Die meisten Menschen machen sich selbst bloß
durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden. (Wilhelm von Humboldt)
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Editorial
Hallo,
nach einem Wochenende, das uns mit Sonne verwöhnt hat und an dem man endlich mal die Shorts und Badesachen auspacken konnte, geht es heute weiter mit einer neuen Ausgabe der Onlinezeitung. Das Semester ist vorbei und für viele beginnt die heiße Phase der Examensvorbereitung, für die wir Euch eine neue Folge der Reihe 'Profi-Tipps zur MC-Prüfung' vorstellen.
Die Semesterferien werden aber nicht nur zum Lernen, sondern auch für Auslandsaufenthalte genutzt und in 'Ein Monat in Oulu - Research Exchange in Finnland ' berichtet Kirsten Krämer von ihren Eindrücken in nordischen Gefilden. Nächstes Thema in den Semesterferien stellt für viele die Doktorarbeit dar, für die wir Euch mit der Artikelserie 'Praktische Tipps' dieses Mal Hilfen bei der Wahl des Promotionsthemas geben.
Und schließlich haben wir aus den MedPen-Foren mit Kurzgeschichten, Schreibspielen und Gedichten dieses Mal die Story 'Morgenkonzert' dabei. Doch damit nicht genug: Der Witz der Woche, lehrreiche Linktipps aus Medi-Seek und ein Archiv-Beitrag der Onlinzeitung runden diese prall gefüllte Ausgabe ab.
Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net
Mit www.JungeMediziner.de immer aktuell informiert! (19.07.2004 - 10:45)
Berlin – Pressemitteilung des Hartmannbundes Der Informationsbedarf junger Ärzte und Medizinstudenten ist hoch. Was geschieht mit meiner AiP Stelle, wie sehen die aktuellen Arbeitszeitmodelle aus? Diese und andere Fragen bestimmen Alltag und Zukunft junger Ärzte und Studenten.
Der Hartmannbund hat auf diesem Bedarf reagiert und stellt mit dem gemeinschaftlichen Angebot der Arbeitskreise Aus-, Weiterbildung und Niederlassung sowie Junge Ärzte und des Ausschusses Medizinstudenten im Hartmannbund unter www.JungeMediziner.de ein umfassendes Informationsportal zur Verfügung.
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(Jens)
Meta-Suchmaschine Medizin (19.07.2004 - 10:15)
Die medizinische Meta-Suchmaschine ist für medizinische Profis (MedPro Search) und Anfänger (Basic Search) geeignet und wird durch die Auswahl entprechender medizinischer Quellen unterstützt. Ergänzt wird jeweils durch eine medizinische News- und Bildersuche.
OmniMedicalSearch arbeitet nach eigenen Angaben ohne Werbung.
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(Jens)
Berufsbild: Rechtsmediziner (19.07.2004 - 07:45)
Immer wieder von Interesse und in den Medien gern gesehen oder gelesen: Berichte, Artikel und Reportagen über Rechtsmediziner. Spiegel-Online berichtet über Dr. Jan Sperhake, seineszeichens Mitarbeiter am Institut für Rechtsmedizin der Universität in Hamburg.
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(Jens)
Erfahrungen mit dem Euthanasie-Gesetz in Holland (18.07.2004 - 14:45)
Hierzulande wird die Sterbehilfe immer wieder in den Medien diskutiert und dabei wandert der Blick immer wieder nach Holland. Im Nachbarland Holland geht man seit längerem den Weg einer in Grenzen "erlaubten" Sterbehilfe, die an strenge Voraussetzungen geknüpft ist.
Welche Erfahrungen die Niederländer mit ihrer als liberal geltenden Auffassung gemacht haben und welche - z.T. erstaunlichen - Dinge das Gesetz im Land der Tulpen und des Goudas mit sich brachte, davon berichtet Spiegel-Online in einem lesenswerten Artikel.
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(Jens)
Claudia Andrea gewinnt eLearning-Wettbewerb meducase (16.07.2004 - 14:30)
Den Hauptpreis des "E-Learning Wettbewerbs in der Medizin", den die Charité bundesweit zwischen dem 1. und 28. Juni diesen Jahres ausgelobt hatte, hat Claudia Andrae aus Jena gewonnen. Der Preis wird ihr am kommenden Freitag von Professor Dr. Ralf Schumann, dem Leiter der multimedialen, elektronischen Lernplattform "Meducase", im Rahmen einer Feierstunde überreicht. Sie gewinnt eine dreitägige Wochenendreise für zwei Personen nach Barcelona (Flug und Unterkunft im Wert von 700 Euro, gestiftet von Titanic Reisen).
