03.11.03

Ausgabe 186/03

Anzeige: Bleiben Sie ruhig - ich werde ARZT!
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wem genug zuwenig ist, dem ist nichts genug.
(Epikur, griech. Philosoph)


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 Editorial
  

Hallo,

die Tage werden kürzer, die Abende immer länger. Damit hier keine Langeweile aufkommt, haben wir für den ein oder anderen Schmökerabend einiges an Lektüre in die heutige Ausgabe der Online-Zeitung gepackt: Dass Teddies manchmal Bauchweh haben, ist vielen Studenten bereits bekannt und gerne stellen wir Euch die beiden Teddy-Krankenhäuser in München und Duisburg vor. Vorgestellt hatte sich eine Projektteilnehmerin von "Mit Sicherheit verliebt" einiges sicher anders, bevor sie sich auf zum Workshop machte und nun in der Onlinezeitung von ihren Erfahrungen berichtet.

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Worauf es beim Krankenpflegepraktikum ankommt, dürfte gerade für Vorkliniker interessant sein, so dass wir aus der Rubrik "vor dem Studium" dieses Thema als Artikel von Sebastian Kokemohr in Frage-Antwort-Form aufgreifen und wie immer durch ein Ärzteinterview abrunden. Des weiteren findet Ihr den vorletzten Auszug des Kapitels aus der Feder von Dr. Raddatz, der sich heute u.a. dem Thema der Entscheidung mit richtungsweisender Bedeutung für den Rest des Berufslebens widmet.
Wie immer gibt es als Zugabe die aktuellen Jobanzeigen, interessante Forenbeiträge und einen im Archiv aufgestöberten Artikel. Viel Spaß beim Schmökern!

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Chirurgie in Spanien
2.Mit Sicherheit verliebt - Workshop in Heidelberg
3.Medi-Jobbörse: Der Jobticker
  
4.Emergency Room - Die Notaufnahme
5.Teddies haben Bauchweh von Duisburg bis München
6.Dr. Raddatz: Arzt in der Ausbildung (7)
  
7.FAQ´s zum Krankenpflegepraktikum
8.Zwischen den Zeilen : Derma didaktisch ausgezeichnet nahegebracht
9.MedNews (StudMed) aus dem Springer Verlag
  
10.Interview mit Alexandra Franke (Ärztin im Praktikum)
11.Gelauscht - was ist los in den Medi-Foren
12.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung
  
13.Impressum/Abofunktion/Mitarbeit
  

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 1. Chirurgie-Famulatur in Spanien

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Den Anstoss zu einer Famulatur in Spanien gab mir einerseits meine Begeisterung für die spanische Sprache und Andalusien, andererseits mein grenzenloser Optimismus nach dem Motto "es wird schon alles klappen", auch wenn meine Spanischkenntnisse nicht gerade perfekt zu nennen sind.

DIE VORBEREITUNGEN

Beworben habe ich mich ziemlich formlos mit Anschreiben und Lebenslauf ein halbes Jahr vor dem gewünschten Famulaturbeginn bei ca. 5 Krankenhäusern in Andalusien.

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Die Adressen hatte ich mir im Internet gesucht, indem ich in den jeweiligen Städten nach Krankenhäusern gefahndet hatte. Die ersten Antworten kamen nach etwa einem Monat, davon 2 Absagen, Zusagen aus Sevilla und Cordoba und gar keine Antwort aus Marbella. Da das Universitätskrankenhaus in Sevilla einen offiziellen Sprachnachweis gefordert hat, den ich nicht vorzuweisen hatte und in der Kürze der Zeit auch nicht erwerben konnte, habe ich mich für Cordoba entschieden. Bei der Zimmersuche war mir das Krankenhaus nicht behilflich, so dass ich erstmal für 3 Tage ein Hostel gebucht habe und einfach hingeflogen bin.

DIE ERSTEN TAGE

In Cordoba angekommen habe ich mich gleich am Montag Morgen auf den Weg ins Krankenhaus gemacht. Meine Information war, dass ich der Abteilung eines gewissen Prof. Pera zugeteilt sei und zwar in der Allgemeinchirurgie.
Leider war im Krankenhaus niemand von meinem Erscheinen informiert, Prof. Pera war auch nicht im Haus, so dass ich nach stundenlangem Umherlaufen und Herumgeschickt-Werden ohne Erfolg wieder den Heimweg antreten musste. Am nächsten Tag hat sich nach weiteren 2 Stunden endlich jemand gefunden, der meinte, ich sei hier richtig und könne in den OP mitkommen, so war die erste Hürde genommen und ich war ins Team aufgenommen.
Als nächste Hürde stellte sich die Zimmersuche heraus. Es hängen zwar in ganz Cordoba an jeder Bushaltestelle Zettel, wo Mitbewohner gesucht werden, allerdings hatte niemand Interesse an einer Mitbewohnerin für nur 5 Wochen, die Aushänge waren schon für den Semesterbeginn gedacht und bezogen sich auf ein ganzes halbes Jahr. Im Studentenwohnheim hätte ich auch wohnen können, wenn es nicht während der Semesterferien geschlossen gewesen wäre. So bekam ich im Studentensekretariat eine Liste mit Privatvermietern. Hier wurde ich endlich fündig. Eine verwitwete Frau und ihre 26jährige Tochter waren froh, die Wochen bis zur Rückkher ihrer "offiziellen" Untermieterin zu Semesterbeginn ein Studentenzimmer an mich vermieten zu können. So hatte ich ein Zimmer neben der Stierkampfarena mit Familienanschluss und nur 10 min vom Bahnhof entfernt gefunden und die Famulatur konnte am Mittwoch mit festem Wohnsitz richtig beginnen.

