29.09.2003

Ausgabe 181/03

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Der verständige Zuhörer ist der Geburtshelfer manch guter Gedanken.
(Charles Tschopp, schweiz. Aphoristiker)


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 Editorial
  

Hallo,

immer wieder montags fängt nicht nur eine neue Woche an, immer wieder montags gibt es auch eine druckfrische Ausgabe der Onlinezeitung. Was haben wir heute im Angebot? Es gibt einen weiteren Vorab-Artikel zur Uni-Umfrage (Bewertung der klin. Fächer und Monatsbudget), Thomas Keller (Acomed-Statistik) widmet sich dem Problem des Nachweises von Äquivalenz und wir stellen Euch die aktuelle Folge des ER von PRO7 vor.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Peter Dahlhausen von der Deutschen Ärzteversicherung gibt auf häufige Fragen zum Thema "Versicherungsschutz im PJ" Auskunft. Aus dem neuen redaktionellen Bereich "vor dem Studium" geben wir Hinweise zu Fragen der Studienfinanzierung durch Stipendien und stellen Euch das Ärzteinterview mit David Czell vor. Schliesslich gibt es in dieser Onlinezeitung einen weiteren Abschnitt aus dem Kapitel "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" von Dr. Raddatz. Die aktuellen Forenbeiträge und Jobanzeigen in der Medi-Jobbörse dürfen natürlich auch nicht fehlen für all diejenigen, die auf der Suche nach einer Stelle bzw. einem interessanten Forenbeitrag sind.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Uni-Umfrage: prakt. Klinik und Monatsbudget
2.ER - Der zweite Tod
3.Medi-Jobbörse: der Jobticker
  
4.Statistische Methoden zum Nachweis der Äquivalenz
5.Dr. Raddatz: Lehrjahre sind keine Herrenjahre (2)
6.Fragen+Antworten zur Versicherung im PJ
  
7.Studienfinanzierung : Stipendien
8.Ärzte im Interview: David Czell (Assistenzarzt Neurologie)
9.Gelauscht: Interessantes aus den Medi-Foren
  
10.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung
11.Impressum/Abofunktion/Mitarbeit
  

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 1. Uni-Umfrage (4): praktische Klinik und Monatsbudget

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Nachdem wir uns in den letzten 3 Ausgaben der Onlinezeitung der Bewertung von Vorklinik und Klinik im Allgemeinen sowie der Einzelbewertung der Fächer aus der Vorklinik und theoretischen Klinik gewidmet hatten, sind nun die Fächer aus dem klinischen Abschnitt an der Reihe: Wie schwer werden sie empfunden, wie hoch ist der Vorlesungsbesuch und wie gut die Qualität der Lehre. Diese Punkte und die Frage nach der Finanzlage der Studenten sind Thema des folgenden Artikels:

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In welchen Fächern der praktischen Klinik gehen die Studenten regelmässig in die Vorlesungen?
Auch in den von uns erfragten Fächern der praktischen Klinik nimmt die Tendenz der Studenten, regelmässig an den Vorlesungen teilzunehmen, weiter ab: Nur noch 27,5 % der Studenten besuchen regelmässig die Lehrvorträge im Audimax. Spitzenreiter ist dabei die Kinderheilkunde, deren Vorlesungen durchschnittlich 40 % der Studis beiwohnen. Schlusslicht sind die chirurgischen Vorlesungen, die nur von 15 % regelmässig besucht werden. Die weiteren Fächer (Anteil regelmässiger Vorlesungsbesuch in Klammern): Neuro (32 %), Innere (30 %) und Gynäkologie (21 %). Bemerkenswert, dass in den von uns erfragten Fächern des klinischen Ausbildungsabschnitts weniger als 30 % der Studenten die Vorlesungen besuchen: Ein Grossteil scheint es vorzuziehen, direkt aus den Büchern zu lernen und verzichtet auf die Zeitinvestition, die mit dem Besuch dieser Lehrveranstaltungen verbunden ist.

