16.03.03

Ausgabe 159/03

Anzeige: Lachen ist gesund und wir fördern Eure Gesundheit
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


 Editorial
  

Hallo,

es ist beschlossene Sache: Die Semesterferien sind nun definitiv vorbei, und der Trubel des neuen, frisch begonnenen Semesters hat einige von Euch sicherlich schon wieder im Griff. Ebenfalls beschlossene Sache: Das AiP wird abgeschafft! Mehr zu diesem Lichtblick in der Gestaltung der medizinischen Ausbildung mit Zitaten wichtiger Pressemitteilungen aus dem Gesundheitsministerium und vom Hartmannbund findet Ihr in dieser Onlinezeitung.

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Weiterhin haben wir für Euch die neuesten 10 Anzeigen der Medi-Jobbörse, eine neue Folge aus unserem Famulaturtagebuch sowie die Fortsetzung der Fallstory "Versteckte Hypoglykämie" in diese Ausgabe integriert. Wer von Euch bereits erfreuter Besitzer eines Palm-Pocket-Computers ist, findet in der Onlinezeitung in einem Gastbeitrag von Axel Gelfert neue Trends auf dem Softwaremarkt für die Pocketcomputer in der Kitteltasche. In der Rubrik 'Gelauscht' stellen wir Euch aktuell interessante Beiträge aus den Diskussionsforen für Mediziner, den Medi-Foren, vor. Wer noch auf der Suche nach 'seinem Stethoskop' ist, findet mit einem Archivbeitrag 'Welches Stethoskop ist das Richtige' hoffentlich nützliche Tipps.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.AiP zum WS 2004/05 abgeschafft?
2.Versteckte Hypoglykämie (2)
3.Medi-Jobbörse - der Jobticker
  
4.Content-Revolution bei Palm-Software
5.Famulaturtagebuch 'Skizzen aus der Rehaklinik' (5)
6.Gelauscht - aktuelle Beiträge aus den Medi-Foren
  
7.Gestöbert: welches Stethoskop ist das Richtige?
8.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

Für den Fall, dass die Onlinezeitung nicht korrekt angezeigt wird, ist sie nocheinmal komplett Online verfügbar! 
Hier die Adresse http://www.medi-learn.info/seiten/onlinezeitung/1/126/index.shtml
  

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 1. AiP zum Wintersemester 2004/05 abgeschafft?

- zurück zum Inhalt -

  

Wie wir am vergangenen Freitag einer Pressemitteilung des Hartmannbundes entnommen haben, scheint die Abschaffung des AiP`s in greifbare Nähe gerückt. Auf dem letzten Arbeitszeitgipfel scheint die Phase des/der Arztes/Ärztin im Praktikum (AiP) in entscheidender Weise thematisiert worden zu sein. Die konkreten Folgen dieser geplanten strukturellen und eingreifenden Änderungen in das Ausbildungssytem zum Arzt werden wir in den kommenden Monaten weiter verfolgen. An dieser Stelle zunächst die wesentlichen Auszüge aus den Pressemitteilungen.

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Aus der Pressemitteilung des Hartmannbundes vom 11.04.2003: "Brief aus Ministerium zur AiP-Abschaffung löst Genugtuung aus" Berlin/Bonn – „Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung wird noch bis zum Sommer diesen Jahres einen Vorschlag für einen Gesetzentwurf vorlegen, in welchem die AiP-Phase sowohl in der Bundesärzteordnung als auch in der Approbationsordnung selbst abgeschafft wird. Auf dem letzten Arbeitszeitgipfel im März hat Frau Ministerin erklärt, dass die Abschaffung der AiP-Phase bereits zum Wintersemester 2004/2005 erfolgen soll.“
Damit ist das Ende einer Phase der ärztlichen Ausbildung in Sicht, die für viel Diskussionsstoff und Kontroversen auf Seiten der Medizinstudenten, Verbände und Ärzteschaft geführt hat. Die weitere Entwicklung und gesetzliche Rahmenregelungen bleiben abzuwarten, dennoch sehen wir dies als kleinen Lichtblick, auf den wir hier gerne hinweisen möchten. Eine weitere Recherche auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung (BMGS) zeigt folgende Erklärung der Pressestelle Berlin, deren Wortlaut man explizit die Abschaffung der Phase des Arztes im Praktikum für den Zeitraum Wintersemester 2004/05 entnehmen kann:

