05.05.03

Ausgabe 161/03

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(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


 Editorial
  

Hallo,

heute haben wir wieder einen ganz besonderen "redaktionellen" Leckerbissen für Euch: Die Redaktion der STUDMED hat uns den Artikel "Indianerhilfe in Peru" zur Verfügung gestellt, der in der neuesten STUDMED erschienen ist.

Des weiteren vergleichen wir heute zwei Stethoskope unter dem Titel "Klassiker versus Newcomer", nehmen Euch im zweiten Teil des Artikels "PJ bei den Kiwis" mit nach Neuseeland und haben beim Stöbern im Archiv den Artikel "AiP in Großbritannien" gefunden.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Zum Schluß noch einmal der Hinweis auf unser Gewinnspiel: Wer sich noch bis zum 19. Mai an den Diskussionen im Forum beteiligt, kann mit etwas Glück Eigentümer eines Skelettes oder vieler anderer Preise in unserem Gewinnspiel "Diskutieren und gewinnen" werden.

Viel Spass bei der Lektüre der neuen Ausgabe!
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

P.S.: Tausche Buch gegen Artikel: Wir suchen Studenten, die bereit sind, Artikel für uns zu schreiben (z.B. über die letzte Famulatur). Wir belohnen jeden Artikel mit Buchpräsenten und anderen Gimmicks [weitere Infos - klick hier]!

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Von Afaa und Afasi - Indianderhilfe in Peru
2.Klassiker versus Newcomer - Littmann versus Doccheck
3.Medi-Jobbörse: Der Jobticker
  
4.PJ bei den Kiwis- Teil II
5.MedNews (StudMed)
6.Skizzen aus der Reha-Klinik: Ein Famulaturtagebuch (6)
  
7.Gelauscht: Was ist los im Forum?
8.Gestöbert: Als AiP in Grossbritannien
9.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit
  

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 1. Von Afaa und Afasi - Indianderhilfe in Peru

- zurück zum Inhalt -

  

Ohne die Arbeit von Gesundheitshelfern ist eine medizinische Versorgung in ursprünglichen Regenwaldgebieten nicht möglich. Der Freundeskreis Indianerhilfe e.V. setzt sich für das Überleben der Indianer mittels verschiedener Projekte als 'Hilfe zur Selbsthilfe' ein. Der folgende Artikel, der uns freundlicherweise von der Redaktion der STUDMED zur Verfügung gestellt wurde und auch in der aktuellen StudMed zu finden ist, beleuchtet die Erfahrungen, die man als medizinischer Praktikant in der medizinischen Versorgung im Regenwald machen kann.

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Curitihes 2-jährige Tochter ist krank
Ihre Krankheit zeigt hohes Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen, gelbe Haut, Krampfanfälle und führt schnell zum Tode. Curitihe, mit 19 Jahren und seiner 6-köpfigen Familie bereits ein angesehener Mann und Jäger des Urarina-Stammes, nennt diese Krankheit afaa. Wir nennen sie Malaria. Die bösartige Form, die Malaria tropica, ist für die Menschen im Nordosten Perus neu und breitet sich dort seit den 90er Jahren unaufhaltsam aus. Der Geistheiler im Dorf ist dieser Erkrankung gegenüber machtlos. Was kann Curitihe tun? Zur nächsten medizinischen Einrichtung müsste er mehrere Tage mit dem Einbaum durch den feuchtheißen tropischen Regenwald paddeln. Seine kleine Tochter würde dies kaum überleben.

