17.02.2004

Ausgabe 208/04

Anzeige: MEDI-LEARN Repetitorien: Neue Kurstermine Herbst 2004 stehen fest!
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Große Gedanken brauchen nicht nur Flügel, sondern auch ein Fahrgestell zum Landen.
(Neil Armstrong - amerikanischer Astronaut)


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 Editorial
  

Hallo,
Prinz Karneval hat in einigen Regionen fest das Zepter in der Hand. 'Was hab ich davon?', mag man sich als Leser der Onlinezeitung fragen. Vielleicht 'ne ganze Menge! Denn auch bei Rippenspreizer sind närrische Zeiten angebrochen: Wer noch nicht alle Tassen im Schrank hat, das ganze Jahr über mit der nötigen Prise Humor versorgt sein oder am närrischen Fotowettbewerb teilnehmen möchte, sollte unbedingt die heutige Onlinezeitung lesen.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Für wenige steht schon zu Beginn des Studiums fest, welche Fachrichtung sie später als Arzt einschlagen möchten. Mancher ist sich selbst nach 3. Staatsexamen noch nicht über die gewünschte und passende Fachrichtung sicher und überlässt es dem Zufall der positiven Bewerbung, an welchen Strand der vielen Inseln ärztlicher Weiterbildungsrichtungen ihn das Boot trägt. Wer von vornherein den Kurs mitbestimmen möchte, dem sei der Interaktive Weiterbildungsplaner der Deutschen Ärzte-Versicherung als erfahrener Steuermann empfohlen, den wir mit dem dritten Teil der Artikelserie 'Weiterbildung als Karriereinstrument' von Peter Dahlhausen heute weiter vorstellen.
Ein Auslandssemester in Frankreich - Traum vieler Medizinstudenten, die ein Fan vom Land des Crepes, der Weine und des Camenberts sind. In einer mehrteiligen Artikelserie erfahrt Ihr, was alles an Vorbereitung nötig ist, um den Traum wahr werden zu lassen und welche z.T. traumhaften Erfahrungen ein Auslandssemester in Frankreich mit sich bringen kann. Bestseller verschlingt man beim Lesen, Lexika nutzt man zum Nachschlagen. Ein Buch, das man beim Lesen verschlingt und das noch dazu Lexikon-Charakter hat, ist das 'Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge' : Ein kurzweilig, unterhaltsam geschriebenes Buch, das noch dazu süchtig macht und das wir Euch in der heutigen Rezension präsentieren möchten. Unser Weblog enthält dieses Mal Themen wie den preisgekrönten Reformstudiengang Heicumed in Heidelberg, Handys zum Ferndiagnose-EKG und die Körperwelten in Frankfurt.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Studieren mit Kind, das erweiterte Forum 'Oldies & Family' zum Erfahrungsaustausch hier entlang

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.'AiP ohne mich' - jetzt geht es richtig los!
2.Up-to-date: Zivildienst-Ersatz und Beruf
3.Aktuelles aus dem Weblog: preisgekröntes Heicumed
  
4.Närrische Zeiten auf Rippenspreizer
5.Lachen ist gesund - Witz der Woche: Ansichtssache
6.Weiterbildung als Karriereinstrument (3)
  
7.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung: Auf dem Hubi
8.Zwischen den Zeilen: Ein Lexikon, das süchtig macht
9.Geschickt geklickt - 5 Linktipps aus Medi-Seek
  
10.Auslandssemester in Frankreich (1)
11.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

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Prinz Karneval lässt grüssen:
Närrische Zeiten bei Rippenspreizer

Die Aktion bis zum Aschermittwoch
(25. Februar):

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 1. 'AiP – ohne mich' – Jetzt geht es richtig los!

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Vor 15 Jahren mussten die jungen Mediziner erstmals einen Ausbildungsabschnitt absolvieren, der einmalig in der medizinischen Ausbildung ist: Den „Arzt im Praktikum“. Seitdem quält sich mittlerweile eine zweite Generation Mediziner durch diese Berufsphase und erhält dafür gerade einmal einen Hungerlohn.

Vor 15 Jahren mussten die jungen Mediziner erstmals einen Ausbildungsabschnitt absolvieren, der einmalig in der medizinischen Ausbildung ist: Den „Arzt im Praktikum“. Seitdem quält sich mittlerweile eine zweite Generation Mediziner durch diese Berufsphase und erhält dafür gerade einmal einen Hungerlohn.

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Die Situation heute: ca. 15.000 Ärztinnen und Ärzte fehlen in Deutschland und Ulla Schmidt sucht noch immer nach Lösungen für dieses Problem. Eine hat sich dann auch, wie uns ja allen bekannt ist, gefunden: Schaffen wir das „AiP“ ab! Gesagt, getan. Der Unterstützung des Hartmannbundes, der als einziger Verband von Anfang an gegen den Unfug „Arzt im Praktikum“ war, konnte sie sich dabei ganz gewiss sein.

Und jetzt: Jetzt liegt ein Gesetzentwurf zur „Änderung der Bundesärzteordnung und anderer Gesetze“ vor und wird zurzeit im Bundestag beraten. Die Erste Lesung war vor zwei Wochen. Ende April steht die Entscheidung im Bundestag an. Danach muss dann auch noch der Bundesrat zustimmen.

