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Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren. (Andre Gidé - frz. Schriftsteller)
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Editorial
Hallo, heute stellen wir Euch zahlreiche interessante Beiträge aus den Medi-Foren vor - eine liebe lange Liste lesenswerter Themen liegt für Euch bereit. Danach widmen wir uns der 'Studienfinanzierung' und wenden uns mit diesem Artikel vor allem an die Studienbeginner. Und thematisch zum Thema Nebenjobs passend berichtet Corinna Doelle über ihre Erfahrungen, die sie als Medizinstudentin in ihrer Ausbildung zur Aerobic-Trainerin gemacht hat.
Wer promoviert, will bestens mit Literatur versorgt sein und muss sich auf den Rechercheweg begeben: Für die Doktoranden unter Euch gibt es heute ausführliche Infos zur Literaturrecherche.
Und wer studiert, ist sicher daran interessiert wie andere ihr Studium erlebt haben. Ihr findet dazu in der heutigen Ausgabe ein Ärzte-Interview mit Dr. Vollnhals. Den Ski- und Reisebegeisterten unter Euch emfpehlen wir einen Blick auf die Medifun-Skifahrt nach St. Moritz, für die Ihr Euch noch mit Frühbucher-Rabatt anmelden könnt. Schließlich stellen wir Euch mit PathoBasiliensis den Preisträger des medizindidaktischen Hochschulpreises und das Projekt caseport vor - beides zukunftsweisende Lernsysteme für das Medizinstudium.
Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net
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Als Standardrubrik bieten wir in der Onlinezeitung die "Gelauscht"-Ecke an, in der wir einige interessante Forenbeiträge heraussuchen und zum Lesen empfehlen. Über die Zeit haben sich eine ganze Reihe von Beiträgen angesammelt. Wir haben einmal alle bislang erschienenen 'Gelauscht in den Medi-Foren'-Rubriken aus der Onlinezeitung zu einer Beitragsliste zusammengefasst.
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Woher beziehen Studenten die Mittel für ihren Lebensunterhalt? Wir erläutern Euch Finanzquellen im Medizinstudium, die dazu dienen, das monatliche Budget im studentischen Haushalt zu füllen: Elternzuschuss, BaföG, Nebenjobs. Im folgenden stellen wir Euch wichtige Geldquellen für Studenten zur Finanzierung des Lebensunterhaltes während des Medizinstudiums vor.
Welche Geldquellen gibt es? Insgesamt 4 studentische Einnahme- und Geldquellen sorgen für monatliche Zahlungen auf den Konten der Studenten: Die elterliche Finanzspritze, Zahlungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz(BaföG), möglicherweise Stipendien und die Einnahmen aus eigener Arbeit, also studentischen Nebenjobs.
Elterliche Finanzzuwendungen Die meisten Studenten erhalten finanzielle Unterstützung von ihren Eltern, die sich in Höhen zwischen(einigen) Hundert und z.T. auch über 1.000 Euro bewegen. In einer Umfrage unter rund 250 Medizinstudenten aus dem Jahre 2001 haben wir die durchschnittliche elterliche Zuwendung erfragt, wobei hier die Angaben sehr schwankten: Rund 288 € lassen sich die Eltern das monatliche "sponsoring" ihrer Zöglinge kosten. Allerdings fallen an den Extremen sowohl dasjenige Fünftel auf, das ohne "Elternzuschuss" zurechtkommen muss, als auch diejenigen 12 %, die 512€ und mehr im Monat auf dem Bilanzkonto "sponsored by parents" verbuchen können.
Grafik - Monatliche Finanzspritze durch die Eltern:
Zahlungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) Gemäß Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) können Zuwendungen für den Lebensunterhalt im Studium beantragt werden. Die Höhe der zu erwartenden Zahlungen richtet sich u.a. zum Beispiel nach der Höhe des elterlichen Einkommens und ggf. nach der Höhe des eigenen Einkommens (sofern man neben dem Studium noch einen studentischen Nebenjob wahrnimmt).
Grundsätzlich wird BaföG für den Medizinstudiengang nur für eine Förderungshöchstdauer von 13 Semestern gewährt. Weiterhin wird BaföG als zinsloses Darlehen gewährt, sodass Ihr bei Inanspruchnahme von BaföG-Leistungen diese zur Hälfte später zurückzahlen müsst. Hier gibt es Sonderregelungen, die zum Teil zu einer Verminderung des Rückzahlungsbetrages führen: Wer besonders schnell studiert, wer zu den besten seines Studienjahrgangs gehört oder wer grössere Summen des Schuldbetrages auf einmal zurückzahlen kann, bekommt einen Erlass der BaföG-Schulden. Die monatliche Rückzahlungsrate – zu der man meist 10 Jahre nach Studienbeginn durch die Bundesfinanzverwaltung aufgefordert wird – liegt derzeit (Stand: August 2003) zwischen 40 und 100 € monatlich.
