22.04.03

Ausgabe 160/03

Anzeige: Lachen ist gesund und wir fördern Eure Gesundheit
Jetzt Online Gesundheitskur beginnen [www.Rippenspreizer.com]


Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Sprichwörter sind wie Medizin.
Einige wirken sofort, andere muß man erst verdaut haben, um die Wirkung zu erfahren.
(unbekannt)


160_03_001_633_99x

 Editorial
  

Auf geht es ins neue Semester. Die meisten haben ihr Examen hinter sich und starten in einen neuen Abschnitt. Die Redaktion von Medi-Learn.net hat ihren Umzug erfolgreich hinter sich gebracht. Inspiriert durch die neuen Redaktionsräume haben wir wieder eine bunte Mischung an Artikeln zusammengestellt:
Zu allererst ein kurzer Hinweis auf die "Last Minute" Info unserer Repetitorien-Kollegen: Im Kurs 3. Stex sind noch wenige Plätze frei. Kurzentschlossene finden unter Punkt 1 weitere Infos.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Des weiteren findet Ihr u.a. ein neues Gewinnspiel, einen neuen Dr.Dolor Roman und die Fortsetzung des Famulaturtagebuches. Viel Spass beim Lesen und mitdiskutieren!

Wir wünschen Euch eine schöne Woche!
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

P.S.: Ein Hinweis in eigener Sache: Wir suchen Studenten, die bereit sind, Artikel für uns zu schreiben (z.B. über die letzte Famulatur). Wir belohnen jeden Artikel mit Buchpräsenten und anderen Gimmicks [weitere Infos - klick hier]!

  

160_03_002_631_99x

 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Last Minute - 3. Stex
2.Diskutieren und gewinnen - das neue Gewinnspiel
3.Medi-Jobbörse: Der Jobticker (inkl. Doktorarbeiten)
  
4.PJ in Neuseeland
5.Dr.Dolors Neuester: Aftershave
6.Gestöbert: Lohnt es sich noch, Arzt zu werden?
  
7.Skizzen aus der Reha-Klinik: Ein Famulaturtagebuch (5)
8.Gelauscht: Was ist los im Forum?
9.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

Für den Fall, dass die Onlinezeitung nicht korrekt angezeigt wird, ist sie nocheinmal komplett Online verfügbar! 
Hier die Adresse http://www.medi-learn.info/seiten/onlinezeitung/1/126/index.shtml
  

160_03_003_632_99x

 1. Last Minute - 3. Stex

- zurück zum Inhalt -

  

Gut vorbereitet ins dritte Staatsexamen - im Kurs zum letzten Examen vor der Approbation, der am 24.04. abends beginnt, sind noch wenige Plätze frei. Kurzentschlossene haben jetzt noch die Möglichkeit, sich anzumelden.
In den 5 Kurstagen werden detaillierte Kenntnisse rund um die Patienten-Untersuchung, die Anamnese, die diagnostischen Massnahmen und die daraus resultierenden Behandlungsmöglichkeiten vermittelt.
Die erlernten Fähigkeiten werden im zweiten Teil in Übungen und Fallsimulationen trainiert und gefestigt.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Detailinformationen inklusive der Anmeldemöglichkeiten finden sich im folgenden PDF - das Kursbüro in Marburg steht weiterhin gerne unter 06421-681668 für weitere Informationen zur Verfügung.

[alle Infos als PDF]

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
Links zum Artikel:

·   

Infos als PDF
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

160_03_01_627_99x

 - Werbung -


  

160_03_02_402_99x

 2. Diskutieren und gewinnen

- zurück zum Inhalt -

  

Die Diskussionsplattform unter http://www.medi-foren.de hat sich zu einem beliebten Treffpunkt mit regem Informationsaustausch unter Medizinstudenten entwickelt. Als Anlaufstelle zu Fragen rund um die Themen Studium, Ausland, Doktorarbeit, Examen, Approbationsordnung und vielen weiteren Bereichen, wurden seit dem August 2001 über 40.000 Beiträge verfasst!

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Dieses geballte Wissen zu den verschiedensten Themenfeldern, die einen Studenten betreffen oder interessieren könnten, steht über eine komfortable Suchfunktion allen Interessierten zur Verfügung. In den Medi-Foren trifft man sich, wenn man ein Frage hat oder die Antwort auf ein Problem eines Kommilitonen kennt oder einfach nur so diskutieren möchte.

