15.09.03

Ausgabe 179/03

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


God only knows the infinite complexities of love, God only knows the ultimate necessity of love.
(Erasure, brit. Pop-Band)


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 Editorial
  

Hallo,

das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum Thema "Bereitschaftsdienst" wird weitreichende Folgen für das zukünftige Berufsbild "Arzt" haben. Im ersten Artikel der Onlinezeitung haben wir Euch einen Pressespiegel zu den Geschehnissen zusammengestellt, so dass Ihr Euch einen Überblick verschaffen könnt, was Euch in der späteren klinischen Tätigkeit erwarten wird.
Des weiteren entführen wir Euch heute nach Barcelona - Susanne erzählt in ihrem Artikel über die Erlebnisse, die sie in einem Auslandssemester in Spanien gesammelt hat.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Im Interview mit Andrej Nowakowski, der vor seinem Medizinstudium das Studium Maschinenbau absolvierte, erfahrt Ihr etwas andere Einblicke zum Thema Medizinstudium. Last but not least findet Ihr im ersten Teil des Artikels "Studienfinanzierung" wichtige Eckdaten darüber, wieviel Geld der "Normalstudent" für den Lebensunterhalt benötigt und wofür er dieses ausgibt.
Am Ende noch kurz der Hinweis darauf, dass im Forum mittlerweile die 60.000 Beitragsgrenze gestürmt worden ist und dass es kaum ein Thema gibt, dass in den Medi-Foren nicht diskutiert wird. Wenn Ihr noch nicht zum Kreis der regelmäßigen Besucher der Foren gehört, solltet Ihr dringend einmal vorbeischauen ;-). Wie es Gerlinde als neue Userin in den Foren ergangen ist, erfahrt Ihr in ihrem Leserbrief, den wir als ersten Artikel "abgedruckt" haben.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

P.S.: Eine Info unserer Kollegen der Repetitorien: Es sind noch Plätze im Kurs zum 3. Staatsexamen vom 25. bis zum 29. September frei weitere Infos - klick hier!

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Leserbrief über die Foren
2.EU-Urteil zur Arbeitszeit von Ärzten
3.Emergency Room - Die Notaufnahme
  
4.Medi-Jobbörse: Der Jobticker
5.Wintersemester 2002/03 in Barcelona
6.Uni-Umfrage (II): Bewertung der vorklinischen Fächer
  
7.Studienfinanzierung (I)
8.Ärzte im Interview: Dr. med. Dipl.-Ing.(FH) Andrej Nowakowski
9.Gelauscht: Was ist los im Forum?
  
10.Gestöbert 'Hospizbewegung und Palliativmedizin'
11.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit
  

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 1. Leserbrief über die Foren

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Folgender Leserbrief erreichte uns am 08.09.2003 von Gerlinde König, den wir hier mit ihrer Genehmigung "abdrucken" dürfen:

Betreff: Genial

Liebe Redaktion!

Ihr solltet ein Forum für Lobpudelei einrichten! Ich habe selten etwas so Geniales gesehen, wie ihr es hier auf die Beine gestellt habt!

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Habe bisher noch zu jeder Fragestellung etwas gefunden und mich super-nett unterhalten!

Außerdem verstärkt das hier enorm mein "Klasse, endlich Medizin studieren!"-Feeling und treibt die Vorfreude beinahe ins Unerträgliche! (Daher wohl auch eine grenzwärtige motorische Unruhe, die ich an mir beobachte).

Aber abgesehen davon, dass ihr damit meinen Grundumsatz in die Höhe puscht (was umso praktischer ist, als dass die Wintermonate vor der Tür stehen, die der Figur ja bekanntlich nicht zuträglich sind), seid ihr´s auch schuld, wenn ich ob meiner Internet-Rechnung bald privat Insolvenz beantragen muss!

Allerliebsten Gruß!

Gerlinde
GerlindeKoenig@aol.com

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 2. EU-Urteil zur Arbeitszeit von Ärzten

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Dr. med. Norbert Jäger aus Kiel ist es zu verdanken, dass die ärztlichen Bereitschaftsdienste laut aktuellem Urteil des Europäischen Gerichtshofes nunmehr nicht mehr als Ruhezeit, sondern als Arbeitszeit anzurechnen und die deutschen Arbeitszeitregelungen für Ärzte als nicht konform anzusehen sind. Dr. Jäger hatte mit Unterstützung des Marburger Bundes den langen Weg durch die Instanzen bis hin zum Europäischen Gerichtshof angetreten, und diese Beharrlichkeit ist nun von Erfolg gekrönt.