Claudia Andrea hatte sich im Rahmen des ausgelobten Ideen-Wettbewerbs 90 Minuten lang mit der Lernplattform "Meducase" im Internet befasst und anschließend in einem online-Fragebogen Anregungen dazu und Beurteilungen niedergelegt, die letztlich zur Verbesserung der Lernsoftware führen sollen.
Meducase wird an der Charité und an acht weiteren deutschen Hochschulen seit 2001 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und bietet Medizinstudenten im gesamten Bundesgebiet ein fallbasiertes, multimediales Lernangebot im Internet. Am Computer können körperliche Untersuchungen, apparative Diagnostik und Befragung von Patienten simuliert werden. Vernetzt werden die klinischen Fälle mit Animationen, Lehrvideos, Kurztexten und Verweisen auf weiterführende Literatur. (www.meducase.de). Zur Preisverleihung sind Journalisten herzlich eingeladen. (14. 7. 04) S.Sch.
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(Jens)
Das ist eine gute Nachricht für Abiturienten mit Interesse an der Biomedizin: Auf dem Campus Essen der Universität Duisburg-Essen traf jetzt die begehrte Urkunde des Akkreditierungsrats für den neuen Bachelor-Studiengang Medizinische Biologie ein. 25 Erstsemester können ab Oktober mit ihrer Ausbildung beginnen.
Sie dürfen sich auf eine intensive Betreuung einstellen. Das jedenfalls bestätigt das Gutachterteam der Bonner Qualitätsprüfungsagentur AQAS, die sich mit dem Konzept für den Studiengang befasst hat.
Die enge Verknüpfung zwischen Medizin und Biologie ist das entscheidende Merkmal des auf sechs Semester angelegten Studiums. So sitzen die Studierenden der Medizinischen Biologie anfangs gemeinsam mit den Medizinstudenten in den Verlesungen im Uniklinikum, sind aber ebenso beteiligt an den Veranstaltungen für die Lehramtsstudenten im Fach Biologie an der Segerothstraße. Gleichzeitig gibt es viele neue Veranstaltungen, die auf die speziellen Bedürfnisse der Medizinischen Biologen zugeschnitten sind.
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(Jens)
FAQ zur AiP-Abschaffung (15.07.2004 - 08:15)
Der Hartmannbund hat eine Liste der wichtigsten Punkte, die Medizinstudenten mit der AiP-Abschaffung und der Beantragung der Approbation beachten sollten, zusammengestellt.
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(Jens)
Reform der Hochschulzulassung (14.07.2004 - 23:08)
Schon seit einigen Tagen pfeifen es die Spatzen von den Dächern und vermutet wurde es in Studentenkreisen und bei den Studienplatzanwärtern schon länger. Jetzt ist es raus: Das ZVS-Verfahren wird erneut geändert. Auch dieses mal erhalten die Universitäten noch mehr Freiheiten.
Die neue Quote lautet 20:20:60.
Das heißt im Klartext: Nach Abzug der Sonderzugangsvoraussetzungen werden 20% der Plätze nach Durchschnittsnote, 20% nach Wartezeit vergeben, die Auswahl der restlichen 60 % der Studienplatzanwärter wird von den Unis selbst vorgenommen. Dabei können die Universitäten die Kriterien selber festlegen z.B. ob sie einzelne Abiturfächer (z.B. Naturwissenschaften) stärker gewichten oder ob für die Unis eine berufliche Ausbildung wichtig ist.
Voraussichtlich zum WS 2005/06 könnten diese Regelungen zum ersten Mal in Kraft treten, wenn der weitere Gang der Gesetzgebung planmässig verläuft.
Wenn Sie gegen Klausurende noch Zeit haben, sollten Sie es vermeiden, ziellos durch Ihr Heft zu blättern. Ihr Blick wird zufällig an der einen oder anderen Aufgabe haftenbleiben, Sie werden die gewählte Lösung noch einmal überdenken und möglicherweise verwerfen. Die Erfahrung zeigt jedoch, das auf diese Weise
Aufgaben eher "kaputtkorrigiert" werden, als dass eine Korrektur von Falsch- zu Richtigantworten erfolgt.