Hausarzt mal anders
2 Jahre lebten ich und Isabella Filusch mit den Urarina-Indianern zusammen. Im Auftrag des Freundeskreises Indianerhilfe (FKI) und des peruanischen Gesundheitsministeriums haben wir eine Basisgesundheitsversorgung an den Gewässern des Rio Chambira aufgebaut. Angetroffen haben wir unwegsames Regenwaldgebiet der Größe Zyperns, etwa 6000 Bewohner verstreut in kleinen Gruppen, die sich durch Jagen und Sammeln von Regenwaldprodukten und Anbau von Bananen und Maniok ernähren. Zu erreichen sind die Siedlungen nur mit kleinen Booten über mäanderartig geschwungene Flüsse. Menschen aus der weit entfernten, verarmten Stadt Iquitos dringen in das Gebiet der Urarinas ein, um im Regenwald eine Existenzgrundlage zu finden, und schleppen dabei Krankheiten ein, gegen die die Urarinas keinen natürlichen Schutz haben. Eine Folge davon ist die epidemische Ausbreitung der neuen Form der Malaria.

Karpfenklinik
So nennen die Indianer den mittlerweile ständig besetzten, medizinischen Mittelpunkt des Freundeskreis-Projekts. In der Lagune hinter der Klinik kommt der schmackhafte Karpfen „Tucunare“ besonders häufig vor. Die „Clinica Tucunare“ besteht aus einer Holzhütte auf Stelzen mit Palmdach, einem Behandlungs- und Diagnostikraum, Betten, Labor, Apotheke, Solarkollektoren für den Kühlschrank (für Impfstoffe und Schlangenseren!) und Funkgerät. Von hier aus geht es mit dem kleinen, klinikeigenen Motorboot regelmäßig zu den Dörfern – Reisen, die meist über eine Woche dauern. Obwohl die Klinik mitten im Siedlungsgebiet der Urarinas liegt, hätte es Curitihe mit seiner kranken Tochter auch dort nicht hingeschafft, weil die Entfernungen einfach zu groß sind.

„Promotores de salud“
So nennen sich Gesundheitsförderer, die in jedem Dorf für solche Fälle ausgebildet worden sind. Zu diesem hat Curitihe seine Tochter gebracht. Unter dem Verdacht der Malaria hat der Gesundheitsförderer zwar einen „dicken Tropfen“ als Blutprobe genommen, das Mädchen aber auch sofort mit Medikamenten aus der Dorfapotheke behandelt. Wir haben von der Krankheit erst 6 Wochen später erfahren, als wir das Dorf besuchten und den „dicken Tropfen“ vom Dorfpromotor überreicht bekamen. Inzwischen war das Mädchen nur noch etwas bleich, aber geheilt: Die später in der „Clinica Tucunare“ analysierte Blutprobe ergab den Nachweis von Malaria tropica. Curitihes Tochter war nur einer von über 2000 Malariafällen in zwei Jahren.

Afasi
Dieses Wort steht in der Urarinasprache für Menschen, die nicht des Jagens mächtig sind. Lassen sich die Urarinas etwas von einem Afasi sagen? Wie erklärt man Menschen den Malariaparasiten, die Krankheiten im Zusammenhang mit Verhexung, unsichtbaren Blasrohrpfeilen und Delphinkontakten sehen? Wie lehrt man den Promotor, der nicht lesen und schreiben kann, dass Curitihes kleine Tochter nicht die Erwachsenendosis bekommen soll?

Bei den Dorfbesuchen
Hier behandelten wir die Erkrankungen gemeinsam mit den Promotoren, um ihnen ihre Möglichkeiten aufzuzeigen. Für die Ausbildung gibt es aber auch Gesundheitshelferkurse am Fluss, bei der sich Promotoren und Kranke aus vielen umliegenden Dörfern für 5 Tage versammeln. Diese Kurse waren immer große und geschichtenreiche Ereignisse. Zum Abschluss darf ein Fussballturnier und ein Fest mit Tanz und Massato, einem Maniokgärgetränk, nicht fehlen. Die größte Sorge eines guten Lehrers sollte zwar sein, sich so schnell wie möglich überflüssig zu machen, um dies aber zu erreichen, müssen die Kurse viele Jahre weitergeführt werden.