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Welche Konsequenzen wird dieses Urteil haben? Wie reagieren Ärzteverbände, Krankenhäuser und Politik? Wir haben an dieser Stelle zu Eurer Information einmal einen kleinen Pressespiegel mit Pressemitteilungen, Interviews und Stellungnahmen sowie interessante Links (Gerichtsurteil im Wortlaut, Interview mit Dr. Jäger) aufbereitet.

Pressemitteilung des Europäischen Gerichtshofes
Abteilung Presse und Information
PRESSEMITTEILUNG
N. 68/03
9. September 2003
Urteil des Gerichtshofes im Vorabentscheidungsverfahren C-151/02
Landeshauptstadt Kiel / Norbert Jäger
BEI EINEM BEREITSCHAFTSDIENST, DER AN EINEM VOM ARBEITGEBER BESTIMMTEN ORT GELEISTET WIRD, HANDELT ES SICH IN VOLLEM UMFANG UM ARBEITSZEIT, AUCH WENN DER ARZT SICH IN DER ZEIT, IN DER ER NICHT IN ANSPRUCH GENOMMEN WIRD, AN DER ARBEITSSTELLE AUSRUHEN DARF.

Eine Gemeinschaftsrichtlinie steht einer nationalen Regelung entgegen, nach der ein solcher Bereitschaftsdienst - mit Ausnahme der Zeiten tatsächlicher Tätigkeit - als Ruhezeit eingestuft wird.

Herr Jäger, Assistenzarzt am Städtischen Krankenhaus Kiel, leistet regelmäßig Bereitschaftsdienste, die darin bestehen, dass er sich im Krankenhaus aufhält und arbeitet, wenn er in Anspruch genommen wird, und die teils durch Freizeit, teils durch zusätzliche Vergütung abgegolten werden. Ihm steht im Krankenhaus ein Zimmer zur Verfügung, in dem er schlafen darf, soweit er nicht in Anspruch genommen wird. Herr Jäger ist der Auffassung, dass die von ihm geleisteten Bereitschaftsdienste vollständig als Arbeitszeit anzusehen seien. Das deutsche Recht unterscheidet zwischen .Arbeitsbereitschaft“, .Bereitschaftsdienst“ und .Rufbereitschaft“. Nur die Arbeitsbereitschaft gilt in vollem Umfang als Arbeitszeit. Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft werden dagegen als Ruhezeit behandelt, mit Ausnahme der Dauer der Wahrnehmung beruflicher Aufgaben.
Die Gemeinschaftsrichtlinie über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung1 soll die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer durch Gewährung von Mindestruhezeiten und angemessenen Ruhepausen gewährleisten. Die Richtlinie definiert die charakteristischen Merkmale des Begriffes .Arbeitszeit“ als .jede Zeitspanne, während der ein Arbeitnehmer gemäß den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften und/oder Gepflogenheiten arbeitet, dem Arbeitgeber zur Verfügung steht und seine Tätigkeit ausübt oder Aufgaben wahrnimmt“.
Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein fragt den Gerichtshof, ob das deutsche Recht mit dem Gemeinschaftsrecht vereinbar ist.
Das historische Urteil im Wortlaut - hier klicken

Pressemitteilung der Bundesärztekammer
'Das EuGH-Urteil bringt Sicherheit für die Patienten und stoppt die Ausbeutung der Ärzte. 30 Stunden-Dauerdienste gehören endgültig der Vergangenheit an. Das europäische Arbeitszeitrecht gilt nach jahrelangem Kampf nun endlich auch für die Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.' Mit diesen Worten kommentierte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe heute das lang erwartete Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zu den Arbeitszeiten der Ärzte. komplette Pressemitteilung - hier klicken