Wir möchten als kleines Dankeschön für die rege Teilnahme unser preisdotiertes Spiel "Diskutieren und Gewinnen" neu auflegen: Ab heute bis einschliesslich 19.05.2003 heisst es aufgepasst, mitdiskutiert und - vielleicht - gewonnen!


Jeder inhaltlich sinnvolle Beitrag, der im o.a. Zeitraum in den Medi-Foren verfasst wird, wandert in die grosse Lostrommel, aus der wir im Mai die Gewinner der Sachpreise (s.u.) auslosen werden. Dabei nehmen zu unterschiedlichen Themen von einer Person verfasste Beiträge natürlich als einzelnes Los am Gewinnspiel teil. Rege Teilnahme erhöht also die Gewinnchancen.

Zusätzlich werden wir einen Sonderpreis aussetzen: Wer der Initiator des interessantesten Beitrags mit den meisten Antworten (die nicht alleinig aus eigener Feder stammen)ist, gewinnt einen Überraschungspreis.

Einzige Voraussetzung zur Teilnahme: Ihr müsst Euch - sofern noch nicht geschehen - kurz und formlos in den Medi-Foren registrieren. Und schon kann es losgehen mit dem Diskutieren in den Foren, bei dem es folgende Preise zu gewinnen gibt:

1. Preis
Stan - das Skelett
zur Verfügung gestellt von 3BScientific (www.3bscientific.de)

Springer Verlag

2.-4. Preis
1x Speer/Gahr: Pädiatrie
1x Lang: Basiswissen Physiologie
1x Tölle: Psychologie


zur Verfügung gestellt vom Springer Verlag
Springer Verlag


5. Preis
1x Rohkamm: Taschenatlas Neurologie
zur Verfügung gestellt vom Georg Thieme Verlag
Thieme
Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Die Benachrichtigung der Gewinner erfolgt ca. 5 Tage nach Gewinnspielende per Email.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme, Eure Beiträge in den Medi-Foren und wünschen Euch viel Spass und Glück beim "Diskutieren und Gewinnen"!

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
Links zum Artikel:

·   

zu den Medi-Foren
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

160_03_02_626_457

 3. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

- zurück zum Inhalt -

  

Wir haben das Startseiten-Layout der Medi-Jobbörse ein wenig übersichtlicher gestaltet, so dass Ihr Euch nun leichter zurechtfinden könnt.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 170 Angebote wie Gesuche befinden!

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!



   
Die neuesten Einträge

  

   

Exp. Dr. Arbeit in der Nephrology Uni Essen

Stellenangebote/Doktorarbeiten

Suche ÄiP-Stelle in der Chirugie

Stellengesuche/AiP-Stellen

PJ in der Schweiz

Stellengesuche/PJ-Stellen

eine(n) Fachärztin/-arzt für Orthopädie sowie eine(n) Assistenzärztin/-arzt

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Übersetzung medizinischer Fachtexte Deutsch/Englisch und umgekehrt

Stellengesuche/Jobs_in_alternativen_Berufsfeldern

medizinische Übersetzungen Deutsch/Englisch und umgekehrt

Stellengesuche/Studentenjobs

eine(n) Fachärztin/-arzt für Orthopädie als Oberärztin/-arzt

Stellenangebote/Oberarzt

PJ in der Schweiz ab sofort für 2-4 Monate

Stellenangebote/PJ-Stellen

AiP Innere Medizin

Stellenangebote/AiP-Stellen

Assistenzarzt / -ärztin Innere Medizin

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Assistenzarzt/-ärztin sowie AiP/ÄiP Neurologie

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
Links zum Artikel:

·   

zur Medi-Jobbörse
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

160_03_03_472_99X

 4. PJ bei den Kiwis

- zurück zum Inhalt -

  

