12.07.2004

Ausgabe 229/04

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean an Wille und Verstand.
(Blaise Pascal)


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 Editorial
  

Hallo,
ab der zweiten Hälfte der Woche soll der Sommer beginnen - am Wochenende sollen in weiten Teilen Deutschlands bereits sommerliche Temperaturen von bis zu 29°C herrschen. Bis es soweit ist, bringen wir Euch noch ein wenig Sonnenschein mit der Onlinezeitung: ob Auslandsfamulatur in Südafrika, professionelle Techniken für die MC-Prüfung, wichtige Informationen für alle von der AiP-Abschaffung-Betroffenen, Hintergrundwissen für die medizinische Doktorarbeit - wir haben mit der heutigen Onlinezeitung wieder eine bunte Mischung an Themen für Euch zusammengestellt.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Und wessen Informationsbedürfnis mit diesen Artikeln noch nicht gedeckt sein sollte, der findet in den MedNews oder unter den aktuellen Forenbeiträgen sicher noch das eine oder andere an Wissenswertem oder Unterhaltsamen.
Last, but not least: Die neuesten Anzeigen aus der Medi-Jobbörse, die sich nach weniger als 2 Jahren Laufzeit mit derzeit über 500 Anzeigen wieder einmal prall gefüllt zeigt, in der Ihr nach wie vor kostenlos Eure Anzeige aufgeben könnt.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Fernweh? Die Auslandsforen bei Medi-Learn sind hier vielleicht die richtige Medizin - Auslandsforen mit Österreich, Schweiz, Ungarn

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Profi-Tipps zur MC-Prüfung (2)
2.Jobticker mit aktuellen Stellenanzeigen
3.AiP endlich abgeschafft, aber dennoch kein Ende in Sicht
  
4.Aktueller Fall im Trainingscenter: Junge Patientin mit Hemiparese
5.MedNews aus der StudMed-Redaktion
6.Es gibt nichts, was es nicht gibt – Famulatur in Südafrika
  
7.Cartoon der Woche: Obduktion
8.Praktische Tipps für die Doktorarbeit (4)
9.Gelauscht in den Medi-Foren
  
10.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

Die Onlinezeitung gibt es nun auch als Druckversion im PDF Format. Zum Öffnen der Datei benötigt ihr die kostenlose Software Acrobat Reader.

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Für den Fall, dass die Onlinezeitung in eurer Email nicht richtig angezeigt wird, findet ihr noch einmal komplett Online unter
http://www.medi-learn.net/seiten/onlinezeitung/1/229/index.shtml

  

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 1. Profi-Tipps zur MC-Prüfung (2)

- zurück zum Inhalt -

  

Nicht zu lange an einzelnen Aufgaben aufhalten
Halten Sie sich nicht zu lange an einzelnen Aufgaben auf. Bedenken Sie, dass Sie unabhängig von der Schwierigkeit einer Aufgabe auch nur einen Punkt bekommen, wenn Sie die Aufgabe richtig haben. Es gibt keine "Bonuspunkte für besonders schwere Aufgaben".
Wenn Sie nach 3 Minuten keine Auffassung zu einer Aufgabe haben, dann wird es nach 5 Minuten auch nicht besser aussehen. Entscheiden Sie sich daher nach spätestens drei Minuten für eine Lösung und gehen Sie dann zur nächsten Aufgabe über.

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Bedenken Sie, dass Ihnen in der Prüfung pro Aufgabe durchschnittlich 1,5 Minuten Bearbeitungszeit zur Verfügung stehen. Verschenken Sie daher keine unnötige Zeit mit Aufgaben, die vielleicht eine fachliche Herausforderung darstellen, letztendlich aber nur Zeit kosten, die Ihnen später für die Bearbeitung der verbleibenden Fragen fehlt.

Auf das richtige Timing kommt es an
In der Prüfung kann es passieren, dass Sie sich bei Aufgabe 107 fragen, ob Sie noch rechtzeitig fertig werden. Sie schauen auf Ihre Uhr und es ist 11:30. Sie beginnen zu rechnen, ohne jedoch in der Prüfungsanspannung zu einem Schluss zu kommen und werden dann bis zum Ende der Prüfung - möglicherweise zu unrecht! - das Gefühl haben, unter Zeitdruck zu stehen, was in der Folge zu zahlreichen Flüchtigkeitsfehlern führen kann. Andererseits können Sie tatsächlich unter Zeitdruck geraten, indem Sie sich für die ersten Aufgaben zu viel Zeit nehmen, sodass in der verbleibenden Zeit die restlichen Fragen nicht mehr vollständig bearbeitet werden können.