Pressemitteilung des Marburger Bundes
Berlin – Zum Urteil des EuGH, wonach Bereitschaftsdienst deutscher Klinikärzte Arbeitszeit ist, und der Ankündigung des Bundesarbeitsministers Wolfgang Clement, das Arbeitszeitgesetz an EU-Recht angleichen zu wollen, erklärt der Vorsitzende des Krankenhausärzteverbandes Marburger Bund, Dr. Frank Ulrich Montgomery: "Das Urteil des EuGH ist ein historischer Sieg für die über 140.000 deutschen Krankenhausärzte. Endlich sind die mörderischen Bereitschaftsdienste abgeschafft!"  Komplette Pressemitteilung - hier klicken

Pressemitteilung des Hartmannbundes
„Keinen Anlass zu Aufgeregtheiten bei allen Betroffenen, sondern vielmehr zur Bestandsaufnahme und zum Andenken neuer Strukturen im Klinikbereich“ sieht Dr. Uwe Mauz, Vorsitzender der „Jungen Ärzte“ im Hartmannbund, nach der erneuten höchstrichterlichen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, dass Bereitschaftsdienst als Arbeitszeit zu gelten hat. Komplette Mitteilung - hier klicken

Pressemitteilung Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung, Ulla Schmidt: 
Schmidt: Gute Vorbereitung auf Arbeitszeit - Urteil 
Zum Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum Bereitschaftsdienst von Ärztinnen und Ärzten in deutschen Krankenhäusern erklärt Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung, Ulla Schmidt: "Diese Entscheidung trifft die Krankenhäuser und die Ärztinnen und Ärzte nicht unvorbereitet. Zahlreiche Krankenhäuser haben bereits die Voraussetzungen geschaffen, um die Konsequenzen aus diesem Urteil ziehen zu können. Die zuständigen Länder befürworten positive Veränderungen durch Informationsveranstaltungen und Arbeitsgruppen." [weiter - klick hier]

Pressemitteilung der Deutschen Krankenhausgesellschaft
Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Dr. Burghard Rocke, hat die Folgen des Urteils des Europäischen Gerichtshofes als gravierend für die Krankenhäuser bezeichnet: „Die 2.240 Kliniken stehen nun vor einer der größten Herausforderungen der letzten Jahre“. Unter den Bedingungen gedeckelter Budgets und steigender Patientenzahlen könnten die Krankenhäuser keine Mehrkosten mehr schultern. Das Urteil schaffe jetzt einen dringenden Handlungsbedarf für die Politik. [weiter klick hier ]

Interviews/Artikel mit/über Norbert Jäger
Interview (viamedici im April 2003) - Interview (Tagesspiegel) - Spiegel-Artikel - SZ - Hamburger-Abendblatt - Interview WDR

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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Diskussion zum Urteil in den Medi-Foren
  
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 3. Emergency Room - Die Notaufnahme

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Der Aufstand
17. September 20:15 Uhr Pro7

Nachdem Pratt einem Süchtigen die gewünschten Drogen nicht verschrieben hat, bedroht dieser das Personal mit einer Schusswaffe. Carter möchte daraufhin veranlassen, dass Metalldetektoren eingebaut werden, um das Team zu schützen. Nachdem Weaver ihre Zustimmung verweigert, tritt Carter in den Streik - und mit ihm die Mehrheit des Teams. Nun lenkt Weaver ein, doch sie stellt eine Bedingung ... Dr. Lewis wird derweilen mit einem Fall von aktiver Sterbehilfe konfrontiert ...

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Die gesamte Story gibt es am Mittwoch um 20.15 Uhr auf Pro7 oder Online unter http://www.prosieben.de/serie/er/.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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Webseite zur Serie
  
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 4. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 300 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

Oberarzt/ - ärztin mit Schwerpunkt Neonatologie und/oder pädiatrische Intensivmedizin

Stellenangebote/Oberarzt_Chefarzt

Assistenzarztstelle in der Inneren Medizin

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Suche PJ-Stelle in der Schweiz/anderen Ländern ab dem 09. Februar 2004

Stellengesuche/PJ-Stellen

AiP-Stelle gesucht (bevorzugt in der Dermatologie)

Stellengesuche/AiP-Stellen

Suche Assistenzarztstelle (Doktor Medicine, Univ. Zagreb)

Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen

PJ-Stelle Innere Medizin CH ab 1.10.2003 frei

Stellenangebote/PJ-Stellen

Studentin sucht Aushilfstätigkeit

Stellengesuche/Studentenjobs

Studentin sucht Nebenjob ( 20 h / Woche)

