01.03.2004

Ausgabe 210/04

Anzeige: Studenten im Hartmannbund: 'AiP ohne mich - jetzt geht es richtig los!'
Aktionen zur Stichtagsregelung im Rahmen der AiP-Abschaffung
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wer nach allen Seiten immer nur lächelt,bekommt nichts als Falten im Gesicht.
(Arabisches Sprichwort)


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 Editorial
  

Hallo,
Moos machen, Moos sparen - so lautet das Motto des neu eröffneten Auktionshauses auf Medi-Learn.net, aus dem wir Euch aktuelle Auktionen präsentieren möchten. Hier gibt es u.a. ein 666-Euro-Gutschrift-Gewinnspiel, das noch bis Ende April läuft.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!


Abgelaufen hingegen ist das Fotogewinnspiel, dessen Gewinner wir in dieser Ausgabe bekanntgeben. Im Trainingscenter wartet bereits der nächste, dieses Mal neurologische Fall, in dem Doppelbilder eine wichtige Rolle spielen. Wie ergeht es einem als Frau in einer Männerdomäne, nämlich der Unfallchirurgie? Sibylle Hartwig hat´s erlebt und ihre Erfahrungen während einer Famulatur zu Papier gebracht. Zu einem Evergreen entwickelt sich der Beitrag 'Filmzitate raten' in den Medi-Foren und, wer bislang noch nicht mitgeraten hat, kommt hier sicher auf seine Kosten. Schließlich geht es im dritten Teil des Berichtes zum Auslandssemester in Frankreich u.a. um das problemorientierte Lernen. Und last, but not least möchten wir Euch in der heutigen Rezension ein empfehlenswertes Lexikon 'mit viel Fach und wenig Chinesisch' vorstellen. Dies und mehr in der heutigen Onlinezeitung.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Moos machen, Moos sparen - das Medi-Learn-Auktionshaus mit 666-Euro-Gutschrift-Gewinnspiel: zum Schnäppchen machen hier entlang

  

210_03_002_1136_99x

 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Up-to-date: Filmzitate raten + Betteln in Deutschland
2.Zwischen den Zeilen: Viel Fach und wenig Chinesisch
3.Auslandssemester in Frankreich (3)
  
4.Kurz angerissen: 3 Artikeltipps
5.Als Frau in einer Männerdomäne: Unfallchirurgie
6.Moos machen, Moss sparen: Aktuelles aus dem Auktionshaus
  
7.Trainingscenter - der aktuelle Fall
8.Fotogewinnspiel - die Gewinner
9.Geschickt geklickt - 5 Linktipps aus Medi-Seek
  
10.Lachen ist gesund - 2 Witze der Woche
11.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
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 1. Up-to-date

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Die Umfrage: Filmzitate raten - der Dauerbrenner
http://www.medi-foren.de/showthread.php?threadid=2825
  
Das Thema: Betteln in Deutschland
Direktlink zum Thema im Forum
  

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 2. Zwischen den Zeilen "Viel Fach und wenig Chinesisch"

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Titel: Springer Lexikon Medizin
Autor(en): P. Reuter
Verlag: Springer Verlag
ISBN: 3540204121
Preis: 29.95 €
Medizinlehrbuch

Ein riesiger Wälzer landet auf meinem Schreibtisch; das frische Design aus dunkelblau und türkis macht mich neugierig. Als ich mir das Buch schnappe, stelle ich mit Erstaunen fest, dass es viel leichter ist, als es auf den ersten Blick gewirkt hat. Ich erblicke den Titel: "Springer Lexikon Medizin" ist auf dem Cover in Großbuchstaben zu finden - 80.000 Stichwörter auf 2.400 Seiten, dazu noch 50.000 englische Übersetzungen und 44 sogenannte Essays.

