26.05.03

Ausgabe 164/03

Anzeige: Medi-Learn vor Ort: Berlin, Hamburg, Tübingen, Heidelberg und Jena
'Effektive Examensvorbereitung' präsentiert von der Ärzte-Versicherung [mehr Infos]


Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren.
(Albert Einstein)


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 Editorial
  

Hallo,
'Mit Sicherheit verliebt' heißt ein Projekt der Fachtagung Medizin und eben dieses Projekt wurde nun mit einem Preis ausgezeichnet - alle weiteren Infos findet Ihr dazu im Artikel 2. Des weiteren stehen die Gewinner des Gewinnspiels "Diskutieren und Gewinnen" fest und damit hat auch Stan, unser Redaktionsskelett, wieder einen neuen Besitzer gefunden.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Wer gerade im PJ ist, wird sich ganz sicher für die Seminare "Erfolgreich in den Berufsstart" vom Marburger Bund und der Deutschen Ärzte-Versicherung interessieren, die im vierten Artikel beschrieben werden. Last but not least entführen wir Euch an die Ruhr-Uni-Bochum, in den Präp-Keller und zur Famulatur in die Reha-Klinik. Viel Spass beim Schmökern!

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

P.S.: Effektiv auf das Examen vorbereiten - der dreistündige Vortrag der Medi-Learn Gründer tourt durch Deutschland [weitere Infos - klick hier]!
P.P.S: Kurz vor Versand der Onlinezeitung haben unsere Kollegen der Medi-Learn Repetitorien ein Merkblatt zur neuen AO fertiggestellt, das auf zwei Seiten konkrete Antworten gibt, wann was für wen gilt [direkt zum Info-PDF]

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Diskutieren und Gewinnen: And the winners are....
2.'Mit Sicherheit verliebt' gewinnt Präventions-Preis
3.Medi-Jobbörse: Der Jobticker
  
4.Erfolgreich im Arztberuf - kostenlose Seminare
5.Unsere Uni, die Ruhruniversität in Bochum
6.Und? Hast du schon Leichen gesehen? II
  
7.Skizzen aus der Reha-Klinik: Ein Famulaturtagebuch (9)
8.Gelauscht: Was ist los im Forum? (u.a. Medizinstudium ist ...)
9.Gestöbert: Sanitätsdienst auf der Loveparade
  
10.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit
  

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 1. Diskutieren und Gewinnen: And the winners are....

- zurück zum Inhalt -

  

Vor rund vier Wochen haben wir innerhalb unserer Medi-Foren das Gewinnspiel "Diskutieren und Gewinnen" gestartet, das nunmehr abgeschlossen ist. Zahlreiche neue, lustige, informative oder spassige Beiträge habt Ihr in dieser Zeit verfasst.
Wir haben nun die glücklichen Gewinner ermittelt, die wir in dieser Ausgabe bekannt geben möchten.

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Die per Los ermittelten Gewinner der folgenden Preise lauten:

1. Preis
Stan - das Skelett
zur Verfügung gestellt von 3BScientific (www.3bscientific.de)

Springer Verlag

  • gewinnt: FataMorgana


2.-4. Preis
zur Verfügung gestellt vom Springer Verlag
Springer Verlag

1x Speer/Gahr: Pädiatrie

  • gewinnt: hibbert

1x Lang: Basiswissen Physiologie

  • gewinnt: AnnaMaria

1x Tölle: Psychiatrie

  • gewinnt: Seaangel


5. Preis
1x Rohkamm: Taschenatlas Neurologie
zur Verfügung gestellt vom Georg Thieme Verlag
Thieme

  • gewinnt: condorito

Sonderpreis für den Beitrag mit den meisten Antworten:
1 Oberschenkelstifthalter
zur Verfügung gestellt von 3BScientific (www.3bscientific.de)
Springer Verlag

  • gewinnt Zaffaro

für den Beitrag "Todesursache Nr. 1 = Arzt?" mit insgesamt 43 Antworten [zum Beitrag hier klicken]

Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger! Wir werden in den nächsten Tagen mit den Gewinnern Kontakt aufnehmen, um den Versand der Preise abzuklären.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 2. 'Mit Sicherheit verliebt' gewinnt Präventions-Preis

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Frohe Kunde für engagierte Kommilitonen bundesweit: Am Samstag, dem 17.05.2003 wurde auf dem Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress in Hamburg der "MSD-Preis für Prävention, Prophylaxe und Therapiebegleitung bei HIV/AIDS 2003" an das studentische Aufklärungsprojekt "Mit Sicherheit verliebt" verliehen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wurde von der MSD (Merck,Sharp&Dome) gestiftet.

