14.10.2003

Ausgabe 183/03

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Tu, was du kannst, mit dem, was du hast, dort, wo du bist.
(Theodore Roosevelt)


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 Editorial
  

Hallo,

die Druckerpressen stehen kaum still, schon findet Ihr in der Onlinezeitung das komplette Inhaltsverzeichnis der neuen StudMed samt Direktlinks zu zahlreichen PDF-Dokumenten rund um das Medizinstudium. Aus der Taufe gehoben wurde unlängst die neue AO, zu der wir Infos im Doppelpack liefern: Rechtsanwalt Reinhard Karasek sowie Timo Brosig und Sascha Haschemi widmen sich der Problematik der Übergangsregelungen im Rahmen der neuen Approbationsordnung.
Problematisch, aber durchaus abwechslungsreich und interessant kann auch das Medizinstudium verlaufen, und so stellen wir Euch in einem Ärzteinterview die Ansichten und Erfahrungen von Michael Ostloff vor.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Vor prallgefüllten Regalen in der Buchhandlung und der Frage: "Welches Buch für welches Fach?" stehen nicht nur Erstsemester immer wieder gegenüber, so dass wir grundlegende Fragen zum Thema Bücherkauf erörtern. Grundlegend und richtungsweisend sollte auch die Reform des Medizinstudiums sein, doch ist sie gelungen? Dr. Thomas Raddatz widmet sich in der 4. Folge des Kapitels "Lehrjahre sind keine Herrenjahre - Der Arzt in der Ausbildung" u.a. dem Hang zur bürokratischen Gründlichkeit, der bei Gestaltung der neuen AO gründlich von den Verantwortlichen ausgekostet wurde.
Wie Ihr seht, ist durch unterschiedliche Autoren und Beweggründe wieder einmal eine prallgefüllte Online-Zeitung entstanden, die wir druckfrisch in Eure Hände weiterreichen und Euch hiermit eine anregende Lektüre wünschen.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Die neue StudMed ist da
2.Berufsstart mit Sorgen
3.Medi-Jobbörse: Der Jobticker
  
4.Erstes Staatsexamen und neue AO: Übergangsphase
5.Universitäten unterlaufen Übergangsregelung
6.Buchkauf zu Semesterstart
  
7.Ärzte-Interview mit Michael Osthoff
8.Dr. Raddatz: Arzt in der Ausbildung (4)
9.Gelauscht: Was ist los im Forum?
  
10.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung
11.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit
  

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 1. Die neue STUDMED ist da!

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Ab sofort ist die neue STUDMED deutschlandweit z.B. in Eurer Lehmanns Fachbuchhandlung kostenlos erhältlich. Als Service bieten wir Euch in dieser Ausgabe die STUDMED als Online-Version. Unser Partner Springer stellt alle Artikel als PDF zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Habt Ihr Euch auch schon einmal gefragt, ob man eine Famulatur oder Doktorarbeit im Ausland nicht einfach selbst organisieren kann? StudMed zeigt, wie es gemacht wird und bringt spannende Erlebnisberichte.
Außerdem gibt es diesmal tolle Einblicke in zwei aufregende Arbeitsgebiete für Mediziner - einfach durchstarten.

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Inhaltsverzeichnis
04 - Inhalt Wintersemester 2003/2004
inhaltsverzeichnis Inhalt Wintersemester 2003/2004 Hier gibt´s die komplette Inhaltsübersicht des aktuellen Heftes.
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wissenschaft
06 - Wussten Sie schon?
Medizinische Forschung im Web
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lehre. leiden. lotterleben
08 - Hallo Doc!
Medizinstudium im Ausland: großer Ländervergleich
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lehre. leiden. lotterleben
09 - Fellows, JHOs & Co.
Medizinstudium im Ausland: großer Ländervergleich
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lehre. leiden. lotterleben
12 - Pocken, Ebola & Sars
Interview mit den Mikrobiologen Prof. Dr. Hahn und Dr. Miksits
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lehre. leiden. lotterleben
16 - Ein Jahr Ivy-League
Doktorarbeit in Yale (USA) - Erfahrungsbericht von Jan Hartmann
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famulus. famula
18 - Traum in blau/gelb
Begehrt: Famulaturen in Schweden
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famulus. famula
24 - Pauken unter Palmen
Summer School in Ägypten
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stan(d)punkte
28 - Nach der AO ist vor der AO
Viel "Soll", wenig "Muss": Stan nimmt die Studienreform aufs Korn
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ziele. zukunft. zaster
31 - Rosige Zeiten für junge Mediziner
Trendwende am Arbeitsmarkt
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zwischen den zeilen
34 - Bauchwehfach Biochemie
4 Medizinstudenten nehmen 3 Lehrbücher unter die Lupe
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zwischen den zeilen
37 - Voller Durchblick
Lehrbücher: Vor/Klinik-Tipps
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zwischen den zeilen
42 - Den Nerv getroffen
Neurowissenschaft: interdisziplinäre Lehrbücher auf dem Prüfstand
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weitere rubriken
44 - StudMed-Gewinnspiel
Diesmal das Thema "Psychiatrie und Psychotherapie". Außerdem die Auflösung des Rätsels aus dem letzten Heft.
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job bei studmed
Externe/r Mitarbeiter /in gesucht
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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 2. Berufsstart mit Sorgen?

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Verena G. aus Köln sitzt gerade am Rheinufer und denkt über ihr in wenigen Monaten beginnendes Leben als berufstätige Ärztin nach. Das letzte Tertial des PJ liegt vor ihr, doch wie viele andere StudentInnen macht auch sie sich Gedanken über die vielen Fragen im Zusammenhang mit dem Berufsstart. So wie Verena geht es vielen PJ-Studenten, AiP´lern und jungen Assistenzärzten. An dieser Stelle stellen wir die Ergebnisse einer Umfrage der Deutschen Ärzte-Versicherung zum Thema Berufsstart auszugsweise vor und bieten zudem ein ausführliches PDF mit dem kompletten Text zum Download an.