Also ganz eindeutig ein Wörterbuch für den Mediziner - quasi ein "Psychrembel" aus dem Springer Verlag, wobei mir das vorliegende Buch auf den ersten Blick wesentlich ausführlicher vorkommt. Ich bin gespannt, ob ich mit dem Buch zurecht komme. Eigentlich bin ich eher ein "Wörterbuchmuffel" - ich mag es einfach nicht, nach einer Erklärung zu suchen und dann weitere 10 Begriffe nachschlagen zu müssen, um die Erklärung verstehen zu können, aber warten wir's ab.

Ich schlage das Buch auf und finde direkt auf der ersten Seite eine Übersicht, wie die einzelnen Begriffe innerhalb des Wörterbuches dargestellt sind. Nach wenigen Blicken weiß ich, wie Verweise auf andere Begriffe gekennzeichnet sind, habe herausgefunden, dass das eingekreiste E die englische Übersetzung des Wortes einleitet und dass neben der eigentlichen Begriffs-Erläuterung zusätzlich angegeben wird, aus welchen Silben das Wort besteht und um welche Wortart und welches Geschlecht es sich handelt.

Gespannt starte ich den ersten Praxis - Test: "Pankreatitis", um erst einmal einfach anzufangen. Der Buchstabe "P" ist dank des von der Seite erkennbaren Verzeichnisses schnell gefunden. "Pa" .... "Pan" .... "Pank" .... "Pankreatitis" gefunden, ich erfahre auf den ersten Blick, dass der Plural des Wortes "Pankreatitiden" lautet und dass das Wort im Englischen ähnlich wie im Deutschen heißt: "pancreatitis".
Es folgt eine kurze prägnante Beschreibung: "Akute und chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die v.a. durch Alkoholkonsum verursacht wird." Es folgen knapp eineinhalb Seiten Ausführungen zu den verschiedenen Formen der Pankreatitis inklusive der Angabe der Klinik, der Differentialdiagnostik und der Diagnostik, der Therapie, dem Verlauf und der Prognose. Das Ganze wird optisch von drei farbigen Flussdiagrammen und einer Tabelle zum Ranson-Index untermalt , der die Prognosestellung unterstützt. Erstaunlicherweise stolpere ich bei der Lektüre kaum über mir unbekannte Fremdworte.

Auf zum zweiten Test - diesmal möchte ich etwas über die "Mukoviszidose" erfahren. Nach kurzem Blättern finde ich den Eintrag und werde auf die korrekte medizinische Bezeichnung "zystische Fibrose" verwiesen, unter dem ich dann auch eine ausführliche Abhandlung inkl. einer Grafik und einer Tabelle zu den Manifestationsorten der Krankheit in verschiedenen Lebensaltern finde.

Zuletzt widme ich mich einem aktuellen Thema - mal schauen, was mir das Buch über "SARS" sagen kann. Nach einem kurzen Umweg über das Wort "Syndrom" -> "schweres akutes respiratorisches Syndrom" lande ich auf einem zweieinhalbseitigen Essay, von denen es laut Covertext weitere 43 in dem Lexikon gibt. Nach der Definition gibt es einen kurzen Überblick über die jüngste Entwicklung, das Krankheitsbild wird dargestellt und die Übertragungswege geschildert, Massnahmen der Quarantäne beschrieben, der Erreger im Detail vorgestellt und die Therapie und Prävention erläutert. Untermalt wird das Ganze durch eine schematische Zeichnung und ein elektronenmikroskopisches Bild des Erregers. Wieder verstehe ich alle Erläuterungen auf Anhieb, ohne weitere Schlagworte nachschlagen zu müssen.

Zuletzt werfe ich einen Blick auf den Preis - das Buch schlägt mit 29,95 EUR zu Buche. Ich bin von dem "Lexikon Medizin" überzeugt. Vor allem die gute Lesbarkeit, der Verzicht auf "Fachchinesisch" und die gute Untermalung mit Grafiken und Tabellen sorgen dafür, dass das Buch ab sofort einen Platz auf meinem Schreibtisch bekommt. Das Buch ist nicht nur für den gestandenen Arzt, für Medizinstudenten und medizinische Assistenzberufe bestens geeignet, das "Werk" kann sogar dem interessierten Laien detaillierte Auskunft über medizinische Sachverhalte geben.

