21.10.2004

Ausgabe 240/04

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wer immer nur nach anderen schielt,
verliert sich selbst aus den Augen.
(unbekannt)


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 Editorial
  

Hallo,
wir hoffen, ihr seid gut in das neue Semester gestartet und zu Semesterbeginn geht es weiter mit einer neuen Onlinezeitung. Dieser Herbst ist ein besonderer Herbst und man könnte ihn auch den Herbst der Anatomie-Atlanten nennen: eine Neuerscheinung neben der anderen und wir möchten mit der Vorstellung des Tillmann Atlas der Anatomie aus dem Springer Verlag beginnen.

Und wie zu Semesterbeginn üblich, stellt sich die Frage nach den Büchern. Wir bieten euch einen Einstiegsartikel zur Orientierung in Sachen Bücherkauf. Wer von euch Interesse an einem Aufbaustudiengang 'Molekulare Medizin' hat, dem empfehlen wir die Lektüre des Erfahrungsberichtes von Hans Faber.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!


Thematisch passend zum Bereich Doktorarbeit: der zweite Teil des Interviews mit Dr. Keller von der ACOMED Statistikberatung, u.a. mit 3 heissen Tipps zum Thema Statistik, sowie der kleine Einführungskurs Statistik, beides in der heutigen Ausgabe enthalten. Schliesslich finden die angehenden Berufsstarter unter Euch Tipps vom Hartmannbund und wer medizinisches Wissen an einem schönen Fallbeispiel nachvollziehen möchte, dem sei der Trainingscenter-Beitrag empfohlen.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Das Medi-Learn Auktionshaus mit Bücherflohmarkt -
:-) Zum Bieten, Feilschen und Co. hier entlang :-)

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1. Up-to-date: Wartezeit und Herzschmerz
2. Tipps zum Buchkauf zu Semesterstart
3. Aus dem Trainingscenter: Bagatellisierter Ikterus
  
4. Zwischen den Zeilen: Tillmann Anatomie-Atlas
5. Lachen ist gesund - Witz der Woche
6. Interview mit Dr. Thomas Keller (ACOMED Statistikberatung) - Teil II
  
7. Infos für Berufsstarter vom Hartmannbund
8. Promotionsstudium 'Molekulare Medizin' in München
9. Doktorarbeit: Einführung Statistik (1)
  
10. Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
  

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 1. Up-to-date

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Die Umfrage: Was macht ihr in eurer Wartezeit?
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=15767
  
Das Thema: Herzschmerz: Kummer vs. Studium und Lernen
Direktlink zum Thema im Forum
  

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 2. Buchkauf zu Semesterstart

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Eine Frage stellt sich zu Semesterbeginn immer wieder: Welches Buch für welches Fach? Wir zeigen Euch, worauf Ihr beim Buchkauf je nach Fach im Medizinstudium achten könnt, um zu dem für Euch geeigneten Buch je nach Fach und Bedarf (Lehrbuch, Kurzlehrbuch, Examensliteratur) zu kommen und geben Hinweise zum Buchkauf.

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Buchkauf zum Semesterstart
Während des Medizinstudiums werdet Ihr Euch viele Bücher zu den einzelnen Fächern anschaffen müssen. Oftmals stellen die Professoren in den Vorlesungen unterschiedliche Bücher für ihr Fach vor und geben häufig auch Empfehlungen, welches Buch das absolut wichtige und richtige für ihr Fach sei. Die Erfahrung hat gezeigt, dass einige Professoren gerne sehr umfangreiche, seitenstarke Lehrbücher empfehlen, die nicht immer unbedingt auch für studentische Belange passend sein müssen. Eine weitere Quelle für Ratschläge oder Hinweise, welches Buch für welches Fach Ihr Euch anschaffen könntet, sind Studenten höherer Semester: Auch sie geben Euch die ein oder andere Empfehlung, und hier zeigt es sich, dass aus studentischer Sicht oftmals auch kürzere Lehrbücher für das Studium empfohlen werden, die eher kompakt das Wissen präsentieren, an den Prüfungen orientiert sind und weniger seitenstark und umfangreich sind.

