorhanden sind, und unterstützen und beraten die dortigen Studenten beim Aufbau einer solchen. Nicht zu vergessen die Präsenz auf der Messe, wo wir versuchen, Kontakte zu Rettungsdienstschulen und den Rettungssanitätern, -assistenten und Notärzten zu knüpfen, mit denen unsere Kursteilnehmer später evtl. zusammenarbeiten werden.
Ein weiteres Projekt der Würzburger AGN ist die Ausarbeitung eines Curriculums für ein Rettungsdienstpraktikum für Medizinstudenten. Ziel ist, dass Medizinstudenten als Praktikanten auf dem Rettungswagen mitfahren können, um so noch tiefere Einblicke in verschiedenste Notfallsituationen zu gewinnen und ihr Wissen in der Praxis und unter dem Stress eines echten Einsatzes anwenden zu können. In Würzburg ist das bereits möglich und wir würden es befürworten, wenn es in Zukunft deutschlandweit möglich wäre. Um die Lerninhalte des Praktikums zu vereinheitlichen und den Lerneffekt möglichst optimal zu halten, haben wir mit einer Arbeitsgruppe in Würzburg dieses Curriculum entwickelt.“

Wie ist den so die Resonanz auf eure Arbeit?
Beide: „Überwältigend!“
Ulrich: „Gut, was die anderen Studenten von unserer Arbeit mitbekommen, ist ja in erster Linie das Praxisseminar, aber die Reaktionen darauf sind durchweg ausgesprochen positiv. Der Kurs ist jedes Semester ausgebucht, und viele, die den Kurs mitgemacht haben, wollen im nächsten Semester gleich noch einmal teilnehmen. Wir haben jetzt schon Anmeldungen für den nächsten Kurs, der Mitte des nächsten Semesters stattfinden wird.“
Thomas: „Viele Leute kommen auch noch in den Wochen nach dem Kurs auf uns zu und wiederholen noch einmal, wie toll sie es finden, dass so ein Wochenende angeboten wird, und dass es so engagierte Studenten gibt, die ihr Wochenende „opfern“, um anderen Studenten etwas beizubringen. Auch die Evaluationsbögen, die wir nach jedem Wochenende austeilen, zeigen eindeutig positive Resonanzen. Natürlich nehmen wir konstruktive Kritik ernst und versuchen darauf zu reagieren, um den Kurs noch weiter zu verbessern.“

Wie finanziert sich die AGN eigentlich und woher bekommt ihr das ganze Material, das ihr für das Praxisseminar benötigt?
Ulrich: „Das Essen und die Getränke am Kurswochenende sowie evtl. Kaufmaterial, das wir für den Kurs benötigen, finanzieren wir durch einen Unkostenbeitrag, den die Teilnehmer entrichten. Die Tutoren, sowohl von ärztlicher als auch von studentischer (und rettungsdienstlicher) Seite, arbeiten unentgeltlich.“
Thomas: „Ganz besondere Unterstützung bekommen wir von den Hilfsorganisationen, allen voran vom Malteser Hilfsdienst in Würzburg, der uns neben den Räumlichkeiten auch noch einen Rettungswagen und sonstiges Material zur Verfügung stellt, und von der Johanniter Unfallhilfe in Würzburg, die uns vom Megacode-Trainer über Verletztendarsteller bis hin zu jeder Menge Verbrauchsmaterial alle mögliche Hilfe zukommen lässt. Den Maltesern und Johannitern sind wir zu tiefem Dank verpflichtet. Ohne sie wären diese Kurse nicht möglich. Und natürlich auch nicht ohne all diejenigen, die wir hier nicht explizit genannt haben. Danke!“

Was habt ihr bezüglich der AGN für Pläne für die Zukunft?
Thomas: „Ein Ziel ist, weiterhin so kompetente und einsatzerfahrene Tutoren zu finden, da die ersten der jetzt insgesamt fünfzehn Gruppenmitglieder im Sommer ins Examen gehen. Hier ist der Nachwuchs gefragt, dieses wichtige Projekt weiter zu gestalten.“ Ulrich: „Außerdem wollen wir noch mehr Studenten den Zugang zur Notfallmedizin ermöglichen. Dies soll einmal durch das Curriculum zum Rettungsdienstpraktikum geschehen, und zum anderen wollen wir versuchen, das Praxisseminar in Zukunft zweimal pro Semester anzubieten anstatt wie bisher nur einmal, damit die Leute bei Bedarf auch mehrmals teilnehmen können.
Ein weiteres Ziel, an dem wir arbeiten, ist die Einrichtung eines Gerätepools für unsere AGN. Dafür suchen wir Sponsoren, die uns sowohl finanziell als auch mit Material unterstützen, damit wir dieses Ziel verwirklichen und die notfallmedizinische Ausbildung der Studenten auch in Zukunft zum Wohle der Patienten noch weiter verbessern können.“

Ich danke euch für dieses Gespräch und wünsche euch auch weiterhin viel Erfolg mit eurer AGN beim „Weinmann“-Notfallparcours 2003.

