15.03.2004

Ausgabe 211/04

Anzeige: MEDI-LEARN Repetitorien: Neue Kurstermine Herbst 2004 stehen fest!
Intensiv- und Kompaktkurse mit ausgefeiltem Konzept
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler aus denen man lernen kann, möglichst frühzeitig zu machen.
(Winston Churchill)


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 Editorial
  

Hallo,

die Stunde der Wahrheit naht und bald geht es los: die schriftlichen Prüfungen stehen an. Wie immer bietet Medi-Learn den Examensservice, den wir euch mit einem Blick hinter die Kulissen heute vorstellen. Ein neues Gewinnspiel bietet u.a. die Chance, einen Kursplatz für einen Examensvorbereitungskurs bei den MEDI-LEARN Repetitorien in Marburg zu gewinnen, wie das geht und was ihr machen müsst, erfahrt ihr in der heutigen Onlinezeitung.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Weiter geht es heute mit dem Erfahrungsbericht zum Auslandssemester in Frankreich, das sich dem Thema 'Integration und Kontakte' widmet und schließlich stand uns Roswitha Jehle in der Rubrik 'Ärzteinterviews' Frage und Antwort und erzählt von ihren Erfahrungen und Eindrücken während des Studiums. Last, but not least gibt es die aktuellen Forenbeiträge, neue Jobanzeigen und frische News aus der StudMed-Redaktion des Springer Verlages.

Bis in 14 Tagen,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Aufgrund des Examensservices erhaltet ihr die nächste Ausgabe der Onlinezeitung erst in 14 Tagen - zum Examensservice hier entlang .

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Neues Gewinnspiel: Kursplatz für Examensvorbereitungskurs zu gewinnen
2.Medi-Jobbörse: Der Jobticker
3.Ein Auslandssemester in Frankreich (4)
  
4.Ärzteinterview mit Roswitha Jehle
5.MedNews aus der StudMed-Redaktion
6.Der Examensservice von Medi-Learn
  
7.Cartoon der Woche: Krebs
8.Gelauscht: Was ist los im Forum?
9.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

Die Onlinezeitung gibt es nun auch als Druckversion im PDF Format. Zum Öffnen der Datei benötigt ihr die kostenlose Software Acrobat Reader.

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Für den Fall, dass die Onlinezeitung in eurer Email nicht richtig angezeigt wird, findet ihr noch einmal komplett Online unter
http://www.medi-learn.net/seiten/onlinezeitung/1/211/index.shtml

  

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 1. Das MEDI-LEARN Kursgewinnspiel

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Die neue Kurssaison beginnt im April, und die Termine für die Kurse des Sommersemesters stehen fest. Als Vorbereitung auf das Herbstexamen werden Kurse zum Physikum und zu den Staatsexamina (2. und 3. Stex) angeboten. Die Intensiv und Kompaktkurse, die bereits seit 1989 durchgeführt werden, basieren auf einem ausgefeilten Konzept, das erfahrungsgemäß bei den Teilnehmern zu einer durchschnittlichen Leistungssteigerung von 20-30% führt.

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Das Kurskonzept
Durch die Mischung von Unterrichtssequenzen, Lernberatung und Lernbegleitung, sowie durch psychologische Vorbereitung wird der Teilnehmer effektiv auf das Examen vorbereitet. Alle Kurse finden zentral in Marburg statt und werden in der Regel in MEDI-LEARN eigenen Schulungsräumen durchgeführt. Detaillierte Informationen zu den Kursen inklusive Terminen und Tipps zur Beantwortung der Gewinnspielfrage ;-) findet Ihr unter www.medi-learn.de/kurse.