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 27.03.2003 Pressestelle Berlin, den 27.03.2003
Ulla Schmidt: „Fallpauschalen“-Krankenhäuser liegen auch bei der Neugestaltung der Arbeitszeiten vorn
Punkt 8 der Pressemitteilung:
Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung wird sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen auch dadurch einsetzen, dass die endgültige Abschaffung der Arzt-im-Praktikum-Phase auf den Zeitraum Wintersemester 2004/2005 vorgezogen wird, und prüft, wie die notwendigen gesetzlichen Grundlagen zu einer Finanzierung daraus resultierender Mehrkosten realisiert werden können.
Die Presseerklärung im Volltext: <<< hier klicken >>>

Sicherlich lösen diese geplanten Gesetzesvorhaben große (Vor-)Freude vor allem unter den Medizinstudenten in fortgeschrittenen Semestern aus, denn nach einem 6 oder mehrjährigem Studium noch weitere 18 Monate zu sicherlich nicht immer akzeptablen Bedingungen arbeiten zu können - bzw., um die volle Approbation zu erwerben- auch zu müssen, könnten dann der Vergangenheit angehören.

Auch kann man der Erklärung aus dem Bundesministerium für Gesundheit entnehmen, dass einerseits entsprechende Gesetzesvorhaben an Ausschüsse verwiesen und dort diskutiert werden. Hier bleibt die zeitliche Erfüllung der o.a. Vorhaben in der Umsetzung (Wintersemester 2004/05 oder später) abzuwarten. Interessant ist natürlich der Hinweis, dass die notwendigen Grundlagen der Finanzierung ebenso geprüft werden müssen. Daraus lässt sich indirekt schlussfolgern, dass der AiP-Tariflohn durch ein Äquivalent ersetzt wird, welches durchaus höhere Entlohnungen vermuten lässt.

Wir haben seitens der Redaktion Medi-Learn.net in diesem kurzen Hintergrundartikel oftmals Aussagen in der Möglichkeitsform oder im Konjunktiv verwandt, da sich diese optimistisch stimmenden Vorgaben erst konkret in der Praxis zeigen müssen, bevor dann endgültig feststeht: "Das AiP ist abgeschafft" - und dann jubeln wir so richtig. Bis dahin heisst es, die weitere Entwicklung der gesetzlichen Rahmenregelungen insbesondere zu den Fragen "Was kommt anstelle des AiP und beginnt man sofort die Ausbildung in der angestrebten fachärztlichen Weiterbildung?" "Wie wird die Besoldung der Absolventen eines Medizinstudiums direkt nach dem 3.Staatsexamen aussehen?" ""Welche Regelungen werden hinsichtlich der Arbeitszeit getroffen?" abzuwarten.

Eine Antwort auf diese und weitere Anschlussfragen werden wir seitens der Redaktion gespannt verfolgen.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 2. Versteckte Hypoglykämie - Teil 2

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Epikrise
Ein 70-jähriger Patient synkopiert in einer kardiologischen Praxis. Die eindrucksvolle kardiale Anamnese lenkt die hinzugerufene RTW-Besatzung von anderen Ursachen für eine Synkope ab, dazu kommt die ärztliche Diagnose des akuten Schmerzzustandes bei chronifizierter Lumbalgie.

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Ein periphervenöser Zugang liegt bei Eintreffen des RTW´s bereits, so dass die Routinebestimmung des Blutzuckerwertes aus dem Mandrin der Venenverweilkanüle entfällt.