Eigentlich hatte ich ja vor, eine Famulatur in Neuseeland durchzuführen. Leider war dies angeblich nicht möglich und man schickte mir Bewerbungsunterlagen für das praktische Jahr. Ein paar Monate später kam doch tatsächlich ein Brief aus Auckland in meinen Briefkasten. Ein Tertial Anästhesie (11. Semester) am A+ Hospital der University of Auckland. Erschreckend war für mich, dass unter dem Strich ein kleines Sümmchen an Gebühren und Flugkosten zusammenkam. Glücklicherweise gab es da ja noch den dfa, der einen Zuschuss bewilligte.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Der Flug
In Hamburg Fuhlsbüttel die erste Pleite. Auf der Anzeigentafel des Flughafens gab es keinen Hinweis auf meinen Flug nach Frankfurt. Am Infoschalter sagte man mir, der würde am Lufthansaschalter abgefertigt. Naja, noch mal gutgegangen. Denkste! Beim Einchecken erklärte man mir nach dem 11. September habe man die Verbindung Sonntags eingestellt und nach Frankfurt gebe es nur Flüge, bei denen ich meinen Anschluß nicht mehr erreiche. Die Information sei aber schon vor Monaten an Thai Airways gegangen. Man wolle sich aber um eine Alternative nach München bemühen. Nach ca. einer Stunde kam die nette Dame entnervt zurück. Thai, bei der ich gebucht hatte, war nicht sehr kooperativ gegenüber der Lufthansa, die für sie den Check in üblicherweise übernahm. Man sagte mir, dass ich jetzt einen Flug über Kopenhagen auf Lufthansakontingent bekomme und es ihnen sehr leid tue, mir nicht besser helfen zu können. Da zeigte sich für mich, es gibt doch Oasen in der Servicewüste Deutschland. In Kopenhagen selbst Stau im Luftraum. Der 45 minütige Zeitkorridor zum Anschluß nach Asien verkürzte sich auf ein Fenster von 15 Minuten. Mein erster Gedanke, nachdem die Stewardess zurückkam und mir sagte, sie konnte nichts erreichen, war, jetzt übernachte ich hier. SAS stellte aber einen PKW, der mich direkt zur Thai Maschine fuhr. Gestresst, aber trotzdem noch rechtzeitig erreichte ich dann meinen Flieger nach Auckland über Bangkok und Sydney. Nach drei Tagen Odyssee freute ich mich über eine warme Dusche und ein Bett. So schnell nicht wieder, schwor ich mir. Mittlerweile kommt aber schon wieder Sehnsucht oder Fernweh. Der Rückflug verlief reibungslos. Doch dann 1 km hinter dem Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Heimat eine Durchsage, der Triebwagen sei kaputt und es gehe alles retour. Noch den Service und die Freundlichkeit von der Hintour im Kopf, hoffte ich auf Hilfe und Kulanz von der Deutschen Bahn. Laut Aussagen der Konzernzentrale sollte ja alles besser und freundlicher bei solchen Zwischenfällen für den Kunden gelöst werden. Fehlanzeige. Alles noch wie früher, Entgegenkommen mussten sich die Fahrgäste erst „erkämpfen“.

Die Uni
Im Vorfeld hörte ich, die Dame, die die Bewerbung bearbeitet hatte, sei sehr hartnäckig und unfreundlich. Ein Freund gab mir den Tipp, gleich einen Strauß Blumen zur Vorstellung mitzunehmen. Ich entschied mich zwar für Mon Cherie, aber die Wirkung war die Gleiche. Sie war sofort sehr aufgeschlossen und sagte mir, wie viel Streß sie durch die Studenten habe. 1500 bis 2000 Bewerbungen gingen über ihren Schreibtisch und sie müsse sich um alles kümmern. Letztenendes hatte ich aber keine Probleme und sie wusste auch schon, welche Scheine eine Deutscher alle benötigt.
Da es für PJler eine Pflicht ist, seine Tertiale zu absolvieren, wurden die Gebühren in der Zeit meines Aufenthaltes auf ca. 250 € erhöht. Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Die eigenen Trainee Interns erhalten ein steuerfreies Gehalt von 5000 € pro Jahr, wenn man alle Forderungen / Studiengebühren abzieht.
Das geforderte Work Visa hat im Übrigen auch keiner sehen wollen. Es war einfach zu bekommen, auch wenn man sich das Geld dafür sparen kann.

Auckland
Mit seinen 1,3 Mio. Einwohnern ist Auckland die größte Stadt Neuseelands. Sie liegt auf der Nordinsel und ist etwa drei Stunden Flugzeit von Sydney entfernt. Ein Nachtleben gibt es so gut wie nur auf der Hauptverkehrsstraße, Queens Street. Da fand ich, ist selbst mehr in meiner Unistadt Rostock los. Allerdings sind die Leute ähnlich wie in Amerika offener und freundlicher, als man es von Deutschland kennt.

