23.04.2004

Ausgabe 214/04

Anzeige: Nie wieder feuchte Hände - Effektive Examensvorbereitung
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben,
alte Küsten aus den Augen zu verlieren.
(André Gide, frz. Autor)


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 Editorial
  

Hallo,

wir hoffen, Ihr seid gut in das neue Semester gestartet und genießt nach der Uni das nette Wetter, das zum Aufenthalt im Freien einlädt. Wir möchten Euch zur Lektüre der Onlinezeitung einladen. Der Osterhase hat den einen oder anderen ja ganz schön über die Seiten von Medi-Learn 'gescheucht': Viele haben am Ostergewinnspiel mit der virtuellen Osterei-Suche teilgenommen, für einige versteckte sich in einem der Ostereier sogar ein Sachpreis im Rahmen des Gewinnspiels, von dem wir heute die Gewinner bekanntgeben.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Und es ist gleich noch ein zweites Gewinnspiel abgelaufen: Das Kursgewinnspiel. Wer hier einen der Sachpreise oder sogar den Hauptpreis, einen Kursplatz für einen Examensvorbereitungskurs gewonnen hat, erfahrt Ihr in dieser Onlinezeitung. Wir haben aktuelle Entwicklungen in Sachen AiP-Abschaffung in Erfahrung gebracht, über die Ihr einen Kurzartikel vom Hartmannbund lesen könnt. Alles andere als kurz und dazu noch sehr lesenswert ist der Bericht 'PJ in Paris-Créteil - Médecine interne': Heute starten wir eine mehrteilige Artikelserie, mit der Jessica Bechtel über ihre Erlebnisse in Frankreichs Hauptstadt berichtet.
Ihr erinnert Euch vielleicht: 'Semester unter Palmen', das war das Motto unseres diesjährigen April-Scherzes. Wie man jedoch mit einer 'Famulatur unter den Palmen' auch im realen Leben eindrückliche Erfahrungen machen kann, davon erzählt uns Désirée Schuhegger, die in einem Krankenhaus der Rhön-Kliniken AG famuliert hat. In unserer Rubrik 'Medi-Seek - die Linktipps' haben wir heute u.a. ein Lernprogramm Neuro-Anatomie und ein Notfall-Programm integriert und darauf, welche Meinungen Studenten zur Homöopathie und zum Studienbeginn in höheren Lebensjahren haben, weist Euch die Rubrik "Up to date" hin.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Das 666-Euro-Gutschrift-Gewinnspiel im Medi-Learn Auktionshaus: nur noch wenige Tage! mehr Infos - hier klicken

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Up-to-date: Homöopathie und Studium im Alter
2.PJ in Paris-Créteil - Médecine interne (1)
3.Ostergewinnspiel + Kursgewinnspiel: die Gewinner
  
4.Lachen ist gesund: Graubrot und Tierärzte
5.Famulatur unter Palmen
6.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung: Down under
  
7.Medizinstudenten im Hartmannbund: AiP Ade!
8.Geschickt geklickt - die Linktipps aus Medi-Seek
9.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
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Die Onlinezeitung gibt es nun auch als Druckversion im PDF Format. Zum Öffnen der Datei benötigt ihr die kostenlose Software Acrobat Reader.

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http://www.medi-learn.net/seiten/onlinezeitung/1/214/index.shtml

  

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 1. Up-to-date

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Die Umfrage: Was haltet Ihr von Homöopathie?
http://www.medi-foren.de/showthread.php?threadid=11202
  
Das Thema: Medizinstudium mit 50 Jahren beginnen?
Direktlink zum Thema im Forum
  

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 2. PJ in Paris-Créteil - Médecine interne (1)

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Ich möchte in meinem Artikel meine Erlebnisse und Erfahrungen weitergeben, die ich während eines Studienaufenthaltes in Frankreich gesammelt habe. Der Weg des französischen Mediziners ist ein grundlegend anderer; und damit auch sein Selbstverständnis: Zum klinischen Studium wird nur zugelassen, wer den „Concours“ (Examen über die Physikumsfächer) der Fakultät nach einem Jahr besteht. Die Durchfallrate liegt zwischen 80 und 90% und wiederholen darf man ein Mal. Dieses harte Auswahlverfahren führt immer wieder zu Diskussionen; dass sich bei den Studenten das Gefühl einstellt, zu einer Art Elite zu gehören, ist fast unvermeidbar