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Umfrage der Deutschen Ärzte-Versicherung belegt erhebliche Informationsdefizite
Befragungen von angehenden Medizinern zu Problemen bei ihrem Berufsstart konzentrieren sich zumeist auf die rein medizinische Seite. Der „Praxisschock“, den viele junge Ärztinnen und Ärzte mit dem Beginn ihrer Tätigkeit als AiP erleben, ist denn auch Ausdruck fachlicher Probleme und organisatorischer Herausforderungen beim Berufsstart. Die wirtschaftlichen wie rechtlichen Fragestellungen, die mit der Stellensuche und dem Berufseinstieg verbunden sind, sind jedoch mindestens genauso bedeutsam für den ärztlichen Nachwuchs und – dies zeigt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Ärzte-Versicherung – in hohem Masse mit Unwissenheit und in Folge Unsicherheit belegt.

Informationsbedarf hoch – Kenntnisstand gering
Auf diese einfache Formel gebracht lassen sich die Ergebnisse zu dem ersten Themenfeld der Umfrage zusammenfassen. Nach eigener Einschätzung haben weder die Medizinstudenten vor dem PJ, was vielleicht noch nachvollziehbar wäre, noch die PJ’ler selbst gute Kenntnisse über das, was sie mit dem Berufsstart an wirtschaftlichen wie rechtlichen Fragen erwartet. Als ein weiteres überraschendes Ergebnis der Umfrage kann auch verzeichnet werden, dass sich lediglich jeder zweite befragte PJ’ler mehr oder weniger gut darüber informiert zeigt, was das AiP ist, was er im AiP eigentlich tun darf und wo seine Pflichten liegen.

Im Vergleich der Aussagen der Medizinstudenten und PJ’ler mit denen der AiP’ler und jungen Ärzte fällt auf, dass sich deren Einschätzungen nur marginal unterscheiden. In der Rückschau bezeichnen die Berufsstarter ihren Kenntnisstand in fast allen Kategorien als relativ gering, immerhin aber hatten bis zu ihrem Berufsstart mehr als ein Drittel der Befragten „gute Kenntnisse“ in den Kategorien Berufserlaubnis, Jobsuche und Bewerbung sowie um das AiP allgemein erworben. Sowohl während des PJ, als auch in der unmittelbaren Phase des Berufsstarts sind die angehenden Ärztinnen und Ärzte also weitgehend auf sich selbst gestellt, ihre fehlenden Kenntnisse auszugleichen. Dies führt zu der Frage, wie bzw. wo man sich denn informiert.

Freunde und das Internet wichtigste Informationsquellen
Die traditionellen Informationswege Freunde und Kollegen/Kommilitonen stehen bei der Frage nach den bevorzugten Informationswegen gleichauf mit dem modernen Informationsmedium Internet. Jeweils rund ein Fünftel der Befragten gab diese als die bevorzugten Informationswege an. Veranstaltungen oder die direkte Information bei Finanzdienstleistern erhielten demgegenüber deutlich geringere Werte.
Ob es Freunde, Kollegen, das Internet oder auch die Finanzdienstleister aber schaffen, den angehenden Medizinern die Ängste vor ihrem Berufsstart zu nehmen, bleibt zweifelhaft angesichts der Ergebnisse der Umfrage.

Ängste überwiegen die Hoffnungen zum Berufsstart
Die freien Aussagen der Befragten zum Berufsstart zeigen, das dieser als eine Phase erlebt wurde wie auch erwartet wird, die durch eine hochgradige und differenzierte Emotionalisierung geprägt ist. Ein Teil dieser Emotionalisierung wird als Unsicherheit empfunden und auch artikuliert, z.B. in Formulierungen wie „Irgendwie weiß ich gar nichts mehr“ oder „Hilfe, kann mir jemand sagen, wie ich das alles schaffen soll“. Bei den Assoziationen zu dem Satz „Das Leben als Arzt beginnt“ stimmen die Aussagen der AiP’ler zum Teil wirklich sehr nachdenklich. Vielfach zeigen sich Ansätze fachlicher wie mentaler Überforderung. Beispielhaft mögen die folgenden Äusserungen sein: „Viel Neues und man ist nicht im mindesten darauf vorbereitet“ oder „Es war geprägt von Unsicherheit, dem Gefühl schlecht vorbereitet zu sein, Angst den Anforderungen nicht genügen zu können und der Frage: Was kommt jetzt eigentlich auf mich zu“.

Das Leben als Arzt beginnt...
Hoffentlich hat mein Leben als Bettelstudent nun endlich ein Ende !
Hoffentlich werde ich kein Handlanger für die Pharmazeutische Industrie !
Hoffentlich werde ich kein weiteres Opfer der falschen Gesundheitspolitik !
Hoffentlich muß ich nicht 48 Stunden hintereinander arbeiten und verwechsle dann vor Müdigkeit die linke Niere mit der rechten !
Hoffentlich kann ich mich mit anderen Ärzten interdisziplinär gut verständigen.
Hoffentlich trage ich meinen Teil dazu bei, dass jeder Patient, ungeachtet seines Einkommens und ungeachtet seiner Herkunft, eine angemessene und medizinisch sinnvolle Behandlung erhält.
Hoffentlich verliere ich niemals die Hoffnung !
(Zitat eines Medizinstudenten)

Entsprechend wünschen sich viele Befragten „praktische Tips, die den Einstieg ins AiP erleichtern“ und Hilfen „worauf sollen Anfänger achten, was sind häufige Fehler“. Und „Erfahrungsberichte“ derjenigen Kolleginnen und Kollegen, die den Berufseinstieg schon gemeistert haben.