Medi-Learn vor Ort
Des weiteren touren die beiden Initiatoren von MEDI-LEARN Repetitorien unterstützt von der Deutschen Ärzte-Versicherung im Mai durch Deutschland und werden an insgesamt 12 Standorten einen Vortrag zum Thema "Effektive Examensvorbereitung" halten. Der dreistündige Workshop ist vor allem für alle Examenskandidaten empfehlenswert, egal ob Physikum oder Staatsexamen. Während des Vortrages wird unter anderem auf die Zeitplanung in der Lernphase, die Lernstrategien und MC-Tricks eingegangen. Detaillierte Informationen zur MEDI-LEARN vor Ort Veranstaltung inklusive Veranstaltungsorten, Terminen und Anmeldemöglichkeit findet Ihr unter http://www.medi-learn.info/seiten/basismodul/Detailed/429.shtml.

Das Gewinnspiel
Mit Hilfe der Informationen aus dem ersten Teil des Artikels und mit Hilfe der Kursinfoseite www.medi-learn.de/kurse solltet Ihr problemlos die folgende Gewinnspielfrage beantworten können: "Zu welchem Examen bietet MEDI-LEARN bereits im April Vorbereitungskurse an?" - die Antwort könnt Ihr über das unten genannte Formular inklusive Eurer Kontaktdaten schnell und einfach an uns schicken. Das Gewinnspiel läuft bis zum 20. April 2003; der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Zu gewinnen gibt es als ersten Preis einen Kursplatz inklusive Unterkunft für die Aprilkurse (Wert ca. 2.000 - 3.000 EUR) - der Gewinn ist auf andere Studenten übertragbar! Des weiteren verlosen wir unter den ersten 100 Einsendungen fünf "Arzneimittelpockets 2003" (zur Verfügung gestellt vom Börm Bruckmeier Verlag) und dreimal das Buch "Pathologie kompakt (Bornhöft)" (zur Verfügung gestellt vom Springer Verlag).

zum Gewinnspielformular

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zum Gewinnspiel-Formular

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Infos zu den Kursen von MEDI-LEARN
  
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 2. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 300 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

Für Kurzentschlossene: Unterassistentenstelle Innere Medizin in der Schweiz Juli+ August 04!

Stellenangebote/PJ-Stellen

stat. Doktorarbeit im Raum Berlin gesucht

Stellengesuche/Doktorarbeiten

Assistenzarztstelle Radiologie gesucht

Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen

PJ Schweiz Innere Medizin ab August 2004

Stellengesuche/PJ-Stellen

Suche PJ - Stelle Schweiz Chirurgie oder Orthopädie

Stellengesuche/PJ-Stellen

PJ Schweiz Innere Medizin ab August 2004

Stellengesuche/PJ-Stellen

Innere Tertial in der Schweiz (deutschsprachig) ab Oktober 2004 gesucht

Stellengesuche/PJ-Stellen

Assistenzärztin/arzt im Bereich Kardiologie, Angiologie sowie internistische Intensivmedizin

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Chirurgie Schweiz ab 06/12/2004 gesucht

Stellengesuche/PJ-Stellen

AIP Stelle Kardiologie gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

Anästhesiologie mit interdisziplinärer Intensivmedizin

Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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 3. Ein Auslandssemester in Frankreich (4)

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Insgesamt bin ich - zusammen mit meiner Kommilitonin Myriam, die im gleichen Semester studiert wie ich, von den französischen Studenten sehr freundlich und teilweise auch sehr neugierig empfangen worden, und man brachte uns "Deutschen", vor allem zu Beginn unseres Aufenthalts, großes Interesse entgegen. Erstaunt musste ich feststellen, dass die Studierenden unseres Semesters (also des dritten Jahres) im Durchschnitt alle ein bis zwei Jahre jünger waren als ich, da man in Frankreich normalerweise schon nach zwölf Jahren Abitur macht und der Militärdienst meistens nach dem Studium absolviert wird.