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Das 1. Jahr müssen die meisten wiederholen 
Auch nach dem ersten Jahr, das im Übrigen die meisten wiederholen müssen, weicht das System weit vom deutschen ab: Außerhalb der langen Sommerferien (die ab dem 5. Jahr durch fünf Wochen Urlaub ersetzt werden) sind die Studenten jeden Vormittag auf Station, die meist nach Losverfahren zugeteilt wird, und machen Nachtdienste der Notaufnahme, verschiedener Stationen (z.B. Gynäkologie, Intensiv) oder auf dem Krankenwagen (der sog. SAMU) mit. Sie erhalten dafür einen kleinen Lohn. Ab dem fünften Studienjahr beginnt die Vorbereitung auf das Abschlussexamen, das alle Absolventen Frankreichs in eine Rangliste einordnet und aufgrund derer die Plätze für die Ausbildung zum Facharzt vergeben werden. Der Arzt in der Weiterbildung ist immer noch Student, was bedeutet, dass er seinen Platz sicher hat bis zum Ende der Facharztausbildung. Es entfällt die Stellensuche und Kataloge mit nachzuweisenden Untersuchungen, Eingriffen etc. existieren nicht. 

Ärzte sind Mangelware
Studenten im sechsten Jahr werden also fast als fertige (Allgemein-)Ärzte angesehen und man erwartet von ihnen, dass sie sich in diese Rolle hineinversetzen, wozu die meisten auch anstandslos in der Lage sind, weil sie an den Umgang mit Patienten und den Klinikalltag schlichtweg gewohnt sind. Eigenverantwortliches Arbeiten wird nicht nur gefördert, sondern verlangt. Ärzte sind Mangelware (v.a. in den operativen Fächern, teilweise bedingt durch ein mutiertes Versicherungs- und Rechtsprechungssystem, das zu enormen Beitragszahlungen zwingt), ein weiterer Grund, weshalb die an deutschen Unikliniken so übliche Stellenschacherei entfällt. Forschung und Lehre sind getrennt, d.h. die Ärzte gehen abends nach Hause und nicht ins Labor. Wer forschen möchte, wird frei gestellt, aber er macht nicht alles in genialer Personalunion auf einmal. Besonders in Paris ist man daran interessiert ausländische Studenten auf Station zu haben, teils aus wirklichem Interesse, teils aus bloßen Prestigegründen.

Wege für die Bewerbung
Will man unabhängig vom ERASMUS-Programm nach Frankreich gehen, gibt es zwei Arten sich für ein Tertial zu bewerben. Entweder man schreibt direkt an den Chefarzt der gewünschten Abteilung, die Adressen kann man im Internet unter www.laconferencehippocrate.com finden, wo es einen Link zu allen Fakultäten bzw. Unikliniken („C.H.U.“ – Centre hospitalier universitaire) Frankreichs gibt (außerdem klinische Fälle, eine Radiologie-Bibliothek u.ä.). Die allgemeinen Adressen der französischen Unis sind auch im Studienführer Frankreich des DAAD abgedruckt (erhältlich im Akademischen Auslandsamt). Ein kurzes Anschreiben, evtl. mit Lebenslauf reicht völlig und normalerweise bekommt man den Platz.
Die zweite Art ist über die Fac, also die Fakultät zu gehen, ebenfalls mit kurzem Anschreiben und Lebenslauf. So habe ich mich in Paris 12 - Créteil beworben und alles Weitere ging über E-Mail bzw. Telefon. Dies ist gleichzeitig der offiziellere Weg, was bedeutet, dass ich mich als „auditeur libre“/auf Hörerschein einschreiben musste (Kosten für das ganze Studienjahr von September bis Ende Juni: ca. 110E), dafür war ich dann in Besitz eines französischen Studentenausweises (was neben den üblichen Ermäßigungen, Zugang zu den Sporteinrichtungen und zur Bibliothek evtl. für eine Aufenthaltsgenehmigung wichtig sein kann; s.u.) und ich war versichert…Allerdings ist man in Frankreich mit derartigem Verwaltungskram sehr locker und kontrolliert wird so was eh nicht. So erging es mir in Paris 12, und das heißt, dass es an den anderen Unis in Paris höchstwahrscheinlich völlig anders abläuft!

