28.06.2004

Ausgabe 227/04

Anzeige: Vorlesungsmitschrift abtippen war gestern!
Drei Wunderstifte werden verlost,
und im Nu ist die Mitschrift als Dokument auf dem PC!
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Worte erzeugen Hunger, Taten machen satt.
(unbekannt)


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 Editorial
  

Hallo,
wir haben einmal ein verlängertes Wochenende genommen, sodass die Freitagausgabe einmal 'ins Wasser fiel', aber frisch, fromm, fröhlich frei beliefern wir Euch heute mit einer druckfrischen Onlinezeitung. Seid Ihr genervt oder genauer gesagt: Was nervt Euch im Medizinstudium? So einiges? Na, da haben wir ein Plätzchen für Eure Tophits der Nervfaktoren im Studium, wie Ihr einem Artikel heute entnehmen könnt.

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Ein Nervfaktor im Studium sind sicherlich die MC-Fragen und es dauert gar nicht mehr so lang, da treten diese Schützlinge vom IMPP wieder ihr Regiment an. Doch wir haben ein Gegenmittel: Heute starten wir die Artikelserie 'Profi-Tipps für die MC-Prüfung'. Und nicht nur im IMPP-Examen sind gute Noten wichtig, auch in der Doktorarbeit begeht man keinen Fehler, sich einmal mit dem Notenschema zu befassen. Über dieses Thema könnt Ihr im heutigen Artikel aus der Reihe 'Praktische Tipps für die Doktorarbeit' lesen. Alles andere als genervt kehrte Ulrich Rohsbach aus Australien zurück: Im zweiten Teil seines Artikels erzählt er, wie er die Zeit in der Klinik in Übersee verlebt hat.
Last, but not least beobachtet der Hartmannbund einen holprigen Übergang in die neue Approbationsordnung und macht schon jetzt auf eine notwendige Überarbeitung der Übergangsregelungen aufmerksam.

Bis zur nächsten Ausgabe,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Du schreibst gerne und hast Lust, einen Artikel aus Deiner Feder gegen ein Fachbuch zu tauschen? Nein? Pech gehabt: Denn wir belohnen Artikelschreiber nicht nur mit Büchern, sondern verlosen auch eine Reise nach Paris.
Artikel schreiben ist gar nicht so schwer - Paris-Reise und Bücher winken

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Der-was-mich-im-Studium-nervt-Artikel: Eure Hitparade der Nervfaktoren im Studium
2.Jobticker mit aktuellen Stellenanzeigen
3.Holpriger Übergang in die neue AO
  
4.Praktische Tipps für die Doktorarbeit (3): Notenkunde
5.MedNews aus der StudMed-Redaktion: Gehirn, Immunsystem und Milch
6.Profi-Tipps für die MC-Prüfung I
  
7.Cartoon der Woche: Notfall
8.dfa-Famulaturbericht: Zagreb (1)
9.Gelauscht in den Medi-Foren
  
10.Australien-Famulatur im Fremantle Hospital, Perth (2)
11.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
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 1. der-was-mich-im-studium-nervt-Artikel

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Wer kennt es nicht: Professoren, die sich in die kleinsten Buchstaben in den seitenstärksten Lehrbüchern verliebt haben, dieses Detailwissen in der Vorlesung rauf und runter beten und in der Klausur auf diesem Faktenbergen aus Elfenbeintürmen genüsslich herumreiten. Nur ein Nervfaktor im Studium.

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"Der-was-mich-im-studium-nervt-Beitrag"
Mit diesem Beitrag fing alles an
rogerM, ein User aus den Medi-Foren, hatte die Idee, einen "der-was-mich-im-studium-nervt-Thread" ins Leben zu rufen:

Hallo,
mich würde mal so interessieren, was Ihr so alles nerviges am Medizinstudium und Rundherum zusammentragt. Mich nerven z.B. möchtegern-schlaue Mitstudenten, die bei einem Röntgenbild "Verschattungen" erkennen, aber nicht einmal wissen, ob Luft oder Flüssigkeit verschattet: Aber Hauptsache ´nen schlauen Begriff in die Runde geworfen. Mich nervt noch das Ewige "Findet-Ihr-im-Netz-Gequassel", ohne dass jemals was im Internet erscheint und man dann doch allem hinterher rennen muss.

