28.10.2003

Ausgabe 185/03

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wir behalten von unseren Studien am Ende doch nur das, was wir praktisch anwenden.
(Goethe)


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 Editorial
  

Hallo,

das Wochenende war einmal wieder vieeel zu kurz, was man von dieser Onlinezeitung nicht behaupten kann, steckt sie doch wieder einmal voller Infos und Artikel rund um die Bereiche Famulatur, Doktorarbeit und Medizinstudium.
Zu Beginn geht es mit dem zweiten Teil des Famulaturberichtes aus Dublin weiter, an den sich die aktuellen Stellenanzeigen der Jobbörse sowie ein weiteres Kapitel "Arzt in der Ausbildung" anschliessen.
Für die Studienanfänger haben wir noch einmal wesentliche Abschnitte des Medizinstudiums zusammengestellt, die durch ein Ärzte-Interview mit Berna Dagli ergänzt werden.

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Zum Schluss gibt es wie immer Hinweise auf interessante Forenbeiträge sowie ein Fundstück aus dem Archiv der Onlinezeitung.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

P.S.: Bei unserem Partner Rippenspreizer gibt es jetzt ein "Medizinstudenten-Spezial" im Shop - Vorbeischauen absolut indiziert ;-) - auf zu Rippenspreizer.

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Famulatur in Dublin - Teil 2
2.Dr. Dolor: Der Gang nach Kanossa
3.Der Jobticker aus der Medi-Jobbörse
  
4.Zwischen den Zeilen: 'Komplex, aber dennoch kinderleicht!'
5.Dr. Raddatz: Der Arzt in der Ausbildung
6.Ersti-Special: Abschnitte im Medizinstudium
  
7.Ärzte-Interview mit Berna Dagli (Ärztin im Praktikum)
8.Gelauscht - Interessantes aus den Foren
9.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung
  
10.Impressum/Abofunktion/Mitarbeit
  

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 1. Famulatur in Dublin - Teil 2

- zurück zum Inhalt -

  

Am Nachmittag des ersten Tages kam die Studienkoordinatorin zu mir und sagte, sie habe vom endocrinology Registrar den Namen einer Patientin bekommen, von der ich bitte eine Anamnese erstellen und die ich klinisch untersuchen sollte. Ich solle mich danach bei diesem Registrar melden und ihm die Patientin vorstellen. Somit war ich also vorerst dem endokrinologischen Team zugeteilt, was mich nur mäßig erfreute, da ich ja schon wusste, dass ich im Beaumont Hospital Endokrinologie machen würde.

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In der Endokrinologie
Am ersten Tag harrte ich noch bis um sechs Uhr aus, in der Notaufnahme arbeiten die Ärzte nämlich im Schichtdienst und um sechs endet sie erste Schicht. Sobald ich aber merkte, dass es außer der Studienkoordinatorin niemanden interessierte, wann ich kam und ging, und diese sowieso meist recht früh nach Hause ging, ließ meine Motivation diesbezüglich doch sehr nach, und so war ich meist nur von neun bis drei oder vier Uhr anwesend. Wenn mich allerdings etwas interessierte oder ich noch zu tun hatte, so blieb ich auch mal bis um sieben oder acht, was dann von den Ärzten meist mit sorgenvoller Miene und dem Hinweis, als Studentin solle ich doch nun wirklich nicht so lange im Krankenhaus sein, quittiert wurde.

Ausbildung in Irland
In der Ausbildung der Studenten wird in Irland vor allem auf die Anamnesen und die klinische Untersuchung wert gelegt. Das liegt vor allem darin begründet, dass die Studenten als Abschlussprüfung („finals“) sogenannte long und short cases haben, in denen es nur darum geht, Anamnesen zu erheben und zu präsentieren bzw. richtig zu untersuchen und zu einer Diagnose zu kommen. Daher machen Studenten im Krankenhaus auch so ziemlich nichts anderes, als Anamnesen zu erheben und Patienten zu untersuchen, um diese dann einem der Ärzte vorzustellen. Die Ärzte nehmen sich dann immer sehr viel Zeit, die Patienten und das Krankheitsbild zu besprechen. Mich hat nie ein Arzt abgewiesen, wenn ich Patienten vorstellen wollte oder ein Frage hatte. Studenten gehören selbstverständlich zum Team, und meist haben die Ärzte auch von sich aus tutorials angeboten, in denen sie mit uns Untersuchungstechniken durchgegangen sind.

Untersuchungstechniken
Zu den Untersuchungstechniken lässt sich sagen, dass alles viel genauer abläuft, als bei uns. Ich habe Dinge gelernt, die ich in keinem deutschen Lehrbuch finden würde. Zum Teil ist das, was die Studenten für ihre finals wissen müssen, ein wenig überzogen und auch die Ärzte sagen, dass sie gewisse Untersuchungsschritte in der Praxis aus Zeitgründen nicht durchführen. Ich fand es dennoch eindrucksvoll zu sehen, wie man zur Diagnose kommt, ohne wie bei uns gleich ein teures Gerät einzuschalten. Auch ist im irischen Gesundheitssystem nicht viel Geld vorhanden, so dass mit apparativen Verfahren eher sparsam umgegangen wird. Nach vier Wochen in Loughlinstown entgeht mir auch das kleinste Herzgeräusch nicht mehr und ich habe gelernt, allen Herzgeräuschen die zugrundeliegende Pathologie zuzuordnen.