Hinweis: Das Lexikon erscheint am 22. März 2004, ist aber schon jetzt versandkostenfrei bei Lehmanns Online Fachbuchhandlung zu bestellen und wird dann direkt zum Erscheinungstermin geliefert.

   
Autor(in): Christian Weier (christian.weier@medi-learn.net)
  
Na überzeugt? Dann bestell Dir das Buch doch bequem Online:
  

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Onlinebestellung (Springer Lexikon Medizin)

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210_03_02_1248_99x

 3. Ein Auslandssemester in Frankreich (3)

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Die Erfahrungen, die ich an der Universität gemacht habe, ermöglichten es mir, mein Medizinstudium in Deutschland besser einordnen und dessen Vor- und Nachteile im Vergleich zum französischen System klarer erkennen zu können.

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Meine Studienerlebnisse in Frankreich
Mein "Einstieg" in das französische Studiensystem erfolgte auf der Stufe des dritten Jahres. Dies habe ich auch von Anfang an vom Kenntnisstand her als durchaus vergleichbar empfunden, eher noch hatte ich das Gefühl, dass ich, gerade in den Fächern Physiologie und Biochemie, doch auf teilweise wesentlich fundiertere Kenntnisse zurückgreifen konnte. So hatte man sich in Frankreich noch so gut wie gar nicht mit dem Thema "EKG" beschäftigt, was bei uns schon Lerninhalt des 3. und 4. Semesters gewesen war.


POL ist auch in Frankreich nicht unbekannt
Wie schon erwähnt, wurde der zu lehrende Stoff in Form des POL vermittelt, was ich für eine sehr gute Idee halte. So habe ich beispielsweise in meinem ersten POL-Block, der wie gesagt das Herz-Kreislaufsystem zum Thema hatte, nicht nur die "vorklinische" Komponente wiederholt, sondern habe diese auch sofort mit den dazugehörigen Kenntnissen in den klinischen Fächern Radiologie, Pharmakologie und der allgemeinen körperlichen Untersuchung verbinden können. Insgesamt waren die Kurse sehr abwechslungsreich, interessant und detailliert, doch war auch hier die Qualität sehr vom Dozenten abhängig (aber wo ist das nicht der Fall?). Den Abschluss des "Kardio-POL´s" bildete ein "APP", in dem gruppenweise eine klinische Fallstudie binnen drei Tagen gelöst werden musste, was anhand der im Block behandelten Thematik gut zu bewältigen war. Zusätzlich bekam man bei einem Praktikumstag in der Uniklinik die Chance, z.B. eine Echokardiographieuntersuchung auch in Eigenregie durchzuführen.

Eine hervorragend organisierte Mitschriften-AG
Ähnlich wie der erste Block liefen auch die nachfolgenden ab, wobei wir uns sehr ausgedehnt mit dem Feld der Mikrobiologie beschäftigten, da in Frankreich jede der vier Disziplinen Parasitologie, Bakteriologie, Virologie und Immunologie ein eigenes Prüfungsfach darstellt. Die ersten Klausuren, die bereits im Dezember anstanden, versetzten unser gesamtes Semester in ausgesprochene Aufregung, da der zu lernende Stoff sehr umfangreich war. Da man aber aufgrund einer hervorragend organisierten Mitschriften-AG gut mit den so vorhandenen Skripten die besprochenen Lerninhalte wiederholen konnte, waren die Klausuren - bei angemessenem Lernaufwand - durchaus zu bestehen. Hierbei wurde man v.a. in den Fächern der Mikrobiologie mit den mir aus dem Physikum ebenso bekannten wie verhassten Multiple-choice-Fragen konfrontiert, in anderen Klausurfächern, wie z.B. dem der körperlichen Untersuchung, war man aufgerufen, seine Antworten in Form von Texten zu formulieren.

