12.10.2004

Ausgabe 239/04

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Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

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(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Man muss Zukunft im Sinn haben und Vergangenheit in den Akten.
(C.M. Talleyrand, 1784-1838, frz. Staatsmann)


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 Editorial
  

Hallo,
weiter geht es heute mit dem ersten Teil eines neuen Interviews: dieses Mal erfahrt ihr, wer sich hinter der Statistikberatung für Doktoranden namens Acomed verbirgt, denn Dr. Thomas Keller stellte sich uns für ein Interview zur Verfügung. Den zweiten, allerdings letzten Teil des Erfahrungsberichtes zu heicumed - u.a. mit unerwartetem Professorenverhalten - bieten wir euch ebenfalls. Lachen ist gesund - und wir fanden den Klinik-Clown Rididu erwähnenswert, der Kindern in Krankenhäusern die Medizin in Form von Humor weiterreicht.

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Und empfehlen möchten wir euch ebenfalls das Topthema Spanien aus der aktuellen Via medici, das ihr ebenso wie Informationen zum neuen Zweifachstudiengang Medizin und Biowissenschaften an der Uni Leipzig in der heutigen Ausgabe findet. In den Rubriken Doktorarbeit und Studienbeginn dreht es sich dieses Mal um die Fernleihe bzw. die ersten Tage an der neuen Uni.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Interview mit Dr. Thomas Keller (ACOMED Statistikberatung) - Teil 1
2.Chirurgie in Heidelberg (heicumed) - Teil 2
3.Zum Studienbeginn: Endlich am Anfang - die ersten Tage an der Uni
  
4.MedNews aus der StudMed-Redaktion: Von Maiglöckchen und Unfruchtbarkeit
5.Lachen ist gesund: Der Klinik-Clown Rainer Kreuz
6.Cartoon der Woche: Lokalanästhesie
  
7.Doktorarbeit: Bibliothek und Fernleihe
8.Hasta la vista, Doc! Studium, PJ und Famulatur in Spanien (aus der Via medici)
9.Gelauscht in den Foren: Schneller lernen und mehr
  
10.Zweifachgraduierung für Medizin und Biowissenschaften
11.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

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 1. Interview mit Dr. Thomas Keller
(ACOMED Statistikberatung) - Teil I

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Die sieben Weltmeere der Statistik sind für den Medizinstudenten und Doktoranden alles andere als ein gewohntes Gewässer und als Neuling ist man dankbar für einen erfahrenen Steuermann. Ein Fachmann für statistische Fragestellungen rund um die medizinische Doktorarbeit ist Dr. Thomas Keller (Acomed) aus Leipzig, den wir euch in einem zweiteiligen Interview einmal ausführlicher vorstellen möchten.

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Was (und wo) haben Sie studiert und mit welcher Motivation haben Sie dieses Studium aufgenommen?
Ich habe in den Jahren 1981-86 Physik in Leipzig studiert. Motiviert war ich zum einen durch gleichartige Berufe meines Großvaters und Vaters, die Mathematiker bzw. Physiker waren. Ich habe mich zeitig auf biomedizinische Anwendungen konzentriert (In-vivo-NMR-Spektroskopie an Tierorganen), weil ich diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Physikern, Biologen und Medizinern als sehr anwendungsrelevant und fruchtbar empfunden habe.

Können Sie sich an die absoluten Höhe- wie auch Tiefpunkte des Studiums erinnern?
Da ich während des Studiums heiratete und später meine beiden Töchter zur Welt kamen, sind die schönsten Erinnerungen meiner Studienzeit eigentlich mit diesem Teil des Lebens verbunden. Vielleicht war dieser Rückzug ins Private durchaus symptomatisch, denn die permanenten Versuche, auch Physikstudenten ideologisch zu indoktrinieren, gehörten zum unangenehmen Teil der Studienzeit.

Wann haben Sie den Entschluß gefasst, ACOMED ins Leben zu rufen? Was ist das reizvolle für Sie an dieser Tätigkeit?
Nach vielen Jahren am Institut für Biophysik in Leipzig wurde ich Leiter Forschung&Entwicklung in einer Biotech-Firma, und hatte als solcher vorrangig mit klinischen Studien und statistischen Auswertungen zu tun. Als die Firma wuchs, und externe Berater mit Hintergrund Automobilindustrie ihre Vorstellungen von Forschung im Unternehmen propagierten, war es Zeit für einen Wechsel.
So gründete ich ACOMED statistik. Die Erwartungen, die ich an die eigene Firma hatte, haben sich erfüllt, wenn nicht gar übererfüllt. Eigentlich wollte ich als ausschließlich als Dienstleister wirken. Mittlerweile bin ich aber wieder in Forschungsprojekte mit Industrie und Universitäten integriert, schreibe Veröffentlichungen, trage auf Kongressen vor. Der Stress ist geblieben – doch während er früher häufig in Frustration mündete, ist es jetzt ausschließlich positiver Stress.
Reizvoll ist es natürlich, als Unternehmer komplett die Verantwort zu tragen, und sein Unternehmen fortlaufend zu steuern und zu optimieren. So ist die Arbeit – auch wenn ich den ganzen Tag allein vor dem Computer sitze und ab und zu telefoniere – absolut spannend.

Was verbirgt sich hinter dem Namen ACOMED und wie sind Sie auf diesen Namen gekommen?
ACOMED heißt Agentur für Computeranwendungen in der Medizin. Zunächst hat dieser Name den Vorteil, dass er in Listen meist am Anfang genannt wird. Das „Med“ impliziert die Hauptausrichtung des Unternehmens.
Ich habe einen so allgemeinen Namen gewählt, da ich zum Zeitpunkt der Firmengründung nicht wusste, ob die Firma in Richtung Statistik / Biometrie so erfolgreich sein würde, wie sie es nun ist.

Wie sieht Ihre tägliche Arbeit aus und wie darf man sich Ihren Arbeitsalltag vorstellen?
Ich arbeite zu Hause, mit Blick auf den Leipziger Auewald. Wie gesagt, sitze ich mehr oder weniger den ganzen Tag am Computer. Das mag eintönig klingen; die Abwechslung kommt durch die oben beschriebenen, vielfältigen Aufgaben zustande – hinzu kommen noch die unternehmenstypischen Dinge wie Marketing, Controlling, Buchhaltung etc.

Welche Kunden betreuen Sie?
Der Kontakt zu den Kunden läuft hauptsächlich über E-Mail und Telefon. Meine Kunden sind Unternehmen aus der Diagnostika-Branche, universitäre Forschungsgruppen und schließlich Doktoranden. Während die ersten Kundengruppen Dienstleistungen in eine spezifische Richtung benötigen, wird durch die Doktoranden ein breites Spektrum statistischer Methoden zu verschiedenartigsten medizinischen Fragestellungen abgefragt.