Welche Fächer der praktischen Klinik werden mit dem Urteil "Gute Qualität der Lehre" versehen?
Im Durchschnitt wir die didaktische Qualität der Lehre in den Fächern des klinischen Abschnitts von 44 % der Umfrageteilnehmer als "gut" bewertet. Spitzenreiter hinsichtlich der "guten" Lehrveranstaltungen ist die Innere Medizin: Hier gelangen 58 % der Studenten zu dem Qualitätsurteil "Didaktische Qualtität ist gut". Schlusslicht ist hier die Gynäkologie, der nur 32 % der Studenten das Urteil "Gute Qualität der Lehrveranstaltungen" geben möchten. Die weiteren Fächer (in Klammern der prozentuale Anteil derjenigen, die das Fach als didaktisch gut gelehrt bezeichnen): Pädiatrie (46 %), Neurologie (44 %) und Chirurgie (38 %). Dass die Qualität der Lehre in diesen grossen und von uns repräsentativ für diesen Studienabschnitt herausgegriffenen Fächern insgesamt von weniger als der Hälfte der Studenten mit dem Urteil "Gute Qualität der Lehre" betitelt wird, zeigt das weitreichende Bedürfnis der Studenten nach einer Verbesserung der Ausbildungsmodalitäten. Inwzischen sind ja einige Bestrebungen  diesbezüglich in Gang gesetzt (Evaluationen der Lehre, problemorientiertes Lernen), die hoffen lassen, das sich dieses Ergebnis in Zukunft verbessern könnte.

Welche Fächer der praktischen Klinik werden als besonders schwierig (hoher Lernaufwand) angesehen?

Nach dem Physikum wird vieles einfacher - auch diese Tendenz setzt sich fort: Nur durchschnittlich 8 % der Studenten sehen die von uns erfragten Fächer der praktischen Klinik als schwierig hinsichtlich Verständnis und zeitaufwendig hinsichtlich des Lernaufwandes an (dies waren in der Vorklinik noch 40 % und in der theoretischen Klinik 28 % der Studenten). Sämtliche von uns erfragten Fächer wurden von weniger als 10 % der Studenten als schwierig empfunden, oder andersherum ausgedrückt: 90 % der Studenten sind der Ansicht, dass die Fächer der praktischen Klinik NICHT schwierig zu verstehen sind und relativ zeitsparend - vergleicht man sie mit dem Lernaufwand für einzelne Fächer der Vorklinik - gelernt werden können. Die Ergebnisse der Fächer im Einzelnen (in Klammern der Anteil derjenigen Studenten, die diese Fächer als schwierig einstufen): Neuro (12 %), Pädiatrie (8 %), Innere (8 %), Gynäkologie (5 %), Chirurgie (4 %). Also ist Fakt: Nach dem Physikum wird vieles anders und manches einfacher!

Ohne Moos nichts los - wie sehen das durchschnittliche studentische Budget und die Miethöhe aus?
Wir haben in einem separaten, anonymen Teil der Umfrage die Angaben zum Monatsbudget, das dem Studenten insgesamt zur Verfügung steht, sowie zur Höhe der Miete erfragt. Wir waren sehr dankbar und überrascht, wie zahlreich Ihr diese sensiblen Daten (die wie gesagt unabhängig von den Personendaten ausgewertet werden) angegeben habt. Des Studenten monatlicher Geldbeutel fasst durchschnittlich 650 Euro - dies ist der Durchschnittswert zur Frage "Wieviel Geld habt Ihr monatlich insgesamt zur Verfügung?". Dabei sind die Streuungen der insgesamt 2.400 Angaben enorm: Von 150 Euro (wahrscheinlich bei den Eltern wohnend) bis hinauf zu 2.000 Euro reichten die Angaben. Wieviel Geld geht davon für die Miete drauf? Hier ergab sich aus den insgesamt vorhandenen 2.302 Angaben eine durchschnittliche monatliche Miethöhe von 346 €, wobei auch hier die Streuungen sehr weit lagen: von 150 € bis maximal 1.000 € reichten die Werte für die monatliche Mietzahlung.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zur Teilnahme an der Uni-Umfrage
  
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 2. Emergency Room - Die Notaufnahme

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Der zweite Tod
01. Oktober 20:15 Uhr Pro7

Dr. Romano kann sich nur schwer mit der neuen Situation abfinden. Als er bei einer Operation zusieht, bei der das Bein eines Patienten abgenommen werden muss, bekommt er schwere Depressionen. Dr. Corday versucht, ihren Kollegen zu trösten. Als er zum Dank ihre Wange streichelt, flüchtet sie ... Auf einer Halloweenparty ist ein Feuer ausgebrochen. Bei der Behandlung der meist schwulen Patienten offenbart Pratt eine Abneigung gegen Homosexuelle ...