Einen Haken hat Ulla Schmidts Vorschlag jedoch: die Stichtagsregelung! Alle Medizinstudenten, die vor dem 1. Oktober 2004 ihren Prüfern für das dritte Staatsexamen unter die Augen treten werden, müssen dann noch volle 18 Monate das Schild „AiP“ auf dem Kittel tragen und erhalten lediglich die Teilapprobation. Als Trost bietet die Bundesregierung für alle Betroffenen, die als „AiP“ in einem Krankenhaus tätig sind, die Bezahlung nach BAT IIa – dem Assistenzarztgehalt, finanziert aus Steuermitteln, an. Ob dies auch für „Ärzte im Praktikum“ auf Drittmittelstellen und in Arztpraxen gilt, ist dabei jedoch völlig ungewiss.

Die Medizinstudenten im Hartmannbund sowie die Arbeitskreise IV „Ausbildung und Weiterbildung“ und V „Junge Ärzte“ fordern die Abgeordneten ausdrücklich auf, das „AiP“ sofort für alle einheitlich abzuschaffen und diese Stichtagsregelung gänzlich zu streichen. Daher rufen die Arbeitskreise und der Ausschuss Medizinstudenten zu einer Demonstration am Freitag, 2. April 2004 um 13.00 Uhr „Unter den Linden“ in Berlin auf. Andreas Rhode, Vorsitzender der Medizinstudenten im Hartmannbund: „Bevor die Abgeordneten in das Wochenende fahren, sollen sie noch einmal an die AiP-Abschaffung erinnert werden. Leider spielt das Thema in der politischen Diskussion keine allzu große Rolle. Dabei sind von dieser Regelung alle Mediziner betroffen, die noch im Studium sind oder dieses gerade beendet haben. Je mehr Mediziner zu unserer Demonstration kommen, um so eindrucksvoller können wir unsere Interessen und Ziele vertreten.“

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Der Hartmannbund hat deshalb auch weitere Verbände und die Fachschaften aufgerufen, sich an dieser Aktion zu beteiligen. „Wir wollen mit Allen diesmal an einem Strang ziehen und gemeinsam unsere Interessen gegenüber der Politik klar und deutlich vertreten“, so Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender des Hartmannbund-Arbeitskreises „Ausbildung und Weiterbildung“.

Wenn Ihr Interesse an der Demo habt oder weitere Informationen zur AiP-Abschaffung benötigt, meldet Euch unter HB-info@hartmannbund.de oder unter 030/206 208 – 0. Hier können auch Plakate zum Aushängen an Euren Unis und Krankenhäusern oder unsere beliebten HB-Buttons „AiP“ – ohne mich“ kostenlos angefordert werden. Andreas Rhode: „Wir würden uns freuen, möglichst viele Studenten und junge Mediziner am 2. April um 13.00 Uhr Unter den Linden in Berlin zu sehen.“

   
Autor(in): Hartmannbund (HB-Info@hartmannbund.de)
  
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Weitere Infos zur Aktion 'AiP ohne mich'

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Studenten im Hartmannbund
  
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 2. Up-to-date

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Die Umfrage: Beruf und Familie?
http://www.medi-foren.de/showthread.php?threadid=10695
  
Das Thema: Langzeitarbeitslose statt Zivis - eure Meinung?
Direktlink zum Thema im Forum
  

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 3. Weblog: Immer auf dem aktuellsten Stand

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  Heicumed erhält Landeslehrpreis 2003 (16.02.2004 - 11:30)
   Am Samstag, dem 14. Februar 2004, ist die Arbeitsgruppe "Heicumed" (Heidelberger Curriculum Medicinale) der Medizinischen Fakultät Heidelberg mit dem Landeslehrpreis 2003 ausgezeichnet worden. Damit wird ihr außergewöhnliches Engagement für die Entwicklung und Umsetzung des neuen Reformstudienganges für Medizinstudenten gewürdigt. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis überreichte heute Staatssekretär Michael Sieber vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst im Rahmen der Promotionsfeier der Medizinischen Fakultäten in Heidelberg. [mehr Infos] (Jens)
  Pathologie: 200. Geburtstag Carl Freiherr von Rokitansky (16.02.2004 - 10:40)
   Einigen Studenten aus höheren klinischen Semestern ist dieser Personenname aus einem beinahe unaussprechlichem Syndrom der Frauenheilkunde bekannt: Mayer-Küster-Rokitansky-Syndrom. Der Geburtstag des Wiener Pathologen und Mediziners Carl Freiherr von Rokitansky jährt sich am 16.02. zum zweihundertsten Male. Im österreichischen Online-Magazin "Die Presse" findet sich dazu ein Hintergrundartikel, der die "Szene" der Wiener Medizin im vorletzten Jahrhundert ein wenig beleuchtet. [mehr Infos] (Jens)
  Deutsches Forscherteam liefert Titelstory in 'Nature' (16.02.2004 - 09:30)
   Ein Team von deutschen Forschergruppen unter Federführung von Wissenschaftlern des Biozentrums der Uni Würzburg hat ein Protein entdeckt, das Blutgerinnungsforscher auf der ganzen Welt seit Jahren vergeblich suchen. In Zusammenarbeit mit dem DRK-Blutspendedienst Frankfurt/Main, dem GSF-Forschungszentrum München und der Biologischen Bundesanstalt in Münster konnten sie zeigen, warum das häufig verwendete Blutverdünnungsmittel Marcumar bei manchen Menschen nicht wirkt. Damit haben die deutschen Forscher den Wettlauf gegen eine konkurrierende Arbeitsgruppe aus den USA mit einigen Wochen Vorsprung gewonnen. Die übereinstimmenden Ergebnisse der zwei Gruppen wurden am 5. Februar als Titelstory in "Nature" veröffentlicht. [mehr Infos] (Jens)
  Magenkrebsrate sinkt in Europa um 50 % (15.02.2004 - 10:15)
   Sozialmedizinische und epidemiologische Sachverhalte werden von manchem Studenten an der Uni eher beiläufig und mit gemindertem Interesse aufgenommen. Eine Studie aus diesem Bereich verdient jedoch Beachtung, zeigt sie doch eine interessante Tendenz: die Zahl der Magenkrebserkrankungen ging in Europa zwischen den Jahren 1980 und 1999 um satte 50 % zurück. Welche Faktoren diesem Effekt ursächlich zugrunde liegen, muss in letzter Konsequenz noch offen bleiben. Spekuliert wird über die verbesserte Therapie von Helicobacter-Infektionen, bessere Lebensmittelkonservierung (Tiefkühlung) und den leichten Rückgang der Raucherrate. [mehr Infos] (Jens)
  Vitaphone: EKG-Messung mit dem Handy (Herz-Handy) (14.02.2004 - 13:45)
   Das hätten sich die Herren Einthoven, Goldberg u.a. nicht träumen lassen: ein T-Shirt in Kombination mit einem Handy ermöglicht die mobile Aufzeichnung des EKG´s: während der Patient joggt, können Daten zur Erfassung direkt in den Computer der Arztpraxis gefunkt und somit eine mobile Überwachung von (Risiko-)Patienten durchgeführt werden. Das vitaphone 2200 ist ein telemedizinisches Gerät, mit dem EKG-Daten per Knopfdruck und ohne Kabel mobil aufgezeichnet und versendet werden können. [mehr Infos] (Jens)
  Wieder mehr als 100.000 Besucher bei Körperwelten (12.02.2004 - 12:45)
   100 000 Besucher bei KÖRPERWELTEN in nur 27 Tagen - 95 Prozent bewerten Ausstellung als „gut“ oder „sehr gut“