Gab es einmal im Rahmen der von Ihnen betreuten Studien ein 'besonderes Erfolgserlebnis' im Sinne einer herausragenden Publikation o.ä.?
Für die Bayer Vital GmbH habe ich zwei neue statistische Verfahren entwickelt, die die Unterschiede zwischen verschiedenen PSA-Subformen (PSA-Tumormarkerdiagnostik für Prostata-Karzinom) auf neue Weise verdeutlichen. Dies öffnete mir den Weg zur Auswertung einer Reihe von europäischen Studien, Publikationen und Vorträgen.

Dies war der erste Teil des Interviews, das wir in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung fortsetzen. Dort gibt es u.a. 3 Tipps für Medizinstudenten rund um das Thema 'Statistik' - weiterlesen lohnt also!

ACOMED Statistikberatung von Dr. Thomas Keller
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Autor(in): Thomas Keller (ACOMED Statistik) ([email protected])
  
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 2. Chirurgie in Heidelberg (heicumed) - Teil 2

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In Heidelberg genießen die Medizinstudenten seit einiger Zeit den Reformstudiengang des sogenannten 'Heidelberger Curriculum Medicinale' (kurz: heicumed). Alicja Zybowski hat ihre Eindrücke und Erlebnisse im Chirurgie-Block in sehr lesenswerter Form zu Papier gebracht. Heute gibt es den zweiten Teil des Erfahrungsberichtes.

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In der Herzchirugie wurde Unwichtiges zu Wichtig genommen
Die Herzchirurgie war mit Abstand der am schlechtesten organisierte Kurs von allen: es gab nur einen einzigen Dozenten für die gesamte Woche und für alle Kursteilnehmer, d.h. dieser Dozent musste jeden Tag zwei oder drei Seminare halten und noch zusätzlich sechsmal POL für drei verschiedene Gruppen. Da ist es nicht schwer zu verstehen, dass dieser Mensch bald gar keine Lust mehr hatte und sich das genauso auf die Studenten übertragen hat. Außerdem wurden ganz spezielle Themen wie congenitale Herzfehler viel zu ausführlich behandelt und im Gegensatz dazu nur ein freiwilliger Kurs für das Befunden des EKGs nur auf äußersten Wunsch von Studenten angeboten, obwohl das - wie ich finde - etwas absolut essentielles darstellt. Auch das Thema Herzinfarkt und seine Therapie ist viel zu kurz gekommen, obwohl man doch Patienten mit derartigen Beschwerden enorm viel häufiger antreffen wird als mit congenitalen Herzfehlern, die sofort zu absoluten Spezialisten weitergeleitet werden. Die Themengebiete waren einfach nicht sinnvoll eingeteilt und sogar in der Leitsymptom - Vorlesung passierte es, dass 180 Studenten eine Stunde vergeblich auf den Professor warteten.

Thoraxchirugie in der größten Klinik Europas
Die Thoraxchirurgie wurde in Rohrbach innerhalb von drei Tagen unterrichtet. Natürlich haben wir viele Raucher als Patienten dort angetroffen, aber viele Patienten waren aufgrund ihres Metastasenleidens mit anderem Primärtumor dort anzutreffen. Dafür ist wohl Rohrbach eine sehr geeignete Klinik und die größte in ganz Europa, wie uns berichtet wurde, denn in keinem anderen Krankenhaus werden täglich so viele Operationen durchgeführt wie in der Thoraxchirurgie in Rohrbach und in einem anderen Krankenhaus in den USA. Die Seminare und das Bedside-Teaching schien alles sehr gut organisiert, sowohl makroskopisch als auch mikroskopisch wurden uns verschiede Krankheitsbilder dargelegt. Dort durften wir sogar in den OP, um bei Teilresektionen der Lunge zuzuschauen.

Nur hatte man den Eindruck, dass die Dozenten alle sehr schlecht gelaunt waren und überhaupt gar keine Lust auf Studenten hatten. Vielleicht lag es daran, dass wir einer der letzten Kurse waren, aber auf jeden Fall war die Atmosphäre sehr „bedrängend“.
Vom thematischen Aspekt her war dieser Kurs sehr interessant, aber vom menschlichen und sozialen Aspekt gesehen hat dieser Kurs vielen Studenten fragen aufgeworfen. Auch die Leitsymptomvorlesung gehörte mit Abstand zu einer der besten verglichen mit den anderen chirurgischen Fächern. Denn die renommiertesten Professoren halten nicht unbedingt auch die didaktisch beste Vorlesung. Denn zumeist sind es die jungen Ärzte, welche die Verständnisschwierigkeiten der Studenten nachvollziehen und ihre Vorlesung auch genau nach dem Wissenstand der Studenten ausrichten können.

Plastische Chirurgen verhelfen Menschen zu neuem Erscheinungsbild
Die Plastische Chirurgie dauerte nur zwei Tage und fand in Ludwigshafen statt. Allein die Ausstattung des Krankenhauses ist bewundernswert, da es auch zu einem der größten der Verbrennungskliniken in ganz Europa gehört. Auch die Handchirurgie nimmt einen großen Teil ein, die ästhetische Chirurgie nur einen kleinen. In den Seminaren beschäftigeten wir uns vor allem mit der Untersuchung der Hand, der Verbrennungsopfer und mit Nähen an Schaumstoffpräparaten.

Die Patientenbesuche waren hier mit Abstand die „qualvollsten“: die Verbrennungs- und Unfallopfer waren sehr schlimm zugerichtet, um so bewundernswerter die Arbeit der Plastischen Chirurgen: ein völlig entstellter Menschen, der nie gleichwertig in unserer Gesellschaft aufgenommen werden würde, weil er nicht in die Normen und Werte jener fällt, verhalfen die Chirurgen zu einem annähernd normalen Leben, indem sie sein Erscheinungsbild durch Haut-Muskel-Gewebetransplantate fast wiederherstellten. Sogar mit dem Mikroskop wieder angenähte Gefäßverläufe werden in stundenlangen Operationen nicht gescheut. Ich habe sehr viel Respekt vor einer derartig schwierigen Meisterleistung. Und vor allem sieht man am Schluss als Resultat die endlose Dankbarkeit eines geheilten Patienten; ich glaube es gibt nichts Schöneres für einen Arzt.

Orthopädie ist scheinbar nicht ganz 'mein' Fach
Die Orthopädie fand in der Klink in Schlierbach statt. Das Engagement der Ärzte war auch hier sehr zu spüren. Tägliche Untersuchungskurse an uns selbst und den anderen Studenten sollten uns einen Einblick in die klinische Untersuchung geben. Auch das Bedside-Teaching und der Besuch im OP durften nicht fehlen. Auch wenn dieser Kurs sehr gut organisiert und geleitet wurde, schien es für mich im wahrsten Sinne des Wortes eine „Knochenarbeit“ zu sein. Also wer Knochen und ihre Röntgenbilder nicht liebt, sollte lieber kein Orthopäde werden. Es gibt an dem Kurs überhaupt keinerlei Kritik zu üben, mir ist in dieser Woche klar geworden, dass dies gewiss kein Fachgebiet für mich ist.