Also verbrachte ich meine ersten zwei Wochen in Loughlinstown in der Endokrinologie, obwohl diese Zuordnung eher lose war. Dienstags ging ich mit zur Outpatiens Clinic, wo ich hauptsächlich Patienten mit Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und Gewichtsproblemen sah. Ich durfte die Füße und Augen der Diabetespatienten untersuchen, aber oftmals war ich auch nur Beobachter. Nach jedem Patienten allerdings nahmen sich die Ärzte Zeit, diesen mit mir zu besprechen und mich auf Besonderheiten hinzuweisen. Oftmals schloss sich auch noch ein kurzer Untersuchungskurs an. Davon abgesehen hatte ich mit dem endokrinologischen Team allerdings nicht so viel zu tun. Da meine Hauptaufgabe ja wie gesagt das history taking and presenting war, gaben sie mir jeden Tag neue Patienten, die ich mir ansehen sollte. Wenn das Team selber keine Patienten hatte, so fragten sie andere Teams, ob diese Patienten für mich hätten. Oftmals kamen aber auch Ärzte aus anderen Teams auf mich zu und nannten mir Patienten, die ich unbedingt sehen müsse und waren dann auch bereit, sich meine history anzuhören.

Hoher Wert der Visite
Viel Wert wurde auch auf die Visite (ward rounds) gelegt. Insbesondere die post-call ward rounds wurden mir sehr ans Herz gelegt. Das ist die Visite nach der Nacht, in der das Team Dienst hatte. Hier werden alle Patienten dem Consultant vorgestellt. Davon abgesehen gibt es auch consultant ward rounds, die je nach Krankenhaus und Chef ein- bis zweimal die Woche stattfinden. Ich fand diese post-call ward rounds wie auch alle anderen ward rounds allerdings nicht sehr hilfreich. Zum einen dauern sie bis zu drei Stunden, zum anderen sind auch hier wie in Deutschland viel zu viele Menschen anwesend, so dass man von dem, was der Assistent dem Chef ins Ohr raunt, eh nur die Hälfte versteht und für Erklärungen meist keine Zeit bleibt. Aus diesem Grund habe ich zumindest in Loughlinstown ward rounds immer tunlichst vermieden. Da im August in Irland noch Semesterferien sind, gab es bei meiner Ankunft nur einen Studenten auf der Station. In Irland gibt es keine Famulaturen, da die Studenten die letzten beiden Jahre ja ausschließlich im Krankenhaus verbringen, trotzdem bemühen sich die Studenten oftmals um diese electives, insbesondere wenn die finals anstehen. Dieser Student hatte die finals im Mai nicht bestanden und muss sich nun im darauffolgenden Oktober dem retest unterziehen, weshalb er noch etwas mehr Zeit im Krankenhaus verbringen wollte. Ich sah ihn allerdings nicht übermäßig oft.  

Besuch aus Malaysia
Nach zwei Wochen kam jedoch noch eine irische Studentin, das heißt, sie kam eigentlich aus Malaysia. In Loughlinstown waren etwa die Hälfte der Ärzte Ausländer, zumeist aus Malaysia, Indien, Afrika und den arabischen Ländern. Gerade das Royal College of Surgeons, das bis vor kurzem noch ein privates College war (mit Studiengebühren von bis zu 30 000 Euro im Jahr für Ausländer und 4000 Euro für Iren), bildet sehr viele ausländische Studenten aus. Mir fiel allerdings auf, dass ich weder in Loughlinstown noch im Beaumont Hospital je einen nicht-irischen Consultant gesehen hatte. Als ich einmal eine Studentin darauf ansprach, sagte diese mir, dass dies tatsächlich so sei, ausländische Ärzte könnten noch so gut sein, beim Besetzen der Chefpositionen würden irische Bewerber bevorzugt.
Malaysia schickt seine Studenten regelmäßig ins Ausland, um zu studieren, so dass die meisten ein Stipendium haben und für die Gebühren nicht selbst aufkommen müssen. Viele bleiben dann auch für ihre Facharztausbildung in Irland. Anfangs war ich sehr interessiert daran, viel von den ausländischen Ärzten zu lernen, weil ich wissen wollte, inwieweit sich Behandlungsstrategien in anderen Teilen der Welt von Europa unterscheiden. Hier wurde ich allerdings insoweit enttäuscht, als dass alle Ärzte dort in Irland studiert hatten. Und auch für Irland galt für mich am Ende: Medizin bleibt halt doch Medizin, von einigen kleineren Abweichungen, zum Beispiel der Obsession der Iren mit Aspirin, die mich immer wieder ins Staunen versetzte, mal abgesehen.