Die auf die vom Kardiologen gestellte Verdachtsdiagnose abgestimmte medikamentöse Therapie lindert tatsächlich die Schmerzen, verschleiert allerdings durch die möglichen Nebenwirkungen die Ursache der Synkope. Metoclopramid kann Müdigkeit hervorrufen, Tramadolor neben einer Benommenheit auch einen Blutdruckanstieg verursachen.
Fast alle Hirnfunktionen sind von der Blutzuckerversorgung abhängig. Dafür brauchen die Gehirnzellen kein Insulin als Träger (Carrier) durch die Zellwand, die Glukoseaufnahme ist also nicht insulinabhängig wie z.B. bei Muskelzellen. Eine Insulintherapie zielt deshalb auf die Versorgung der Körperzellen mit Brennstoff ab, eine Überdosierung lässt den Zucker nicht einfach verschwinden, sondern lagert ihn nur in Zellen, wodurch er aber dem Kreislauf nicht mehr zur Verfügung steht. Die an Plasmaalbumin gebundenen freien Fettsäuren können aufgrund der Blut-Hirn-Schranke die Gehirnzellen nicht mit Energie versorgen. Das ZNS regelt normalerweise selbst einen ausreichenden Blutglukosespiegel und sorgt bei einem eventuellen Mangel mit einer raschen Aktivierung des adrenergen Nervensystems für Ausgleich. Dabei wird durch eine Ausschüttung von Adrenalin aus dem Nebennierenmark die Glukagonausscheidung aus den A-Zellen der Langerhans'schen Inseln des Pankreas gesteigert. Das Glukagon spaltet aus dem in der Leber gespeicherten Glykogen neuen Zucker, der dann den Blutzuckerspiegel anhebt. Bei aufgebrauchten Reserven kann aber auch ein stark erhöhter Sympathikotonus keinen Effekt mehr bringen.

Die Hypoglykämie ist folglich charakterisiert durch Symptome der Stimulation des sympathischen Nervensystems oder der Fehlfunktion des zentralen Nervensystems (ZNS), die durch einen abnormal niedrigen Blutzuckerspiegel hervorgerufen werden.

Damit können die Symptome der Hypoglykämie sehr unterschiedlich sein. Heißhunger ist wohl am Einfachsten zu deuten. Es sind alle Stadien der Bewusstseinstrübung möglich, vom Koma bis zur leichten Schläfrigkeit und Passivität, wie im vorliegenden Fall.
Sehr häufig treten Schweißausbrüche, körperliche Unruhe bis hin zu Agressivität, Bluthochdruck, Konzentrationsschwierigkeiten und Muskelschwäche auf. Gelegentlich sind bei sehr niedrigen Werten Bradykardien zu beobachten. Alle Symptome verschwinden in der Regel nach i.v. Gabe von Glukose. Als sinnvoll hat sich gezeigt, in Abhängigkeit vom gemessenen Blutzuckerwert 8 -10 g Glukose über den Zugang bei laufender Infusion langsam zu injizieren, in die Infusionslösung nochmals die gleiche Menge zu mischen und während des Transports ins Krankenhaus stetig zu infundieren.

Wiederum in Abhängigkeit von der Transportdauer müssen eine oder mehrere Blutzuckerkontrollen wiederholt werden. Der wache und ansprechbare Patient kann durchaus Glukose oral aufnehmen, geeignet sind hier beispielsweise mit Haushaltszucker angereicherte Säfte oder Traubenzuckerplättchen, die sich in den meisten Diabetikerhaushalten finden lassen. Bei einer Bewusstseinstrübung jeder Schwere ist aufgrund der herabgesetzten Schutzreflexe eine orale Gabe ausgeschlossen.

Anschrift für die Verfasser:

Christoph Mauer
c/o JUH KV Augsburg
Rettungsdienst
Holzweg 35
86156 Augsburg

   
Autor(in): Christoph Mauer (42@StimmeDerWeisheit.de)
  
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Ausbildung oder Ausbeutung?
Die große PJ-Umfrage

Via medici führt in diesen Tagen eine bundesweite Umfrage zur Zufriedenheit der Studenten im PJ durch.
http://www.thieme.de/viamedici/formulare/pj_umfrage.html 
Unter diesem Link könnt Ihr Euch den Fragebogen anschauen. 
Der Fragebogen liegt der aktuellen Via medici bei und steht in enger Verbindung mit einem PJ-Artikel in dieser Ausgabe. Diesen PJ-Artikel könnt Ihr auch Online lesen:
http://www.thieme.de/viamedici/zeitschrift/heft0203/3_topartikel.html

  

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 3. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Wir haben das Startseiten-Layout der Medi-Jobbörse ein wenig übersichtlicher gestaltet, so dass Ihr Euch nun leichter zurechtfinden könnt.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle, hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 170 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

eine(n) Fachärztin/-arzt für Orthopädie sowie eine(n) Assistenzärztin/-arzt

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Übersetzung medizinischer Fachtexte Deutsch/Englisch und umgekehrt