Beugen Sie dieser unangenehmen Situation vor.

Machen Sie gleich zu Klausurbeginn einen Kreis um Aufgabe 45 ("Einstundenmarke"), einen Kreis um Aufgabe 90 ("Zweistundenmarke"), sowie einen Kreis um Aufgabe 135 ("Dreistundenmarke").

So erkennen Sie rechtzeitig, ob Sie noch in der Zeit liegen und beugen unnötigem Stress vor. Darüber hinaus bietet dieses Verfahren die Möglichkeit, bei Zeitproblemen noch rechtzeitig die "Schlagzahl zu erhöhen".

Pausen in der Prüfung
Bei vielen Studenten treten nicht erklärbare Fehlerserien in den Klausuren auf. Die Serien setzen etwa bei Aufgabe 60 - 70 ein und erstrecken sich über 5 - 10 Aufgaben. Die Studenten geben häufig an, die richtige Lösung eigentlich gewusst zu haben und sich die dennoch falsche Beantwortung nicht erklären zu können.

Typisch ist, dass die Frage nach Pausen während der Prüfung von diesen Studenten in der Regel verneint wird. Gerade in der "pausenlosen" Prüfungsanspannung liegt jedoch die Erklärung für diese Fehlerserien. Der Geist nimmt sich eine Zwangspause und schaltet auf "economy-mode". Durch den wachsenden Konzentrationsverlust ergeben sich dann die typischerweise ab Aufgabe 60 einsetzenden Flüchtigkeitsfehler.

Um dem vorzubeugen empfehlen wir, in der Prüfung rechtzeitig Pausen einzulegen. Nutzen Sie dabei Ihre bereits gesetzten Marken und machen Sie bei Aufgabe 45, Aufgabe 90 und Aufgabe 135 (nach ca. jeweils einer Stunde) eine Pause.

Der Erholungswert einer Pause korreliert übrigens nicht mit deren Länge. Der Erholungswert ist in den ersten Minuten am höchsten. Die Pausen müssen daher nicht länger als 3-5 Minuten sein. Sie können während dieser Pause an Ihrem Platz bleiben. Schließen Sie dabei das Aufgabenheft, sonst kann sich keine echte Entspannung einstellen.

Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung. Den ersten Teil der Artikelserie 'Profi-Tipps zur MC-Prüfung' findet Ihr hier.



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Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Fakten zum Physikum

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 2. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 300 Angebote wie Gesuche befinden!

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Die neuesten Einträge

  

   

Allgemeinmedizin in Teilzeit

Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen

Unterassistentenstelle in der Schweiz / Anästhesie ( 01.12.2004 - 04.03.2005)

Stellengesuche/PJ-Stellen

Suche UA-Stelle in der CH zwischen Juli'04 & März'05

Stellengesuche/PJ-Stellen

1 Unterassistentenstelle Pädiatrie in dt. Schweiz vom 07.02.05-29.05.05 gesucht

Stellengesuche/PJ-Stellen

Achtung: UA - Stelle Innere Medizin Oktober 04 - Januar 05

Stellenangebote/PJ-Stellen

Chirurgie - 30.01.2005 - 20.05.2005

Stellengesuche/PJ-Stellen

Pädiater/in gesucht

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Assistenzarzt => Anästhesie und Intensivmedizin (D: Norddeutschland)

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

Assistenzarzt => Herzchirurgie

Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

AiP => Herzchirurgie (D: Region Norddeutschland)

Stellenangebote/AiP-Stellen

AiP-Stelle Anästhesie gesucht

Stellengesuche/AiP-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse ([email protected])
  
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 3. AiP endlich abgeschafft, aber dennoch kein Ende in Sicht

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Wie berichtet, konnte das AiP am 11. Juni diesen Jahres nach langjährigem politischen Druck des Hartmannbundes endlich abgeschafft werden. Leider ist nun jedoch vielerorts die Weiterbeschäftigung der AiP´s aufgrund fehlender Finanzierungszusage und unnötiger bürokratischer Hindernisse der zuständigen Krankenkassen gefährdet.

