02.06.2004

Ausgabe 222/04

Anzeige: Tausche Artikel gegen Fachbuch!
Artikel schreiben und Buch absahnen
und mit ein wenig Glück: Reise nach Paris gewinnen
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


An bösen Worten, die man ungesagt hinunterschluckt,
hat sich noch niemand den Magen verdorben.
(Winston Churchill)


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 Editorial
  

Hallo,
damit hatten die Veranstalter mancherorts nicht gerechnet: Volle Hörsäle allerorten kennzeichneten die vergangenen Medi-Learn-vor-Ort-Veranstaltungen, die wir heute noch einmal kurz Revue passieren lassen möchten. Die Welt ist groß, doch Panama klein und viele kennen vielleicht die Panamageschichten: Wir beginnen einen mehrteiligen Famlulaturbericht über einen Aufenthalt in einem nicht alltäglichen Reiseland.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Auch mit dabei: Nach längerer Zeit gibt es mal wieder ein Ärzte-Interview, in dem Dr. Alexander von Meyer uns Rede und Antwort stand und u.a. über den für ihn einmaligen Höhepunkt des Studiums berichtet. Ach ja, mit welchem Chirurgie-Buch Ihr lernt, ist Thema einer aktuellen Umfrage in den Medi-Foren, die Ihr in der Rubrik 'up to date' findet.

Bis zur nächsten Ausgabe,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Die Teddyklinik an der Berliner Charite steht vor der Tür - mehr Infos - klick hier

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Up-to-date: Welches Chirurgie-Buch?
2.Aktuelles aus dem Weblog: Frauen in der Medizin und eNoses
3.Medi-Learn vor Ort: Rückblick
  
4.Lachen ist gesund - Witz der Woche: Leuchttürme
5.dfa-Famulaturbericht: Panama
6.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung: Berufsstart mit Sorgen
  
7.Interview mir Dr. med. Alexander von Meyer
8.Geschickt geklickt - Linktipps aus Medi-Seek
9.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

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http://www.medi-learn.net/seiten/onlinezeitung/1/222/index.shtml

  

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 1. Up-to-date

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Die Umfrage: Welches Chirurgie-Buch benutzt Ihr?
http://www.medi-foren.de/showthread.php?threadid=13325
  
Das Thema: Wahl-o-mat
Direktlink zum Thema im Forum
  

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 2. Weblog: Immer auf dem aktuellsten Stand