Stellengesuche/Jobs_in_alternativen_Berufsfeldern

medizinische Übersetzungen Deutsch/Englisch und umgekehrt

Stellengesuche/Studentenjobs

eine(n) Fachärztin/-arzt für Orthopädie als Oberärztin/-arzt

Stellenangebote/Oberarzt

PJ in der Schweiz ab sofort für 2-4 Monate

Stellenangebote/PJ-Stellen

AiP Innere Medizin

Stellenangebote/AiP-Stellen

Assistenzarzt / -ärztin Innere Medizin

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Assistenzarzt/-ärztin sowie AiP/ÄiP Neurologie

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Assistenzarzt / -ärztin Chirurgie

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Funktionsoberärztin/-arzt für den Fachbereich Orthopädie

Stellenangebote/Oberarzt

AiP (Strahlentherapie, Medizinische Hochschule Hannover)

Stellenangebote/AiP-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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 4. 'Content Revolution' auch bei medizinischer Palm-Software

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Handheld-Computer haben ihren Ursprung in kleinen Organizer-Einheiten für die Westentasche. Entsprechend waren Palm-Anwendungen lange auf die effiziente Verwaltung von Terminen, Adressen und Datenlisten ausgerichtet. Auch medizinische Software für Handhelds hat so begonnen -- medizinische Taschenrechner, Wirkstofflisten, Entlassungsplaner wird jeder medizinische Palm-Anwender schnell zu schätzen wissen. In der Zwischenzeit gesellen sich zu den nützlichen Alltagstools jedoch nicht minder nützliche, dafür jedoch weit umfangreichere Medizin-Kompendien.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Der Trend geht dabei zur Verknüpfung der Organisationsfunktionen mit jenen Inhalten, die von Verlagen vielfach auch heute noch nur in gedruckter Form oder in Form teurer Multimedia-CDs angeboten werden. Was im Internet-Jargon "Content Revolution" heißt, bricht sich nun auch auf dem Palm-Softwaremarkt Bahn -- zum Nutzen der Anwender.

So bietet etwa das Programm "DDInnere" -- der Name ist eine Zusammenziehung von "Differential-Diagnose + Innere Medizin" -- eine inhaltliche Komplettlösung, die viele Teildisziplinen umfasst: Zusätzlich zu detaillierten Fachinformationen aus allen Bereichen der Inneren Medizin erschließt DDInnere zum Beispiel auch große Bereiche der Neurologie, Psychiatrie und Chirurgie. DDInnere kombiniert das Konzept eines klassischen Differentialdiagnose-Lehrbuchs mit dem nach Fachbereichen geordneten Kompendium. Dies gelingt durch einen intelligenten und benutzerfreundlichen Aufbau sowie durch ein konsequent am Krankheitsbild und an der Differentialdiagnostik orientiertes Organisationsprinzip. Überdies wird DDInnere in regelmäßigem Abstand um neue Forschungsergebnisse erweitert; damit wird das Programm mittelfristig im Rahmen eines Abonnements zur fortlaufend aktualisierten Wissens-Datenbank.

Die Inhalte von DDInnere, die dem Querschnitt der führenden Lehrwerke (etwa auf dem Niveau des Harrison's) und Zeitschriften (Der Internist, New England Journal of Medicine) vergleichbar sind, werden dabei durch benutzerfreundliche Datenbank-Funktionen erschlossen, die für das Palm-Betriebssystem so typisch sind. Aus dieser Synthese ergeben sich unter anderem:

- Eine übersichtliche und konsequente Benutzerführung durch Leitsymptomliste und Diagnoseliste und Ordnung der Einträge in Hauptgruppen.
- Eine intelligente Suchfunktion, die Stichwort- und Volltextsuche gleichermaßen zulässt, ermöglicht ein extrem schnelles Auffinden und Abrufen relevanter Inhalte.
- Fortlaufende Updates, die jeweils aktuelle Änderungen in Therapieleitlinien und neue Erkenntnisse zu Krankheitsbildern verfügbar machen.
- Detaillierte Angaben der publizierten Referenzen samt Seitenzahlen, die dem User ein schnelles Wiederfinden in dem jeweiligen Nachschlagewerk ermöglichen.
- Notizfunktion zur Ergänzung bestehender Krankheitsprofile bzw. Leitsymptome.
- Austausch persönlicher Notizen mit Kollegen durch Übertragung ("Beamen") per Infrarotschnittstelle.
- Didaktische Nutzung durch Studierende als Lernsystem zur Strukturierung und Memorisierung von Inhalten.