Unter den Medizinstudenten nehmen weniger als 20 % finanzielle Förderung gemäß BaföG in Anspruch und der Durchschnittsbetrag, den die (vergleichsweise wenigen) Medizinstudenten gezahlt bekommen, beträgt rund 250€. Bei denjenigen, die in den Genuss dieser staatlichen Förderung kommen, verteilen sich diese Einnahmen nahezu gleichmäßig über die in der Tabelle vorgenommene Einteilung in Gruppen zu je140 € . Berechnet man den Durchschnittswert, so beziehen die Umfrageteilnehmer 45 € an Bafög im Monat. Dieser Wert wird allerdings durch den hohen Anteil der Nicht-Bafög-Empfänger verursacht. Berechnet man den Durchschnitt nur in der Gruppe derjenigen, die Bafög erhalten, so liegt der Wert mit 250€ deutlich darüber.
Grafik BaföG-Einnahmen
Wie kann ich BaföG beantragen?
Einen BaföG-Antrag bekommt Ihr in Eurer Stadt beim sogenannten BaföG-Amt. Meist werden auch an der Uni von Tutoren oder engagierten Studenten der Fachschaft Einführungen zum Thema Bafög durchgeführt, sodass Ihr Euch dies bezüglich umhören und/oder die Aushänge an den „Schwarzen Brettern“(=Aushängetafeln mit Veranstaltungshinweisen) beachten solltet.
Speziellere und detaillierte Informationen mit Gesetzestexten, Möglichkeiten zum Download entsprechender Formulare und einen BaföG-Beispielrechner findet Ihr auf den folgenden Internet-Seiten: Allgemeine Infos zum BaföG: http://www.bafoeg.bmbf.de/
Kindergeld Als in der ersten beruflichen Ausbildung stehender Student habt Ihr bis einschließlich zur Vollendung des 27. Lebensjahres einen Anspruch auf weitere Zahlungen des Kindergeldes (derzeitige Höhe 154 €, Stand August 2003). Für weitere Einzelheiten in Eurem konkreten Fall (z.B. wenn Ihr nebenher jobbt oder BaföG-/Stipendienzahlungen bezieht) ist vor Studienbeginn eine kurze Rücksprache mit der Kindergeldkasse des Ortes / Arbeitsamt anzuraten, um die fortlaufende Zahlung des Kindergeldes sicherzustellen. Weitere Informationen findet Ihr u.a.
hier.
Eigene Arbeit und Jobben Viele Studenten verdienen sich durch Nebenjobs „einen Euro dazu“, einige bestreiten gar Ihren ganzen Lebensunterhalt durch studentische Nebenjobs. Das Angebot an Nebenjobs für Studenten ist vielfältig: Neben dem Kellnerjob in Restaurant und Biergarten, dem Paketeverfrachten bei der Post usw. gibt es einige Nebenjobs mit Nähe zu medizinischen Tätigkeiten, für die wir an dieser Stelle Eure Aufmerksamkeit wecken möchten. Wer nebenher etwas verdienen möchte/muss, kann dies prima als studentische Aushilfskraft an der medizinischen Fakultät machen: Ihr könnt als Sitz- und Nachtwachen auf Station arbeiten, könnt in den Laboren jobben, in der Bibliothek oder aber, wenn Ihr einige Semester studiert habt, als sog. Tutor (gleich: studentischer Hilfslehrer z.B. im Anatomie-, Biologie-, Biochemie-Kurs) jobben.
Welche Nebenjobs Studenten der Medizin so wahrnehmen, könnt Ihr in folgenden Listen einmal ersehen und Euch vielleicht auch die ein oder andere Anregung verschaffen, wo es vielleicht auch an Eurer Uni/ in Eurer Stadt entsprechende Möglichkeiten gibt:
Im unserem Bereich 'vor dem Studium / Studienbeginn' bieten wir Euch unter anderem eine Serie von Interviews mit Ärzten, die rückblickend über das Studium berichten.
Wir möchten in der Reihe "Interview mit Ärzten" an dieser Stelle das Gespräch mit Herrn Dr. med. Falk Vollnhals veröffentlichen, der unseren kleinen Fragenkatalog wie folgt beantwortet hat.
Beschreiben Sie bitte kurz Ihren studentischen Werdegang (Studienort, Studienverlauf, Studienzeit etc.). An welche Höhepunkte und auch Tiefpunkte während des Studiums erinnern Sie sich noch heute? Studienbeginn 94/95, parallele Arbeit als Rettungsassistent und Feuerwehrmann bei der Berliner Feuerwehr. Physikum ´96, 1. Stex ´99, 2. Stex ´01, 3. Stex ´02. 2 Urlaubssemester, eines wegen “akuter Unlust“, eines zur beruflichen Weiterbildung bei der BF Berlin. Höhepunkte waren allesamt meine Famulaturen, eine davon in Indien und das PJ-Tertial in Südafrika
Was haben Sie am Tag Ihres 3. Staatsexamen(s) gemacht, nachdem Sie die Prüfung erfolgreich hinter sich gelassen und damit das Medizinstudium abgeschlossen hatten? Treffen mit meiner Freundin, Freunden und der Familie, um Examen und Geburtstag zu feiern, zusätzlich Besuch meiner Kollegen auf meiner Feuerwache, um sich für die Unterstützung zu bedanken
Mit welcher Motivation haben Sie das Medizinstudium begonnen, sprich warum haben Sie sich entschieden, Medizin zu studieren? Gab es den entscheidenden Augenblick/Situation, mit dem feststand „Jetzt weiß ich es: Ich studiere Medizin“? Den einen Augenblick gab es bei mir nicht, es war mehr eine irgendwann entstandene Tatsache, dass ich Medizin studieren wollte.