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Die gesamte Story gibt es am Mittwoch um 20.15 Uhr auf Pro7 oder Online unter http://www.prosieben.de/serie/er/.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 3. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 300 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

Aip-Stelle in der Inneren (z.B. Gastro) gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

wissenschaftl.Mitarbeit

Stellengesuche/Jobs_in_alternativen_Berufsfeldern

PJ-Stelle in der Schweiz gesucht

Stellengesuche/PJ-Stellen

Plastische oder Allgemeine Chirurgie

Stellengesuche/AiP-Stellen

Suche AIP Stelle Innere Medizin, vorzugsweise Berlin

Stellengesuche/AiP-Stellen

Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen

Assistenzärztin/-arzt (BAT-O IIa)

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Assistentenstelle in der Schweiz - Innere Medizin

Stellengesuche/AiP-Stellen

Suche PJ-Stelle Innere in der Schweiz ab 02/2004

Stellengesuche/PJ-Stellen

Oberarzt/ - ärztin mit Schwerpunkt Neonatologie und/oder pädiatrische Intensivmedizin

Stellenangebote/Oberarzt_Chefarzt

Assistenzarztstelle in der Inneren Medizin

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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 4. Statistische Methoden zum Nachweis der Äquivalenz

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Der Nachweis der Gleichheit von Eigenschaften zweier Gruppen ist gar nicht so selten Gegenstand einer Forschungsarbeit: So soll z.B. gezeigt werden, dass eine kostengünstigere Therapie genauso gut ist wie eine kostenintensive, oder dass sich ein bestimmtes physiologisches Merkmal in zwei Gruppen nicht unterscheidet. Am häufigsten ist vielleicht die Bioäquivalenzprüfung bei Arzneimitteln. Hier wird untersucht, ob sich z.B. die durch eine Fläche charakterisierten Zeitkurven des Blutgehaltes von zwei verschiedenen Verabreichungsformen eines Arzneimittels nicht unterscheiden.

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Das meist anzutreffende Vorgehen:"Der t-Test (oder auch c2-Test, Mann-Whitney-U-Test usw.) liefert keinen signifikanten Unterschied, also sind die Gruppen bzgl. des untersuchten Merkmals gleich" greift zu kurz. Ein solches Ergebnis ist zwar ein Anhaltspunkt, aber kein Nachweis. Denn es handelt sich um Signifikanztests, mit denen die Ablehnung der - die Gleichheit besagende - Nullhypothese nachgewiesen wird, nicht deren Annahme.

Insbesondere dann, wenn das Hauptziel eines Projektes im Nachweis einer Äquivalenz besteht, sind die entsprechenden Tests angebracht: die Äquivalenztests. Wie auch bei den Tests zum Nachweis von Unterschieden gibt es bei den Äquivalenztests je nach der untersuchten Größe (z.B. Mittelwerte, Verhältnisse, Varianzen) entsprechende Vorgehensweisen.

Ausgangspunkt eines Äquivalenztests ist das Auffassen der Äquivalenz als Differenz mit der Größe 0 im Idealfall. Im Falle realer Daten wird ein um 0 liegender Differenzbereich festgelegt, innerhalb dessen sich zwei Merkmale höchstens unterscheiden dürfen. (Bemerkung: Ähnlich des Differenzbereiches kann man auch ein Verhältnisbereich verwenden, der um 1 liegen soll.) Die Wahl der Differenz hängt erstens von der Fragestellung ab: Geht es z.B. ganz banal um Schuhgrößen zweier Gruppen, die äquivalent sein sollen, so dürfen sich die Fußgrößen um weniger unterscheiden als die Unterschiede zweier benachbarter Schuhgrößen. - Zweitens beeinflusst die Streuung des Merkmals die Wahl der Maximaldifferenz; meist wird der Differenzbereich relativ zur Standardabweichung vorgegeben.

Nach der Festlegung des Differenzbereiches gibt es zwei Herangehensweisen. Zum einen werden - wie von den o.g. Tests her bekannt - Null- und Alternativhypothesen aufgestellt, nur dass sie umgekehrt formuliert werden, und dass es zwei Nullhypothesen gibt: Die Nullhypothesen besagen, dass die Differenz der Merkmale unterhalb bzw. oberhalb des Differenzbereiches liegt. Die Alternativhypothese nimmt dagegen die Lage der Differenz innerhalb des Bereiches an. Werden beide Nullhypothesen mit einer vorgegebenen Irrtumswahrscheinlichkeit a abgelehnt, gilt die Äquivalenz als nachgewiesen.