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Durch die Refinanzierungsregelungen im GKV-Modernisierungsgesetz müssen die Personalmehrkosten für die Krankenhäuser aber durch die Kassen voll erstattet werden. Dr. Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender des Arbeitskreises „Ausbildung und Weiterbildung“ im Hartmannbund:“ Die Verunsicherungstaktik der Krankenkassen auf dem Rücken junger Ärzte sorgt für Verwirrung und erhebliche Sorgen bei den AiP´s. Die Rechtsposition ist aber eindeutig und verpflichtet die Krankenkassen, die Finanzierung der in den Krankenhäusern angestellten AiP´s nach dem 1.10. zu übernehmen!“ Diese Tatsache sollten die AiP´s bei der Verhandlung mit ihrer Personalabteilung als Argument nutzen! Leider wird es Krankenhäuser geben wird, die AiP´s entlassen wollen, um Personalkosten einzusparen. Teilweise waren die Verwaltungen und Personalabteilungen der Krankenhäuser aber auch nicht über diesen Sachstand informiert.

Der Hartmannbund hatte deshalb vor Wochen ein Musterschreiben an die zuständige Personalabteilung zur Beantragung der Übernahme als approbierter Assistenzarzt für die Restlaufzeit der AiP-Phase unter http://www.jungemediziner.de zum Download bereitgestellt. Entscheidend für das Gespräch mit der Verwaltung ist der jeweilige Individual-Arbeitsvertrag, so z.B. auch, ob eine tarifrechtliche Bindung besteht. Wenn nicht, ist der Arbeitgeber nicht gezwungen, automatisch ein Gehalt nach BAT IIa zu zahlen, sondern kann eine Weiterbeschäftigung ggf. zu einem anderen Gehalt anbieten. Klaus-Peter Schaps wiederholte daher seine dringende Empfehlung an alle AiP´s:“ Jetzt muss das Gespräch mit dem Arbeitgeber gesucht werden, um zu klären, wie es weitergeht, da definitiv alle AiP-Verträge automatisch zum 1. Oktober enden werden!“ Diese Auffassung vertritt auf Anfrage des Hartmannbundes auch das Bundesgesundheitsministerium in Berlin in dessen Zuständigkeitsbereich die AiP-Abschaffung fällt.

Zusammenfassend sei also festgehalten: Alle AiP´s haben ab dem 1. Oktober 2004 einen Vollapprobationsanspruch und können als Assistenzärzte tätig werden. Zuständig für die Erteilung der Vollapprobation sind die Approbationsbehörden der Länder. Niemand kann verpflichtet werden, die Approbation rechtzeitig zu beantragen. Juristisch betrachtet kann es allerdings sein, dass sich der AiP strafbar macht, wenn er über den 1.10. hinaus nur mit der AiP-Erlaubnis den ärztlichen Beruf ausübt. Rechtlich findet die Erlaubnis, die nur für die Dauer der AiP-Phase erteilt wurde, dann keine Anwendung mehr. Klaus-Peter Schaps vom Hartmannbund:“ Also sollte neben dem Gespräch mit Arbeitgeber schon jetzt dringend die zuständige Approbationsbehörde des Landes konsultiert werden!“

Als AiP in der Arztpraxis
Da für niedergelassene Ärzte kein finanzieller Ausgleich im Rahmen der AiP-Abschaffung vorgesehen ist, hat der Hartmannbund die Krankenkassen eindringlich aufgefordert, auch hier die notwenigen Gelder bereit zu stellen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung ist dementsprechend in Verhandlungen mit den Gesetzlichen Krankenkassen eingetreten, um ein gesondertes Verfahren für die betroffenen Ärzte im Praktikum, die in Vertragsarzt-Praxen tätig sind, zu erzielen.

Als AiP über Drittmittel finanziert
Für die Drittmittel-AiP-Stellen sind ebenfalls keine zusätzlichen finanziellen Mittel aus dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz vorgesehen. Der Hartmannbund empfiehlt, Kontakt mit dem Drittmittelgeber aufzunehmen, um eine entsprechende Höherdotierung der Stelle zu erreichen. Dem Drittmittelgeber könnte an einer Weiterführung der Forschung auch mit höheren Kosten gelegen sein; folglich sollte er die finanziellen Mittel dann aufstocken. Häufig ergibt sich für den Arbeitgeber auch die Möglichkeit, die höheren Personalkosten aus anderen Töpfen zu finanzieren. Ansonsten ist das Arbeitsverhältnis (mit neuem Arbeitsvertrag) dann nur mit einer reduzierten Wochenstundenzahl weiterzuführen. Zu beachten ist dabei jedoch, dass sich die Weiterbildungszeit bei einer Teilzeitstelle verlängert. Die zuständige Ärztekammer sollte in einem solchen Fall dringend konsultiert werden, um die erkundigen, welche Mindest-Weiterbildungsabschnitte die Weiterbildung angerechnet werden können zu erfragen.