Stellengesuche/Studentenjobs

Assistent für Weiterbildung FA Allgemeinmedizin gesucht

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Theoretische oder statistische Doktorarbeit

Stellengesuche/Doktorarbeiten

Innere Medizin: Hämatologie / Onkologie

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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zur Medi-Jobbörse
  
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 5. Wintersemester 2002/03 in Barcelona

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Am 26.08.2002 kam ich in Barcelona an, der Hauptstadt Kataloniens, Mittelmeermetropole mit ca. 1,5 Mio. Einwohnern. Glücklicherweise hatte ich Bekannte, bei denen ich die erste Woche unterkommen konnte, zudem noch im wunderschönen Viertel „Gràcia“. Die ersten Tage verbrachte ich u.a. damit, mich in einen spanischen Sprachkurs einzuschreiben, wobei man erst einen level- test bestehen musste, um an diesem, speziell an Erasmus- Studenten gerichteten Kurs, teilnehmen zu können ( Dauer 4 Wochen für 90 Euro).

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Ich hatte mich auch für einen katalanischen Sprachkurs angemeldet, weil mir sehr dazu geraten wurde, Katalanisch zu lernen, doch nach der ersten Stunde, in der die Sprachlehrerin gleich munter alles auf Katalanisch erklärte und ich nichts verstand, beschloss ich, dass es sinnvoller wäre, meine Spanischkenntnisse aufzufrischen. Ich hatte 2 Jahre lang an der Uni Sprachkurse belegt, verstand es recht gut, doch mit dem Sprechen haperte es sehr.
Zudem ging ich in der ersten Woche in das SIAE- Büro ( Servei d’Informació i Atenció a l’Estudiant; im UB- Sants, Melchior de Palau, 140, Barcelona), wo ich meinen Studentenausweis erhielt und Ansprechpartner an der Medizinischen Fakultät gesagt bekam. Anfang September ging ich dann in das Erasmus- Büro der Medizinischen Fakultät
(Casanova, 143, 08036 Barcelona; E- mail: erasmus@medicina.ub.es), wo dann das Chaos begann, denn man hatte zwar meine Bewerbungsunterlagen erhalten, aber mich nicht in meine gewünschten Kurse eingeteilt. Leider sprach die Erasmus- Koordinatorin kein Englisch, so dass ich den Grund dafür nicht herausbekam, doch nach vielem Vertrösten nach berühmter mañana- Mentalität hat dann doch noch alles geklappt. Es gab einen kleinen Laden im Foyer der Fakultät, wo ich mir ein Vorlesungsverzeichnis kaufen konnte.

UNI: Kursangebote, Kurswahl

Ich belegte Kurse des 5. Jahres, wobei die Fächer in Blöcken abgehalten wurden. Die ersten 4 Wochen hatte ich vormittags und nachmittags Vorlesungen, die sehr theoretisch waren; ich habe nie Patientenvorstellungen erlebt, aber viele Dias gesehen...Auch konnte ich bestätigen, was ich schon oft gehört hatte: Die spanischen, nein, die katalanischen Studenten schreiben alles, wirklich alles, mit! Wenn sie nicht hinterherkommen, gingen sie in den Copy- Shop in der Carrer de Córsega und kopierten sich die „comisiones“ ihrer besonders fleißigen Kommilitonen oder die Folien des Dozenten, die er dort hinterließ. Auch Altklausuren gab es dort, die auch mir sehr hilfreich waren... Außerdem gibt es eine Website „febreq“ von Studenten für Studenten mit Neuigkeiten zur Uni, Altklausuren, Skripten (Adresse im Link).
Ich belegte Augenheilkunde und HNO in Blöcken zu jeweils 2 Wochen direkt am Campus „Hospital Clinic“, Carrer de Casanova und Orthopädie und Kinderheilkunde im „Hospital Sant Joan de Déu“, in Esplugues. Die Praktika begannen um 9:00 und endeten gegen 13:00h, nachmittags waren noch Vorlesungen, die ich aber aus Gründen mich regelmäßig übermannender Nachmittagsmüdigkeit nicht mehr besuchte. In den Praktika wurde man nie praktisch tätig, sondern stand immer nur dabei, doch die Ärzte waren allesamt sehr freundlich, erklärten sehr viel und freuten sich immer, wenn man als Erasmus- Student eine Frage richtig beantworten konnte. In HNO wurde sehr viel Wert auf die zugrundeliegende Anatomie gelegt. Augenheilkunde fand ich sehr gut, weil die Praktika in Gruppen zu 8 Studenten abgehalten wurden, es 4 Spaltlampen gab und auch genügend Augenspiegel, so dass man wirklich mal in Ruhe sich gegenseitig untersuchen konnte. Der Untersuchungskurs in Deutschland dagegen mit 20 Studenten und einer Spaltlampe...
Von Vorteil war zudem, dass die Freitage auch wirklich immer frei waren, da hier die Vorlesungen und Seminare der Wahlfächer stattfanden, die ich aber nicht belegte.

