10.11.03

Ausgabe 187/03

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben, erst dann wenn ich´s nicht mehr spüren kann,
weiss ich, es ist für mich zu spät.
(Peter Maffay aus Tabaluga)


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 Editorial
  

Hallo,

der Winter naht mit festen Schritten: Auch wenn das Kalenderblatt November zeigt und der Winteranfang noch einige Wochen auf sich warten lässt, kommt man bei den aktuellen Temperaturen nicht daran vorbei, die Winterkleidung im Schrank wieder griffbereit nach vorne zu legen. Griffbereit und lesefertig bieten wir auch wieder einige Artikel in der heutigen Onlinezeitung an: wo sind Fallbeispiele mehr als einen Absatz lang und werden in Form von Kopfnüssen, die nicht weh tun, angeboten? Was hat es mit dem Slogan "AiP ohne mich" auf sich? Um was geht es in der nächsten Folge von ER auf PRO7? Die Antworten auf diese und weitere Fragen rund um die Jobsuche, interessante Forenbeiträge und den letzten Auszug aus dem Kapitel "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" findet ihr in der heutigen Ausgabe der Onlinezeitung.

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Übrigens: aufgrund der zahlreichen Artikel, die dazu führen, dass die Onlinezeitung immer länger und das Emailpostfach immer beladener wurden, haben wir uns in der Redaktion entschieden, der Onlinezeitung eine kleine Abmagerungskur angedeihen zu lassen: wir verschicken nun eine kompaktere, kürzere Onlinezeitung, die dafür allerdings zweimal pro Woche - einmal am Montag und einmal am Freitag - erscheint, und sind damit den zahlreichen Anregungen aus der Leserschaft nachgegangen.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn

P.S.: Auf in's Trainingslager- der erste Fall wartet: zum Trainieren hier entlang

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Kopfnüsse, die nicht weh tun und Spass machen
2.Medi-Jobbörse: Der Jobticker
3.Große Hartmannbund-Aktion: ''AiP - ohne mich''
  
4.Emergency Room - Die Notaufnahme
5.MedNews (StudMed) aus dem Springer Verlag
6.Interview mit Christian Helbig (Arzt im Praktikum)
  
7.Cartoon der Woche
8.Dr. Raddatz - Der Arzt in der Ausbildung (8)
9.Gelauscht - interessante Forenbeiträge
  
10.Abofunktion, Impressum, Mitarbeit
  

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 1. Kopfnüsse, die nicht weh tun und Spaß machen

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In Büchern sehr beliebt, oft kursiv gedruckt, eingerahmt, grau unterlegt oder auf andere Art und Weise hervorgehoben - kennt ihr das? Merksätze vielleicht? Auch interessant, aber die sind es nicht. Kapitelüberschriften? Eher weniger interessant, doch die sind es auch nicht. Fallbeispiele - richtig, die sind es!

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Abends an einem Studentenschreibtisch in München
Carla M. hat sich ein neues Lehrbuch der Inneren Medizin gekauft. Schließlich hat sie gerade ihre ersten Untersuchungskurse und da möchte sie fit sein und das Gelernte gleich nachlesen. Das Interessante an den Untersuchungskursen, auf die sie sich ebenso wie ihre Kommilitonen jede Woche wieder freut, ist ja, dass dort ein konkreter Fall besprochen, ein Patient mit seiner Lebensgeschichte vorgestellt und untersucht wird - viel interessanter als manch trockener Lehrbuchtext. Und so sitzt sie nun am Schreibtisch, eine Tasse heiße Schokolade griffbereit zur rechten, um sich zunächst einmal das anzuschauen, was sie beim Stöbern im Buchladen zum Kauf des Buches animiert hatte: die vielen, unterschiedlichen Fallbeispiele, in denen die Krankheiten sehr viel lebendiger und gedächtniswirksamer beschrieben sind. Schade, dass die in den Büchern immer so knapp ausfallen, denkt sie sich und blättert von einem Fallbeispiel zum nächsten.

Abends in einem Fitnessstudio
Robert K. aus Hamburg macht sich auf den Weg: schnell noch die Sportsachen gepackt, die Flasche Mineralwasser dazugelegt und auf geht es zum wöchentlichen Fitnesstraining ins Studio: hier kommen die Muskeln auf Trab, werden Gewichte gehoben, die Ausdauer trainiert, fließt so mancher Tropfen Schweiß und wird einiges für die Gesundheit getan. Hinterher ist Robert zwar immer fix und alle, dies aber mit einem zufriedenstellenden Gefühl, etwas für den Körper getan zu haben, der in Studienzeiten zu Klausur- und Vorlesungszeiten oftmals brachliegt.