Das liegt daran, dass Ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nach einer 4- stündigen Bearbeitungszeit erheblich verringert ist, sodass die im ersten Durchgang gefundenen Lösungen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zutreffen.
Sollten Sie gegen Klausurende noch einen Korrekturdurchlauf planen, sollten Sie sich daher nur auf die Aufgaben beschränken, die Sie auch im ersten Durchgang lediglich geraten haben und die Sie durch einen entsprechenden Vermerk auf der Rückseite Ihres Aufgabenhefts von Anfang an für eine mögliche Korrektur vorgesehen hatten.
Übertragungsfehler
Sollten Sie am Schluss Ihrer Prüfung merken, dass Ihnen bei der Übertragung der Lösungen vom Heft auf den Computerbogen ein Fehler unterlaufen ist und Ihnen die Zeit fehlt, den Übertragungsfehler noch zu finden bzw. zu korrigieren, sollten Sie dies der Aufsichtsperson melden und Ihr Aufgabenheft gemeinsam mit dem Computerbogen abgeben. So haben Sie ggf. noch eine Chance, später im Widerspruchsverfahren den Nachweis zu erbringen, dass es sich tatsächlich um einen Übertragungsfehler handelt. Bitte geben Sie Ihr Aufgabenheft aber nicht prophylaktisch ab, sondern wirklich nur dann, wenn Sie wirklich einen Übertragungsfehler gemacht haben.
Zeigarnikeffekt
Nach Abschluss der Prüfung werden Ihnen immer wieder spontan Aufgaben einfallen. Sie werden neugierig sein und wissen wollen, ob Sie diese Aufgaben auch richtig gelöst haben. Nach Durchsicht der entsprechenden Fachliteratur werden Sie feststellen, dass Sie die meisten der erinnerten Aufgaben falsch beantwortet haben. Wenn Sie von dieser Basis ausgehend Ihr Prüfungsergebnis hochrechnen, scheint der Misserfolg so gut wie unvermeidlich.
Bedenken Sie jedoch, dass Ihnen nach der Prüfung zunächst nur solche Aufgaben einfallen, die schwerer als die anderen Aufgaben waren. Dies erklärt sich durch den "Zeigarnikeffekt". In der Psychologie beschreibt dieser Effekt das Phänomen, dass die Dinge am besten behalten werden, die die höchste Spannung hinterlassen. Ihre Hochrechnung ist also keineswegs repräsentativ. Erinnern Sie sich noch an vorangegangene Prüfungen, z.B. das Abitur? Sie werden auch hier eher die Fragen erinnern, auf die Sie keine Antwort wussten. Es muss jedoch auch Fragen gegeben haben, die sich richtig beantwortet haben, denn sonst hätten Sie diese Prüfung nicht bestanden. Diesem Zeigarnikeffekt unterliegen auch "mündliche Prüfungsprotokolle". Bedenken Sie in Ihrer Prüfungsvorbereitung daher, dass auch in diesen Protokollen schwere Fragen überrepäsentiert sind.
Testtheoretischer Exkurs (Fifty-Fifty-Fragen)
Es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Trennschärfe und Schwierigkeit einer Aufgabe. Sehr leichte Aufgaben, also Aufgaben, die jeder lösen kann, haben keine Trennschäfe. Das gleiche gilt für sehr schwere Aufgaben. Die Aufgaben müssen aber aus testtheoretischen Erwägungen so konstruiert sein, dass Aufgaben eine optimale Trennschärfe haben. Daher versucht man, möglichst viele Aufgaben zu stellen, die eine mittlere Schwierigkeit haben (Schwierigkeitsindex von 50%). Das sind konkret die Aufgaben, bei denen Sie zwischen zwei der fünf Antwortalternativen nicht entscheiden können (ist es nun B oder C?). Subjektiv hinterlässt die hier auftretende Entscheidungsunsicherheit bei Ihnen das Gefühl der Unwissenheit. Tatsächlich ist es jedoch so, dass Sie mit der Reduzierung der Antwortmöglichkeiten auf zwei Alternativen bereits im Erwartungsbereich der Frage liegen.