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Mit Sicherheit verliebt
So nennt sich ein ehrenamtliches Sexualaufklärungsprojekt von Medizinstudierenden für Schüler und Jugendliche, das von der Fachtagung Medizin e.V. getragen wird, dem Zusammenschluss der Fachschaften Medizin Deutschlands. Die Verhütung von Schwangerschaften und die Prävention von HIV/AIDS und anderen übertragbaren Krankheiten stehen dabei im Vordergrund. Über 60 Schulklassen und Jugendgruppen konnten seit Anfang 2001 von mehr als 200 engagierten Medizinstudenten aufgeklärt werden. Die ehrenamtlich tätigen Studenten aus bundesweit 16 Städten werden von Sexual- und Sozialpädagogen sowie ÄrztInnen ausgebildet, bevor sie in Schulen oder Jugendgruppen gehen.

Zielsetzung: Aufklärung und Verhinderung von Krankheiten
Ziel ist es, Jugendlichen Informationen zu Sexualität und sexuell übertragbaren Erkrankungen zu geben und sie zu selbstverantwortlichem Handeln zu ermutigen. Als Maxime gilt: Schutz durch Aufklärung, denn nur durch frühzeitige Aufklärung können HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen vermieden werden. Das Projekt findet an Schulen und in Jugendgruppen statt, wobei Studierende den Präventivgedanken vermitteln. 

'Peer education' als Grundgedanke
Der Grundgedanke der Arbeit liegt in dem Prinzip der Peer Education: Jung lehrt jung. In interaktiven Veranstaltungen wird unter Vermeidung von Frontalunterricht den Jugendlichen spielerisch die Thematik näher gebracht. In einem initialen Multiplikatorenworkshop in Rostock wurden hierzu im Januar 2001 Peers aus allen interessierten medizinischen Fakultäten ausgebildet. Der Workshop beinhaltete ein fundiertes Training der Peers in den Bereichen Sexualpädagogik, medizinisch-theoretische und psychologische Grundlagen, sowie Inhalte der Projektorganisation und des Fundraisings. Die ausgebildeten Peers tragen in Lokalteams das erworbene Wissen in die Schulen und Jugendgruppen und hiermit zur Aufklärung und Wissenserweiterung der Jugendlichen bei. Der Präventivgedanke verbreitet sich so in Form eines Schneeballsystems bundesweit. 

Die Lokalteams
In vielen Städten Deutschlands fungieren die Lokalteams als Multiplikatoren, die prinzipiell für die gesamte Studienzeit zur Verfügung stehen. Zur Zeit existieren in 5 deutschen Städten Lokalprojekte. In Rostock, Bonn, Hannover, Mannheim und Leipzig finden bereits regelmäßig Veranstaltungen mit Jugendlichen statt, wobei schon über Tausend SchülerInnen erreicht wurden. In Lübeck, München und Mainz sind jeweils ca. 10 Studierende ausgebildet, in der Organisationsphase begriffen und in wenigen Monaten werden hier erste Veranstaltungen in Schulen/ Jugendgruppen durchgeführt werden. Auch in Frankfurt a.M., Freiburg, Heidelberg, Jena, Erlangen, Hamburg, Münster, Aachen, Tübingen, Berlin und Greifswald sind Studierende ausgebildet worden, die sich bemühen, Lokalprojekte aufzubauen.

Kontakt und weitere Informationen
Weitere Hintergrundinformationen, Stories und Fotos von den Aufklärungsworkshops findet Ihr unter www.sicher-verliebt.de
Wer von Euch Lesern Interesse daran hat, in einer der Lokalgruppen mitzuwirken und bei der Aufklärung Jugendlicher an den Schulen zu helfen, wendet sich per Email an Nora Matthaeas unter nora@gemsa.info .