Abends in einem bekannten Medizinerforum
Schweissperlen fließen hier zwar nicht, auf den Weg machen ins Fitnessstudio wie Robert muss man sich auch nicht, um etwas für die - in diesem Falle - geistige Fitness zu tun: im Trainingscenter könnt ihr 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag etwas für eure Fähigkeiten im diagnostischen Denken, im Erheben von Anamnese und Befund tun. Und die nicht nur von Carla M. heißgeliebten Fallbeispiele, die in Büchern aus Platz- und Kostengründen oftmals zu kurz kommen müssen, stehen hier ganz im Zentrum der Aufmerksamkeit und des Geschehens.

Die Idee des Trainingscenters geht zurück auf unsere Foren-Userin Pünktchen, die nicht nur die Idee eingereicht, sondern sich auch bereiterklärt hat, dieses neue Forum zu betreuen, und der wir seitens der Redaktion an dieser Stelle für die Idee und das Engagement ausdrücklich einmal herzlich danken möchten.

Das Medi-Learn-Trainingscenter für klinische Fallbeispiele und Kasuistiken
In diesem neuen Bereich mit Kopfnüssen, die nicht weh tun, mit Training, das keine Schweißperlen rinnen lässt, und mit Fallbeispielen, die ausführlich, interaktiv in Frage und Antwort durchgespielt werden können, möchten wir euch Hanteln für die geistige Fitness des medizinischen Denkens bereitlegen: jede Woche wird ein neues Fallbeispiel aus unterschiedlichen medizinischen Fachrichtungen ausführlich vorgestellt. Dabei werden Diagnose und Untersuchungsbefunde nicht gleich am Anfang vorgegeben, sondern um das Ganze interessant zu machen, schrittweise in Frage und Antwort erarbeitet. So kann jeder teilnehmen, sich im Anamneseerheben üben, Fragen stellen, Antworten aus fachkundiger Hand abwarten und sich schrittweise der immer weiter eingegrenzten Diagnose nähern. Das schöne daran: So übt man gleich für den Untersuchungskurs, vertieft auf spielerische Art und Weise seine Kenntnisse in der Befunderhebung und bereitet sich auch gleich auf diejenigen Prüfungssituationen im Studium vor, in denen dann doch der ein oder andere Tropfen Schweiß fließt und sich manche Trainingsstunde vorher auszahlt. Wer dann vorher im Trainingscenter ein wenig mittrainiert hat, ist sicherlich auf diese Wettkampf- und Prüfungssituation besser vorbereitet.

Die Sache mit den blauen Flecken
Der erste Parcour im Trainingscenter ist bereits gesteckt: Was hat es mit den zahlreichen blauen Flecken auf sich, die einer besorgten Mutter an ihrer kleinen Tochter auffallen? Dieser Fall, dankenswerterweise von unserem Forenmitglied Die Niere aufbereitet, wartet bereits im Trainingscenter auf die ersten Fragen aus eurer Feder. Habt ihr Lust, an der Lösung dieses Falles mitzuwirken? Ja? Dann auf ins Trainingscenter!

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 2. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 300 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

Unterassistentenstelle Gyn ab 8.12.03 für 4 Monate in CH

Stellenangebote/PJ-Stellen

PJ-Stelle im Ausland (engl., franz.) ab Oktober 2004 gesucht

Stellengesuche/PJ-Stellen

Wahnsinnig?! Dok-arbeit per Post gesucht

Stellengesuche/Doktorarbeiten

AiP-Stelle Innere/Gastro gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

Altern. Berufsfelder - Johns Hopkins Medical Institutions

Stellenangebote/Jobs_in_alternativen_Berufsfeldern

Doktorarbeit - Johns Hopkins Medical Institutions

Stellenangebote/Doktorarbeiten

Postdok - Johns Hopkins Medical Institutions

Stellenangebote/Post-Dok-Stellen

Suche PJ-Stelle Innere in der Schweiz ab 12/2003

Stellengesuche/Studentenjobs

Suche PJ-Stelle Chirurgie in der Schweiz ab 12/2003

Stellengesuche/PJ-Stellen

Suche Neurologie-Unterassistentenstelle in der Schweitz

Stellengesuche/PJ-Stellen

Innere-PJ-Stelle Schweiz weiterzugeben

Stellenangebote/PJ-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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 3. Große Hartmannbund-Aktion: ''AiP - ohne mich''

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Unter diesem Motto laufen derzeit die Aktionen des Hartmannbundes (HB) gegen die geplante Stichtagsregelung bei der AiP-Abschaffung.

Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales (BMGS) hat eine Gesetzesänderung entworfen, nach der der Arzt im Praktikum ab dem 1. Oktober 2004 der Vergangenheit angehören wird. Eigentlich eine gute Nachricht – hat dafür doch besonders der Hartmannbund seit der Einführung dieser unsäglichen Ausbildungsphase schon immer gekämpft!

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Aber: Diese Gesetzesänderung beinhaltet leider eine Stichtagsregelung, die für die jetzigen Studenten im PJ und AiPler eine nicht hinnehmbare Ungleichbehandlung bedeutet. Medizinstudenten, die bis zum 30. September 2004 ihr drittes Staatsexamen ablegen, müssen noch die vollen 18 Monate AiP ableisten. Studenten, die ab dem 1. Oktober 2004 ihr drittes Staatsexamen ablegen, fallen schon unter die Gesetzesänderung und werden als Assistenzarzt – mit voller Bezahlung und mit dessen Rechten und Pflichten – in ihr Berufsleben starten.

Der Arbeitskreis IV „Ausbildung und Weiterbildung“ und der Ausschuss Medizinstudenten im Hartmannbund lehnen diese Stichtagsregelung vehement ab und werden deshalb mehrere Protestaktionen dagegen veranstalten.

Begonnen hat die vom Hartmannbund organisierte Protestwelle in Deutschland bereits am 22. Juli 2003: Der Hartmannbund demonstrierte vor dem BMGS in Bonn während der Bund-Länder-Anhörung. Parallel dazu haben die Medizinstudenten im Hartmannbund aus Bayern eine Unterschriftenaktion für die Abschaffung des AiP durchgeführt und 600 Unterschriften an die Staatskanzlei in Bayern übergeben.

Mit einer Flasche Champus von Aldi bedankten sich der Arbeitskreisvorsitzende Klaus-Peter Schaps sowie der Vorsitzende der Medizinstudenten im Hartmannbund Andreas Rhode bei Bundesgesundheitsministerin Schmidt für die AiP-Abschaffung und wiesen bei dieser Gelegenheit nochmals auf die Probleme hin, die sie mit der Stichtagsregelung in dem Gesetzesentwurf aus ihrem Hause haben.

Der Hartmannbund legt zur Zeit Buttons mit der Aufschrift „AiP – ohne mich“ auf, die Ihr über die Bundesgeschäftsstelle des Verbandes in Berlin (Schützenstraße 6a, 10117 Berlin, Tel.: (030) 206 208 - 0, Email: cf@hartmannbund.de) unter Beifügung eines adressierten und frankierten Rückumschlages bestellen könnt. Mit diesen Buttons wollen die Jungmediziner auch in der Öffentlichkeit auf die Ungleichbehandlung des geplanten Gesetzes hinweisen.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises „Ausbildung und Weiterbildung“ im Hartmannbund Klaus-Peter Schaps: „Es gibt neben der Stichtagsregelung noch eine weitere Hürde für uns zu bewältigen, denn leider hüllen sich auch die Bundesländer bisher in Schweigen, wie sie sich bei der Bundesratsabstimmung zur Abschaffung des AiP verhalten werden. Dieses Gesetz muss auch den Bundesrat passieren, um das AiP endgültig verschwinden zu lassen. Aber viele Länderchefs befürchten finanzielle Mehrbelastungen für die Krankenhäuser, wenn die AiP´s dann nach dem Assistenzarzttarif bezahlt werden sollen. Da die Länder für die Sicherstellung der Versorgung im Krankenhausbereich verantwortlich sind, wird es sicherlich noch Widerstände geben!“

Und wenn alles nichts nützt, dann wird Euch wohl nichts anderes übrig bleiben als sich mit dem Ratschlag von Andreas Rhode, Vorsitzender der Medizinstudenten im Hartmannbund, aus einer Presseerklärung vom Juni diesen Jahres auseinander zu setzen: „Wer mit seinem Praktischen Jahr in einem Jahr fertig wird, sollte sich überlegen, ein halbes Jahr zu pausieren und die Zeit zu nutzen, um etwa seine Doktorarbeit fertig zu stellen.“

Weitere aktuelle Informationen zu diesem Thema mit umfassenden Stellungnahmen, einem Zeitplan der geplanten Hartmannbund-Aktíonen, sowie dem Stand des Gesetzgebungsverfahrens der „AiP-Abschaffung“ findet Ihr auch unter www.studenten.hartmannbund.de in der Rubrik „AiP-ohne-mich“!