Das Katalanisch

Unter der Diktatur Francos bis 1975 verboten, blüht es nun wieder voll auf. Eigentlich ist Katalonien zweisprachig, doch in Barcelona wird fast ausschließlich Katalanisch gesprochen, und auch die Beschilderung ist Katalanisch. Meine Kommilitonen unterhielten sich auch nur in ihrer eigenen Sprache, doch wenn ich sie auf Spanisch ansprach, wechselten sie automatisch ins Spanische über. Die Ansichten über die Pflege ihrer Sprache sind teils sehr radikal. In den Vorlesungen sprachen die meisten Dozenten Spanisch, wenn nicht, fragte ich gleich bei Beginn, ob sie mir zuliebe bitte Spanisch sprechen könnten. Da ich in meinem Kurs die einzige Erasmus- Studentin war, brachte mir das wohl den Hass einiger radikal- katalanischer Mitstudenten ein, doch damit musste man in Barcelona lernen zu leben. Die Beherrschung von catalá wird außerdem zur Einstellungsvoraussetzung erhoben, so dass man sich fragt, ob in Katalonien wirklich Zweisprachigkeit herrscht...

Barcelona y España

Barcelona muss man unbedingt gesehen haben. Die Sagrada Familia, der überwältigende Tempel Gaudis, die Jugendstilbauten im Eixample, der Montjüic, die engen Gassen des Barri Gòtic, die stets überfüllte Rambla, das Palau de la Música Catalana, das beschauliche Leben in Gràcia, der Olympische Hafen...
An den verlängerten Wochenenden fuhr ich z.B. in das Kloster Montserrat, stündlich fährt ein Zug von der Plaza España dorthin. Oder nach Madrid, Valencia, nach Figueres ins Museo Dalí, nach Sitges, nach Sant Sardurni in die Freixenet- Kellereien, ins Ebrodelta nach Sant Carles de la Rápita u.v.m.
Bars, Kneipen, Kinos hat Barcelona unzählige, meine Lieblinskneipen waren das Musaranya und das Fronda in Grácia, Soniquete, eine Flamenco- Bar in der Altstadt (C/ Milans 5).
In vielen Museen ist der Eintritt am ersten Sonntag im Monat frei, aber im Picasso- Museum (Montcada, 15-23) waren die Menschenmassen an diesem Tag wirklich fast tödlich...

Wohnung

Von Studentenwohnheimen kann ich jedem nur abraten, weil sie teuer, dunkel und meistens dreckig sind. Ich hatte über „habitatgejove“ eine WG in Gràcia gefunden, wohnte dort mit 2 Argentiniern zusammen. Das Zimmer war klein, möbliert und kostete 200,- Euro inklusive Nebenkosten.

Tipp

Im Goethe- Institut in der Carrer Manso, 24-28, gibt es eine Pinnwand, wo man Anzeigen jeder Art aushängen kann. So habe ich meine Intercambio (Sprachaustausch- PartnerIn) gefunden, die mir nicht nur im Spanischen weiterhalf, sondern mir auch viel zu dem Hintergrund der Zweisprachigkeit, zu Geschichte und Kultur erzählen konnte. Außerdem fanden dort viele Lesungen statt, und deutschsprachige Filme wurden im Filmtheater „Apolo“ ( Nou de la Rambla, 113, Barcelona) gezeigt. (Es gab schon Tage, wo ich kein catalá mehr hören konnte...)