Soweit der Eingangsbeitrag von rogerM

Und wie ging´s weiter? Die Hitparade der Nervfaktoren im Medizinstudium
Inzwischen sind zahlreiche Antworten eingegangen, von denen wir auszugsweise hier einmal ein paar Kommentare vorstellen möchten:

  • Mich nervt, dass man wirklich hundert und tausend Mal unter Beweis stellen kann, dass man etwas drauf hat und immer und immer wieder von neuem geprüft wird, so als ob einem keiner glaubt, dass man einen Sachverhalt nach dem hundertfünfzigsten durchpauken dann endlich doch mal begriffen hat!
  • Viel zu große Praktikumsgruppen und viel zu wenig praktischer Unterricht. Langweilige Seminare mit Referaten. Abschreiben bei Klausuren. Nicht mit genügend Büchern ausgestattete Bib. Wenig Lernplätze.
  • Mich nerven die ganzen Dozenten, die der Auffassung sind, dass Lehre reine Zeitverschwendung sei und die Studenten ihnen nur die Zeit zum forschen stehlen würden.
  • Studenten, die glauben, sie seien schon zu 75% Chefarzt
  • Mich nervt, dass wir am Ende diesen Semesters eine Psychoklausur zur Psychovorlesung schreiben, die Vorlesung aber einfach mal gestrichen wurde und die Klausur trotzdem stattfindet
  • Leute, die sich immer wieder wiederholen, nerven mich und stulle-blöde Sobotta-, Mortimer-, Stryer - Fetischisten übrigens auch.
  • Mich nervt dieses ewige schwadronieren von den schlechten Zukunftsaussichten und der Palaver, dass dir fast jeder Arzt sagt, er würde nie wieder Medizin studieren, da alles andere besser wäre. Wie soll man denn da noch motiviert bleiben ??
  • Praktika, die mich nicht im Geringsten interessiert haben, weil sie sooo schlecht organisiert waren, strebende Kommilitonen, Spinner, die zu allem IMMER eine Frage stellen müssen, egal, wie dämlich sie ist, nur um eine Frage gestellt zu haben... *hrmpf* Ich hör lieber auf, sonst wird das hier eine "Neverending Story"

TBC - To Be Continued durch Euch
Neverending story ist ein gutes Stichwort und nun seid Ihr an der Reihe: Wäre doch gelacht - ein bisschen Galgenhumor mag erlaubt sein -, wenn Ihr es nicht schafft, die Anzahl an weiteren Antworten gehörig in die Höhe zu schrauben. Was nervt Euch am Studium total an? In den Medi-Foren haben wir Platz genug für Eure "Das nervt mich total am Studium"-Beiträge. Auf geht´s: Wir sind gespannt, was den höchsten Nervfaktor für Euch darstellt!


Die Hitparade der Nervfaktoren im Studium
Was nervt Euch am Studium?
Zum Beitrag mit Antwortmöglichkeit hier entlang



   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 2. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 300 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

Assistenzarzt => Anästhesie und Intensivmedizin (D: Norddeutschland)

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Assistenzarzt => Herzchirurgie

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

AiP => Herzchirurgie (D: Region Norddeutschland)

Stellenangebote/AiP-Stellen

AiP-Stelle Anästhesie gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

UA-Stelle Innere Feb-Mai´05

Stellengesuche/PJ-Stellen

Assistenzarztstelle Innere Medizin gesucht

Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen

Unterassisntentenstelle in Schweiz gesucht!

Stellengesuche/PJ-Stellen

AIP dringend gesucht (mit Übernahme Assistent/in)

Stellenangebote/AiP-Stellen

Unterassistentenstelle in Schweiz gesucht ( 25.10.04 - 11.02.05 oder 14.02.05 - 03.06.05 )

Stellengesuche/PJ-Stellen

Zahntechnikerin /Kieferorthopädie

Stellengesuche/Jobs_in_alternativen_Berufsfeldern

AIP in der Hämato-/Onkologie zum 01.08.2004. gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse ([email protected])
  
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 3. Holpriger Übergang in die neue AO

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Hartmannbund fordert Überarbeitung der Übergangsregelungen
In den letzten Wochen erreichen den Hartmannbund zunehmend Klagen über große Schwierigkeiten bei der Umsetzung der neuen Approbationsordnung für Ärzte (AO).  Die Einführung des Blockpraktikasystems und der praxisorientierte Unterricht für die neuen AO-Studenten benötigt viel mehr Dozenten und Ärzte als früher. Deshalb finden viele Kurse der Semester nach der neuen AO nicht mehr nur in den Unis sondern auch in den umliegenden Lehrkrankenhäuser statt. 

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Die umliegenden Lehrkrankenhäuser sind damit aber sichtlich überfordert. Sie haben nicht genügend Personal um sich den ganzen Tag um die Studenten zu kümmern. "Es ist schwierig Kollegen zum Unterrichten zu überreden. Bei einer ständigen Unterbesetzung kann man sich nicht auch noch um Studenten kümmern.", so hört man aus oberärztlichen Kreisen. Teilweise sitzen Studenten die ganze Zeit im Arztzimmer und trinken Kaffee, weil der zur Betreuung vorgesehene Assistenzarzt alleine auf Station eingeteilt und somit gänzlich in die Routinepatientenversorgung eingebunden ist. Eine weitere Studentin berichtet dem Hartmannbund, dass sie in den Aufenthaltsraum für Patienten gesetzt wurde, um dort Fernsehen zu schauen - nach drei Stunden ging sie dann nach Hause. Andere ziehen mit einer Schwesternschülerin über die Station, um wenigstens etwas von ihren Praktikum zu haben.