Wie bewerten Sie diese Motivation rückblickend? Hat sie sich während des Studiums aufrechterhalten oder in welcher Form hat sie sich geändert? Die Motivation wurde trotz allem nicht geschmälert, hat sich aber den beruflichen Gegebenheiten angepasst und sich auf berufsnahen Feldern weiterentwickelt (Schulung, Notarztdienst, etc.
Wie sieht der Alltag als Arzt für Sie heute aus? Was macht Ihnen am meisten Spaß? Was am wenigsten? Dienst in der Klinik, viel Routine (begrüßenswert für mich als Anfänger) und viel Ärger mit Vorgesetzten, wenn man „ihren“ Weg verlässt. Die eigenständige Arbeit am Patienten ist das Schönste, insbesondere, wenn meine Diagnose und Therapie 100% stimmen.
Welche Tipps würden Sie Studenten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, Medizin zu studieren, mit auf den Weg geben? Nie das Ziel aus den Augen lassen!! – Es lohnt sich
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Aus und vorbei - der
letzte AiP
Am 30. September ist es soweit.
Der letzte Arbeitstag für die AiPler steht an.
24 Stunden später werden alle
den Assistenzarztstatus haben. Der Hartmannbund wird daher am 30.09. 2004 in
der Münsteraner Uni-Klinik einen AiP-Abschiedsempfang geben, bei dem auch
berufliche Informationen für die neuen Assistenzärzte aber auch für
Medizinstudenten angeboten werden. Für die Absicherung rund um den Beruf
steht die Deutsche Ärzte Finanz beratend zur Seite.
30.09.2004 - 18.00 Uhr -
Münster
Einladung an alle Interessierten
Abschiedsempfang und Infos zum neuen
Status Assistenzarzt/Assistenzärztin. Für Imbiss und Getränke ist
gesorgt.
Veranstalter: Hartmannbund
Ort: Münster, Uni- Klinik Konferenzraum Ost
Weitere Infos: [ mehr
Infos- klick hier!
]
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4. In trauter Zweisamkeit: Fitnessstudio & Uniklinik
Noch einmal geht es in dieser Onlinezeitung um die Studienfinanzierung - dieses Mal aus Sicht einer Studentin. Viele Studenten jobben nebenher, da BaföG oder Elternzuschuss einfach nicht ausreichen, um über die Runden zu kommen und sich das ein oder andere Extra zu gönnen. So auch Corinna Doelle, die uns in ihrem Artikel von der Ausbildung zum Aerobic-Intructor berichtet.
Ausbildung zu(m) Aerobic-Instructor(s)/in
'2 Basic Step, 1 V-Step, 3 Knee lift single, March': Die flache Hand auf dem Kopf abgesetzt! Letzteres aus der Aerobictrainer-Sprache übersetzt: Alles von Anfang an! Eine Art unseres Ausdrucks, die für jeden Aerobic-Einsteiger in den ersten Wochen zum Horror wird.
Aber, strukturiert „Hand auf den Kopf“, die interessanten Fragen und Infos für die Karriere des Aerobic-Trainers: Wie könnte sich die Möglichkeit gestalten, Medizinbücher tagsüber zu wälzen –und wie uns ja nachgesagt wird, auswendig zu lernen- und abends eine komische Gebärensprachen benutzend, auf kleinen Trittbrettern –auch Step genannt- hoch, runter und drum herum zu springen?! Zur Ausbildung eine(s)/r Aerobic-Instructor(s)/in (auch hier hat die Anglistik in unserem Sprachgebrauch zugeschlagen, aber ehrlich, es hört sich doch viel besser an!) entschied ich mich zu Beginn meines Studiums. Schon damals lag eine 4jährige Fitnessstudio-Laufbahn als Mitglied hinter mir. Mit Leib& Seele hatte ich mir fast täglich 2 Stunden die Schweißtropfen ins Gesicht treiben lassen, um dem Körperkult unseres Zeitalters gerecht zu werden! Irgendwann kam ich zu der Überlegung: „Wieso nicht aus einer Leidenschaft bzw. meinem Hobby einen geldspeienden Esel machen!?“ Und dieser Begriff ist absichtlich gewählt, denn ich habe mir mein Studium mit diesem Hobby finanzieren können. Dafür wurde das Fitnessstudio aber auch mein zweites Zuhause!