Ein taktloser Professor in der Unfallchirurgie
Die Unfallchirurgie war der Orthopädie sehr ähnlich, außer dass es mehr um Bohren, Schrauben, Drähte und Plätten ging und ein jeder Bruch in Grade von I bis IV unterteilt wurde. Es wurden viel weniger Krankheitsbilder als Knochenbrüche besprochen, was die allgemeine Aufmerksamkeit oft sehr sinken ließ, falls überhaupt alle anwesend waren. Vielleicht könnte man anhand dieser Tatsache erklären, dass man fast ausschließlich männliche Ärzte in diesem Fachgebiet antrifft. Nach einem Seminar mit einem Professor von außerhalb fand unser Bedside-Teaching statt. Die erste Patientin, die an einem malignen Knochenkrebs, bekam von diesem Professor zu höre: "Es gibt schlimmeres". Daraufhin brachte kein Student mehr ein Wort heraus, nachdem alle das Gesicht der Patientin gesehen hatten. Beim nächsten Patienten, der einen schweren Autounfall überlebt hatte, sagte er: "Vor einigen Jahren hätten Sie diesen Unfall gar nicht überlebt, denn damals war die Medizin noch nicht so weit fortgeschritten." Dieser Art Kommentare des Professors ließ die Stimmung immer weiter sinken. Es ist schlimm zu sehen, wie die Patienten unter solchen Kommentaren leiden und derjenige es noch nicht einmal bemerkt, wenn er den Patienten zu nahe tritt.

Vernetztes Denken: eine eindrückliche Unterrichtseinheit
Vielleicht wurde genau aus solchen Gründen in unserer mündlichen Prüfung besonders darauf Wert gelegt, dass wir den Standardpatienten, den wir untersuchen müssen, Empathie entgegenbringen, denn das sollte wirklich eindringlich geübt werden. Die spezielle Pathologie und Radiologie wurden nicht einzeln unterrichtet, sondern waren in alle chirurgischen Fächer mitintegriert. Zum jeweils passenden Zeitpunkt kam der Pathologe und erklärte uns seine Sichtweise der verschiedenen Erkrankungen und zeigt dazu noch makro- und mikroskopische Bilder. Danach wurden uns von dem Radiologen die entsprechenden Röntgen-, CT- oder MRT- Bilder gezeigt und erklärt, damit man möglichst einen guten Eindruck über die Möglichkeiten der Diagnostik erhält. Da dies sehr am klinischen Alltag orientiert war und manchmal sogar mit Patienten in Zusammenhang stand, die wir auch selbst befragen durften, war dies für mich eine sehr eindrückliche Unterrichtseinheit. Die „Athena Plattform“, die im Internet für die Studenten eingerichtet wurde, war optimal genützt worden, denn fast sämtliche Power-Point Präsentationen der Seminare konnten dort abgerufen werden, so dass man nicht immer mitschreiben musste ohne wirklich gut zuhören zu können. Nach jedem Kurs sollte auch noch eine Evaluation erfolgen. Nur inwiefern dieser Evaluation nachgekommen wird, bleibt fraglich, aber es evaluieren immer viele Studenten fleißig, damit unsere Nachfolger vielleicht ein noch besseres "heicumed" genießen dürfen...

Vielen Dank an Alicja Zybowski für diesen lesenswerten Erfahrungsbericht. findet ihr den ersten Teil der Artikelserie.

   
Autor(in): Alicja Zybowski ([email protected])
  
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 3. Endlich am Anfang: die ersten Tage an der Uni

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Nun kann es endlich losgehen: Nach Erhalt der Zusage für den Studienplatz steht das erste Semester ins Haus und eine wichtige Phase im Leben vor der Tür: 6 oder mehr Jahre Studium mit vielen Eindrücken und Erfahrungen warten darauf, durchlebt zu werden. Nach der Ankunft am Uniort heisst es für den Studienanfänger, vielfältige neue Eindrücke sammeln: Einschreiben, belegen, Veranstaltung für Erstis besuchen, die Kommilitonen kennenlernen. Hier finden 'die Frischlinge im Medizinstudium' Infos zum Start als Erstsemester im Medizinstudium.

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Die Ankunft an der Uni – einschreiben und belegen

Zunächst erfolgt die offizielle Einschreibung und Belegung für das erste Semester im Studiendekanat/Studentensekretariat (meist bereits im September bzw. März oder aber im Oktober bzw. April des jeweiligen Jahres). Dazu solltet Ihr einen entsprechenden Brief erhalten haben, der über die Termine und die örtlichen Gegebenheiten (Plan der Universität etc.) informiert. Bei der Einschreibung bekommt Ihr Euer Studienbuch ausgehändigt, in das Ihr die in den jeweiligen Semestern belegten Kurse eintragt und durch das Studiendekanat bestätigen lasst. Was Ihr dort eintragen müsst, erfahrt Ihr meist durch ausliegende Zettel und konkrete Anweisungen des Studiendekanats und/oder Studenten höherer Semester. Wer hier bei Unklarheiten nicht zögert, freundlich und höflich zu fragen, was er nicht verstanden hat, dem wird sicherlich weitergeholfen. Dass auch die Angestellten des Studiendekanats bei der hohen Anzahl neuer Studenten nicht immer jeden freundlich, höflich und mit persönlichem Handschlag begrüssen können, müsst Ihr einfach so hinnehmen, da es an der Situation liegt und keinesfalls persönlich gemeint ist. Nutzt auch die Einschreibung und Belegung gleich dazu, ein paar Kontakte zu knüpfen und ein paar Eurer Mitstudenten im small talkkennenzulernen. Kontakte und persönliches Kennenlernen sind gerade zu Beginn dieses Studiums sehr wichtig, denn gerade am Anfang kommt es darauf an, den Anschluss zu finden.

Unterlagen für Behörden gleich zur Seite legen
Weiterhin werden Euch mit der Einschreibung/Belegung oftmals gleichzeitig wichtige Unterlagen, die Ihr für Behörden etc. benötigt, ausgehändigt: Immatrikulationsbescheinigungen (in mehrfacher Ausführung zur Vorlage beim BaföG-Amt, bei der Krankenkasse etc. ) sowie der Studentenausweis (der z.B. zur Inanspruchnahme von Ermässigungen in Kino und Theater und ggf. zu Ermässigungen im öffentlichen Nahverkehr). Zeitgleich zu Semesterbeginn müsst Ihr die sogenannten Semestergebühren entrichten. Meist ein Betrag zwischen 80 und 160 € (je nach Uni verschieden). Diese Gebühren werden einerseits für den Verwaltungsaufwand erhoben, andererseits fliessen Teile in studentische Gremien und an vielen Universitäten wird damit das sog. Semesterticket finanziert. Das Semesterticket erlaubt Euch die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (Bus, Bahn,Strassenbahn, U-Bahn im Grossraumverkehr Eurer Universitätsstadt.