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Erste Bekanntschaften waren schnell geschlossen

Ich hatte schnell das Gefühl, eher in eine Schulklasse denn in ein Universitätssemester gekommen zu sein, da die Studierenden ab dem zweiten Jahr praktisch in fester Formation zusammen bleiben und sich vielfach untereinander kennen. Schnell schloss ich einige Bekanntschaften und fühlte mich bald als (fast) gleichwertiges "Klassenmitglied". Was ich zu Beginn jedoch als Freundlichkeit zu schätzen gelernt hatte, stellte sich im Laufe meines Aufenthalts auch als eine Art der Oberflächlichkeit dar, die ich bis zum Schluss nicht vollständig habe durchbrechen können. Zwar wurde ich überall sehr freundlich und höflich empfangen, doch empfand ich es als sehr schwierig, über rein formale Gespräche und "small talk" hinauszukommen.

Die Fachschaften in Frankreich sind ausgezeichnet organisiert
Insgesamt imponierte mir aber von Beginn an der relativ intakte Semesterverband und die ausgezeichnete Organisation einer gut organisierten Fachschaft (Association d`étudiants de médicine de Grenoble). So wurden nicht nur diejenigen, die nach dem "concours" einen Platz für das zweite Studienjahr ergattert hatten, von den Studierenden aus dem drittem Jahr mit einer großen Party und vielen lustigen Spielen empfangen (diese Zeremonie ist auch unter dem, leider oft sehr negativ belegten Namen "bizutage" bekannt), sondern wir fuhren auch alle zusammen auf ein, ebenfalls von der Fachschaft organisiertes "weekend d`intégration", bei dem man einander kennenlernte und so das Gefühl der "Zusammengehörigkeit" gestärkt wurde.

Regelmäßige Partys gehören einfach dazu
Regelmäßige Partys, gemeinsames Essen und größere Aktionen, wie z.B. die Organisation eines Langstrecken-Wettbewerbs, bei dem die Studenten nur paarweise antreten durften, waren genauso an der Tagesordnung wie ein gemeinsames Ski-Wochenenden und Solidaritätsaufrufe zum Welt-Aids-Tag.
Rückblickend scheint mir der Großteil der französischen Studierenden noch sehr viel Wert darauf zu legen, alte Traditionen zu wahren und zu pflegen, derer sie sich auch noch durchaus bewusst sind, trotzdem aber fortschrittlich zu denken und ihr Studium so gehalt- und sinnvoll wie möglich zu gestalten.

Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung mit dem Kapitel "Die französische Sprache".
Wer auch die ersten Teile der Artikelserie "Auslandssemester in Frankreich" nachlesen möchte, findet hier den ersten Teil des Erfahrungsberichtes.



Werbung:
Die Deutsche Ärzte-Versicherung bietet im Sponsored Room bei Medi-Learn.net einen kostenlosen Länderinformationsservice an. Ihr könnt dort Material zur Vorbereitung Eures Auslandsaufenthaltes kostenlos per Post anfordern; u.a. ist dort auch Frankreich (passend zum Bericht) enthalten [zum Länderinfo-Service].

   
Autor(in): Autor der Redaktion bekannt (redaktion@medi-learn.net)
  
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 4. Ärzteinterview mit Roswitha Jehle

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Wir möchten in der Reihe "Interview mit Ärzten" an dieser Stelle das Gespräch mit Frau Roswitha Jehle (Ärztin im Praktikum) veröffentlichen, die unseren kleinen Fragenkatalog wie folgt beantwortet hat.