Das einzige Problem: Wo bleiben die Erasmus-Studenten?
Die Professoren zeigten sich mir und meiner Kommilitonin gegenüber fast immer sehr interessiert und aufgeschlossen, so ist es auch auf ihre freundliche Kooperation zurückzuführen, dass die fristgerechte Korrektur der Klausuren und das abschließende Ausstellen von Bescheinigungen, das in Frankreich absolut nicht gang und gäbe ist- einigermaßen glücklich über die Bühne ging. Das einzige Problem, mit dem ich mich mit schöner Regelmäßigkeit konfrontiert sah, war das der Administration, denn ganz gleich, für welche Praktika und Kurse das Semester in Gruppen eingeteilt wurde, nie hatte es die Verwaltung geschafft, auch die Namen der ERASMUS-Studenten mit auf die Listen zu setzen und ihnen so ein Plätzchen im Kurs zu reservieren. Auf diese Art und Weise sind Myriam und ich so hochkant aus einem Praktikum geworfen worden, dass es fast schon wieder ein wenig komisch war.

Die unermüdlich hilfsbereite Sekretärin
Hier habe ich es dem unermüdlichen Einsatz der sehr netten und engagierten ERASMUS-verantwortlichen Sekretärin vor Ort, Mme Isabel Né, zu verdanken, dass letzten Endes doch immer noch alles so klappte, wie es eigentlich vorgesehen war. Sie stand uns, wann immer dies nötig war, mit Rat und Tat zur Seite. 
Sehr lobend möchte ich zudem eine Veranstaltung erwähnen, die den französischen Studenten als Vorbereitung für ihre klinischen Einsätze ab dem vierten Jahr dient: Eingeteilt in kleine Gruppen, die jeweils ca. fünf Studierende umfassten, war man einmal wöchentlich in der angeschlossenen Uniklinik einem bestimmten Stationsarzt zugeteilt, unter dessen Aufsicht man die "Praxis", wie z.B. die Anamneseerhebung und einige körperliche Untersuchungstechniken an "echten" Patienten durchführte. Dieser Kurs, der in Frankreich "monitorat" genannt wird, wurde schnell zu einem wahren "Highlight" und ich habe dort einige wichtige Grundlagen für meine spätere praktische Tätigkeit legen können.



Die Fortsetzung gibt es in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung mit dem Abschnitt 'Integration und Kontakte'.



Werbung:
Die Deutsche Ärzte-Versicherung bietet im Sponsored Room bei Medi-Learn.net einen kostenlosen Länderinformationsservice an. Ihr könnt dort Material zur Vorbereitung Eures Auslandsaufenthaltes kostenlos per Post anfordern; u.a. ist dort auch Frankreich (passend zum Bericht) enthalten [zum Länderinfo-Service].

   
Autor(in): Autor der Redaktion bekannt (redaktion@medi-learn.net)
  
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210_03_03_1140_99x

 4. Kurz angerissen - 3 Artikeltipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch jede Woche 3 kurz angerissene Artikel aus dem Basismodul von Medi-Learn.net vor, das mittlerweile über 500 Artikel enthält. Da keiner 500 Artikel auf einmal überblicken kann und der ein oder andere Abonennt erst in neuerer Zeit zu uns gelangt ist, bietet diese kurzweilige Rubrik einen dreifachen Präsentierteller für interessante Artikelinfos rund um die Themen Studium, Ausland, Doktorarbeit und Co.

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Diese Woche stellen wir Euch aus dem Basismodul folgende 3 Artikel vor:

Artikeltipp 1 Studenteninitativen fördern praktische Ausbildung:
Anamnesegruppen
Anamnesegruppen - Immer wieder hört man, dass die Ausbildung der deutschen Mediziner zu theoretisch ist. Gerade der direkte Patientenkontakt nimmt nur einen geringen Teil der Ausbildung ein. Im Gegensatz dazu besteht der Hauptteil der klinischen Arbeit später aus den Kontakt mit dem Patienten.