DAS KRANKENHAUS

Ich war im Universitätskrankenhaus Reina Sofia auf der allgemeinchirurischen Station. Das Krankenhaus selbst ist ziemlich groß, es sind alle Fachgebiete der Medizin in 2 Häusern untergebracht. Die personelle Besetzung war ziemlich gut, so dass ich nicht händeringend gebraucht wurde, aber trotzdem helfen durfte. Dazu kam, dass ich die einzige Studentin überhaupt war, d.h. ich war die einzige, die dort etwas lernen wollte und dementsprechend wurde mir geduldig viel erklärt und die OP-Schwestern und Pfleger waren total lieb und fühlten sich für mich als Deutsche unter lauter spanischen Ärzten verantwortlich.

DER ALLTAG

Mein Alltag sah folgendermaßen aus: Montags war gegen 10 oder später große Visite, d.h. man lief irgendeinem Arzt hinterher, der ungeplant und ohne erkennbare Reihenfolge die verschiedenen Zimmer visitiert hat. Diese Prozedur dauerte meist bis Mittag und der Rest des Tages war ausgefüllt mit Entlassungsbriefe...schreiben, wobei ich dabei nur zugeschaut habe. Dort diktiert nämlich der Arzt den Brief direkt der Sekretärin und nicht aufs Diktiergerät, außerdem hätten meine Sprachkenntnisse dazu nicht ausgereicht. Ich verfüge über mittlere Kenntnisse und hatte mich mit dem Buch Spanisch für Mediziner auf die Famulatur vorbereitet, war aber doch überrascht, dass bis auf einen keiner der Ärzte brauchbar Englisch sprach, außerdem ist es ziemlich schwierig, den andalusischen Dialekt unter den OP-Hauben zu verstehen, vor allem wenn man den Ärzten über die Schulter schaut. So hatte ich die ersten Tage ziemliche Verständigungsschwierigkeiten, aber da mir bereitwillig alles noch langsam ein 2. Mal erklärt wurde und ich schnell Fortschritte gemacht habe, wurde die Verständigung schnell besser und ich bin mit ganz guten Spanischkenntnissen zurückgekommen.
Dienstags bis Freitags war ich meist im OP. Die Operationen fingen gegen 9 Uhr an und zogen sich in der Regel bis etwa 15.00 Uhr hin. Ich habe viele interessante OPs gesehen, darunter Ösophagus-CA, Magen-CA, Pancreas- CA, Darm-CA, Gallenblasen- und Wegs-OPs, Leberteilresektionen und als absoluten Höhepunkt eine Lebertransplantation. Bei allen Eingriffen konnte ich entweder assistieren oder -was häufiger war- direkt hinter den Chirurgen zuschauen.
Ein paar Mal war ich noch bei poststationären Nachkontrollen dabei oder bei der ambulanten Sprechstunde, wo z.B. Abszesse eröffnet wurden. Auch hier durfte ich mithelfen und kleine Eingriffe selbst durchführen.

CORDOBA

Cordoba ist meiner Meinung nach eine wunderschöne Stadt. Sie ist nicht so großstädtisch wie Sevilla aber auch nicht so gefährlich wie z.B. Malaga. Es gibt wunderschöne Gassen in der Altstadt, der Fluss Guadalquivir fließt durch die Stadt, es gibt eine moderne Einkaufsstraße, viele Grünflächen und begrünte Plätze und dazu Sehenswürdigkeiten, allen voran die Mezquita, den Alcazar und den Palacio de Viana. Insgesamt kann man in Cordoba so leben, wie man sich das Leben im Süden vorstellt. Bis Abends spät sind die Plätze voll von Familien, da es erst dann kühler wird, Straßencafes und Bänke im Park laden zum Verweilen ein...
An den Wochenenden habe ich immer Ausflüge in die Umgebung gemacht, habe unter anderem Sevilla, Jaen und Granada besucht und 1x an der Atlantikküste in Jaen gebadet.

FAZIT

Die Famulatur insgesamt war ein tolles Erlebnis, wenn ich auch auf die ersten Tage mit dem Herumirren im Krankenhaus und die Zimmersuche hätte verzichten können. Ich hätte mir vorher nicht träumen lassen, dass ich dort so viele interessante OPs sehen könnte und war von der Freundlichkeit der ganzen Leute dort sehr überrascht. Das geniale Wetter und die Masse der Ausflugsmöglichkeiten haben das Ganze perfekt gemacht.
Gewarnt seinen jedoch diejenigen, die keine oder schlechte Sprachkenntnisse haben. Man kann nicht erwarten, dass irgendjemand Englisch spricht, Deutsch schon gar nicht und zwar weder an Bahnhöfen noch in Läden oder im Krankenhaus. Man sollte also schon eine gewisse Basis mitbringen, auf die sich aufbauen lässt.
Eine Famulatur in Andalusien ist jedem zu empfehlen, der eine gewisse Flexibilität und Gelassenheit mitbringt und der Lust hat, in die spanische Medizin, Sprache und Kultur einzutauchen!!!

KRANKENHAUSADRESSE:

Alle aktuellen Infos zum Krankenhaus findet Ihr unter der folgenden Homepage: http://www.hospitalreinasofia.org/

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Die Deutsche Ärzte-Versicherung bietet im Sponsored Room bei Medi-Learn.net einen kostenlosen Länderinformationsservice an. Ihr könnt dort Material zur Vorbereitung Eures Auslandsaufenthaltes kostenlos per Post anfordern; u.a. ist auch Spanien (passend zum Bericht) enthalten [zum Länderinfo-Service].