Barfußmedizin
Nicht nur in FKI-Projekten, sondern auch in vielen anderen Ländern arbeiten Gesundheitshelfer (auch Health Worker, Promotores de salud, Barfuß- oder Laienmediziner genannt) sehr effizient. Geht man die Behandlungsbücher vom Rio Chambira durch, musste man von Augen- bis Zahnerkrankungen, Schlangenbissen über Gelbfieber bis zu septischen Aborten alles behandeln. Die häufigsten Diagnosen waren jedoch Infektionskrankheiten. Weit über 80% der diagnostizierten, manchmal sonst tödlich verlaufenden Erkrankungen lassen sich mit einfachsten Mitteln behandeln, die der Promotor vor Ort haben sollte.

Erstaunen
Erstaunt war ich, dass die erwartete Spannung zwischen Schamanen und „Medizin aus der Stadt“ nie eine Rolle gespielt hat. Interessanterweise haben die Dörfer oft ihre Schamanen als Promotoren ausbilden lassen. Sowohl für uns, als auch für unsere Urarina-Kollegen gilt, dass bei der Basisgesundheitsversorgung viel Zeit der Krankheitsprävention gewidmet werden soll. So müssen die Promotoren z.B. dafür sorgen, dass die Menschen das Wasser wegen der Choleragefahr nicht wie seit Urzeiten ungekocht aus dem Fluss trinken. Werden sie es können?

Weitere Informationen
Details zu den Aktivitäten im Regenwald, weitere Infos zum Freundeskreis Indianerhilfe e.V., zu den Fragen ‚Wie kann ich mich engagieren?’, ‚Was ist das Indianerdorf ?’ und ‚Wo finde ich im Internet weitere Infos?’, findet ihr im Sponsored Room des Springer-Verlages im PDF 'Praktikum - als Gesundheitshelfer zu den Indianern nach Peru'

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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PDF-Artikel 'Freundeskreis Indianerdorf'

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 2. Klassiker versus Newcomer

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Littmann Classic II versus Doccheck Advance II

Das Stethoskop - zum einen "das" Handwerkzeug des Mediziners und zum anderen "das" Status Symbol des Berufsbildes Arzt. Unbestritten ist, dass das Littmann Classic II der Firma 3M sich sowohl als Marktführer wie auch als Status Symbol etabliert hat.
Mit dem neuen DocCheck Advance II kommt Anfang April ein neues Stethoskop auf den Markt, dass dem Classic II ernsthaft Konkurrenz machen möchte. Wir haben für Euch bereits eine Vorabversion des Advance II getestet und es mit dem Classic II verglichen.

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Beide Stethoskope verfügen über ein Bruststück aus Edelstahl mit 2 Trichtern, zwischen denen hin und her geschaltet werden kann, einem latexfreien Schlauch (Einschlauchsystem), weichen Ohroliven, Antikälte-Ring und Ohrbügel, die durch eine Doppelblattfeder individuell angepasst werden können. Beide Kontrahenten zeichnen sich durch eine qualitativ sehr hochwertige Verarbeitung aus. Sowohl 3M wie auch DocCheck gewähren eine 3 jährige Garantie.

Liegen die Stethoskope nebeneinander, sind sie kaum voneinander zu unterscheiden. Der einzig wirkliche Unterschied der zwei Kontrahenten liegt in der eingesetzten Membran. Littmann setzt hier auf seine patentierte Dual-Frequency-Membran während DocCheck eine verstärkte Spezialmembran einsetzt. Diese soll auch extremen Belastungen z.B. im Rettungsdienst mühelos standhalten.

Das Classic II und das Advance II wurden eine Woche lang in der Klinik getestet. Die Akustik beider Stethoskope ist erstklassig. Unterschiede zwischen den Geräten waren für uns nicht feststellbar.

Beim Zubehör wird man beim Advance II mit einer Ersatzmembran und zwei Paar Ersatz-Ohroliven verwöhnt. Das Littmann bietet hier nur ein Paar harte Ersatz-Ohroliven, die unserer Meinung nach kaum zu gebrauchen sind. Im Lieferumfang beider Geräte ist eine ausführliche Gerbrauchsanweisung enthalten, die man wohl kaum besser gestalten könnte.