Die andere Herangehensweise benutzt (1-2*a)-Vertrauensbereiche (Konfidenzintervalle). Für die Daten wird der Vertrauensbereich der Differenz der Gruppen bzgl. des Merkmals ermittelt. Liegt der Vertrauensbereich vollständig im vorgegebenen Differenzbereich, so ist die Äquivalenz nachgewiesen.

Zum Schluss sei das Vorgehen beim Nachweis der Äquivalenz der Mittelwerte X und Y zweier Gruppen mit der gleichen Standardabweichung s und den Stichprobenumfängen N1 und N2 angegeben. Zunächst wird der Differenzbereich festgelegt, der von -D bis +D reichen soll. Dann wird das (1-2a)-Konfidenzintervall nach der Formel
KIunten, oben = X-Y ± t1-a, N1+N2-2·s·Wurzel(1/N1+1/N2)
berechnet. Die Größe t (Quantile der zentralen t-Verteilung) entnimmt man der Tabelle eines Statistikbuches oder verwendet die MS-EXCEL-Funktion TINV. Wenn gilt
-D < KIunten < KIoben < +D
ist die Äquivalenz nachgewiesen.

Literatur: Rasch et al. (1998): Verfahrensbibliothek, Band II, S. 686 ff., R. Oldenbourg Verlag München Wien

Unter http://www.acomed-statistik.de finden Sie weiterführende Hinweise, Tools und Links.

   
Autor(in): Thomas Keller (ACOMED-Statistik) (thomas.keller@acomed.de)
  
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Acomed-Statistik, Leipzig
  
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 5. Arzt in der Ausbildung: Lehrjahre sind keine Herrenjahre (2)

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Wie auch - von eineiigen Zwillingen abgesehen - sonst kein Mensch dem anderen gleicht, so gilt es auch in der Medizin, die Individualität des Einzelfalls zu berücksichtigen. Was gestern bei Patient X richtig war, kann heute bei Patient Y grundverkehrt sein. Da nützen auch alle Schulbücher nichts, die naturgemäß nur das allgemeine abhandeln, im Einzelfall aber durchaus versagen können. Aus dieser Binsenweisheit ergibt sich zwangsläufig, daß Medizin ein Lehrberuf ist. Man lernt mehr vom Zuschauen, Nachmachen, Ausprobieren unter Anleitung als aus Büchern.

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Zumindest gilt das für die klinische Medizin, in der man unmittelbar mit kranken Menschen zu tun hat. Dabei ist es dieser Umstand, der nun schon seit Jahrzehnten unbefriedigende Studienverläufe, frustrierte Studenten und ohnmächtige Professoren hinterläßt. Der praktische Teil der Ausbildung kommt immer noch zu kurz; findet er aber ausnahmsweise einmal doch statt, so bildet sich aufgrund der Kürze so gut wie nie eine Beziehung zwischen Lehrling und Meister aus, wie es in handwerklichen Berufen üblich und sinnvoll ist. Bedeutende Ärzte - so war es jedenfalls in der Vergangenheit - hatten auch stets bedeutende Vor- und Ausbilder. Wie ist es zu dieser Fehlentwicklung gekommen?