Erstsemester-Woche („Ersti-Wochen“)
Nach der Belegung und Einschreibung zum Semester habt Ihr den eher offiziellen Teil hinter Euch gelassen und dürft Euch auf die sogenannte Erstsemester-Woche mit vielen Einführungsveranstaltungen, die Euch das Zurechtfinden an der Uni und im Studentenalltag erleichtern sollen, freuen. Die Erstsemester werden von Studenten höherer Semester auch liebevoll „Ersti“ genannt, daher heissen diese Wochen auch an vielen Universitäten „Ersti-Wochen“. Meist in studentischer Initiative (Fachschaft oder AG´s und Gruppen zum Thema Erstsemesterarbeit) organisiert, trefft Ihr Euch hier in kleinen Gruppen zu Rundgängen über das noch völlig unbekannte Universitätsgelände – den sog. Campus: Wo liegt die Mensa, in der Ihr Mittagessen könnt, wo findet Ihr die Bibliothek, um Lehrbücher anzuschauen oder auszuleihen und nicht zuletzt wo findet Ihr die einzelnen Hörsäle, in denen die Vorlesungen gehalten werden. All dies wird Euch in den Einführungsveranstaltungen im Rahmen der Erstsemester-Woche gezeigt. An vielen Universitäten finden sich meist Tutoren (also freiwillige und engagierte Studenten höherer Semester), die sich bereiterklärt haben, den Erstsemestern bei den vielen unklaren Fragen zum Studienstart zu helfen. Oftmals trifft man sich auch in kleinen Gruppen bei den Tutoren privat zu Hause, die Euch bereitwillig jede erdenkliche Frage zum Studium beantworten oder einen kleinen Rundgang durch die für viele noch fremde Universitätsstadt organisieren.

Der erste Pflichtkurs: Die „Erstsemester-Party“
Pflichtprogramm an vielen Unis ist auch die erste Studentenparty (keine Angst, es bleibt nicht die einzige. ..): Die sog. Erstsemester-Party. Nutzt die Chance, in ungezwungener und lockerer Atmosphäre Euren Studienstart gemeinsam mit den anderen „Frischlingen“ ein wenig zu feiern. Ihr seht: Der Studienstart ist alles andere als langweilig und Ihr findet gerade zu Beginn vielfältige Veranstaltungen, die Euch den Start in einen neuen Lebensabschnitt erleichtern. Nutzt wirklich die Chance, möglichst viele Leute kennenzulernen und scheut Euch nicht, Kontakte zu knüpfen. Denn eines habt Ihr trotz vielleicht vorhandener Unterschiede gemeinsam: 6 Jahre eines eindrucksvollen, erfahrungsreichen, lern- und lehrreichen und für manche auch einzigartigen Studiums liegen vor Euch.

Lerngruppenbildung
An einigen Universitäten werden die Kurse des ersten und zweiten Abschnitts im Studium in sogenannten festen Lerngruppen (zwischen 3 und 6 Personen) absolviert. Meist habt Ihr die erste oder auch zweite Woche im Semester Zeit, Euch mit Euren Mitstudenten zusammenzufinden und auf entsprechenden Listen einzutragen. Daher solltet Ihr in dieser Zeit ein Auge darauf halten, welche der Mitstudenten nach Sympathiefaktor und erstem Kennenlernen vielleicht zu Eurem Typ passen und Ihr Euch vorstellen könnt, eine nicht unerhebliche Zeit mit eben diesen 3 bis 6 Personen in den Kursen und Praktika zu verbringen.

Veranstaltungen an der Uni (Vorlesung – Seminar – Praktikum)
Nachdem Ihr Euch an der Uni eingeschrieben, Euch ein wenig zurechtgefunden und das Unigelände erkundet habt, stehen auch meist die ersten Veranstaltungen auf dem Plan. Bei den Veranstaltungen, die Ihr im Laufe des Studiums durchlaufen werdet, lassen sich grob gesagt unterscheiden: Vorlesung (Professoren halten Unterricht meist in Vortragsform), Seminar (Professoren und Lehrkräfte vertiefen das in der Vorlesung behandelte Thema meist in kleineren Gruppen, die in etwa der Grösse einer Schulklasseentsprechen), Praktikum (hier seid Ihr aktiv gefordert, praktisch tätig zu sein, d.h. mikroskopieren, chemische Versuche durchführen, eine Leiche sezieren etc.). Wie dies vor Ort an der Uni im ersten Abschnitt des Studiums (die ersten zwei Jahre, auch Vorklinik genannt) im einzelnen geregelt ist, erfahrt Ihr bei der Einschreibung und Belegung im Studiendekanat oder von Studenten höherer Semester, die sich als Tutoren bereiterklärt haben, Euch Erstsemestern zu helfen.

Die ersten Vorlesungen
Nun geht es los: Die erste Begrüssungsvorlesung steht auf dem Plan. Meist durch offizielle Personen wie den Dekan der medizinischen Fakultät, werdet Ihr als Studenten feierlichbegrüsst. Auch finden bald die ersten Vorlesungen in den Fächern der Vorklinik statt. Für einige ist esgewöhnungsbedürftig, sich in grossen Hörsälen, in denen z.T. mehrere Hundert Mitstudenten sitzen, zurechtzufinden. Daran gewöhnt man sich aber schnell. Wichtig sind noch zwei Abkürzungen, die im Zusammenhang mit den Vorlesungen erläutert werden sollten: S.t. und c.t.. Schaut Ihr in das Vorlesungsverzeichnis, so steht hinter den Vorlesungen oftmals eine dieser beiden Abkürzungen, die etwas über den Zeitpunkt der Vorlesung aussagen. Mit s.t. bezeichnete Vorlesungen beginnen zur vollen Stunde (also 8 Uhr s.t bedeutet 8:00 Uhr), mit c.t. bezeichnete Vorlesungen beginnen ein Viertelstündchen später („das sogenannte akademische Viertelstündchen oder akademisches Viertel“: 8 Uhr c.t. bedeutet 8:15 Uhr). Die Abkürzungen stammen aus dem lateinischen und besagen für s.t. = sine tempore = „ohne Zeit“ = zur vollen Stunde bzw. für c.t. = cum tempore = „mit Zeit“ = immer um viertel nach....

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 4. MedNews (StudMed) aus dem Springer Verlag

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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.

