30.03.2004

Ausgabe 212/04

Anzeige: Studenten im Hartmannbund: 'AiP ohne mich - jetzt geht es richtig los!'
Demo zur AiP-Abschaffung am 02. April in Berlin
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wenn eine Medizin nicht schadet, soll man froh sein und nicht obendrein noch verlangen, daß sie etwas nütze.
(Pierre Augustin Caron de Beaumarchais - frz. Schriftsteller)


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 Editorial
  

Hallo,
der Examensservice ist nun vorüber und nachdem sich das Team am Wochenende erholt hat, geht es nun wie versprochen weiter mit einer neuen Ausgabe der Onlinezeitung. Was haben wir heute für Euch dabei? Nun, einige Studenten müssen noch das 1. Staatsexamen nach alter Approbationsordnung ableisten und im Rahmen der sog. Übergangsregelungen ist längst nicht alles Gold was glänzt, wovon Sascha von der Interessensgemeinschaft 'Übergangsregelung' in Artikelform zu berichten weiß.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe 'Effektive Examensvorbereitung - Medi-Learn vor Ort' werden Euch in zahlreichen Städten in Vortragsform von den Examensexperten viele Kniffe und Strategien erläutert, die Euch der nächsten Prüfung vielleicht eine Spur gelassener ins Auge sehen lassen.
Ein Wort taucht seit einigen Jahren immer wieder in den Diskussionen um die Reform des Medizinstudiums auf: POL, das problemorientierte Lernen. Lest in dieser Ausgabe die Ansichten von Dr. Ghavari: Er ist ein Dozent, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Gedankengut des POL noch weiter in Deutschland zu verbreiten und dazu eigens auf Deutschland-Tournee geht.
Zur Lehre gehören Prüfungen und zu Prüfungen gehören - neben dem üblichen Lampenfieber - Erfahrungen: Sebastian hat seine Eindrücke zu einer lesenswerten 'Prüfungsgeschichte' zusammengefasst.
Finally, die Uni-Umfrage, die wir bereits im letzten Jahr durchgeführt haben und deren Ergebnisse zu Sommersemesterbeginn verfügbar sein werden, geht in eine neue Runde: Mitmachen weiterhin für alle empfohlen!
In die letzte Runde hingegen geht die Artikelserie 'Auslandssemester in Frankreich', von der wir Euch den fünften und letzten Teil präsentieren.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

P.S.: Kursgewinnspiel mit Preisen in Höhe von rund 3.000 Euro, u.a. Kursplatz für Examensvorbereitungskurs bei MEDI-LEARN: zum Kursgewinnspiel hier entlang

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Medi-Learn vor Ort - die neuen Termine sind da
2.Übergangsregeln: Das Leid mit der neuen Approbationsordnung
3.Alle Jahre wieder - die grosse Uni-Umfrage
  
4.Lachen ist gesund - Witz der Woche: Ein Anästhesist
5.Bundesweite POL-Tour mit Dr. Gharavi
6.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung
  
7.Eine kurze Prüfungsgeschichte
8.Geschickt geklickt: 5 Surftipps aus Medi-Seek
9.Ein Auslandssemester in Frankreich (5)
  
10.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

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 1. MEDI-LEARN vor Ort - die neuen Termine stehen fest

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präsentiert von der Deutschen Ärzte Finanz

Nun geht es wieder auf Tour: Im Mai wird der Vortrag an insgesamt 12 Standorten in ganz Deutschland präsentiert werden. Die Veranstaltungsorte sind gleichmäßig auf das gesamte Bundesgebiet verteilt.

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Vor Ort haben die Studenten die Möglichkeit, an einem ca. dreistündigen Workshop mit dem Titel "Effektive Examensvorbereitung" teilzunehmen, der für alle Examenskandidaten empfehlenswert ist. Angesprochen werden dabei sowohl das Physikum, als auch 1. und 2. Staatsexamen. Inhalt der drei Stunden sind die Zeitplanung in der Lernphase, Lernstrategien und MC-Techniken.

"Nie wieder feuchte Hände" - wer möchte das nicht gerne auch für sich selbst umsetzen. "Die Einführung in Zeitplanung und Lernstrategien eröffnet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Lernerfolge mit einem 'machbaren Aufwand' zu maximieren", so Dr. med. Dipl. Psych. Bringfried Müller, einer der beiden Vortragenden. Ausgehend von der Funktionsweise unseres Gedächtnisses werden Techniken vorgestellt, die die Aufnahme und Speicherung von Informationen erleichtern und mehr Sicherheit und Struktur beim Lernen mit sich bringen.

Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer der Veranstaltung eine Einführung in Multiple-Choice-Techniken als Vorbereitung auf den schriftlichen Prüfungsteil. Die vorgestellten Strategien ermöglichen es, häufige Fehlerquellen auszuschalten und vorhandene Wissenslücken gegebenenfalls durch alternative Lösungsstrategien zu kompensieren.