Frankfurt, 11. Februar 2004 – „Wollen wir das sehen?“, fragte eine lokale Tageszeitung kurz vor der Eröffnung der Ausstellung KÖRPERWELTEN in Frankfurt. Diese Frage haben am Mittwoch Nachmittag bereits 100.000 Besucher mit „Ja“ beantwortet. Denn schon nach 27 Ausstellungstagen erreichte KÖRPERWELTEN in Frankfurt mit Ausstellungsbesucherin Ursula Papendorf-Regulla (65), Kinderärztin im Ruhestand aus Frankfurt-Rödelheim, die erste Schallgrenze von 100.000 Besuchern.

Laut einer Umfrage des Veranstalters, an der bislang 1.820 Ausstellungsbesucher teilnahmen, bewerten 95 Prozent aller Besucher die aktuelle Ausstellung mit “gut” oder “sehr gut”. 94 Prozent gaben nach dem Besuch der Ausstellung an, KÖRPERWELTEN weiterzuempfehlen. Damit liegt Frankfurt auf der Beliebtheitsskala zusammen mit dem letzten Ausstellungsort Hamburg ganz oben. Auch Ursula Papendorf-Regulla, die 100.000 Besucherin, zeigte sich beeindruckt: „Die Ausstellung ermöglicht den Besuchern, den eigenen Körper besser kennen zu lernen und zu verstehen, wie die einzelnen Organe angeordnet sind. Viele Menschen wissen gar nicht, wie faszinierend der menschliche Körper eigentlich aufgebaut ist.“ 

„Diese hohe Besucherakzeptanz bestätigt unser Konzept, auch medizinischen Laien anhand der Plastinate - echter, anatomisch präparierter und speziell konservierter Präparate neuartige ästhetische Einblicke in den menschlichen Körper zu gewähren und dadurch Anatomie ein Stück weit zu demokratisieren“ kommentiert Gunther von Hagens, Erfinder der Plastination die Ergebnisse der Besucherumfrage und zeigt sich zufrieden: „Wir freuen uns über die bislang sehr gute Besucherresonanz und erwarten bis zu 400.000 Besucher im weltoffenen Frankfurt“.

KÖRPERWELTEN zeigt die mehr als 200 Einzelpräparate, darunter 25 Ganzkörperplastinate, einzelne Organe sowie transparente Querschnitte des menschlichen Körpers und Gefäßgestalten nur noch bis zum 18. April in der Frankfurter NAXOS-Eventhalle (Wächtersbacherstr. 83, Frankfurt-Fechenheim). Geöffnet ist die Ausstellung SO bis DO von 9 bis 21 Uhr, an Freitagen und Samstagen bis 23 Uhr. Über Karneval (23.-25. Februar) und Ostern (9.-12 April) ist die mit bislang insgesamt über 13 Millionen Besuchern weitweit erfolgreichste Wanderausstellung regulär geöffnet.