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 >> Menschlicher Geruchssinn entschlüsselt (7-Oct-2004)
 

Kaum ein Sinnesreiz weckt so unmittelbare Gefühle und Erinnerungen wie ein Geruch. Doch wie der Geruchssinn funktioniert, wie und warum die menschliche Nase mehr als 10.000 unterschiedliche Duftnoten wahrnimmt, war lange Zeit ungeklärt. Für die Lösung dieses Rätsels gab es nun den Nobelpreis für zwei amerikanische Wissenschaftler. Mehr...

 
 >> Spermien riechen Maiglöckchenduft (7-Oct-2004)
 

Kürzlich konnten Bochumer Forscher nachweisen, dass Spermien ihren Weg zur Eizelle "der Nase nach" dank eines bestimmten Riechrezeptors finden. Jetzt gelang der Gruppe ein weiterer spektakulärer Fund: Der gleiche Riechrezeptor wie auf den Spermien findet sich auch in der menschlichen Nase zur Wahrnehmung von Maiglöckchenduft. Das eröffnet neue Perspektiven bei der Diagnostik von Unfruchtbarkeit. Mehr...

 
 >> Knochenersatz aus dem 3D-Printer (7-Oct-2004)
 

Um medizinische Implantate herzustellen, brauchte es bislang vor allem eines: Zeit. Mehrere Tage konnten vergehen, bis medizinisch einsetzbare Implantate aufwändig in mehreren Prozessschritten gefertigt wurden. Ziel der Forschung ist es deshalb, mittels der Rapid Prototyping Technologie etwa mit einem 3D-Drucker - Implantate direkt und binnen weniger Stunden patientenspezifisch herzustellen. Die dazu einzusetzenden biokompatiblen Granulate und Binder lassen sich jedoch nicht ohne weiteres mit 3D-Printing verarbeiten. Mehr...

 

   
Autor(in): Redaktion StudMed ([email protected])
  
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 5. Lachen ist gesund: Der Klinik-Clown Rainer Kreuz

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Bonn (idw) - Bei der Arbeit von Rainer Kreuz steht das Kind und nicht der Clown im Vordergrund! Als Clown Rididu besucht er einmal im Monat teilweise schwer kranke Kinder in der Neurochirurgie der Bonner Universitätsklinik. Einfühlsam und sensibel tastet sich Rididu an jedes Kind individuell heran und versucht die Kinder zum gemeinsamen Spiel zu motivieren.

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Lachen ist gesund: Der Klinik-Clown Rainer Kreuz
Als Klinik-Clown zaubert Rainer Kreuz mit den Kleinen, bläst auf seiner Trompete muntere "Clowns-Melodien" oder malt die Lieblingstiere der kleinen Patienten auf Luftballons, mit denen die Kinder Rididu zum Abschied winken. Oder er ist einfach nur für sie da!

Sein schönstes Erlebnis: Er brachte einen fünfjährigen Jungen nach überstandener Herz-Operation zum Lachen. Auch die Eltern des Kindes dankten dem Clown. Darin besteht für Kreuz der Sinn seines Daseins als Klinik-Clown: Den Kindern schöne Momente zu bereiten! Ebenso einfühlsam wie im Spiel mit den Kindern ist er auch, wenn er merkt, dass es einem Kind plötzlich schlecht geht und Hilfe von den Krankenschwestern braucht. Dann zieht er sich schnell und unauffällig zurück. Das gehört dazu. Auch, dass Kinder die Frage: "Hast Du Lust auf Clownsbesuch?" gelegentlich verneinen. "Ein Therapeut sei er nicht", sagt Klinik-Clown Kreuz. Auch wenn seine Arbeit therapeutische Wirkung auf das Gemüt der kleinen Patienten zeigt, denn lachen ist bekanntlich gesund! Wenn Kreuz Kinder über einen längeren Zeitraum besucht, entstehen automatisch so genannte Clownsfreundschaften zwischen Clown Rididu und einzelnen Kindern.

Bereits seit zehn Jahren arbeitet Sozialpädagoge Kreuz als Clown. Im Jahr 2000 ließ er sich zum professionellen Clown ausbilden. Kreuz schätzt die Kombination von künstlerischer und pädagogischer Tätigkeit. Mit seiner Arbeit schafft er einen anderen Zugang zu den Kindern, als ihn die Ärzte haben, mit der Motivation: "Ich möchte dem grauen Klinikalltag Farbtupfer geben," sagt Kreuz, der auch Mitglied des Vereins "Kunst im KinderKrankenhaus" (KiKK) e.V. ist. Ermöglicht wird sein Einsatz im Universitätsklinikum Bonn, wo er seit drei Jahren als Clown Rididu tätig ist, mit Hilfe der Stiftung Krankenhausseelsorge des evangelischen Kirchenkreises Bonn. Aber auch in anderen Bonner und Kölner Krankenhäusern arbeitet er als "sensibler Spassmacher".

Wenn Kreuz nicht mit roter Clowns-Nase, Schlapphut und Ringelsocken in den Kliniken Kinder mit ihren Sorgen und Schmerzen besucht, ist er als Jugendleiter in einer evangelischen Kirchengemeinde tätig. Überschneidungspunkte zu seiner Tätigkeit als Klinik-Clown gibt es insofern, dass er hier mit Kindern und Jugendlichen Theater spielt. Wenn er die Krankenhaus-Welt verlässt ist er "positiv erschöpft" und die Reflexion über seine Arbeit mit Clownskollegen, Klinikschwestern oder Freunden ist sehr wichtig. In dem Clownskostüm steckt eben auch "nur" ein Mensch, und das Erlebte muss sich nach der Arbeit "erst mal setzen", so Kreuz.
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft

Ansprechpartner
Rainer Kreuz
Klinik-Clown
Telefon: 0228/ 22-9152
E-Mail: [email protected]
http://www.clown-rididu.de/

   
Autor(in): Rainer Kreuz (Rididu Klinik-Clown) ([email protected])
  
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 6. Cartoon der Woche: Lokalanästhesie

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Kopf frei fürs Examen - Studienendfinanzierung

Große Sprünge können sich Studierende meistens nicht leisten. BAföG, Praktikums-Vergütung, Stipendien oder der Eltern-Zuschuss decken gerade einmal die nötigsten Ausgaben für Wohnung, Mensa und Freizeit. Besonders wichtig wird finanzielle Rückendeckung dann während der Examensvorbereitung. Gerade Examenskandidatinnen und –kandidaten sollten Kopf und Rücken frei haben und nicht auf Zeit raubende Jobs angewiesen sein.

Deshalb bietet ihnen die APO-Bank die Studienendfinanzierung, d.h. während des „Endspurts“ einen monatlichen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt, an.

Die Vorzüge

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  • niedriger Zinsaufwand

  • außerplanmäßige Tilgungen, z.B. bei unerwartetem Geldzufluss

Und noch ein Plus: Die von der Bank geleisteten Darlehensbeträge haben keinen Einfluss auf die BAföG-Berechnungen!