Die Veranstaltung wird jeweils in den Abendstunden angeboten. Gastgeber der Veranstaltungen sind die Repräsentanzen der Deutschen Ärzte Finanz, die auch als Ansprechpartner für die Anmeldung dienen. Nach der Veranstaltung stehen die Dozenten für weitere Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Bei Interesse könnt Ihr Euch über das folgende Kontaktformular weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung bestellen.

weitere Infos - zum Formular

Termine:
03.05.2004 - Jena
03.05.2004 - Kiel
04.05.2004 - Hamburg
04.05.2004 - Leipzig
05.05.2004 - Rostock (+ Greifswald)
06.05.2004 - Berlin

11.05.2004 - Göttingen
13.05.2004 - Heidelberg
17.05.2004 - Ulm
18.05.2004 - München
25.05.2004 - Düsseldorf
26.05.2004 - Marburg


Anmerkung Rostock-Greifswald:
Die Veranstaltung am 05.05. in Rostock fast zwei Uni-Standorte zusammen: Rostock und Greifswald. Für Greifswalder, die vielleicht die Entfernung etwas scheuen, stellt die Deutsche Ärzte Finanz kostenfrei einen Bus zur Hin- und Rückfahrt zur Verfügung.

   
Autor(in): MEDI-LEARN Repetitorien (info@medi-learn.net)
  
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 2. Übergangsregeln: Das Leid mit der AO

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Im Oktober letzten Jahres wurde die ärztliche Approbationsordnung (AO), die das Studium für angehende Ärzte regelt, geändert. Diese Änderung des Gesetzestextes bewirkt aufgrund eines Webfehlers von Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung (BMGS) unter Leitung von Ulla Schmidt, dass mehrere tausend Medizinstudierende ihr Studium nicht mehr in der Mindeststudienzeit von zwölf Semestern beenden können.

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Ein 'Web-Fehler' mit Folgen Die Folge davon ist, dass fast fertigen Medizinstudierenden die Aberkennung von zwei bis drei Jahren ihres Studiums droht. Die Ironie hierbei besteht darin, dass nach Berechnungen offizieller Organisationen zurzeit als Folge einer EU-weiten Änderung des Arbeitszeitrechtes 15.000 bis 27.000 ausgebildete Mediziner auf dem Arbeitsmarkt fehlen.

Zur Interessengemeinschaft Übergangsregelungen:
Wir sind eine Gemeinschaft von derzeit knapp über 700 Studierenden der Humanmedizin und stehen stellvertretend für tausende betroffener Medizinstudenten in ganz Deutschland. Verbindendes Merkmal unserer Mitglieder ist, dass wir allesamt von den Übergangsregelungen der neuen Approbationsordnung für Mediziner (§42, §43) extrem stark benachteiligt werden!

Historie der Interessengemeinschaft Übergangsregeln:
Aufgrund der Situation haben sich 8 betroffene Studenten überlegt eine Interessengemeinschaft zu gründen, was dann im Winter 2003 geschehen ist.
Nachdem dann weitere engagierte Studenten dazu kamen, haben wir Aufgaben verteilt und unsere eigene Webpräsenz mit einer Homepage ( www.uebergangsregeln.de ) geschaffen. Der Erfolg unserer Webpräsenz und die rege Teilnahme von Studenten in unserem Forum, zeigen, dass ein großer Informationsbedarf in Bezug auf die neue Approbationsordnung herrscht.

Aufgaben der Interessengemeinschaft:
• Überblick über die Anzahl der Betroffenen.
• Überblick verschaffen, wie extrem und vielfältig die Benachteiligungen sind.
• Informieren der Betroffenen.
• Weitere Schritte einleiten, falls nötig.
(Medien verstärkt einschalten, Aktionen, Demonstrationen, juristische Möglichkeiten voll ausschöpfen...usw.)

Was haben wir erreicht?
Wir haben mittlerweile mehrere Artikel in großen Zeitungen wie dem „Deutschen Ärzteblatt“ und „Rheinischen Post“ initiiert. Außerdem haben wir sowohl bei Politikern als auch beim BMGS und anderen Institutionen unsere Problematik dargestellt und stehen mit vielen verschiedenen Stellen in Kontakt.
Momentan wird eine Anfrage im Bundestag zu unserer Situation eingebracht. Nach einer Umfrage unter Studiendekanen hat sich herausgestellt, dass diese zu einem großen Teil unsere Benachteiligung erkannt haben und uns weitestgehend unterstützen.

Die Lösung:
Die Lösung des Problems ist denkbar einfach: Die Übergangsregelungen des neuen Gesetzes müssten es lediglich erlauben, noch zwei weitere Jahre an den alten Prüfungen teilzunehmen. Diese werden ohnehin noch bis 2005 (1.Staatsexamen) bzw. 2006 (2. Staatsexamen) angeboten. Eine weitere Lösung wäre, das neue Abschlussexamen, welches erstmals im Herbst 2006 durchgeführt werden soll, bereits ab 2005 anzubieten. Dabei hat die Interessengemeinschaft Übergangsregelungen mit juristischer Unterstützung bereits einen für alle Seiten akzeptablen Lösungsvorschlag erarbeitet, der auch im Internet unter www.uebergangsregeln.de einsehbar ist.