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  Hirn-Schrittmacher bei Parkinson (28.05.2004 - 09:15)
   Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) haben die Firmen Thomas RECORDING und Bleistein-Rohde ein Mikroelektrodenpositionier- und -ableitsystem für das Einsetzen eines "Hirnschrittmachers" entwickelt und zur Marktreife geführt. Das innovative Neuronavigationssystem ist bereits erfolgreich im Einsatz, unter anderem in den Kliniken für Neurologie und Neurochirurgie der Charité in Berlin. Bei der Operation wird eine Elektrode ins Gehirn implaniert und mit einem elektrischen Stimulator (ähnlich einem Herzschrittmacher) verbunden. Mit Hilfe dieses Hirnschrittmachers kann der unwillkürliche Aktionstremor wirkungsvoll unterdrückt werden, was eine drastische Steigerung der Lebensqualität der Parkinson-Patienten zur Folge hat. [mehr Infos] (Jens)
  Master-Studiengang in Heidelberg: Molekulare Biotechnologie (27.05.2004 - 11:30)
   Die Fakultät für Biowissenschaften der Universität Heidelberg bietet ab dem Wintersemester 2004/05 den neuen Master-Studiengang "Molekulare Biotechnologie" mit 45 Studienplätzen an, der auf dem 2001 etablierten Bachelor-Studiengang "Molekulare Biotechnologie" konsekutiv aufbaut. Dieser forschungsorientierte viersemestrige Master-Studiengang mit dem akademischen Abschluss "Master of Science" bietet die Möglichkeit, die berufliche Ausbildung an einem national und international hoch angesehenen Standort der Molekular-, Zellbiologie und Biotechnologie und an einer der modernsten Universitäten Deutschlands zu beginnen. Das Bewerbungsverfahren läuft bereits: Anmeldeschluss ist der 10. Juni 2004. [mehr Infos] (Jens)
  Hartmannbund-Plakataktion 'Frauen in der Medizin' (23.05.2004 - 12.15)
   Ärztinnen machen immer noch den größten Anteil unter arbeitslosen Medizinern aus. In Baden-Württemberg gibt es z.B. nur für ungefähr 2% aller Kinder unter drei Jahren einen Krippenplatz. Da sind Ergebnisse von Studien nicht überraschend, dass viele dieser arbeitslosen Ärztinnen gerne wieder in den Beruf einsteigen würden, sich aber wohl oder übel für die Familie entscheiden mussten. Der Hartmannbund ist der Meinung, dass diese Frauen vermehrt unterstützt werden sollen. [mehr Infos] (Jens)
  Ärzte fordern massive Reduzierung der Dokumentationsarbeit (20.05.2004 - 18:30)
   Pressemitteilung der Bundesärztekammer - Bremen, 20.05.2004
Die Ärztinnen und Ärzte wollen nicht länger hinnehmen, dass ihnen durch bürokratische Vorgaben immer mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit, die Patientenversorgung, genommen wird. Schreibarbeiten aller Art, Statistiken, Bescheinigungen, Dokumentationen und Auswertungen nähmen inzwischen einen Großteil der gesamten Arbeitszeit ein, kritisierten die Delegierten. Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus verbrächten heute ca. 25 bis 40 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Dokumentation, Arztbriefe nicht eingerechnet, kritisierte der Ärztetag. Ein Kassenarzt muss sich in seiner Praxis täglich mit rund 60 Formularen auseinander setzen. „Die Ärzteschaft ist nicht gegen Dokumentation und Qualitätssicherung. Sie ist lediglich dagegen, sich mit der Erfassung von Daten zu belasten, die hinterher nicht sinnvoll genutzt werden“, erklärte Dr. Ursula Auerswald, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer. „In einer konzertierten Aktion von Politik, ärztlicher Selbstverwaltung und Krankenkassen muss die fatale Entwicklung der zunehmenden Bürokratisierung gestoppt werden“, forderte der 107. Deutsche Ärztetag in Bremen. [mehr Infos] (Jens)
  Schreib Dich nach Paris - neues Gewinnspiel (19.05.2004 - 12:50)
   "Alles einsteigen - los geht´s!", rief der sonnenbebrillte Busfahrer, richtete noch kurz den Rückspiegel und schaute, ob denn alle Passagiere an Bord sind. Der ganze Bus gefüllt mit erwartungsvollen, reiselustigen, jungen Menschen, die sich zu einem mehrtägigen Tripp auf nach Paris machen. Der ganze Bus? Nicht ganz, denn 2 Plätze sind freigeblieben. Und, weil ein Bus am besten vollbesetzt fährt und wir diese Lücke füllen möchten, stellen wir Euch unseren aktuellen Wettbewerb 'Schreib Dich nach Paris' vor, bei dem wir u.a. eine Reise nach Paris verlosen. [mehr Infos] (Jens)
  Nasen gibt´s, die gibt´s gar nicht: e-noses (17.05.2004 - 20:35)
   Manche können sich nicht riechen und daran kann man wenig ändern. Einiges kann man riechen und da könnte man vieles ändern, dachten sich Forscher weltweit: So gelang es Wissenschaftlern aus Pennsylvania, eine elektronische Nase zu entwickeln, die zwischen 70 und 90 % von Lungenentzündungen am Atemgeruch der Patienten richtig erschnüffelte. Doch damit nicht genug, denn elektronische Nasen gibt es viele: Hier zum Beispiel oder auch dort und elektronische Zungen gibt es auch schon, wie diese Quelle berichtet. Ihr habt noch nicht die Nase voll und möchtet wissen, was sich dahinter verbirgt? Dann hier entlang. Nicht nur Lungenentzündungen, sogar den Lungenkrebs erschnüffelt schon - zumindest im Labor - eine italienische Nase, wie hier und dort berichtet wird. Ein Atemtest zur Früherkennung von Lungenkrebs: Wunder der Technik, kann man hier nur sagen! [mehr Infos] (Jens)
  Frauen sterben häufiger am Herzinfarkt als Männer (17.05.2004 - 19:30)
   Wer hätte das gedacht: Nicht der Brustkrebs ist die Todesursache Nummer Eins bei Frauen, auch nicht der Schlaganfall, sondern der Herzinfarkt. Wundersam genug, wird dieses Faktum gleich noch übertroffen: Denn Frauen sterben - nicht nur bundesweit -  häufiger als Männer am Infarkt, dessen Auftrittswahrscheinlichkeit sich beim weiblichen Geschlecht in den letzten 40 Jahren versechsfacht (!) hat. Hinzukommt, dass der Infarkt sich bei Frauen an anderen Symptomen zeigt. [mehr Infos] (Jens)