Die Klinik
In dem Hostel wo ich wohnte, gab es noch andere internationale Electives and Docs. Sie sagten mir, bei ihnen sind die Chefs locker und forderten sie auf, dass sie sich schon mal zwei bis drei Wochen für den Urlaub aussuchen sollten. Eine Engländerin, die auf der Pädiatrie weilte, ging von ihren 6 Wochen nur 1,5 arbeiten und das bei 2 Stunden pro Tag. In der Orthopädie (anerkennbar als Traumatologie / Chirurgie) sagten mir die anderen, sie seien zwar „busy“, aber Urlaub wird als Arbeitszeit aufgeschrieben. Was für ein „Studentenparadies“, dachte ich.

Die Fortsetzung findet Ihr in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung.

Werbung
:
Die Deutsche Ärzte-Versicherung bietet im Sponsored Room bei Medi-Learn.net einen kostenlosen Länderinformationsservice an. Ihr könnt dort Material zur Vorbereitung Eures Auslandsaufenthaltes kostenlos per Post anfordern; u.a. ist auch Neuseeland (passend zum Bericht) enthalten [zum Länderinfo-Service].

   
Autor(in): Karsten Thiemann (karsten.thiemann@stud.uni-rostock.de)
  
Links zum Artikel:

·   

Online Guide Auckland

·   

Universität Auckland
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Ich möchte den Artikel ...
  
... Online lesen
  
... drucken
  
... per eMail weiterempfehlen

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

160_03_04_634_410

 5. Dr.Dolors Neuester: Aftershave

- zurück zum Inhalt -

  

Unsere Kollegen der Rippenspreizer-Redaktion haben uns wieder einmal einen Dr.Dolor Roman zur Verfügung gestellt. Diesmal dreht sich alles um die Probleme eines PJlers. Wer mehr Romane lesen möchte oder das neueste Wochencartoon "Orgasmus" bestaunen will, sollte auf jeden Fall bei www.Rippenspreizer.de vorbeischauen. Nun aber zum Roman:

Er war unfähig. Mehr als das – er war unfähig und wusste es nicht! In PJ-Student Uwe hatte Dr.Dolor einen Mitarbeiter auf seiner Station, dem er lieber gestern als heute die Bremsschläuche durchschneiden wollte.
Uwe konnte weder Blut abnehmen noch leserlich schreiben; darüber hinaus: Er war unfähig. Der zweite Brocken war noch nicht komplett durchgekaut als Uwe sich ohne Kittel aber mit 20,- Euro und einem Kinogutschein im Ausgangsbereich der Klinik der Aussenwelt näherte –draussen war es noch immer hell!

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Mehr als das – er war unfähig und wusste es nicht! In PJ-Student Uwe hatte Dr.Dolor einen Mitarbeiter auf seiner Station, dem er lieber gestern als heute die Bremsschläuche durchschneiden wollte. Uwe konnte weder Blut abnehmen noch leserlich schreiben; darüber hinaus erfüllte sein perfiedes Aftershave schon kurz nach der Frühbesprechung die gesamte Station. Natürlich hätte auch ein etwas weniger aufdringlicher Duft nichts an ihrem Verhältnis geändert – Dr.Dolor verabscheute Studenten per se und Uwe entsprach allen gängigen Vorurteilen!
Doch heute sollte alles noch schlimmer kommen. Es geschah kurz nach der Frühvisite; Uwe - erneut an vier von fünf Blutabnahmen gescheitert – werkelte an der Kaffeemaschine rum und versprühte seinen unangenehmen Charme unter der Schwesternschaft.
Kaum zu glauben, aber die Damen waren ganz verzückt beim Anblick dieser leicht vertrottelten, dabei aber auch irgendwie hilflos wirkenden Kreatur. Gerade in dem Augenblick, als Stationsoberarzt Dr.med.Dolor den ihm angestammten Platz zu Schwester Ulla`s Linken einnehmen wollte, drehte sich Uwe um, trat einen Schritt vor, sah ihm in die Augen und sagte: „Herr Dr.Dolor“ – die Schwester Ulla ist doch viel zu jung für Sie“. In völliger Unkenntnis seines soeben selbst formulierten Todesurteiles schob sich auf Uwes Gesicht ein Grinsen und auf den Platz neben Schwester Ulla sein studentischer Hintern!