   
Autor(in): Dr. Klaus-Peter W. Schaps (KPSchaps@aol.com)
  
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www.studenten.hartmannbund.de
  
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 4. Emergency Room - Die Notaufnahme

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Mit etwas Beistand
12. November - 20:15 Uhr auf Pro7

Carter beobachtet, wie Pratt eine Schusswaffe mit in die Notaufnahme bringt. Er fühlt sich gezwungen, Pratts Handeln zu akzeptieren, doch bald darauf lässt ihn dessen unwägbares Verhalten seine Meinung wieder ändern. Weaver möchte ihre Schwangerschaft so lang wie möglich geheim halten, aber unvorhergesehene Komplikationen bringen ihren Plan zum Scheitern ... Indessen beobachtet Lewis einen Patient namens Chip Mealy, der offen zugibt, kleine Jungs zu belästigen ...

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Die gesamte Story gibt es am Mittwoch um 20.15 Uhr auf Pro7 oder Online unter http://www.prosieben.de/serie/er/.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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Webseite zur Serie
  
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 5. MedNews (StudMed) aus dem Springer Verlag

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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.

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 >> Genomanalyse per Handy-Technik (6-Nov-2003)
 

Genetische Codes sind für den Laien nicht viel mehr als unverständliche Buchstabenreihen, die keinen Sinn zu ergeben scheinen. Eine neue Technik soll es künftig ermöglichen, genetische Daten besser zu verstehen und zu interpretieren. Mit Methoden, die der Spracherkennung in Mobiltelefonen ähnelt, werden die Buchstabenketten in Kurven dargestellt. Mehr...

 
 >> Umfassende Studie zur Alzheimer-Demenz (6-Nov-2003)
 

In Deutschland gibt es nach Schätzungen etwa 1,5 Millionen Demenz-Kranke - etwa 60 bis 70 Prozent aller Fälle lassen sich auf Alzheimer zurückführen. Momentan fahnden Wissenschaftler aus 14 anerkannten Demenz-Zentren in Deutschland nach Möglichkeiten, die Alzheimer-Erkrankung früher zu erkennen und wirksamer zu behandeln. Mehr...

 
 >> HPV-infizierte Zellen in den Selbstmord treiben (6-Nov-2003)
 

Das Humane Papillomavirus (HPV) ist eine der wichtigsten Ursachen von Gebärmutterhalskrebs. Ein Forscherteam vom Deutschen Krebsforschungszentrum sieht eine neue Chance im Kampf gegen das Virus: Das Selbstmordprogramm der infizierten Zellen wird ausgelöst und diese dadurch selektiv vernichtet. Mehr...

 

   
Autor(in): Redaktion StudMed (redaktion@studmed.de)
  
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 6. Interview mit Christian Helbig (Arzt im Praktikum)

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Wir möchten in der Reihe "Interview mit Ärzten" an dieser Stelle das Gespräch mit Herrn Christian Helbig (Arzt im Praktikum) veröffentlichen, der unseren kleinen Fragenkatalog wie folgt beantwortet hat.