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 3. MEDI-LEARN vor Ort - Nachlese

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Verlassene Bücher und saubere Wohnungen
Unberührt, einsam und verlassen liegt die Schwarze Reihe seit mehr als einer Stunde auf dem Schreibtisch. Aus den Nebenzimmern hört man Geschirrklappern, Staubsaugergeräusche und sonstige akustische Phänomene, die mit Lernen eher wenig zu tun haben.

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Das bisschen Haushalt... Karola, Medizinstudentin aus der Wilhelm- Busch-Stadt Göttingen, die eigentlich vor dem Buch sitzen wollte und sich vorgenommen hatte, heute ein gutes Stück weit voranzukommen; sie hat besseres zu tun und vergnügt sich in den anderen Zimmern. Statt zu lernen, bringt sie die Wohnung auf Vordermann, wäscht sorgfältig ab, räumt auf, putzt sogar noch die Fenster und beschäftigt sich begeistert mit Dingen, die ihr Monate zuvor kaum in dieser Intensität in den Sinn kamen - erkennt Ihr Euch wieder?

Lernerfolge mit machbarem Aufwand zu maximieren: MEDI-LEARN vor Ort
Das verlassene Buch und Karolas´ Sinneswandel mit der plötzliche Freude an der Hausarbeit sind nur ein Beispiel für häufig anzutreffende Phänomene während der Vorbereitungsphase auf Prüfungen. Wie soll man bei der Fülle an Stoff, dem knappen Zeitkonto, der Angst in Anbetracht der bevorstehenden Prüfung den richtigen Weg einschlagen? Der vermeintlich bedrohlichen Hürde Examen ihren Schrecken zu nehmen und Wege aufzuzeigen, das Examen mit machbarem Aufwand erfolgreich zu absolvieren - dies ist der Leitgedanke der MEDI-LEARN-vor-Ort-Veranstaltung "Effektive Examensvorbereitung". In Zusammenarbeit mit der Deutschen Ärzte Finanz tourten Dr. med. Dipl. Psych. Bringfried Müller und Thomas Brockfeld von den Medi-Learn Repetitorien in den vergangenen Wochen durch die Republik und gaben an bislang 11 Universitätsstandorten eine Vorlesung. Die Themen 'Zeitplanung in der Lernphase', 'Lernstrategien' und 'MC-Techniken' standen dabei im Vordergrund eines mehrstündigen Vortrags: "Die Einführung in Zeitplanung und Lernstrategien eröffnet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Lernerfolge mit einem 'machbaren Aufwand' zu maximieren", so Dr. med. Dipl. Psych. Bringfried Müller, einer der beiden Vortragenden.

Volle Hörsäle auf der Tour: Ein Platz auf der Treppe war mancherorts heißbegehrt
Ob der rustikale Hörsaal in Leipzig mit antiker Elektrik, der eine geradezu antike Atmosphäre aufkommen ließ, oder die imposante Villa Gabriele - Sitz der Fachschaft der Uni-Hamburg - auf dem Gelände des Universitätskrankenhauses in Eppendorf: Überall von Kiel bis München waren die Vortragsorte gut bis sehr gut besucht. "Es ist jedes Mal eine Freude, den Gesichtsausdruck der Studenten vor und nach dem Vortrag über die Examensthemen zu vergleichen. Das Lächeln auf dem Gesicht der Zuhörer am Ende der Veranstaltung ist gleich doppelter Applaus und Bestätigung dafür, dass Themen angesprochen werden, die in Uni-Vorlesungen kaum zur Sprache kommen", so ein Mitglied des Organisationsteams vor Ort. In Göttingen war mancher froh, einen Platz auf der Treppe ergattern zu können und die Studenten standen und saßen dicht an dicht, wie die folgende Momentaufnahme zeigt:

Bilder von der Medi-Learn vor-Ort Veranstaltung in Göttingen (freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Repräsentanz der Deutschen Ärzte Finanz .