Ausbildungsstelle gefunden
Nach kurzer Ab- und „An“wägung entschied ich mich für die kostengünstigere und schnellere Variante: Lizenzierter Aerobic-Instructor der BSA-Akademie. Meiner Erfahrung nach ist es bei den Bewerbungen nicht relevant, bei welchem „Verein“ Du Deine Fähigkeiten erlernt hast, schon gar nicht, mit welchen Zensuren Du bestanden hast! Somit war als nächstes zu klären, wie das Problem der Finanzierung zu bewältigen sei: Neben einer Famulatur ein Messejob auf der CeBIT in den Semesterferien – nein, in der vorlesungsfreien Zeit!-, und das Thema konnte als „gegessen“ deklariert werden!
Die Ausbildung war ein Pappenstiel:
1 verlängertes Wochenende mit Erlernen von „Basics“ in Theorie und Praxis (in München) - neue, nette Bekanntschaften lassen mich heute noch in angenehmen Erinnerungen an die Zeit schwelgen.
Der Praxisnachweis, das heißt eine bestimmte Anzahl unterschiedlichster Stunden als Teilnehmer mitgemacht zu haben -erwies sich als das geringste Problem.
1 Hausarbeit, ca. 50 Din-A4-Seiten ohne Zeitschranke war in relativ kurzer Zeit mit Bravour zu schaffen, keine Kunst!
Die praktische und theoretische Abschlussprüfung -ein Thema, was ich auch schon im Studium gerne gemieden hätte.
Erfahrungen, während der Ausbildung
Nun, es wird Euch die Aussage reichen, dass ich auch diese Hürde mit nur geringer Erhöhung meiner Herzfrequenz überspringen konnte. Und: „There you Go!“ ...Ran an den Speck ... meiner Teilnehmer! Der Weg war geebnet für den idealen Nebenjob während des Medizinstudiums, mit dem einzigen Vorbehalt: Du musst ein echtes „Sportlerherz“ in Dir tragen! Es war nicht immer ein sportlicher Spaziergang, oft konnte die „Zweisamkeit“ aus Fitness & Medizin zu Stress ausarten: Vorlesung von 9 bis 11 Uhr, Seminar oder U-Kurs von 14 bis 16 Uhr nicht zu vergessen, die außerplanmäßigen mündlichen und schriftlichen Prüfungen, die es zwischendurch auch noch zu bestehen galt, ab 18 Uhr beginnnende Freizeit, in der es für mich hieß Aerobic-Kurse bestreiten und meinen Teilnehmern Feuer unter den Sohlen machen. 21 Uhr und auch mein Tag war offiziell mit einer mindestens 20 minutigen heißen Dusche beendet. Auch an Wochenenden hieß es zusätzlich zu meinen „festen“ Stunden, Kolleginnen zu vertreten. War das nicht der Fall, gab es auch die eine oder andere Möglichkeit Conventions, die in ganz Deutschland verteilt stattfinden, zu besuchen, um „up to date“ zu bleiben. Convention ist gleich zu setzten mit Ärztetagungen, mit dem wesentlichen Unterschied, dass diese „Fortbildungen“ mehr auf körperlicher als auf geistiger Ebene stattfinden! Die Zugfahrt war natürlich eine gute Gelegenheit ein medizinisches Buch aufzuschlagen, um meine körperliche, mit der geistigen Ebene der Fortbildung zu ergänzen!
Einschränkungen inklusive Zugegeben: Ich musste lernen, was Disziplin bedeutet. Denn Partys, Freunde treffen, Haushalt, Einkäufe und ganz nebenbei auch noch Seminare nacharbeiten, für Klausuren lernen, musste auch mit in den Tagesplaner. Während der Examenvorbereitung waren meine Aerobic-Stunden die willkommene Abwechslung, um meine müden Knochen nach der exzessiven Beanspruchung meines Geistes abends noch mal in Schwung zu bringen. Denn mein innerer Schweinehund war oft nicht meiner Meinung und hätte es sich lieber vor der Flimmerkiste gemütlich gemacht, hätte die Verpflichtung nicht gerufen.
Cave: Alles in allem „kostete“ mich mein Job ca. 20 Stunden pro Woche, sodass ich die restlichen 148 Stunden (theoretisch) voll und ganz zur Verfügung hatte, um sie meinem Studium der Humanmedizin zu widmen.
Fazit “2 March back, 4 March front, 2 Jump, 1 Turn around ...” - Übersetzt: Gehe 2 Schritte zurück –aus finanzieller Sicht, um die Ausbildung hinter dich zu bringen; gehe 4 Schritte vorwärts – finanzieller, zeitlicher, körperlicher und geistiger Zugewinn; irgendwann wird die (positive) Routine eintreten –du „jumpst“ auf der Stelle, und nach dem Studium wirst Du dich 1 Mal „umdrehen“, den Uhrzeiger zurückdrehen und sagen wollen: "Es war eine schön Zeit und eine gute Entscheidung! Könnt' ich nochmal zum Anfang zurück, ich würd's wieder tun, übersetzt: Hand auf dem Kopf ...!"