Die Reaktion:
Gegen eine Korrektur des Gesetzes sperrt sich das zuständige Referat im Ministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) bisher trotz aller konstruktiver Lösungsvorschläge seitens der Studierenden, Dekanen, Landesprüfungsämter und weiteren medizinischen Organisationen.

Die Folgen:
Auf Grund der verworrenen Sachlage gibt es mannigfaltige Probleme und Folgen. Viele Studierende müssen wegen Überschreitung der Durchschnitts-Studienzeit hohe Studiengebühren bezahlen, das BAföG wird ihnen gestrichen. Eine Zukunftsplanung ist für viele Studenten kaum möglich, da keiner weiß, wie die Kursangebote in Zukunft an den einzelnen Unis aussehen und somit auch ein Abschluss des Studiums nicht ersichtlich ist. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes kosten ein Jahr Medizinstudium den Steuerzahler etwa 28363 Euro (Stand 2001). Bei einer angenommenen Verlängerung des Studiums von mehreren tausenden Studierenden um zwei Semester entstünden hier weitere Kosten, die sich noch nicht beziffern lassen, ganz abgesehen vom volkswirtschaftlichen Schaden, der durch eine nicht besetzte Arztstelle anfällt.

Fazit:
Die Situation ist momentan chaotisch und daher sollte auf politischer Ebene eine für alle betroffenen Studenten akzeptable Übergangsregelung geschaffen werden. Leider wird dieses nicht geschehen, wenn wir uns nicht gemeinsam wehren. Wer sich also betroffen fühlt und etwas ändern will, ist herzlich eingeladen sich auf unserer Homepage zu registrieren und an unseren Aktionen teilzunehmen.

zur Webseite http://www.uebergangsregeln.de mit weiteren Infos hier klicken

   
Autor(in): Sascha (Interessensgemeinschaft Übergangsregeln) (sascha.ha@uebergangsregeln.de)
  
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Interessengemeinschaft Übergangsregeln

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Forum Approbationsordnung in den Medi-Foren
  
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 3. Alle Jahre wieder: Die grosse Uni-Umfrage

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Welche Uni ist wie gut? Wieviel kostet der Lebensunterhalt an der Uni? Wo ist die Anatomie besonders schwer? Ist es zu empfehlen, an dieser Uni zu studieren? Alles Fragen, die sich sowohl Studieninteressierte als auch "wechsellustige" Studenten stellen.

Die neu aufgelegte Uni-Umfrage von Medi-Learn, an der auch die Teilnehmer aus dem letzten Jahr erneut teilnehmen können, soll diese Fragen erneut deutschlandweit beantworten. Je mehr Studenten sich 5 bis 10 Minuten Zeit zum Ausfüllen der Umfrage nehmen, desto detaillierter und aussagekräftiger werden die Ergebnisse der Umfrage. Die Daten der Umfrage werden anonymisiert ausgewertet und auf den Seiten von Medi-Learn veröffentlicht.

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Die Gewinne
Damit aber nicht genug: Wer an der Umfrage teilnimmt hat die Chance, einen der zahlreichen Preise zu gewinnen. Die Auslosung erfolgt nach Abschluß der Umfrage Ende Mai, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen und die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.
Alle Teilnehmer bekommen als Sofortgewinn einen 5,00 Euro Gutschein für den DocCheck®/Shop (Stethoskope, Hämmer, Modelle und Co.) und einen Premium Cartoon der Webseite Rippenspreizer.de.
Des weiteren werden folgende Preise verlost: Unter den ersten 40 Teilnehmern bekommt jeder zweite ein "Arzneimittel-Pocket" aus dem Börm Bruckmeier Verlag, unter den nächsten 60 Teilnehmern bekommt jeder zweite ein "Löffler/Petrides Stoffwechselplakat Biochemie" (auch für Pathobiochemie und Pathophysio geeignet). Das Plakat wurde freundlicherweise vom Springer Verlag zur Verfügung gestellt. Somit haben die ersten 100 Teilnehmer sehr gute Chancen auf einen Preis.
Unabhängig davon verlosen wir unter allen Teilnehmern folgende Bücher: 2 Pharmakologie und Toxikologie (Wellhörner), 2 Psychosomatische Medizin (Klußmann), 1 Anatomie (Schiebler), 2 Pathologie (Bornhöft), 1 Anamnese und Klinische Untersuchung (Lange), Basiswissen Urologie (Rutishauser, Gasser) und 1 HNO-Untersuchungskurs (Hülse, Bachmann).

Was mache ich, wenn ich nicht nur an einer Uni studiert habe, sondern zwischendurch die Unistadt gewechselt habe?
Wenn Du während Deines Studiums die Uni gewechselt haben solltest, würden wir uns freuen, wenn Du den Fragebogen unten zweimal, sprich jeweils einmal für jede Uni, ausfüllen würdest. Danke für Deine Mühen!