Die Tour ist fast zu Ende - Was sagen die Zuhörer?
Hier einmal auszugsweise einige Zuschriften, die nach dem Vortrag eingingen, für die sich die Vortragenden an dieser Stelle auch einmal herzlich bedanken möchten: :

  • Ich war gestern in Ihrem Vortrag "Effektive Examensvorbereitung" in Göttingen. Unbedingt erwähnen möchte ich, dass die Vorlesung gestern die beste, effektivste und längste Vorlesung meines Studiums war!!! Wie die anderen "Alt-Semester" gestern, habe auch ich mich gefragt, warum ich nicht schon vorm Physikum da war! Hätte mir bestimmt ein Semester gespart: Mir fehlten nämlich nur zwei Punkte! Ich werde jetzt wohl meinen ganzen Lernplan bzw. meine Lerntechnik umstellen. Vielen Dank!
  • Ich bin extra aus Hannover nach Göttingen angereist und hatte vorher Zweifel, ob sich der weite Weg lohnt. Hat er aber! Schade, dass unsere Vorlesungen nicht immer so sind, dann könnte das Studium richtig Spaß machen!
  • Ich habe Ihren Vortrag zur Physikumsvorbereitung hören dürfen und war absolut begeistert. Er ließ das Physikum machbar erscheinen (was es mit Sicherheit auch ist). Sie sprachen auch viele Probleme an, die ich bereits jetzt schon in meinen Klausuren immer wieder erkennen kann, z.B. trotz besseren Wissens die falsche Lösung ankreuzen u.ä.. Herzlichen Dank!

Fast zuende? Richtig: In Heidelberg gibt es noch einen Workshop
Die Veranstaltung in Heidelberg findet am 15. Juni 2004 statt. Gastgeber der Veranstaltung ist die Repräsentanz der Deutschen Ärzte Finanz.
Anmeldungen sind also noch möglich, wer sich hier näher informieren oder anmelden möchte: mehr Infos - klick hier
Auch beim nächsten Mal, wenn es wieder heißt: MEDI-LEARN vor Ort, halten wir Euch über die Termine und Anmeldemöglichkeiten über die Onlinezeitung von Medi-Learn.net auf dem Laufenden.

   
Autor(in): MEDI-LEARN (info@medi-learn.de)
  
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Medi-Learn vor Ort in Heidelberg - Anmeldemöglichkeit

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Deutsche Ärzte Finanz

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Medi-Planer mit Artikelserie 'Lernen wie die Profis'
  
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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Karl Hansen ist Postbote und mächtig sauer: Er musste nur wegen einer kleinen Ansichtskarte zum weitentfernten Leuchtturm herausrudern: "Du ich habe ein bisschen Post für dich, Jan.", ruft er mürrisch dem Empfänger auf der Hallig entgegen. Der Leuchtturmwart erwidert sogleich: "Nu man eins nach dem anderen! Sei bloß vorsichtig, denn wenn du weiter so ein Gesicht machst und rummaulst, abonniere ich demnächst die Tageszeitung"

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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Medi-Lachparade in den Foren
  
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 5. dfa-Famulaturbericht: Panama

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Hospital del Niños (Panama City, August 2003) von Caroline Hoggenmüller
Anfang des vergangenen Jahres plante ich, einen Teil meines PJ´s in Mittel- oder Südamerika zu machen, denn dieser Kontinent hatte mich seit meiner Reise ein Jahr zuvor nach Ecuador nicht mehr losgelassen. Also bewarb ich mich beim dfa für einige Länder Mittelamerikas - konnte aber leider für keines einen Platz ergattern. Als sich mir dann die Möglichkeit bot, einen der „Restplätze“ in Panamá zu bekommen, zögerte ich nicht lange und nutzte die Gelegenheit, ein Land kennen zu lernen, von dem in Deutschland außer Janoschs Geschichten und dem berühmten Panamakanal nicht viel bekannt ist- eine Superentscheidung, wie sich herausstellen sollte.

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Vorbereitungen und Spanischkenntnisse 
Zur Vorbereitung kaufte ich mir den Reise Know-How von Panama und später in Panama den Lonely Planet, den man unbedingt haben muss und der dort auch wesentlich günstiger ist. Da außer diesen zwei Büchern leider nicht mehr Literatur über Panama zu finden war, habe ich mich einfach durchs Internet geklickt und da auch einiges an Info gefunden. 