Sorgen ernst nehmen – Informationsbedarf aufgreifen
Im Ergebnis zeigt die Umfrage der Deutschen Ärzte-Versicherung also Handlungsbedarf auf. Berufsstarter müssen nicht nur in medizinischen, sondern in allen wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen „fit for job“ sein, um den Herausforderungen am Ende des Studiums gewachsen zu sein.

Und nicht zuletzt würden organisierte und strukturierte Mentorenprogramme, die bislang jedoch in kaum einer Klinik anzutreffen sind, einen nicht unwesentlichen Beitrag zu der momentan allseits geforderten „Qualitätssicherung“ im Gesundheitswesen leisten, ganz nach dem Motto: Nicht nur die gute Ausbildung macht den guten Arzt aus, sondern auch seine individuelle Leistungsfähigkeit und seine Freude am Beruf - und die bedarf gerade in dem Stress des Übergangs vom Studium in den Beruf und in den ersten Monaten der beruflichen Tätigkeit besonderer Unterstützung.

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Peter Dahlhausen
Deutsche Ärzte-Versicherung
Siegburger Straße 215
50679 Köln
Telefon (0221) 148-22944
Telefax (0221) 148-44-22944
EMail peter.dahlhausen@aerzteversicherung.de

   
Autor(in): Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung) (peter.dahlhausen@aerzteversicherung.de)
  
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 3. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 300 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

Heilpraktikerschule in Hagen sucht Mediziner oder Studenten in höheren Semstern für den Unterricht

Stellenangebote/Jobs_in_alternativen_Berufsfeldern

Lektoren für den Bereich Pharmazie

Stellenangebote/Jobs_in_alternativen_Berufsfeldern

Suchen Sie einen AiP?

Stellengesuche/AiP-Stellen

Postgraduate Student übersetzt sicher und schnell!

Stellengesuche/Studentenjobs

Funktionsoberarzt Pädiatrie

ÄiP Pädiatrie

Stellengesuche/AiP-Stellen

Suche AIP 6 Monate Chirurgie

Stellengesuche/AiP-Stellen

AiP-Stelle Pädiatrie anzubieten

Stellenangebote/AiP-Stellen

PJ-Stelle Urologie Schweiz anzubieten

Stellenangebote/PJ-Stellen

PJ-Stelle in der Schweiz (Innere) gesucht

Stellengesuche/PJ-Stellen

Assistenzarztstelle Nuklearmedizin

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Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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 4. Erstes Staatsexamen und neue AO: Übergangsphase

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In der Phase des Übergangs zwischen alter und neuer Approbationsordnung sind viele Studenten verunsichert. Besonders unklar ist die Situation für Studenten, die nun im Herbst 2003 das erste Staatsexamen nicht bestanden haben. Rechtsanwalt Reinhard Karasek (e-mail: kanzlei@bbh-marburg.de) gibt wichtige Informationen zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte, insbesondere zur Bedeutung des Ersten Staatsexamens vor und nach Herbst 2003:

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Alle Kandidaten, die von der Änderung der Approbationsordnung aktuell betroffen sind, sollten grundsätzlich folgendes beachten:

Zuständig für Zulassung und Durchführung der Prüfungen sind grundsätzlich die Landesprüfungsämter. In Zweifelsfragen sollte man sich dort erkundigen und ggf. um eine schriftliche Bestätigung bitten.

Die Dekanate der Universitäten sind demgegenüber zwar für die Ausbildung zuständig, aber nicht für die sogenannten berufseröffnenden Prüfungen (Physikum, Erster bis Dritter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung).

Zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung

Der Verordnungsgeber (Gesetzgeber) hat entschieden, dass das Erste Staatsexamen zukünftig nicht mehr absolviert werden muss.

Wer das „alte Erste Staatsexamen“ bis Herbst 2003 nicht bestanden hat, muss nach neuer Approbationsordnung weiterstudieren. Man kann den „alten Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung“ zwar noch bis Oktober 2005 absolvieren, muss aber trotzdem das „Neue Zweite“ (Hammerexamen) machen. Hierzu die Approbationsordnung für Ärzte vom 27. Juni, 2002; § 43 (2), veröffentlicht im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 44 ausgegeben zu Bonn am 3. Juli 2002: „Studierende nach § 42, die am ersten Oktober 2003 die Ärztliche Vorprüfung bereits bestanden haben, den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung aber noch nicht bestanden haben, legen diesen bis 1. Oktober 2005 nach der Approbationsordnung für Ärzte in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.Juli 1987, zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 27. April 2002, ab. Für das weitere Studium nach Bestehen des Ersten Abschnittes der Ärztlichen Prüfung gelten die Vorschriften dieser Verordnung, wobei sich die Endnote wie folgt zusammensetzt. Der Zahlenwert für den Zweiten Abschnitt wird mit fünf vervielfacht und zu der Note für den Ersten Abschnitt addiert. Die Summe der so gewonnenen Zahlenwerte wird durch sechs geteilt.“

D.h. wenn man bis Herbst 2003 das „alte Erste“ nicht bestanden hat, setzt man das Studium insbesondere in Bezug auf die anstehenden Prüfungen nach der neuen Approbationsordnung fort. Es muss dann später das „neue Zweite Staatsexamen („Hammerexamen“) absolviert werden. Ein Bestehen des „alten Ersten“ nach Oktober 2003 schützt nicht mehr vor dem Hammerexamen.

Für das Neue Zweite (Hammerexamen) gibt es drei Prüfungsversuche. Nicht bestandene Prüfungen aus dem Ersten Abschnitt werden auf diese Prüfungen nicht angerechnet.