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  EU-Arbeitszeitregelung: 48 Stunden und mehr pro Woche adé? (11.02.2004 - 18:10)
  
In der heutigen Abstimmung des Europäischen Parlaments liest sich ein einleitender Satz wie folgt:

" Das Europäische Parlament fordert in seinem Initiativbericht, dass die individuelle Opt-out-Klausel bei der Arbeitszeitrichtlinie schrittweise abgeschafft wird. In der Arbeitszeitrichtlinie wird festgelegt, dass ein Arbeitnehmer maximal 48 Stunden pro Woche arbeiten darf. Es besteht jedoch die Möglichkeit für Mitgliedstaaten, Ausnahmen zuzulassen (so genanntes Opt-out). Das heißt, dass die 48-Stunden-Regel unter besonderen Bedingungen, wie beispielsweise der Zustimmung des Arbeitnehmers, nicht angewendet werden muss. In einer knappen Abstimmung (275:229:9 Stimmen) haben die Abgeordneten gefordert, dass diese Opt-out-Möglichkeit so schnell wie möglich revidiert und schrittweise abgeschafft werden soll.."

Speziell vor dem Hintergrund der Diskussion um Ärztliche Bereitschaftsdienste heisst es weiter:
"Die Entschließung befasst sich auch mit den vor kurzem getroffenen Urteilen des EuGH über den Bereitschaftsdienst. Laut EuGH muss der Bereitschaftsdienst als Arbeitszeit angesehen werden. [...] Sie fordern daher die Kommission auf, im Rahmen der Richtlinie konkrete Vorschläge für eine langfristige und nachhaltige Lösung der Frage vorzulegen, wie der Bereitschaftsdienst definiert und berechnet werden sollte. Kommission und Mitgliedstaaten sollen auch den Austausch von Informationen und guten Verfahren fördern, um mögliche Lösungen für den Gesundheitssektor aufzuzeigen. Dazu zählen beispielsweise die Aufstockung des Personals, neue Arten von Gesundheitsdiensten, die Änderung der Zahl der Bereitschaftsdienste, die Entwicklung multidisziplinärer Teams sowie die Ausweitung des Einsatzbereiches für nichtmedizinisches Personal. "

Fazit:
Mit diesem Initiativbericht, der in knapper Mehrheit die Zustimmung des EP fand, rückt die zu begrüssende, humanere Arbeitszeitgestaltung ärztlicher Dienste ein Stück weit näher.
[mehr Infos] (Jens)
  Bundesärztekammer für Reform der Leichenschau (11.02.2004 - 12:20)
   Ein Thema, auf das in rechtsmedizinischen Kursen im Laufe des Studium grosser Wert gelegt wird, ist die ärztliche Leichenschau. In Anbetracht von schätzungsweise 1.200 unerkannten Tötungsdelikten jährlich setzt sich die Bundesärztekammer für eine Reform der Gesetzeslage ein. Gemäss ihrem Vorschlag muss sich dabei die auf der Todesbescheinigung dokumentierte Todesursache „auf eindeutige medizinische Befunde stützen“. Bei unbekannter Todesursache soll laut Bundesärztekammer kein natürlicher Tod mehr festgestellt werden dürfen(Quelle: Dt. Ärzteblatt). [mehr Infos] (Jens)
  Arzt verliert Pole Position bei Gesundheit und Krankheit (11.02.2003 - 11:52)
   Der Arzt scheint seine führende Rolle in der Information der Patienten über das Wesen der Krankheiten und auch die gesunde Lebensweise zusehends einzubüssen. In immer grösserem Aussmass suchen Patienten die Infos, die ihnen der Arzt auch aus Zeitmangel oft nicht in der gewünschten Form geben kann, bei "Drittanbietern": Internet-Informationsseiten und zunehmende Medienpräsenz von Gesundheitsinformationen verdrängen den Arzt von der Pole Position in puncto Gesundheit und Krankheit. [mehr Infos] (Jens)
  Mit Praxisgebühr Rabatt auf Brot, Bier und Fleisch (11.02.2004 - 11:35)
   Geschäftsideen gibt es viele, einige regen gar zum Schmunzeln an. Hatte die Einführung der Praxisgebühr zu Beginn des Jahres bundesweit für Diskussionen und auch Verwirrung gesorgt, so nutzten piffige Geschäftsleute die Reform zur Umsatzsteigerung: bei Vorlage eine Quittung über ein bereits entrichtete Praxisgebühr gibt es bei verschiedenen Einzelhändlern nun Rabatt auf Brot, Bier und Fleisch. [mehr Infos] (Jens)
  Demonstration zur AiP-Abschaffung am 02.04.04 in Berlin (11.02.2004 - 11:05)
   Der Deutsche Bundestag wird Anfang April in Dritter Lesung über die Änderung der Bundesärzteordnung und anderer Gesetze, d.h. u.a. über die AiP-Abschaffung, beraten. Die Medizinstudenten im Hartmannbund wollen am 2.4.2004 auf die Unklarheiten und die Ungleichbehandlung in dem vorliegenden Gesetzentwurf hinweisen und rufen daher alle Medizinstudentinnen und Medizinstudenten auf, sich an der Demonstration in Berlin zu beteiligen. [mehr Infos] (Jens)
  Erste Lesung des Bundestages zur Abschaffung des AiP (07.02.2004 - 15:30)
   Der Deutsche Bundestag hat in 1. Lesung das „Gesetz zur Änderung der Bundesärzteordnung und andere Gesetze“ beraten. 