Dr.Dolor sah rot! Er hatte es versäumt, seinen Stations-PJ`ler für den Vormittag auf den OP-Plan zu stellen und nun musste er nicht nur seine Anwesenheit beim Frühstück ertragen, sondern wurde auch noch zweimal vom übelsten Vertreter studentischer Hilfskräfte beleidigt: Er fühlte sich nicht zu alt, um sein reguläres Balzverhalten einzuschränken und war darüberhinaus auch kaum gewillt, sein Frühstück zwischen Assistent Hanke und Pfleger Schroeder zu verbringen! Es lag Blut in der Luft und in Verbindung mit seines Kontrahenten widerlichen Aftershaves ergab dies ein hochexplosives Gemisch aus Abscheu, Tatendrang und Skrupellosigkeit.
Die entscheidene Frage war nun, wie er PJ`ler Uwe nicht nur für heute abstrafen würde, sondern ihn auch für immer aus seinem Umfeld entfernen könnte! Sicher – mit einer kleinen Kaliuminjektion würde sich ein solches Problem schnell und diskret lösen können, darin verbargen sich aber auch die beiden Probleme: Schnell und Diskret. Nein – Uwe musste öffentlich, langfristig und schmerzhaft diskreditiert werden. Dolor gab einen Dreck auf Dekanats-Erlässe zum Umgang mit anvertrauten Studenten und auch gängige Menschenrechtskonventionen waren ihm ziemlich gleichgültig.
Das ansonsten übliche Sortieren von Akten oder das Abfassen säumiger Arztbriefe entfiel –abgesehen davon war es nicht ansatzweise dem Umfang seiner Schuld angemessen. Ausserdem hatte Dolor den Eindruck, das derartige Frohndienste bei Uwe eine Art Lustgewinn verursachen würden – nicht grundlos war es fast unmöglich, ihn vor 21 Uhr von der Station zu scheuchen. Uwe stand auf Überstunden und konnte von jeglicher Ausbeutung nicht genug bekommen. Und damit stand sein Entschluss fest: Uwe`s empfindlichster Punkt war Freizeit. Allerdings reziprok!

Kein Wunder, zeigte doch die Uhr in der Halle frühmorgendliche achtuhrdreissig und PJ´ler Uwe war soeben für 3einhalb Monate beurlaubt worden. Er wusste, die Station würde er bei vorzeitigem Betreten nicht mehr lebend verlassen und das Dekanat würde ihm die Beschwerde nicht abnehmen.
Uwe war alleine und obwohl er nicht wusste warum, so vermutete er doch einen Zusammenhang mit seinem Aftershave.

   
Autor(in): Schwester Ulla (ulla@rippenspreizer.com)
  
Links zum Artikel:

·   

Rippenspreizer
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

160_03_05_628_99x

 6. Gestöbert

- zurück zum Inhalt -

  

Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Lohnt es sich noch, Arzt zu werden?'

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

[zu den Medi-Foren]

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
Links zum Artikel:

·   

Das Archiv der Onlinezeitung
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

160_03_06_474_99X

 7. Skizzen aus der Reha-Klinik: Ein Famulaturtagebuch (5)

- zurück zum Inhalt -

  

Freitag, 13. September Diagnostik, das Ordnungsamt, Besuch bei Frau Haller
Hm, Freitag der dreizehnte. Heute morgen war ich früh schon laufen und hatte wie üblich keine Zeit mehr zum Frühstücken. Morgenbesprechung und anschließend Anschauen der Bilder auf dem Computer des Chefs. Raber war gar nicht mehr dabei heute morgen. Mein Tagesplan lautete Diagnostik mit Meier. Der erste Termin wurde abgesagt, so dass wir etwas Zeit hatten und ich doch noch einen Kaffee bekam. 

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!