Fazit

Mein Wintersemester 2002/03 in Barcelona war spannend, witzig, erlebnisreich und empfehlenswert. Ich würde der Stadt wegen immer wieder gerne nach Barcelona zurückkehren, doch wegen der Dominanz des Katalanischen würde ich dort nicht wieder studieren. Angenehm waren die Temperaturen; bei 25 Grad Celsius Weihnachten am Strand in der Sonne sitzen, das hat schon was.

   
Autor(in): Susanne Erler (sanne.erler@web.de)
  
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Universitat de Barcelona- Facultat de Medicina

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Febreq- Website der Medizinstudenten

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Habitatgejove- Wohnungsmarkt
  
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 6. Uni-Umfrage (II): Bewertung der vorklinischen Fächer

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In der letzten Ausgabe der Onlinezeitung hatten wir aus den vorläufigen, allgemeinen Ergebnissen der Uni-Umfrage die durchschnittliche Benotung der Vorklinik (2,4) und der Klinik (2,7) veröffentlicht. Im zweiten Teil der Vorabveröffentlichung der Ergebnisse aus der Uni-Umfrage geht es nun um die Bewertung der Faktoren Schwierigkeitsgrad, Vorlesungsbesuch und gute Qualität der Lehre wesentlicher Fächer der Vorklinik.

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Welche Fächer der Vorklinik werden als besonders schwierig eingeschätzt?
Bei den am schwierigsten hinsichtlich Lernaufwand, Abstraktion des Lernstoffes eingeschätzten Fächer finden sich die Biochemie (61 % der Umfragteilnehmer) und Anatomie (41 % der Umfrageteilnehmer) an der Spitze: Stoffwechselzyklen auswendig zu lernen und die Ursprünge, Ansätze und Innervationen von Muskeln zu lernen wird schwieriger eingeschätzt als die Aneignung des Grundlagenwissens in der Physiologie: Nur ein Drittel empfindet den physiologischen Lernstoff als schwierig. Etwas überrascht hat uns, dass nur rund 20 % der Studenten die Chemie als schwieriges Fach einschätzen. Aufgrund von Aussagen in Kommilitonenkreisen und dem, was man „allgemein so hört“, hatten wir erwartet, dass dieses Fach als schwieriger eingestuft wird. Nicht überraschend hingegen, dass die Medizinische Psychologie als verhältnismässig einfaches oder normales Fach bewertet wird, das nur 2 % als schwieriges Fach bezeichnen.

In welchen Fächern der Vorklinik besuchen die Studenten regelmässig die Vorlesung?
Gähnende Leere im Hörsaal mit einer „Platzgarantie in der ersten Reihe für jedermann/-frau“ oder rappelvoll bis auf den letzten Platz besetzt, so dass man auch auf Treppen und Gängen Platz nehmen muss – wie sieht der Vorlesungsbesuch in der Vorklinik aus? Zunächst einmal besuchen insgesamt nur 50 % der Studenten überhaupt regelmässig die Vorlesungen, die andere Hälfte scheint es vorzuziehen, im Selbststudium aus Büchern oder aber in den Seminaren und Praktika sich den Stoff anzueignen. Das Fach, in dem es mancherorts im Hörsaal schwierig sein könnte, einen Platz zu ergattern und die meisten Studenten zum Vorlesungsbesuch animiert, ist die Anatomie: 60 % der Studenten besuchen hier regelmässig die Vorlesungen. Wenn sich auch der Lernstoff schwierig aneignen lässt, der Interessantheitsgrad anatomischer Vorlesungen wird von keinem anderen Fach erreicht, wenn man diesen Faktor als wesentlich für den Vorlesungsbesuch ansieht. Alle weiteren vorklinischen Fächer sind eher nur sporadisch oder weniger besucht: Phyisologie-Vorlesungen besuchen 40 %, Biochemie-Vorlesungen rund 30 % der Studenten. Die Vorlesungen in Chemie und Psychologie werden nur von 10 % der Studenten in schöner Regelmässigkeit aufgesucht.