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 3. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 170 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

AIP-Stelle (z.B. Gyn) gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

Biete Weiterbildungstelle Allgemeinmedizin

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Biete gut bezahlte Assistenzarztstelle Innere

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Biete gut bezahlte AIP-Stelle Innere

Stellenangebote/AiP-Stellen

Medical Practitioner gesucht

Stellenangebote/Jobs_in_alternativen_Berufsfeldern

Stelle in Innerer Medizin(Gastroenterologie) gesucht

Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen

AiP-Stelle Innere Raum Köln/Düsseldorf gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

ÄiP-Stelle Innere/Chirurgie für 6 Mon. gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

AIP im Raum NRW/Chirurgie,Pädiatrie

Stellengesuche/AiP-Stellen

AIP-Stelle gesucht: Chirurgie, Paediatrie oder Orthopaedie

Stellengesuche/AiP-Stellen

ÄIP-Stelle in der Anaesthesie gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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 4. Erfolgreich im Arztberuf

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Der Arbeitsmarkt für Ärztinnen und Ärzte bietet zur Zeit bessere Chancen, als noch vor wenigen Jahren erwartet wurde. Angesichts der Vielzahl von Arbeitsmöglichkeiten im In- und Ausland und der unterschiedlichen Perspektiven in den einzelnen Fachgebieten ist es gleichwohl sinnvoll, sich möglichst frühzeitig mit Fragen einer optimalen Karriere- und Bewerbungsstrategie zu beschäftigen, um langfristig erfolgreich zu sein.
Aus diesem Grund bietet die Deutsche Ärzte-Versicherung gemeinsam mit der Marburger Bund Stiftung die Veranstaltungsreihe "Erfolgreich im Arztberuf" an. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

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Die Themen:

  • Die Entwicklung des ärztlichen Arbeitsmarktes
  • Die Weiterbildung zum Facharzt
  • Chancen einer Auslandstätigkeit
  • Tipps und Tricks bei der Bewerbung
  • Diskussion und Ihre Fragen
Veranstaltungsorte und Termine:
  • Göttingen 17. Juni 2003
  • Kiel 23. Juni 2003
  • Lübeck 24. Juni 2003
  • Hamburg 1. Juli 2003
  • Hannover 2. Juli 2003
jeweils von 18:30 - ca. 20:30 Uhr

weitere Infos - zum Formular

   
Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
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 5. Unsere Uni, die Ruhruniversität in Bochum

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Die Universität befindet sich, mit verschiedenen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Der großzügig und modern angelegte Gebäudekomplex beherbergt verschiedene Fakultäten, auch die medizinische Fakultät. Die Studenten haben die Möglichkeit, in der Medikafete alle Neuigkeiten auszutauschen. Mit Erstsemestlern beschäftigen sich Tutoren, in Gruppen von zwanzig Personen versuchen die Tutoren dem neuen Studenten ein wenig von der Verwirrtheit zu nehmen und Gerüchten vorzubeugen.

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Die Tutoren - Schonend und mit Mitgefühl nehmen die Tutoren die Angst vor den Multipelchoiseklausuren. An der Uni Bochum fängt das Studium immer zum Wintersemester an, was für diejenigen, die irgendwo durchfallen, ein Jahr Wartezeit bedeutet. Je nach Lebenseinstellung kann man das gut oder schlecht finden. Die Fachschaft der Medizin ist im Internet zu finden und bereitet für alle Studenten wichtige Skripte und Altklausuren vor, welche zum Teil auch über das Internet zu erreichen sind.

Die Infos - Leider ist nicht alles immer im Internet, aber dafür an den schwarzen Brettern. Im Internet hat das Dekanat auch ein schwarzes Brett eingerichtet, was sehr praktisch ist, da man in Sekundenschnelle den Überblick gewinnt. Leider auch nicht immer ganz. Außer den Tutoren, welche ältere Studenten sind, gibt es an der Uni Bochum ein Patenschaftsprogramm, freiwillig kann man sich einen Paten wählen, welcher Arzt einer Einrichtung ist und sich dann um die Probleme, die unlösbar scheinen, kümmert. Der Pate ist in wissenschaftlichem, aber auch persönlichem Bereich für die Studenten da.

Die andere Seite - Die Durchfallquoten im ersten Semester liegen bei 50-60%. Im ersten Semester geht es los mit Chemie, Physik, Biologie, Terminologie und Präpkurs. Wer nicht ausgelastet ist, kann in der Fachschaft tätig werden, sich einen Job suchen oder einfach den anderen helfen, irgendwie besser zu werden. Verborgene Talente können in anderen Einrichtungen an der Uni entfaltet werden.