Die sich aus diesen Funktionen ergebenden Synergie-Effekte bei der Nutzung des Programms sind u.a. in Notfallsituationen essentiell, zumal dem Arzt gerade über die Möglichkeit der Leitsymptomprofile schnell und strukturiert erste wichtige differentialdiagnostische Informationen an die Hand gegeben werden. Mit einem Umfang von 1,3 MB bei gleichzeitiger Palm-OS-5.0-Kompatibilität ist DDInnere sowohl auf älteren Geräten als auch auf den Geräten der neuesten Generation (Tungsten, Clie) lauffähig; der Preis kann sich mit 30 EUR insbesondere im Vergleich zur üblichen Lehrbuchliteratur der Inneren Medizin sehen lassen. Übrigens sind die Inhalte von "DDInnere" auch in Lehrbuchform erschienen: Weitere Informationen dazu finden sich im Netz unter http://www.DDInnere.de

Während DDInnere den Anspruch erhebt, aus allen Bereichen der Inneren Medizin umfassendes Wissen zur Verfügung zu stellen, beschränkt sich ein anderer (dafür kostenloser) Content-Klassiker der Palm-Medizinsoftware auf Infektionskrankheiten: "ePocrates ID".Das Programm, in Ergänzung zur bereits früher auf medi-palm beschriebenen Medikamenten-Datenbank "ePocrates Rx", stellt konzise und klinisch relevante Informationen zu über 350 Erregern und 250 wichtigen Wirkstoffen zur Verfügung. Die Diagnose kann auf diese Weise sicher in Sekundenschnelle durchgeführt und überprüft werden, da verschiedene Suchmechanismen eine doppelte Kontrolle der Diagnose ermöglichen. Testergebnisse werden abgefragt, und die optimale Therapie kann entsprechend darauf abgestimmt werden.

Entwickelt wurde ePocrates Rx, ähnlich wie das umfangreichere Programm DDInnere, durch Extrahieren des aktuellen Forschungsstands aus Peer-Review-Fachzeitschriften und etablierten Lehrwerken. Im Gegensatz zu DDInnere, das für den deutschsprachigen Raum konzipiert ist, ist ePocrates in englischer Sprache gehalten und manche Information speziell auf den US-amerikanischen Markt zugeschnitten. Weitere Informationen samt kostenloser Download-Möglichkeit finden sich unter http://www.epocrates.com Neben den Querschnittsthemen Innere Medizin und Infektionskrankheiten gibt es natürlich auch Software für speziellere Themengebiete. Ein Beispiel dafür ist das neue Programm "DERMA-Löser" (Vertrieb wie DDInnere durch mediheld.de), das umfassende Inhalte aus der Dermatologie bereitstellt. Zu über 1600 Stichwörtern -- von A wie "Acanthoma fissuratum" bis Z wie "Zysten" -- findet sich die gesamte Breite der Dermatologie in repräsentativer und aktueller Weise wieder. Autor der medizinischen Inhalte ist Dr. med. Christoph Löser, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Universität Gießen). Die alphabetisch geordneten Einträge werden jeweils thematischen Untergruppen zugeordnet -- das Spektrum reicht dabei von Allergie und Andrologie über viral bedingte und bakteriell bedingte Erkrankungen bis zu Dermatotherapie und topische/Lokal-Therapie. Die Einträge gliedern sich entsprechend je nach Umfang in Krankheits- bzw. Sachbezeichnung, Name des Erstbeschreibers und zugehöriges Jahr, Definition sowie Angaben zur Ätiologie und Pathogenese. Die sehr ausführlichen Krankheitsmonographien enthalten neben Angaben zur feingeweblichen Untersuchung/Histologie alle wichtigen Angaben zur Diagnostik, der Differentialdiagnose, und der Therapie, wobei oft auch die Prognose erwähnt wird. Zur Abrundung besitzt fast jeder Eintrag -- wie im Programm DDInnere -- eine publizierte Referenz, mit Seitenangabe und Hinweis auf Lehrbücher oder Fachbeiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften.