Die Adresse:
Hôpital Henri Mondor
51, avenue du Marechal de Lattre de Tassigny
94010 Creteil cedex
Telefon : 0033 1 49 81 21 11 (Standard)

Administration (Fakultät) : 
Mme Couanault : 0033 1 49 81 35 03
couanault@univ-paris12.fr

Médecine interne :
Chef de service noch bis Herbst 2004 : Prof. Annette Schaeffer
Sekretariat: 0033 1 49 81 29 05 (Mme Courmaceul)
annette.schaeffer@hmn.ap-hop-paris.fr
Ab Herbst 2004 : Prof. Bertrand Godeau, Sekretariat : 0033 1 49 81 20 76
bertrand.godeau@hmn.ap-hop-paris.fr

Die Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung mit dem Kapitel 'Erlebnisse auf Station'.

Werbung:
Die Deutsche Ärzte-Versicherung bietet im Sponsored Room bei Medi-Learn.net einen kostenlosen Länderinformationsservice an. Ihr könnt dort Material zur Vorbereitung Eures Auslandsaufenthaltes kostenlos per Post anfordern; u.a. ist dort auch Frankreich (passend zum Bericht) enthalten [zum Länderinfo-Service].

   
Autor(in): Jessica Bechtel (jessica_bechtel@web.de)
  
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Auslandsbereich in den Medi-Foren

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 3. Kursgewinnspiel und Ostergewinnspiel: Die Gewinner

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Die Glücksfee heute den Redaktionsräumen in Marburg alle Hände voll zu tun , ging es doch darum, die wertvollen Sachpreise für gleich zwei Gewinnspiele auszulosen: Sowohl das Ostergewinnspiel als auch das MEDI-LEARN Kursgewinnspiel sind abgeschlossen und die glücklichen Gewinner ermittelt.

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Das Ostergewinnspiel auf Medi-Learn.net
Über 12 Stationen haben wir Euch gebeten, im Rahmen des Ostergewinnspiels den Spuren des Osterhasen zu folgen und die versteckten Ostereier einzusammeln. Und wir waren überrascht, wie zahlreich Ihr an dem Gewinnspiel teilgenommen habt. Zu einem Gewinnspiel gehören natürlich freudige Gewinner und die Auflösung. Beides möchten wir Euch heute präsentieren.

Die korrekte Lösung des Ostergewinnspiels lautete:
Mehr als Ostereier suchen: Das Auktionshaus mit zahlreichen Schnäppchen zu Studentenpreisen: http://www.auktion.medi-learn.net

Die Gewinner der insgesamt 9 Sachpreise:
Jeweils 1 Exemplar Pathologie (Bornhöft, Springer Verlag) geht an:
* XXXXommer@web.de
* XXXXgularis@hotmail.com

1 x Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin (Kretz, Springer Verlag):
* XXXXk38@uni.de

1 x Psychosomatik (Klußmann, Springer Verlag):
* XXXXhele@web.de

Jeweils 1 Exemplar optimax Bild-CD Biochemie und Pathobiochemie (Springer Verlag):
* XXXXcha@nexgo.de
* XXXXelwig@epost.de
* XXXXghammer@gmx.de
* XXXXeLilly@lycos.de
* XXXXl.Urru@gmx.de

Das MEDI-LEARN Kursgewinnspiel
Ein weiteres Gewinnspiel ging am 20. April zu Ende: Das Medi-Learn Kursgewinnspiel. Hier lautet die Frage neben: Wer hat gewonnen? vor allen Dingen: Was habe ich gewonnen? , ging es doch u.a. um einen Kursplatz für einen Examensvorbereitungskurs bei MEDI-LEARN. Unsere Glücksfee ist ja häufiger im Rahmen der Gewinnspiele aktiv. Doch dieses Mal hatte selbst die erfahrene Hüterin der Freude zittrige Hände...