Blockpraktika sind für die medizinischen Fakultäten der einzig durchführbare Weg den Anforderungen, die durch die neue AO gestellt werden, zu entsprechen. Dr. Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender des Arbeitskreises IV „Ausbildung und Weiterbildung“ im Hartmannbund: „Die Fakultäten stehen am Beginn der Ausgestaltung des neuen Lehrkonzepts. Sie werden es umsetzen müssen. Sie benötigen jedoch zusätzliche Unterstützung von der Bundesregierung und den Landesregierungen. In dieser Situation einer deutlich erhöhten Unterrichtsbelastung müssen die Landeszuschüsse für Forschung und Lehre nicht gekürzt, sondern deutlich angehoben werden!“ Viele Fakultäten behelfen sich in dieser angespannten Finanz- und Personalsituation mit der Abschaffung der theoretischen Vorlesungen und konzentrieren sich lieber auf die Durchführung der Blockpraktika.

Der Hartmannbund kritisiert allerdings die fehlende Möglichkeit, sich dann anständig auf die Kurse vorzubereiten. Auch viele der sonst üblichen Zusatzkurse, wie Akupunktur-, Sonographie- oder EKG-Kurse sind deutlich gekürzt worden. Diese Kurse werden von Fakultäten nicht mehr finanziert und müssen teilweise eigenverantwortlich organisiert und von den Studenten finanziell selbst getragen werden. Außerdem haben auch die Studenten der alten AO noch Blockpraktika zu absolvieren. Es gibt aber kaum noch Vorlesungen für den alten AO-Ausbildungsgang. Stattdessen steht es den Studenten häufig frei, an den Leitsymptomvorlesungen für die neue AO teilzunehmen. Sogar an Klausuren soll gespart werden: Außer der speziellen Pharmakologie und speziellen Pathologieprüfung müssen die Studierenden der alten AO in vielen Unis keine Klausuren mehr schreiben. Dann ist es fraglich, inwieweit Studenten ihr Selbststudium bewältigen, wenn es keinerlei Kontrolle gibt.

Auch die Übergangsregelungen, welche in §43, Abs. 2.4 der neuen ÄAppO formuliert sind, sind teilweise höchstkompliziert und bereiten zahlreichen Studenten Kopfzerbrechen. Das Physikum und das zweite Staatsexamen waren in der alten AO festgelegt, das erste Staatsexamen konnte allerdings bisher nach der alten AO zu einem beliebigen Zeitpunkt dazwischen flexibel und ohne Verlängerung der Studienzeit absolviert werden. Es ist wahrscheinlich, dass man mit einem Wechsel in die neue AO nun mindestens ein Semester verliert. Eine Lösung böte die Änderung der Übergangsbestimmungen in der neuen Approbationsordnung, dahingehend, dass alle Studierenden, die das erste und zweite Staatsexamen noch nach der alten AO, unabhängig vom Vorhandensein des ersten Staatsexamens nach der neuen AO, in einem bestimmten, noch zu definierenden Zeitfenster ablegen können. Ein zweiter Weg könnte das Angebot der Zulassung zum 2.Staatsexamen nach der neuen AO mit den nach der alten AO erworbenen Scheine bereits im Herbst 2005 sein.

Klaus-Peter Schaps dazu: "Bei der Ausarbeitung der Übergangsregelungen sind etliche Fehler unterlaufen, daher ist dringend die Überarbeitung dieser Regelungen im Sinne der betroffenen Studierenden notwendig!“ Die betroffene Kohorte (ca. 1500 Studenten), kommt durch die geltende Regelung in beträchtliche Schwierigkeiten. Der Hartmannbund hat dementsprechend einen Antrag auf "Ergänzung des Entwurfes zur Änderung der Bundesärzteordnung und anderer Gesetze“ erarbeitet und dem Medizinischen Fakultätentag (MFT), dem Bundesgesundheitsministerium und den Länderministerien zu Verfügung gestellt. „Eine schnelle und wohlwollende Prüfung unseres Antrages ist uns schriftlich zugesagt worden“, so Klaus-Peter Schaps. Es ist jedoch absehbar, dass leider wohl nicht alle Landesprüfungsämter alle Altscheine anerkennen, sondern sich nach Äquivalenzlisten richten. Der Hartmannbund wird allen Kommilitoninnen und Kommilitonen Hilfestellungen geben, wie man nicht anerkannte Scheine auch in den Semesterferien nachholen kann. Eine derartige Anleitung und die verfügbaren Äquivalenzlisten sind auf der Homepage des Hartmannbundes unter www.hartmannbund.de eingestellt worden. Weitere, aktuelle Informationen sind auch über [email protected] oder unter 030/206208-0 abrufbar.