   
Autor(in): Nadine Hofmayer (nadinehofmayer@web.de)
  
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Für Spanien-Interessierte: der Reiseführer

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 2. Mit Sicherheit verliebt - Workshop in Heidelberg

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Wo soll ich anfangen? Vielleicht bei Becci, die mich wochenlang belagert hat, dass ich unbedingt zu diesem Workshop muss? Weil es mir sooooo gut gefallen würde...Was wusste ich vorher? Dass ich das Projekt an sich klasse finde. Darüber muss man ja auch kaum streiten. Aber ich in so einem sozialpädagogischen Workshop? Ich hasse doch diesen Kram. Lass uns drüber reden. Ich bin ok du bist ok, aaaarrrrgghhhh..
Und ausserdem... Und außerdem ist in 2 Wochen Pathotestat... eh keine Zeit....
Irgendwann habe ich nachgegeben. Und bin hingegangen. Und bin sehr froh darüber. Ich muss nämlich sagen, dass dieser Workshop, so viele Vorurteile ich anfangs hatte, sich zu einem echten Erlebnis entwickelt hat.
Aber schön der Reihe nach. Ich komme also da hin und was sehe ich? SOZIALPÄDAGOGEN!! Also welche, denen man schon von weitem ansehen kann, dass sie Sozialpädagogen sind! Wisst Ihr, was ich meine? Und ich denke mir: Das kann ja heiter werden.

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Der Workshop ging los
Der Workshop fängt an, und wir machen ein Kennenlernspiel. Jeder sagt seinen Namen und ein Lebensmittel, das mit dem gleichen Buchstaben anfängt, dann werfen wir uns einen schnuckeligen kleinen Ball zu und lernen Namen. Und Hannah Haferflocke denkt sich: „Lasst mich raus hier!!! Gleich!!!“ Na gut. Ich hatte auch das ohne bleibende Schäden überstanden. Wie geht’s weiter? Selbstreflexion. Sexualpädagogische Spiele. Ach ja, fast vergessen, die Gruppenregeln: Andere ausreden lassen; von „ich“ reden, nicht von „man“; andere nicht auslachen; und nicht zu vergessen: Alles ist freiwillig.

Und es fing an, Spass zu machen
Und irgendwann, ich glaube, sogar noch am ersten Abend, musste ich feststellen, dass mir das ganze Spaß macht. Dass ich anfange, mich in der Gruppe wohlzufühlen, und die Gruppenregeln als etwas Sinnvolles sehe. Nicht, dass irgendjemand versuchen würde, sie zu verletzen, aber ich bin einfach so froh, dass sie da sind. Und das Reden über Sexualität, das mir bisher immer so leicht gefallen ist? Ist gar nicht mehr so einfach, wenn mans plötzlich ernst nimmt. Und mit wildfremden Leuten darüber redet. Wildfremd? Oder sind die vielleicht gar nicht mehr so wildfremd? Wir kennen uns doch noch gar nicht so lange. Aber erstaunlich. Ein paar von denen würde ich inzwischen ja fast als Freunde bezeichnen. Gibt’s das denn?

Feuer gefangen
Habt Ihr das Gefühl, dass ich fantasiere? Ein bisschen ging es mir auch so. Ich konnte es ernsthaft kaum glauben. Dass mir das hier gefallen sollte? Mir? Dieses Zeug? Aber es half kein Leugnen und Flehen. Ich hatte Feuer gefangen. Und fand am Sonntag Abend, dass ich noch selten ein von vorne bis hinten so gelungenes Wochenende erlebt habe.

Wollt Ihr auch mal so etwas erleben?
Oder wollt Ihr mir beweisen, dass ich unrecht habe und nur Blödsinn daherrede?
Kein Problem. Vom 7.-9.11. ist in Heidelberg Workshopwochenende. Es gibt einen „Mit Sicherheit verliebt“ Schnupperworkshop und viele andere interessante Sachen. Wer mitkommen will, wende sich einfach vertrauensvoll an seine Fachschaft oder an nora@gemsa.info (Homepage: http://www.sicher-verliebt.de )

   
Autor(in): Autor der Redaktion bekannt (redaktion@medi-learn.net)
  
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Projekthomepage Mit Sicherheit verliebt
  
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 3. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 170 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

Medizinjournalismus,Medical Writing o.ä.

Stellengesuche/Studentenjobs

Assistenzarzt Innere Med. mit Intensiverfahrung

Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen

PJ-Stelle in der Schweiz gesucht

Stellengesuche/PJ-Stellen

PJ-Stelle (Schweiz Gyn 2004) gesucht

Stellengesuche/PJ-Stellen

Assistenzärztinnenstelle für Dermatologie und Venerologie

Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen

AiP-Stelle (z.B. Forschung Neurologie) gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

Suche PJ-Stelle Innere Medizin in der Schweiz für den Zeitraum 16.02.04 bis 04.06.04

Stellengesuche/PJ-Stellen

AIP-Stelle Neurochirurgie gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

Experimentelle Promotion zu vergeben

Stellenangebote/Doktorarbeiten

Studentin aus Hamburg sucht Nebenjob

Stellengesuche/Studentenjobs

Studentin aus Halle sucht Nebenjob

Stellengesuche/Studentenjobs

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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 4. Emergency Room - Die Notaufnahme

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Im Nachhinein
05. November  - 20:15 Uhr auf Pro7

Es ist ein schwarzer Tag für Dr. Kovac: Nach einer vorweihnachtlichen Party bei Susan Lewis muss er unplanmäßig zum Dienst antreten. Der völlig übernächtigte Arzt übersieht bei einem jungen Mann eine akute Leukämie. Nach Dienstschluss nimmt Kovac Harkins in seinem Wagen mit und verursacht einen Unfall. Harkins kommt mit Verdacht auf Leberriss in die Notaufnahme, zwei Insassen des anderen beteiligten Wagens werden ebenfalls schwer verletzt eingeliefert ...

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Die gesamte Story gibt es am Mittwoch um 20.15 Uhr auf Pro7 oder Online unter http://www.prosieben.de/serie/er/.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 5. Teddies haben Bauchweh - von Duisburg bis München

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Bundesweit erfreuen sich Teddybär-Krankenhausprojekte immer grösserer Beliebtheit und so stellen wir Euch heute an dieser Stelle unter dem Motto "Teddies haben Bauchweh von Duisburg nach München" zwei studentische Projekte vor, in denen der Unterricht in Kinderheilkunde auf andere Art und Weise vonstatten geht.