(Weitere Informationen zum DERMA-Löser, samt Bestellmöglichkeit für 30 EUR, finden sich unter http://www.mediheld.de )

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass qualitativ hochwertige Fachinformationen, die bisher nur im unhandlichen Buchformat zur Verfügung standen, zunehmend auch im Palm-Format erhältlich werden. Dass die Entwicklung dabei von jungen Initiativen und Firmen und nicht von alteingesessenen Verlagshäusern vorangetrieben wird, ist womöglich dadurch zu erklären, dass traditionelle Wissenschaftsverlage in der Vergangenheit durch die forcierte Verteuerung von Fachbüchern profitiert haben und ihren Lehrbuch-Goldeseln nur ungern Konkurrenz in Form erschwinglicher und vielseitiger Softwareanwendungen an die Seite stellen. Dass sich die inhaltliche "Content Revolution" jedoch nur schwerlich aufhalten lassen wird, beweisen die hier vorgestellten Programme.

   
Autor(in): Axel Gelfert / www.mediheld.de (info@mediheld.de)
  
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Differentialdiagnose Innere

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Epocrates-Seiten

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Mediheld.de
  
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 5. Skizzen aus der Reha-Klinik: Ein Famulaturtagebuch (4)

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Donnerstag, 12. September „Nur einmal ins Ärzteblatt!“

Heute morgen bin ich um sechs Uhr wach geworden und hatte den plötzlichen Gedankeneinschuss: SUBLUXATION. Weil der Chef gestern sagte, die Schmerzen der einen Patientin könnten auch eine Subluxation sein. Aber ich hatte ihm ja alles gesagt, was ich getan und nicht getan hatte. Also war ich aus dem Schneider. Aber schon seltsam, morgens um sechs durch den Gedanken “Subluxation“ wach zu werden.

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Heute habe ich mal wieder viel gelacht. Frühstück: Eine Tasse Kaffee. Dann Besprechung: Raber erzählt von einer Aquise in Remscheid und von dem Vorhaben, eine Anzeige für die Klinik mit Foto im Ärzteblatt zu veröffentlichen. Da war natürlich High Life in Dosen. Ein Bild musste her, und das ziemlich bald. Danach wieder Chefvisite. Heute sollte ich beim Chef wirklich viel machen. Z.B. den kompletten Reflexstatus. Wenn man das bisher immer nur so halbherzig getan hat, ist das gar nicht so einfach. Und der Chef wollte nicht, dass ich beim Untersuchen ein „Insuffizienzerlebnis habe“, weil ich sagte, dass ich mir zum Teil vorkam, als würde ich gar nichts wissen. Heute ging es um die Verwechslung von links und rechts bei der Beurteilung eines CT-Bildes. Eine längere Diskussion über das Bild brachte nur das Ergebnis, dass wir beide Unrecht hatten. Im Radiologiekurs lernt man, dass die Bilder von unten betrachtet werden. Auf diesem Bild war’s genau umgekehrt, seltsam. Zur anschaulichen Demonstration legte sich der Chef auf die Couch und ich sollte dann von unten gucken, wo rechts und links ist...*gröhl. 