Die Helferlein - Die Organisation an der Uni ist wirklich nicht schlecht und das trägt zum guten Klima bei, nette Angestellte sind für Fragen offen und wer im Internet und den schwarzen Brettern immer noch nicht entnommen hat, was los ist, kann dann persönlich fragen. Ein Herr Dr. Klix ist über das Internet für verschiedene Fragen zuständig und hilft auch immer. Alle Studenten haben die Möglichkeit, PCs zu benutzen und das Internet aufzusuchen. Es gibt eine Bibliothek der Fakultät und eine große Bibliothek für alle. In den beiden Büchereien, die sich auf dem Unigelände befinden, kann man immer ein Schnäppchen machen.

Die Lehre - Die Profs sind sehr bemüht, dem Studenten soviel wie möglich beizubringen und überprüfen es auch regelmäßig, ob der Student lernt. Hierzu dienen schriftliche und mündliche Prüfungen, die jedes Mal ein kollektives:“Es war der Hammer“ hervorrufen. Die Anatomie ist mit Präparaten ausgestatten, die sich jeder ausleihen kann, um endlich alle Flexoren des Unterarms in die richtige Reihenfolge zu bringen und um endlich zu merken, dass Wiederholungen wirklich wichtig sind. Später, nach dem Physikum, ist es lediglich etwas schwierig, die verschiedenen Krankenhäuser zu erreichen.

Die Freizeit - Und auch Sportler kommen nicht zu kurz. Bei der letzten Regatta in Duisburg hat die Bochumer Sportmannschaft gegen Manchester gewonnen. Wer nicht lernt, kann sehr bald eine andere Studienrichtung wählen, denn es wird auf jeden Fall sehr viel gefordert. An der medizinischen Fakultät in Bochum kann man alle Scheine, die notwendig sind, machen, aber nur die Fleißigen kommen weiter. Zweimal im Jahr gibt es eine Medifete; bei pro Semester eingeschriebenen dreihundert Leuten kommen sehr viele angehende Ärzte zusammen, die auch lustig feiern können und falls jemand ohnmächtig wird: Fast alle haben den Erstehilfeschein. Insgesamt kann man mit dem Programm und der Organisation sehr zufrieden sein. Ich möchte nicht im Entferntesten die Uni wechseln.

   
Autor(in): Kamilla Lauter (kalauter@debitel.net)
  
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http://www.ruhr-uni-bochum.de/
  
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 6. Und? Hast du schon Leichen gesehen?

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Der erste Teil dieses Artikels war bereits in der letzten Onlinezeitung zu lesen. Wer den Anfang verpasst hat, kann den Artikel komplett über den Link am Ende des Artikels nachlesen.

Jetzt geht’s los.
Nun ist es also so weit, der Präpkurs beginnt. In Gruppen zu zehn bis zwanzig Studenten (je nach Uni) aufgeteilt, bekommt man einen Tischprofessor und meist noch einen Hiwi (Student aus höherem Semester) zugeteilt. Meist dreimal die Woche (je nach Uni) werdet ihr nun zusammen am Präptisch stehen und den typischen Geruch einatmen dürfen.