Er hatte noch 2 EKGs zu befunden und ich hab endlich mal die Lagetypbestimmung für mich selber verständlich niedergeschrieben. Bei der PQ-Strecken-Abmessung habe ich natürlich die P-Welle an sich nicht mitgerechnet. Peinlich und ärgerlich zugleich. Mittlerweile war es nach 10 und dann bin ich mal zu den Schwestern gegangen und dann sind wir zusammen zu Frau Haller gelaufen, die ich ja die ganze Woche noch nicht gesehen hatte. Anschließend ein Abdomensono, ein Schilddrüsensono und ein Sono von der Leiste, was als Doppler deklariert war, wohl aber keiner war. Die Frau hatte eine seltsame Struktur, vielleicht ein Aneurysma, das alles aber ohne Flussmessung, die es bei diesem Gerät nicht gab, nicht eindeutig. Danach habe ich 2 Briefe für Ida korrigiert, wobei Frau Harder Dorsalextension und Plantarflexion verwechselt hatte und ich mit Aufnahme- und Entlassungsbefund völlig durcheinander kam. Meier hat’s dann korrigiert. Dann bin ich mit Martin zur Vorstellung einer Patientin beim Chef gegangen. Wieder beim Chef, da fühle ich mich schon richtig zuhause! (Muffel Meier hat ab Montag drei Wochen Urlaub, unwahrscheinlich, dass ich ihn dann wieder sehe, dann bin ich bei Frau Harder. Mal sehen, Frau Haller meinte auch, die bekommt die Zähne nicht auseinander... aber abwarten).
Martin und ich sind dann zum Essen gegangen. Tischthema: Vaginale Behandlung mit Moorpackungs-Kartuschen. Man diskutierte darüber, ob es das richtige Geschenk für den Chef zum 60. wäre. Der Chef, der immer versteckt in der Ecke mit irgendwelchen auswärtigen Kollegen isst, war bestimmt grässlich neugierig, warum wir so laut gelacht hatten und hat sich geärgert, dass er es nicht mitbekommen hat. Haha. Martin hatte nun frei, der Glückliche, und ich bin wieder nach oben. Als ich an der Rezeption vorbeikam, hielt mich eine Frau dort an und sagte mir, das Ordnungsamt hätte angerufen, ich hätte seit 2 Tagen ein Knöllchen am Auto, weil ich auf dem Behindertenparkplatz geparkt hätte. Wenn ich jetzt nicht wegfahren würde, würde ich abgeschleppt werden. Der Spaß kostet mich 35 Euro, wie ich feststellte, als ich das Auto wegfuhr. Da habe ich mich erst mal bei Frau Müller, der Chefarztsekretärin drüber ausgelassen, worüber der Chef hinzukam und meinte, dann müssten wir eben ein Schreiben aufsetzen „...Ärztin...Notfall...kein Parkplatz frei...“, aber da ich schon 2 Tage auf dem Parkplatz stand, war das auch ziemlich unglaubwürdig. Die Beschilderung des Parkplatzes war unter aller Kanone. Ich werde Widerspruch einlegen, weil alles völlig zugewuchert ist. Frechheit so was! Lydia hat mich dann nach Hause geschickt und jetzt hab ich erst mal Pause bis 16.15 h, wenn ich mich mit Steffi und Kati auf dem Parkplatz treffen werde und wir dann zu Frau Haller fahren, die für heute eingeladen hat.
21.30h: Ich bin jetzt wieder zuhause. Frau Haller hat sich so viel Mühe gemacht, wir haben uns um halb fünf bei ihr getroffen, sind aber bereits nach acht schon wieder dort weg. Frau Haller war mit Sicherheit enttäuscht. Aber es schien wohl klar, da Steffi ihre Kleine -Kyra- dabeihatte und eh nicht so lange hätte bleiben können. Ich fand das etwas schade, da wir gar nicht viel Zeit hatten, uns zu unterhalten. Frau Haller hat mir dann angeboten, bei ihr zu übernachten, aber ich habe dankend abgelehnt. Ich werde jetzt ins Bett gehen, morgen will ich in eine Stadt fahren fahren.

Samstag, 14. September Stadttour
Wie üblich war ich um 7 Uhr schon wach und habe mich bis um viertel vor acht im Bett rumgedrückt. Beim Frühstück gesellte sich Evelyn Seitmann von der Onkologie zu mir und erzählte ein bisschen. Dann bin ich zu Kati rüber gegangen und habe Hallo gesagt. Nun ging's los. Es war ziemlich frisch und hat genieselt. Ganz toll. Ich bin dann zuerst in den Dom gegangen. Videofilmen gestaltete sich schwierig, denn es war Wochenmarkt und ewig viele Leute dort. Aber den Laden für Priesterbedarf habe ich wiedergefunden. (Da gab es aber keine Gummipuppen, entgegen Lohmeiers Annahme...). Da bin ich dann mal ein bisschen durch die Schuhgeschäfte getigert und hab mir noch ein paar Turnschuhe von Dockers gekauft. Weiß-rot. Und ich bin mal durch ein paar Seitenstrassen, dabei sind mir einige Kirchen begegnet, wie das eben in dieser hochkatholischen Stadt so ist. Gegen halb zwei war ich dann ziemlich erledigt und bin wieder nach Hause gefahren. Da war ich ein bisschen einsam. Hatte ich eigentlich noch nie so richtig, so ein Gefühl. Aber das hat sich dann auch wieder einigermaßen gelegt und ich habe mich an den Computer gesetzt, etwas gespielt, etwas Computer aufgeräumt und habe dann abends ferngesehen. Ich hatte aber auch keine große Lust dazu und habe dann wieder ausgemacht. Ich bin dann ins Bett gegangen.