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Beschreiben Sie bitte kurz Ihren studentischen Werdegang (Studienort, Studienverlauf, Studienzeit etc.).
Ich habe das Medizinstudium gleich nach dem Abi in Bayern in Berlin begonnen (ZVS sei Dank in dieser wunderbaren Stadt!).
Das Physikum habe ich nach 2 Jahren gut überstanden, ich würde auch empfehlen, diese ungeliebte Prüfung so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Wenn Ihr eine Pause machen wollt, macht sie danach – nach der Physikums-Note kräht später keiner mehr und aus Erfahrung von Freunden hält es kaum einer durch, ein halbes Jahr lang durchwegs auf die Prüfung zu lernen.
Ich habe nach dem 1. Staatsexamen mein erstes Freisemester genommen, um mit der Doktorarbeit zu beginnen – bei arbeitsintensiven Arbeiten ist das sehr zu empfehlen. Manchmal gibt es sogar ein kleines Gehalt. Das zweite Freisemester habe ich nach Ende des experimentellen Abschnitts der Doktorarbeit in New York verbracht, mit Studieren und etwas Arbeiten im Labor. Das hat den Nachteil, das die Arbeit immer noch nicht geschrieben ist, aber wann ist schon der richtige Zeitpunkt fürs Ausland? Geht man früh, dann nimmt man nicht so viel medizinisches mit, weil einem evt. die Vorbildung fehlt; geht man später, dann hängt immer der Klotz Doktorarbeit am Bein.
Im Praktischen Jahr (PJ) hat´s mich noch mal in die Ferne gezogen, in die Schweiz für Chirurgie, um etwas zu lernen und etwas Geld zu verdienen, und um nicht nur der Hakenhalter im OP zu sein. Danach bin ich nach Südafrika für das Innere Tertial, um mal eine andere Medizin und eine andere Welt zu sehen. Beides kann ich sehr empfehlen!

An welche Höhepunkte und auch Tiefpunkte während des Studiums erinnern Sie sich noch heute?
Höhepunkte meines Studiums waren sicher die Auslandsaufenthalte. Aber auch das Studium an der HU Berlin, das als sehr verschult gilt, hat mir gut gefallen. Als Neu-Berliner fühlte ich mich in den festen Seminargruppen in der großen Stadt gut aufgehoben, außerdem gab es keinen Stress mit der Suche nach dem Ort der Kurseinschreibung oder solche Dinge.
Ein Tiefpunkt war den ersten Semestern der Anatomie-Kurs, wo ein bisschen diese „Wir zeigen euch mal, wer hier der Chef ist“ Mentalität herrschte. Ich bin kein guter Auswendiglerner, deswegen hatte ich mit den Prüfungen und dem Sinn dieses Kurses so meine Probleme.
Später wurde die Ausbildung besser, besonders wenn man sich selbst um Famulaturen bemüht. Da habe ich sehr viel gelernt, in den Semester-Kursen an der Uni oft weniger. Sehr gut waren allerdings die Problem-orientiertes-Lernen-(POL)-Kurse, die bei uns z.T. angeboten wurden und auf denen der auch Reformstudiengang aufbaut. Ziel dieser Kurse ist es, den Stoff nicht systematisch abzuarbeiten, sondern anhand von Fällen zu erarbeiten – so wie man später auch anhand des Patient (mit seinem „Problem“) lernt.

Welche Fächer waren im Studium Ihre Lieblingsfächer und was hat Ihnen daran gefallen?
Sehr gemocht habe ich in der Vorklinik die naturwissenschaftlichen Fächer, Physik und Chemie sowie Biochemie und Physiologie, wahrscheinlich, weil sie mir einfach liegen.
Im Krankenpflegepraktikum habe ich dann Anästhesie kennengelernt, was ich bis heute noch am spannendsten finde, da es Physiologie und Pharmakologie mit dem Patienten verbindet.
Ich glaube allerdings, dass alle Fächer ihre spannenden Seiten haben und dass es wichtig ist, einen guten Kurs oder evt. ein gutes Praktikum zu haben. Der POL-Neurologie hat mich z.B. auch für dieses eher Anatomie-lastige Fach begeistert.

Welche Fächer haben Sie im Studium eher überhaupt nicht gemocht und warum haben Sie Ihnen missfallen?
Wie gesagt, Anatomie fand ich furchtbar – in kürzester Zeit Unmengen an Fakten auswendig zu lernen, finde ich relativ unsinnig.
Mein Problem mit der medizinischen Nomenklatur zog sich dann durch´s Studium durch und mit solch beschreibenden Fächern wie Pathologie, Radiologie und Dermatologie konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Aber Gott sei Dank war es nach dem Physikum einfacher, die Prüfungen zu bestehen. Probleme mit relativ hohen Durchfallquoten gab es bei uns nur in der Vorklinik – später wurde das von uns wie von den Lehrenden/Profs. viel lockerer gesehen.