Für die Arbeit in der Klinik besorgte ich mir ein Medical Spanish (Englisch-Spanisch) pocket vom Börm Bruckmeier Verlag und einen Deutsch-Spanischen Medizinischen Sprachführer, in dem hilfreiche Tipps und Vorschläge zur Anamnese auf Spanisch standen. Da ich seit 3 Semestern an meiner Uni mehrere Spanischkurse belegt hatte und bereits eine Famulatur in Ecuador gemacht hatte, musste ich mir um Kommunikationsschwierigkeiten in Panamá keine Gedanken machen. 

Und hier noch mal schwarz auf weiß:  ALLE ÄRZTE, SCHWESTERN UND STUDENTEN SPRACHEN NUR SPANISCH - KEIN ENGLISCH! Ohne ausreichend gute Spanischkenntnisse bekommt man von der Visite und den ganzen Vorträgen und Fortbildungen so gut wie nichts mit und die Kommunikation mit Patienten ist quasi unmöglich, denn da spricht nun wirklich keiner Englisch.

Ankunft/Beziehung zu Gastgebern und Bevölkerung 
Schon bei der Ankunft durfte ich die Herzlichkeit der Panameños erfahren, die mich dann die nächsten fünf Wochen immer begleiten sollte. Ich wurde von Thais, der LEO vor Ort, und drei anderen europäischen Famulanten am Flughafen abgeholt und dann gleich in die Uni gefahren, wo wir offiziell begrüßt und sehr, sehr vielen panameñischen Studenten vorgestellt wurden. Thais zeigte uns dann das Krankenhaus und die verschiedenen Universitäten, an denen man Medizin studieren kann, und kümmerte sich den ganzen restlichen Tag um uns. 

Als ich am Abend dann meine Gastfamilie kennen lernen durfte, war klar, dass ich mich in den nächsten fünf Wochen sehr wohlfühlen würde. Meine Gastfamilie, die ausschließlich spanisch sprach und deren älteste Tochter ebenfalls Medizin studiert, haben mich wie ein Mitglied ihrer Familie aufgenommen und mir trotzdem viel Freiraum für mich und alles, was ich unternehmen wollte, gelassen. Obwohl sie leider recht weit außerhalb des Stadtzentrums gewohnt haben und ich deswegen meistens mehr als 1 h zur Klinik/ins Zentrum brauchte, war es eine super Gelegenheit die Gastfreundschaft, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Panameños und das Alltagsleben einer panameñischen Familie kennen zu lernen. 

Auch waren die einheimischen Studenten trotz Prüfungsstress sehr offen und kontaktfreudig, sodass Wochenendausflüge und Erkundungen des Panameñischen Nachtlebens sehr schnell organisiert waren. Auch die Leute „auf der Straße“ waren immer sehr hilfsbereit und offen und ich habe mich kein einziges unwohl oder bedroht gefühlt, im Gegenteil – wenn mal wieder der Orientierungssinn versagt hat oder das Ziel des Autobusses unklar war - Dank den Panameños bin ich immer am vorgesehenen Ort angekommen.

Wie ging es nach der herzlichen Aufnahme im Gastland Panama im Hospital del Niños weiter? Die Fortsetzung findet Ihr in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung.

zur Webseite des dfa
(Deutscher Famulantenaustausch)
hier klicken

   
Autor(in): Caroline Hoggenmüller (Email der Redaktion bekannt (redaktion@medi-learn.net))
  
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Deutscher Famulantenaustausch (dfa)
  
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 6. Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Berufsstart mit Sorgen'

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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Das Archiv der Onlinezeitung
  
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 7. Interview mit Ärzten: Dr. Alexander von Meyer

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Wir möchten in der Reihe "Interview mit Ärzten" an dieser Stelle das Gespräch mit Herrn Dr. med. Alexander von Meyer veröffentlichen, der unseren kleinen Fragenkatalog wie folgt beantwortet hat.

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Beschreiben Sie bitte kurz Ihren studentischen Werdegang (Studienort, Studienverlauf, Studienzeit etc.). An welche Höhepunkte und auch Tiefpunkte während des Studiums erinnern Sie sich noch heute?
Studienort: TU München, Studienzeit: 1994-2001, 1 Freisemester: klassisch für Promotion
Keine für das Studium spezifischen Höhepunkte oder Tiefpunkte, nur ganz allgemein: z.B.: 1. durchgefallenes Anatomietestat und bestandene mündliche Prüfungen. Ein Höhepunkt, fachlich wie menschlich, ist sicherlich ein Tertial während des Praktischen Jahres (PJ) in Amerika (Pathologie in Omaha) gewesen.