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An einigen Unis wird im ersten Semester eine anatomische Einführungsveranstaltung angeboten, in der man schon erste Erfahrungen mit den Leichen machen kann. Diese Menschen haben sich zur Lebzeit freiwillig für die Körperspende gemeldet und konnten sich frei entscheiden, ob sie z.B. als Dauerpräparat erhalten bleiben wollen, oder ob sie direkt nach dem Präpkurs verbrannt werden wollen. Die Leichen werden nach ihrem Tod durchspült und mit Formalin fixiert. Zwischen Tod und Präpkurs liegt ungefähr ein Zeitraum von eineinhalb Jahren. Durch die Fixation verändert sich natürlich die Konsistenz und Farbe der Haut und der Muskeln. Alles erscheint recht farblos und grau.
Nach der genauen Protokollierung der Leichendaten, also Alter, Geschlecht, Auffälligkeiten usw. beginnt nun die Präparation. Meist sucht man sich einen Abschnitt der Leiche aus, den man im Laufe des Kurses beibehält und immer besonders detailliert beherrschen sollte.
In den folgenden Kursstunden wird man erst die Haut, dann die Fascien, schließlich die Muskeln, Gefäße und Nerven freipräparieren. Oftmals ist dies eine ganz schöne Feinarbeit, und es wird euch auch nicht immer gelingen, alles zu finden. Während all dieser Stufen werdet ihr euren Kommilitonen viel über euer Gebiet erzählen und zeigen müssen, was ohne eine entsprechende Vorbereitung nicht möglich ist. Wenn alle wichtigen Muskeln und Nerven gefunden und besprochen wurden, wird im nächsten Schritt der Kopf abpräpariert und durchtrennt, sodass man auch innere Strukturen wie Nasen- und Rachenraum besprechen kann. Das Gehirn wird entnommen und die Hirnhäute sowie Blutgefäße dargestellt.
Nach der Durchtrennung des Schlüsselbeins wird der Thorax eröffnet und der Blick auf Lunge und Herz freigegeben. Diese werden herausgeschnitten und präpariert, sodass man Bronchien, Blutgefäße und Nerven sehen kann. Gleichzeitig wird auch die Aorta freigelegt.
Nach der Eröffnung des Bauchraumes (Abdomen) werden auch hier die Organe freipräpariert. Man schaut sich Leber, Milz, Nieren, Magen, Dünn- und Dickdarm an, stellt Gefäße und Nerven dar. Ist der obere Bauchraum (sog. Peritoneal- und Retro-Peritonealraum) abgearbeitet, wird der Sub-Peritonealraum geöffnet. Damit ist der Raum im Bereich der Blase und Genitalorgane, also z.B. Gebärmutter (w) oder Prostata (m), freigelegt. Auch die äußeren Genitalorgane werden präpariert. Zur besseren Betrachtung kann das Becken medial, also in der Mitte von vorne nach hinten durchtrennt werden.
Schließlich hat man alle Bereiche des Körpers gesehen und auch gelernt. Man bekommt seinen Präpschein natürlich nicht ohne Prüfungen. Im Laufe der Präparation werden die entsprechenden Bereiche in mehreren Testaten abgefragt. Je nach Uni variiert die Zahl und die Kombination der Prüfungen. In Gießen muss man Testate in den Bereichen Bewegungsapparat (Skelett und Bänder), Muskeln, Kopf/Hals, Situs/Retrositus (Organe) und ZNS (Hirn und Rückenmark, im Semester vor oder nach dem Präpkurs) bestehen. An anderen Unis werden es die selben Themengebiete sein. Auch die Bestehensregelung mag zwischen den Unis variieren. In Gießen darf man eine Prüfung wiederholen, besteht man zwei oder mehrere Testate nicht, muss man in ein sog. Rigorosum. Hier wird man in einer Prüfung zu allen Themen gefragt, was natürlich unheimlich umfangreich ist. Die Prüfungen dauern zwischen 15 und 30 Minuten und werden mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ gewertet.
Hat man aber alle Prüfungen bestanden und war regelmäßig im Kurs anwesend, dann darf man den wohl aufwendigsten Schein der Vorklinik in Empfang nehmen.

Ist dies das Ende?
Sämtliche Gewebsteile und Organe, die man während des Kurses entnimmt, werden in separaten Eimern gesammelt, sodass diese zusammen mit der Leiche verbrannt werden können. Zu Beginn des darauffolgenden Semesters findet eine Beerdigung statt. An ihr nehmen auch Verwandte und Freunde der Körperspender teil. Die Namen, die während des Kurses nicht bekannt gegeben werden, erinnern als Inschrift auf der Gedenktafel daran, dass diese Menschen durch ihre Spende uns Studenten eine äußerst intensive Erfahrung und Einsicht gegeben haben, der man mit Respekt und Ehre begegnen soll. All denen, die vielleicht Angst vor diesem Teil der medizinischen Ausbildung haben, sei gesagt, dass man sich recht schnell an die neue Situation gewöhnt und die Furcht sehr schnell ablegt – vielleicht auch ablegen muss. Offene Gespräche unter Kommilitonen sind sehr hilfreich. Und umgekippt ist bei uns keiner... .

Geschrieben von Jan Hirche, Medizinstudent an der Universität Gießen
(janhirche@gmx.de)

   
Autor(in): Jan Hirche (janhirche@gmx.de)
  
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 7. Skizzen aus der Reha-Klinik: Ein Famulaturtagebuch (9)

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Freitag, 27. September
Da ich heute (Samstag) erst von gestern (Freitag) schreibe, weiß ich nicht mehr so ganz genau, wie es war. Ich weiß noch, dass ich einen Taxischein unterschrieben habe (wollte ich eigentlich nicht, aber die Schwester meinte, da guckt eh nie einer drauf), jede Menge Leute in der Sprechstunde waren, es viel zu organisieren gab, weil Melanie immer noch krank war und dass ich mittags um halb drei Schluß gemacht habe und in die Stadt gefahren bin. War gestern richtig schönes Wetter.