Als die entbehrungsvollen Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg dem Wirtschaftswunder Platz gemacht hatten, als die Bäuche wieder dicker und die Gesichter runder wurden, als im Sommer die ersten Blechkarawanen gen Süden zogen und Gastarbeiter - gewissermaßen im Gegenzug - ihre Familien von den Vorzügen deutschen Wohlstands in Form von D-Mark überzeugen konnten, wurden nicht nur die Portemonnaies, sondern auch die Wartezimmer voller und voller. „Runde drei Stunden mußte meine Mutter beim Arzt warten“, klagte ein Abgeordneter dem nächsten. Dagegen mußte etwas unternommen werden, zumal die Feldschäre und Lazaretthelfer, die Sanitätsgefreiten und die Hospitalärzte, die keinen Unterschlupf in Nachkriegsbehörden und -ämtern fanden und somit ihr Glück in der eigenen Praxis suchen mußten, sich unaufhaltsam dem Rentenalter näherten. So wurde in politischen Kreisen - schon damals glaubte man irrtümlich an die Kompetenz des Gesundheitsministeriums - der Plan gefaßt, die Approbationsordnung zu ändern und damit dem drohenden Versorgungsengpaß entgegenzuwirken. Um das gewünschte Output, nämlich eine effektivere Krankenversorgung, sicherzustellen, mußte am Input geregelt werden. Der Eintritt ins Studium wurde vereinfacht, die gerufenen Massen kamen, konnten aber nicht allerorts adäquat untergebracht werden, wie wenn in Berlin die „Internationale Funkausstellung“ mit der „Touristik-Börse“ und der „Grünen Woche“ gleichzeitig stattfände. Die Bettenknappheit in Hotels und Pensionen ist vorhersehbar. Um nicht gleich ins Chaos zu stürzen, regelte die Politik, wie sie es immer tut, sie schafft eine Behörde und damit das Problem aus der Welt, wie sie felsenfest glaubt und unbeirrt an diesem Glauben festhält. Dieser Behörde kam und kommt - da sie heute immer noch existiert - die Aufgabe zu, aus den tausenden von Studienplatzbewerbern diejenigen herauszufiltern, die wohl am ehesten geeignet sind. Ein hoffnungsloses Unterfangen, wie wir bereits gesehen haben.

Damit hat sich die neue Approbationsordnung noch nicht erschöpft. Frei nach dem Motto „Wenn wir schon mal dabei sind ...“ wurde das bis dahin uneinheitliche, aber effektive System der mündlichen Prüfung durch die eigenen Hochschullehrer abgeschafft. Ministeriale Staatssekretäre hielten Ausschau nach einem System, das einen Vergleich der Resultate ermöglicht, also eine Form der Einheitsregelung, und fanden diese - gleich den anderen bedeutenden Exportschlagern wie Coca-Cola, Micky Mouse oder den Vietnamkrieg - in den Vereinigten Staaten. Dort hatte sich ein Prüfungssystem mit dem beziehungsreichen Namen „Multiple Choice“ etabliert. Es basiert auf der einfachen Vorstellung, dem Prüfling zu der Prüfungsfrage gleich die richtige Antwort mitzuliefern. Um es nicht ganz so leicht zu machen, werden noch vier Falschantworten untergemischt. Somit hat jeder Kandidat allein durch Raten die Chance von 20 Prozent. „Wer wird Millionär“ für Mediziner. Hallelujah! Mit 60 Prozent richtiger Antworten ist man durch. Es lebe die Statistik. Auch heute noch hat es ein Jungarzt verständlicherweise wesentlich leichter, wenn er zur Diagnosestellung aus vier Möglichkeiten auswählen darf. Bedauerlicherweise finden sich auf Überweisungs- oder Krankenhauseinweisungsscheinen zwar alle möglichen Fragen, aber nicht eine einzige Antwort, geschweige denn deren fünf, wovon eine die richtige sein muß. Wir müssen also darauf eingerichtet sein, aus eigener Kraft auf die richtige Diagnose zu kommen, um unsere heilenden Kenntnisse nutzbringend einsetzen zu können.

   
Autor(in): Dr. med. Thomas Raddatz (Dr.Raddatz_Vellmar@gmx.de)
  
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Homepage von Dr. Raddatz
  
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 6. Fragen zur Berufshaftpflicht im PJ

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Angeregt durch verschiedene Fragen im Forum zum Thema Versicherungsschutz im PJ, sind wir mit der Frage "Wie stellt sich die Haftpflichtsituation für einen PJ'ler dar?" an Herrn Peter Dahlhausen von der Deutschen Ärzte-Versicherung herangetreten und haben folgende Antwort bekommen.

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Wie stellt sich die Haftpflichtsituation für einen PJ'ler dar?
Diese Frage kann man leider nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich ist es zwar so, dass ein PJ'ler noch Student ist und damit in der "Obhut" seiner Universität - oder noch genauer: des Landes - steht, dennoch beginnt mit dem Praktischen Jahr, wie der Name schon sagt, die praktische Arbeit am und mit dem Patienten, und dies in der Uniklinik oder in einem angeschlossenen Lehrkrankenhaus, manchmal sogar im Ausland.