Unser Fazit:

Beide Stethoskope sind ideal für den Einsatz in der Klinik geeignet und lassen keine Wünsche offen. Erstaunt hat uns das besonders gute Preisleistungsverhältnis des Newcomers DocCheck Advance II, welches es auch zu unserem Testsieger macht. Unserer Meinung nach rechtfertigt allein der Markenname "Littmann" keinen Preisunterschied von ca. 40%, zumal das Classic II schlechter mit Zubehör ausgestattet ist.

Beide Stethoskope könnt Ihr bei DocCheck/Shop zu Studentenpreisen bestellen:
Littmann Classic II für EUR 64,96
DocCheck Advance II für EUR 40,02

   
Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
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Littmann Classic bestellen

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 3. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 170 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

ÄIP-Stelle in der Anaesthesie gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

AiP-Stelle Urologie in Köln zu vergeben

Stellenangebote/AiP-Stellen

Ausb. zum Facharzt für Transfusionsmedizin

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Theoretische oder statistische Doktorarbeit im Rhein-Main-Gebiet gesucht

Stellengesuche/Doktorarbeiten

AiP-Stelle in der Ophthalmologie gesucht ab 01.09.2003

Stellengesuche/AiP-Stellen

AiP-Stelle im Bereich Pädiatrie gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

Exp. Dr. Arbeit in der Nephrology Uni Essen

Stellenangebote/Doktorarbeiten

Suche ÄiP-Stelle in der Chirugie

Stellengesuche/AiP-Stellen

PJ in der Schweiz

Stellengesuche/PJ-Stellen

eine(n) Fachärztin/-arzt für Orthopädie sowie eine(n) Assistenzärztin/-arzt

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Übersetzung medizinischer Fachtexte Deutsch/Englisch und umgekehrt

Stellengesuche/Jobs_in_alternativen_Berufsfeldern

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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 4. PJ bei den Kiwis- Teil II

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Heute kommt Teil II des Artikels. Wer den ersten Teil verpasst hat, findet den gesamten Artikel hier auf unseren Seiten.