Musterschreiben und Faltblatt - klick hier

Forderungen des Hartmannbundes zur neuen AO - klick hier

Äquivalenzlisten der Hochschulen - klick hier

Autor: [email protected]

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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Forderungen des Hartmannbundes zur neuen AO

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Musterschreiben und Faltblatt vom Hartmannbund

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Medizinstudenten im Hartmannbund
  
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 4. Praktische Tipps für die Doktorarbeit (3)

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Naturwissenschaftler lächeln manches Mal über medizinische Doktorarbeiten. Doch auch für den Mediziner ist es ein langer, manchmal mit Steinen versehener Weg bis zu dem Tag, an dem man sich den sprichwörtlichen Hut mit der Aufschrift 'Dr. med.' aufsetzen kann. Um für Euch auf dem Weg zur Promotion einige dieser Steine aus dem Weg zu räumen, bieten wir in der Onlinezeitung die Artikelserie 'Praktische Tipps für die medizinische Doktorarbeit' aus dem gleichnamigen Buch von Baur, Greschner, Schaaf (Springer Verlag).

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Wie bekomme ich die beste Note? Kurzlehrgang für besonders Strebsame

Im Allgemeinen spielt die Benotung der Doktorarbeit keine allzu große Rolle. Sie hängt bei experimentellen Arbeiten vor allem von den aufgezeigten innovativen Ideen, einem originellen Design und entsprechenden Ergebnissen ab. Bei statistischen Erhebungen sind hauptsächlich die in der Diskussion dargelegten Ideen und der Vergleich der eigenen Ergebnisse mit der Literatur sowie formale Kriterien, wie klare Gliederung, übersichtliches Layout etc. ausschlaggebend.

Eine außergewöhnlich gute Arbeit kann nach einstimmigem Fakultätsbeschluss mit „summa cum laude" benotet werden. Hervorragende Arbeiten beschreiben z.B. eine neue Methode zum Nachweis bestimmter körpereigener Substanzen oder es handelt sich um aufwendige Grundlagenforschung.

Notenskala für „Nichtlateiner"

  • insufficienter –unzulänglich: Eine insgesamt unbrauchbare Leistung, die Arbeit wird abgelehnt.
  • rite –befriedigend: Jeder ist froh, dass die Arbeit gerade noch über die Bühne ging.
  • cum laude –gut: Eine anständige Arbeit ohne besonderen Pfiff.
  • magna cum laude –sehr gut: Die Standardnote für gute und bisweilen auch arbeitsintensive Untersuchungen.
  • summa cum laude –ausgezeichnet: Für herausragende Arbeiten; die Voraussetzungen sind je nach Universität unterschiedlich.
Viel wichtiger als die Note an sich ist, was der Doktorand aus seiner Arbeit macht, d. h. dass er seine Ergebnisse auf einem Kongress gut präsentiert und/oder sie in einer angesehenen Zeitschrift publiziert.

Hat er wissenschaftliche Ambitionen, konnte er sich vielleicht Beziehungen im Ausland oder zu anderen Kliniken aufbauen. Für den mehr auf klinisch-praktischem Gebiet Interessierten sind folgende Fragen von Bedeutung: Gab es die Möglichkeit sich die Option für eine Famulatur, PJ- oder AIP-Stelle zu schaffen? Konnte er bei Medikamentenstudien Kontakte zur Pharmaindustrie herstellen?

In vielen Fällen geht es jedoch nur um den angestrebten „Dr. med.". Wichtiger als das gezeigte Engagement und die Note, die später ohnehin kaum noch jemanden interessieren, ist dann der benötigte Zeitaufwand.

Die Inhalte dieser Artikelserie stammen aus dem folgenden Buch:


Literatur
Titel: Praktische Tipps für die Medizinische Doktorarbeit
Autor: Eva-Maria Baur, Martin Greschner, Ludwig Schaaf
ISBN: 3540650261
Verlag: Springer Verlag
Preis: 14,95 Euro

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Neben den hier veröffentlichten Kapiteln 1,2,8,9 und 14 stehen in dem Buch sehr viele weitere Informationen zur Verfügung. Um Euch einen Überblick über die weiteren Inhalten zu verschaffen, schaut Euch doch einfach einmal das Inhaltsverzeichnis an.

[Zum Inhaltsverzeichnis des Buches]

   
Autor(in): Eva-Maria Baur, Martin Greschner, Ludwig Schaaf (Email der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
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Forum Doktorarbeit bei Medi-Learn
  
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 5. MedNews (StudMed) aus dem Springer Verlag

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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.

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 >> Alarmsignale des Immunsystems endlich entschlüsselt (24-Jun-2004)
 

Im Immunsystem unseres Körpers wird auf verschiedene Arten Alarm geschlagen. Bekannt sind seit den 90ern die Antigenerkennung und Infektionssignale. Diese beiden Mechanismen erklären allerdings nicht, wie es zu Immunreaktionen kommt, die nicht von Erregern ausgelöst werden. Marburger Mediziner sind dieser Frage nachgegangen und fanden einen dritten Mechanismus: Infizierte Zellen senden ein SOS-Signal aus. Mehr...