Die korrekte Lösung:
MEDI-LEARN bietet im bereits im April Vorbereitungskurse auf Physikum, 2. und 3. Staatsexamen an (siehe auch: http://www.medi-learn.info/seiten/kurse/ ).
Die Gewinner im Rahmen des Kursgewinnspiels auf Medi-Learn.net lauten:

1. Preis: Kursplatz in einem Examensvorbereitungskurs von Medi-Learn (inklusive Unterkunft, übertragbar auf andere Studenten)
* XXXXe-ju@gmx.de

2. bis 6. Preis: Arzneimittelpocket aus dem Börm Bruckmeier Verlag
* XXXXchhauer@gmx.de
* XXXXupenga@web.de
* XXXXm.koman@gmx.net
* XXXXawilms@web.de
* XXXXubiak@web.de

7. bis 9. Preis: Pathologie (Bornhöft, Springer Verlag)
* XXXXoeyer@onlinehome.de
* XXXXharoe@muenster.de
* XXXXax@gmx.de

Aus Datenschutzgründen haben wir nur Teile der Emailadresse veröffentlicht. Wir gratulieren den Gewinnern ganz herzlich und werden den Versand der Preise und die Kontaktaufnahme in den nächsten Tagen starten.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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MEDI-LEARN Kurse zur Examensvorbereitung
  
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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Ein Veterinärmediziner geht zum Arzt. Es ergibt sich folgender Dialog:
Arzt: "Wo tut es Ihnen denn weh?"
Tierarzt:"Also, das wäre aber zu einfach!"

***

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Geht eine schwangere Frau in die Bäckerei.
"Ich bekomme ein Graubrot."
Darufhin der Bäcker: "Wer macht denn sowas?".

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 5. Famulatur unter Palmen

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Im Frühjahr letzten Jahres las ich zufällig in der Onlinezeitung von Medi-Learn einen Famulaturbericht über ein kardiovaskuläres Praktikum in Bad Neustadt.

Als ich das las, bewarb ich mich sofort- ohne zu ahnen, dass dies ein absolut unvergessliches Erlebnis für mich und 28 andere Studenten werden würde.

Meine Freude war groß, als ich die Zusage dafür in den Händen hielt- besonders, als ich erfuhr, dass sich über 350 andere Studenten dafür beworben hatten.

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Der erste Eindruck
Das einzige was ich über Bad Neustadt und das Röhnklinikum wusste, war, dass ich mich in einen nicht allzu großen Ort begeben würde und das Engagement der Klinik überraschend groß war! Spät am Abend vor Beginn der Famulatur kam ich in Bad Neustadt, das 70 km von Würzburg entfernt ist, an. Bereits beim Betreten der Klinik bot sich mir ein atemberaubender Blick auf das wunderschön angelegte Areal mit beleuchteten Wegen und den 3 riesigen Glaskuppeln, die zusammen mit einem stilvollem Glaskonstrukt das Herz der Kliniken bildeten. Durch das Zusammenspiel von Architektur und den imposanten Palmenlandschaften können sich Patienten und auch Angestellte viel besser entspannen- was sich meines Erachtens mit Sicherheit positiv auf die Genesung auswirkt. (Ich weiß- man soll sich nicht von Äußerlichkeiten blenden lassen- aber es stellte sich schon bald heraus, dass die fachliche Kompetenz der Optik in keinster Weise nachstand) 

Unterbringung des Studentenpotpourri
Wir Studenten wurden im Gästehaus auf dem Areal untergebracht. Die Kosten für Unterbringung im Einzelzimmer und Verpflegung übernahm die Klinik. Dadurch, dass Kommilitonen aus 13 Unis in ganz Deutschland ausgewählt wurden, gestaltete sich das ganze Praktikum noch viel spannender. Anfänglich musste man sich etwas „beschnuppern“ aber schon bald war die Scheu abgelegt und man merkte schnell, dass viele auf der gleichen Wellenlänge schwammen- was durchaus keine Selbstverständlichkeit ist!