Mein erster Tag in der Anästhesie und der Leiter begrüßte mich mit den Worten „in ihren zwei Monaten hier werden Sie viel lernen!“. Dies bestätigte mir auch eine andere PJlerin aus München. Den Gedanken an Urlaub kannst Du getrost vergessen. Hier wird jeder Fehltag mitgezählt, wenn Du beim Chef eingeteilt bist. Auch ohne Fehltage war es mir möglich, die Dienste so zu legen, dass ich noch ein paar Ecken der Nordinsel erkundete. Als Fazit hat es gereicht den Entschluß zu fassen, wiederzukommen.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Dabei hatten die Nacht und Wochenenddienste immer sehr interessante Notfälle zu bieten. Von der Subarachnoidalblutung über Schusswunden bis hin zu Pfählungen war alles vertreten. Aber nun zur „täglichen“ Arbeit. Im Gesundheitssystem arbeiten nur ca. 30 % der in Neuseeland ausgebildeten Ärzte. Der Rest geht aufgrund der besseren Verdienstmöglichkeiten nach Australien. Dies hat zur Folge, dass ein Großteil ausländischer Doktoren hier praktiziert. Insbesondere in der Anästhesie waren Briten und Kontinentaleuropäer sehr dominierend. Man könnte denken, man ist zuhause. In der Neurochirurgie die Amerikaner. Man merkt überall, wie groß der Einfluss der Krone noch ist. So sind die „tea breaks“ obligat. Für den Fall, dass mal keine zwei Narkoseärzte für einen Saal eingeteilt sind, stellt der Coordinator immer sicher, dass es jemanden gibt, der zu Kaffee und Mittagspausen auslöst. Personalmässig herrschten im Vergleich zu Deutschland Traumzustände. Wenn man etwas brauchte wurde es geholt und man hatte immer noch ein bis zwei Schwestern. Eine war allerdings meist mit telefonieren beschäftigt. Jeder brachte sein Mobiltelefon und Pieper mit in den OP. Da in den dortigen Häusern kein Handyverbot besteht und man sich auf die Studien beruft, dass Funktelefone sicher sind, schaut einen auch keiner schief an. In Deutschland ist ja auch der Hauptgrund für das Telefonverbot, dass sich die hauseigenen Telefonsysteme amortisieren sollen. Gewöhnungsbedürftig war allerdings der Verzehr von Speisen und Getränken im OP. Tee na gut, aber Kuchen? Dienstbeginn war 8:15 Uhr Schluß 17 Uhr, bei laufenden OPs übernahm der Spätdienst bis 22 Uhr. Waren die Punkte früher beendet, ging es auch schon mal um 13 Uhr gen home. Nach 22:00 Uhr betreute der Nachtdienst die Schmerzpatienten oder narkotisierte bei vital indizierten Punkten. Eine Besonderheit von Neuseeland ist das Gesundheitssystem. Es gibt eine Unfallkasse, die bei allen Arten von Verletzungen (Autounfall bis zum Behandlungsfehler) die Neuseeländer absichert. Allerdings haben sie auch kein Recht auf Schadensersatzklagen. Da muß schon jemand grob fahrlässig oder mit Vorsatz gehandelt haben, um bei Gericht auch nur eine Chance zu haben. Das öffentliche Gesundheitssystem sichert die medizinische Versorgung der Einwohner. Illegale Einwanderer (selten) erhalten nur eine Basisversorgung. Teure Therapien wie in der Krebs und HIV-Behandlung stehen für sie nicht vom Staat zur Verfügung.
Fazit: Als Student kann man alles machen oder auch gar nichts. Man muss sich nur trauen, zu fragen. Es gibt immer einen Kollegen in einem der 10 OP-Säale, der bereit ist, als Lehrer zu fungieren. So war es mir auch möglich, Periduralkatheter zu legen, was eigentlich Aufgabe der Registrars ist und selbst nur manchmal den House Officers erlaubt wird.
Die erworbenen Kenntnisse in der Durchführung von Anästhesien, wie Intubation, Larynxmasken etc. verschafften mir in der zweiten, deutschen Hälfte des Tertials viele Freiheiten. Am ersten Tag war ein Rapport bei der zuständigen Oberärztin und sie sagte, ich hätte eine gute Ausbildung genossen und dürfte dies hier in Deutschland auch weiter praktizieren.

Tipp: Wer vor hat, eine Famulatur oder ein PJ-Tertial an der Uni in Auckland durchzuführen, sollte sich vorher direkt an den Abteilungsarzt wenden. Mit einer Zusage in der Tasche kommt man leichter an dem Bewerberpool vorbei. Versuchen sollte man es auf jeden Fall.
In meinen zwei Monaten musste ich Krankenunterlagen aber auch Bewerbungen vom Deutschen ins Englische für die Klinik übersetzen. Mein Chef sagte dann immer „die können ja nicht einmal Englisch und 6 Monate ist mir zu kurzfristig“! Der ehemalige deutsche Klinkleiter ist jetzt in Perth und sein Nachfolger nicht mehr so Ausländer / Deutschfreundlich. Dies solltet ihr unbedingt beachten. Nichts desto trotz rate ich jedem zu einer Bewerbung. Hochsaison (Sommer) ist von Ende Januar bis Anfang März. Ich war von Oktober bis Dezember in Neuseeland und habe ungewöhnlicherweise noch Taifune mitbekommen. Der dortige Frühling ist aber immer noch wärmer als der deutsche Herbst.
Zur Vorbereitung reichen ein Taschenatlas von Thieme und normalgute Englischkenntnisse. Wer schon mal Famulaturen im angloamerikanischen Ausland gemacht hat, für den stellt die Konversation bei Weiterbildung und Patientengesprächen kein Hindernis dar.
Der öffentliche Transport ist sehr umständlich und teuer. Wer länger als 6 Wochen bleibt und das Land sehen will, sollte sich gleich um ein Auto bemühen. TÜV ist alle 6 Monate, aber die Zulassung etc. kann man auf dem Postamt erledigen.
Lebenshaltungskosten sind geringer als in Deutschland. Preist Mc Donalds hier den Cheeseburger für einen Euro an, kostet er dort nur 0,38 Cent. Teuer sind in Neuseeland Wohnungen und Wohnheime. „Günstige Unterkünfte“ werden zum Teil durch die Universität vermittelt.