In der Outpatient Clinic
Was mich auch verwunderte, war der Umgang mit neurologischen Krankheitsbildern. Endokrinologen behandelten so locker Schlaganfälle. An meinem ersten Tag in der Outpatient Clinic durfte ich mit ansehen, wie der Chef der Endokrinologie bei einem Patienten die Epilepsiemedikation absetzte mit der Begründung, er sei jetzt lange genug anfallsfrei gewesen. Ich wäre fast vom Stuhl gefallen.
Dies liegt sicherlich darin begründet, dass die Neurologie als eigene Fachdisziplin in Irland kurioserweise erst seit relativ kurzer Zeit existiert. In Loughlinstown gab es nicht mal einen Neurologen, wie es dort sowieso eigentlich nur eine Innere Abteilung, Notaufnahme und die Chirurgie gibt, die müssen dann halt eben das gesamte Spektrum der Medizin abdecken. Und ich kann wirklich nicht sagen, dass ich den Eindruck gehabt hätte, die Patienten seien dabei schlechter weggekommen. Sowieso haben die irischen Ärzte ein sehr umfassendes Wissen, was sicherlich daran liegt, dass man sich frühestens nach drei Jahren Innere spezialisieren kann. Ein System, das ich gar nicht so schlecht finde.

Gute Betreuung
Nach zwei Wochen kam die Studienkoordinatorin zu mir, die sich im übrigen in der ganzen Zeit dort sehr rührend um mich kümmerte, und sagte, ich solle jetzt doch in die Chirurgie wechseln. Das lag vor allen Dingen daran, dass der Registrar in der Chirurgie, ein Arzt aus dem Sudan, gerade offiziell für die Ausbildung der Studenten zuständig war, ein Posten, den er gerade erst bekommen hatte. Somit war er ganz wild darauf, endlich Studenten unter seine Fittiche zu nehmen. Also wurden die andere Studentin und ich kurzerhand in die Chirurgie verfrachtet. Chirurgie mochte ich noch nie. Bei einer meiner letzten Famulaturen in Deutschland war ich versehentlich einmal in der Chirurgie gelandet, eine Erfahrung, die ich nicht unbedingt wiederholen wollte. Umso überraschter war ich, wie gut es mir dort gefiel. Der Registrar war sehr bemüht, uns etwas beizubringen. Ständig gab er uns Patienten und war immer bereit, diese danach lang und breit zu besprechen. In den OP sollten wir zwar gehen, aber nur, wenn etwas Interessantes anstand und wenn wir Lust hatten. Zudem gab er uns öfter kleine Aufgaben, etwas zum nächsten Tag zu lernen und fragte uns dann danach. Das war mir auch in der Endokrinologie öfter passiert. Manchmal kamen auch Ärzte zu mir, die ich kaum kannte und sagten mir, ich solle alles zu einem bestimmten Thema lernen und am nächsten Tag wurde ich dann dazu befragt.

Wenn wir uns dann schließlich doch mal in den OP verirrten, so hatte der Registrar fast schon Tränen der Rührung in den Augen, weil wir endlich ein wenig Interesse für sein Fach zeigten, und malte uns vor jeder OP ausführlichst eine Skizze des OP-Verlaufs an eine kleine Tafel. Somit wurde dies zu meiner ersten positiven Chirurgie-Erfahrung. Wann immer ich nichts zu tun hatte, ging ich in die Notaufnahme. Der Registrar dort hatte auch meist nichts zu tun und war deshalb immer sehr willig, mir etwas beizubringen. Mit ihm hatte ich auch ein sehr seltsam anmutendes Erlebnis bei einer Blutabnahme. Da die irischen Studenten das Blutabnehmen eigentlich erst als Interns richtig lernen und während des Studiums bestens mal probieren dürfen, bestand der Registrar darauf, mir bei einer Blutabnahme über die Schulter zu blicken. Danach war er ganz begeistert, wie routiniert und sicher ich diese doch durchgeführt hätte. Ich musste innerlich dann doch grinsen, schließlich ist jeder deutsche Student spätestens nach der ersten Famulatur Meister im Blutabnehmen.

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Autor(in): Autor der Redaktion bekannt (redaktion@medi-learn.net)
  
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 2. Dr. Dolor: Der Gang nach Kanossa

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Der folgende Dr. Dolor Roman ist auf dem Medi-Learn Offline-Treffen im Oktober 2003 entstanden - besten Dank an Sani, die aus der "Arztschrift" von Pascal einen computerlesbaren Text gemacht hat ;-).

Diese verdammten Besserwisser. Schon bei dem Gedanken an die ihm bevorstehende Besprechung krampften sich Dolors Gedärme zusammen wie bei einer ausgewachsenen Salmonelleninfektion oder nach einem verspäteten wieder aufgewärmten Mittagessen in der Klinikkantine. Vielleicht hatte seine gastrointestinale Dystonie auch etwas mit eben diesem kulinarischen Hochgenuss zu tun, welcher aus bis zur Unkenntlichkeit zerkochtem Gemüse und ledrig zähem Fleisch bestanden hatte, welches man selbst einem fast Verhungerten nicht ruhigen Gewissens anbieten würde, auch wenn es die einzige Rettung vor dem sicheren Hungertod wäre.