Der erste Tag
Am ersten Tag wurden wir von allen Chefärzten, Assistenzärzten und allen, die das Praktikum ermöglicht hatten, empfangen. Prof. Lindenau- unser „Patron“- verdeutlichte in seiner Ansprache, dass wir keineswegs als Famulanten (lat.famulus = Sklave) behandelt werden sollten, sondern als Kollegen, die soviel Wissen wie möglich mitnehmen sollten. Dies bestätigte sich auch im Laufe der Wochen.

Der Ablauf
Wir waren in 4 Blöcke mit je 7 Studenten eingeteilt, die wöchentlich in den Fachbreichen: Kardiologie, Radiologie, Neurologie, Anästhesie, Herz- und Gefäßchirurgie rotierten. Es war erstaunlich, wie viel wir in den Abteilungen praktisch machen durften. Ich hatte bereits vorher eine gute Famulatur in der Chirurgie absolviert, aber dies war kein Vergleich dazu. Z.B. durfte man in der Chirurgie am Tisch assistieren und in der Anästhesie unter Anleitung intubieren. Die Ärzte hatten immer ein offenes Ohr und sehr viel Geduld unseren Wissensdurst zu stillen, obwohl der Klinikalltag trotzdem wie gewohnt weiterlief. Außerdem war das Verhältnis zwischen Ärzten und Pflegepersonal äußerst entspannt- auch eine Rarität. Am späten Nachmittag standen Seminare auf der Tagesordnung, die alle klinisch relevanten Themen von allen Fachbreichen beinhalteten. Die Seminare fanden im Wechsel mit Theorie und Praxis statt. Einmal wurde z.B. über die Diagnose und Therapie von Herzrythmusstörungen referiert und an anderen Tagen präparierten wir am Tierherz, lernten chirurgische Knotentechniken und implantierten eine Herzklappe am Modell. Auch der EKG-Kurs und der Reanimationskurs kamen nicht zu kurz.

Die Rhön-Klinikum AG
Die Rhön-Klinikum AG ist eine der größten Privatkliniken in Deutschland, d.h. sie wird von privaten Trägern finanziert- was sich durchaus als positives Konzept bewährt hat. In der ganzen Republik sind Krankenhäuser an die Rhön-Klinikum AG angegliedert. Die Klinik in Bad Neustadt hat sich auf Herz-, Gefäß- und Handchirurgie, Kardiologie, Diabetologie und Psychosomatik spezialisiert. Ganz besonders ist die Herzdiagnostik auf nicht-invasivem Wege hervorzuheben- die besonders gewissenhaft von einem interdisziplinären Arbeitsteam, bestehend aus Radiologen und Kardiologen, betrieben wird.

Freizeitgestaltung
Obwohl Bad Neustadt sehr ruhig gelegen ist, wurde uns, zu unserem Erstaunen, nie langweilig: Ob bei Kneipenbesuchen mit den Ärzten, im Schwimmbad oder bei Ausflügen nach Würzburg.

Fazit
Diese Famulatur hat wieder 100%tig bestätigt, dass ich mich auf jeden Fall für den richtigen Beruf entschieden habe- auch, wenn viel Schweiß, Arbeit und Idealismus dahinter stecken.

Autorin: Désirée Schuhegger, 7. Semester, Universität Ulm

   
Autor(in): Autorin der Redaktion bekannt (redaktion@medi-learn.net)
  
Links zum Artikel:

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Webseite der Rhön-Klinikum AG
  
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 6. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Famulatur in Down Under'

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[zu den Medi-Foren]

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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Das Archiv der Onlinezeitung
  
Diskussionen im Internet:
  

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 7. Medizinstudenten im Hartmannbund: AiP Ade!

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Freudig demonstrierend – so begann die Ausschusssitzung der Medizinstudenten im Hartmannbund. Vom 2. bis zum 04. April diskutierten in Berlin rund 20 Univertreter des Hartmannbundes und der Vorstand des Ausschusses Medizinstudenten über gesundheitspolitische Probleme und Perspektiven.

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Neue Problemfelder avisiert
Nachdem die Abschaffung des Arzte im Praktikum nun, unabhängig von der genauen Regelung des Stichtags, gesichert scheint, kann sich der Ausschuss verstärkt anderen Themen zuwenden. Und so wurden an den beiden Tagen nach der Demonstration „Unter den Linden“ in Berlin neue Problemfelder, wie die Übergangsprobleme mit der neuen Approbationsordnung, ins Auge gefasst.