Nach der Visite wurden dann die Pläne für den Artikel für die Anzeige konkreter. Denn nur noch heute wären alle Ärzte da, Raber und Meier ab morgen nicht mehr. Also musste das Foto für den Artikel unbedingt heute entstehen. Problem: Die hauseigene Digitalkamera lag in einem Dienstwagen, und der Dienstwagen ist unterwegs. Also bot ich dem Chef an, mit meiner Kamera die Bilder zu machen. Da war er dann natürlich hin und weg zwecks meines „überragenden technischen Verständnisses“ ;-), und wir alle vereinbarten einen Fototermin für 16.15 h. Nach der Visite habe ich für Ida einen Teil der Korrekturen der Entlassungsbriefe gemacht, was mich völlig ermüdete, denn nichts von dem, was im Brief unklar war, war in der Akte eindeutig nachzulesen. Die E-Briefe waren von einem Dr. Bena, der hier ab und zu als Aushilfe Dienst macht. Die Schrift konnte ich fast nicht lesen. Also habe ich in einer Dreiviertelstunde exakt zwei Briefe geschafft. Wow! Anschließend bin ich essen gegangen, als sich dann Raber, Martin und Agnes, die Psychologin, zu mir gesellten und sich über meine Story von der Prostituierten köstlich amüsierten. Ich unterhielt mich mit Raber über Digitalkameras. 
Nach dem Mittagessen habe ich Idas Sprechstunde übernommen. War schon besser als gestern, aber irgendwie ist es sehr schwammig, wenn die Leute über ihre Beschwerden berichten. Nichts richtig zu greifen, da tut dann nicht nur eine Sache weh, sondern gleich mehrere. Und da herauszufiltern, was wirklich was ist, ist sehr schwierig. Danach habe ich die restlichen Entlassungsbriefe korrigiert. Jetzt war ich so müde, dass ich auf der Stelle hätte einschlafen können. Dieses Korrekturlesen ermüdet total. Irgendwann ist es immer dasselbe und das, was unklar ist, sucht man erst mal ewig lang in der Akte und findet es nicht. Dann bin ich noch mal zu Ida auf das Zimmer gegangen und da wartete schon ein Mann, eine Begleitperson, der fragte, ob er hier Therapie machen könne. Natürlich hatte ich null Ahnung davon. „Ich werde das klären und kommen sie bitte morgen früh noch mal zu Frau Dr. Lehmann in die Sprechstunde“. Man muss sich nur zu verkaufen wissen. Dann bin ich schnell zu Martin und habe gefragt, ob das mit den Therapien geht. Nein, geht nicht. Anschließend wollte ich mal sehen, ob Frau Haller, die PDL, nicht irgendwo aufzufinden war. Fehlanzeige. Ich habe dann Raber bei der Chirotherapie zugesehen, was ziemlich rüde aussieht und nun ging’s los zum Fototermin. Es war schönes Wetter draußen und die gesamte Ärzteschaft ist dann nach draußen an den kleinen Brunnen vor der Rose Klinik. Die Leute haben wie blöd geglotzt, richtig unangenehm und außerdem wollte ich auf das Bild gar nicht drauf, aber der Chef bestand darauf. (“Das Stethoskop muss man unbedingt sehen!“) 
Peinlich genug, dass alle Leute glotzten, meinte der Chef jetzt, wir sollten es dann mal auf der Treppe vorm Eingang versuchen. Also der ganze Rattenschwanz auf die Treppe und wieder probieren. Wir einigten uns dann drauf, dass das auch nicht das Gelbe vom Ei sei und dann wieder von der Treppe runter und in den Innenhof. Da dann wieder dasselbe Problem mit dem Licht und Schatten. (Martin: „Ist mein Kittel in Ordnung? Ich will ja nur einmal im Leben ins Ärzteblatt!“ Streber!) Nachdem Raber dann einige akrobatische Übungen vollzogen hatte, die ich leider nicht bildlich festhalten konnte und Meier zu mir meinte:„und nachher können sie dann sagen:...„...und das hier war bei meiner ersten Famulatur!“ konnte ich kaum mehr und hab nur noch gelacht. Ich hab mich kaum mehr eingekriegt, denn dann sind wir auf die andere Seite vom Innenhof, wo natürlich keinerlei Unterschied zum ersten Innenhof bestand. Der Chef meinte, wir sollten mal wieder auf die Treppe gehen und es da versuchen. Also wieder raus auf die Treppe (als hätte man sonst nichts anderes zu tun, aber was soll’s) und Lohmeier hat geknipst. Also, eigentlich ja gar nicht so schlecht. (Martin guckt gar nicht so glücklich... also ob das für das Ärzteblatt reicht, ich weiß nicht...) Dann war endlich Feierabend, d.h. für mich. Ich habe die Bilder schnell auf den PC übertragen, 2 davon bearbeitet und Raber die CD mitgegeben, damit er sich das zuhause ansehen kann. Bei mir auf dem PC sehen sie in groß echt schön aus, wenn man sie ein bisschen bearbeitet hat. Auf jeden Fall sind jetzt alle drauf, bis auf Frau Harder, die erst am Montag wieder kommt und Dr. Tan, der heute Mittag plötzlich weg musste. Also, ich habe wieder viel gelacht. Ich hoffe nur nicht, dass die Leute den Eindruck haben, dass ich mir einen Spaß aus der ganzen Angelegenheit mache und die Famulatur nicht ernst nehme, aber ich fühle mich hier einfach sauwohl.



Fortsetzung folgt in der nächsten Onlinezeitung

   
Autor(in): verum (mac-klein@web.de)
  
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 6. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 7. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Welches Stethoskop ist das Richtige?'

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 8. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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