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Aber eigentlich waren seine Innereien ja an solche Grausamkeiten gewöhnt. Also dürfte es doch an dem liegen, was auf ihn wartete: Eine Dienstbesprechung mit seinem Chef. Hah, dass er bei dem Gedanken an diesen überheblichen, aufgeblasenen arroganten Menschen nicht sofort sein Mittagessen auf den Flur erbrach, grenzte an ein Wunder, welches den Vergleich mit der blutenden Madonna nicht zu scheuen brauchte. Und dieser eingebildete Affe mit seiner Seidenkrawatte will ihm Vorhaltungen zu seinem Verhalten im Einsatz machen? Wohl der schlechteste Witz seit diesen „Superstars“, die einen seit Monaten mit ihren kreissägeartigen Artikulationsorganen bis weit hinter die Schmerzgrenze traktierten.

Diesen aufgeblasenen Schwippschwager eines schwangeren Pavianweibchens würde er nur zu gerne mal draußen sehen. Da, wo die wirkliche Medizin passiert. Wo echte Männer noch im Schweiße ihres Angesichts mit beiden Armen bis zum Anschlag in den Lebenssäften unglücklicher Seelen stecken. Immer bereit, ihr Äußerstes zu geben, um dem Sensenmann eine weitere Seele aus den eiskalten Krallen zu entreißen. Und sei es nur für einige kurze Minuten, bis die unfähigen Hände vom Pflegepersonal, das erbärmliche Halbwissen von Studenten und AiP’lern oder die großkotzerische und anmaßende Besserwisserei von Chefärzten die redliche Arbeit zunichte machen und die arme Sau auf die direkte Reise in den Hades schicken.

Aber dieser Wunsch würde ihm wohl niemals erfüllt werden. Solch eine Befriedigung, die ihm fast den Verlust seiner Ejakulationsfähigkeit Wert gewesen wäre, würde ihm wohl auf ewig verwehrt werden. Nein, sein Schicksal war es, seine heimlichen Nachtphantasien nicht in Erfüllung gehen zu sehen. Für ihn hatte Fortuna eher die Aufgabe des ewigen Fußabtreters ausgesucht. Aber wie dem auch sei, seinen Unwillen wie einen glühenden Feuerhaken, der sein beginnendes Magengeschwür weiter nährte, hinunterschluckend, streckte Dolor seine von Leid gestählte Hand in Richtung Türklinke, bereit alle infantilen Verbalinjurien, die das unterentwickelte Hirn seines Chefs produzierte, mit der gleichen stoischen Gleichgültigkeit zu tragen, die ihm schon oft geholfen hatte in der Schlacht mit dem sozial wie intellektuell unterentwickelten Verstand, um seine Nerven zu behalten.

Mit einem tiefen Atemzug begann er die Klinke herunterzudrücken, als plötzlich sein Piepser erklang. Himmlische Chöre! Frohlocken und Hosianna in der Höhe! Die Pein, die Schmach, alles erspart. Erkauft durch eines anderen Leid, mag sein. Aber Freud und Leid liegen doch oft genug nahe nebeneinander.
Mit geschwinden Schritten wandte sich Dolor der verhassten Türe ab und machte sich auf den Weg zum NEF.

   
Autor(in): Pascal (pascal_br@gmx.de)
  
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 3. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 300 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

PJ-Stelle (Schweiz Gyn 2004) gesucht

Stellengesuche/PJ-Stellen

Assistenzärztinnenstelle für Dermatologie und Venerologie

Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen

AiP-Stelle (z.B. Forschung Neurologie) gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

Suche PJ-Stelle Innere Medizin in der Schweiz für den Zeitraum 16.02.04 bis 04.06.04

Stellengesuche/PJ-Stellen

AIP-Stelle Neurochirurgie gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

Experimentelle Promotion zu vergeben

Stellenangebote/Doktorarbeiten

Studentin aus Hamburg sucht Nebenjob

Stellengesuche/Studentenjobs

Studentin aus Halle sucht Nebenjob

Stellengesuche/Studentenjobs

ÄiP Stelle in der Anästhesie und Intensivmedizin gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

AIP-Stelle in der Neurologie gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

2 PJ-Stellen Chirurgie Schweiz 1.12.03-31.3.04 frei

Stellenangebote/PJ-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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 4. Zwischen den Zeilen "Komplex, aber dennoch kinderleicht!"

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Titel: Kinderheilkunde und Jugendmedizin - Koletzko
Autor(en): Koletzko, Berthold (Hrsg.)
Verlag: Springer Verlag
ISBN: 3-540-44365-7
Preis: Euro 39,95
Medizinlehrbuch

Die 12. Ausgabe des Lehrbuches "Kinderheilkunde und Jugendmedizin" von Koletzko wurde inhaltlich auf den neuesten Stand gebracht. Zahlreiche Kapitel wurden einer intensiven inhaltlichen Überarbeitung unterzogen, neu hinzugekommen ist das Kapitel "Anamnese und Untersuchung". Einige Autoren sind ausgeschieden, Neue sind hinzugestoßen. Die Liste namenhafter Autoren spiegelt sich nicht zuletzt in den fundierten Inhalten wieder, die kurz und prägnant beschrieben werden.