Praktisches Jahr

Zu allen Fragen in Bezug auf die Anerkennung von Scheinen zur Zulassung zum neuen Praktischen Jahr bitten wir Sie, sich unmittelbar an die Landesprüfungsämter (LPA's) zu wenden. Aller Voraussicht nach werden die Landesprüfungsämter Informationen über diese und andere wichtige Fragen im Internet veröffentlichen.

   
Autor(in): Rechtsanwalt Reinhard Karasek (kanzlei@bbh-marburg.de)
  
Links zum Artikel:

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Adressen der LPA
  
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 5. Universitäten unterlaufen Übergangsregelung

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Wenn eine Vorschrift, in diesem Falle die ärztliche Approbationsordnung (AO), geändert wird, ergeben sich organisatorisch für diejenigen, die das Studium neu beginnen bzw. neu in den klinischen Abschnitt des Medizinstudiums kommen, die geringsten Probleme, da erst in diesem Abschnitt die größten Veränderungen stattgefunden haben. Für diejenigen aber, die schon einen Teil des klinischen Studiums nach alter Vorschrift abgeschlossen haben, ergibt sich das Problem, dass nun neue Anforderungen an sie gestellt werden, sie aber nicht die Chance hatten, diesen von Anbeginn des Studiums gerecht zu werden.

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Für genau diese Studenten benötigt man also eine Übergangsregelung, damit diese Studenten das Studium möglichst ohne Bevorzugung oder Benachteiligung beenden können.

Um zu verdeutlichen, wie verantwortungslos und ungerecht diese unbedingt nötige Übergangsregelung gehandhabt wird oder besser unterlaufen wird, möchte ich ein Beispiel bringen:

Carsten, 6.klinisches Semester nach alter AO absolviert, besitzt alle Scheine für das alte 2.Stex, hat aber noch kein 1. und kein 2.Stex absolviert. Somit hat er den universitären Teil des Studiums nach alter AO beendet, muss aber nun, da er kein 1.Stex hat, nach neuer AO weiterstudieren.

Sein Problem: Da er nun unter die neue AO fällt und das „Hammerexamen“ machen muss, muss er auch die dafür erforderlichen Leistungsnachweise vorweisen. Für das „Hammerexamen“ werden allerdings je nach Universität bis zu 10 – 12 zusätzliche Leistungsnachweise (abhängig von den Äquivalenzlisten der jeweiligen Universitäten) benötigt, die nach der alten AO weder angeboten, noch geprüft wurden.
Außerdem gibt es immer noch keine einzige Universität in ganz Deutschland, die alle Kurse anbietet.
Die meisten Universitäten fangen frühestens nächstes Semester (SoSe 04) an, einige neue Kurse anzubieten.

Darüber hinaus müssen 5 Blockpraktika, die in seltenen Fällen schon in zusätzlichen Leistungsnachweisen enthalten sind, sowie min. 3 Leistungsnachweise fächerübergreifend absolviert werden (§27).

D.h., Carsten muss so lange weiterstudieren, bis er diese 10-12 Scheine erworben hat. Somit muss er min. 2 -3 Semester länger als Regelstudienzeit studieren. Da die meisten der neuen Kurse immer noch nicht angeboten werden, kann es durchaus sein, dass er noch länger über Regelstudienzeit hinaus studieren muss. Selbst wenn er es schaffen sollte, die zusätzlichen Scheine in 2-3 Semestern zu absolvieren, muss er insgesamt 6 Semester warten, da das „Hammerexamen“ erst ab Herbst 2006 angeboten wird.

Semester Carstens Studium nach alter AO Carstens Studium nach neuer AO
WS 03/04 kann 1. Stex machen versucht die zusätzlichen Leistungsnachweise nachzuholen
SS 04 kann 2. Stex machen
WS 04/05 PJ
SS 05 PJ
WS 05/06 kann 3. Stex machen, Studium beendet
SS 06 Wartesemester
WS 06/07 "Hammerexamen" wird erstmalig angeboten, Studium beendet


Die gleiche Problematik in abgestufter Ausprägung ergibt sich natürlich auch für einen Studenten, der schon das 5., 4., 3., 2., oder 1. klinische Semester absolviert hat. Zusätzlich stellt sich die Frage, wie der §43 (2) zu verstehen ist:

„(2) Studierende nach § 42, die am 1. Oktober 2003 die Ärztliche Vorprüfung bereits bestanden haben, den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung aber noch nicht bestanden haben, legen diesen bis zum 1. Oktober 2005 nach der Approbationsordnung für Ärzte in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1987 (BGBl. I S. 1593), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 27. April 2002 (BGBl. I S. 1467), ab. Für das weitere Studium nach Bestehen des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung gelten die Vorschriften dieser Verordnung, wobei sich die Endnote wie folgt zusammensetzt.....“

1. Möglichkeit: Die Studenten, für die diese Regelung gilt, fallen zwar unter die neue AO, aber studieren, bis sie das 1.Stex absolviert haben „stundenplanmäßig“ nach alter AO und danach erst nach neuer. Dadurch würde sich folgendes Problem ergeben:
Die Universität müsste parallel zum alten Stundenplan (nach alter AO) den neuen Stundenplan anbieten, ohne dass es zu Überschneidungen kommt, was so gut wie unmöglich sein dürfte.
Dadurch wäre der Student gezwungen, die Kurse mehr oder weniger nacheinander zu belegen, wodurch sein Studium sich wiederum verlängern würde.

2. Möglichkeit: Sie müssen auch „stundenplanmäßig“ direkt nach neuer AO studieren, können aber zusätzlich das 1. Stex machen. Dadurch würde sich folgendes Problem ergeben: An den meisten Universitäten werden immer noch nicht alle neuen Kurse angeboten, wodurch es relativ schwierig sein dürfte, einen sinnvollen Stundenplan zu erstellen.