Die Umfrage
Wie Ihr seht, lohnt sich die Teilnahme in vielfacher Hinsicht. Wir würden uns freuen, wenn Ihr Euch die 5 bis 10 Minuten Zeit nehmt und die Umfrage vollständig ausfüllt und damit Euren Kommilitonen unter die Arme greift - besten Dank im Voraus!

www.medi-umfrage.de


Hinweis: Auch diejenigen, die im letzen Jahr an der Umfrage teilgenommen haben, können dieses Jahr erneut mitmachen (und auch gewinnen) und so zum Beispiel die neuen Fächer des letzten Semesters bewerten. Die Ergebnisse aus der 'ersten Runde' der Umfrage aus 2003 werden übrigens zu Beginn des Sommersemesters verfügbar sein.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zur grossen Uni-Umfrage 2004
  
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Jetzt neu in der Dualen Reihe:
Radiologie - damit Sie wissen was Sie sehen!


Der Teil Allgemeine Radiologie vermittelt Ihnen die theoretischen Grundlagen zur Radiologie.  Alles für Ihren klinischen Alltag finden Sie im Teil Spezielle Radiologie,  übersichtlich nach Organsystemen geordnet:
 
- Radiologische Methoden (z.B. Echokardiographie)
- Leitbefunde - vom radiologischen Befund zur Diagnose
(z.B. Rundherd im Röntgen-Thorax): Was kann es sein, was ich sehe?
- Wichtige Krankheitsbilder: von der Diagnose zum Befund 

* Mit zahlreichen Fallbeispielen sind Sie "mittendrin". 
* Mehr als 1500 exzellente Abbildungen schulen Ihren Blick. 

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Lehrbuch und Kurzlehrbuch in einem ....Dual genial!
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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Der Anästhesist sitzt im OP, als ihm plötzlich eine Fee erscheint! Die Fee sagt: "Lieber Dr., Sie haben nun drei Wünsche frei." "Puhh," sagt der Anästhesist" als erstes wünsche ich mir meine eigene Insel." ZACK* Er sitzt mitten in der Südsee, am weißen Sandstrand "Wow, dann wünsch ich mir jetzt die tollsten Frauen." ZACK* Lauter süße Dinger hüpfen um ihn herum! " Mensch, jetzt habe ich ja eigentlich alles, was ich will, mein letzter Wunsch ist nieeee mehr zu arbeiten" Zack* Sitzt er wieder im Op!

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 5. Bundesweite POL-Tour mit Dr. Gharavi

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"Problemorientiertes Lernen" (POL) ist ein Thema, das gerade in der medizinischen Ausbildung schon seit einigen Jahren in aller Munde ist. Im Vergleich zu unseren Kommilitonen im Ausland jedoch steckt es hierzulande noch arg in den Kinderschuhen.

Ein Leitgedanke des 'Problemorientierten Lernens' (kurz: POL) ist es, das Symptomenbild des Patienten als Trigger für den differentialdiagnostischen Denkansatz in den Vordergrund der Grundlagenlehre zu schieben.

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POL schon ab dem 1. Semester, doch...
Das bedeutet im Klartext, dass ich zunächst mit einem kaltschweißigen Patienten mit erdrückenden Brustschmerzen konfrontiert werde. Aus der Vielzahl der nun möglichen Ursachen lerne ich, die richtige Diagnose immer näher einzugrenzen und kann mir so beiläufig auch all das "vorausgesetzte" Basiswissen aneignen. Und dies schon ab dem ersten Semester. Erst zum Abschluss eines jeden Falles werden die Grundlagen nochmals aufbereitet und wiederholt. Es ist genau das konzeptionelle Denken, welches vom fertigen Mediziner im klinischen Alltag abverlangt wird. An zahlreichen Unis und noch zahlreicheren Modellstudiengängen sind unzählige POL Arbeitsgruppen emsig zugange, sich diese Vorgehensweise zu einem Automatismus anzueignen. Vorbildlich. Was jedoch in AGs praktiziert wird, scheint fern vom Hörsaal zu sein. 

Die bundesweite 'POL-Tour' mit Dr. Gharavi und TED
Dr. med. Homayun Gharavi (Regensburg) ist im April und Mai 2004 bundesweit an über 20 Unikliniken unterwegs, um die Studenten auf das Thema "POL im Gefüge einer Vorlesung" zu sensibilisieren. Hierzu trägt er klinische Fälle vor, welche die Zuhörer in die Arztrolle versetzen sollen. Mit Hilfe von TED Technologie greifen die Studenten interaktiv in die Lösung des Falles ein. Der Autor des zeitgleich erschienenen Lehrbuches "Ambulanz Live" (Elsevier Verlag) zu seiner Tour: "Ich will nichts revolutionieren, sondern nur auf ein einfaches Mittel hinweisen, das die Interaktion zwischen Dozent und Studenten, selbst in einem vollbesetzten Hörsaal, enorm steigert. Und das ohne großen personellen Aufwand. 