Erstaunlicherweise wurde dabei das didaktische Konzept nicht vernachlässigt, so dass das Buch trotz der großen Anzahl an Autoren "aus einem Guß gegossen" wurde. Jedes Kapitel beginnt mit einem farbfrohen einleitenden Titelblatt, auf dessen Rückseite sich der Leser kurz und knapp über den Inhalt des Kapitels informieren kann und so schnell den Überblick über das gesamte Kapitel findet. Die Kapitel sind in kleine "verdauliche" Häppchen aufgeteilt, dadurch leicht zu überblicken und werden mit einer Zusammenfassung des Textes eingeleitet. Zwischen den einzelnen Absätzen findet man "Merke"-Kästchen; die wichtigsten Begriffe in einem Abschnitt sind farblich hervorgehoben, was das Rekapitulieren nach dem Lesen einfach macht. Am Ende des Kapitels werden die Kernaussagen kurz und knapp zusammengetragen, ab und zu findet man kurze Fallbeispiele, die den Praxisbezug vermitteln.

An manchen Stellen ist die Beschreibung der Fallbeispiele ein wenig sehr kurz ausgefallen, was aber auch das einzige Manko ist, welches unsere Testleser im Buch gefunden haben. Die vielen Bilder und Zeichnungen untermalen das Geschriebene. Es macht Spass, das Buch zu lesen und nach der Lektüre einiger Kapitel hat man das Gefühl, einen soliden Grundstock an Wissen in der Pädiatrie vermittelt bekommen zu haben. Der Preis von 39,95 Euro ist auch für die Studenten- Geldbörse erträglich und für das knapp 800seitige Hardcoverbuch mehr als angemessen. Das selbstgesteckte Ziel der Autoren, das im Vorwort zu finden ist, wurde zu 100% erreicht: "Begrenzung auf das Wesentliche bei didaktisch klarer Darstellung." Auch die 12. Ausgabe des Lehrbuches wird wieder ganz vorn in der "ersten Liga" der Pädiatrie-Lehrbücher mitspielen.

   
Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
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 5. Arzt in der Ausbildung: Lehrjahre sind keine Herrenjahre (6)

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Die Ausbildungssituation von Medizinstudenten ähnelt der eines Schülers auf fatale Weise: Der Staat erläßt Vorschriften in Form von Gesetzen, Lehrer und Professoren erleiden das Schicksal von staatlichen Erfüllungsgehilfen, unterliegen lediglich noch der Verpflichtung, die ministerialen Lehrpläne zu erfüllen, gekrönt mit der Gesamtverantwortung für den Versagensfall, wie die Endlosdiskussion nach der PISA-Studie gezeigt hat. 

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Es kann der so wichtigen persönlichen Beziehung zwischen Schüler und Lehrer, Studenten und Professor, Meister und Lehrling doch nicht zuträglich sein, wenn sich ständig Staatsjuristen mit der Erarbeitung noch komplizierterer Regeln befassen, die das zwischenmenschliche Ausbildungsverhältnis belasten, indem sie die Staatsinteressen allem anderen überordnen. Damit wird lediglich erreicht, daß die gesamte geistige Elite einer Nation auf Erfassung und Umgehung juristischer Spitzfindigkeiten getrimmt wird und dabei das eigene Ideal und das Recht auf persönliche Entfaltungsfreiheit - und hier ganz besonders die berufliche - auf dem Altar der pseudodemokratischen Staatsräson geopfert wird. So geht natürlich das Engagement von Lehrern vollends in die Binsen, wenn ihnen nun obendrein auch noch die Qualifikation zur Prüfung abgesprochen wird. Muß man tatsächlich alle Details staatlich vorschreiben? Reicht wirklich nicht die grobe Richtung? Kann ein Professor für Kinderheilkunde nicht von allein wissen, was ein Student wissen muß? Muß ein Geschichtslehrer an einem Gymnasium wirklich tagespolitische Ereignisse im Unterricht übergehen, nur weil der Lehrplan dies nicht vorsieht und einen anderen Zeittakt vorgibt? Das Recht auf Ausbildung - ganz im Sinne des Staates - ist einklagbar, das Recht zu denken auch?

Man mag gelegentlich daran zweifeln und fühlt sich an die Zeit der amerikanischen McCarthy-Ära erinnert, in der jegliche Systemkritik als „Kommunistenfurz“ diskriminiert und als Angriff auf die Staatsautorität verfolgt wurde. Ganz soweit sind wir noch nicht, die Allmacht des Staates ist allerdings auch allgegenwärtig und äußert sich insbesondere in der Entmündigung der gesellschaftlichen Elite.