Unter dem Strich stellt das Ganze eine Mehrbelastung (zusätzliche 10-12 Scheine) für den Studenten dar, die zudem inhaltlich wohl kaum die Kriterien „patientenbezogen“ und „praxisnah“ erfüllen dürften.
(z.B. Hygiene, Klinische Umweltmedizin, Epidemiologie, Kurs Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Rehabilitation/Naturheilverfahren, Gesundheitsökonomie, Prävention und Gesundheitsförderung...u.a. ).
Was allerdings absolut unzumutbar ist, ist die Tatsache, dass der Student gezwungen wird, länger als die vorgesehene Regelstudienzeit zu studieren. Da es vor allem den Studenten, die ihr Studium nicht von den Eltern finanziert bekommen, also zusätzlich zum Studium arbeiten müssen, schwer fallen dürfte, dieser Mehrbelastung standzuhalten und da man darüber hinaus nur Anspruch auf Bafög hat, solange man in der Regelstudienzeit bleibt, stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien hier entschieden wird, wer das Medizinstudium fortsetzen kann und wer nicht.
Soll damit wirklich bewirkt werden, dass das Medizinstudium nur von finanziell besser gestellten Studenten beendet werden kann?!

(....) die Fortsetzung des Artikels findet Ihr in der nächsten Onlinezeitung oder den kompletten Artikel auf unserer Webseite [zum Webseitenartikel - klick hier]

   
Autor(in): Sascha Haschemi und Timo Brosig (Sascha.Haschemi@ruhr-uni-bochum.de)
  
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Forum Approbationsordnung

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 6. Buchkauf zu Semesterstart

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Welches Buch für welches Fach? Wir zeigen Euch, worauf Ihr beim Buchkauf je nach Fach im Medizinstudium achten könnt, um zu dem für Euch geeignetsten Buch je nach Fach und Bedarf (Lehrbuch, Kurzlehrbuch, Examensliteratur) zu kommen und geben Hinweise zum Buchkauf.

Buchkauf zum Semesterstart
Während des Medizinstudiums werdet Ihr Euch viele Bücher zu den einzelnen Fächern anschaffen müssen. Oftmals stellen die Professoren in den Vorlesungen unterschiedliche Bücher für ihr Fach vor und geben häufig auch Empfehlungen, welches Buch das absolut wichtige und richtige für ihr Fach sei. Die Erfahrung hat gezeigt, dass einige Professoren gerne sehr umfangreiche, seitenstarke Lehrbücher empfehlen, die nicht immer unbedingt auch für studentische Belange passend sein müssen.

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Eine weitere Quelle für Ratschläge oder Hinweise, welches Buch für welches Fach Ihr Euch anschaffen könntet, sind Studenten höherer Semester: Auch sie geben Euch die ein oder andere Empfehlung, und hier zeigt es sich, dass aus studentischer Sicht oftmals auch kürzere Lehrbücher für das Studium empfohlen werden, die eher kompakt das Wissen präsentieren, an den Prüfungen orientiert sind und weniger seitenstark und umfangreich sind.

Grundsätzlich unterscheidet man folgende Buchtypen:

  • Das Standardlehrbuch: Gross, dick, seitenstark, mit vielen Erläuterungen zum Lernstoff

  • Das Kompakt- oder Kurzlehrbuch: Klein, dünner, weniger Seiten, Präsentation des wesentlichen Lernstoffes ohne ausführliche Erläuterungen zu allen Themen

  • Das Kompendium oder Repetitorium: Stichwortartige Darstellung der wesentlichen Fakten, die auf das notwendigste reduziert wurden.

  • Die Examensliteratur: Originalfragen aus den Prüfungen samt Lerntexten zur Vorbereitung auf die Examina, hier also den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung.

Standardlehrbücher oder lieber Kurz- und Kompaktlehrbücher
Ob Ihr Euch für die einzelnen Fächer eher ein Standardlehrbuch, ein Kurzlehrbuch oder ein Kompendium anschaffen solltet, hängt von vielerlei Faktoren ab: In den grossen Fächern (Anatomie, Biochemie, Physiologie, Psychologie) ist vielleicht eher ein Standardlehrbuch empfehlenswert, denn hier wird wichtiges Wissen auch einmal mit Hintergrundinformationen erläutert, was für diese wichtigen Fächer auch angebracht ist. In den kleineren Fächern (Chemie, Biologie, Physik) hingegen kann auch durchaus ein Kurzlehrbuch angebracht sein, denn diese Fächer sind Ergänzungsfächer für die o.a. grossen Fächer und die wesentliche Lern- und auch Lesezeit sollte eher den grossen Fächern vorbehalten sein.

Kompendien, Repetitorium und Examensliteratur
Ein Kompendium oder Repetitorium, also ein Buch, das die wesentlichen Fakten nochmals schlagwortartig aufführt, kann nach dem Lernen des Stoffes zum Beispiel benutzt werden, um sich noch einmal den Lernstoff ins Gedächtnis zu rufen oder aber VOR dem Lernen um zu schauen, welche Themen zu einzelnen Kapiteln wichtig sind. Die Examensliteratur wird meist erst zu späteren Zeitpunkten angeschafft, nämlich dann, wenn nach 2 Jahren der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung auf dem Plan steht. Es kann aber durchaus empfohlen werden, einen Versuch zu wagen, parallel zum Lernstoff im Semester einmal einen Blick in die Examensliteratur zu werfen: Denn hier könnt Ihr sehen, welche der vielen Themen, die in den einzelnen Fächern angeboten werden, auch im Examen in welchem Umfang gestellt werden.

Für welches Buch soll ich mich entscheiden?
Neben den oben gegebenen Ratschlägen, den Buchkauf von der Wichtigkeit des Faches im Studium abhängig zu machen, gibt es eine Reihe weiterer Empfehlungen zum Buchkauf. Grundsätzlich solltet Ihr nach einer Professorenempfehlung nicht umgehend in die Buchhandlung gehen und sofort dieses Buch kaufen. Fragt ruhig auch einmal höhere Semester, welches Buch sie Euch gerade für dieses Fach empfehlen würden. Manchmal haben Professoren recht, manchmal irren sie, was die Frage des Lehrbuches angeht.