Was haben Sie am Tag Ihres 3. Staatsexamen) gemacht, nachdem Sie die Prüfung erfolgreich hinter sich gelassen und damit das Medizinstudium abgeschlossen hatten?
Ich habe erst mal tief durchgeatmet und bin über Weihnachten in den Urlaub gefahren.
Anschließend habe ich meine Doktorarbeit endlich fertig geschrieben und zur Korrektur geschickt, um diesen Klotz vom Bein zu haben.
Erst danach habe ich mir Gedanken über alles weitere gemacht und angefangen, mich um eine AiP-Stelle zu bemühen. Das war dank der Stellensituation dann auch relativ schnell und unkompliziert möglich. Ich habe diese Atempause sehr genossen und würde es auch empfehlen, um sich noch mal über das weitere Berufsleben, das vor einem liegt, klar zu werden.

Mit welcher Motivation haben Sie das Medizinstudium begonnen, sprich warum haben Sie sich entschieden, Medizin zu studieren? Gab es den entscheidenden Augenblick/Situation, mit dem feststand „Jetzt weiß ich es: ich studiere Medizin“?
Zum ersten Mal darüber nachgedacht, dass ich Medizin studieren könnte, habe ich, als bei uns in der 12.Klasse der Mediziner-Test (der damals noch obligat war) angeboten wurde. Einen wirklichen Durchbruch gab es nicht, ich glaube, ich bin in das Medizinstudium eher „reingeschlittert“, nach dem Motto, es ist die beste aller Alternativen. Und das ist es bis heute geblieben.
Ich habe mich immer für naturwissenschaftliche Fächer interessiert und diese Fächer haben mir im Studium auch immer gut gefallen. Allerdings konnte ich mir schon damals nicht vorstellen, dass ich mein Leben lang nur hinter Reagenzgläsern stehen werde.
Das schöne am Medizinstudium ist, dass einem am Ende sehr viele Möglichkeiten offen stehen: Forschung, Verwaltung, Medizin-Recht, Med. Informatik, Journalismus oder die eigentliche Krankenhausarbeit in den verschiedensten Fächern.

Wie bewerten Sie diese Motivation rückblickend? Hat sie sich während des Studiums aufrechterhalten oder in welcher Form hat sie sich geändert?
Der Kontakt zu den verschiedensten Menschen jeden Tag ist das, was mir heute noch am meisten Spaß macht. So hat sich diese Motivation durch die Jahre gehalten. Die verschiedenen Möglichkeiten, die das Studium bietet, die verschiedenen Facetten des Berufes, haben sich mir erst später aufgezeigt. Nach Ende des Studiums ist man als Arzt im Krankenhaus weiter in der Ausbildung, erst der Facharzt, dann evt. Zusatzbezeichnungen etc. Für manche mag das belastend und nervig sein, nie wirklich „fertig“ zu werden. Ich finde es aber schön, auch nach Ende des Studiums immer wieder neue Herausforderungen zu haben. Ich finde, Medizin lernt man von seinen älteren Kollegen, und deswegen ist es für mich ein weiteres Ziel, ein guter Lehrer zu werden und eigene Erkenntnisse/Fortschritte weiterzugeben (in den englischsprachigen Ländern ist dies z.T. viel selbstverständlicher als bei uns).

Wie sieht der Alltag als Arzt für Sie heute aus? Was macht Ihnen am meisten Spaß? Was am wenigsten?