Der Hartmannbund hat einen Katalog mit den häufigsten Fragen und Antworten zur AiP-Abschaffung zusammengestellt – dieser kann unter http://www.jungemediziner.de eingesehen und downgeloadet werden. In diesem Katalog findet sich des weiteren auch alle Einzelheiten, Voraussetzungen und Anforderungen, die für die Beantragung der Vollapprobation bei den zuständigen Landesbehörden unbedingt notwendig sind. Auch werden alle arbeitsrechtlichen Fragen und Möglichkeiten im Detail beleuchtet. Weitere, umfassende, täglich aktualisierte Informationen zur AiP-Abschaffung sind auch über die Homepage des Hartmannbundes unter http://www.jungemediziner.de , per Email unter [email protected] oder per Telefon unter 030/206208-0 erhältlich.

Autor: [email protected]

   
Autor(in): Hartmannbund ([email protected])
  
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Musterschreiben an die Verwaltung

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FAQ zur AiP-Abschaffung
  
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 4. Trainingscenter: Junge Patientin mit Hemiparese

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Schon wieder habt Ihr Dienst und wünscht Euch nichts sehnlicher, als dass dieser ein angenehm ruhiger sein möge. Aber: Ihr seid in einer neurologischen Klinik, auch da gibt es Notfälle. Es ist Dienstag abend 17 Uhr und schon werdet Ihr von einem Kollegen aus der Notaufnahme angefunkt.

Das wichtigste aus diesem informativen Gespräch ist: Junge Patientin, irgendwas mit einer Hemiparese. Mit diesen Worten im Hinterkopf macht Ihr Euch auf den Weg. Nun könnt Ihr Euer erlerntes Neurologiewissen unter Beweis stellen, etwas Anwendung neben dem Kreuzen:

Woran denkt Ihr? Was müsst Ihr organisieren? Was macht Ihr mit der Patientin?

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zum aktuellen Fall im Trainingscenter - hier entlang

Vielen Dank an doc_lala, die auf Extra-Wunsch diesen Fall vorstellt.

   
Autor(in): Pünktchen ([email protected])
  
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 5. MedNews (StudMed) aus dem Springer Verlag

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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.

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 >> Körpergefühl nur eine Illusion? (8-Jul-2004)
 

Wie nimmt das Gehirn unsere eigenen Gliedmaßen wahr? Zum ersten Mal haben jetzt Wissenschaftler die Gehirnaktivität bei der Eigenwahrnehmung des Körpers in einem Experiment aufgezeichnet - und auch registriert, ob sich das Gehirn dabei austricksen lässt. Ihre Ergebnisse geben neue Einblicke in die Mechanismen von Krankheiten wie Schizophrenie oder den Phantomschmerz bei Amputierten. Mehr...

 
 >> Immunbremse verhindert Abstoßen fremder Herzen (8-Jul-2004)
 

Organtransplantationen lösen im Körper des Patienten natürliche Abwehrreaktionen gegen das fremde Gewebe aus. Das fremde Organ kann direkt nach der Operation abgestoßen werden oder einer schleichenden Entzündung ausgesetzt sein. Mediziner des Universitätsklinikums Heidelberg haben jetzt entdeckt, dass ein Botenstoff des Immunsystems, das Interleukin 10 (IL 10), die unerwünschten Abwehrreaktionen zumindest teilweise unterdrücken kann. Mehr...