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundessozialministerium, Marion Caspers-Merk, erklärt dazu: „Mit dem vorgelegten Gesetzentwurf ist die Abschaffung des „Arzt im Praktikum (AiP) zum 1. Oktober 2004 auf den Weg gebracht. Dies ist ein Anreiz für alle jungen Mediziner, auch wirklich ihren Beruf auszuüben, denn es gab immer Kritik am AiP, insbesondere wegen der vergleichsweise schlechten Bezahlung. In Zukunft können junge Mediziner nach Abschluss ihres Studiums direkt als Assistenzarzt in ihren Beruf einsteigen.“ 

Durch die auf mehr Praxisnähe ausgerichtete Reform der ärztlichen Ausbildung wurde eine wichtige Voraussetzung für die Abschaffung des AiP geschaffen. Konkret bedeutet die Neuregelung, dass alle Mediziner, die ihr Studium nach dem Stichtag 1. Oktober 2004 abschließen, kein AiP machen müssen. Wer sein AiP noch ganz oder teilweise ableisten muss, erhält ab dem 1. Oktober 2004 die höhere Assistenzarztvergütung. Durch diese finanzielle Gleichstellung macht eine Verschiebung des Abschlussexamens keinen Sinn."


Der Gesetzentwurf geht jetzt ins weitere parlamentarische Verfahren.

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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1. Assistenzärztin/-arzt oder ÄiP/AiP in der Kardiochirurgie
Herz- und Gefäßklinik GmbH, Bad Neustadt/Saale 

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2. Assistenzärztin/arzt oder ÄiP/AiP
Psychosomatische Klinik Bad Neustadt/Saale

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3. Fachärztin/Facharzt oder Ärztin/Arzt in Weiterbildung
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Frankfurt/Oder

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Weitere Informationen erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der Rhön-Klinikum AG oder per Email unter personal@rhoen-klinikum-ag.com.

  

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 4. Ich werd' närrisch - Gewinnspiel und närrische Preise

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In ganz Deutschland sieht man diese Tage Narren und Jecke durch die Straßen ziehen. Oberstes Ziel: Spaß haben und Spaß verbreiten - dabei darf Rippenspreizer natürlich nicht fehlen: Aus diesem Grund starten wir heute die Aktion "Ich werd närrisch ....". Zum einen gibt es ein neues Gewinnspiel bei dem Ihr zahlreiche Preise absahnen könnt - wie erfahrt Ihr weiter unten - und zum anderem gibt es von heute bis zum Aschermittwoch "närrische" Preissenkung im Shop und für die Anmeldung als Premiummitglied.

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Der Shop mit Narrenangeboten - noch nicht alle Tassen im Schrank?
'Hoch die Tassen' ist ein vor allem im Rheinland in diesen Tagen oftmals schunkelnd ausgeführtes Motto. Damit nicht nur die Rheinländer 'alle Tassen im Schrank haben' und auf ihre Kosten kommen, gelten im Shop ab sofort bis zum Aschermittwoch närrische Bedingungen: Im Shop kosten in der "närrischen" Zeit alle Tassen nur 11,11 EUR (statt sonst 14,99 EUR) und alle Aufkleber im 10er Pack nur 3,33 EUR (statt sonst 4,99 EUR).
zum "närrischen" Shop

Die närrischen Mitgliedspreise - Prinz Karneval setzt den Rotstift an
An Weiberfastnacht muss so manche Krawatte dran glauben. Dran glauben mussten auch die Preise für die Premium-Mitgliedschaft, die Euch das ganze Jahr hindurch und nicht nur zu Karneval mit der nötigen Prise Humor versorgt und das ab sofort bis Aschermittwoch auch noch zu närrischen Preisen: Für alle, die sich entscheiden sich bis zum Aschermittwoch als Premiummitglied anzumelden, gibt es 1 Jahr "närrische" Zeit: Im ersten Jahr kostet die Premiummitglied u.a. mit Downloadzugriff auf alle Cartoons nur 1,11 EUR (statt sonst 1,99 EUR) im Monat, die Premium Deluxe Mitgliedschaft nur 3,33 EUR (statt sonst 3,99 EUR) - garantiert für die erste 12 Monate
zur närrischen Premiumanmeldung

Das närrische Gewinnspiel - bitte mal Lächeln
'Bitte mal Lächeln' - nichts fällt manchem zu Karnevalszeiten in ausgelassener Stimmung leichter und so sind auch die Kameras zu Fasching im Hocheinsatz, um die fröhliche und jecke Stimmung im Bild festzuhalten. Wir möchten uns gerne eine digitale Scheibe von den Bildern abschneiden und haben uns dazu ein jeckes Fotogewinnspiel mit Bildern überlegt, das ganz im Zeichen von Prinz Karneval steht: Wir suchen das ausgefallenste Faschingsbild, das in irgendeinem Zusammenhang mit Medizin, Rettungsdienst oder Feuerwehr steht - Hauptsache die Fotos sind "närrisch". Ihr könnt alle Bilder bei uns einsenden - die Bilder werden in einer eigenen Galerie Online gestellt und stehen damit auch für Ecards kostenlos zur Verfügung
Was gibt es zu gewinnen? Der erste Preis ist ein Einkaufsgutschein in Höhe von 66,66 EUR, der zweite Preis ein Einkaufsgutschein für den Shop in Höhe von 44,44 EUR und der dritte Preis ein Einkaufsgutschein in Höhe von 22,22 EUR. Unter allen anderen Teilnehmer verlosen wir des weiteren 11x ein Rippenspreizer Aufkleber-Set.
Wie könnt Ihr mitmachen? Einfach das Foto per Email an DoktorW@rippenspreizer.com senden - wir übernehmen den Rest. 