Der Kontakt mit den Patienten, mit Kollegen und Schwester/Pflegern ist das, was am meisten Spaß macht. Durch den „Faktor Mensch“ in der Arbeit gibt es immer was Neues, jeder Tag ist anders. Es gibt immer wieder neue Herausforderungen, neue Probleme zu lösen, Neues zu lernen.
Denervierend ist natürlich der tägliche Papierkram, über den alle schimpfen. Man studiert 6 Jahre, um dann seine Faxe selbst zu schicken, Akten zu bestellen, Befunde abzuheften etc – in wahrscheinlich keinem anderen Beruf wird jemand so teuer im Studium ausgebildet um z.T. als seine eigene Sekretärin zu arbeiten. Diese Zeit geht einem dann leider für die Patientenarbeit oder einfach nur fürs nachlesen und nachfragen verloren.
Weniger schlimm finde ich die Kostendiskussion und die Maßgaben, zu sparen. Zum einen schadet eine teure Verschwendungsmedizin uns allen, zum anderen kommt es v.a. den jüngeren Patienten entgegen, die nicht 2 Wochen im Krankenhaus bleiben wollen, wenn es auch anders geht (würde ich auch nicht wollen).
Was auch nicht schön ist, ist das Gehalt, das einen erwartet. Nicht nur im AiP, das ja wohl bald fallen wird, auch später wird man wohl nicht mehr so reich werden, wie viele das noch (als falsches Gerücht ?) von früher kennen.

Welche Tipps würden Sie Studenten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, Medizin zu studieren, mit auf den Weg geben?
Entsprechend würde ich auch den Tipp geben, Medizin nicht wg. eines vermeintlichen späteren Verdienstes zu studieren. Da gibt es sicher bessere Möglichkeiten. Was die Arbeitszeiten angeht, ist es sicher nicht mehr so anstrengend wie früher, allerdings wir man nie eine 40-Stunden-Woche haben und muss in den allermeisten Fächern auch Nacht/Schichtdienste hinnehmen.
Der Arztberuf ist immer noch ein sehr angesehener Beruf, und es gibt sicher viele Studenten, die in irgendeiner Form den sozialen Aufstieg als vermeintlicher Halbgott in Weiß versuchen, Ich glaube und hoffe allerdings, dass sich die Haltung der Bevölkerung zum Arzt hin langsam ändert. Dass der Patient sein Schicksal nicht mehr in die Hände des Doktors legt und dieser es dann schon richten wird. Ich sehe eine moderne Medizin eher als Beratung an, mit dem Arzt als Experten, der dem Laien Patient erklärt, was ihn in welchem Fall erwartet, ihn über seine Erkrankung aufklärt und versucht, ihn zur Eigeninitiative zu motivieren, ihm aber nicht mehr mit erhobenem Zeigefinger Rauchen und Trinken verbietet.
Insgesamt glaube ich, dass Medizin ein tolles Studium mit vielen Möglichkeiten ist, und wenn man sich für die Arbeit als Arzt entscheidet, ist es meiner Meinung ein wunderbarer und erfüllender Beruf. Es ist es tatsächlich wert, durchzuhalten, wenn´s zwischendurch (gerade in den vorklinischen Fächern) nicht so läuft!

Vielen Dank für dieses Interview!

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zum Bereich 'vor dem Studium/Studienbeginn'
  
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 5. MedNews (StudMed) aus dem Springer Verlag

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In unserer Rubrik "MedNews" stellt euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt ihr, wenn ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.

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 >> Tempolimit für das Denken (11-Mar-2004)
 

Anders als die Atome in einem Kristall, die in einem regelmäßigen Gitter angeordnet sind, wachsen die synaptischen Verbindungen zwischen Nervenzellen sehr unregelmäßig. Göttinger Max-Planck-Forscher entdeckten jetzt mit Hilfe von einfachen Modellen neuronaler Netzwerke, dass diese komplizierte Verschaltungs-Struktur zu einem Tempolimit für die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung führt. Mehr...