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Artikeltipp 2 Famulatur in Orthopädischer Chirurgie in Spanien:
Ein Auslandsfamulaturbericht
Da ich seit frühester Jugend gute Beziehungen nach Spanien habe und schon oft dort meine Ferien verbracht habe, fand ich die Idee reizvoll das Angenehme mit der Pflicht zu verbinden, und einmal durch eine Famulatur Einblick in den Alltag und den Ablauf einer spanischen Klinik zu bekommen. Durch eine Knieverletzung im Sommerurlaub 1995 wurde ich auf eine angesehene Privatklinik im Nordwesten Barcelonas aufmerksam.

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Artikeltipp 3 Studienplatzwechsel - Traum vieler Medizinstudenten:
Ringtausch, Studienplatztausch - doch wie?
Ein Großteil der Medizinstudenten will waehrend seines Studiums noch einmal die Universität wechseln und eine neue Stadt kennenlernen. Doch einfacher gesagt als getan - wie bekomme ich an der neuen Uni einen Studienplatz?

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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Basismodul mit Artikeln zum Studium
  
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210_03_04_1272_99x

 5. Als Frau in einer Männerdomäne: Famulatur Unfallchirurgie

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Mit diesem Artikel möchte ich über meine Erfahrungen als 'Frau in einer Männerdomäne' berichten, die ich im Laufe einer Famulatur in der Unfallchirurgie gemacht habe. Meine erste Famulatur habe ich nach dem ersten klinischen Semester in einer unfallchirurgischen Klinik in Deutschland gemacht. Diese Klinik gehört zu einem akademischen Lehrkrankenhaus der mittleren Größe mit vielen verschiedenen Abteilungen, so waren die Orthopäden durchaus auch hausintern "Konkurrenten" um die elektiven Eingriffe.

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Auf Station
Die Unfallchirurgie hatte 4 Stationen á 16 Betten, eine davon als "private" Seite ausgerichtet. Kinder kamen meist auf die Kinderstation, mal kam es auch vor, dass sie auf den "normalen" Unfallchirurgischen landeten.. Fakten zum Haus: Kleidung und Essen werden gestellt, man muss sich bloß drum kümmern und die Studentensekretärin deswegen auch schon mal nerven. Geplant war ein Monat, anschließend wollte ich eine zweite Famulatur in einer anderen Klinik (in Münster) machen - letztlich habe ich aber doch zwei Monate in der Unfallchirurgie verbracht, weil es mir dort richtig viel Spaß gemacht hat! Das Team bestand aus Chefarzt, 3 Oberärzten, einigen Assistenzärzten und zeitweise einem PJ-Studenten, der mich zu Beginn ein wenig in die Abläufe eingeführt hat, dann nach 2 Wochen aber das PJ-Tertial beendet und sein nächstes in der Orthopädie gemacht hat. Glück für mich - so durfte ich mehr sehen und machen als vielleicht anderswo möglich.. 

Von Reflexhämmern und Stethoskopen halten Chirurgen eher wenig
Gleich vom ersten Tag an hat man mich losgeschickt, um Blut abzunehmen..- erst auf "meiner", dann auf allen 4 Stationen..- und um Aufnahmen zu machen - zum Glück waren die Patienten nahezu alle schon vorher entweder in der Ambulanz gesehen oder in der Notaufnahme aufgenommen worden, so dass eine Diagnosestellung schon existierte und ich als Studentin meist nicht überfordert war in der Untersuchung, sondern mich auf die Tatsachen stürzen konnte. Ganz schnell lernte ich, nachdem ich eine Woche lang den Reflexhammer im Kittel herumgeschleppt hatte, dass man ihn besser doch irgendwo liegen lässt, denn es bestand kaum einmal die Notwendigkeit, das gute Stück einzusetzen. Mit dem Stethoskop verhielt es sich ähnlich - zuerst glaubte ich es kaum, aber ein Arzt in der Unfallchirurgie braucht selbst bei einer ganz umfassenden Untersuchung selten ein Stethoskop. 