Mitschreiben eher zweitrangig im Lernprozess: Ziel ist das Lernen durch Mitdenken, Interaktion ist gefordert
Beim Mitschreiben und Auswendiglernen ist die Intelligenz nicht besonders gefordert. Beim Mitdenken umso mehr. Man fördert so einen gewissen 'Aha!'-Effekt", so Gharavi. "Jeder kennt dieses Phänomen: Es tritt dann ein, wenn man sich unmittelbar nach der geschriebenen Prüfung mit den Kommilitonen berät und die unwiderruflichen Fehler erkennt. Die Sachverhalte genau dieser vergurkten Aufgaben bleiben einem für immer im Gedächtnis! Wenn man im Hörsaal sitzt, selbst wenn man zu jenen gehört, die nicht schon nach den ersten 10 Minuten aussschalten und gar wegnicken, ist unser Hirn sehr auf "Aufnahme durch Zuhören und Mitschreiben" geschaltet. Ziel sollte die "Aufnahme durch Mitdenken" sein. Dies erreicht man nur, wenn man die Möglichkeit zur Interaktion bietet und somit jeden Studenten zur konkreten Entscheidungsfindung motiviert. Letzteres ist in der Klinik eine essentielle Qualität." 

Dr. Gharavi´s Konzept in seinem POL-Buch: Unterhaltsam lernen.
Dr. Gharavi war als Stipendiat einige Jahre in den USA. Zuletzt war er als Associate Professor für Anatomie und Pathologie am Cleveland College in Los Angeles, Kalifornien tätig. Sein Lehrbuch beinhaltet die Vorlesungen, die er in Kalifornien zur Erläuterung anatomischer und pathologischer Sachverhalte gehalten hat. Wie seine Vorlesungen, ist dieses Buch ebenfalls darauf ausgerichtet, das Mitdenken zu fördern. So wird die Diagnose nicht gleich im Rahmen des Falles preisgegeben, sondern erst einige Seiten später offenbart. Auffällig ist der sehr umgangssprachliche Ton, in welchem die einzelnen Fälle präsentiert werden. Hierzu hat er bundesweit Studenten rekrutiert, die im Abschnitt der Differentialdiagnostik in eigenen Worten ihre Beiträge geliefert haben. Um die Aufnahme der Information noch leichter zu gestalten, wurden alle 81 Fälle in eine Rahmenhandlung eingebettet. Was sich ähnlich liest wie ein Roman, ist unter dem Strich ein solides klinisches Lehrbuch, das von Oberärzten (aus Norwegen, Österreich und Deutschland) aus den jeweiligen Fachrichtungen editiert worden ist und dem Leser schlichtweg den konzeptionellen Gedankenweg vom Symptom zur Diagnose antrainieren soll. Die Struktur des Inhaltes erlaubt es Studenten jeden Ausbildungsstandes, sich in diesem Buch wiederzufinden und über Jahre hinweg einen produktiven Nutzen zu ziehen. Es ist das erste POL Buch dieser Art auf dem deutschsprachigen Markt. 

Wer Interesse hat, Dr. Gharavi zu erleben, hier die Tourdaten an den jeweiligen Universitätskliniken:
Lübeck (08.04), Rostock (14.04), Leipzig (20.04), Regensburg (22.04), Würzburg (26.04.), Erlangen (27.04.), TU München (29.04.), Heidelberg (03.05.), Frankfurt (04.05.), Freiburg (05.05.), Tübingen (06.05.), Ulm (10.05.), Bonn (11.05.), Köln (12.05.), Essen (13.05.), Witten-Herdecke (17.05.), Münster (18.05.), Düsseldorf (19.05.), Hannover (24.05.), Hamburg (25.05.), Göttingen (26.05.), Berlin: geplant, Termin noch nicht bekannt, Bochum: geplant, Termin  noch nicht bekannt.  Weitere Informationen zum Buch ' Ambulanz live Teil 1: 81 Patienten und ich ': hier klicken.

   
Autor(in): Dr. med. Homayun Gharavi-Nouri (hgharavi@sportsmed-solutions.com)
  
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'Ambulanz live - Teil 1' bei LOB
  
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 6. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Was versteckt sich noch im Kittel außer Stethoskop und Hammer?'

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 7. Eine kurze Prüfungsgeschichte

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Die Stimme bricht ein wenig, die Hände zittern und vorher brodelt die Gerüchteküche. Richtig, es geht um Prüfungen, die kleinen oder grossen Testate und mündlichen 'Zeremonien', die jedes Semester wieder für Aufsehen sorgen. Sebastian Kokemohr hat aus seinen Erlebnissen eine lesenswerte Kurzgeschichte verfasst, die wir Euch heute präsentieren möchten.