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Alterseinkünftegesetzes am 11.06.04 wird die Besteuerung von
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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.
>> Immunglobuline gegen Alzheimer? (23-Sep-2004)
Immunglobuline, die heute beispielsweise schon zur Behandlung der Multiplen Sklerose eingesetzt werden, können möglicherweise auch Alzheimer-Patienten helfen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Pilotstudie an der Universität Bonn. Sollten sich die ersten Ergebnisse bestätigen, wäre dies die erste Therapie, die an den Ursachen der Alzheimer-Demenz angreift.
Mehr...
>> Computer hilft bei Behandlung von Hirntumoren (23-Sep-2004)
Eine neu entwickelte Software ist in der Lage, die Verteilung eines Medikaments im Gehirn im Vorfeld vorauszuberechnen. Auf diese Weise können Medikamente zur Behandlung bestimmter Hirntumore ganz gezielt in das Gehirn
eingebracht werden.
Mehr...
>> Stauvermeidung im Gehirn (23-Sep-2004)
Max-Planck-Wissenschaftler arbeiten an einer aussichtsreichen Methode zur Schlaganfall-Prophylaxe. Die künstliche Stimulation der Bildung neuer Blutgefäße, die eine Art Ersatzkreislauf bilden, soll Durchblutungsstörungen im Fall eines Schlaganfalls vollständig kompensieren.
Mehr...
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Kopf frei fürs Examen - Studienendfinanzierung
Große Sprünge können sich Studierende meistens nicht leisten. BAföG, Praktikums-Vergütung, Stipendien oder der Eltern-Zuschuss decken gerade einmal die nötigsten Ausgaben für Wohnung, Mensa und Freizeit. Besonders wichtig wird finanzielle Rückendeckung dann während der Examensvorbereitung. Gerade Examenskandidatinnen und –kandidaten sollten Kopf und Rücken frei haben und nicht auf Zeit raubende Jobs angewiesen sein.
Deshalb bietet ihnen die APO-Bank die Studienendfinanzierung, d.h. während des „Endspurts“ einen monatlichen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt, an.
Die Vorzüge
keine Bearbeitungsgebühren
100-prozentige Auszahlung des Kredits
freie Verfügbarkeit
niedriger Zinsaufwand
außerplanmäßige Tilgungen, z.B. bei unerwartetem Geldzufluss
Und noch ein Plus: Die von der Bank geleisteten Darlehensbeträge haben keinen Einfluss auf die BAföG-Berechnungen!
Es gibt eine Vielzahl von Literaturkatalogen und -datenbanken. In den meisten Fällen ist der Index Medicus bzw. sein elektronisches Pendant MEDLINE ausreichend. Bei speziellen Fragestellungen wird man allerdings auf andere Datenbanken zurückgreifen müssen. In den folgenden Abschnitten sind einige davon kurz beschrieben.
Es gibt eine Vielzahl von Literaturkatalogen und -datenbanken. In den meisten Fällen ist der Index Medicus bzw. sein elektronisches Pendant MEDLINE
ausreichend. Bei speziellen Fragestellungen wird man allerdings auf andere
Datenbanken zurückgreifen müssen. In den folgenden Abschnitten sind einige davon
kurz beschrieben.
Herkömmliche Recherchetechniken Entsprechend der Entstehung beschreiben wir zunächst die herkömmlichen Recherchetechniken, auch wenn sie heute fast schon angestaubt wirken. Allerdings basieren auch moderne Suchtechniken auf dieser Grundlage.
Index Medicus Den Index Medicus gibt es seit über 100 Jahren. Er besteht aus zwei Teilen: einem Autoren- und einem Schlagwortverzeichnis. Die Verzeichnisse werden monatlich aktualisiert und jahrgangsweise in Form mehrerer Bände als Cumulated Index Medicus zusammengefasst. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass eine zum Jahresende erscheinende Arbeit erst im Index Medicus des folgenden Jahres erscheint, da zwischen dem Erscheinen des Artikels und der Erfassung im Index Medicus sechs bis zwölf Monate liegen. Im Autorenverzeichnis sind sämtliche Erst- und Koautoren mit den vollständigen Literaturangaben aufgelistet. Im Schlagwortverzeichnis findet man Artikelnachweise zu einem bestimmten Thema, wenn dieser Artikel mit dem entsprechenden Schlagwort versehen wurde. Diese Artikelnachweise, Zitate oder Bibliographien genannt, beinhalten Erstautor, Titel, Zeitschrift, Jahrgang, Band und Seitenzahl.