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Samstag, 28. September
Ich war zu faul, laufen zu gehen und bin um 10 Uhr in die Stadt gefahren, habe einen schönen kostenlosen Parkplatz gefunden, in der Nähe des C. Dann bin ich erst mal dort ins IKEA, was direkt neben dem C. liegt und habe mir Couchs angesehen. Dann habe ich eine Tour durch das Zentrum gemacht, wo gerade ein Beach Volleyball Turnier am Laufen war. Um Viertel nach zwei bin ich dann ins C. Das Musical war sehr gut gesungen, schade dass der Deutsche als Tod nicht dabei war, der Tod von heute Mittag war Schwede und hatte einen ziemlich starken Akzent. Aber die Rolle des Tods ist einfach nur geil! Die Sänger hatten unglaublich gute Stimmen. Was ich nur etwas schade fand, war das minimalistische Bühnenbild. Wenn man schon längere Zeit ein Musical dort spielt, dann könnte man ein bisschen mehr drumherum machen. Tja, und man trifft doch überall Leute von daheim, in diesem Fall Heidi von den Krankengymnasten zu Hause. Witziger Zufall. Jetzt bin ich wieder im Zimmer und bin ziemlich k.o. Werde noch ein bisschen fernsehen und dann schlafen gehen.

Sonntag, 29. September
Heute hab ich lau gemacht. Den Morgen über habe ich nur rumgelungert, bin dann um drei zu Steffi gefahren. Ich habe sogar den Weg auf Anhieb wiedergefunden. Dort haben wir dann Kaffee getrunken und sind dann abends noch dort im Ort Pizza essen gegangen. Abends war ich dann wieder völlig müde und fertig, und ich hatte das ganze Wochenende über überhaupt keine Lust, zu laufen.

Montag, 30. September
Um 6.30 h bin ich laufen gegangen und es ging völlig problemlos, knapp 40 Minuten. Anschließend Frühstück innerhalb von 5 Minuten, danach war mir dann richtig schön schlecht.
Bei der Morgenbesprechung ging es hitzig zu, am Wochenende war ziemlich was los gewesen. Danach habe ich den ganzen Morgen bei Melanie gesessen und habe bei den Abschlussuntersuchungen zugesehen. Ich war richtig froh, dass ich nichts machen musste, denn irgendwie fühlte ich mich nicht ganz wohl, Nase zu und Gliederschmerzen und irgendwie nicht so, wie es sein sollte. Um 12.15 war dann die Montagsfortbildung über chronisch myeloische Leukämie, bei der Martin einen Vortrag halten musste. Frau Müller meinte hinterher, Martin hätte heute morgen ausgesehen, als würde er gleich anfangen zu heulen. Da war auch ihr Kommentar, sein Kittel sei dreckig und sie hole ihm jetzt einen vom Chef, wohl auch nicht ganz hilfreich. Armer Kerl, so richtig gepasst hat ihm das mit dem Vortrag auch nicht, Leukämie ist aber wirklich ein sehr undankbares Thema. Mittagessen gab es heute für mich nicht, weil ich am Freitag vergessen hatte, mich für diese Woche auf der Essensliste einzutragen. Selber schuld. So habe ich heute Mittag nur Bouillonsuppe gegessen. Schadet mir ja auch nichts. Nach dem Mittagessen waren Melanies Sprechstunde und Abschlüsse und um 16 Uhr habe ich für Melanie in meinem bzw. Bena´s Arztzimmer eine Frau aufgenommen. Zum ersten Mal ganz alleine ohne irgendjemanden dabei. Melanie ist zur Besprechung des Therapieplans dazugekommen, aber bis dahin habe ich alles alleine gemacht. Ging auch ganz gut. Um 17.40 habe ich heute Schluß gemacht, bin direkt zum Abendessen gegangen und habe Saskia angerufen, die heute Geburtstag hat. Jetzt ist es 19.17 und ich werde gleich wieder in die Koje gehen.

Fortsetzung in der nächsten Onlinezeitung

   
Autor(in): verum (mac-klein@web.de)
  
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 8. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 9. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Sanitätsdienst auf der Loveparade'

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 10. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
Anzahl der Abonnenten: 24.869
  

Mitarbeit:
Wenn Du Interesse an der Mitarbeit im Medi-Learn.net Team hast, schreib einfach eine Email an Ilka - von ihr erfährst Du alles weitere: ilka.markmann@medi-learn.net 

  

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