Wir hoffen, dass wir mit unseren Ratschlägen zur MC-Bearbeitung dazu beitragen können, Ihnen mehr Sicherheit vor und während der Prüfungsvorbereitung zu geben, sodass vorhandene Prüfungsängste gemindert und Ihre Leistungsfähigkeit in der Prüfung gesteigert werden.
Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung. Den ersten Teil der Artikelserie 'Profi-Tipps zur MC-Prüfung' findet Ihr
hier.
Psycho-Hotline (Anrufbeantworter einer Psychiatrischen Klinik):
Hallo und herzlich willkommen bei unserer Hotline für Menschen mit
psychischen Problemen.
Wenn Sie unter einer Zwangsneurose leiden, dann drücken Sie bitte
immer wieder die 1.
Wenn Sie co-abhängig sind, dann bitten Sie jemanden, für Sie die 2
zu drücken.
Multiple Persönlichkeiten drücken bitte die 3, 4, 5 und 6.
Wenn Sie paranoid sind, wissen wir genau, was Sie wollen. Bleiben
Sie in der Leitung, damit wir Ihren Anruf zurück verfolgen können!
Wenn Sie zu Wahnvorstellungen neigen, drücken Sie die 7 und wir
stellen eine Verbindung zu Ihrem Raumschiff her.
Wenn Sie schizophren sind, hören Sie ganz genau hin. Eine dünne
helle Stimme wird Ihnen zuflüstern, welche Nummer Sie drücken müssen.
Wenn Sie Legastheniker sind, wählen Sie folgende
Zahlenkombination:9696969696969696.
Schon lange habe ich mich für den wissenschaftlichen Austausch interessiert, da es eine Möglichkeit ist, schon vor dem abgeschlossenen 6.Semester über den DFA ins Ausland zu gehen. Weil ich mich besonders auch für Skandinavien interessiere, habe ich zunächst geschaut, welche Projekte in Finnland angeboten werden. Zu dieser Zeit hatte ich gerade den Mikrobiologie-Kurs und fand sofort ein passendes Projekt in Oulu:
„Der Effekt von kardiovaskulären Medikamenten auf Chlamydia pneumoniae“.
Unterlagen zusammensuchen, Bestätigung abwarten: und auf nach Oulu in
Finnland
Ich sammelte alle nötigen Unterlagen zusammen und bewarb mich dann im November für dieses Projekt. Im Januar dann bekam ich die Bestätigung, dass ich für dieses Projekt angenommen wurde und gleichzeitig auch noch ein paar Informationen über die Stadt Oulu und wo ich dort wohnen würde. Ich nahm dort Kontakt zu einer zuständigen Studentin auf und teilte ihr auch mit wann ich kommen würde.
Ende März ging es dann endlich los nach Finnland. Nach zwei tollen Tagen in Helsinki flog ich weiter nach Oulu in den Mittelwesten Finnlands. Dort wurde ich von der Bushaltestelle abgeholt und in mein Zimmer auf dem Gelände des Uniklinikums von Oulu gebracht. Am nächsten Tag sollte ich meine Arbeit im Labor beginnen. Dort wurde ich zunächst allen Mitarbeitern als neues Mitglied der Arbeitsgruppe vorgestellt, bekam einen eigenen Schreibtisch mit PC, an dem ich arbeiten konnte und einen Schlüssel für alle Räume und Laboratorien. Außerdem hatte ich ein Einführungsgespräch mit dem Leiter der Abteilung und einer anderen Professorin, in dem sie mir einige Basisinformationen über ihre Arbeit gaben und mich auch nach meinen Erwartungen an meinen Aufenthalt fragten. Dann begann ich die Arbeit unter der Aufsicht von meinem Tutor, den ich zu allen Zeiten etwas fragen konnte. Er plante die Experimente mit mir und sprach sie auch immer mit mir durch, so dass ich auch verstand, was ich da eigentlich gerade machte.