 
 >> Blockierung von Selbstmord-Protein heilt Querschnittslähmung (11-Mar-2004)
 

Im Deutschen Krebsforschungszentrum konnten Wissenschaftler kürzlich an Mäusen zeigen, dass eine Querschnittslähmung durch Blockade des programmierten Zelltods rückgängig gemacht werden kann. Mehr...

 
 >> Leuchtende Kristalle helfen bei Verbesserung von Krebs-Medikamenten (11-Mar-2004)
 

Mit Hilfe von Halbleiter-Nanokristallen ist es Max-Planck-Wissenschaftlern gelungen, einzelne Gene, Nukleinsäuren, Proteine oder auch kleine Moleküle sichtbar zu machen und in Zellen zu verfolgen. Von diesem methodischen Durchbruch erwartet man, dass er der pharmazeutischen Industrie helfen wird, Medikamente gegen Krebs wesentlich schneller als bisher zu entwickeln. Mehr...

 

   
Autor(in): Redaktion StudMed (redaktion@studmed.de)
  
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 6. Der Examensservice von Medi-Learn

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Alle Jahre wieder bzw. besser gesagt jedes Jahr zweimal veröffentlicht Medi-Learn die Examensergebnisse der schriftlichen Prüfungen im Medizinstudium am Examenstag im Internet. Was läuft bei diesem Service eigentlich im Hintergrund ab? Um dies zu erfahren, habe ich das Marburger Büro von Medi-Learn zu Beginn des Examensservices besucht.

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Die Vorbereitungen

Schon am Vortag des Physikums, das immer als erste Prüfung auf dem Programm steht, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Räume der Auswerter werden mit Laptops, Schreibutensilien und haufenweise Fachliteratur versehen, die zum einen aus eigenen Medi-Learn Beständen bezogen wird und zum anderen durch Bücher aus der Universitätsbibliothek aufgestockt wird. Thomas Brockfeld, einer der Geschäftsführer von Medi-Learn und Kopf des Auswerterteams, berichtet während der Vorbereitung: "Wir sind gerade bei den kniffeligen Fragen auf die neuesten Ausgaben der Fachbücher angewiesen. Alle Fragen werden von uns durch verschiedenste Quellen gegengecheckt."

Während die Auswertungsräume weiter vorbereitet werden, checkt Dr. Bringfried Müller, der zweite Geschäftsführer von Medi-Learn, das technische Equipment. "Seit zwei Auswertungen setzen wir eine neue, von Peter Artz programmierte Software ein, mit der wir die Auswertungsergebnisse automatisch miteinander vergleichen können und so schneller Übertragungsfehler finden können", so Dr. Bringfried Müller, der während der Auswertung die Zusammenführung der Ergebnisse übernimmt und diese nach einer Endkontrolle an das Onlineteam weiterleitet.

Das Online-Team besteht aus 11 Mitarbeitern, die die komplette Webseite und das Forum während der Examensauswertung betreuen. "Seitdem wir den Support und die Betreuung der Webseite komplett vom eigentlichen Auswerter-Team trennen, können die Auswerter wesentlich konzentrierter arbeiten", so Thomas Brockfeld. Beide Teams, das Marburger Auswertungsteam und das Online-Team, das dezentral auf verschiedene große Städte in Deutschland verteilt ist, stehen dabei im engen Kontakt. Neben der Beobachtung des Forums, dem Onlinestellen der eigentlichen Ergebnisse und dem Beantworten der zahlreichen Supportfragen, die per Email oder per Telefon gestellt werden, beobachtet das Online-Team die verschiedenen Server, die für die Examensauswertung eingesetzt werden.

"Die Anzahl der Besucher und die Anzahl der Seitenaufrufe hat sich in den letzten Jahren vervielfacht", so Christian Weier, Teamleiter im Onlinebereich, "in den nächsten 10 Tagen rechnen wir wieder mit mehr als 1,5 Millionen Seitenaufrufen." Die große Anzahl an Aufrufen, die sich auf die Nachmittagsstunden konzentriert, bedeutet eine erhebliche Last für die Server. Schon im Vorfeld werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Last technisch zu mindern und auf verschiedene Server zu verteilen. Die Vorbereitungen für den Examensservice ziehen sich an diesem Tag bis in die späten Abendstunden, bevor die Teammitglieder den Weg nach Hause antreten.