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Beschreiben Sie bitte kurz Ihren studentischen Werdegang (Studienort, Studienverlauf, Studienzeit etc.). An welche Höhepunkte und auch Tiefpunkte während des Studiums erinnern Sie sich noch heute? Welche Fächer haben Ihnen besonders, welche eher weniger gefallen?
Begonnen habe ich mein Studium im WS 1995 in Würzburg (Wunsch-Uni). Prima Einführung durch die Erstsemestertage. Leider musste ich mein Studium nach dem zweiten Semester für ein Jahr unterbrechen (Zivildienst) und mich exmatrikulieren. In dieser Zeit konnte ich mich dafür ausgiebig auf den Präpkurs vorbereiten und das Eingangstestat vorziehen. So blieb mir zu Beginn des 3. Semesters etwas mehr Luft. Die Höhepunkte waren sicherlich das Bestehen des Physikums und der beiden letzten Staatsexamina. Ewig in Erinnerung werden mir aber auch der Präpkurs, die erste OP-Teilnahme usw. bleiben. Echte Tiefpunkte blieben mir (abgesehen von der zwangsmäßigen Unterbrechung) erspart. Ich habe das Studium nach 13 Semestern beendet, wobei ich ein Freisemester zur Vorbereitung auf das 3. Stex und für meine Doktorarbeit nahm. 
Meine Lieblingsfächer in der Vorklinik waren ganz klar Anatomie und Physiologie, die meisten anderen sah ich eher als lästige Pflichtübung. Sicher, das Auswendiglernen irgendwelcher Knochenvorsprünge und Muskelansätze ist nicht unbedingt spannend. Aber die Möglichkeit, den menschlichen Körper im Präpkurs bis ins Detail kennenzulernen und damit die Grundlage für das Verständnis der Funktionen und Krankheiten der einzelnen Organe zu schaffen, entschädigt allemal für die viele Lernerei. Auch das Physiologie-Praktikum hat mir größtenteils viel Spaß gemacht. Diese beiden Fächer sind in der Vorklinik halt fast die einzigen, die ungefähr meiner Vorstellung von einem Medizinstudium entsprachen. Nach dem Physikum konnte ich mich besonders für Ortho, Pharma, Radio und Innere begeistern. Als begeisterter Freizeitsportler habe ich mich schon immer sehr für die Orthopädie interessiert. Pharmakologie und Radiologie sind Disziplinen, die man in allen Fächern brauchen kann und von großem praktischen Nutzen sind. Mit der Inneren habe ich mich erst im Laufe des Studiums angefreundet. Anfangs war mir das alles irgendwie zu schwammig und konfus. Man wird von der Wissensmenge, die da auf einen einströmt, erst mal erschlagen. Am Ende meines Studiums sah ich das anders. Dank der mündlichen Prüfungen im 2. und 3. Staatsexamen war ich gezwungen, mich eingehender mit diesem großen Fach zu befassen. Zusammen mit meinem PJ-Tertial hat das wesentlich dazu beigetragen, daß ich mittlerweile v.a. die Kardiologie für eines der ineressantesten Gebiete der Medizin halte. 

Was haben Sie am Tag Ihres 3. Staatsexamen(s) gemacht, nachdem Sie die Prüfung erfolgreich hinter sich gelassen und damit das Medizinstudium abgeschlossen hatten?
Gefeiert bis zum Abwinken, was sonst?! Zunächst verspürte ich ein großes Gefühl der Erleichterung. Es hat aber noch einige Zeit gedauert, bis ich einigermaßen realisiert habe, daß jetzt das Studium vorbei sein soll. Anschließend hat sich zur Erleichterung auch ein wenig Unsicherheit gesellt...

Mit welcher Motivation haben Sie das Medizinstudium begonnen, sprich warum haben Sie sich entschieden, Medizin zu studieren? Gab es den entscheidenden Augenblick/Situation, mit dem feststand „Jetzt weiss ich es: ich studiere Medizin“?
Um ehrlich zu sein, ich habe es vor allem als eine Art Herausforderung gesehen, wobei aber auch großes Interesse an der Medizin eine entscheidende Rolle spielte. Anderen Leuten evtl. helfen zu können, hat die Entscheidung sicher sehr erleichtert, war aber nicht maßgeblich. Noch weniger wichtig war es mir möglichst viel Geld zu verdienen. Dieser Illusion habe ich mich zum Glück nie hingegeben. Wichtiger war mir da wohl, der relativ hohe soziale Status als Arzt. Der Bau und die Funktion des menschlichen Körpers haben mich zwar schon von klein auf sehr fasziniert, der Entschluss zum Medizinstudium ist aber erst in den letzten beiden Schuljahren gereift. Alles andere erschien mir irgendwie zu trocken und langweilig. Ich hatte damals aber auch keine Ahnung, wie trocken und theoretisch das Medizinstudium bisweilen sein kann (langweilig war es allerdings nie). Einen entscheidenden Augenblick oder eine bestimmte Situation gab es bei mir nicht.

Wie bewerten Sie diese Motivation rückblickend? Hat sie sich während des Studiums aufrechterhalten oder in welcher Form hat sie sich geändert?
Im Grunde ist die Motivation geblieben, obwohl ich mir mehr vom Studium erwartet habe und streckenweise schon recht enttäuscht war. In solchen Fällen hat mich wohl v.a. mein Ehrgeiz bei der Stange gehalten.