Oftmals bieten die Universitäten zu Semesterbeginn einen sogenannten Bücherflohmarkt an, auf dem Ihr nicht nur gebrauchte Bücher zu vergünstigten Preisen erwerben könnt. Fragt ruhig auch einmal die höheren Semester, die hier ihre Bücher verkaufen, nach ihrer persönlichen Empfehlung, was den Buchkauf für die Fächer angeht.

Bücherinfos auf MEDI-LEARN.net
Die gängigsten Lehrbücher findet Ihr zudem mit ausführlichen Buchbesprechungen im grossen Bücherbereich auf Medi-Learn.net, zu finden unter:
http://www.medi-buecher.de 

Im Forum Bücherplausch innerhalb der Medi-Foren habt Ihr zudem Gelegenheit, Eure Fragen zu den Lehrbüchern („Welches Buch für welches Fach?“) bundesweit zu stellen. Das Forum Bücherplausch findet Ihr hier:
http://www.medi-foren.de/forumdisplay.php?&forumid=82 

Gebrauchte Bücher könnt Ihr auch im virtuellen Bücherflohmarkt innerhalb der MEDI-FOREN unter folgender Internetadresse finden:
http://www.medi-foren.de/forumdisplay.php?&forumid=30 


Erst einmal in der Buchhandlung anlesen, dann kaufen
Grundsätzlich solltet Ihr kein Buch kaufen, ohne es vorher einmal durchgeblättert und angeschaut zu haben, ob es Euch gefällt. An vielen Universitäten findet Ihr Filialen von Lehmanns Fachbuchhandlung, die ein reichhaltiges Sortiment medizinischer Literatur bereithalten und zudem oftmals auch Rahmenveranstaltungen (Autorenlesungen etc.) anbieten. Wenn Ihr dann nach einiger Überlegung die Ausgabe für ein neues Lehrbuch reiflich durchdacht habt, bietet Euch die Lehmanns Fachbuchhandlung zusätzlich den Service einer bequemen Bestellung per Internet mit versandkostenfreier Lieferung innerhalb weniger Tage:
http://www.lob.de/?flag=mlr 

Abschliessende Bemerkung zum Unistart
Der Wechsel an die Universität und der Beginn des Studentenlebens an der Uni ist für viele ein einschneidendes Lebensereignis, auf das je nach Verfassung des Studenten unterschiedlich reagiert wird: Eine neue Stadt, für viele die erste Wohnung entfernt von der Heimatstadt, vielfältige neue Eindrücke, zahlreiche Fragen und Unklarheiten können manchmal zu Stressreaktionen und „rauchenden Köpfen“ führen. Nicht jeder Neustudent sieht all dies als positive Herausforderung an, bei einigen Studenten ist auch die Art der vielen neuen Eindrücke durchaus mit Unbehagen verbunden, an das sich erst gewöhnt werden will.
Daher ist es wichtig, dass Ihr möglichst früh Anschluss sucht und viel gemeinsam mit den neuen Mitstudenten unternehmt. Auch ein Telefonat oder Emailkontakt zu ehemaligen Schulkollegen, die vielleicht auch gerade mit dem Studium angefangen haben, kann in dieser erlebnisreichen Zeit interessant sein.
Und es dauert auch gar nicht so lange, dann hat Euch der studentische Alltag auch erfasst, dass Ihr Euch die turbulente Zeit des Semesterstarts manchmal zurückwünscht.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zum Bereich 'vor dem Studium/Studienbeginn'

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zur Schmökerstube: Medi-Bücher

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Fallbücher Innere Medizin, Chirurgie und Gynäkologie
Schluss mit der Theorie - hier wird der Klinikalltag lebendig!


Die optimale Vorbereitung auf Prüfungen – verblüffen Sie Ihren Prüfer
  • Zwischen 85 und 150 typische Fälle, wie sie in Examensprüfungen häufig gefragt werden
  • Fragen zum Patienten – wie in der Prüfung oder im „Ernstfall“
  • Lösungsteil mit ausführlichen Kommentaren zu den einzelnen Fällen
Keine Angst mehr vor dem Einstieg in den Stationsalltag
  • Training von problemorientiertem Vorgehen
  • Training in der Befundung von Bildmaterial

mehr Infos: Fallbuch Innere Medizin, Fallbuch Chirurgie, Fallbuch Gynäkologie
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 7. Interview mit Michael Osthoff (Arzt in der Inneren Medizin)

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Wir möchten in der Reihe "Interview mit Ärzten" an dieser Stelle das Gespräch mit Herrn Michael Osthoff veröffentlichen, der den kleinen Fragenkatalog wie folgt beantwortet hat.

Beschreiben Sie bitte kurz Ihren studentischen Werdegang (Studienort, Studienverlauf, Studienzeit etc.). An welche Höhepunkte und auch Tiefpunkte während des Studiums erinnern Sie sich noch heute?