Die Stunde der Wahrheit

Am nächsten Morgen finden sich die Mitglieder des Medi-Learn Teams in gewohnter Frische (;-) im Büro ein. Zunächst werden noch zügig die Reste des Döners, den man gestern noch vor dem Nachhauseweg verspeiste, beseitigt. Danach beginnt der Kampf gegen die hohen Temperaturen im Büro, während sich ein anderer Mitarbeiter um die Bunkerung der Getränke für die nächsten Tage kümmert.

Gegen 12.30 Uhr machen sich zwei Mitarbeiter von Medi-Learn auf den Weg, um die Prüfungshefte zu besorgen. Diese werden in Marburg direkt vor dem Prüfungsgebäude von Studenten erbeten. Zunächst muss man noch gegen die Zweifel der Studenten anarbeiten, doch dann sind zwei Studenten bereit, ihr Heft 'herauszurücken'. Diese werden auf dem schnellsten Weg zu den bereits wartenden Auswertern gebracht. Sofort, fast automatisiert, werden die Hefte mehrfach kopiert und dann kehrt Ruhe in die Räume von Medi-Learn ein. Grosser Absprachen bedarf es nicht mehr; jeder weiß, welche Aufgabe er hat: Die einen beginnen die Auswertung, die anderen ordnen die Fragen der Gruppe A den Fragen der Gruppe B zu. Parallel werden die Fragen per Fax an Medi-Learn Dozenten verschickt, die sich an den verschiedenen Orten in Deutschland an die Auswertung machen. Nicht zuletzt werden die Hefte eingescannt und dem Online-Team digital zur Verfügung gestellt.

Dies hat bereits im Forum alle Hände voll zu tun. Die ersten Studenten haben sich eingefunden und man diskutiert munter über den ersten Tag. Nach ca. eineinhalb Stunden ist es dann soweit: Der erste "Stand der Dinge" - sprich die ersten Ergebnisse sind erstellt und werden auf den Webseiten veröffentlicht. Bereits um 15.30 Uhr kann das nächste Update hochgespielt werden. So langsam wird die Spannung im Gesicht von Dr. Bringfried Müller durch ein Lächeln abgelöst: "Das klappt echt super dieses Jahr, jetzt müssen wir noch auf die Ergebnisse der auswärtigen Dozenten warten".

Im Forum geht es inzwischen "heiß" her und das Online-Team hat alle Hände voll zu tun, die Anfragen zu beantworten. Mittlerweile werden auch die ein oder anderen Lösungen inhaltlich diskutiert. "Sobald eine Frage im Forum diskutiert wird, geben wir diesen Hinweis digital an die Auswerter weiter - diese überprüfen den Einwand und kommentieren ihn ggf. im Forum", so Jens Plasger, Projektleiter im Onlinebereich.

Nach und nach füllen sich die Lücken in den Ergebnistabellen. Gegen 20.00 Uhr ist es dann soweit: Medi-Learn veröffentlicht die "endgültige" Version für den heutigen Tag. Auch nach der Veröffentlichung gehen die Diskussionen im Forum weiter und beide Teams von Medi-Learn bearbeiten die hereinkommenden Fragen. Am zweiten Tag läuft das oben Geschriebene in genau gleicher Weise noch einmal ab - nur mit anderen Fächern. "So geht das die nächsten zwei Wochen bei uns. Danach brauchen wir erst einmal Urlaub" so Dr. Bringfried Müller.

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 7. Cartoon der Woche: Krebs

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Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt.

Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 8. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 1.000 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet ihr das ein oder andere Thema, das euch auch interessiert - ein Klick und ihr seid mit dabei:

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 9. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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