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 7. Doktorarbeit: Bibliothek und Fernleihe

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Für den Mediziner in der Doktorarbeit können neben der Universitätsbibliothek (UB) auch Staats-, Landes- und Forschungsinstitutsbibliotheken wie beispielsweise die der Max-Planck-Institute für die Literaturbeschaffung hilfreich sein.

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Aufbau einer Bibliothek
Die Bibliothek gliedert sich in verschiedene Bereiche. Im Freihandbereich und der Lehrbuchsammlung stehen vor allem Lehrbücher, Lexika etc. Sie können selbst ausgesucht und ausgeliehen werden. Die im Lesesaal ausgelegten Bücher und Zeitschriften dürfen nicht ausgeliehen werden, sondern müssen dort gelesen oder fotokopiert werden. In manchen Bibliotheken ist der Lesesaal in verschiedene Bereiche getrennt, z.B. Zeitschriften- und Hauptlesesaal. Der Katalogsaal enthält die verschiedenen Kataloge wie Alphabet- und Sachkataloge sowie Zeitschriftenverzeichnisse. Mit Hilfe der Kataloge können beispielsweise unvollständige Literaturangaben komplettiert werden oder der Standort einer bestimmten Zeitschrift ermittelt werden. Regelmäßig angebotene Bibliotheksführungen sind der geeignete Einstieg zum besseren Kennenlernen einer Bibliothek.

Vom Zitat zur Originalarbeit
Die ausgedruckten Literaturzitate mit Abstracts oder selbst gemachte Karteikarten nach Studium bereits vorliegender Literatur sollten dahingehend geprüft werden, ob die Originalarbeit benötigt wird. Außerdem empfiehlt es sich, die Ausdrucke zu zerschneiden, um jeweils nur ein Zitat pro Blatt zu erhalten. Später kann man somit einfach die Standortbezeichnung der Zeitschrift notieren und das Zitat dem kopierten Artikel vorheften. Heutzutage kann man auch die Gesamtarbeit online herunterladen, dann ist es jedoch besser die Arbeit zu speichern und später auszudrucken, um wertvolle Online-Zeit nicht zu verschwenden.

Zitat
Nur das vollständige Zitat ermöglicht das rasche und sichere Auffinden der Originalarbeit. Ein komplettes Zitat beinhaltet den Nachnamen des Erstautors mit den Initialen des Vornamens, den Titel der Arbeit, den Namen, Band und Jahrgang der Zeitschrift sowie die Seitenzahl. Fehlende Angaben können anhand der Kataloge oder einer MEDLINE-Recherche ergänzt werden. Die Zeitschriftennamen im Zitat sind in aller Regel einheitlich abgekürzt. Um auf den vollen Namen zu kommen, muss im Zeitschriftenverzeichnis (List of Journals Indexed in Index Medicus) nachgeschlagen werden. Es wird jährlich aktualisiert. Falls eine Abkürzung nicht enthalten ist, sollte man einfach einen Bibliothekar zu Rate ziehen und evtl. eine Fernleihe versuchen.

Standort
Danach muss der Literatursuchende den Standort der betreffenden Zeitschrift anhand des Standortverzeichnisses her- ausfinden. Dieses alphabetische Verzeichnis gibt an, in welchen Bibliotheken/Instituten die Zeitschrift vorhanden ist und welche Standortbezeichnung sie dort hat. Außerdem enthält es Angaben darüber, welche Jahrgänge wo vorhanden sind. Es bietet sich an, sofern die Zeitschrift an mehreren Stellen geführt wird, alle entsprechenden Angaben zu notieren, um Ersatzstandorte zu haben, falls eine Zeitschrift einmal nicht erhältlich ist.

Fernleihe
Wird eine Zeitschrift nicht geführt, kann man entweder auf diese Arbeit verzichten oder eine Fernleihe durchführen. Das entsprechende Formular erhält man beim Bibliothekar, bei dem auch die Gebühr zu entrichten ist. Nachteil der Fernleihe ist die Wartezeit von vier bis sechs Wochen. Abhilfe schafft hier der Telefaxdienst der Zentralbibliothek der Medizin in Köln. Vor 14 Uhr bestellte Arbeiten werden in der Regel bis 16 Uhr zugefaxt; die Kosten liegen derzeit bei 8 € pro Artikel. Man benötigt außer dem Telefaxbestellschein nur ein Faxgerät, über das mittlerweile die meisten Kliniken und Institute verfügen. Komfortabel lässt sich diese Bestellung mit Zusatzprogrammen wie Easy Order erledigen (s.S. 54). Einige UBs bieten auch die elektronische Dokumentenlieferung an (s.S. 49).

Kopieren
Wer viele Artikel in verschiedenen Bibliotheken kopieren muss, sollte die Literaturnachweise mit den Standortbezeichnungen nach Bibliotheken und Zeitschriften vorsortieren, um unnötige Wege zu vermeiden. Mit der Standortbezeichnung versehen, macht man sich auf den Weg zur entsprechenden Bibliothek. Die Öffnungszeiten der Bibliotheken sind sehr variabel, deshalb sollte man sich unbedingt vorher informieren. Die Suche nach dem Standort der Zeitschrift gestaltet sich mitunter anfänglich recht schwierig, erfahrene Benutzer oder der Bibliothekar helfen aber gerne weiter.

Neuere Ausgaben sind als Einzelhefte in Zeitschriftenständern ausgelegt, zwar mit der Standortbezeichnung versehen, jedoch alphabetisch sortiert. Die älteren Jahrgänge sind gebunden nach der Standortbezeichnung sortiert. Ist ein Jahrgang nicht auffindbar, sollte man nachfragen, ob er evtl. beim Buchbinder ist und wann er verfügbar sein wird. Aus dem entsprechenden Band oder der Zeitschrift wird der gewünschte Artikel herausgesucht und die Angaben noch einmal verglichen. Anschließend geht man zum Kopieren. Hierzu noch einige Tipps:

Checkliste
  • Genügend Kleingeld oder eine Kopierkarte mitnehmen
  • Hefter, Büroklammern, Bleistift mitnehmen
  • Von hinten nach vorne kopieren; die Kopien müssen dann nicht mehr sortiert werden
  • Kontrollieren, ob alle Seiten vollständig kopiert sind
  • Ggf. verkleinern, um Geld und Papier zu sparen
  • Abstract bzw. Karteikarte vorheften

Die Inhalte dieser Artikelserie stammen aus dem folgenden Buch:


Literatur
Titel: Praktische Tipps für die Medizinische Doktorarbeit
Autor: Eva-Maria Baur, Martin Greschner, Ludwig Schaaf
ISBN: 3540650261
Verlag: Springer Verlag
Preis: 14,95 Euro

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Neben den hier veröffentlichten Kapiteln 1,2,8,9 und 14 stehen in dem Buch sehr viele weitere Informationen zur Verfügung. Um Euch einen Überblick über die weiteren Inhalten zu verschaffen, schaut Euch doch einfach einmal das Inhaltsverzeichnis an.