Viel Spass in der "närrischen" Zeit und nicht vergessen einmal im "närrischen" Shop vorbei zu schauen ;-).

Stay tuned
Euer Rippenspreizer Team.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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Das närrische Angebot auf einen Blick
  
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 5. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Car horn 

Husband: Sweetheart, cab´s here. 
Wife: Darling, do you think these trousers make my bum look fat? 
Husband: No, no, they look alright. 
Wife: Alright? Just alright? So, you´re saying my bum is fat?!

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Husband: No, no. You said that, i didn´t. 
Wife: So you think it looks fat? 
Husband: No my love, you look gorgeous. Now, come on, the cab ist waiting. 
Wife: Don´t you think my trousers look too tight? 
Husband: No, maybe you could wear some different underneath. 
Wife: some different what? 
Husband: Well, I mean, ahm, your underwear - it´s all folded and creased up. 
Wife: I´m not wearing any.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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Medi-Lachparade in den Foren
  
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Und den gibt es preiswert, unbürokratisch und online unter

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 6. Weiterbildung als Karriereinstrument (3)

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Die Muster-Weiterbildungsordnung von 2003 sieht insgesamt 32 Gebiete vor, in denen man Facharztkompetenzen erwerben kann. Wer sich die MWBO anschauen möchte, der findet sie unter www.baek.de, auf der Homepage der Bundesärztekammer als 181 Seiten starke pdf-Datei. Eine schnelle und komfortable Orientierung liefert der Interaktive Weiterbildungsplaner© im Sponsored Room der Deutschen Ärzte-Versicherung im Medi-Learn.net.

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Viele Wege zum Ziel Facharztanerkennung
Die meisten Gebiete sehen den Erwerb einer bestimmten Facharztanerkennung vor. Dazu zwei Beispiele: Wer das Gebiet Anatomie wählt (soll es geben ;-)), der kann den Titel "Facharzt für Anatomie" erlangen. Dazu sind mindestens 48 Monate Weiterbildung zu absolvieren, wovon 12 Monate in der Pathologie angerechnet werden können; Weiterbildung bei niedergelassenen Ärzten ist nicht möglich. In der Kinder- und Jugendmedizin beträgt die Mindestweiterbildungszeit 60 Monate, wovon 24 Monate bei niedergelassenen Ärzten möglich und mindestens 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen vorgeschrieben sind. Auch die Anrechnungsmöglichkeiten sind vielfältiger als in der Anatomie. Nach Erwerb des Facharzttitels können außerdem in weiteren 36 Monaten Schwerpunktbildungen, z.B. in der Kinder-Kardiologie, erfolgen.

Apropos Anrechnungsfächer: Die Kenntnis über Anrechnungsmöglichkeiten kann bei der Bewerbungsstrategie sehr hilfreich sein. Wenn z.B. die Wunschstelle in der Kinder- und Jugendmedizin nicht sofort zu kriegen ist, kann auch über ein Anrechungsfach wie die Kinder- und Jugendpsychiatrie oder sogar über ein "artfremdes" Gebiet wie die Anästhesie der Einstieg geschafft werden.

In großen Fächern mehrere Facharztkompetenzen möglich
In den größeren Gebieten wie Chirurgie oder Innere, aber z.B. auch in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde können mehrere Facharztkompetenzen erworben werden. Im Gebiet Innere Medizin und Allgemeinmedizin sind es 9 einschließlich des zukunftsweisenden Facharztes für Innere Medizin und Allgemeinmedizin, womit der Hausarzt gemeint ist, in der Chirurgie sind es 8 Facharztkompetenzen. Innere wie chirurgische Weiterbildung beginnen mit einer Basisweiterbildung, die alle Ärzte zu durchlaufen haben, bevor sie sich für eine Facharztrichtung entscheiden. 

Für die HNO sieht das so aus: Die Basisweiterbildung beträgt 24 Monate, wovon 12 im ambulanten Bereich möglich sind. Dann kann entweder die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in der klassischen Ausprägung oder die Weiterbildung Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen gewählt werden – jeweils mit 36 Monaten zusätzlicher Mindestweiterbildungszeit.

So wie geschildert gibt es für alle Gebiete eindeutige Regelungen und man ist gut beraten, sich im Detail zu informieren, bevor man sich für ein Gebiet entscheidet.



Schnelle Orientierung über Gebiete, Weiterbildungsdauern, Anrechungsfächer und anderes mehr liefert der Interaktive Weiterbildungsplaner© der Deutschen Ärzte-Versicherung:

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Fortsetzung folgt mit dem Kapitel "Weiterbildung: Entscheidung für immer!?!" in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung.

Wer die Artikelserie von Beginn an nachlesen möchte, findet den ersten Teil der Artikelserie "Weiterbildung als Karriereinstrument" hier .

   
Autor(in): Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung) (Peter.Dahlhausen@aerzteversicherung.de)
  
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 7. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Als Hospitantin auf dem Rettungshubschrauber - Bergita Ganse'

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 8. Zwischen den Zeilen "Ein Lexikon, das süchtig macht"

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Titel: Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge
Autor(en): Jürgen Brater
Verlag: Eichborn
ISBN: 3821839163
Preis: 22,90
Medizinlehrbuch

„Woher kommt eigentlich der „dicke Kopf“?, „Warum kann man sich nicht selbst kitzeln?“, „Gähnen Kinder schon im Mutterleib?“ - Wie oft haben wir schon in fröhlicher Runde zusammengehockt, als solche kniffligen Fragen über unseren Körper und seine Funktionen aufkamen. Ob medizinisch oder nicht-medizinisch vorgebildet – auf diese Fragen wusste meist keiner eine Antwort.