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Beginn des Studiums Oktober 1996 in München an der LMU München; Ende des Studiums November 2002 ebenfalls in München. Höhepunkte waren sicher meine Auslandsaufenthalte in Singapore, USA und Schweiz, die ich nur jedem empfehlen kann; ebenfalls sehr gut in München ist die Vorklinik. Weiterer Höhepunkt an der LMU München waren die sog. "Harvard-Kurse", die nach dem amerikanischen Prinzip des problemorientierten Lernens (POL) in Kleingruppen stattfanden.
Tiefpunkte waren die meist sehr schlechten praktischen Kurse an der LMU München im klinischen Abschnitt, was oft an dem Kurs an sich lag, aber oft auch daran, dass ich leider sehr oft mit schlecht motivierten Mitstudenten zusammen im Kurs war. So habe ich zwar eine gute theoretische Ausbildung, aber im Vergleich zu anderen Ländern eine sehr schlechte praktische Ausbildung in München genossen (die ich zum Glück durch meine Auslandsaufenthalte entscheidend verbessern konnte).
Im Studium haben mir besonders gefallen die Neurologie (weil man alleine mit seinen fünf Sinnen und etwas Anatomie oft schon auf die richtige Diagnose kommt und der Kurs sehr gut war) und die Gerichtsmedizin (weil es unheimlich spannend ist, Detektiv zu "spielen"). Weniger interessant fand ich z.B. die Orthopädie, weil wir keinen einzigen Patienten gesehen haben.

Was haben Sie am Tag Ihres 3. Staatsexamen(s) gemacht, nachdem Sie die Prüfung erfolgreich hinter sich gelassen und damit das Medizinstudium abgeschlossen hatten?
Mir ist erst einmal ein Stein vom Herzen gefallen, dass nun nach 6 langen Jahren alles vorbei ist. Danach bin ich im kleinen Kreis feiern gegangen.

Mit welcher Motivation haben Sie das Medizinstudium begonnen, sprich warum haben Sie sich entschieden, Medizin zu studieren? Gab es den entscheidenden Augenblick/Situation, mit dem feststand „Jetzt weiss ich es: Ich studiere Medizin“?
Ich wollte eigentlich erst Jura studieren, hatte den ZVS-Studienplatz fast schon fest. Als aber der Bescheid der ZVS zur Überprüfung der Angaben kam, war für mich plötzlich über Nacht klar, dass ich eigentlich nicht Jura, sondern Medizin studieren möchte. Gott sei Dank hatte ich den Medizinertest zum Spass während der Schulzeit gemacht und so war der Studienfachwechsel kein Problem. Ich glaube, ich habe noch rechtzeitig gemerkt, dass es mir viel mehr Spass macht, mit Patienten zu kommunizieren und ihnen zu „helfen“ (und sei es nur mit ihnen zu reden), als mit Klienten und mich die Medizin als Wissenschaft auch viel mehr interessiert als die Juristerei. Aber so richtig gewusst, dass Medizin das Richtige ist, habe ich eigentlich erst bei der Arbeit unmittelbar mit dem Patienten im Krankenhaus (und eigentlich wird mir das bei jedem neuen Patienten wieder bewusst !)

Wie bewerten Sie diese Motivation rückblickend? Hat sie sich während des Studiums aufrechterhalten oder in welcher Form hat sie sich geändert?
Meine Motivation hat sich wie oben erwähnt während des Studiums nur noch verstärkt, ich habe nie an der Medizin an sich gezweifelt, wohl aber ob München als Studienortwahl richtig war (bzw. ob ich nicht mehr Zeit im Ausland hätte verbringen sollen). 

Wie sieht der Alltag als Arzt für Sie heute aus? Was macht Ihnen am meisten Spass? Was am wenigsten?
Ich arbeite heute in der Inneren Medizin und promoviere in der Tumorimmunologie der Urologie über das Thema "Vakzinierungstherapie beim Prostatacarcinom". Am meisten macht mir immer noch die Arbeit mit dem Patienten selbst Spass, d.h. das Gespräch, die körperliche bzw. apparative Untersuchung.....; Schade finde ich es, dass mir immer weniger Zeit dafür zur Verfügung steht, denn ich habe das Gefühl, dass gerade die unmittelbare ärztliche Betreuung für den Patienten sehr sehr wichtig ist. 

Welche Tipps würden Sie Studenten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, Medizin zu studieren, mit auf den Weg geben?
Sie sollen am besten einmal mit einem jungen Arzt reden, der noch nicht so lange fertig ist. 
Im Vergleich zu vielen anderen Studienfächern ist die Medizin sehr zeitaufwendig (wobei das Auswendiglernen ja nicht unbedingt anspruchsvoll ist), sei es wegen Doktorarbeit, immer wieder stattfindenden Prüfungen oder Praktika im Krankenhaus. 
Gut wäre auch, wenn man einfach mal eine Woche mit einem Arzt mitlaufen könnte, nur um einmal zu sehen, was man als Arzt eigentlich so macht.
Empfehlen würde ich eher eine kleinere Uni (Regensburg, Freiburg, Tübingen...)
Wenn einem die Medizin wirklich Spass macht, dann wird einen das auch die teilweise schlechte Ausbildung bzw. Arbeitsverhältnisse als Arzt nicht mies machen können. 


Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 8. Arzt in der Ausbildung: Lehrjahre sind keine Herrenjahre (4)

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Ein Beruf, dessen elementarer Bestandteil in der Beschäftigung mit kranken Individuen liegt, sollte naturgemäß seinen Ausbildungsschwerpunkt ebenfalls auf die menschlichen Kontakte und Beziehungen stützen, gleichwohl darf das theoretische Studium nicht vernachlässigt werden. So haben die Studenten unzweifelhaft einen Vorteil, die sich schon frühzeitig (und freiwillig) der Ausbildungsobhut eines erfahrenen Arztes anvertrauen und regelmäßig dessen Tätigkeit begleiten.

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Da die praktische Tätigkeit eines Arztes quasi nie ein Ende findet, kann ein jeder - insbesondere ein Anfänger - von allen bereits gemachten Erfahrungen anderer nur profitieren. Die Frage ist nur, will man das wirklich? So gibt es Studenten, die ihren Pflichtaufenthalt in der Unfallambulanz in die Nachtstunden verlegen, weil tagsüber dort der studentische Andrang zu groß ist. So gibt es Studenten, die ihre Famulatur über die vorgeschriebene Zeit ausdehnen, um mehr Praxiserfahrung zu sammeln, als es der ungenügende Studiengang vorsieht. Es gibt auch solche, die jede zusätzlich gestellte Aufgabe als persönliche Belastung betrachten, unter der sie schier zusammenzubrechen drohen.