Im Labor: Zellkultur und mehr
Insgesamt führte ich 4 Experimente durch und lernte von Grund auf die verschiedenen Schritte: zunächst das Anlegen einer Zellkultur, danach die Infektion mit den Chlamydien, die Behandlung mit den verschiedenen Medikamenten und zuletzt auch die Auswertung der Experimente durch Zählung der Inklusionen von Chlamydien in den Zellen unter dem Fluoreszenzmikroskop. In den Zeiten, in denen Inkubationen vorgesehen waren, konnte ich an meinem Schreibtisch verschiedene Artikel lesen oder mir auch im PC und der Bibliothek weitergehende Literatur suchen. Ich war zu allen Diskussionen der Forschungsgruppe eingeladen, diese fanden auf englisch statt. Im Labor sprachen die meisten Leute englisch, so dass die Verständigung kein Problem war, aber auch mit denen, die nur sehr wenig englisch sprachen war eine Verständigung gut möglich.
Natürlich: Land und Leute auf Reisen durch Finnland kennenlernen
Neben meiner Tätigkeit im Labor wollte natürlich auch noch etwas vom Land sehen und bin deshalb sehr viel rumgereist. Da man in Finnland als Student bei den Busfahrten und der Bahn automatisch 50 % Ermässigung bekommt, habe ich diese Angebote auch rege benutzt. So bin ich nach Lappland gefahren, über den Polarkreis und Rovaniemi, wo der Weihnachtsmann wohnt, bis hoch nach Norwegen in sehr einsame Regionen, wo die Sami leben, und in den Süden, wo die größeren Städte wie Turku, Tampere, Kuopio und Kajaani sind. Die Landschaft ist sehr eindrucksvoll, auch wenn ich die so oft umschriebenen Seen nicht wirklich gesehen habe, da sie noch alle zugefroren waren. Es war zwar schon April, aber im ganzen Land lag noch Schnee, der dann im Süden allmählich zu tauen begann.
Insgesamt kann ich sagen, dass die Betreuung dort von Studenten nicht vergleichbar ist mit der in Deutschland: man wird als volles Mitglied in die Arbeitsgruppe aufgenommen und hat viel mehr Rechte dort. Ich kann jedem nur empfehlen, diese positive Erfahrung auch zu machen und dieses wundervolle Land zu besuchen. Über den DFA ist es eine sehr günstige Art in ein anderes Land zu gehen, gerade in solche, wo sonst die Mietpreise und Lebenshaltungskosten sehr hoch sind.
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ist dort auch Finnland (passend zum Bericht) enthalten [zum
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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Krankenpflegepraktikum in England von Josefine Lammich'
Wie finde ich ein geeignetes Promotionsthema?
Neben der Mundpropaganda gibt es in der Regel an bestimmten Stellen des Universitätsgeländes (z.B. Mensa, Eingangshallen, theoretische Institute) einschlägige Aushänge, auf denen nach motivierten Doktoranden gesucht wird. Neben der Mundpropaganda gibt es in der Regel an bestimmten Stellen des Universitätsgeländes (z.B. Mensa, Eingangshallen, theoretische Institute) einschlägige Aushänge, auf denen nach motivierten Doktoranden gesucht wird.
Man vereinbart in der Regel telefonisch oder durch persönliche Vorsprache einen Vorstellungstermin.In manchen Abteilungen oder Kliniken führen auch die Chefsekretärinnen Listen über vakante Themen oder mögliche Betreuer.
Vorher sollte man sich in etwa darüber klar werden, wieviel Zeit in den nächsten ein bis zwei Jahren für eine Arbeit zur Verfügung steht (z.B. Famulaturen, Praktika, geplante Reisen).
Gibt es eine Ordnung im Themenchaos?
Entsprechend den Grundsätzen wissenschaftlicher Publikationen sollte jedes Thema einen gewissen Grad an Originalität besitzen. In der Praxis ist allerdings „nichts so langweilig, als dass es nicht noch einmal gemacht werden könnte" – natürlich in etwas abgewandelter Form.
Die Dissertationsthemen bewegen sich zwischen den Extremen einer reinen Literaturarbeit, z.B. auf dem Gebiet der Geschichte der Medizin, und einer experimentellen Aufgabe in einem theoretischen Institut. Dazwischen gruppieren sich viele Themen aus der klinischen Medizin, teils mehr grundlagenorientiert, teils mehr patientenbezogen. Keine moderne wissenschaftliche Arbeit kommt ohne Statistik aus. „Rein" statistische Arbeiten sind eher die Ausnahme und haben letztlich immer auch eine mehr oder weniger lange Phase der Datenerhebung zur Voraussetzung. Die Datenerhebung besteht beispielsweise darin, dass eine bestimmte Anzahl von Krankenblättern retrospektiv ausgewertet werden muss.