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Ankündigung des Teddybär-Krankenhauses in München
Zum dritten Mal öffnet in der Woche vom 10. bis 14. November das Münchner Teddy-Krankenhaus seine Pforten. Engagierte Medizinstudenten der Münchner Universitäten aus allen Semestern organisieren das Krankenhaus, in dem Teddies versorgt werden.

Knapp tausend Kindergartenkinder erwarten die Teddy-Ärzte. Die Kinder übernehmen in dem Teddy-Krankenhaus die Elternrolle für ihre Kuscheltiere und geben ihnen in der Vorbereitungszeit im Kindergarten Krankheiten. In dem Krankenhaus werden die Teddies entsprechend behandelt und nach Möglichkeit geheilt. Dadurch soll den Kindern die Angst vor Ärzten und Krankenhäusern und das Unverständnis vieler medizinischer Abläufe genommen werden.

Die Medizinstudenten werden vom Organisationsteam und den Ärzten des Dr. von Haunerschen Kinderhospitals in München auf ihre Aufgabe als Teddy-Ärzte vorbereitet. Sie lernen, wie man einen Teddy untersucht und wie sie die Kinder während ihres Besuches in dem Teddy-Krankenhaus zu betreuen haben. Über ihre Tätigkeit wacht als Schirmherr Professor Reinhardt, der Direktor der Haunerschen Universitätskinderklinik.

Die ersten beiden Münchner Teddy-Krankenhäuser in den vergangenen zwei Semestern waren ein voller Erfolg. Mehr als tausend Teddies konnten bereits versorgt werden, die Resonanz der Kindergärten war durchweg positiv. Die Idee des Teddy-Krankenhauses stammt zwar nicht aus München, doch ist das Münchner Teddy-Krankenhaus mittlerweile das größte in Deutschland

Nachbericht zum Teddybär-Krankenhaus Duisburg
Vom 9.-11.Oktober fand in Duisburg ein "Teddybär-Krankenhaus" statt. Das Projekt wurde realisiert vom Klinikum Duisburg-Wedau in enger Zusammenarbeit mit dem DRK Duisburg, der Fachschaft Medizin UK Essen und der AOK Duisburg. Drei Tage lang hatten Kinder in Begleitung ihres Lieblings-Stofftieres hier die Möglichkeit, den Ablauf eines Krankenhauses auf spielerische Weise kennenzulernen, Fragen beantwortet zu bekommen und mögliche Ängste abzubauen. 

Dank des Engagements verschiedener Institutionen war dieses Projekt zustande gekommen: Initiiert und organisiert hatte das Ganze das Klinikum Duisburg-Wedau, natürlich in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinderheilkunde. Das DRK Duisburg stellte 4 Grossraum-Zelte, die entsprechend eingerichtet alle Voraussetzungen zur Stofftierbehandlung erfüllten! Die AOK Duisburg unterstützte die Aktion u.a. mit "Tapferkeitsmedaillen", die Teddybär-Ärzte mit Zusatzbezeichnung "Stofftierheilkunde" wurden über die Kinderklinik Duisburg und die Fachschaft Medizin der Uniklinik Essen gestellt. Allen Beteiligten war wichtig, das Teddy-Szenario möglichst realistisch darzustellen. Und so ging es auch morgens um 9 Uhr mit den ersten Gruppen aus umliegenden Kindergärten los: Anmeldung, Anamnese, körperliche Untersuchung und weiterführende Diagnostik & Therapie - alles mussten die Stofftiere über sich ergehen lassen. Und das wurde von den Patienten und deren Begleitung äusserst interessiert angenommen!

Auch wenn es für einige "Teddy-Doktores" ungewohnt war; bei der Anamnese und Untersuchung war es wie im echten Leben: Da wurden Bären vermessen, Teddys gewogen, in Tigeraugen, Pferdeohren und Katzenmäuler geschaut, auf Herz und Lungen gehört, Fragen zu Vorerkrankungen und aktuellen Beschwerden gestellt und alles sorgfältig in Krankenakten festgehalten. Am Ende einer jeden Untersuchung entschied sich das weitere Vorgehen: Bei rein internistischen Problemen wie Schnupfen, Husten, Heiserkeit wurden Rezepte für leckere Medikamente mit klangvollen Namen wie "Schokocillin", "Hustefix" oder "Tutgut forte" verschrieben, die in der Apotheke abgeholt werden konnten. Bei traumatologischeren Angelegenheiten bestand die Möglichkeit einer Röntgenaufnahme über einem Flachbrettscanner, um mögliche Frakturen ausschliessen zu können.

In ganz schlimmen Fällen konnte aber auch direkt operiert werden. Im OP-Zelt wurden Dinos genäht, Bärenblinddärme entfernt und gebrochene Schwanzflossen versorgt. Dabei konnten und sollten die Kinder aktiv mithelfen, damit ihr Stofftier möglichst schnell wieder auf den Weg der Besserung kommt. An diesem Wochenende haben alle Beteiligten viel gelernt: Kinder sind keine zu kurz geratenen Erwachsene sondern Menschen mit ganz eigenen Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen. Derartige Projekte sind wichtig und wir sind uns einig - es wird nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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Teddy-Ärzte München

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Zu den Fotos aus Duisburg

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Klinikum Duisburg-Wedau
  
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 6. Arzt in der Ausbildung: Lehrjahre sind keine Herrenjahre (7)

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Eine merkwürdige Erscheinung: Kaum hat man einen Ausbildungsabschnitt erfolgreich absolviert, eine von mehreren Hürden übersprungen, wird das nächste Ziel fest im Fadenkreuz justiert. Gleichsam einem Reisenden, der beim Umsteigen von Flieger auf Bahn keine Zeit verlieren darf, will er nicht den Anschluß verpassen. Die Mitreisenden finden nur bezüglich des gemeinsamen Ziels Beachtung, ganz sicher aber kein Blick zurück auf die, mit denen man ein Stück des gemeinsamen Weges gegangen ist.