 
 >> Aids: Mehr Neuinfektionen als jemals zuvor (8-Jul-2004)
 

Ein neuer Bericht der UN-Behörde UNAIDS zeigt, dass die Anzahl der Menschen, die sich im Jahr 2003 mit dem HI-Virus infiziert haben, weiter gestiegen ist - und dies in allen Regionen der Welt. Wie die Wissenschaftler ermittelten, steckten sich fünf Millionen Menschen neu mit dem Aids-Virus an und damit mehr als jemals zuvor. In dem im Vorfeld der am 11. Juli beginnenden 15. Internationalen Aidskonferenz in Bangkok veröffentlichten Bericht wird dank neuer Daten und einer verbesserten Erhebungsmethode das bislang genaueste Bild der Epidemie gezeichnet. Mehr...

   
Autor(in): Redaktion StudMed ([email protected])
  
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 6. Es gibt nichts was es nicht gibt – Famulatur in Südafrika

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Den Sommer 2003 verbrachte ich im Rahmen meiner letzten Famulatur im Bethesda Hospital an der Ostküste Südafrikas, im nordöstlichen Zipfel KwaZulu Natals. Begeistert von den Erfahrungen einer Kommilitonin hatte ich mich per e-mail ungefähr 10 Monate im Voraus beworben. Als ich nach einiger Zeit die Zusage in den Händen hielten, hatte ich plötzlich Zweifel. Das Risiko, sich mit HIV zu infizieren oder Opfer einer Gewalttat zu werden, war schwer einschätzbar. Als ich einer Kommilitonin davon erzählte, beschlossen wir, es gemeinsam zu wagen und wir gaben uns letztendlich einen Ruck und buchten einen Flug.

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Berüchtigte Minibustaxis fuhren uns zum Krankenhaus
Ein halbes Jahr später fanden wir uns am Flughafen Durban wieder. Mit dem Baz Bus, einer sicheren und preiswerten Möglichkeit Südafrika zu bereisen, kamen wir relativ bequem bis nach Mkuze, von wo aus wir in einem der berüchtigten südafrikanischen Minibustaxis (gefährlich überladen, das Gepäck unbefestigt auf dem Dach) 20 km über eine Schotterstraße zum Krankenhaus gelangten. Das Bethesda Hospital liegt im kleinen Bergort Ubombo, in einer der ärmsten Regionen Südafrikas, weitab von größeren Städten. Das ehemalige Missionskrankenhaus hat einen Einzugsbereich von etwa 100000 Menschen und verfügt über 230 Betten. Das staatliche Hospital ist ausschließlich mit schwarzen Patienten (hauptsächlich vom Zulu-Stamm) belegt, während die Ärzteschaft aus weißen Südafrikanern und Indern besteht. Es gibt fünf Stationen, Röntgen, Ultraschall, ein Labor und das Out Patient Department (OPD), eine Mischung aus Ambulanz und Rettungsstelle.

Ankunft im Wohnheim
Die Unterkunft für Studenten ist sehr einfach, aber die Erfahrungen im Krankenhaus sind jegliche Unbequemlichkeiten wert. Wir bewohnten ein spärlich möbliertes Zimmer im Schwesternschülerinnen-Wohnheim und teilten uns drei Toiletten und eine Dusche mit etwa 25 Schwestern, Strom und Wasser reichten oft nicht für alle. Das enge Zusammenleben mit den Schwestern brachte uns einen tiefen Einblick in die Kultur der Zulus. Oft wurden wir um fünf Uhr von ausgelassenen Gesängen geweckt, erlebten aber auch laute Trauer über Todesfälle hautnah mit. Vor dem Krankenhaus herrscht tagsüber buntes Treiben, an der Straßen verkaufen Frauen Obst, und Minibustaxis entladen kleine Menschenmassen.

Von Notfällen, Schussopfern und mehr
In Wolldecken gehüllte Patienten treffen nach langem Fußmarsch im Krankenhaus ein, manche werden von ihren Angehörigen in der Schubkarre gebracht. Die OPD-Schwestern dirigieren die Kranken auf lange Wartebänke, auf denen so mancher auch die Nacht verbringt. Nach der Stationsarbeit finden sich die Ärzte im OPD ein und behandeln Notfälle (Autounfälle, Schussopfer, Atemnot, Frakturen) und viele chronisch Kranke (AIDS, Tuberkulose, Tumorerkrankungen). Vier der sechs Ärzte waren kaum älter als wir und nur für das obligatorische Jahr ihres Community Service in Ubombo. Wir durften selbst entscheiden, was wir sehen und tun wollten, so begann unser Tag meist mit der Visite, oft in der Pädiatrie. Ein Großteil der kleinen Patienten leidet an Kwashiorkor und Folgen der Immunschwäche. Häufig sind Verbrennungen, Meningitis, Scabies, Mykosen und Bilharziose, seltener auch Cholera, Malaria und rheumatisches Fieber.