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Dienstagmorgen, mein Wecker klingelt
Verdammt, viel zu kurz geschlafen (was auch sonst) und jetzt fertigmachen und ab zur Pathoprüfung. Mündlich, in 4er-Gruppen, eine halbe Stunde pro Gruppe.
Die Prüfungen sind auf 4 Tage sowie verschiedene Prüfer verteilt. Klar, man ist zeitig da, und klar, man muss warten. Anwesend: Die üblichen Verdächtigen. Nervöse Prüflinge, die meisten schick gekleidet, ein paar Begleiter für den seelischen Beistand und natürlich auch Leute, die grade fertig geworden sind mit der Prüfung oder sie schon gestern hatten. Einige lesen bis zur letzten Sekunde in irgendwelchen Skripten, andere unterhalten sich, wieder andere sind einfach nur irgendwo zwischen Nervosität, Apathie und Wahnsinn.

Die Gerüchteküche brodelt wie immer vor der Prüfung
Wir wissen nicht, welchen der Prüfer wir erwischen, sondern werden spontan reingerufen. Und das sorgt natürlich mal wieder für Gerüchte: "Frau Doktor xyz, ne, das soll da ganz schlimm sein, da sind gestern ja fast alle durchgefallen..." Und auch, wenn man mittlerweile schon oft genug Dinge gehört hat, die hinterher einfach nur Blödsinn waren: 10 Minuten vor Prüfungsbeginn lässt man sich dann doch ein wenig nervös machen. 

Hab ich eigentlich genug getan?
Mist, in den letzten Tagen irgendwie gar nix, bin ja nicht wirklich dazu gekommen. Ausserdem habe ich eh keine Lust und Patho ist ja eh ein doofes Fach....aber verdammt, den Schein brauche ich ja auch irgendwie, also muss ich´s eh bestehen....aber wenn die mich jetzt auseinandernimmt? Naja, dann halt Nachprüfung...muss nicht sein, aber so schlimm isses dann ja auch nicht. Wie auch immer.... "Und sie kommen dann bitte auch mit zu mir". "WAS? Ich?" Oh, ja, tatsächlich, ich bin gemeint. Es ist besagte Frau xyz, die da zu mir spricht. Oh nein, das kann doch nicht sein. Ausgerechnet. Ich bin geliefert. 

Im Zentrum des Geschehens: Die Prüferin, die Präparate und ich
Und dann steh ich in diesem Sektionssaal, in dem ich mich immer noch nicht ganz an den Geruch gewöhnen konnte. Schnell die Präparate angucken. Ich bin letzter in der Reihe...Aber - ups - sie geht ja gar nicht der Reihe nach sondern fragt einfach so hin und her. Was, Kriterien für Malignität soll ich nennen? Ok, Einstiegsfrage, das krieg ich noch hin. Glück gehabt. Hm. Irgendwie sind das aber alles nette Fragen, die die anderen auch gerade bekommen. Und jetzt dauert die Prüfung schon 10 Minuten. Und wieder ich. Was ich am Herzen erwarte bei diesem Patienten mit chronisch rezidivierenden Lungenembolien? Äh, ein Cor pulmonale. Ok. Beschreiben, warumwiesoundwas das ist. Geht auch noch. Noch mal 10 Minuten sind rum und noch ein paar Fragen wurden gestellt. Inzwischen beobachte ich meine Kommilitonen...alle wirklich gut gelernt, trotzdem sehe ich, wie die Hände beim Führen der Pinzette zittern, wie die Stimme etwas bricht, wie möglichst viel Information in einen Satz gepackt wird, um ja nicht etwaiges Nachfragen zu provozieren. Und dann, keiner schien damit zu rechnen, kaum 20 Minuten sind vergangen: Frau xyz, die so schrecklich sein sollte, die unsägliche, furchtbare, tut etwas unglaubliches: Sie lächelt. "Ja, das war es dann. Hat mir gut Gefallen, was sie hier gekonnt haben". Zu einer Kommilitonin gewandt, noch ein "Sie waren übrigens besonders gut". Das war´s, die Prüfung ist vorbei, wir alle haben bestanden.

Fazit: Leute, lasst Euch bloss nicht verrückt machen!
Ich hab´s auf den letzten Drücker mal wieder nicht vermeiden können, diesen Gerüchten zu lauschen und in Nervosität zu verfallen....aber es wird alles gut und auch Prüfer sind doch (in den meisten Fällen) nur Menschen. Ich wünsche Euch viel Glück für Eure weiteren Prüfungen oder aber schöne Semesterferien!

P.S.: Wie sieht Deine persönliche Prüfungsgeschichte aus? In den Medi-Foren habt Ihr im folgenden Beitrag die Gelegenheit, Eure Version der Prüfungserlebnisse in kurzweiliger Form an Kommilitonen weiterzureichen: zu den Prüfungsgeschichten - hier klicken.

   
Autor(in): Sebastian Kokemohr (sebastian.kokemohr@ruhr-uni-bochum.de)
  
Links zum Artikel:

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zu den Prüfungsgeschichten
  
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 8. Geschickt geklickt: 5 neue Linktipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor, das Ihr komplett unter der Adresse www.Medi-Seek.de findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte unter www.Medi-Seek.de ein.
Wir wünschen Euch viel Spass bei Surfen.