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Ist das Ziel - die ärztliche Approbation - so kostbar, daß man sich freiwillig Scheuklappen anlegen läßt, über Jahre nicht mehr nach rechts und links schaut, gewissermaßen den „Rest der Welt“ außen vor läßt? Gibt es nicht noch andere Dinge im Leben, über die nachzudenken sich lohnen sollte? Müssen wir uns zwangsläufig zu willfährigen „Medizinsoldaten“ eines Gesellschaftssystems entwickeln, das auf Erfüllung des Eigenwohls ausgerichtet ist, frei nach dem Motto: „Wenn jeder an sich selbst denkt, ist auch an alle gedacht“? Was wird aus den Generationen danach? Haben die es weniger verdient, bessere Bedingungen vorzufinden? Wer kümmert sich um sie, wenn schon das Interesse derer abflaut, die sich gerademal ein Schrittchen weiter vorwärts bewegt haben? 

Der Examenskandidat, der gerade die letzte in einer ganzen Reihe von Prüfungen bestanden hat, ist in seiner Euphorie verständlicherweise kaum zu bremsen, hat er doch soeben die Ziellinie erreicht und kann sich die wohlverdiente Goldmedaille nunmehr selbst umhängen. Kurze Zeit der Entspannung, dann geht’s gleich weiter. Jobsuche, neue Zielplanung: Klinik? Industrie? Behörde? Weiterbildung zum Facharzt für ...? Praxis? Nach jahrelanger Planerfüllung, nach Durchlaufen eines feinmaschigen juristischen Regelwerks, das für individuelle Ambitionen keinen Platz läßt, steht der Jungarzt vor Fragen, deren Antworten dem Zufall überlassen bleiben. Es findet in vielen Fällen der gleiche Mechanismus statt wie bei der Studienwahl: Ausschluß von Unerwünschtem und prüfen, was dann übrigbleibt. So dürfte die nächste Entscheidung richtungsweisende Bedeutung für den Rest des Berufslebens erlangen, zumindest aber zum größten Teil.

Richtungsänderungen werden vom System merkwürdigerweise nicht als Ergänzung des eigenen Horizonts, sondern als Entscheidungsschwäche mißgedeutet. Beispiel: Ein Jungarzt will Auslandserfahrung sammeln, möglichst in einem Land, wo Ärzte noch als Heiler und Helfer willkommen sind und nicht gegen das Vorurteil des Abzockertums angehen müssen, also in ein sog. Entwicklungsland. Sollte er die landeseigenen Voraussetzungen erfüllen (Sprache, Examensanerkennung) - was heute auch nicht mehr selbstverständlich ist -, wird er nach Rückkehr in dieses Land mit Verblüffung feststellen, daß er sich mit dieser Exkursion keinen Vorteil verschafft hat. Die errungenen Erfahrungen - mögen sie für den einzelnen auch wertvoll und nützlich sein - kommen dem System nicht unbedingt zugute. Er fängt also wieder da an, wo er vorher war. „War wohl nicht so das wahre“, sagt der Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung süffisant, wenn Sie sich nach mehrjährigem Auslandsaufenthalt um eine Kassenzulassung bewerben.

Die gleiche Antwort kann er allerdings auch von einem Klinikleiter bekommen, wenn er sich um eine Assistentenstelle bemüht. Dem ist - wie in der Pharma-Industrie - ein „formbarer“ Jungarzt mit deutscher Approbation wesentlich lieber als einer mit kritischem Blick und differenziertem Denkvermögen, ganz gewiß dem ausländischen Kollegen vorzuziehen, dessen deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift Lücken aufweisen.

So ist es kein Wunder, daß sich Heerscharen von Ärzten vornehmlich mit dem beschäftigen, was in ihrem eigenen Dunstkreis anzutreffen ist, keine wesentliche Kritik erheben (allerdings auch keine an sich selbst zulassen) und im Großen und Ganzen mit dem System konform gehen, ab und zu ihrem Frust mit einem Leserbrief Luft machen oder sich auf einer Ärzteversammlung unter handverlesenen Gleichgesinnten mit einer Wortmeldung Gehör verschaffen, um anschließend gleich wieder zu verstummen. Mein alter Chef sagte mal zu mir, als ich mich über das handwerkliche Ungeschick eines Kollegen ausließ: „Wir können uns unsere Mitarbeiter nicht malen“ und meinte damit, man muß die Menschen nehmen, wie sie nun mal sind, mit all ihren Stärken und Schwächen. 

   
Autor(in): Dr. med. Thomas Raddatz (Dr.Raddatz_Vellmar@gmx.de)
  
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Interview mit Dr. Raddatz

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Homepage von Dr. Raddatz
  
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 7. FAQ´s zum Krankenpflegepraktikum

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Im folgenden Artikel aus dem Bereich 'vor dem Studium/Studienbeginn' beantwortet Sebastian Kokemohr häufig gestellte Fragen rund um das Krankepflegepraktikum.
Um die Zulassung für den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung zu erhalten, muss man im Medizinstudium ein Krankenpflegepraktikum nachweisen. Die grundsätzlichen Fragen, die sich in diesem Zusammenhang immer stellen, möchten wir Euch im folgenden Artikel vorstellen.
1. Wann kann oder muss ich das Pflegepraktikum machen?
Das Pflegepraktikum muss jeder machen, der in Deutschland Medizin studieren möchte.