Wer also kommt für die Berufshaftpflicht auf? Das Land, die Uni, die medizinische Fakultät, das Ausbildungskrankenhaus? Oder muss man selbst vorsorgen?
Entsprechend dieser komplexen Situation gibt es auch verschiedene Lösungsansätze bzw. Regelungen.

So gibt es z.B. die Möglichkeit, dass der PJ'ler in die Betriebshaftpflichtversicherung der Uniklinik mit eingeschlossen ist und das dieser Schutz auch für die angeschlossenen Lehrkrankenhäuser gilt. Diese Versicherung kann sogar die sogenannte "1. Hilfe" ausserhalb der eigentlichen Tätigkeit als PJ oder auch ein Auslandstertial einschliessen. Das muss aber nicht so sein!

Grundsätzlich ist zu empfehlen, sich vor dem PJ bei der in der jeweiligen medizinischen Fakultät zuständigen Stelle in der Verwaltung nach der geltenden Regelung zu erkundigen. In vielen Fällen enthalten die PJ-Informationen der Fakultäten, die z.T. mit der Zuweisung zu einem Ausbildungskrankenhaus verschickt oder ausgehändigt werden, auch Informationen über die Haftpflichtsituation. Nachfragen sollte man in jedem Fall auch nach den Regelungen für die 1. Hilfe und für sogenannte
Freundschaftsdienste ("Mir tut mein Bauch weh - was würdest Du mir denn empfehlen?"...). Und: Bei einem Auslandsaufenthalt muss absolute Sicherheit über die Haftungsregelungen vorhanden sein!

Auf Nummer Sicher gehen
Wer auf Nummer Sicher gehen will, der kann auch eine eigene Haftpflichtversicherung abschliessen. Die kostet meist nicht viel, schützt aber in allen Fällen - auch für den theoretisch möglichen Fall, wenn tatsächlich der aufsichtsführende, ausbildende Arzt in einem Haftungsfall Rückgriff auf den PJ'ler zu nehmen versucht, weil dieser den "Fehler" begangen hat, obwohl ihm schon "50 mal gezeigt wurde, wie es geht".

Private Versicherungen
Private Versicherungen, die auf Ärzte spezialisiert sind, halten preiswerte Angebote für PJ'ler bereit. Diese beziehen i.d.R. auch die Privathaftpflicht mit ein - für den Fall, dass man z.B. schon verheiratet ist ein großes Plus, denn dann ist man als "Privatperson" nicht mehr über seine Eltern versichert.

Berufsverbände
Die Berufsverbände Hartmannbund und Marburger Bund bieten ihren Mitgliedern sogar "kostenlos" die Berufs- und Privathaftpflichtversicherung für das PJ und z.T. sogar für das AiP an, indem sie den Versicherungsbeitrag übernehmen. Dann kann man neben dem Versicherungsschutz auch noch die gesamten Verbandsleistungen und Services, wie z.B. die berufsbezogene Rechtsberatung, nutzen.

Peter Dahlhausen
Deutsche Ärzte-Versicherung
e-mail Peter.Dahlhausen@aerzteversicherung.de

= = Produkthinweis = =

Mehr zu den Haftpflichtangeboten der Deutschen Ärzte-Versicherung inkl. der
kostenlosen Berufs- und Privathaftpflicht für Verbandsmitglieder gibt es
unter
http://www.medi-learn.net/cms/jump/jump.cgi?ID=102&aerzteversicherung_pj 

= = Ende: Produkthinweis = =

   
Autor(in): Peter Dahlhausen (Dt. Ärzteversicherung) (Peter.Dahlhausen@aerzteversicherung.de)
  
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Versicherung im PJ
  
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 7. Studienfinanzierung (III)

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Einige Studenten haben das Glück, ein Stipendium für das Medizinstudium zu erhalten. Im folgenden Artikel stellen wir die Studienstiftung des Deutschen Volkes aus der Sicht einer Studentin und aus Sicht eines Mitglieds der Aufnahmekommission und einige weitere Vergabestellen für Stipendien vor.