 
 >> Gehirn arbeitet mit Netz und doppeltem Boden (24-Jun-2004)
 

Bisher gingen Forscher davon aus, dass Signale über Bewegung von Nervenzellen im primären Kortex nach Richtung vorsortiert und dann im Bewegungszentrum des Gehirns nur noch weiterverarbeitet werden. RUB-Biologen machten jedoch eine überraschende Entdeckung: Etwa die Hälfte der Zellen im Bewegungszentrum werden mit unsortierten Bewegungsinformationen versorgt, die sie dann selbst sortieren. Das Gehirn scheint demnach weniger hierarchisch aufgebaut zu sein als bisher angenommen. Mehr...

 
 >> Stärkung des Immunsystems - die Milch macht’s (24-Jun-2004)
 

14 Tage nach einem Wettkampf haben Marathonläufer oft mit einer Infektion der Atemwege zu kämpfen. Neuseeländische Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass ein spezielles Milchpräparat das Immunsystems stärken kann. Mehr...

 

   
Autor(in): Redaktion StudMed ([email protected])
  
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 6. Profi-Tipps für die MC-Prüfung I

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Unsere Erfahrung zeigt, dass es in MC-Prüfungen nicht oder doch zumindest nicht nur auf ein möglichst lückenloses Wissen ankommt. Vielmehr können die Besonderheiten des Multiple-Choice-Verfahrens die Prüfungsergebnisse maßgeblich beeinflussen: Während die Art der Fragestellungen manche Studenten gerade wegen umfassender Kenntnisse zu unnötig komplizierten Gedankengängen und Falschantworten verleitet, können andere durch Ausnutzung aller prüfungstypischen Besonderheiten ihre fachlichen Defizite gewinnbringend ausgleichen.

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Mit den folgenden Tipps für die MC-Prüfung möchten wir Euch dabei helfen, häufige Fehlerquellen auszuschalten und so Eure persönliche Erfolgswahrscheinlichkeit in der Prüfung zu erhöhen.

Aufgaben der Reihe nach bearbeiten

Bearbeitet die Prüfungsaufgaben grundsätzlich der Reihe nach. Zieht die Bildfragen nicht vor und versucht auch nicht, zuerst die Fragen Eures Lieblingsfaches zu lösen. Das Herausfiltern von Fragen -ganz gleich unter welchen Gesichtspunkten - kostet wertvolle Zeit, die Euch später fehlt. Denkt daran, dass jede Frage, die aus Zeitgründen nicht oder nur oberflächlich behandelt werden kann, eine potentielle Falschantwort darstellt.

Lösungen sofort (!) auf den Computerbogen übertragen

Nutzt beim Bearbeiten der Aufgaben in Eurem Heft das Markierungsschema, das in den Examensbänden der Schwarzen Reihen beschrieben ist (ff, f?, ...). Schreibt den Lösungsbuchstaben zunächst in Euer Heft und übertragt diese Lösung dann sofort (!) auf den Computerbogen. Wenn Ihr erst am Schluss alle Aufgaben übertragt, steigt die Wahrscheinlichkeit von Übertragungsfehlern. Darüber hinaus kostet dieses Verfahren mehr Zeit, als wenn Ihr nach jeder Aufgabe die ohnehin notwendige mentale Pause beim Übergang von einer Aufgabe zur nächsten mit der mechanischen Tätigkeit der Übertragung Eurer Lösung auf den Computerbogen füllt.

Markiert eine Lösung auch dann auf dem Computerbogen, wenn Ihr zunächst frei raten müsst.

Einige Studenten lassen bei den Aufgaben, die sie zunächst nicht lösen können, eine Lücke auf dem Computerbogen in der Vorstellung, sich diese Aufgabe später noch einmal anzuschauen und sich erst dann für eine Lösung zu entscheiden. Wir empfehlen, auch bei zunächst unlösbaren Aufgaben einen Lösungsbuchstaben auf Eurem Computerbogen zu markieren. Bedenkt, dass Ihr später womöglich die eine oder andere Aufgabe übersehen oder unter Zeitdruck geraten könnt. In diesem Fall gilt, dass eine Aufgabe, bei der sich keine Markierung auf dem Computerbogen befindet, sicher falsch ist. Dagegen bietet eine - wenn auch willkürlich gesetzte- Markierung auf dem Computerbogen mit einer Ratewahrscheinlichkeit von 20% zumindest die Chance auf eine Richtigantwort.

Wenn Ihr Euch einzelne Aufgaben zum Schluss noch einmal anschauen wollt, dann schreibett Euch auf den Heftrücken die Seite und die Aufgabennummer um diese Aufgaben schneller zu finden. Sollte Euch dann tatsächlich eine "gute Idee" kommen, werdet Ihr wahrscheinlich auch noch genügend Zeit haben, um auf Eurem Computerbogen die zunächst eingetragene Lösung auszuradieren.

Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung.



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Medi-Learn Fakten zum Physikum - hier klicken

Medi-Learn Tabellenskripte zum 2. Staatsexamen - hier klicken

   
Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 7. Cartoon der Woche: Notfall

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Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt.

Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 8. dfa-Famulaturbericht: Zagreb (1)

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Über meine Famulatur in der Klinik für Dermatovenerologie am Universitätsklinikum Sestre Milosrdnice Zagreb (vom 01.03 bis zum 30.03.2003) möchte ich im Folgenden berichten. Am Ende des Sommersemesters 2002 ging ich zum dfa, um mich für eine Famulatur in einem englischsprachigen Land zu bewerben, wobei mir vor allem England vorschwebte. Beim dfa erfuhr ich, dass die Aussichten auf eine Famulatur in Großbritannien durchaus nicht rosig wären – im Gegensatz zu den osteuropäischen Ländern, in denen auch Englisch vorausgesetzt wurde.

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Warum Kroatien?
Da ich selber einer slawischen Minderheit in Deutschland angehöre und meine eigentliche Muttersprache nicht deutsch, sondern sorbisch ist, war ich durchaus nicht abgeneigt, in ein slawisches Land zu gehen. Außerdem wusste ich nur sehr wenig über das ehemalige Jugoslawien, da ich zur Zeit des Krieges noch sehr jung gewesen war. Einen einmonatigen Aufenthalt in Kroatien sah ich als gute Möglichkeit, mich vor Ort mit dieser Problematik zu beschäftigen. Ich möchte auch nicht verschweigen, dass ich sehr viele Bekannte habe, die Kroatien als Urlaubsland entdeckt haben und die mir von diesem schönen Land vorgeschwärmt hatten. 

Aus medizinischer Sicht war mir bewusst, dass das Gesundheitssystem sicher nicht so gut ausgebaut und vor allem nicht technisch so gut ausgestattet sein würde wie in Deutschland. Gerade da sah ich aber Vorteile, denn ich bin der Meinung, dass man gerade als Student zunächst einmal lernen sollte mit einfachen Mitteln und Untersuchungsmethoden auszukommen, um dann später auch die komplizierteren verstehen und anwenden zu können. Außerdem fand ich es interessant und auch wichtig, Einblicke in ein anderes Gesundheitssystem zu erhalten. 

Vorbereitungen im Vorfeld
Es war keineswegs mein erster Aufenthalt in Osteuropa. Ich komme aus dem östlichsten Ostdeutschland - nur ca. 50 km sowohl von der tschechischen als auch von der polnischen Grenze entfernt. Schon zu Schulzeiten war ich etliche Male in Tschechien, Polen und auch einmal in Litauen gewesen war, sodass ich mir über den etwas niedrigeren Lebensstandard bewusst war. 

Nachdem ich sehr schnell die Zusage für Kroatien aus Bonn erhalten hatte, hoffte ich auf eine ebenso schnelle Zusage aus Kroatien. Ich wartete und wartete, und als ich 6 Wochen vor meinem geplanten Abflug noch keine Card of Acceptance hatte, wandte ich mich an den dfa in Bonn. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei eben diesem bedanken, denn ich wage zu bezweifeln, dass meine Famulatur in Zagreb ohne das Engagement von Stefanie Böttcher noch zustandegekommen wäre, da in Kroatien irgendetwas mit meiner Bewerbung schief gelaufen war. Eine Woche vor dem geplanten Abflug meldete sich die Leiterin der Lokalvertretung des Cromsic (d. h. des kroatischen Famulantenaustausches) in Zagreb bei mir, und sicherte mir den Platz im Krankenhaus und eine Unterkunft bei ihrer Familie zu. 

So setzte ich mich am 28.02.2003 mit gemischten Gefühlen zum ersten Mal in meinem Leben in ein Flugzeug und flog für 257,00 € (hin und zurück) mit der Lufthansa und der Croatian Airlines von Leipzig über Frankfurt nach Zagreb. 
Rein praktisch bedurfte der Aufenthalt in Kroatien keiner großen Vorbereitungen: 
· kein Visum notwendig
· Geld (7 Kuna entsprechen ca. 1 €) kann man problemlos in Kroatien auf der Bank umtauschen oder mit Hilfe der EC-Karte auch am Automaten erhalten 
· ein kroatisch-deutsches Wörterbuch ist jedem Fall gut, aber nicht unbedingt notwendig, ein Sprachführer mit Redewendungen und Beispielen zu allen Lebensbereichen (z. B. Langenscheidt`s Sprachführer) ist wesentlich hilfreicher 
· weiße Kittel und Stethoskop und gutes Lehrbuch für die Arbeit im Krankenhaus
· im Winter: Winterkleidung!!!, da es auch in Kroatien sehr kalt werden kann
· ansonsten kann man in Kroatien alles käuflich erwerben, was auch in Deutschland angeboten wird

Unterkunft und Verpflegung
Glücklicherweise wurde ich vom Vater meiner Kontaktperson auf dem Flughafen begrüßt und abgeholt. Ich durfte im Haus der Familie eine hübsche und gemütliche Dachwohnung mit Blick auf die Dächer von Zagreb mein eigen nennen. Das Haus befand sich Zentrum unweit der längsten Straße von Zagreb, der Ilica. Ich hatte es weder weit in die historische Altstadt, noch in die Klinik. Es war natürlich sehr praktisch, dass meine Kontaktperson Lea gleich unter mir wohnte, so dass ich Probleme immer sehr schnell abklären konnte. Andererseits glaube ich, dass ich bei einer Unterbringung im Studentenwohnheim vielleicht leichter in Kontakt mit kroatischen StudentInnen gekommen wäre. 