[Zum Inhaltsverzeichnis des Buches]

   
Autor(in): Eva-Maria Baur, Martin Greschner, Ludwig Schaaf (Email Redaktion bekannt) ([email protected])
  
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 8. Topthema der aktuellen Via medici:
Hasta la vista, Doc! Studium, PJ und Famulatur in Spanien

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Sand in den Schuhen, nicht aus Hawaii, sondern aus Spanien - das haben auch hierzulande immer mehr Studenten. Und wer von euch mit dem Gedanken spielt, Teile des Studiums im sonnenverwöhnten Spanien zu verbringen, findet in der aktuellen Via medici mit dem Topthema 'Hasta la vista, Doc!' von Dr. F. Witte wertvolle Impressionen, von denen wir Euch hier einen Auszug bieten.

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Hasta la vista, Doc!: Studium, PJ und Famulatur in Spanien
von Dr. med. Felicitas Witte (Via medici)

Viva España! Bei einer Famulatur oder einem Auslandssemester auf der iberischen Halbinsel kann man weit mehr kennen lernen als nur den Geschmack von Paella, Tapas und Sangría. In Spanien kann man eine Medizin erleben, die mit überraschend wenig Stress auskommt und sich in einer Sprache üben, die man in vielen Teilen der Welt spricht.

„Empuja, Dolores, empuja! Esfuérzate!“ Das Stöhnen der Gebärenden ist neben der dröhnenden Stimme der Hebamme kaum zu hören. „Venga, Dolores, empuja!“, ruft auch die Gynäkologin und drückt die Hand der Schwangeren kräftig. „Venga, venga, empuja, empuja!“, feuern zwei Hebammenschülerinnen die Frau an. Zehn Minuten später hat die junge Frau ihren Sohn im Arm und strahlt.
„Als ich das erste Mal eine Geburt in Spanien sah, war ich total überrascht“, erinnert sich Uli Ronellen-fitsch, der zwei Semester in Madrid studiert hat. „Alle rufen und feuern die Gebärende an. Da merkt man das südländische Temperament!“ Laut und lebendig geht es nicht nur in Bars, Cafés und im Straßenverkehr zu, sondern auch im normalen Krankenhausalltag: Wild gestikulierend erklären Chirurgen während der OP die Operationsschritte, detailverliebt erläutern Internisten im Einzelunterricht verwirrende MRT-Bilder und HNO-Ärzte zeigen mit ausufernden Erklärungen, wie man den Gehörgang untersucht. „Zuschauen darf man überall und die meisten Ärzte erklären sehr gerne“, erinnert sich Uli Ronellenfitsch.

„Die Betreuung in Spanien ist super“, findet auch Lena Piechatzek, die im neunten Semester an der Universidad de Barcelona studiert. „In den Praktika sind immer nur wenige Studenten, sodass man viel Gelegenheit zum Fragen hat. Während meines Praktikums in der Gynäkologie konnte ich Untersu-chungen durchführen, die man in Deutschland oft erst im AiP lernt. Dies ist für die Medizinstudenten hier selbstverständlich und wird von den Patientinnen gut akzeptiert.“ Oft ist ein Arzt bei der Untersuchung dabei, fragt nach und korrigiert. „Ich hatte einen Professor, der sich hervorragend um mich gekümmert hat“, erinnert sich Marc-Daniel Kunze, der Anfang des Jahres sein Innere-PJ-Tertial im Hospital General Universitario Gregorio Maranón in Madrid absolviert hat. „Ich untersuchte meine Patienten und stellte einen Therapieplan auf. Zusammen mit dem Professor diskutierte ich den Fall. Er nahm sich immer Zeit für mich, um mir etwas zu erklären oder mir Untersuchungstechniken zu zeigen. Viele praktische Eingriffe wie Pleurapunktionen oder Aszitespunktionen durfte ich selbst machen!“ Seine Freundin Alexa Bürgermeister, die dort zur gleichen Zeit ihr PJ-Tertial in der chirurgischen Abteilung absolvierte, war weniger begeistert. „Da spanische Medizinstudenten kaum Famulaturen machen, wissen die Ärzte nicht, was sie einem Studenten zutrauen können“, erzählt sie. „In der Allgemeinchirurgie durfte ich außer Hakenhalten nicht viel machen. Nur in der Gesichtschirurgie konnte ich manchmal Gefäße ligieren oder nähen. Aber die Chirurgen waren sehr nett, hatten Zeit für meine Fragen und erklärten mir mit ausführlichen Skizzen die Eingriffe. Wenn mich eine OP nicht interessierte, bin ich in die urgencia (Ambulanz) gegangen, dort konnte ich ab und zu Schnittwunden nähen. Sehr froh war ich, dass ich kein Blut abnehmen und keine Nadeln legen musste. Dafür sind in Spanien die Schwestern zuständig.“

Der Arbeitstag der PJlerin endete offiziell um 15.00 Uhr. Da Chirurgie sowieso nicht ihr Traumfach ist, nutzte Alexa Bürgermeister die Zeit, um die spanische Hauptstadt zu erkunden. Denn letztendlich bietet ein Auslandsaufenthalt mehr als bloßen medizinischen Wissenszuwachs. „Ein Blick über den Tellerrand erweitert den Horizont“, findet Harald Voth, der zurzeit in Barcelona studiert. „Ich halte es für wichtiger, die Sprache zu lernen, die Landschaft zu genießen, sich einen Einblick in die Kultur des Landes zu verschaffen und Kontakte mit Einheimischen zu knüpfen.“

Vorbereitung: ¿Hablas español?
Ob Gespräche mit Patienten, Nachfragen bei Ärzten oder Plaudern mit der netten Bedienung im Café: Ohne Grundkenntnisse in Spanisch kommt man nicht weit. „Bevor ich ein Semester in Alicante studierte, habe ich einen zweiwöchigen Sprachkurs in Galizien belegt“, erinnert sich Lena Piechatzek, die schon zum dritten Mal während ihres Medizinstudiums in Spanien ist. „Das reichte aber nicht! Die Spanier sprechen viel schneller, als man als Anfänger verstehen kann. Zum Glück hatte ich damals nur Anatomie und den Präparierkurs, sodass ich mich nicht viel unterhalten musste. Ich habe aber sonst jede Gelegenheit zum sprechen genutzt – der Bäcker hat sich jedes Mal gefreut, wenn ich zum Plaudern vorbeikam!“, fügt sie hinzu. „Wer nach Barcelona gehen möchte, sollte beachten, dass man mit castellano (Spanisch) nicht weit kommt“, mahnt Harald Voth, der seit Februar über Erasmus an der Universidad de Barcelona studiert. „Die Katalanen sind sehr patriotisch. Patienten und Ärzte sprechen vor allem catalán, und nur auf Nachfrage castellano. Es kann sehr anstrengend sein, wenn man immer nachhaken muss.“