Sonntag, 15. September Ausflug
Heute morgen habe ich es zum ersten Mal geschafft, nach sechs Uhr morgen durchzuschlafen ohne wach zu werden. Ich war zwar nachts um drei wach, bin danach aber wieder eingeschlafen und um 8 Uhr erst wieder wach geworden. Super. Dann bin ich an die Rezeption, habe mir Waschmarken gekauft und am Kiosk Waschpulver. Dann habe ich meine Arbeitsklamotten gewaschen. Und dann bin ich los zum Laufen. Ich war zu dick angezogen, die Sonne hat geschienen und es war ziemlich beschwerlich. Wieder heim, duschen und frühstücken. Wieder hat Evelyn Seitmann Dienst, wie auch Freitag nachts. Kurzes Gespräch und dann die Sachen von der Waschmaschine in den Trockner geschmissen. Dabei kamen noch zwei junge Patientinnen drüber hinzu und wir kämpften gemeinsam gegen die unverständliche Bedienungsanleitung. Sie duzten mich, alles ganz easy, aber als sie dann meine weißen Sachen sahen, haben sie gar nix mehr gesagt. Hm. Die beiden hatte ich letzte Woche bei der Chefvisite gesehen, wahrscheinlich hatten sie sich erst mal nicht mehr an mich erinnert.
Nach dem ausgefallenen Mittagessen (ich habe aber auch nix verpasst, was aber eher ausnahmsweise so ist, denn das Essen hier schmeckt wirklich gut!) beschloss ich dann, in die Nachbarstadt zu fahren, was sich als ein richtiger Urlaubsnachmittag herausstellte, denn dort gibt es einen sehr schönen Kurpark mit einem Palmengarten. Ich bin einfach da so rumgelaufen und hab mich richtig gut erholt. Die Stadt hat auch ein nettes Schloss mit einem Wassergraben drumherum. Alles ist wirklich schön angelegt und wohl im 18. Jahrhundert das mondänste Bad Europas. (Wie Evelyn Seitmann abends sagte: “eher nur noch pseudo-mondän“) Da ist ein uraltes Paar Ende Neunzig herumflaniert mit Gehstützen, die konnten kaum mehr laufen mit einer Stundengeschwindigkeit von 100 Metern, aber geschniegelt und gebügelt und mit Hut und so.... Abends habe ich ferngesehen und mit Susanne telefoniert und mich vor morgen gegraust, denn morgen sollte Melanie Harder wieder aus dem Urlaub zurückkommen.


Fortsetzung folgt in der nächsten Onlinezeitung!

   
Autor(in): verum (mac-klein@web.de)
  
Links zum Artikel:

·   

keine
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

160_03_07_468_99X

 8. Gelauscht: Was ist los im Forum?

- zurück zum Inhalt -

  

Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

[zu den Medi-Foren]

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
Links zum Artikel:

·   

zu den Diskussionsforen
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

www.Medi-Foren.de

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

160_03_08_470_99X

 9. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

- zurück zum Inhalt -

  

Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
Anzahl der Abonnenten: 24622
  

Mitarbeit:
Wenn Du Interesse an der Mitarbeit im Medi-Learn.net Team hast, schreib einfach eine Email an Ilka - von Ihr erfährst Du alles weitere: ilka.markmann@medi-learn.net 

  

Abofunktion:
Wenn Ihr Euch abmelden wollt, sucht bitte die folgende Webseite auf: http://www.medi-learn.info/tec/newsletter
Bei Problemen stehen wir Euch gerne auch unter redaktion@medi-learn.net zur Verfügung!

160_03_09_629_99x

© by 2000-2001 Medi-Learn.net, alle Rechte vorbehalten
Medi-Learn.net Redaktion, Bahnhofstr. 26b, 35037 Marburg, info@medi-learn.net,
http://www.medi-learn.net · Kurshotline: 06421-681668 Tel: 06421-681669 · Fax: 06421-961910