Auskultieren auf eigene Faust
Die chirurgisch-orthopädische OP-vorbereitende Anamnese und Untersuchung habe ich in dieser Zeit sicher gelernt, von einer internistischen, geschweige denn neurologischen bisher eigentlich nur in den Untersuchungskursen in der Uni gehört.. Auskultiert habe ich die Patienten dann meist eher aus eigenem Impuls heraus;-) Aufgrund der Sommerferien fehlten zeitweise mehrere Ärzte, so dass zwischendurch auch mal einer der Assistenzärzte die Stationshälfte zwar nominell führte, mich aber rumwurschteln ließ, was dank der aufmerksamen Schwestern auch ganz gut ging.. da ich irgendwie auf der privaten Seite gelandet war, hatte ich ja immer den Chef noch selbst im Rücken, der sich um die wirklich wichtigen Dinge kümmerte ;-) 

Frage vom Chef: Möchten Sie nicht mal in den OP?
Gleich am zweiten Tag fragte mich der Chefarzt dann auch, ob ich denn nicht Lust habe, mit in den OP zu kommen oder gar mitzuoperieren.. Überwältigt von diesem Angebot stimmte ich zu und ließ mich an den Tagen darauf von den Assistenzärzten zur OP-Schleuse bringen. Da alle männlich waren, musste eine OP-Schwester mir die Frauenumkleide aufschliessen, später hatte ich einen eigenen Schlüssel, so war es bequemer. Gegen Ende der ersten Woche durfte ich sogar "mit an den Tisch" - mitoperieren. Im Laufe des Monats hat es sich dann eingebürgert, dass der Chefarzt mich morgens nach der Visite entweder gleich in den OP schickte oder man irgendwann im Laufe des Vormittags auf der Station anrief, die Famulantin möge doch bitte zur Assistenz (bei irgendeinem der Unfallchirurgen) kommen. Das OP-Spektrum reichte dort dann von Knie&Schulter-Arthroskopien mit dem Chefarzt über Schenkelhalsfrakturen zu etlichen Oberarmkopffrakturen, aber auch Beckenfrakturen waren einige dabei. Ich kam selbst in das große Glück, meine erste "eigene" OP an der Fibula zu machen - selbstverständlich mit den Fingern des Chefarztes nie weiter als 5 cm vom OP-Feld entfernt;-) 

Prima Klima - Hier herrschte es wirklich!
All dieses und das unheimlich nette Klima mir gegenüber (ich durfte fragen, wann immer ich wollte, niemand nahm es mir übel, wenn ich die Patientenvorstellung nachmittags bei der Röntgenbesprechung total vergeigte, sondern lachte kurz und meinte, beim nächsten Mal liefe es wieder besser. Die Assistenzärzte duzten sich mit mir und zeigten mir eine Menge, ließen mich nahezu alles selbstständig ausprobieren und machen, schickten mich auch schon mal in die Ambulanz oder Notaufnahme, falls es auf der Station "langweilig" war) hat mich dann dazu gebracht, die Famulatur dort um einen weiteren Monat zu verlängern und die andere stattdessen abzusagen. In meinem zweiten Monat habe ich dann sehr viel dem Oberarzt assistiert, der die Knie- und Hüft-TEP's gemacht hat - zwar anstrengend, aber dennoch großartig - genauso wie das Arthroskop mal selbst in die Hand nehmen zu dürfen und einmal "durch das Knie zu surfen".. 

Mein persönliches Fazit
Gewiss herrschte im OP schon mal ein etwas „rauherer Ton“, aber ein besonderes Verhalten mir als Frau gegenüber habe ich nicht feststellen können. In diesen zwei Monaten habe ich das Operieren so richtig zu lieben begonnen und bin im Moment noch fest davon überzeugt, als Beruf genau DAS machen zu wollen!