Der Arzt Jürgen Brater bringt nun Licht in die Dunkelheit der körperlichen Alltagsprobleme.
Sein „Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge“ aus dem Eichborn-Verlag klärt die Geheimnisse unseres Körpers, über die wir schon immer mal Bescheid wissen wollten, von Aah-Sagen bis Zwillinge, auf. „Wie schnell können wir sprechen?“, „Ist küssen gesund?“ und „Wie träumen Blinde?“ - diese Fragen sind Beispiele der mehr als 650 alltagsrelevanten Fragen, die Jürgen Brater auf 500 Seiten zusammen getragen hat. Neben „großen Themen“ wie z. B. Schlaf, Alter und Sex werden auch „exotische Fragen“ zu Inhalten wie Spielsucht, Durchfall, Ohrenschmalz und Positivem Denken beantwortet.

Eines der wenigen Lexika, die süchtig machen
Der Autor erläutert den Fragenkatalog dabei seriös und medizinisch präzise, gleichzeitig aber locker und auch für den nicht-medizinischen Leser verständlich. Leider wird nur selten auf die Quelle verwiesen. Das Buch ist eines der wenigen Lexika, die süchtig machen, weil es zum einen Themen enthält, über die wir schon oft nachgedacht haben, die wir uns aber nicht erklären konnten, und zum anderen Fragen beantwortet, die uns nie aufgefallen sind, obwohl wir jeden Tag mit ihnen zu tun haben. Somit ist das Lexikon für medizinisch Vorgebildete und Nicht-Vorgebildete gleichermaßen ein Hit.

Fazit: Das Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge ist das Buch, auf das wir gewartet haben. Es befasst sich in seriöser und lockerer Art mit medizinischen Kuriositäten aus dem Alltag. Das macht es zu einem absolut lesenswerten Buch außerhalb und innerhalb der Medizinberufe.

   
Autor(in): Hanno H. Endres (endres@anint.de)
  
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 9. Geschickt geklickt: 5 neue Linktipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor, das Ihr komplett unter der Adresse www.Medi-Seek.de findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte unter www.Medi-Seek.de ein.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.

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Diese Woche stellen wir Euch aus Medi-Seek.de vor:

Surftipp 1 Biochemie online Klicks: 400
Erklärung der biochemischen Grundlagen, Literaturtipps, Biochemie im Alltag

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1546.shtml


Surftipp 2 Famulatur auf den Seychellen Klicks: 393
Zwei Medizinstudenten berichten über ihren Aufenthalt auf den Seychellen, von ihrer Arbeit im Krankenhaus, ihrer Freizeit und sie geben Tipps zur Planung einer Famulatur.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/915.shtml


Surftipp 3 Göttingen Neurophysiologie - Klausur SS 2000 Klicks: 392
Uni Göttingen - 2. Zwischenklausur Neurophysiologie SS 2000 - Quelle: http://www.goemed.net

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1166.shtml


Surftipp 4 Assistenzarzt in der Schweiz Klicks: 389
Bericht von Michael Loder, der seit seinem PJ in der Schweiz arbeitet.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/199.shtml


Surftipp 5 Histologiekurs FU Berlin Klicks: 389
Selbsterstellter Histokurs von Ilkay Kazk - 380 gute Bilder, die er mittels einer eigenen Kamera auf dem Mikroskop fotografiert hat. Die Bilder sind nach Kurstagen (in Anlehnung an den Kurs an der FU Berlin) sortiert.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1164.shtml

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 10. Ein Auslandssemester in Frankreich (1)

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Mit diesem Artikel möchte ich allen Interessierten, die mit dem Gedanken spielen, einen Teil des Studiums in Frankreich zu absolvieren, meine Erlebnisse, Erfahrungen und Tipps weitergeben. Die Idee, einen Teil meines Studiums im Ausland zu absolvieren, ist bei mir schon sehr früh entstanden. Schon lange war der Wunsch da, "Neues", "Fremdes" kennenzulernen, da ich darin auch eine Chance sah, mein Medizinstudium in Deutschland im internationalen Vergleich besser einordnen zu können.

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Der Blick über den Tellerrand als eine Motivation
Zusätzlich war ich neugierig, eine neue Kultur und damit verbunden auch eine neue Sprache zu ergründen und hatte den festen Vorsatz, auf dem Weg zum Arztberuf nicht nur strikt geradeaus zu schauen, sondern auch einen Blick nach "links und rechts" zu werfen, um auf diese Art und Weise mein Studium möglichst reichhaltig, vielfältig und abwechslungsreich zu gestalten. Als ich dann im März ´97 den Aushang unseres Kölner Studiendekanats sah, der die Studierenden dazu aufrief, als "Pioniere" an einem neu eingeführten Austauschprogramm mehrerer europäischer Universitäten im Rahmen von SOCRATES teilzunehmen, war mir schnell klar, dass ich an diesem Angebot großes Interesse hatte.