Bei der Themensuche ist es hilfreich, wenn man sich darüber klar wird, ob man mehr mit Menschen, Tieren, Pipetten oder Papier arbeiten möchte. Die konkreten Vor- und Nachteile zeigen sich meist erst im Lauf der Zeit und lassen sich am besten an konkreten Beispielen darstellen (s. Kapitel 7).
Ein wichtiger Gesichtspunkt für die Themenwahl ist die Frage, wann man an der Doktorarbeit arbeiten möchte: tagsüber, nachts, am Wochenende, in der vorlesungsfreien Zeit? Eine weitere Eingrenzung der Themen ergibt sich, sofern spezielle Interessen für eine bestimmte Fachrichtung vorliegen.
Oft hat ein Doktorvater mehrere Arbeiten anzubieten. Die Entscheidung für ein bestimmtes Thema wird deshalb auch von der Person des Doktorvaters beeinflusst und umgekehrt. Es besteht ein Wechselspiel zwischen eigenen Interessen, dem Themenangebot und potentiellen Betreuern.
Die
Inhalte dieser Artikelserie stammen aus dem folgenden Buch:
Titel:
Praktische Tipps für
die Medizinische Doktorarbeit
Autor:
Eva-Maria Baur,
Martin Greschner, Ludwig Schaaf
ISBN:
3540650261
Verlag:
Springer Verlag
Preis:
14,95
Euro
Neben den hier
veröffentlichten Kapiteln 1,2,8,9 und 14 stehen in dem Buch sehr viele weitere
Informationen zur Verfügung. Um Euch einen Überblick über die weiteren Inhalten zu
verschaffen, schaut Euch doch einfach einmal das Inhaltsverzeichnis an.
In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor, das Ihr komplett unter der Adresse www.Medi-Seek.de findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte unter www.Medi-Seek.de ein. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.
Diese Woche stellen wir Euch aus Medi-Seek.de vor:
Surftipp 1
Biochemie online
Klicks:
400
Erklärung der biochemischen Grundlagen, Literaturtipps, Biochemie im Alltag
Zwei Medizinstudenten berichten über ihren Aufenthalt auf den Seychellen. Sie berichten von ihrer Arbeit im Krankenhaus, von ihrer Freizeit und geben Tips zur Planung einer Famulatur.
Selbst erstellter Histokurs von Ilkay Kazk - 380 gute Bilder, die er mittels einer eigenen Kamera auf dem Mikroskop fotografiert hat. Die Bilder sind nach Kurstagen (in Anlehnung an den Kurs an der FU Berlin) sortiert.
In den MedPen-Foren treffen sich schreiblustige Studenten, die an Schreibspielen, Kurzgeschichten, Gedichten und Texten aller Art Spaß finden. Einen Text betitelt mit 'Morgenkonzert', in dem es um Höreindrücke geht, bieten wir Euch hier.
Morgenkonzert
Durch das geöffnete Schlafzimmerfenster drangen wie jeden Morgen die
Konzerttöne des erwachenden Tages zu ihr durch. Halb schlafend, halb wach lag
sie in ihren Federn. Von Ferne sich nähernde Autos. Immer lauter das zunächst
leise Surren, sich wandelnd in ein tiefes Brummen, wandernd von rechts nach
links an ihrem Ohr vorbei.
Sie lag noch immer geschützt und wohlig warm unter ihrem Federbett mit dem
flauschig-warmen tiefblauen Bezug, das bei jedem Umherdrehen leicht knisterte.
Wieder näherten und entfernten sich die unterschiedlichsten Motorentöne,
manchmal von rechts nach links, manchmal von links nach rechts sich bewegend.
Zeitweise unterbrochen durch ein Klappern auf dem Asphalt, das den Rhythmus des
wellenförmig zu ihrem Ohr dringenden Fahrgeräusches störte - Bodenunebenheiten
oder ein Gullideckel mögen dafür verantwortlich sein.