Adresse des Krankenhauses:

  • A+ Auckland Hospital
  • Grafton Road
  • Auckland, Grafton
  • Neuseeland


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Die Deutsche Ärzte-Versicherung bietet im Sponsored Room bei Medi-Learn.net einen kostenlosen Länderinformationsservice an. Ihr könnt dort Material zur Vorbereitung Eures Auslandsaufenthaltes kostenlos per Post anfordern; u.a. ist auch Neuseeland (passend zum Bericht) enthalten [zum Länderinfo-Service].

   
Autor(in): Karsten Thiemann (karsten.thiemann@stud.uni-rostock.de)
  
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Online Guide Auckland

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 5. MedNews (StudMed)

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In unserer neuen Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

 >> Vampire durchbrechen Schallmauer bei Schlaganfall-Behandlung (24-Apr-2003)
 

Wenn Vampirfledermäuse das Blut aus ihrem Opfer saugen, sorgt eine Substanz im Speichel für ungehinderten Blutfluss. Diese Desmoteplase verhindert die Gerinnung. Der Vampirspeichel soll nun auch bei der Behandlung von Blutgerinnseln nach einem Schlaganfall zum Einsatz kommen. Mehr...

 
 >> Frankfurter Pharmazie im Uni-Ranking weit vorn (24-Apr-2003)
 

Die Illustrierte Stern und das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) haben wieder einmal ein Hochschul- und Fächerranking durchgeführt. Die Pharmazie der Universität Frankfurt schaffte es dabei in vier von fünf Kriterien in die Spitzengruppe. Einzig in der Studiendauer fallen die angehenden Apotheker aus Frankfurt etwas zurück. Mehr...

 
 >> Angst vor SARS - Nordkorea verhängt Zwangsquarantäne gegen Besucher 
(24-Apr-2003)
 

Das ohnehin abgeschottete Nordkorea hat wegen einer drohenden Einschleppung des SARS-Virus offenbar zahlreiche Besuchervisa verweigert. Das geht aus einer Mitteilung Pjöngjangs hervor, die der ARD vorliegt. "Ausländische Gäste werden gegenwärtig nicht aufgenommen", heißt es darin. Mehr...

 

   
Autor(in): Redaktion StudMed (redaktion@studmed.de)
  
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 6. Skizzen aus der Reha-Klinik: Ein Famulaturtagebuch (6)

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Montag, 16. September
Relativ gut geschlafen. Wahrscheinlich gewöhne ich mich allmählich ein, denn ich war wieder nur einmal wach heute Nacht. Frühstück fiel wieder ersatzlos aus, nur eine halbe Tasse Kaffee, irgendwie verpeile ich das immer voll mit der Zeit. Heute morgen hatte ich ziemlich Bammel vor Frau Harder, was sich auch den ganzen Vormittag hin fortsetzte. Als zweite Anwesende im Konferenzsaal bei der Morgenbesprechung traf ich auf Herrn Lohmeier, der mich mit den Worten empfing :