   
Autor(in): Sibylle Hartwig (Bille11@gmx.de)
  
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Medi-Foren Praktische Klinik
  
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210_03_05_1250_99x

 6. Moos machen, Moos sparen: Auktionshaus

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Moos machen, Moos sparen: Es ist kaum 10 Tage online und schon prall gefüllt mit Angeboten, Schnäppchen und interessanten Auktionen. Über 77 Artikel warten auf Eure Gebote, bieten Gelegenheit, das ein oder andere Schnäppchen zu ergattern und am Auktionsfieber teilzuhaben.

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Die aktuellen Auktionen:

   
Die TOP-Auktionen

  

   
   

Artikel

Gebotshöhe / Gebotsanzahl / Restzeit

CD Ständer +TOP+
1,00 EUR
0 9 Tage
06:27:16
180 cm Skelett (NEU & Original verpackt) HOT-Auktion!
110,00 EUR
26 13 Tage
02:34:19
Littmann Master Classic II Stethoskop HOT-Auktion!
20,00 EUR
13 13 Tage
02:49:30
Bierkrug PLUS Cartoon Buch im SET +++
12,87 EUR
6 20 Tage
06:43:36
Harrisons Principles of Internal Medicin
49,95 EUR
0
 SOFORT KAUFEN!
22 Tage
07:50:54
Physical Examination - Mosby´s Guide
44,95 EUR
0
 SOFORT KAUFEN!
22 Tage
08:32:11
Palm IIIx ++TOP++ ab 1 €uro
1,00 EUR
1 50 Tage
05:47:55
   
Die Rubriken im Auktionshaus   
   
Lastminute Neue Artikel Heiß begehrt Ab 1 Euro! Galerie-Artikel

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Ach so: Noch bis Ende April läuft das 666-EURO-GUTSCHRIFT-GEWINNSPIEL: Wer zuhause den ein oder anderen Haushaltsgegenstand, das ein oder andere ungelesene oder nicht mehr benötigte Bücher aus vergangenen Studienabschnitten besitzt, sollte sich registrieren und die Chance auf einen der zahlreichen Gewinne nicht entgehen lassen. Hier klicken für mehr Details zum 666-Euro-Gutschrift-Gewinnspiel

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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210_03_06_2081_99x

 7. Aktueller Fall im Trainingscenter: Doppelbilder

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Nun ist es wieder soweit, ein neuer Fall steht für Euch bereit im Trainingscenter. Nachdem Paracelsus mit einem internistischen Fall unser Wissen ziemlich herausgefordert hat , liegt diese Woche ein Ausflug in die Neurologie an: Visite beendet. Jetzt erst einmal ruhig zum Frühstücksbrötchen greifen und nen guten Kaffee trinken bevor die ersten Aufnahmen kommen.

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Ein Blick zur Uhr, wie schön noch keiner da, da kann man direkt noch einige Sachen erledigen. Da ist auch schon die erste Patientin da. Dem Einweisungsschein könnt Ihr entnehmen, dass sie sich wegen seit Wochen bestehender diffuser Doppelbilder vorstellt bei Euch.

Was fragt Ihr die Patientin?
Woran müsst Ihr denken?
Wie könnt Ihr der Patientin helfen?

Helft mit, den Fall zu lösen und stellt Euer Neurologie-Wissen unter Beweis.
Zum aktuellen Fall 'Doppelbilder' im Trainingscenter hier entlang

Wir danken doc_lala für den neuen Fall und wünschen Euch viel Spaß dabei!

   
Autor(in): Pünktchen (kantje_44@gmx.de)
  
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210_03_07_1246_99x

 8. Fotogewinnspiel: and the winner are....

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Sie stehen fest, die Gewinner des Fotogewinnspiels, das wir im vergangenen Februar auf Medi-Learn.net durchgeführt haben. Es war gar nicht einmal so einfach, zu erkennen, was sich hinter den nur in Ausschnitten gezeigten Bildern verbarg. Mehr als 1000 Lose wanderten in die große Lostrommel, aus der unsere Glücksfee nun die Gewinner ermittelt hat.