Die Organisation im Vorfeld zum Wunschziel Grenoble
Nachdem ich mich bei der Ansprechpartnerin Frau Kanthack näher über die Möglichkeiten, die sich mir nun boten, informiert hatte, schrieb ich so schnell wie möglich eine Bewerbung, um bei der Teilnahme am Austausch berücksichtigt zu werden. Dass meine Eile völlig unbegründet gewesen ist und ich die Bezeichnung "Pionier" nicht zu Unrecht trug, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Als Wunschziel wählte ich die französische Stadt Grenoble, da Frankreich mein bevorzugtes Ziel war und sich Grenoble durch seine exponierte Lage im Südosten (eine herrlich mediterrane Kombination aus Südfrankreich und markanter Gebirgskulisse) und seinen Ruf als große, internationale Universität anbot. Obwohl meine Bewerbung sowohl in Französisch als auch in Deutsch im Frühjahr´97 im Studiendekanat vorlag, gestaltete sich die weitere Planung als außerordentlich schwierig. Zwar stand ich in ständigem Kontakt mit Frau Kanthack, doch konnte auch sie mir selten Neues berichten, da erst geklärt werden musste, ob der von der Universität zu Köln initiierte Austausch im Rahmen des von der Europäischen Union (EU) geförderten SOCRATES-Programms durchgeführt werden konnte. Der "Segen" der EU ließ auf sich warten: Es vergingen die Monate April und Mai. Im Juni dann endlich konnte Frau Kanthack uns die erfreuliche Mitteilung machen, dass das Programm genehmigt worden war. Nun endlich konnte meine Bewerbung, mittlerweile mehrere Monate alt, direkt an die Universität Joseph Fourier in Grenoble geschickt werden!

Die Antwort aus Frankreich ließ auf sich warten, doch dann...
Und dann geschah lange nichts. Während ich vollauf damit beschäftigt war, mich für das Physikum vorzubereiten, ließ eine Antwort aus Grenoble auf sich warten. In der Zwischenzeit versuchte ich, mich weiterhin über das französische Studiensystem zu informieren und musste enttäuscht feststellen, dass ein Austausch im 5. Fachsemester (1.klin.Sem.) mit Frankreich fast unmöglich ist, da das Studium dort nicht in Semester, sondern in Jahre gegliedert und ein Austausch eigentlich erst im 4. Jahr (7. Semester) vorgesehen ist, weil man dann in Frankreich jeweils halbtags im Krankenhaus ausgebildet wird. Nachdem ich auch nach der Ärztlichen Vorprüfung im August noch keine Nachricht aus Grenoble erhalten und zudem selbst die schlechten Bedingungen im 5. Semester festgestellt hatte, legte ich meine Ambitionen, den Austausch im kommenden Wintersemester zu verwirklichen, ad acta und beschloss, das ganze um ein Jahr zu verschieben.
Was ich in meinen Überlegungen nicht berücksichtigt hatte, ist die Tatsache, dass in Frankreich bis Ende August Sommerferien waren und in dieser Zeit niemand meine Bewerbung bearbeitet hatte. "Pünktlich" am 5. September präsentierte mir dann Frau Kanthack stolz und aufgeregt einen Brief der Verantwortlichen aus Grenoble, in dem man mich nicht nur herzlich willkommen hieß, sondern mir auch einen kompletten Stundenplan des 5. Semesters mitsandte aus dem hervorging, dass die Vorlesungen bereits Mitte September beginnen sollten. Hals über Kopf galt es nun, sich doch zu einem- wenn auch nun mehr als kurzfristig organisierten- Auslandsaufenthalt zu entschließen, was ich nach einigen Überlegungen schließlich auch tat.

Ein herzlicher Empfang, das Zauberwort 'Erasmus' und erste Organisation vor Ort
In der kurzen, mir noch verbleibenden Zeit, fuhr ich dann mit einer Kommilitonin, die ebenfalls an dem Programm teilnahm, nach Grenoble, um mich noch fristgerecht für das kommende Semester einzuschreiben. Der Empfang an der Medizinischen Fakultät war sehr herzlich, und obwohl die französische Sprache sich schnell als durchaus ernstzunehmendes Hindernis erwies, war ich von der uns entgegengebrachten Freundlichkeit sehr überrascht. Schnell lernte ich, dass sich mit dem Zauberwort "ERASMUS" so gut wie jedes verwaltungstechnische Problem sehr unbürokratisch lösen lässt. Bis auf das eine, nämlich die Frage nach der Unterkunft. Da die Organisation im Vorfeld sehr langwierig gewesen ist, hatte ich die Bewerbungsfrist für einen Platz in einem Studentenwohnheim, wobei gesagt sein soll, dass es hier speziell ausländischen Studenten vorbehaltene Plätze durchaus gibt, diese aber nun schon vergeben waren, leider nicht einhalten können, und der (bezahlbare) Wohnraum ist auch in Grenoble sehr knapp. Nachdem die Beraterin im Studentenwerk (CROUS) mir aber freundlich versichert hatte, sie werde binnen einer Woche ganz sicher etwas für mich und meine Kommilitonin, die vor demselben Problem stand, gefunden haben, fuhren wir beruhigt und zuversichtlich nach Deutschland zurück, denn auch hier galt es, noch viele Formalitäten zu regeln (wie z.B. eine internationale Geburtsurkunde zu beschaffen u.a.).

Die Fortsetzung gibt es in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung mit dem Abschnitt 'Auf ins Abenteuer'.



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Autor(in): Autor der Redaktion bekannt (redaktion@medi-learn.net)
  
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 11. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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