Wer den Artikel von Carolin über das Praxisseminar noch einmal lesen möchte findet den Artikel auf unserer Webseite. [zum Artikel] Ausserdem hat uns Carolin freundlicherweise einen Ablaufplan des Seminars zur Verfügung gestellt. Den Link dazu findet Ihr unten.

   
Autor(in): Carolin Redelberger (c.redelberger@gmx.de)
  
Links zum Artikel:

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Infos rund um Notfallversorgung und Notfallmanagement

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Bilder des Notfallkurses

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zum Ablaufplan des Praxisseminars
  
Diskussionen im Internet:
  

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www.Medi-Foren.de

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 5. Geschickt geklickt - die Linktipps

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Zu Ende des Jahres haben wir für Euch den zweiten Teil der Toplinks des Jahres 2002 zusammengestellt. Die Links stellen einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von www.Medi-Seek.de dar. Wenn Ihr selbst gute Webseiten kennt, tragt diese doch einfach in das Formular bei Medi-Seek.de ein und gewinnt eine kleine Überraschung.

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Platz Titel Kurzbeschreibung

Klicks

  
1. Biochemie Skript zur Biochemie aus Göttingen

685

(1. Woche) http://www.medi-seek.de/Detailed/1553.shtml
  
2. Anatomie Anatomie-Skript zu kniffeligen Testatfragen

648

(1. Woche) http://www.medi-seek.de/Detailed/496.shtml
  
3. Anatomie Lernprogramm Neuroanatomie

632

(1. Woche) http://www.medi-seek.de/Detailed/1017.shtml
  
4. Innere Medizin Kostenloser EKG Auswertungsbogen

611

(1. Woche) http://www.medi-seek.de/Detailed/1042.shtml
  
5. Notfallmedizin Medizin à la House of God - Online-Notfallsimulation

604

(1. Woche) http://www.medi-seek.de/Detailed/72.shtml
  

Komplettvorstellungen:
Titel: DOSING
Beschreibung:
Wissensbasiertes System zur individuellen Dosisanpassung von Arzneimitteln an die Nierenfunktion
Autor des Linkeintrages: W. E. Haefeli
Adresse: http://www.medi-seek.de/Detailed/1915.shtml

Komplettvorstellungen:
Titel: Neue MEDI-LEARN Skripte
Beschreibung:
Des weiteren hat Medi-Learn 3 neue Skripte zum kostenlosen Download Online gestellt. Ihr findet sie unter http://www.Medi-Seek.de/MEDI-LEARN-Skripte - unten gelinkt das neue Augenheilkunde-Skript!
Autor des Linkeintrages: Redaktion Medi-Learn
Adresse: http://www.medi-seek.de/Detailed/1912.shtml

  

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 6. Medi-Jobbörse - Aktuelle Anzeigen

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Weniger als einen Monat ist sie Online: Medi-Jobboerse.de - die Stelle zur Vermittlung von Jobs jeglicher Art auf Medi-Learn.net als neuer kostenloser Servicedienst. Von der Doktorarbeit zum Erlangen akademischer Titel über den Nebenjob zur Aufbesserung des studentischen Geldbeutels, weiter zu AiP-Stellen für den Berufsstart nach absolviertem Studium bis hin zur Stelle als Assistenzarzt: Ein vielfältiges Spektrum von Stellenangeboten und -gesuchen verschiedenster Kategorien.

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Nach nur 3 Wochen Laufzeit finden sich bereits über 80 Angebote aus den obigen Kategorien, zu finden unter http://www.medi-jobboerse.de. Die Jobbörse ist ein kostenloser Servicedienst von Medi-Learn.net: Sämtliche Einträge, gleich ob Gesuch oder Angebot von Stellen, wie auch die erfolgreiche Vermittlung sind und bleiben selbstverständlich kostenlos. Die Jobboerse wird tagesaktuell gepflegt - immer wieder einmal vorbeischauen. Hier eine Übersicht der neuesten Angebote:

    Die neuesten Einträge
   
Ärztin, Arzt im Praktikum (AiP) Stellenangebote/AiP-Stellen
Weiterbildungsassistent/-in Pädiatrie für 4 Jahre ab 01.07.2003 Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
Assistent(in) Innere Medizin Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
Postdoc mit USA-Aufenthalt Stellenangebote/Post-Dok-Stellen
Suche AIP-Stelle im Fach Innere-Medizin. Großes Interesse auch für die Fächer Arbeitsmedizin, Neuro o Radio Stellengesuche/AiP-Stellen
Doktorarbeit (Diabetes mellitus), Leipzig Stellenangebote/Doktorarbeiten
Assistenzarzt (Humangenetik, Göttingen) Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
AiP (Chirurgie, Würzburg) Stellenangebote/AiP-Stellen
Erforschung der Wundheilung Stellenangebote/Post-Dok-Stellen
Ärztin oder Arzt im Praktikum (AiP) Stellenangebote/AiP-Stellen
Assistenzarzt Innere, Allgemeinmed oder Herzchirurgie Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobboerse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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 7. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonnenten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: Lernen wie die Profis Teil I: Trotz Prüfungsstress: Freie Tage sind wichtig... von MEDI-LEARN.

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 9. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
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