Verpflegung bekam ich früh, mittags und abends im Krankenhaus. Das Frühstück musste ich auf der Station einnehmen und das Personal (von der Krankenschwester bis zur Chefärztin) vergewisserte sich auch, dass ich dies wirklich tat! – allerdings ließ ich es nach einer Weile weg, weil ich mich in der Ambulanz, in der ich mich die meiste Zeit aufhielt, schlecht loslösen wollte und konnte. Zum Mittagessen und Abendbrot ging ich in die Kantine. Am ersten Tag stellte mich eine Ärztin in der Küche vor, sodass ich keine Marken oder dergleichen benötigte. Das Essen war wirklich wunderbar und sehr reichlich. (Man sollte sich aber darauf einstellen, dass man sehr, sehr, sehr oft Hühnchen bekommt, vor allem als Ausländer – aus welchen Gründen auch immer!). Trotz der Vollverpflegung in der Klinik sollte man jedoch unbedingt die vielen Leckereien, die in den Bäckereien für sehr wenig Geld angeboten werden, ausprobieren – vor allem frische Buchteln mit Schokolade sind wärmstens zu empfehlen ;-) !!!

Es ist schwierig zu sagen, wie viel Geld man mitnehmen sollte, da dies von den ganz persönlichen Ansprüchen eines jeden abhängig ist. Essen, Restaurants und Cafes sind vielleicht geringfügig billiger, Kleidung und technische Geräte teurer und öffentliche Verkehrsmittel etwas billiger als in Deutschland. Man wird daher nicht viel mehr Geld benötigen als in Deutschland für diese Zeit.

Wie verlief die Zeit in der Klinik? Die Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung!

zur Webseite des dfa
(Deutscher Famulantenaustausch)
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Autor(in): Kathrin Buder (Autor-Email der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
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Deutscher Famulantenaustausch (dfa)
  
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 9. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 1.000 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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 10. Australien-Famulatur im Fremantle Hospital, Perth (2)

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Emergency Medicine ist in Australien eine eigene Fachrichtung. Interessant finde ich daran, dass man Patienten aus allen Bereichen (Chirurgie, Innere, Pädiatrie, Gynäkologie, Ophtalmologie usw.) bekommt und untersucht. Zwar ist der Emergency Doctor kein Experte in jedem dieser Gebiete, aber er hat einen großen Überblick und kennt sich in allen Bereichen aus. Wenn der Fall komplizierter ist, werden die jeweiligen Fachärzte hinzugezogen.

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Famulatur im Emergency Department
Für mich als Famulus war die Fülle der unterschiedlichen Patienten sehr lehrreich. Ausgestattet mit meinem ‚security badge’ und Stethoskop stand ich also am Montag morgen in der Mitte der Notaufnahme am Info-Desk. Mein ‚supervisor’ war von diesem Tage an vier Wochen im Urlaub – so gut klappt das dann vielleicht auch nicht mit der zentralen Organisation ;-). Einer der Consultants (Chefärzte) hat mir die Notaufnahme gezeigt. Sie besteht aus über 30 Kabinen, die um die zentral gelegenen PC- und Schreibplätze angeordnet sind. Die PCs beinhalten allerlei Programme, u.a. eins für die Patientenverwaltung. Auf einem Computer habe ich mir dann einen der Neuzugänge herausgesucht, der mir interessant erschien, und ihn entweder mit oder ohne den zuständigen Arzt befragt und untersucht. 

Die Australier haben nicht wie wir vorgedruckte Anamnesebögen, sondern einfach einen leeren Zettel, auf den man seine Befragungsergebnisse aufschreiben kann. Es ist sehr hilfreich, sich vorher über dieses System (PC, HPC, PMH, HXD …) kundig zu machen. Mir hat dabei das Buch „Medical English“ aus dem Thieme-Verlag weitergeholfen. Abweichungen gibt es natürlich immer, aber wesentliche Inhalte werden auf alle Fälle vermittelt. Außer der Untersuchung durfte ich auch ein paar andere praktische Sachen machen (z.B. Blut abnehmen, nähen, reanimieren…). In der Notaufnahme gibt es vier Teams, die durch die verschiedenen Schichten rotieren, und leider hatte ich am Anfang das am wenigsten lehrwillige erwischt. Später war ich dann auch in einem besseren, in dem die Registrars (Oberärzte) sich viel Zeit für mich genommen und mit mir alle Fälle sehr ausführlich besprochen haben. Dann hat es richtig viel Spaß gemacht! (Einer der Registrars heißt Tor mit Vornamen, der hat 12 Jahre lang in Deutschland gearbeitet. Wenn ich wirklich mal nicht weiter gekommen bin, hab ich das mit ihm auf deutsch geklärt. Auch schön.).