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Das Praktikum kann nach dem Abitur (Schulpraktika werden also nicht anerkannt) gemacht werden und muss bei der Anmeldung zum Physikum (im Regelfall nach dem 4. Semester) fertig absolviert sein.
Wichtig: Das Praktikum muss in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden!

2. Wo kann ich das Pflegepraktikum machen?
Ausschliesslich im Krankenhaus. Kein Rettungsdienst, Altenheim, Reha-Klinik oder ähnliches. Im Krankenhaus muss es auf einer Station sein, die Fachrichtung ist egal. Es darf aber kein Funktionsbereich sein (EKG, OP, Labor etc....)

3. Wie komme ich an einen Platz?
Das ist einfach. Rufe im Krankenhaus an und frage die PDL (Pflegedienstleitung) nach einem Praktikumsplatz, das geht in den allermeisten Fällen sehr unkompliziert.

4. Wie lange muss ich Prakikum machen? Kann ich es in mehreren Abschnitten machen?
Das Praktikum muss 3 Monate (=90 Tage) dauern. Es ist ebenfalls möglich, es in mehreren Abschnitten zu machen, aber hier muss der Einzelabschnitt mindestens 30 Tage dauern.

5. Gibt es eine bestimmte Bescheinigung für das Praktikum? Wenn ja, wo bekomme ich die?
Ja, die gibt es. Zu bekommen ist sie zum Beispiel hier:
http://medizinstudium.ruhr-uni-bochum.de/medidek/formblaetter/zeugnis_krankenpflegedienst.pdf 


6. Kann ich das Praktikum auch im Ausland machen?
Natürlich. Ein Krankenpflegepraktikum im Ausland wird anerkannt, wobei die Anforderungen dieselben bleiben wie auch beim Praktikum in Deutschland. Bitte benutzt aber auf jeden Fall auch das deutsche Formular! (siehe Punkt 5)

7. Wie sind denn die Arbeitszeiten?
Normalerweise arbeitet Ihr Vollzeit, das entspricht einer 38,5-Stunden-Woche. Hierbei habt Ihr in der Regel auch Wochenenddienste, sowie wechselnde Schichten (Früh- und Spätdienste, ggf. auch Zwischendienste.) Nachtdienste werden in der Regel nicht verlangt.

8. Ich habe eine Berufsausbildung zum/zur xyz gemacht. Kann ich mir da etwas anrechnen lassen?
Berufsausbildungen (z.B. Hebamme, Krankenschwester/-pfleger, Krankenpflegehilfe) und anderweitige krankenpflegerische Tätigkeiten (Sanitätsdienst der Bundeswehr, Freiwilliges Soziales Jahr, Zivildienste im Gesundheitswesen) werden normalerweise anerkannt, aber nicht unbedingt immer als vollständiges Praktikum. Da es viele unterschiedliche LPAs und viele Berufsausbildungen gibt, fragt bitte bei dem für Euch zuständigen LPA nach. Die Adressen der LPAs findet Ihr hier:
http://www.impp.de/ImppLPAAdr.html 
Die Ansprechpartner dort werden Euch genau mitteilen, ob und ggf. zu welchem Anteil Eure Ausbildung, Euer Zivi oder Euer FSJ anerkannt werden.


   
Autor(in): Sebastian Kokemohr (sebastian.kokemohr@ruhr-uni-bochum.de)
  
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zum Bereich 'vor dem Studium/Studienbeginn'
  
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Lachen bis die Rippen krachen

  

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 8. Zwischen den Zeilen "Derma didaktisch ausgezeichnet"

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Titel: Dermatologie - Fritsch
Autor(en): Fritsch, Peter
Verlag: Springer Verlag
ISBN: 3-540-00332-0
Preis: Euro 79,95
Medizinlehrbuch

Erfahrungsgemäß gehört die Dermatologie im klinischen Studium zu den Fächern, die anfangs noch reine Abschreckung hervorrufen, mit der Zeit aber immer stärkeres Interesse wecken, wenn der Medizinstudent erst einmal den Überblick gefunden hat. Irgendwie sieht alles rot aus und juckt, lästern viele, wenn das Thema Derma ins Gespräch kommt.
Dabei ist es ein Fach, was schnell sehr viel Spaß machen kann - und gute Kenntnisse heben den späteren Mediziner schon im frühen PJ-Jahr hervor - egal in welchem Fachgebiet: Die Haut ist der äußere sichtbare Mantel des Menschen und es ist wichtig, Veränderungen genau beschreiben zu können und eventuell Differentialdiagnosen zu geben, bevor der Fachmann kommt.
Um diesen Wissensstand zu erreichen, benötigt der Student nicht nur eine gute Vorlesung, sondern vor allem auch ein gutes Lehrbuch: Diesbezüglich will ich Euch den Fritsch, Dermatologie und Venerologie, der im Springer-Verlag erschienen ist, ans Herz legen. Es ist ein Lehrbuch, welches mit knapp 960 Seiten dieses Fach genauestens behandelt. Die vielen Abbildungen und hervorragenden Bilder führen dazu, daß dieses Werk Spaß macht und kein dröger langatmiger Informationshaufen ist. Bilder prägen sich meist besser ein als viele beschreibende Texte - dabei kann ich auch im Hinblick auf das Examen nur empfehlen, kein Buch zu benutzen, welches Bilder aus alten Staatsexamina aufgreift (häufig in Kompendien zu finden), sondern Bücher wie den Fritsch zu benutzen, der ein eigenes großes Repertoire an Abbildungen beinhaltet, da man so viel geübter wird, auch neue Fotos von Hauterscheinungen in späteren Prüfungen richtig zu interpretieren.
Der Inhalt dieses Buches läßt keine Fragen offen - zunächst ist mit vielen Illustrationen ein allgemeiner Teil der Dermatologie aufgeführt, der sich über den Aufbau der Haut, immunologischen und allergologischen Grundlagen, Entzündungsreaktionen (übrigens ein so hervorragender Teil, daß hinsichtlich dieses Themas der Fritsch so manches Pathologie-Lehrbuch in den Schatten stellt), pathophysiologischen Grundlagen bis zu dermatologischen Untersuchungstechniken und allgemeinen Therapieformen erstreckt. Im folgenden speziellen Teil der Dermatologie sind nun sauber geordnet die einzelnen Krankheitsbilder beschrieben. Farblich markierte Merksätze, Definitionen und eine Vielzahl von Fallberichten runden dieses didaktisch ausgezeichnete Lehrbuch ab. Besonders positiv ist mir das Kapitel Haut und Psyche aufgefallen, in dem sowohl die psychischen Auswirkungen unterschiedlichster Hauterkrankungen als auch Hauterscheinungen mit psychischen Ursachen beschrieben werden. Ein Themenkomplex, der meiner Meinung nach sehr wichtig ist, aber in vielen Lehrbüchern kaum behandelt wird.
Abschließend folgt der Teil der Venerologie, der in Ausführlichkeit und Illustrationen den vorhergehenden Kapiteln in nichts nachsteht.
Zusammenfassend handelt es sich bei der zweiten Auflage um ein Lehrbuch, welches durch seinen reichhaltigen Fundus und durch die vorbildlichen farbigen Illustrationen glänzt. Ein Werk, wie es P.Fritsch treffend im Vorwort formuliert, das hoffentlich den Jungen gefällt und die Angejahrten nicht vergrämt - mir hat es ohne Einschränkungen außerordentlich gut gefallen und der Preis von 79,95 EUR ist ohne Diskussion angemessen.