Wie sieht der Alltag als Arzt für Sie heute aus? Was macht Ihnen am meisten Spaß? Was am wenigsten?
Ich beginne gerade mein AiP, kann also leider noch wenig dazu sagen. Momentan besteht mein Alltag darin mich in den „Alltag“ auf Station einzufinden, Inkompetenzgefühle zu überwinden und trotz fehlender Routine vor den Patienten und dem Pflegepersonal, aber auch den Kollegen das „Gesicht zu wahren“. Spaß macht es irgendwie trotzdem, auch wenn es sich jetzt nicht so anhört. Ich glaube, es ist wieder diese Herausforderung, der Ehrgeiz, das in einen gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen. Der Patientenkontakt wird wohl mit steigender Routine das Schönste an der Arbeit sein, den ganzen Schreibkram wünsche ich dagegen schon jetzt zum Teufel.

Welche Tipps würden Sie Studenten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, Medizin zu studieren, mit auf den Weg geben?
So althergebracht es klingen mag: Lasst Euch von Eurem Gefühl leiten. Wenn ihr auf viel Geld oder ein stressfreies Leben aus seid, dann lasst lieber die Finger davon. Das Studium ist abwechslungsreich und bietet einem eine Fülle von Möglichkeiten, ist aber bekanntlich sehr zeitintensiv. Man braucht schon Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Trotz allem ist es bei weitem nicht so schlecht wie sein Ruf, es liegt halt nun mal v.a. an einem selbst, was man daraus macht. Immerhin ist es auch ein Privileg, Medizin studieren zu dürfen. Die Reformpläne versprechen zudem eine praxisorientiertere Ausbildung als bisher. Und bis Ihr fertig seid wird sich auch in den Kliniken einiges geändert haben (ob nur zum Besseren bleibt allerdings abzuwarten).
Nur Mut, es werden immer gute Leute gebraucht!
(Wenn ich noch mal die Wahl hätte, würde ich es wieder genauso machen!)

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zum Bereich 'vor dem Studium/Studienbeginn'
  
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 7. Cartoon der Woche: Hell im Hals

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Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt.

 

Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 8. Arzt in der Ausbildung: Lehrjahre sind keine Herrenjahre (8)

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Könnte es sein, dass der Staatsapparat - freilich ohne es selbst zu bemerken - intensiv an einer Korrektur dieser These arbeitet, also, wie im Spezialfall der Medizinerausbildung, sich seine künftige „Elite“ doch malt? Mit Zirkel und Lineal am Reißbrett Menschen „entwirft“, ihnen bis ins kleinste Detail Denken und Handeln vorschreibt und somit über Legionen von akademischen Erfüllungsgehilfen verfügt, die einzig und allein dem Staate dienen?

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Dabei wird der Verlust an Individualität und Persönlichkeitsentwicklung, an ambitionierter Zivilcourage und innovativer Geisteshaltung, der Mangel zur Kritik und Selbstkritik genauso beklagt wie die Zunahme an Intoleranz, Antiliberalismus und geistiger Verarmung? Die Politik - immerhin Urheber dieser gesellschaftlichen Fehlentwicklung - glaubt allen Ernstes, mit Einführung des Faches „Familienkunde“ in den Schulunterricht dieser Tendenz des allgemeinen Werteverlustes adäquat zu begegnen. „Brot und Spiele“ war in der Antike der Schlüssel zur Ruhigstellung des Volkes. Das Valium des 21. Jahrhunderts heißt RTL und Krombacher. „Divide et impera“ ist auch heute noch Motto für viele Bereiche, in denen Macht ausgeübt wird. Das Gesundheitsministerium praktiziert diese Methode augenblicklich auf sehr professionelle Weise. 