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Stipendien
Eine ganze Reihe von Institutionen gewährt besonders befähigten oder besonders engagierten Studenten Stipendien, also Zuwendungen in materieller und immaterieller Form. Ein Stipendium zu bekommen und die konkrete Ausgestaltung dessen, was man als Stipendiat beachten muss und welche Vorzüge man in Anspruch nehmen kann, ist sicherlich so unterschiedlich wie die verschiedenen Organisationen, die Stipendien vergeben. Daher möchten wir Euch an dieser Stelle die Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie einige weitere Informationsseiten für Stipendien vorstellen.

Studienstiftung des Deutschen Volkes (keine eigene Bewerbung möglich, man wird vorgeschlagen)

Erfahrungsbericht Ricarda M. – Aufnahmewochenende der Studienstiftung und wie es weiterlief
Ricarda M. ist eine Studentin aus Heidelberg, die ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes erhält. Die Studienstiftung ist eine politisch und weltanschaulich unabhängige Stelle zur Vergabe von Stipendien, für die man vorgeschlagen werden muss (eine Selbstbewerbung ist nicht möglich). 
Ricarda erinnert sich rückblickend an das Aufnahmewochenende und die ersten Semester der Förderung, die sie bislang erhalten hat:
Es begann alles nach der mündlichen Abiturprüfung. Unser Schulleiter hat mich dann nach Bekanntgabe der mündlichen Abiturnoten zu einem persönlichen Gespräch gebeten, in dem er mir mitteilte, dass er mich für ein Stipendium der Studienstiftung vorschlagen möchte. Nachdem ich nachhakte, "womit ich mir das verdient habe", lobte er mein Engagement in den verschiedenen AG´s an unserer Schule (Bibliothek-AG, Schulgarten-AG, Ökologie-AG). Kurz nach Semesterstart und Beginn des Medizinstudiums erhielt ich einen Brief der Studienstiftung, in der die näheren Formalitäten des Wochenendes mit den Auswahlgesprächen erläutert wurden. 
Ich fuhr mit gemischten Gefühlen dorthin. Nach der ersten Kennenlernrunde am Freitag ging dann das offizielle Programm für den Samstag/Sonntag los: Jeder hatte in einer Gruppe zu 6 Personen ein ausführlicheres Referat vorzutragen, das dann anschliessend im Gruppenkreis diskutiert wurde. Zudem gab es zwei Einzelgespräche mit Mitgliedern der Auswahlkommission über rund 45 Minuten, in denen über den Lebenslauf, die persönlichen Ziele und Motivation für das Studium geredet wurde. Es lief sehr locker ab und ich habe mich dann so gegeben, wie ich immer bin und nicht versucht, mich zu verstellen oder besonders „klug“ oder so zu wirken. 
In den nächsten Wochen sollten wir das Ergebnis per Post erhalten und einen kleinen Jubelsprung habe ich dann auch gemacht, als ich die Nachricht las, dass ich als Stipendiat in die Studienstiftung aufgenommen bin.
Ich erhalte nun ein Büchergeld und einen Stipendienbetrag und muss für jedes Semester einen kleinen Bericht über meine Erfahrungen beim sogenannten Vertrauensdozenten (ein Hochschullehrer, der die Studienstiftler an der Uni betreut und bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht) abgeben. Zudem treffen wir uns meist einmal pro Semester zu einem Grillabend, Theaterbesuch, Museumsgang zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch untereinander. Die Studienstiftung bietet zudem u.a. sogenannte Sommerakademien, Sprachkurse und Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Auslandsaufenthalten.“


Soweit Ricarda M. im Gespräch mit der Redaktion. An dieser Stelle vielleicht noch folgender Hinweis der Redaktion: Es ist auch möglich, noch im Laufe des Studiums für ein Stipendium durch einen Hochschullehrer vorgeschlagen zu werden oder aber z.B. im Rahmen der Doktorarbeit Stipendien der Studienstiftung zu erhalten. 