Weiterhin Einsatz für das Optionsmodell
Andreas Rhode, Vorsitzender des Ausschusses Medizinstudenten: „Bis zum Ende der Bundestagsdebatte werden wir selbstverständlich noch für unser Optionsmodell, nach dem jeder AiPler selbst entscheiden kann, ob er den Ausbildungsabschnitt fortsetzt oder die Vollapprobation beantragt, werben. Und wenn dann auch noch der Bundesrat zugestimmt hat, können wir hoffentlich bei unser nächsten Ausschusssitzung in Lübeck auf die AiP-Abschaffung anstoßen.“

Ein sehr informatives Sitzungswochenende
Neue Impulse für seine politische Arbeit konnten die Medizinstudenten dem sehr interessierten Daniel Bahr, ehemaliger Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen und Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und soziale Sicherung, mit auf den Weg geben. Am Sonntag wurde angeregt mit Anke Ludwig von der Jungen Union über den Umbau der Sozialsysteme diskutiert. „Insgesamt ein sehr informatives Sitzungswochenende, aus dem Vorstand und Univertreter viel Inspiration und diverse Arbeitsaufträge mitgenommen haben“ resümiert Andreas Rhode.

Bilder und Impressionen zur Demonstration in Berlin - hier klicken

   
Autor(in): Hartmannbund (info@hartmannbund.de)
  
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Medizinstudenten im Hartmannbund
  
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 8. Geschickt geklickt: 5 neue Linktipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor, das Ihr komplett unter der Adresse www.Medi-Seek.de findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte unter www.Medi-Seek.de ein.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.

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Diese Woche stellen wir euch aus Medi-Seek.de vor:

Surftipp 1 Lernprogramm Neuroanatomie Klicks: 820
Nettes Programm zum Nachschlagen und zum Vertiefen der Neuroanatomiekenntnisse

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1017.shtml


Surftipp 2 ArztimPraktikum.de Klicks: 773
Infos rund um die Bewerbung - Stellenbörse mit Stellengesuchen und Angeboten.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1393.shtml


Surftipp 3 Notfallsimulation am eigenen PC Klicks: 704
Das Programm mit dem Namen "resus sim prehospital" steht als Demoversion auch im Internet zum Download zur Verfügung, sodass man zumindest zwei Patienten "heilen" kann, ohne die Software zu kaufen.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1541.shtml


Surftipp 4 Infopaket Schweiz Klicks: 693
Famulatur und PJ: Wann bringt's am meisten? - Famulatur und PJ: Aufgaben als UnterassistenIn - Famulatur und PJ: Organisation des Aufenthaltes - AiP und Assistenz: Vom PJler zum Stationsarzt - AiP und Assistenz: Schweizer Ärzte kämpfen - AiP und Assistenz: Facharzt werden in der Schweiz - Tipps zur Bewerbung: Kontakte knüpfen - Tipps zur Bewerbung: Adressen - Tipps zur Bewerbung: Adressen Tipps zur Bewerbung: Bescheinigungen - Tipps zur Bewerbung: Mit dem dfa in die Schweiz - Tipps zur Bewerbung: Studieren in der Schweiz - Erfahrungsbericht: Unterassistenz im Dreiländereck - Erfahrungsbericht: Als Unterassistent in der französischen Schweiz

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/204.shtml


Surftipp 5 Medi-Jobboerse.de Klicks: 684
Medi-Jobboerse.de - die Jobbörse für Medizinstudenten und junge Ärzte: ein kostenloses Service-Angebot von Medi-Learn.net. Neben AiP, PJ und Assistenzarztstellen finden sich Doktorarbeiten und Studentenjobs.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1916.shtml

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
Links zum Artikel:

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 9. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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Mitarbeit:
Wenn Du Interesse an der Mitarbeit im Medi-Learn.net Team hast, schreib einfach eine Email an Ilka - von ihr erfährst Du alles weitere: ilka.markmann@medi-learn.net 

  

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