Zulumedizin und ihre Folgen
Immer wieder sahen wir Säuglinge, die die traditionelle Zulumedizin (pflanzliche Abführmittel in Erwachsenendosis) nur schwer beeinträchtigt überstehen. Auf den Erwachsenenstationen liegen internistische Fälle (AIDS, TB, P. carinii-Pneumonie, Herzinsuffizienz) neben neurologischen, psychiatrischen (Schizophrenie, Alkoholismus, AIDS-Enzephalopathie) und chirugischen Patienten. Obwohl Auszehrung und opportunistische Infektionen (45% HIV-Infektion) den Alltag bestimmen, stellen auch die sogenannten Wohlstandskrankheiten wie Adipositas, Gefäßkrankheiten und Typ-II-Diabetes für einen Teil der Bevölkerung ein Problem dar. Die Ambulanz brachte einen guten Einblick in das soziale Gefüge der Menschen. Unsere Aufgabe dort wurde es schnell, in Kurznarkose Abszesse zu spalten und Frakturen zu gipsen.

Was haben wir gelernt?
Uns wurde beigebracht, Pleura-, Aszites- und Lumbalpunktionen durchzuführen und Wunden zu versorgen. Jeden Mittwoch durften wir im OP bei Sectiones und anderen Eingriffen assistieren und vieles selber machen (Nähte, Spinalanästhesien, Kürretagen). Mehrmals fuhren wir zu umliegenden Krankenstationen, in denen speziell ausgebildete Schwestern die Krankenversorgung gewährleisten und nur einmal pro Woche Problemfälle dem Arzt vorstellen. An unserem letzten Tag konnten wir dies mit dem Flugzeug tun und so noch einmal das gesamte Einzugsgebiet, eine 1500 Quadratkilometer große Ebene, die sich bis zum Indischen Ozean erstreckt, von oben überblicken. Die Ärzte boten uns oft an, sie am Wochenende zu begleiten: In die Drakensberge, zum Indischen Ozean und Tiere beobachten in einem der zahlreichen Naturparks. Nach unserer Famulatur nahmen wir uns zwei Wochen Zeit und erkundeten das Land: Krüger Park, die Gartenroute, die Weinregion und natürlich Kapstadt, wo wir im September den Heimflug antraten. Trotz anfänglicher Bedenken - wir hätten es bereut, nicht gefahren zu sein. Wir haben viel gesehen und gelernt. Die Armut hat uns betroffen gemacht, aber zugleich waren wir beeindruckt von der Qualität der medizinischen Versorgung, gemessen an den vorhandenen Mitteln. Letztendlich ist Südafrika ist ein wunderschönes Land und für sich allein jede Reise wert.


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Die Deutsche Ärzte-Versicherung bietet im Sponsored Room bei Medi-Learn.net einen kostenlosen Länderinformationsservice an. Ihr könnt dort Material zur Vorbereitung Eures Auslandsaufenthaltes kostenlos per Post anfordern; u.a. ist dort auch Südafrika (passend zum Bericht) enthalten [zum Länderinfo-Service].

   
Autor(in): Vera Preller ([email protected])
  
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Auslandsbereich

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Medi-Foren Ausland
  
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 7. Cartoon der Woche: Obduktion

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Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt.

Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 8. Praktische Tipps für die Doktorarbeit (4)

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Erfahrungsgemäß ist es am besten, bald nach dem Physikum bzw. während des ersten klinischen Studienabschnitts mit der Suche nach einer geeigneten Arbeit zu beginnen. Jede Arbeit hat einen Vorlauf von mehreren Monaten, Verzögerungen ergeben sich von selbst (z.B. Urlaub, Krankheit, Literaturbeschaffung, Famulatur etc.).

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Zu diesem Zeitpunkt hat der Durchschnittsstudent in der Regel keine klaren Vorstellungen über seinen weiteren Berufsweg wie z.B. Spezialisierung oder geplanten Tätigkeitsbereich. Trotzdem sollte man sich nicht scheuen sich auf ein Thema festzulegen. Auch wenn man später in einem völlig anderen Bereich tätig ist, ist die Zeit gut investiert, da durch eine Promotionsarbeit zumindest ein gewisser Einblick in einen bestimmten Teilbereich der Medizin zu erlangen ist. Die beim weiteren Studium gewonnenen Erkenntnisse sind für die Doktorarbeit und ihre meist sehr detaillierte Fragestellung sowieso irrelevant. Ein eventuell anstehender Studienplatzwechsel sollte möglichst vollzogen sein.