Nähere Infos zur Studienstiftung des Deutschen Volkes findet Ihr unter:
http://www.studienstiftung.de 


Weitere Vergabestellen von Stipendien, die auch eine Bewerbung zulassen

Kann man sich bei der Studienstiftung nicht selber für ein Stipendium vorschlagen, so bieten einige weitere Institutionen die Möglichkeit, sich für ein Stipendium zu bewerben. Diese v.a. kirchlichen Institutionen und partei- bzw. industrienahen Stiftungen vergeben Stipendien, deren konkrete Anforderungen hier im einzelnen aufzuführen den Rahmen sprengen würde, so dass wir hier einen weiterführenden Link zu den wichtigsten Organisationen zur Vergabe von Stipendien anführen und Euch bei Interesse zur Lektüre und Informationssuche empfehlen möchten.

http://www.begabte.de/ 


   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zum Bereich 'vor dem Studium/Studienbeginn'
  
Diskussionen im Internet:
  

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 8. Interview mit David Czell (Assistenzarzt Neurologie)

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Wir möchten in der Reihe "Interview mit Ärzten" an dieser Stelle das Gespräch mit Herrn David Czell (Assistenzarzt Neurologie) veröffentlichen, der den kleinen Fragenkatalog wie folgt beantwortet hat.

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Beschreiben Sie bitte kurz Ihren studentischen Werdegang (Studienort, Studienverlauf, Studienzeit etc.). An welche Höhepunkte und auch Tiefpunkte während des Studiums erinnern Sie sich noch heute? 
Studienort: Marburg, Studienzeit: von 4/1995-11/2001; Physikum: 4/1997, 1.Staatsexamen: 4/1998, 2. Staatsexamen 8/2000, 3. Staatsexamen 11/2001 PJ: Innere und Chirurgie in der Uniklinik Marburg, Neurologie an der Uniklinik Zürich, Dissertation in der Neurochirurgie Marburg von 1997 – 2003 (Wirkung von intrathekal appliziertem Baclofen auf die Ausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin und HVA aus dem Nucleus paraventricularis hypothalami der Ratte.)
Richtige Tiefpunkte gab es eigentlich nicht, da ich recht gut durch das Studium gekommen bin. Natürlich waren die längeren Lernphasen anstrengend und es nervte einen, wenn Freunde, die in einem anderen Fachbereich studierten, am See lagen und man selbst lernen musste.
Ein grosser Höhepunkt war das bestandene Physikum, da man sich davor sehr verrückt gemacht hat und natürlich das 2. Staatsexamen wegen der langen Lernphase. 
Besonders gefallen haben mir von den Studienfächern die Anatomie (Aufbau des Menschen ) und die Neurologie ( spannend, geheimnisvoll ), eher nicht so interessant fand ich Arbeitsmedizin und Sozialmedizin ( trocken und langweilig).

Was haben Sie am Tag Ihres 3. Staatsexamen gemacht, nachdem Sie die Prüfung erfolgreich hinter sich gelassen und damit das Medizinstudium abgeschlossen hatten?
Mit Freunden essen gegangen und Champagner getrunken.

Mit welcher Motivation haben Sie das Medizinstudium begonnen, sprich warum haben Sie sich entschieden, Medizin zu studieren? Gab es den entscheidenden Augenblick/Situation, mit dem feststand „Jetzt weiss ich es: Ich studiere Medizin“?
Ich hatte auf dem Flug in die USA 1993 ( nach dem Abitur ) den Film „Awakenings“ gesehen: In dem Film geht es um Patienten mit Postencephalitischem Syndrom, die in einem Art "Schlafzustand" sind und durch O. Sachs mit Hilfe von L-Dopa "geweckt" wurden. Der behandelnde Neurologe war der einzige, der diese 
Patienten nicht aufgegeben hat und versucht hat, ihnen zu helfen.

Wie bewerten Sie diese Motivation rückblickend? Hat sie sich während des Studiums aufrechterhalten oder in welcher Form hat sie sich geändert?
Ich hatte schon gehofft, mehr Menschen helfen zu können. Mittlerweile freut man sich, wenn sich von 10 Patienten einer bei einem bedankt…

Wie sieht der Alltag als Arzt für Sie heute aus? Was macht Ihnen am meisten Spass? Was am wenigsten?
Ich bin in der Neurologie tätig. Am meisten Spass macht mir der Umgang mit den Patienten, weniger Spass macht mir der gesamte Papierkram, mit dem ich 30 bis 40 % meiner täglichen Arbeitszeit verbringe.

Welche Tipps würden Sie Studenten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, Medizin zu studieren, mit auf den Weg geben?
Erstmal vor (!) dem Studium ein Pflegepraktikum machen und sich ganz genau überlegen, was man machen will. Wer das „grosse Geld“ machen will, braucht nicht Medizin zu studieren…

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

   
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 9. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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 10. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Blut - eine Kurzgeschichte von Daniel Sommerlad'

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 11. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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