Ohne Doktor ist der Doktor kein richtiger Doktor, könnte man spöttisch sagen. In Laienkreisen, also im Großteil der Normalbevölkerung ist immer noch das Vorurteil vorhanden, daß zu einem richtigen Arzt auch die Doktorwürde gehört. Zur Klarstellung: Die Ausbildung zum Arzt endet mit dem Staatsexamen, die Verleihung der Doktorwürde setzt eine von der Universität akzeptierte Doktorarbeit voraus, die in keiner kausalen Beziehung zum Studium steht, dem also nicht zwangsläufig folgen muß. Gleiches gilt für die Weiterbildung zum Facharzt. Auch hierbei ist der Doktorgrad keine Voraussetzung. Hin und wieder begegnet man einem Lehrer oder Rechtsanwalt, der ebenfalls ein „Dr.“ vor seinem Namen trägt. Dabei dürfte feststehen, daß ein „Dr. iur.“, also ein Doktor der Rechtswissenschaft, nicht unbedingt ein besserer Anwalt sein muß, gleich dem inaugurierten, zum akademischen Würdenträger geweihten Lateinlehrer, der damit nicht automatisch besser qualifiziert ist, Legionen von Pennälern mit Caesar oder Tacitus zu beglücken. So kann man seine medizinische Doktorarbeit bereits während des Studium beginnen, eventuell auch vollenden, die Doktorwürde und damit das Recht, den Titel zu tragen, aber erst nach erfolgreichem Abschluß des Studiums entgegennehmen. Dem Arzt, der frühzeitig auf diese akademische Zusatzbezeichnung verzichtet, bleibt die Universitätskarriere in der Regel genauso verschlossen wie eine leitende Kliniktätigkeit. Aber keine Sorge, es gibt ja noch den Weg in die Selbständigkeit mit all ihren bizarren Begleiterscheinungen wie Zulassungsbeschränkung, Honorarbegrenzung, Fallpauschale und viele andere Überraschungen. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie am besten einen Arzt, der das bereits hinter sich hat.

Wer sich nun doch zum akademischen Würdenträger entschließt, also der Verlockung wissenschaftlichen Ruhms bzw. braver Konvention nicht widerstehen kann, der sollte sich beizeiten um ein Thema kümmern. Und das geht so: Besuche Vorlesungen, besonders die, die keine Pflicht sind (sofern es das überhaupt noch gibt). Errege die Aufmerksamkeit des Herrn Professors, am besten mit klugen Fragen im Kolleg. Zeige ein unbändiges Verlangen nach wissenschaftlicher Arbeit. Und schließlich frage den Herrn Professor, an welchem Thema er zur Zeit selbst arbeitet, zeige starkes Interesse ganz besonders für dies Thema und biete deine Hilfe an. Ein Unterthema ist dir nun sicher. Jetzt arbeiten mehrere Doktoranden (so nennt man die, die an ihrer Doktorarbeit schreiben) für den Herrn Professor, arbeiten ihm gewissermaßen zu und dürfen sich nicht wundern, wenn in der nächsten oder übernächsten Fachzeitschrift ein Artikel ihres Doktorvaters erscheint, der der eigenen Abhandlung zum Verwechseln ähnlich ist. So ist das nunmal in der Wissenschaft. Läßt sich ein Doktorand etwa zu viel Zeit, so sollte er seinen Doktorvater lieber in das tägliche Nachtgebet einschließen. Macht dieser nämlich von seinem Recht auf Ableben Gebrauch, also segnet er schlicht das Zeitliche, so steht der Doktorand mit einer halben und somit unbrauchbaren Arbeit da und kann nicht auf einen Doktorvaternachfolger hoffen. Ihm bleibt für gewöhnlich nichts übrig außer einem kompletten Neubeginn dieser Aufgabe.

   
Autor(in): Dr. med. Thomas Raddatz (Dr.Raddatz_Vellmar@gmx.de)
  
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Interview mit Dr. Raddatz

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 6. Abschnitte im Medizinstudium

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Welche Abschnitte besitzt das Medizinstudium?

WICHTIGER HINWEIS VORAB
Die im folgenden gemachten Angaben zum Studienablauf beziehen sich auf die neue Approbationsordnung, die für alle Erstsemester ab dem Wintersemester 2003 gilt. Studenten höherer Semester studieren nach der vorherigen Approbationsordnung. Ggf. wird man als Erstsemester und Studienanfänger im Gespräch mit Studenten höherer Semester daher Angaben erhalten, die auf veralteten gesetzlichen Regelungen basieren.

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Die nun folgenden Hinweise und Informationen sind gänzlich an der neuen Approbationsordnung orientiert.

Nach der Studienordnung wird das sechsjährige Medizinstudium in zwei grössere Abschnitte eingeteilt: Den Ersten und Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Ausbildung.

Der Erste Abschnitt des Medizinstudiums beinhaltet die grösseren und kleineren Grundlagenfächer. Er umfasst die ersten 4 Semester/2 Jahre und wird mit einer grösseren Prüfung, dem sog. „Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung“ (sog. Physikum), abgeschlossen. Auf dem Studienprogramm stehen hier Kernfächer wie Anatomie, Biochemie, Physiologie und Psychologie/Soziologie und Nebenfächer wie Biologie, Physik und Chemie.