Der praktische Teil der Doktorarbeit bzw. die Datenerhebung sollte unbedingt vor Ende des praktischen Jahres abgeschlossen sein. Von der Erstfassung bis zur endgültigen Version vergeht oftmals noch eine Menge Zeit, da meist mehrere Überarbeitungen nötig sind. Der Durchschnittsdoktorand verfasst zum ersten Mal einen zusammenhängenden medizinischen Fachtext, sodass die Gliederung und viele Formulierungen immer wieder geändert werden müssen. Die ersten zwei bis drei Überarbeitungen sind deshalb sehr umfangreich und zeitintensiv. Liegt die Arbeit dann schließlich in überarbeiteter und vom Betreuer akzeptierter Form vor, sind oft noch weitere formale Korrekturen notwendig. Von der Abgabe der Arbeit beim Dekanat bis zum Abschluss des Promotionsverfahrens, d. h. bis der mittlerweile leidgeprüfte Doktorand endlich seine Promotionsurkunde in Händen hält, vergehen meist noch weitere Monate.

Nach Abschluss des praktischen Jahres muss sich der Student aber um eine Stelle als Arzt im Praktikum kümmern. Nur in Ausnahmefällen gibt es an den Universitätskliniken freie AIP-Stellen, sodass häufig ein Ortswechsel notwendig wird. Deshalb kann man sich um die noch nicht abgeschlossene Promotionsarbeit nicht mehr konsequent bzw. schnell genug kümmern, wodurch sich natürlich weitere Verzögerungen ergeben. Außerdem wird mit dem Stellenantritt die volle Leistung am Arbeitsplatz erwartet und als Berufsanfänger bleibt in der Regel keine Zeit für Zusatzaktivitäten dieser Art. Der Rollenwechsel vom Studenten zum weitgehend eigenverantwortlichen Kollegen muss vollzogen werden und kostet Energie. Die Prioritäten verschieben sich, d.h. es ist primär entscheidend den Routineanforderungen zu genügen. Erst in zweiter Linie kann man sich um eigene Angelegenheiten, wie z.B. den Abschluss seiner Promotion, kümmern. Vor allem in kleineren Krankenhäusern kann oft kein Verständnis oder Entgegenkommen in dieser Richtung erwartet werden.

Viele Arbeiten scheitern leider noch in diesem Stadium.

Meistens sind die wesentlichen Ergebnisse der Promotionsarbeit schon in der einen oder anderen Form veröffentlicht, sodass der Betreuer keinen allzu großen Druck mehr auszuüben braucht. Sein primäres Interesse sind naturgemäß die wissenschaftlichen Ergebnisse und nicht die Promotion des Doktoranden (s. unten). In so einer Situation muss sich jeder noch mehr um seine Arbeit kümmern und ggf. mit entsprechender Hartnäckigkeit um die Korrektur seiner Entwürfe bitten. Dies wird natürlich wiederum dadurch erschwert, dass die Betreuer nicht mehr am gleichen Ort und deshalb nur noch sehr schwer zu erreichen sind.



Die Inhalte dieser Artikelserie stammen aus dem folgenden Buch:


Literatur
Titel: Praktische Tipps für die Medizinische Doktorarbeit
Autor: Eva-Maria Baur, Martin Greschner, Ludwig Schaaf
ISBN: 3540650261
Verlag: Springer Verlag
Preis: 14,95 Euro

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Neben den hier veröffentlichten Kapiteln 1,2,8,9 und 14 stehen in dem Buch sehr viele weitere Informationen zur Verfügung. Um Euch einen Überblick über die weiteren Inhalten zu verschaffen, schaut Euch doch einfach einmal das Inhaltsverzeichnis an.

[Zum Inhaltsverzeichnis des Buches]

   
Autor(in): Eva-Maria Baur, Martin Greschner, Ludwig Schaaf (Email der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
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Forum Doktorarbeit bei Medi-Learn
  
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 9. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 1.000 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 10. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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