Plötzlich näherte sich ein gewaltig tönernes Etwas, war es von rechts, oder
links? Sie wusste es nicht, es war lauter als die bisher eher monotonen,
manchmal zischenden, manchmal brummenden Motorengeräusche, doch dieses Geräusch
stellte alles in den Schatten: Mit einem tiefen Poltern beginnend, dann immer
heller, gleichbleibend intensiver Lautstärke, die alles andere übertönte, alle 3
bis 7 Sekunden unterbrochen von einem lauten Zischen, einem Öffnen der
Mineralwasserflasche ähnlich, nur Zehnerpotenzen lauter. Dieses laute Dröhnen
überdeckte auf seinem Höhepunkt angekommen alle anderen Mitspieler im
Morgenkonzert, wurde zum ersten Solisten und Geiger, der die Melodie bestimmte.
Sie dachte, dieser lautstarke Rohling fuhr direkt an ihrem Ohr vorbei und war
froh, als der LKW vorübergefahren war, sich wieder entfernte und die anderen
Solisten wieder wahrnehmbar werden liess.
Dann immer wieder phasenweise gänzlich friedliche Morgenstille wie an einem zum
Leben erwachenden See. Kein Auto, kein LKW, nun hatten Menschen und Natur Zeit,
ihren Part ungestört von den technischen Melodien zu spielen: Ein leichtes
Hüsteln eines Passanten auf dem Bürgersteig vor ihrem Fenster. Säuseln der Äste
der dicht vor dem Fenster hinaufwachsenden Kiefern, dem sie nun für kurze Zeit
zuhören konnte: Was mögen sich die Bäume erzählen, dachte sie, nunmehr etwas
mehr dem Tag zugewandt und sich von der Nacht verabschiedend. Sie mochte es,
wenn die Äste der Kiefer manchmal in windigeren Nächten Streichkonzerte an ihrer
Hauswand, so als ab ein Reisigbesen den Beton säuberte, aufführten. Sie genoss
dieses Konzert des erwachenden Morgens vor ihrem Schlafzimmerfenster.
Die Ampelphase muss wieder gewechselt haben. Aus der Ferne wieder sich nähernde
Motoren, die auf der Klaviatur der Diesel und Benzinertöne spielten. Das
Gartentor vor dem Haus fiel mit einem hell-metallischem Klicken ins Schloss,
nebenher das rhythmische leicht hämmernde Tackern, mit dem ihre junge Nachbarin
oder besser gesagt, deren Pfennigabsätze, im 3/4-Takt auf dem Boden aufsetzten.
Eine Autotür fiel mit einem tiefen Basston zu, dies konnte nur ein nobleres Auto
sein, es war ein angenehmes, warmes Geräusch, ganz im Gegensatz zum harten,
ummelodischen Klackern beim Türenschliessen der Autos älterer Modellreihen.
Wieder nahmen Lautstärke und Einsatz der technischen Akteure im Morgenkonzert
ab. Wieder Stille und Zeit, den säuselnden und wispernden Kieferzweigen bei
ihrer Morgenunterhaltung zuzuhören, eine Krähe scheint den Bäumen etwas
zuzurufen, vielleicht sagt sie den Kiefern mit ihrem Krächzen ein „Guten
Morgen“, vielleicht fragt sie auch „Na, auch schon wach?“ Wie gerne hätte sie
die Sprache der Naturelemente verstanden.
Es war schon heller geworden, schloss sie nicht so sehr aus visueller
Beobachtung, denn bei diesem Konzert hatte sie die Augen wie immer geschlossen.
Sie konnte es am Dezibelgrad und der abwechslungsreicheren Melodie des
Morgenkonzertes aus Motorengeräuschen, Türzuschlagen der Autos, Kindergeschrei,
dem Absatzkonzert weiblichen Schuhwerks und den säuselnden Kieferzweigen
schliessen. Rhythmus und Melodie waren lebendiger geworden. . In der Ferne
weinte ein Kind, hell, flehend rief es "Mamaaaaaaaa", fast aufdringlich, jede
Mutter leicht an den Rand der Verzweifelung bringend, im benachbarten
Großkrankenhaus schien ein Hubschrauber zu starten: Zunächst ein ganz sanftes,
dann mal rechts mal links intensiveres, fast bohrmaschinenartiges Geräusch
allerdings mit Lautstärkenfilterung, das die Richtung aus der es kam, beständig
zu wechseln schien: manchmal war es gänzlich weg, dann plötzlich sehr laut
wieder da, kam mal von vorn, dann von hinten, bald rechts, bald links, bis es
schließlich eine einheitliche Linie fand und auf dieser mit stetig fallender
Lautstärke der zwirbelnden Rotorenblätter von ihr verschwand. Die Straßenbahn
setzte nun mit vermehrten Akkorden in das Morgenkonzert ein: Sie schritt
zischend auf ihren Gleisen entlang, dabei gestalteten Zwischenmelodien, die an
Auskultationsphänomene eines arrhythmischen Herzens erinnerten, die Monotonie
ihrer Fahrttöne abwechslungsreich. Die Wagen der Straßenbahn fuhren über
Gleisunebenheiten oder Weichen und jeder Waggon musste dabei einmal „hier“ in
Form der wie sie es empfand arrhythmischen Herztöne sagen. Zeitgleich der
Motorstart eines parkenden Autos vor dem Fenster, das die Drehungen des
Zündschlüssels vom Fahrer mit einer pferdewieherartigen Antwort bedachte, bevor
es in den tackernden Dieselton übergeht.