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Die Gewinner des Fotogewinnspiels lauten (aus Datenschutzgründen sind nur Teile der Email-Adresse sichtbar):

Lehrbuch Anatomie - Schiebler (Springer Verlag):
*
tixxx78@web.de

Pharmakologie und Toxikologie - Wellhöner (Springer Verlag)
* Annexxxxinge@web.de

Psychosomatische Medizin - Klussmann (Springer Verlag)
* maxxxa@freenet.de

Arzneimittelpocket 2003 (Börm Bruckmeier Verlag)
* michxxxxesch@t-online.de
* Juerxxxxxoehler@gmx.de
* janixxxxnder@gmx.de
* ascxxxi4@ix.urz.uni-heidelberg.de
* annxxxxxxkasten@web.de

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH
...
an die Gewinner, mit denen wir in den nächsten Tagen per Mail Kontakt aufnehmen werden, um den Versand der Preise in die Wege zu leiten.
HERZLICHEN DANK
...
an Pünktchen, von der die klasse Idee zu diesem Gewinnspiel stammte und die das Forum zum Fotogewinnspiel tagtäglich betreute (und z.B. täglich kurz nach Mitternacht die Lösungen des vergangenen Tages bekanntgegeben hat) und an Marvin Bovensiepen, der das gelungene Hintergrundbild 'Duisburg at night' freundlicherweise zur Verfügung stellte.

Wir hoffen, dass Euch das Raten beim Fotogewinnspiel Spaß gemacht hat!

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zum Forum 'Fotogewinnspiel'
  
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 9. Geschickt geklickt: 5 neue Linktipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor, das Ihr komplett unter der Adresse www.Medi-Seek.de findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte unter www.Medi-Seek.de ein.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.

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Diese Woche stellen wir Euch aus Medi-Seek.de vor:

Surftipp 1 Famulatur und PJ in Neuseeland Klicks: 388
Matthias Zenker hat sein Wahlfach Pädiatrie am Starship Childrens Hospital in Auckland / Neuseeland absolviert

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/445.shtml


Surftipp 2 Hirnatlas Klicks: 386
Dieser Atlas der besonderen Art gewährt Einblicke in Hirnstrukturen und -funktionen und visualisiert Erkrankungen des Gehirns.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1789.shtml


Surftipp 3 Medizinische Abkürzungen Klicks: 385
Wer kennt das Problem nicht? Man liest einen Arztbrief und versteht aufgrund der Abkürzungen nur die Hälfte. Stefan Suedfeld hat auf seiner Seite eine umfangreiche Sammlung an medizinischen Abkürzungen inkl. der Übersetzung" zusammengestellt. Sortiert ist die Liste nach dem Alphabet! Dieser Link gehört einfach in jede "Kitteltasche"."

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1054.shtml


Surftipp 4 Uni Ulm - 2. Histologie Testat Klicks: 384
Uni Ulm - 2. Histologie Testat verbesserter Bestand mit 111 Fragen - Quelle: http://www.uni-ulm.de/~s_carsla/links.html

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1360.shtml


Surftipp 5 Gelbe Liste Klicks: 377
Außer den Pharmainfos findet Ihr Adressen von Notfallzentralen, Infos zur Schmerztherapie, aktuelle Infos und auch ein Gewinnspiel. Ihr könnt Euch auch die Gelbe Liste für Euern Palm- Organizer downloaden.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/616.shtml

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 10. Lachen ist gesund - Witze der Woche

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Verzweifelter Patient mit flehender Stimme zu seinem Hausarzt: " Herr Doktor, Herr Doktor, keiner beachtet mich!" Arzt: " Der Nächste bitte."

***

Steht ein Schwabe auf einer Donaubrücke und sieht einen Mann am Ufer knien und das Wasser aus der Donau trinken. Er ruft sofort warnend: "He, bisch verruggd?? Des Wassr kasch doch net saufa. Des isch doch gifdig ond dreggad!" Der Mann am Ufer ruft in sächsischem Dialekt zurück: "Nuh, was haste jesacht?" Da ruft der Schwabe: "Langsam trinken! Des Wassr ischd kalt."

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