Der Zweite Abschnitt des Medizinstudiums widmet sich der theoretischen wie auch praktischen Ausbildung in der klinischen Medizin und einer rein klinischen Tätigkeit für 2 Semester auf Krankenstationen (sog. PJ = praktisches Jahr). Er umfasst insgesamt 8 Semester/ 4 Jahre und wird durch den „Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung“ abgeschlossen.

Die vielen Fächer, die während dieser Zeit gelernt und gelehrt werden, decken alle ärztlichen Fachrichtungen in Grundzügen ab, so dass man für eine spätere Tätigkeit auf verschiedensten Gebieten das nötige Grundlagenwissen erhält (z.B. Innere Medizin, Neurologie, Gynäkologie, Kinderheilkunde, Chirurgie, Pathologie, Pharmakologie), um einmal ein paar Beispiele für Studieninhalte zu geben. Detailliertere Informationen zu den einzelnen Fächern folgen weiter unten im Artikel.

Aus den Noten im Ersten und Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung wird die Gesamtnote berechnet, mit der man das Medizinstudium abgeschlossen hat. Die Note aus dem Ersten Abschnitt geht zu 1/3, die Note aus dem Zweiten Abschnitt zu 2/3 in die Note ein.

Sonstige Leistungsnachweise während des Studiums
Um das Medizinstudium zu absolvieren und sich für die Prüfungen anmelden zu können, muss der Medizinstudent neben den Leistungsnachweisen in den einzelnen Fächern insgesamt 5 weitere Tätigkeiten nachweisen: Einen Erste-Hilfe-Kurs, ein dreimonatiges Krankenpflegepraktikum, ein Praktikum der Berufsfelderkundung, ein Praktikum zur Einführung in die klinische Medizin und eine Mindestanzahl/-dauer an Famulaturen.

Der Erste-Hife-Kurs
Jeder Medizinstudent, der sich zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung anmeldet, muss bis dahin einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben und einen entsprechenden Nachweis erbringen. Der Erste-Hilfe-Kurs muss mindestens 8 Doppelstunden umfassen und kann während der ersten zwei Jahre des Studiums absolviert werden.
Den Kurs kann man bei den gängigen Erste-Hilfe-Organisationen (Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V, Malteser Hilfsdienst e.V., Johanniter-Unfall-Hilfe etc.) absolvieren bzw. sich bei denen vor Ort durch einen Anruf über die nächsten Termine informieren und auch gleich anmelden. Wer bereits in den letzten Schuljahren einen ausführlicheren Erste-Hilfe-Kurs (NICHT den Kurs "Sofortmassnahmen am Unfallort" für den Führerschein, der nicht ausreicht) absolviert hat, möge sich bitte beim zuständigen Landesprüfungsamt erkundigen, ob dieser Kurs ausreicht.
Einige Medizinstudenten haben vorher eine medizinische Ausbildung durchlaufen und können sich diese als Nachweis für den Ersten Hilfe-Kurs anrechnen lassen, sofern die Erste Hilfe im Rahmen dieser Ausbildung unterrichtet worden ist. Dazu zählen z.B. Krankenschwestern/-pfleger, Schwesternhelfer, Pflegedienstleiter, Rettungssanitäter oder Rettungsassistenten, Sanitätsausbildungen bei Behörden (Bundeswehr, Polizei, Bundesgrenzschutz, öffentliche Verwaltung). Falls dieser Fall zutrifft, sollte man sich beim zuständigen Landesprüfungsamt im konkreten Einzelfall erkundigen, ob die Anerkennung des Erste-Hilfe-Scheines in diesem Falle möglich ist.

Praktikum der Berufsfelderkundung, Praktikum zur Einführung in die klinische Medizin, Medizinische Terminologie
Drei weitere kleine Scheine müssen bei der Meldung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung vorgelegt werden: Im Praktikum der Berufsfelderkundung (12 Unterrichtsstunden) werden in Vorlesungen und Exkursionen verschiedene Tätigkeitsbereiche von Medizinern (Klinik, Forschung, Verwaltungen, Praxis) vorgestellt. In der Einführung zur klinischen Medizin (24 Unterrichtsstunden) werden in Vorlesung, kleinen Seminaren und Patientenvorstellungen wichtige Krankheitsbilder zu einem ersten Kennenlernen mit den Studenten erarbeitet. In der medizinischen Terminologie (12 Unterrichtsstunden) lernt Ihr das grundsätzliche Verständnis der medizinischen Fachsprache in Form von Übungen und Vorlesungen kennen.

   
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 7. Interview mit Berna Dagli (Ärztin im Praktikum)

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Wir möchten in der Reihe "Interview mit Ärzten" an dieser Stelle das Gespräch mit Frau Berna Dagli (Ärztin im Praktikum) veröffentlichen, die unseren kleinen Fragenkatalog wie folgt beantwortet hat.