Wer Spanisch beherrscht, hat nicht nur besseren Kontakt zu den Patienten, sondern profitiert auch mehr von Vorlesungen und Seminaren. Harald Voth hat Kurse belegt, die in seiner Heimatstadt Köln im Studium seiner Meinung nach zu kurz kommen. „Ich habe zuerst einen Kurs in semiología belegt, der ist ähnlich wie unser Untersuchungskurs, aber viel detaillierter und systematischer als bei uns. Später habe ich noch meine Pflichtfamulatur in Allgemeinmedizin in einem atención primaria (Gesundheitszentrum) gemacht. Ich durfte viele Patienten otoskopieren und laryngoskopieren.“ In den anderen Fächern habe er längst nicht so viel machen können. „Praktisch habe ich bis auf die Zeit im Gesundheitszentrum wenig gelernt. Das Studium in Spanien ist leider sehr verschult. Medizinstudenten dürfen meist nur zuschauen, Anamnesegespräche und körperliche Untersuchungen durchführen.“ Auch Uli Ronellenfitsch findet das spanische Medizinstudium viel zu theorielastig. „Viele spanische Ärzte können am Ende des Studiums weder eine gute Untersuchung durchführen noch richtig Blut abnehmen. Es gibt keine Pflichtfamulaturen und ein PJ wie bei uns kennt man dort auch nicht. Am Ende des Studiums gleichen die Mediziner oft einem ,wandelnden Lehrbuch‘, haben aber von praktischen Dingen keine Ahnung. Auch als residente (Arzt in der Weiterbildung) darf man in den ersten zwei Jahren nicht viel eigenverantwortlich machen, sondern soll vor allem zuschauen.“
Sehr großzügig sind Ärzte und Profs hinsichtlich der Arbeitszeiten. Während Famulanten oder PJler in deutschen Kliniken oft erst spät abends ihre Station verlassen können, legen spanische Ärzte viel Wert darauf, dass der Besuch aus Deutschland sich ihr país maravilloso anschaut, und schicken die jungen Mediziner häufig schon am frühen Nachmittag nach Hause. So nutzen viele wie Harald Voth ihre Freizeit neben intensiven castellano- und catalán-Sprachkursen für Ausflüge in die Umgebung, Mountainbike-Touren, Kinobesuche oder Strandtage.

Den vollständigen Artikel "Hasta la vista, Doc!: Studium, PJ und Famulatur in Spanien" von Dr. med. Felicitas Witte  findet Ihr in der aktuellen Via medici 4/04: Zum aktuellen Heft hier klicken

   
Autor(in): Dr. med. Felicitas Witte (Via medici) ([email protected])
  
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 9. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 1.000 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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 10. Zweifachgraduierung für Medizin und Biowissenschaften

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Leipzig (idw) - Einmalig in den neuen Bundesländern ist ein besonderes Ausbildungsprogramm, das es ausgewählten Studenten der Medizin und der Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie an der Uni Leipzig ermöglichen soll, gleichzeitig ein doppeltes Studienprogramm zu absolvieren und mit einer interdisziplinär angelegten Promotion sowohl den Doktor rer. med. als auch den Doktor rer. nat. zu erwerben.

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Zweifachgraduierung für Medizin und Biowissenschaften an der Uni Leipzig
Erfolgreiche Absolventen dürfen den Titel MD/PhD führen, der sie als international anerkannte Experten ausweist. Diese Doppelpromotion soll hochbegabten Absolventen der oben genannten Fakultäten mit besonderem Interesse an medizinisch orientierter experimenteller Forschung spezielle Betreuung und Unterstützung zukommen lassen. "Wir wollen damit", erklärt Prof. Dr. Wieland Kiess, Dekan der Medizinischen Fakultät, "auf internationalem Parkett konkurrenzfähige junge Wissenschaftler mit einem vertieften Verständnis für medizinische und naturwissenschaftliche Methoden sowie projektbezogene Planung ausbilden."

Die Studierenden erfahren eine vollwertige Ausbildung in ihrem jeweiligen Fach und schließen daran ein vertiefendes Studium des Partnerfaches an. Dann folgt die Doppelpromotion, die eine medizinische und eine biowissenschaftliche Dissertation einschließt. Also: Medizinstudenten studieren Medizin und ergänzen ihr Studium mit einer Spezialausbildung in den Biowissenschaften und/oder der Pharmazie. Und Studenten der Biowissenschaften, Biochemie und Pharmazie studieren ihr Fach und erhalten zusätzlich eine medizinische Ausbildung. Sie schließen ebenfalls mit der Doppelpromotion ab. Die von den Biowissenschaftlern, Biochemikern und Pharmazeuten absolvierte Medizinausbildung bezieht sich stets auf die medizinische Forschung und schließt keine Approbation als Arzt ein, darum der Dr. rer. med.

Der Dekan der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, Prof. Dr. Kurt Eger, sieht in der Doppelpromotion eine Stärkung der Stellung der Naturwissenschaftler in der Medizin, die ein traditionelles Forschungsfeld auch für Absolventen der Naturwissenschaften darstellt: "Besonders in Leipzig und in den anderen ostdeutschen medizinischen Fakultäten waren Naturwissenschaftler in der Medizin stark vertreten. Wir knüpfen gewissermaßen daran an."

Die Doppelpromotion ist ein Angebot für besonders begabte, ausgewählte Studenten. Es stellt naturgemäß auch besondere Anforderungen an die Betreuung. Deshalb ist die Zahl dieser Promovenden von vornherein begrenzt. Prof. Frank Emmrich, Mitglied der MD/PhD-Kommission an der Medizinischen Fakultät und Sprecher des IZKF Leipzig, denkt an höchstens fünf Studenten aus jeder der zwei Fakultäten. "Es handelt sich um eine Hochbegabtenausbildung, die von den Beteiligten besonders viel verlangt."

Promoviert wird an den jeweiligen Fakultäten nach den jeweiligen Promotionsordnungen. Die Dekane Prof. Kiess und Prof. Eger könnten sich durchaus vorstellen, dass sich auch andere naturwissenschaftliche Fakultäten der Doppelpromovierung anschließen. Die Aufnahmebedingungen in das Programm werden in Kürze veröffentlicht. Die Ausschreibung für interessierte Bewerber beginnt im Wintersemester 2004.
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Frank Emmrich
Telefon: 0341 97-25500
E-Mail: [email protected]
http://www.uni-leipzig.de/~ikit

   
Autor(in): Prof. Dr. Frank Emmrich (Universität Leipzig) ([email protected])
  
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 11. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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