Die Artikel sind unter dem betreffenden Schlagwort nach Sprachen gruppiert; nach den englischen Publikationen folgen die an- deren in der alphabetischen Reihenfolge der Sprachen. Wenn bei einer nichtenglischen Arbeit ein englischer Abstract vorhanden ist, wird dies vermerkt. Die Schlagwörter werden von der „National Library of Medicine" vergeben und im MeSH-Katalog aufgelistet (MeSH = „Medical Subject Heading"). Hierbei handelt es sich um einen kontrollierten Satz von 16.000 Vokabeln, die hierarchisch in 15 Baumstrukturen, wie z.B. Anatomie, Krankheiten oder Medikamente aufgegliedert sind. Dazu gibt es noch einen Satz von 76 Unterpunkten („subheadings"), wie z.B. Therapie oder Diagnose, die die Spezifität der eigentlichen Schlagwörter erhöhen. Deswegen ist es sinnvoll, die eigenen Schlagwörter zuerst anhand eines Englischlexikons und anschließend mit dem MeSH-Katalog zu vergleichen, um sicherzustellen, dass nach den richtigen Begriffen gesucht wird.
Oftmals erscheinen Arbeiten zu einem neuen Thema, bevor ein entsprechendes Schlagwort vergeben wird. So wurde beispielsweise die perkutane transluminale Angioplastie (PTA) in über 1.000 Arbeiten beschrieben, bevor dieses Schlagwort in den MeSH-Katalog aufgenommen wurde. Diese Arbeiten entgehen einem bei einer Schlagwortsuche, da keine nachträgliche Anpassung erfolgt. In so einem Fall kann nur die Freitextsuche Abhilfe schaffen. Im Index Medicus werden keine Abstracts aufgelistet. Deswegen ist es nicht möglich, die gefundenen Arbeiten auf ihre Relevanz zu überprüfen. Aus dem gleichen Grund ist auch nur eine Schlagwortsuche und keine Freitextsuche möglich. Mit der Freitextsuche kann man nach Begriffen suchen, die keine Schlagwörter sind, sondern irgendwo im Abstract oder Titel vorkommen.
Current Contents Dieses aktuellste Literaturverzeichnis wird wöchentlich vom Institute for Scientific Information (ISI), Philadelphia, USA, herausgegeben. Publikationen werden hier nach maximal zwei Wochen aufgeführt. Der Current Contents gliedert sich in sieben Serien. Die für den Mediziner interessanten sind CC/Life Sciences mit ca. 1.200 gelisteten Fachzeitschriften und ein Auszug hieraus, der CC/Clinical Medicine. Nach vier Monaten werden die Zitate im Triannual Cumulative Journal Index zusammengefasst. Ähnlich wie im Index Medicus gibt es ein Schlagwort- und ein Autorenverzeichnis. Letzteres liefert die genaue Autorenanschrift, was die Anforderung von Sonderdrucken erleichtert.
Science Citation Index Die Suchmethode mit dem Science Citation Index (SCI) unterscheidet sich grundsätzlich von den anderen. Er erfasst ca. 2.400 Zeitschriften. Die Zitate werden drei bis sechs Monate nach dem Erscheinen aufgenommen. Der SCI besteht aus vier Teilen. Im zentralen Teil, dem sog. Citation Index findet man ausgehend von einer Arbeit die Publikationen, die diese Arbeit zitieren. Hierdurch werden jüngere Arbeiten zum selben Thema gefunden. Bei einer inkompletten Literaturangabe kann man die anderen Bestandteile des SCI verwenden. Sie erlauben die Suche ausgehend von Schlagwörtern (Permuterm Subject Index), Autoren (Source Index) oder Instituten bzw. Organisationen (Corporate Index).
Referateblätter Die Referateblätter enthalten außer den vollständigen Literaturangaben immer einen Abstract. Sie erscheinen zu verschiedenen Fachrichtungen. Excerpta medica aus Amsterdam referiert Arbeiten aus 42 verschiedenen Fachgebieten. Die monatlich erscheinenden Hefte ent- halten auch Kongressberichte; die Erfassung erfolgt drei bis zehn Monate nach Erscheinen. Zwei wichtige Indizes sind der „Drug Literature Index" und die „Adverse Reaction Titles". Dieses Referateblattsystem ist auch als EMBASE PLUS für die Suche mit dem Computer verfügbar. Die Zentralblätter gibt es zu 15 Fachbereichen der Medizin. Die Hefte erscheinen mehrmals im Jahr. Die Publikationen werden sechs bis zwölf Monate nach ihrem Erscheinen erfasst. Der Springer-Verlag bietet mit Medizin-Profile einen Informationsdienst mit Referaten zu bestimmten Themenbereichen wie z.B. AIDS.
Andere Literaturquellen Nicht zu unterschätzen sind die kostenlosen Literaturdienste der Pharmaunternehmen. Dabei handelt es sich teilweise um sehr gut durchgeführte Literaturrecherchen, die keineswegs nur pharmakologische Fragestellungen betreffen. Im Archiv des Bundespresseamts werden alle wichtigen Tageszeitungen Deutschlands ausgewertet. Man erhält dort kostenlos Literaturnachweise zu Themen wie beispielsweise der
Gesundheits-Reform.