   
Autor(in): Christian Weier (weier@medi-learn.net)
  
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 9. MedNews (StudMed) aus dem Springer Verlag

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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.

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>> Was der Geigenunterricht dem Gehirn bringt (30-Okt-2003)

Musiker haben mehr im Hirn. Zumindest mehr graue Substanz in bestimmten Regionen, die für das Hören, Sehen und für die Kontrolle und Umsetzung von Bewegungen verantwortlich sind. Wissenschaftler der Universität Jena fanden heraus, dass ein Zusammenhang zwischen den Anteilen der grauen Substanz und der Intensität des musikalischen Trainings existiert. Ein Rätsel bleibt noch, ob die Hirnstrukturen von Geburt anders sind oder sich erst durch das Musizieren ausbilden.  Mehr...

>> Nur bedingt wirksam: Psychotherapien (30-Okt-2003)

Patienten vertrauen darauf, dass die Wirksamkeit ihrer Behandlung durch Statistiken belegt ist. Wie aber überprüft man psychotherapeutische Methoden auf ihre Wirksamkeit? Prof. Aloys Prinz von der Universität Münster stellte sich dieser Aufgabe und kam zu überraschenden Ergebnissen: Nicht wenigen Patienten ging es einem Jahr nach der Behandlung schlechter als zuvor.  Mehr...

>> Stillen schützt Frauen vor Migräne (30-10-2003)

Migränepatientinnen haben einen Grund mehr, sich über eine Schwangerschaft zu freuen. Im letzten Schwangerschaftsdrittel sind acht von zehn Migränepatientinnen völlig schmerzfrei. Dies belegt eine aktuelle Studie italienischer Wissenschaftler. Die zweite gute Nachricht: Stillen schützt offenbar vor Migräne. Mehr...

   
Autor(in): Redaktion StudMed (redaktion@studmed.de)
  
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 10. Interview mit Alexandra Franke (Ärztin im Praktikum)

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Wir möchten in der Reihe "Interview mit Ärzten" an dieser Stelle das Gespräch mit Frau Alexandra Franke (Ärztin im Praktikum) veröffentlichen, die unseren kleinen Fragenkatalog wie folgt beantwortet hat.

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Beschreiben Sie bitte kurz Ihren studentischen Werdegang (Studienort, Studienverlauf, Studienzeit etc.). An welche Höhepunkte und auch Tiefpunkte während des Studiums erinnern Sie sich noch heute? 
Wegen der heimatlichen Nähe (Bremen) entschied ich mich, mich über die ZVS für den Ort Hannover zu bewerben. Ich habe von Okt.1996 bis Apr. 2003 an der Medizinischen Hochschule Hannover studiert. Die Orientierungswoche am Anfang für die Erstsemester war toll organisiert. Dort habe ich auch am ersten Tag meine Freundin kennengelernt, mit der ich auch den dritten Teil des Staatsexamens bestanden habe. Das Studium war sehr verschult. Die Kurse und Seminare fanden nachmittags statt, so dass man rege am „Studentenleben“ teilnehmen konnte. Außerdem wurden Klausuren im Semester geschrieben, d.h. viel Zeit für Praktika und Urlaub.
Da mir das Lernen nicht so schwer gefallen ist, waren die Examina kein Horror für mich (berühmt berüchtigte IMPP-Fragen usw.). Einen echten Tiefpunkt hatte ich nur vor der mündlichen Prüfung des 2. Teils, der im Frühjahr vor dem schriftlichen stattfand. Meine Fachkombination von typischen Lückenfächern (Hygiene und Psychosomatik) machte dort nämlich nur ca. 30 Fragen aus von über 600.
Während des Studiums hat sich mein Berufswunsch ständig geändert. Über Innere Medizin, Augenheilkunde, Neurologie, Gynäkologie etc. schließlich zur Chirurgie. Ich habe mich erst Ende des letzten Tertials des PJs (PJ=Praktisches Jahr, Tertial=16 Wochen) dazu entschieden und bin damit jetzt sehr zufrieden.
Meine Doktorarbeit in der Neurologie (Thema: Neuroprotektion durch Apomorphin im 6-OHDA Tiermodell des M. Parkinson) habe ich etwa im 7. Semester angefangen und ist eigentlich fertig (könnte schon längst fertig sein). Mein Doktorvater ist zwar sehr nett und bemüht (wichtig!), hat aber leider kurz nachdem ich angefangen habe die Klinik gewechselt, so dass ich keinen Kontakt zum Institut aufbauen konnte. So habe ich vieles alleine bewerkstelligen müssen.