Welches waren im Studium Ihre Lieblingsfächer und was hat Ihnen besonders daran gefallen?
Eigentlich alle Kurse bei denen man praktisch, durch eigenes Arbeiten Dinge gelernt hat. Auch wenn man nachhher was anderes macht, hat man z.B. irgendwann im Leben mal einen Augenhintergrund live gesehen. Ansonsten, denke ich, sind Fächer, die man sich gerne antut, abhängig vom Dozententen, wie überall, leider!!

Welches waren im Studium Fächer, die Sie überhaupt nicht mochten und was hat Ihnen hier missfallen?
Fachlich gab es keine Bereiche, die per se absolut uninteressant gewesen wären. In manchen eher theoretisch angelegten Fächern wünscht man sich im nachhinein einen besseren Dozenten, da man erst jetzt merkt wie wichtig der Stoff ist.

Was haben Sie am Tag Ihres 3. Staatsexamen(s) gemacht, nachdem Sie die Prüfung erfolgreich hinter sich gelassen und damit das Medizinstudium abgeschlossen hatten?
Zu Freunden gefahren, die noch nicht fertig waren und noch lernten, um ihnen ein bisschen Mut zuzusprechen und abends ein Bier getrunken.

Mit welcher Motivation haben Sie das Medizinstudium begonnen, sprich warum haben Sie sich entschieden, Medizin zu studieren? Gab es den entscheidenden Augenblick/Situation, mit dem feststand „Jetzt weiß ich es: Ich studiere Medizin“?
Entscheidung damals war zwischen Maschinenbau und Medizin. Ich war also nie der klassische Mediziner, heute würde ich wahrscheinlich Maschinenbau studieren. Damals nach dem Zivildienst, den ich in einem großem OP (12 Säle) abgeleistet habe, war einfach eine Faszination vorhanden, die sich auf das Gesamtkonstrukt Mensch bezog. Also nicht der Drang Menschen zu heilen, sondern eher sachlich orientiert.

Wie bewerten Sie diese Motivation rückblickend? Hat sie sich während des Studiums aufrechterhalten oder in welcher Form hat sie sich geändert?
Durch diese sachliche Motivation (keine emotionale Komponente), hatte ich nie den Punkt der großen Frustration, den einige erleiden, die mit einem Helfer-Syndrom gestartet sind. Retrospektiv war diese Motivation immer relativ stabil, was es mir überhaupt erst ermöglicht hat, dieses teilweise schon sehr stumpfsinnige Studium zu überstehen.

Wo (d.h.: Fachbereich und Thema) haben Sie Ihre Doktorarbeit absolviert?
Fachbereich: Rechtmedizin, Thema: Verletzungen der HWS nach Auffahrunfällen im niedrigen Geschwindigkeitsbereich: Wirklich spannende schöne Arbeit gewesen, live mit Menschen und kaputten Autos.

Zu Ihrem Auslandsaufenthalt, den Sie als Höhepunkt im Studium bezeichnen. Wie würden Sie das im Vergleich zur bundesdeutschen Ausbildung beschreiben? Was war besser? Was war schlechter? Was war das Besondere?

Es gibt nicht wirklich etwas, das schlechter war. Ich hatte den direkten Vergleich, da ich einen Teil in Deuschland gemacht habe. Ganz allgemein sind nicht patientennahe Fächer im PJ natürlich etwas besser, bezüglich "was man selber machen darf" (auch in Deutschland) Aber in Omaha war das nocheinmal mehr, fast vollständig selbst gearbeitet nach einer Einarbeitungszeit, immer wieder Treffen mit Oberärzten zum Lernen (1h pro Tag hat mir ein Oberarzt aus seinem Fundus Präparate gezeigt mit Selbstbeurteilen und Diagnose steleen, usw.). 1 Woche am Schluss durfte ich dann echte aktuelle Fälle bearbeiten, am Nachmittag dann mit dem Oberarzt besprochen und abgesegnet. Ein Lerneffekt kombiniert mit Spaß an der Arbeit, leider hier zu Lande im PJ schwer zu finden.