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Diese Woche stellen wir Euch aus Medi-Seek.de vor:

Surftipp 1 Hirnnerven Klicks: 882
Systematik und Topographie der Hirnnervenaustrittsstellen und Faserqualitäten mit der Klinik gut dargestellt. Wirklich gute Zusammenstellung von Tim aus München.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1074.shtml


Surftipp 2 Anatomie-Skripte Klicks: 880
Hinter diesem etwas irreführenden Titel verbergen sich Testatfragen- dergestalt,wie sie jedes Semester aufs Neue an jeder Uni vorkommen. Wer also wissen möchte,ob er/sie die Öffnungen des Zwerchfells vor dem anstehenden Testat noch einmal nachlesen sollte,ist auf dieser Seite genau richtig.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/496.shtml


Surftipp 3 Kostenloser EKG Auswertungsbogen Klicks: 855
Das einseitige PDF Dokument läßt sich prima ausdrucken und dient als Formular zur korrekten Auswertung eines EKGs. In Form einer Checkliste werden die wichtigsten Punkte abgearbeitet. Dieses Dokument wird kostenlos vom Börm Bruckmeier Verlag zur Verfügung gestellt (www.media4u.com).

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1042.shtml


Surftipp 4 Notfallmedizin Klicks: 847
Medizin à la House of God. Der Benutzer findet sich je nach gewähltem Fall als Arzt im Rettungswagen oder in der Notaufnahme, wo er sich um verletzte Motorradfahrer oder in Verkehrsunfälle involvierte Kinder kümmern muß.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/72.shtml


Surftipp 5 Rechtsmedizin/Pathologie Klicks: 821
An 12 Autopsie-Fallbeispielen erfährt der Benutzer Anamnese und genaue Untersuchungsergebnisse der einzelnen Organe und Organsysteme einschließlich der histologischen und makroskopischen Bilder und Befunde. Am Ende gilt es, die Befunde zusammenzustellen und die Todesursache samt Begleiterkrankungen zu ermitteln und zu erfassen.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/60.shtml

   
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 9. Auslandssemester in Frankreich (5)

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Leben wie Gott in Frankreich, der Spruch ist bekannt. Dass man auch als Austauschstudent im Land der Crepes und Camemberts grossartige Erfahrungen machen kann, haben wir Euch in den vorausgegangenen 5 Ausgaben der Onlinezeitung mit der Artikelserie 'Ein Auslandssemester in Frankreich' zu zeigen versucht. Hier nun der fünfte und letzte Teil dieses lesenswerten und ausführlichen Erfahrungsberichtes.

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Die französische Sprache
Hier empfehle ich jedem, der einen solchen Austausch plant, sich im Vorfeld ausreichend fundierte Französisch-Kenntnisse anzueignen oder bereits vorhandene noch einmal aufzufrischen, denn der "Einstieg" am neuen Studienort fällt dann wesentlich leichter. Insgesamt sind meine französischen Kommilitonen sehr "schüchtern" gewesen, wenn es darum ging, etwas, was ich nicht verstanden hatte, evtl. auch auf deutsch (das sehr viele 5 - 7 Jahre lang in der Schule gelernt haben) oder Englisch (das sogar im Medizinstudium als eigener Kurs gelehrt wird) zu erläutern. Diese "Zurückhaltung" hat aber andererseits den gewünschten Nebeneffekt, daß man nicht umhin kommt, sich von Beginn an, so gut es geht, in französischer Sprache zu verständigen und diese deswegen um so besser lernt und trainiert. Da ich meine Vorbereitung wegen der kurzen Vorbereitungszeit nicht für ausreichend hielt, besuchte ich in den ersten zwei Monaten zusätzlich einen Französisch-Kurs, der am Sprachinstitut der Uni angeboten wurde. Obwohl dieser Kurs relativ teuer war, kann ich einen solchen Unterricht (den ich 4-mal wöchentlich für jeweils 2 Stunden besucht habe), jedem ans Herz legen, der für sein Französisch noch etwas tun möchte, da ich hier unter fachkundiger Anleitung meine Sprachkenntnisse vertieft und erweitert habe. Abschließend kann ich - nicht ohne Stolz - sagen, große Fortschritte in der Sprache gemacht zu haben und mich jetzt auf einem, wie ich meine, sehr zufriedenstellenden Niveau in Schrift, Sprache und Verständnis befinde.