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“Ich lasse mir ja viel bieten, und ich habe ja schon viel erlebt, aber SOWAS nicht!“ „Was ist denn passiert?“ „Auf einem Entlassungsbrief steht: Lohmeier, Stationsärztin!“ Ah ja... Nach der Besprechung ging ich erst mal noch mit einen Kaffee trinken in die Cafeteria, wo ich mich aber irgendwie gar nicht so richtig wohl fühlte. Melanie Harder war da, Ida Lehmann und Lohmeier, und ich redete nicht mit. Es ging um ein Krisengespräch wegen Urlaubsbesprechung. Da konnte ich ja kaum mitreden. Dann ging ich mit Melanie in ihr Zimmer, wo sie dann vorschlug, ich sollte doch vormittags mit bei den Therapien anwesend sein. Aber irgendwie habe ich mich da innerlich voll dagegen gewehrt, denn ich will doch Untersuchen lernen. Irgendwie hab ich’s dann so hingebogen, dass ich im Endeffekt doch beim Chef und Martin in der Chefvisite gelandet bin. Irgendwie ist es nicht in Ordnung, dass er mich mit „Frau Doktor“ vorstellt. Korreliert nämlich nicht unbedingt exakt mit meinem tatsächlichen Wissensstand ;-) Bei der Visite hatten wir einen interessanten Fall, und der Chef fragte mich, ob ich nicht den Fall in der Besprechung vorstellen wolle. „Nein.“ (Bloß nicht!).;
Dann Mittagessen. Martin beschuldigte mich jetzt, wegen mir hätte er sich eine Digitalkamera gekauft, was ich direkt von mir wies, denn wegen mir braucht sich niemand was zu kaufen. Wahrscheinlich konnte er es nicht verkraften, dass die Famulantin digitaltechnisch besser ausgestattet war, als er als Besserverdiener J (Über den Besserverdiener hatten wir letzte Woche auch schon einige Lacher.) Nach dem Mittagessen gings mit Melanie zur Sprechstunde. Und anschließend waren zwei Neuaufnahmen. Melanie hatte Dienst und wurde zu einem Verdacht auf Achillessehnenruptur gerufen, weil Dr. Tan wahrscheinlich mal wieder nicht da war, wie sie sich darüber äußerte. Sie bat mich, die Anamnese alleine zu machen, was mich recht stolz machte. Das habe ich dann auch getan und bin, glaube ich, doch einigermaßen professionell rübergekommen. Jedenfalls hat sie mich hinterher gelobt, das würde ja schon gut aussehen. Bei der zweiten Neuaufnahme durfte/sollte ich dann auch alleine untersuchen. Ich habe Herz und Lunge auskultiert und ein Systolikum diagnostiziert (yeah!). Im allgemeinen hat Melanie sehr viel erklärt, sich immer ausreichend Zeit dafür genommen und ich hab wirklich mal was selber gemacht. Ich hatte wirklich viel Angst vorher, dachte, jetzt ist es vorbei mit dem schönen Aufenthalt hier. Eigentlich blöd, aber Melanie kommt halt auch wirklich ziemlich steif und kompetent daher. Kein Typ, bei dem ich mal einen saloppen Scherz wagen würde wie bei Martin, obwohl ich ja anfangs auch von ihm dachte, er wär die Steifheit in Person. Auf jeden Fall habe ich heute jede Menge in mein Buch reingeschrieben, was auch wirklich von klinischem Belang ist, und das ist ja das, wofür ich eigentlich hier bin und nicht für einen Spaßaufenthalt. Ich habe auch schon Ende letzter Woche sowie das gesamte letzte Wochenende darüber nachgedacht, ob ich nicht meinen Orthopädie-Aufenthalt auf die gesamten 4 Wochen ausdehnen soll, die Entscheidung aber auf diese Woche und das Treffen auf Melanie Harder verschoben. Aber es müsste auch eine Ausweitung meiner Tätigkeiten beinhalten, denn wenn ich mich nicht weiterentwickele, reichen auch die 2 Wochen. Aber ich denke, in 4 Wochen vernünftig orthopädisch untersuchen lernen, ist drin und besser das können, wie orthopädisch halb und onkologisch halb und keines richtig. Ich werde die Entscheidung Mitte bis Ende der Woche fällen.