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Beschreiben Sie bitte kurz Ihren studentischen Werdegang (Studienort, Studienverlauf, Studienzeit etc.). An welche Höhepunkte und auch Tiefpunkte während des Studiums erinnern Sie sich noch heute?
Ich habe 12 Semester in Ulm studiert. Höhepunkte des Studiums waren meistens die Praktika bzw. die Famulaturen, weil es auch die einzige Möglichkeit war, etwas Praktisches zu machen. Meine Famulaturen habe ich teilweise im Ausland absolviert: Ich war z.B. in der Türkei und habe in einem staatlichen Krankenhaus famuliert. Ich war dort sechs Wochen in der Gynäkologie und durfte ziemlich viel selbständig machen, was man von manchen Famulaturen in Deutschland nicht gerade behaupten kann. Man muß nicht unbedingt die Landessprache beherrschen. Englischkenntnisse reichen im Klinikum vollkommen aus. Und für den Alltag ist Deutsch vollkommen ausreichend, wenn man in Großstädten unterwegs ist. Tiefpunkte des Studiums waren für mich die Vorbereitungszeiten vor den Prüfungen, insbesondere vor den Examina. Nach bestandener Prüfung war zwar die Welt wieder in Ordnung, doch vorher haben einen immer die Zweifel geplagt. Von den Fächern im Studium fand ich Anatomie in der Vorklinik super. Es war zum ersten Mal im Studium etwas Konkretes, mit dem man auch etwas anzufangen wußte. Von den klinischen Fächern habe ich eigentlich sehr viele interessant gefunden, z.B. Pharmakologie, Innere Medizin, Dermatologie, Gynäkologie, Augenheilkunde. Im Studium eher uninteressant und langweilig fand ich die Statistik - war nicht unbedingt mein Fach.

Was haben Sie am Tag Ihres 3. Staatsexamen(s) gemacht, nachdem Sie die Prüfung erfolgreich hinter sich gelassen und damit das Medizinstudium abgeschlossen hatten?
Wir sind mit Freunden und der gesamten Prüfungsgruppe zum Essen gegangen und haben erst einmal gefeiert und mehr oder weniger zum letzten Mal zusammengesessen. Nach langer Zeit mal wieder ausgespannt und einfach einen schönen Abend verbracht. Das ist der Nachteil vom abgeschlossenen Studium. In den sechs Jahren lernt man so viele Menschen kennen, die sich nach dem Studium in alle Richtungen verstreuen.

Mit welcher Motivation haben Sie das Medizinstudium begonnen, sprich warum haben Sie sich entschieden, Medizin zu studieren? Gab es den entscheidenden Augenblick/Situation, mit dem feststand „Jetzt weiss ich es: Ich studiere Medizin“?
Eigentlich hatte ich kein bestimmtes Erlebnis, worauf ich angefangen habe, Medizin zu studieren. Es war nur klar, dass ich schon immer Medizin studieren wollte.

Wie bewerten Sie diese Motivation rückblickend? Hat sie sich während des Studiums aufrechterhalten oder in welcher Form hat sie sich geändert?
Die Motivation war am Anfang des Studiums am Größten. Im 5.-6. Semester hat sie relativ stark abgenommen, da ich das Gefühl hatte, ich werde nie fertig. Aber ein paar Semester weiter, hatte man einen Überblick und plötzlich ging es ganz schnell. Dann wiederum eigentlich viel zu schnell. Zum Schluss war die Motivation wieder hoch.

Wie sieht der Alltag als Arzt für Sie heute aus? Was macht Ihnen am meisten Spass? Was am wenigsten?
Ich bin heute als Ärztin im Praktikum in der Augenheilkunde tätig. Die Augenheilkunde ist mehr oder weniger zu meinem Wunschfach geworden, nachdem ich den ersten Tag meiner Famulatur in einer Augenarztpraxis hinter mich gebracht hatte. Ich habe dann anschließend auch im Klinikum famuliert und die Begeisterung ließ nicht nach. Also habe ich PJ und AiP daran angeschlossen. Und bis jetzt bin ich der Meinung, daß es die richtige Entscheidung war. Ich bin jetzt jedenfalls froh, dass ich das Studium durchgezogen habe. Ich würde es auch wieder tun.
Am meisten gefällt mir die Arbeit am Patienten, was aber manchmal vor lauter Papierkram zu kurz kommt.

Welche Tipps würden Sie Studenten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, Medizin zu studieren, mit auf den Weg geben?
Man sollte sich darüber im klaren sein, dass man keine geregelten Arbeitszeiten hat, öfter Dienste am Wochenende machen muss und seine Freizeit nicht so einteilen kann, wie in anderen Fachrichtungen. Darüber hinaus nimmt der Papierkram stetig zu. Man ist die ganze Zeit damit beschäftigt, irgendwelche Formulare und Anfragen auszufüllen, die nichts mit der ärztlichen Tätigkeit zu tun haben.
Ich wünsche jedem Studienanfänger viel Glück und Durchhaltevermögen!!

   
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 8. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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 9. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Aller Anfang ist...aufregend!' von Jan Hirche

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 10. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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