Welche Fächer werden von Studenten mit dem Urteil „Gute Qualität der Lehre“  bewertet?
Auch hier scheinen es die Anatomen zu sein, die den interessantesten und didaktisch ansprechendsten Unterricht in Seminar, Präpkurs und Vorlesung für die Studenten anbieten: Dem Urteil „Anatomie ist von guter Qualität in der Lehre gekennzeichnet“ stimmt mit über 70 % die Mehrheit der Umfrageteilnehmer zu. Rund die Hälfte der Studenten findet auch die Lehre in den Fächern Biochemie und Physiologie ansprechend und gut aufbereitet. Chemie wird immerhin noch von rund einem Drittel als didkatisch gut aufbereiteter und qualitativer Unterricht empfunden, während die medizinische Psychologie hier überraschenderweise eher schlecht weg kommt, wird sie doch nur von rund einem Fünftel der Studenten als qualitativ gut in den Lehrveranstaltungen empfunden.

Im nächsten Teil der Umfrage stellen wir die Ergebnisse für die Fächer der theoretischen Klinik vor. Wer noch nicht an der Umfrage teilgenommen hat, findet unter www.medi-umfrage.de noch bis Semesterbeginn Gelegenheit dazu. Und nicht vergessen: Ein bisschen Werbung zur Teilnahme an der Umfrage im Kommilitonenkreis schadet der Umfrage keineswegs....

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zur Teilnahme Uni-Umfrage
  
Diskussionen im Internet:
  

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 7. Studienfinanzierung (I)

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Ein Medizinstudium kostet: Zeit, Energie, Nerven und nicht zuletzt Geld. Im folgenden Artikel möchten wir Euch aufzeigen, mit welchen Ausgaben Ihr im Studium zu rechnen habt, wie die finanzielle Situation unter den Studierenden sich darstellt und welche Quellen es – neben der elterlichen Finanzspritze – für Euch gibt, das Girokonto zu füllen.

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Wieviel Geld benötigt man als Student zum Lebensunterhalt?
Rechnet man alle Kosten zusammen, die für den persönlichen Lebensunterhalt, das Wohnen und das Studium ausgegeben werden, so kann ein Betrag von rund 600 Euro als diejenige Summe angegeben werden, die für eine Deckung des Mindestbedarfes zur Verfügung steht (siehe dazu auch: Studie des Deutschen Studentenwerkes zur sozialen Lage der Studierenden in Deutschland, im Internet zu finden unter:
http://www.studentenwerke.de/se/2001/zusammenfassung.pdf ).
Hier sind natürlich innerhalb der Studentenschaft erhebliche Unterschiede festzustellen: Der eine ist mit einem 12-Quadratmeter-Appartment im preisgünstigen Wohnheim zufrieden, der andere bevorzugt das 50-Quadratmeter Privat-Appartment in zentraler Lage. Die Ausgaben für die Miete sind nur ein Punkt, der erheblich zu den Unterschieden innerhalb der Gesamtgruppe Studenten beiträgt.

Umfrage Einkommen, Lebenshaltungskosten und Nebenjobs unter Medizinstudenten
Wir haben seitens Medi-Learn einmal in einer Umfrage zu studentischen Nebenjobs Daten unter Medizinstudenten erhoben, die u.a. zeigen, welches monatliche Budget zur Verfügung steht. Durchschnittlich 574 € finden sich auf den Konten allmonatlich zur Lebensführung ein. Ein genauerer Blick auf die Verteilung zeigt allerdings 2 interessante Tendenzen: Zum einen muss ein Fünftel der Studenten mit 383 € und weniger im Monat haushalten, während auf der anderen Seite der Skala beinahe ebenfalls ein Fünftel der Umfrageteilnehmer über ein Budget verfügt, das 767 € und mehr beträgt. 

Prozentuale Verteilung des Monatsbudgets der Medizinstudenten 



Wofür muss ich als Student Geldausgaben berücksichtigen? 
Die „Standardausgaben“ für Miete, Nahrungsmittel, Fortbewegung (Bahn, Auto, öffentliche Verkehrsmittel) und Freizeitaktivitäten (Sport, Reisen etc.) variieren von Student zu Student und Universitätsstadt so sehr, dass wir hier keine allgemeinen Angaben machen möchten.