Dienstag, 17. September
Heute morgen früh war ich laufen, das Laufen geht, aber ich hab das Gefühl, ich habe mir bei einer der letzten sportlichen Aktivitäten ein bisschen den rechten Oberschenkel gezerrt. Das werde ich jetzt mal beobachten. Zum Frühstücken ein Joghurt, dann zur Morgenbesprechung, und das noch 5 Minuten zu früh, weil meine Uhr vorgeht. Danach Visite mit Chef und Melanie. Wo ich zum Teil wirklich viel untersuchten durfte, aber zum Teil noch ein wenig orientierungslos in der Reihenfolge der Untersuchungen war. Aber es wird immer besser und ich hatte eigentlich auch kein richtiges „Insuffizienzerlebnis“, wie ich dem Chef mitteilte ;-) Es dauert eben alles noch ein bisschen länger. Ich hoffe, die haben noch ein bisschen Geduld mit mir, wenn ich verlängern möchte. Der Chef fragte, ob ich ihn in den Gebrauch von Power Point einweisen könnte, er habe bald einen Vortrag zu halten und wollte das mit Power Point machen, habe aber noch keine Ahnung davon. Die Visite ging bis nach 12 Uhr, dann habe ich Entlassungsbriefe korrigiert und bin danach zum Mittagessen, wo sich im Mittagsgespräch herausstellte, dass weder Lohmeier noch Martin kochen können. Martin meinte, er ernähre sich „nur von Luft und Liebe“. Ich: „Kein Wunder dann, dass du so dünn bist.“

Mittwoch, 18. September;
Viel fällt mir zum Mittwoch gar nicht ein. Ich habe mit Melanie zwei Aufnahmen gemacht. Es wird langsam besser.
Morgen will ich dem Chef sagen, dass ich 4 Wochen hier bleiben will.

Donnerstag, 19. September
Heute hatte ich einen richtig faulen Tag. Da Melanie heute morgen nur Schreibkram zu erledigen hatte, hab ich mich den ganzen Vormittag rumgedrückt. Gelangweilt habe ich mich aber nicht! Die Besprechung ging bis um 9 Uhr und ich plante, heute bei Jian Tan im TCM (Traditionelle chinesische Medizin) zuzusehen. Der hatte aber heute morgen noch gar keine Patienten, so bin ich mal ins Bewegungsbad und habe da zugeschaut. Dann habe ich mit dem Chef gesprochen wegen der Verlängerung. ( „Ich habe ein ziemliches Problem. Mir gefällt es hier einfach zu gut.“ „Ja, das ist wirklich ein schwerwiegendes Problem...“) Er wollte dann unbedingt mit der Chefärztin der Onkologie selber reden und es ihr mitteilen. Er war natürlich erfreut, dass ich gerne hier bleiben wollte. Dann hat er mir eine PIR gemacht an der HWS. Jetzt ist mir doch glatt entfallen, was das noch mal heißt...(postinspiratorische/postisometrische Rotation/Relaxation??) Es ist eine chirotherapeutische Behandlung, die die Beweglichkeit an der Halswirbelsäule verbessert. Und dann habe ich ihm eine Einweisung in Power Point gegeben, mit meinen eigenen bescheidenen Power Point Kenntnissen. Anschließend habe ich in der Ergotherapie zugesehen. Es ging um rückengerechtes Arbeiten im Haushalt. Wirklich interessant. Zwischenzeitlich habe ich mal Lydia besucht oder bin mit Martin in die Cafeteria gegangen. Dann bin ich mal in mein Zimmer, dann Mittagessen und wieder ins Zimmer. Ich lasse es heute mal langsam angehen. Schließlich bin ich ja nur Famulantin ;-) Aber jetzt gleich gehe ich ins TCM zuschauen.;Später:;Das hab ich dann auch gemacht, war aber außer dem Betrachten des wunderschönen Ambientes wenig aufschlussreich. Ich hatte das Gefühl, dass Jian gar nicht wusste, was er mir da richtig erzählen sollte, so bin ich dann wieder gegangen, um später bei seinem Vortrag über Tui Na – Massagen zuzuhören, was dann aber sehr interessant war. Anschließend zu Melanie und dann irgendwann heim.

Fortsetzung in der nächsten Onlinezeitung

   
Autor(in): verum (mac-klein@web.de)
  
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 7. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 8. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Als AiP in Grossbritannien von Clemens Henze'

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 9. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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