Die
Inhalte dieser Artikelserie stammen aus dem folgenden Buch:
Titel:
Praktische Tipps für
die Medizinische Doktorarbeit
Autor:
Eva-Maria Baur,
Martin Greschner, Ludwig Schaaf
ISBN:
3540650261
Verlag:
Springer Verlag
Preis:
14,95
Euro
Neben den hier
veröffentlichten Kapiteln 1,2,8,9 und 14 stehen in dem Buch sehr viele weitere
Informationen zur Verfügung. Um Euch einen Überblick über die weiteren Inhalten zu
verschaffen, schaut Euch doch einfach einmal das Inhaltsverzeichnis an.
Mit mehr als 1.000 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:
Ende März startet die erste bundesweite
Medifun.org
- Skifreizeit in das exklusive Skigebiet von St. Moritz (Schweiz). Mit dabei sind Medizinstudentinnen und -studenten aus ganz Deutschland.
Medisnow 2005 - Fahrt mit nach St. Moritz mit Frühbucherrabatt
Neben nicht enden wollenden Parties des Nachts könnt Ihr tagsüber die mehr als
350 Pistenkilometer auf 88 Abfahrten geniessen.
Also wachst Eure Carver und Eure Snowboards, lernt Schweizerdütsch,
fahrt mit uns nach St. Moritz und lernt 130 Medizinstudenten aus ganz
Deutschland kennen. Geplant ist, dass wir mit 3 Bussen aus den verschiedensten
Winkeln Deutschlands in die Schweiz aufbrechen und dort alle in der dortigen
Jugendherberge untergebracht werden. Der Skipass ist schon besorgt und Ihr könnt
damit sofort die vielen Pistenkilometer von St. Moritz geniessen.
Morgens und abends gibt es tolles Essen in unserer Herberge
(ich sage nur 3-4 Gänge, je nach Wochentag), es gibt für uns einen eigenen
Aufenthaltsraum, Platz im Hof für die eigene Schneebar, und wer es im
Mediziner-Geklüngel nicht mehr aushält: St. Moritz lädt mit Badelandschaft (5Min. entfernt) zum Relaxen und mit zahlreichen Shopping-Möglichkeiten (Cartier,
Armani, um nur einige zu nennen), den mondänen Mediziner zum Bummeln ein.
Medifun ist eine rein studentische Organisation, die ihre Wurzeln in den
bekannten Medizinstudenten-Vertretungen Deutscher Famulantenaustausch e.V. (www.dfa-germany.de)
und Fachtagung Medizin e.V. (www.fachtagung-medizin.de)
hat. Facts:
- Zeitraum vom 27.03. bis 02.04.2005
- 6 Übernachtungen mit Halbpension
- 6 Tage Skipass inklusive
- Busanreise inklusive
- bis zum 30. September Frühbucherrabatt: 480 €
-->Ausführliche Infos und Anmeldung findet ihr unter
www.medifun.org
.
Das Projekt „PathoBasiliensis“ der Universität Basel hat das Finale des diesjährigen MEDIDAPRIX für sich entschieden, muss sich das Preisgeld von 100.000 Euro jedoch mit einem österreichischen und einem weiteren schweizerischen Projekt teilen. Mit den Preisen werden Lehr- und Studiensysteme an Hochschulen ausgezeichnet, die auf besonders vorbildliche und innovative Weise digitale Medien mit fortschrittlicher Didaktik verbinden.
Medizinprojekt „PathoBasiliensis“ gewinnt den mediendidaktischen Hochschulpreis in der Höhe von € 50.000,-
Die Gewinner „PathoBasiliensis“ tun dies auf besonders vorbildliche Weise. Mag. Andrea Ecker vom österreichischen
Bundesministerium für Bildung Wissenschaft und Kultur überreichte dem erfolgreichen Projektteam den im gesamten deutschsprachigen
Hochschulraum überaus begehrten MEDIDA-PRIX.
Das Medizinprojekt „PathoBasiliensis“ - Lernmodule für die Pathologie im Internet“
Dieses Projekt der Universität Basel schafft Lernmittel und Informationsquellen für das Selbststudium, die zeitgemäß und an die
Bedürfnisse der Studierenden angepasst sind. Seine aufeinander aufbauenden Komponenten, u.a.
über 8.000 Bilder, ein virtuelles Mikroskop und ein Lernspiel zur Selbstevaluation, ermöglichen aktives,
selbstgesteuertes und exploratives Lernen in beispielhafter Weise.
Projektinformationen im Internet: http://www.unibas.ch/patho
Jeweils 25.000 Euro gingen als MEDIDA-Förderpreis an „pastperfect“ der Universität Wien sowie
an „Virtual Excursion“ der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.