Wie sieht der Alltag als Arzt für Sie heute aus? Was macht Ihnen am meisten Spaß? Was am wenigsten?
Nach eineinhalb Jahren Pathologie (AIP), die von starker Hierarchie geprägt waren, was einen schon ein bisschen zur Verzweiflung treibt, ist es jetzt in der Klinischen Chemie hervorragend. Selbstverantwortlich mit guter Unterstützung ist es ein produktives lehrreiches und motivierendes Arbeiten.
Spaß macht eigentlich fast alles, nur Rufbereitschaften sind etwas dämlich, da sie einfach unkalkulierbar sind. Aber auch das ist zu ertragen.

Welche Tipps würden Sie Studenten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, Medizin zu studieren, mit auf den Weg geben?
Entsprechend der anstehenden Umstrukturierung im Gesundheitswesen muss man genau checken, ob man mit dem neuen Berufsbild des Arztes (noch weniger klassischer Arzt und mehr Sekretärin, Organisator und EDV Spezialist) sich identifizieren kann. Wenn man Spaß an der Kombination hat, nur zu. Die 13 Semester Studium kriegt man auch rum und außerdem soll das ja auch alles besser, spannender und didaktisch sinnvoller werden. Also eigentlich keine schlechten Aussichten und gute Ärzte braucht das Land und nicht zu knapp. Einziges Problem sind die Leute die mit einem Helfer-Syndrom und ohne genügend Wissen, um den Beruf beginnen und dann in maximaler Frustration irgendwann das Handtuch schmeißen oder durch einen Job sich Quälen, der weit von ihrer ursprünglichen Motivation entfernt liegt.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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zum Bereich 'vor dem Studium/Studienbeginn'

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Medi-Foren 'vor dem Studium'
  
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 8. Geschickt geklickt: 5 neue Linktipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor, das Ihr komplett unter der Adresse www.Medi-Seek.de findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte unter www.Medi-Seek.de ein.
Wir wünschen Euch viel Spaß bei Surfen.

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Diese Woche stellen wir Euch aus Medi-Seek.de vor:

Surftipp 1 Analysen und Laborwerte Klicks: 508
Hier findet Ihr ein Auflistung der einzelnen Laborparameter mit Angaben zu Referenzwerten, Untersuchungmethode, Probeentnahme, Probematerial, Störfaktoren und Klinischen Angaben.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/731.shtml


Surftipp 2 Notfallmedizin Klicks: 501
Der Benutzer befindet sich als Arzt im St. Packing Trauma Centre und wird darüber informiert, dass sich ein junger Mann ohne Airbag um einen Telegrafenmast gewickelt hat. Es liegt an ihm, den Patienten zu behandeln, die Tragweite seines Handelns anhand der Werte und des Befindens des Patienten abzuschätzen. Eine unterhaltsame und lehrreiche Weise, dem Studenten Inhalte der Notfallmedizin näherzubringen.

Autor: Andrea Clemens

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/63.shtml


Surftipp 3 Medizin-Tools für Palm Handheld-Computer Klicks: 501
Auf dieser Webseite gibt es neben Informationen über die PalmOS-Programmpakete der Firma mediheld auch Hintergrundinfo für die Nutzung von Palm-Handheld-Computern allgemein; speziell aber auch Infos und Links zu Palm-Hardware, Medizin-Freeware für den Palm, Literatur (Palm-Handbooks sowie Medizinlehrbücher).

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1600.shtml


Surftipp 4 Radiologie Klicks: 479
Das Radiologieprogramm der Uni Aachen gliedert sich in 3 Oberbereiche: Theorie, Fälle und Kurztestat. Der wirklich sehr ausführliche Theorieteil erklärt einem alles, was man über die Grundlagen von Röntgen, MRT, Sono etc. wissen sollte.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/68.shtml


Surftipp 5 Bio-Abschlussklausur 2002 (MD) Klicks: 476
Bio-Abschlussklausur 2002 der Magdeburger OvG-Uni

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1854.shtml

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 9. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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Mitarbeit:
Wenn Du Interesse an der Mitarbeit im Medi-Learn.net Team hast, schreib einfach eine Email an Ilka - von ihr erfährst Du alles weitere: ilka.markmann@medi-learn.net 

  

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Wenn ihr euch abmelden wollt, sucht bitte die folgende Webseite auf: http://www.medi-learn.info/tec/newsletter
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