Lieblingsfächer und weniger interessante Fächer für mich im Studium
Mein Lieblingsfach in der Vorklinik war Anatomie (Teamarbeit zu fünft am Tisch präpariert, witzige Seminare, "Knochenralley"). Von den klinischen Fächern haben mir Innere Medizin (wir hatten Glück mit unseren bedside-teachers), die Rechtsmedizin (sehr witzige und spannende Vorlesungen), und Augenheilkunde (didaktisch gute Vorlesungen mit Patienten) zugesagt. Gefallen haben mir auch die Biologie und Pathologie (Mikroskopieren und zu unserer Zeit noch mit Abzeichnen, mir macht so etwas Spaß) sowie die Neuroanatomie (unser Tutor war Hemiplegiker und dementsprechend wahnsinnig motiviert). 
Weniger spannend und nicht so mein Fall waren die Fächer Notfallmedizin (ich war regelmässig überfordert mit der Rolle als instructor oder wie auch immer der am Kopfende Bestimmende heißt), Biomathe und Statistik (in der Schule konnte ich das, aber die Art und Weise wie das vermittelt wurde, hat mich aus dem Konzept gebracht), HNO (ist aber durch meine Abneigung gegen alles schmalzig-schnodderige begründet) sowie Sozialmedizin (für das Examen völlig irrelevant, so sehr, dass ich mich an nichts mehr erinnern kann) schliesslich die Allgemeinmedizin, weil ich Rollenspiele "Arzt und Patient" noch nie mochte. 

Was haben Sie am Tag Ihres 3. Staatsexamen(s) gemacht, nachdem Sie die Prüfung erfolgreich hinter sich gelassen und damit das Medizinstudium abgeschlossen hatten?
Den dritten Teil des Staatsexamens habe ich in Leer abgelegt, wo es mir und meiner Freundin am besten gefallen hatte. Als erstes besuchten wir die alten „Kollegen“, haben eine Flasche Sekt geköpft, mit Freunden und Verwandten telefoniert und sind dann Fisch essen gegangen am Hafen. Abends sind wir todmüde mit dem Zug zurück nach Hannover gefahren.

Mit welcher Motivation haben Sie das Medizinstudium begonnen, sprich warum haben Sie sich entschieden, Medizin zu studieren? Gab es den entscheidenden Augenblick/Situation, mit dem feststand „Jetzt weiss ich es: ich studiere Medizin“?
Wenn ich mich richtig erinnere, gab es keinen Gedankenblitz: „Das will ich wirklich machen.“. In der Schule machten mir Bio (v.a. Nervensystem und Genetik), Englisch und Chemie am meisten Spaß. 
Ein Schulpraktikum in der 11. Klasse hatte ich in der Bremer Uni in der Biologie absolviert. Daraufhin empfahl mir mein Tutor, das er mich besser im Umgang mit Menschen einschätzt, als dass ich nur im Labor arbeite. Da es zu der Zeit noch den Medizinertest gab und der sehr gut ausfiel, wollte ich zumindest erst mal in das Studium reinschnuppern.

Wie bewerten Sie diese Motivation rückblickend? Hat sie sich während des Studiums aufrechterhalten oder in welcher Form hat sie sich geändert?
Sie hat sich eher gestärkt. Ich lerne sehr gerne immer wieder neue Dinge kennen und bin fasziniert von den unterschiedlichsten Eindrücken (menschlicher Körper, Gesellschaft, Psychologie und auch Kriminalistik), die ich gewinnen kann.

Wie sieht der Alltag als Arzt für Sie heute aus? Was macht Ihnen am meisten Spass? Was am wenigsten?

Der Alltag in der Chirurgie hat sich in der jetzt noch Anfangszeit noch nicht wirklich eingeschlichen. Das Routineprogramm mit Visite, Röntgenbesprechung, Patienten- und Angehörigengesprächen lernte man schon im Studium während des Praktischen Jahres (PJ) kennen. Die Bürokratielawine ist jetzt erst im Anrollen. Briefe diktieren, Anträge stellen und sich mit Kranken- und Rentenversicherern auseinandersetzen.
Am meisten Spaß macht in der Chirurgie natürlich das Operieren, wenn man zum ersten Mal das Skalpell benutzen darf oder eine Naht besonders gut gelungen ist. Erstens ist man mächtig stolz und man wird richtig glücklich, wenn auch der Patient damit zufrieden ist.
Allerdings gibt es auch andere Fälle, die sich stundenlang bei den Ärzten über das Essen beschweren oder wenig rücksichtsvoll gegenüber Mitpatienten sind. Da hilft nur Ruhe bewahren.

Welche Tipps würden Sie Studenten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, Medizin zu studieren, mit auf den Weg geben?
Auf jeden Fall sollte man nicht so blauäugig wie ich mit dem Studium anfangen, sondern schon vorher mit dem Krankenpflegepraktikum (das ich bis dahin gar nicht kannte) anfangen. Wenn die Möglichkeit besteht, kann man sich auch schon mal ein paar Vorlesungen angucken.
Schließlich würde ich mich nicht von anderen, z.B. Eltern nicht verunsichern lassen, wenn sie einem den Studienwunsch ausreden wollen. Das wird von fast jedem Beruf behauptet, habe ich den Eindruck. Allerdings sollte man heutzutage immer einen Blick auf die Gesundheitspolitik haben, denn im Moment scheint alles im Wandel.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

   
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 11. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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 12. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Stichverletzungen im Krankenhaus' von Maren Oldörp

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 13. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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