Ein beladener LKW, dessen Metallteile ein Zufallskonzert aus ihren Begegnungen
auf der Laderampe, erzeugten, quasi eine Art „Zwölftonmusik von Stockhausen
gespielt mit Metallversatzstücken aus dem Baugewerbe“, mischte sich als kurzer
Zwischenpart in das Morgenkonzert ein.
Plötzlich, was war? Erschrocken, innerlich gerüttelt, wurde sie aus
Gegenrichtung zum geöffneten Schlafzimmerfenster heftig gestört: Aus nur wenigen
zehn Zentimetern Entfernung ein künstlich-elektronisches Getöse, das wie immer
jeden Morgen die schöne Melodie des erwachenden Tages sooo abrupt, so unschön
beendete und sie unweigerlich daran erinnerte: Es ist 7:30 Uhr, Zeit
aufzustehen.
Sie genoss es jedes Mal, ihrem Wecker als Strafe für diese wie sie es nannte
„Buh-Rufe im Konzert des erwachenden Morgens“ mit besonderer Inbrunst eins auf
sein Knöpfchen zu geben, auch unschöne Worte entglitten ihr gelegentlich,
manchmal kam es gar vor, dass sie ihm nicht eins auf´s Knöpfchen gab, sondern
ihm gar gewaltsam die Stromzufuhr unterbrach, indem sie in einem Rutsch das
Stromkabel aus der Wand zog. Aber der arme Kerl von Wecker konnte ja auch nichts
dafür, denn es war seine Aufgabe, dem Menschen, der ihm gehörte, einmal am Tag
kräftig seine Meinung zu sagen. Dies solange bis der Mensch auf ihn hörte und
aufstand. Nur dann, wenn der Wecker nichts mehr zu sagen hatte, man ihm eins
auf´s Knöpfchen gab oder gar gewaltsam den Saft abdrehte, hatte er seine Aufgabe
erfüllt. Manchmal merkte der Wecker die Gewalt, mit der sein Konzert von ihr
unterbrochen wurde, manchmal hörte er die unschönen Worte, die sie ihm gleich zu
Tagesbeginn zurief, gelegentlich spürte er, wie sie das Stromkabel gewaltsam aus
der Steckdose zog, nur um ihn verstummen zu lassen. „Welch rohe Gewalt gegen
mich“, dachte er und nahm er sich jedes Mal vor, am nächsten Morgen möglichst
noch lauter, noch unschöner, noch erschreckender seine Aufgabe wahrzunehmen und
ihr das „zurückzugeben“. An diesem Tage allerdings hatte der Wecker nichts mehr
zu sagen, denn er hatte – demütig wie er ist – auf ihren Befehl hin aufgehört,
sein kurzes Intermezzo an diesem Tag zu geben. Glücklicherweise wählte sie
dieses Mal die aus seiner Sicht sanfte Variante des Knopfdrucks, da hatte er
schon ganz andere Tage erlebt, der kleine Wecker.
Sie hingegen erhob sich aus den Federn, reckte und streckte sich, verliess den
Konzertsaal des Morgens und stand auf – sie hatte ja jeden Tag eine Konzertkarte
gelöst und freute sich schon auf die morgige Gruppe, das Ensemble aus Technik,
Mensch und Natur, das da vor ihrem Fenster aufspielte, wenn sie erwachte und aus
geruhsamer Nacht dem Tag sich näherte.
Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der
Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster
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