Verantwortungsbewußtsein und Moral gehören ebenso zu den charakterlichen Grundlagen eines Arztes wie „Gewissenhaftigkeit und Würde“. So steht es im Gelöbnis der Berufsordnung. Dort steht allerdings auch, „Lehrern und Kollegen die schuldige Achtung zu erweisen“. Der Anspruch besteht sicherlich zu Recht, und schön wäre es, wenn auf der ganzen Welt Friede herrschte und Feen und Kobolde in meinem Garten spielten und Harald Schmidt für das Amt des Bundeskanzlers kandidierte usw. usw. „Das alles gelobe ich bei meiner Ehre.“ Mit diesem Satz schließt das Gelöbnis der ärztlichen Berufsordnung. Ehre? Stolz? Würde? Begriffe aus dem vorigen Jahrtausend, deren Bedeutung heute kaum ein Jugendlicher kennt. Kein Wunder, sind doch die Inhalte im Aussterben begriffen. Höchste Zeit also, die Berufsordnung umzuschreiben, um die Diskrepanz zwischen romantischer Verklärung und harter Realität nicht weiter zu öffnen. Was heute zählt, sagen uns die Besserwisser und Rechthaber unter den Meinungsmachern: Erfolg steht ganz oben. Wer in den Schlagzeilen steht, hat Erfolg. Wer Erfolg hat, hat Recht. 

Wir können an einer neuen Gesellschaftsordnung basteln, sofern wir mit der bestehenden unzufrieden sind, und ruhig mit der Medizinerausbildung beginnen, obwohl alle anderen künftigen Führungspositionen mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben. Was spricht beispielsweise dagegen, einem Studienanfänger einen Paten des nächsthöheren Semesters an die Hand zu geben, der als kommunikativer Ansprechpartner fungiert, sich der Sorgen und Nöte des Anfängers annimmt und seine eigenen frischen Erfahrungen einbringen kann. Diese Patenschaft könnte das ganze Studium hindurch bestehen und müßte auch nicht zwangsläufig mit dem Examen enden. So profitiert ein jeder von zwei anderen, nämlich dem über- sowie dem untergeordneten Semester und führt unweigerlich zu einer Aufweichung starrer Strukturen sowohl in der Ausbildung, als auch im Beruf. Beobachten Sie doch einmal die personelle Zusammensetzung der Tische in Werkskantinen oder in der Mensa. Alles fein säuberlich getrennt, Abteilung für Abteilung, Semester für Semester, ebenso in der Klinik: An diesem Tisch finden sich die Assistenten, an jenem die Studenten, hier die Schwestern, da die Oberärzte. So sitzen sie da und schmoren im eigenen Saft. Alles läuft in strengen Bahnen, ein gedanklicher Austausch der beteiligten Gruppen findet auf diese Weise nicht statt. Keine Kooperation ohne Kommunikation, lautet ein weitverbreiteter Wahlspruch, der allerdings über den Forderungscharakter nicht hinauskommt. Also, lasst uns damit beginnen, unsere Grenzen zu überschreiten, uns anderen gegenüber zu öffnen, Anteil zu nehmen am Schicksal unserer Kollegen, Kommilitonen und Nachbarn, mehr Gefühle zulassen, mehr Menschlichkeit zeigen. Wer weiss, ob uns das nicht irgendwann einmal selbst zugute kommt. Sicher kann man da nie sein.

Dies war der letzte Teil des Kapitels 'Lehrjahre sind keine Herrenjahre - Der Arzt in der Ausbildung' als Auszug aus dem Buch 'Eine Krähe hackt der anderen' von Dr. med. Thomas Raddatz.
Wir danken Herrn Dr. Raddatz an dieser Stelle noch einmal herzlich für die Zustimmung zur Vorabveröffentlichung in der Onlinezeitung.
Das gesamte Kapitel als PDF in einem Dokument lesen - hier gibt es das Kapitel am Stück.

Innerhalb der Medi-Foren haben wir im Bereich 'Studium allgemeines' einen Diskussionsbeitrag eröffnet, in dem ihr über das Kapitel mit den Autoren aber auch mit anderen Kommilitonen diskutieren könnt. Welche Meinung habt ihr zu den geäußerten Gedanken rund um die Themen Medizinstudium und Approbationsordnung? Wer darüber ein wenig diskutieren möchte, findet hier den entsprechenden Beitrag in den Medi-Foren: Mitdiskutieren: Medizinstudium eine Zeit der sorgenvollen Lehrjahre oder der sorgenfreien Herrenjahre oder ganz etwas anderes?

   
Autor(in): Dr. med. Thomas Raddatz (Dr.Raddatz_Vellmar@gmx.de)
  
Links zum Artikel:

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Interview mit Dr. Raddatz

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Das komplette Kapitel als PDF

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Diskussion zu dem Buchkapitel in den Medi-Foren
  
Diskussionen im Internet:
  

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 9. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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[zu den Medi-Foren]

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zu den Diskussionsforen
  
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 10. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
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