Dieses Phänomen dürfte kein medizinspezifisches sein, es ist mit Sicherheit auch in anderen akademischen Bereichen anzutreffen. Und dennoch, die Frage ist: Wann erkennt man den Unterschied zwischen Spreu und Weizen? Je früher der sogenannte Ernstfall - also die eigene, unausweichliche und mit allen Konsequenzen verbundene Entscheidung in einem bestimmten Behandlungsfall - eintritt, umso besser für die weitere Entwicklung des Arztes. Nur wer frühzeitig die Grenzen seiner Möglichkeiten erkennt, kann in diesem Rahmen verantwortungsbewußt handeln, diesen aber auch ständig erweitern.

Dazu sind Tugenden wie Kritikfähigkeit, Berufsehre, ein bißchen elitäres Bewußtsein, ganz gewiß aber Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung sowie Gewissenhaftigkeit und Würde recht hilfreich. Überhaupt nicht hilfreich sind dagegen Schwächen wie Arroganz und Selbstüberschätzung, wie der Führerscheinbesitzer, der glaubt, bereits unmittelbar nach bestandener Prüfung Auto fahren zu können.

Die Qualität ist - wie wir alle zum wiederholten Mal erfahren haben - nicht durch Quantität zu ersetzen. Dennoch hat die letzte Approbationsordnung vom April 2002 sämtliche ihrer Vorgänger weit in den Schatten gestellt und reflektiert damit die staatlichen Absichten eindeutig. Der auf über 30 Seiten angeschwollene Gesetzestext bedenkt in feinstem Juristendeutsch die ersten sieben Paragraphen mit den Zielen und Inhalten der Medizinerausbildung und benötigt im weiteren 37 (siebenunddreissig !!) Paragraphen, um die Prüfungsrichtlinien festzulegen. Damit auch ja nichts passieren kann, findet man im Gesetzestext als offizielle Anlagen die erforderlichen Formulare wie beispielsweise die Bescheinigung über den Erste-Hilfe-Kurs.

Jetzt wissen wir auch wieder, wo wir uns befinden, nämlich im Mutterland der Formulare, im europäischen Herzstück der Bürokratie. Da hilft es auch wenig, daß man den Ausbildungskatalog um so bedeutsame Dinge wie Medizin des Alterns, klinische Umweltmedizin, Gesundheitsförderung und nicht zuletzt das Fach „Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystem“ erweitert hat, wohl im Hinblick auf die künftig zu erwartende Radikalbegrenzung der Finanzmittel.

Wer nun befürchtet, daß diese Aufblähung zulasten der traditionellen klinischen Fachgebiete geht, dem muß man sagen „Er hat recht!“ Die Regelstudienzeit von sechs Jahren wird beibehalten, der Student lernt in gleicher Zeit also quantitativ mehr. Dafür haben es die Schöpfer dieses Meilensteins der Gesetzgebung nicht versäumt, auch die letzten Feinheiten festzulegen. Die Benotungsregeln nach schriftlichem und mündlichem Examen werden auf zwei Hinterkommastellen definiert, die Ausbildungsgesamtzeit in einigen Fächern auf die Stunde genau geregelt, für Präzedenzfälle besteht also nicht die Spur einer Chance.

Ein (willkürlich herausgegriffenes) Ausbildungsziel lautet: „ ... nachweisen, daß er die Indikation zu konservativer und operativer Therapie sowie die wichtigsten therapeutischen Prinzipien beherrscht und gesundheitsökonomisch sinnvolle Entscheidungen treffen kann“. Das heißt im Klartext: Ein Assistenzarzt, der seinen Bereitschaftsdienst an einem Kreiskrankenhaus versieht, steht vor der Frage, ob das 12jährige Mädchen, das gerade mit Schmerzen im rechten Unterbauch zur Notaufnahme hereingekommen ist, an einer Blinddarmentzündung leidet oder nicht. Ob der von ihm erhobene Untersuchungsbefund zu einer stationären Aufnahme (Tagespflegesatz 400 Euro) berechtigt, ob gar eine nächtliche Notoperation erforderlich ist oder ob man sie nach gründlicher Untersuchung wieder nach Hause gehen läßt oder nicht? Die Erfahrung, die erforderlich ist, um in einer solchen Situation sicher zu entscheiden, ist nicht einmal in den ersten Jahren der chirurgischen Ausbildung zu erwarten. Wie sollte dies einem fachfremden oder gar einem Anfänger gelingen. Mir sind gestandene Chirurgen bekannt, die sich in solchen Fällen schwertun und abwarten, kontrollieren, erst den Gynäkologen (weil man einen Prozeß am rechten Eierstock, z.B. die erste Menstruation erwägen muß), dann einen Kollegen hinzuziehen (vielleicht hat sich das Kind den Magen verdorben), um sich allmählich zu einer (juristisch unbedenklichen) Beurteilung durchzuringen, die dann aber bitteschön auch noch gesundheitsökonomisch vertretbar sein soll.

Im Krankenhaus bleiben, also betriebswirtschaftlich richtig handeln, oder nach Hause schicken, also volkswirtschaftlich richtig handeln, das ist hier - und auch sonst immer - die Frage. Zwischen diesen beiden Punkten polarisiert sich das gesamte System. Volkswohl - Eigenwohl.

   
Autor(in): Dr. med. Thomas Raddatz (Dr.Raddatz_Vellmar@gmx.de)
  
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 9. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 10. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Reflexhammer, Kittel & Co: Das erste Mal Klopfen'

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 11. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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