Als Student fallen aber folgende Beträge an, die zum Teil jedes Semester berücksichtigt werden müssen: Zum einen werden an jeder Universität pro Studienhalbjahr die sog. „Semestergebühren“ gezahlt: Gebühren für den Verwaltungsaufwand, das Semesterticket (falls es angeboten wird, könnt Ihr damit die öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei nutzen) usw. Ihr müsst etwa zwischen 80 und 180 € pro Semester einkalkulieren (die Höhe der Beiträge ist von Uni zu Uni verschieden).
Zum anderen kann der Aufwand für Lehrbücher und weiteren Studienbedarf (Kittel, Stethoskop, Präparierbesteck) insbesondere zu Studienanfang in Bereiche von mehreren Hundert Euro gehen. Auch in späteren Semestern müssen insbesondere für Bücher höhere Beträge ausgegeben werden.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zum Bereich 'vor dem Studium/Studienbeginn'
  
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 8. Ärzte im Interview: Dr. med. Dipl.-Ing.(FH) Andrej Nowakowski

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Wir möchten in der Reihe "Interview mit Ärzten" an dieser Stelle das Gespräch mit Herrn Andrej Nowakowski (Dr. med. Dipl.-Ing.FH) veröffentlichen, der den kleinen Fragenkatalog wie folgt beantwortet hat.

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Beschreibe bitte kurz Deinen Werdegang (Studienverlauf etc.). Welche Höhepunkte und welche Tiefpunkte gab es im Medizinstudium?
Abi mit 19, dann Bundeswehr - nein nicht für 12 Monate, sondern ursprünglich für 12 Jahre geplant. Normale Offizierslaufbahn inklusive Maschinenbaustudium (unter anderem in Unna, Aachen, Hannover, Hammelburg, Altenstadt, München und Augustdorf). Dann gab es plötzlich die Möglichkeit, die Verpflichtungszeit von 12 auf 9 Jahre trotz Studiums zu verkürzen, da die Bundeswehr damals von 490.000 auf 370.000 verkleinert wurde.
Diese Chance ließ ich mir natürlich nicht entgehen und entschied mich gegen Arbeiten und für ein Studium, da ich die Freiheiten eines Studiums sehr wohl zu schätzen wusste und zudem finanziell durch eine ordentliche Abfindung und Übergangsgebührnisse sowie zusätzlich durch eine kleine Nebentätigkeit in einem eigenen Ingenieurbüro relativ unabhängig war.
Habe dann also an der Medizinischen Hochschule in Hannover mein Studium begonnen und nach 5 Jahren und dem 2. Staatsexamen für das Praktische Jahr (PJ) nach Münster an die WWU gewechselt.
So richtige Tiefpunkte gab es eigentlich nicht, ich habe das Studium genossen und es als fortwährenden Höhepunkt angesehen.

Was hast Du am Tag Deines 3. Staatsexamens gemacht, nachdem Du die Prüfung erfolgreich hinter Dir und damit das Medizinstudium abgeschlossen hattest?
Ein paar Leute eingeladen, Bier gekauft und ein wenig gefeiert.

Mit welcher Motivation, sprich warum hast Du Dich entschieden, Medizin zu studieren?
Ziel ist und bleibt eine Tätigkeit im Überschneidungsgebiet von Maschinenbau und Medizin: Entwicklung von Endoprothesen z.B. ist ein Traum für mich. Aber auch die derzeitige Arbeit in der Orthopädie ist schön.

Wie bewertest Du die Motivation rückblickend?
Naja, ich bin kein „Brenner“, kein „Arbeits- oder Lerntier“: Mit möglichst wenig Aufwand das Maximum erreichen… das habe ich quasi perfektioniert.

Wie sieht der Alltag als Arzt für Dich heute aus? Was macht Dir am meisten Spass? Was am wenigsten?
Derzeit bin ich als AIP-Flüchtling in einem schnuckligen Ort in der Schweiz als Assistent in der Orthopädie unterwegs. Hier werde ich zu 50% klinisch und zu 50% wissenschaftlich (natürlich im Bereich der Endoprothetik) arbeiten. Das hält mich auf dem richtigen Weg und durch die Erlangung der vollen Approbation bleibt auch noch die Hintertür offen.

Welche Tipps würdest Du Studenten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, Medizin zu studieren, mit auf den Weg geben?
Hört einfach auf das, was die erfahreneren Studenten der höheren Semester sagen, versucht nicht, alles selber herauszufinden: Wenn die sagen, das kann man knicken, da muß man nicht hin… dann genießt die Zeit… und knickt es!

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

   
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 9. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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 10. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Ulrich Sündermann - Hospizbewegung und Palliativmedizin'

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 11. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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