In der Nachtschicht bin ich mit einem Resident (Assistenzarzt) als ‚Medical Cover’ über alle internistischen Stationen gelaufen. Das zählt natürlich nicht zur Notaufnahme, aber es hat mir trotzdem weitere Einblicke in den Stationsall“tag“ ermöglicht, die ich sonst nicht gehabt hätte, und reanimieren konnte ich da auch… Im T-Block (die Notaufnahme liegt im B-Block) habe ich die Studenten getroffen, die am Fremantle Hospital ausgebildet werden (vorwiegend 4th year students). Das hat mir nicht nur ein paar lustige Abende sondern auch interessante tutorials (Seminare) eingebracht. Außerdem ist im T-Block auch der Computerraum, in dem man an sechs nagelneuen Rechnern ins Internet gehen kann. Ansprechpartnerin ist hier Pat Mumford ( [email protected] ), die wirklich sehr nett und hilfsbereit ist!

‚Freo’, Perth & Western Australia
Perth, der Hauptstadt Westaustraliens, eilt der Ruf voraus, die sonnigste Stadt in Oz zu sein, wovon ich mich ausgiebig überzeugen lassen konnte. Es war bereits Spätsommer, als ich Ende Februar dort ankam, und trotzdem schien die Sonne fast jeden Tag von dem strahlend blauen Himmel. In der Nacht kühlte es auf angenehme Temperaturen herab, so lässt es sich wirklich aushalten! Besonders in Fremantle, Perths Hafenstadt, sorgte der ‚Fremantle Doctor’, eine kühle Meeresbrise, für angenehme Verhältnisse. Auch Westaustralien kann mit einigen Sehenswürdigkeiten aufwarten, wenn auch das touristische Zentrum ganz klar an der Ostküste liegt. Unvergessen bleiben für mich der Besuch des Kings Parks in Perth, Strandgänge zu den berühmten Stränden von Cottesloe und Scarborough, an dem die hohen Wellen des Indischen Ozeans zum Surfen einladen, die wunderschöne Insel Rottnest Island (‚when did you last swim in crystal clear water’ lautete die Radiowerbung) und die Fahrt in die Gegend um Margret River im äußersten Südwesten, wo ich bei einigen Weingutbesuchen vollends von der Qualität australischer Weine überzeugt wurde. Das Klima erinnert sehr an den Mittelmeerraum, alles ist grün und die Luft riecht würzig. Und ich persönlich finde es auch angenehm, einmal ganz alleine an einem schier endlosen Strand zu liegen und dem Rauschen der Wellen zu lauschen… Aber auch die Freunde voller Kneipen, die auch mal gerne das Tanzbein schwingen, kommen in Freo auf ihre Kosten, denn am Wochenende war in der kleinen Stadt die Hölle los! 

III: The Time after

Reisen durch Australien
Nach meiner Famulatur bin ich natürlich noch durch Australien gereist. Zunächst bin ich von Perth aus nach Darwin geflogen, wo ich mich mit Freunden aus Deutschland getroffen habe, um die berühmten Kakadu- und Litchfield-Nationalparks zu sehen. Von dort aus sind wir zusammen nach Cairns geflogen, wo wir uns ein Auto gemietet haben, um von dort aus (über einen kurzen Abstecher nach Cape Tribulation im tropischen Norden) die Ostküste bis nach Sydney herunterzufahren (am Ende waren das insgesamt knapp 4000 km). Die Strecke mit dem Auto zurückzulegen hat Vor- und Nachteile, aber ich habe keine Sekunde dieser wunderschönen Reise bereut! Leider kamen wir nicht mehr nach Melbourne und Adelaide, aber alles kann man in knapp vier Wochen eben nicht machen. Die Ostküste ist auf jeden Fall einen Besuch wert! 

Last but not least
möchte ich jeden, der sich jetzt noch fragt, ob er diese große Reise auf sich nehmen soll, explizit dazu auffordern, diesen Schritt zu tun! Die schier unglaubliche Freundlichkeit und Unkompliziertheit der Australier, das hautnahe Erleben der anderen Sprache und Kultur sowie das traumhafte Wetter haben die Zeit in Down Under für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht! NO WORRIES!  Für weitere Fragen stehe ich Euch gerne per E-Mail zur Verfügung: [email protected] .

Anmerkung der Redaktion: Wir danken Ulrich Rohsbach herzlich für diesen informativen und bilderreichen Artikel. Wer den Anfang verpasst hat, findet hier den ersten Teil des Famulaturberichtes.

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Autor(in): Ulrich Rohsbach ([email protected])
  
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 11. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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