Aus der Begründung der Jury
PathoBasiliensis (Dr. med. Katharina Glatz-Krieger und Herrn Dr. Dieter Glatz, Institut für Pathologie, Uni
Basel)
ist eine frei zugängliche Online-Lernumgebung für Studierende der
Medizin, Ärztinnen und Ärzte sowie interessierte Laien. Das Angebot setzt sich
aus
Online-Lernmodulen sowie Tools zur Selbstevaluation zusammen, welche alle
Gebiete der Pathologie wie Autopsie, Makroskopie, Histologie, Zytologie
abdecken.
Das klare und stringente didaktische Konzept von PathoBasiliensis ermöglicht
aktives, selbstgesteuertes und exploratives Lernen.
Ein deutlicher medialer
Mehrwert
ergibt sich aus einer umfassenden, digitalen Präparatesammlung, die mit
Begleittexten und Referenzen versehen ist. Die Studierenden können die Präparate
mit einem speziell entwickelten virtuellen Mikroskop erkunden und dadurch ihre
diagnostischen Fähigkeiten mit qualitativ hochstehenden Bildmaterialien
schärfen.
PathoBasiliensis ist umfassend integriert in das human- und zahnmedizinische
Curriculum an der Universität Basel. PathoBasiliensis wurde mit ausserordentlichem Engagement von Frau Dr. Katharina
Glatz-Krieger und Herrn Dr. Dieter Glatz – zum grossen Teil in der eigenen
Freizeit –
entwickelt.
Bemerkenswert ist zudem, dass die Arbeit von Frau Dr. Glatz-Krieger an
PathoBasiliensis zu 50% für ihre Habilitation angerechnet wird. Dies stellt
insofern
ein Novum dar, als dass bisher ausschließlich Erfolge in der Forschung, nicht
jedoch
in der Lehre hierfür anerkannt wurden.
München (idw). Manchmal kann ein Arzt die Diagnose auf den ersten Blick feststellen: "Sie haben Mumps!" Meistens sind Krankheiten jedoch sehr viel schwerer zu erkennen. Eine klare Diagnosestellung ist eine der zentralen Herausforderungen angehender und praktizierender Ärzte. Problemorientiertes Lernen anstatt sturer Paukerei ist daher eine Forderung, die neben dem klinisch-praktischen Unterricht auch mit Hilfe fallbasierter diagnostischer Trainingssysteme im Internet verwirklicht werden soll.
Dem Lernenden werden Patientenfälle aus der Praxis präsentiert, für die er
die richtige Diagnose und Therapie erarbeitet. Einzelne fallbasierte Lernsysteme
gab es bisher nur verstreut an verschiedenen Universitäten, etwa CASUS an der
Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Das Verbundprojekt CASEPORT, das
von der LMU koordiniert wird, hat diese jetzt zusammengefasst und unter einer
zentralen Adresse im Internet für alle Dozenten und Studierende in Deutschland
zur Verfügung gestellt. Hochwertige E-Learning-Fälle werden so in die
medizinische Ausbildung integriert. Das Projekt CASEPORT läuft in diesem Monat
aus. Seine zukunftsweisenden Ergebnisse werden in einem Abschluss-Symposium am
23. und 24. September an der LMU zusammengefasst.
Dem Verbundprojekt CASEPORT gehörten neben der Medizinischen Fakultät der LMU
noch vierzehn weitere medizinische Fakultäten anderer deutscher Universitäten
sowie das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) in
Mainz an. CASEPORT wurde im Rahmen des Programms "Neue Medien in der Bildung -
Förderbereich Hochschulen" durch das Bundes-ministerium für Forschung und
Bildung gefördert.
Im CASEPORT-Portal können bereits vorhandene Inhalte zu kompletten
Kursangeboten erweitert und an den Fakultäten der Projektpartner implementiert
sowie evaluiert werden. Insgesamt sind mittlerweile rund 300 Fälle aus einer
ganzen Reihe medizinischer Gebiete gespeichert und Links zu weiteren Fällen in
externen Wissensquellen vorhanden. Zusätzlich sollen auch weitere CASEPORT-Fälle
im Lehrplan verankert und Online-Prüfungen etabliert werden. Eine übergreifende
Qualitätskontrolle und Evaluation der Inhalte sowie ihre Einbettung in klinische
Pflichtveranstaltungen wird durch die Projektpartner gewährleistet.
Zielgruppen sind neben Studierenden und Ärzten in der Aus- und Weiterbildung
insbesondere die Kursleiter und Dozenten. Der große Vorteil des Projekts ist,
dass die Online-Patienten jederzeit und für alle Studierenden in gleicher Weise
verfügbar sind. Angehende Mediziner sollen verstärkt an diesen konkreten Fällen
lernen, ihr Wissen anzuwenden, um so die Kluft zwischen Wissen und Handeln
schneller schließen zu können - ganz im Sinne der 2003 in Kraft getretenen
ärztlichen Approbationsordnung. (suwe)
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
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