Leben in Frankreich
Nicht zu Unrecht ist wohl das Sprichwort "Leben wie Gott in Frankreich" entstanden, denn nicht nur landschaftlich, klimatisch und kulturell zeichnet sich das Land durch seine Schönheit aus. So waren auch die ersten Einkäufe im Riesenwarenhaus "Carrefour" wahre Erlebnisse, denn ein so vielfältiges, exquisites und reichhaltiges Angebot hatte ich zuvor in Deutschland noch nicht zu Gesicht bekommen. Die Franzosen lieben das gute Essen und den hervorragenden Wein, und wenn die Familien sich am Tisch zusammenfinden, was leider immer öfter nur noch am Wochenende geschieht, dann wird in aller Ruhe und Beschaulichkeit geschlemmt. Insgesamt konnte ich feststellen, daß "Zeit" in Frankreich nicht mit dem zu vergleichen ist, was sie hier in Deutschland bedeutet. Zwar wird alles - meistens pünktlich und auch sehr penibel - ausgeführt, doch ist die Art, etwas zu planen, zu organisieren und auszuführen, sehr viel "lässiger" als bei uns. Doch ans Ziel kommt jeder.

Umgebung und Ausflüge
Neben dem Studieren und den Sprachkursen versuchte ich, soviel wie möglich von Frankreich, seinen Menschen und seiner Kultur, kennenzulernen und unternahm deshalb an den Wochenenden zusammen mit Myriam zahlreiche Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. Hier kann ich Grenoble als Ausgangspunkt für Ausflüge, aber auch als Stadt selbst, sehr empfehlen. Denn während man von Oktober bis März von weißen Bergkuppen umgeben und in knapp 30 (Auto-)Minuten im nächsten Skigebiet ist, kann man bei Bedarf nach weniger als 3 Stunden Sonne an der Côte d´Azur tanken. Ich habe sowohl die "kalte" als auch die "warme" Seite Grenobles kennengelernt. Die zahlreichen Grenoble umgebenden Skigebiete sind aufgrund ihrer Schneesicherheit (fast alle Berge sind um die 2.000 m hoch) auch in Deutschland sehr bekannt. So erreicht man ohne Schwierigkeiten Skigebiete wie "Les Deux Alpes", "Val Thorens", die Gebiete rund um Albertville und - bei etwas längerer Fahrt - sogar Chamonix. Für kürzere Skitrips bieten sich die Grenobler "Hausstation" Chamrousse (dort fanden 1976 die Olympischen Winterspiele statt) oder auch ande-re kleine Gebiete wie z.B. ""Sept Laux" an. Überall gibt es, nach entsprechender Einschreibung beim universitären Skiclub "GUC" Ermäßigungen für Studierende, so daß das Skifahren stets finanzierbar bleibt. Der "GUC" organisiert auch Tagesfahrten mit gemeinsamer An- und Abreise, bei denen man in Gesellschaft französischer und ausländischer Studierender reist. Wer die Sonne dem Schnee vorzieht, kann sich auch den Städten Orange, Avignon, Nîmes und Montpellier zuwenden, die ebenfalls gut zu erreichen sind. Wer drei Tage investieren kann, hat innerhalb dieser Zeit die Möglichkeit, diese Städte in ihrer ganzen Schönheit kennenzulernen. "Sur le pont d`Avignon", von wo aus ich im Februar den Sonnenuntergang beobachtet habe, ist für mich neben Montpellier einer der schönsten Plätze dieses Landes.

Die Stadt Grenoble
Wer nicht in die Ferne schweifen möchte, dem bietet auch Grenoble, eine Stadt mit sehr südlicher, fast schon italienischer Atmosphäre, genug: Vor allem im Stadtzentrum sieht man viele alte, schöne Häuser mit Balkonen, die mit kunstvoll verschnörkelten Balkongittern geschmückt sind. Für einen Spaziergang bietet sich stets die "Bastille" an, eine alte Festung, die ca. 500 m oberhalb von Grenoble liegt, und von der aus man bei gutem Wetter sogar den Mont Blanc sehen kann. Das allseits bekannte und gefürchtete "Atomkraftwerk" entpuppt sich als ein - von Physikern und Biologen hochgeschätzter Elektronenbeschleuniger, der allerdings etwas außerhalb der Stadt liegt und dessen Gelände man nur mit besonderer Zugangsberechtigung betreten darf.

Die Menschen
Am besten aber lernt man Frankreich wohl durch die Kontakte mit seinen Bewohnern kennen, wobei ich hier nur auf einige wunderschöne Wochenendaufenthalte bei den Familien von Bekannten und Kommilitonen verweisen kann, während derer ich Frankreich wohl in seiner reinsten und natürlichsten Form kennengelernt habe. Nicht zu vergessen ist hier auch unsere Vermieterin Mme. Keghelian, die uns, wann immer es nötig war, mit Rat und Tat zur Seite stand.

Resumée

Der Aufenthalt in Grenoble hat nicht nur mein Studium bereichert und mir neue Perspektiven aufgezeigt, sondern er hat auch dazu beigetragen, daß ich mutiger und für vieles offener geworden bin. Ich kann einen solchen Auslandsaufenthalt in jeder Hinsicht nur sehr empfehlen und bedanke mich bei allen, die mir diese 6 Monate ermöglicht haben.
Hinweis: Wer auch die ersten Teile der Artikelserie "Auslandssemester in Frankreich" nachlesen möchte, findet hier den ersten Teil des Erfahrungsberichtes.

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