Grundsätzlich unterscheidet man folgende Buchtypen:

  • Das Standardlehrbuch: Gross, dick, seitenstark, mit vielen Erläuterungen zum Lernstoff

  • Das Kompakt- oder Kurzlehrbuch: Klein, dünner, weniger Seiten, Präsentation des wesentlichen Lernstoffes ohne ausführliche Erläuterungen zu allen Themen

  • Das Kompendium oder Repetitorium: Stichwortartige Darstellung der wesentlichen Fakten, die auf das notwendigste reduziert wurden.

  • Die Examensliteratur: Originalfragen aus den Prüfungen samt Lerntexten zur Vorbereitung auf die Examina, hier also den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung.

Standardlehrbücher oder lieber Kurz- und Kompaktlehrbücher
Ob Ihr Euch für die einzelnen Fächer eher ein Standardlehrbuch, ein Kurzlehrbuch oder ein Kompendium anschaffen solltet, hängt von vielerlei Faktoren ab: In den grossen Fächern (Anatomie, Biochemie, Physiologie, Psychologie) ist vielleicht eher ein Standardlehrbuch empfehlenswert, denn hier wird wichtiges Wissen auch einmal mit Hintergrundinformationen erläutert, was für diese wichtigen Fächer auch angebracht ist. In den kleineren Fächern (Chemie, Biologie, Physik) hingegen kann auch durchaus ein Kurzlehrbuch angebracht sein, denn diese Fächer sind Ergänzungsfächer für die o.a. grossen Fächer und die wesentliche Lern- und auch Lesezeit sollte eher den grossen Fächern vorbehalten sein.

Kompendien, Repetitorium und Examensliteratur
Ein Kompendium oder Repetitorium, also ein Buch, das die wesentlichen Fakten nochmals schlagwortartig aufführt, kann nach dem Lernen des Stoffes zum Beispiel benutzt werden, um sich noch einmal den Lernstoff ins Gedächtnis zu rufen oder aber VOR dem Lernen um zu schauen, welche Themen zu einzelnen Kapiteln wichtig sind. Die Examensliteratur wird meist erst zu späteren Zeitpunkten angeschafft, nämlich dann, wenn nach 2 Jahren der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung auf dem Plan steht. Es kann aber durchaus empfohlen werden, einen Versuch zu wagen, parallel zum Lernstoff im Semester einmal einen Blick in die Examensliteratur zu werfen: Denn hier könnt Ihr sehen, welche der vielen Themen, die in den einzelnen Fächern angeboten werden, auch im Examen in welchem Umfang gestellt werden.

Für welches Buch soll ich mich entscheiden?
Neben den oben gegebenen Ratschlägen, den Buchkauf von der Wichtigkeit des Faches im Studium abhängig zu machen, gibt es eine Reihe weiterer Empfehlungen zum Buchkauf. Grundsätzlich solltet Ihr nach einer Professorenempfehlung nicht umgehend in die Buchhandlung gehen und sofort dieses Buch kaufen. Fragt ruhig auch einmal höhere Semester, welches Buch sie Euch gerade für dieses Fach empfehlen würden. Manchmal haben Professoren recht, manchmal irren sie was die Frage des Lehrbuches angeht.

Oftmals bieten die Universitäten zu Semesterbeginn einen sogenannten Bücherflohmarkt an, auf dem Ihr nicht nur gebrauchte Bücher zu vergünstigten Preisen erwerben könnt. Fragt ruhig auch einmal die höheren Semester, die hier ihre Bücher verkaufen, nach ihrer persönlichen Empfehlung, was den Buchkauf für die Fächer angeht.

Erst einmal in der Buchhandlung anlesen, dann kaufen
Grundsätzlich solltet Ihr kein Buch kaufen, ohne es vorher einmal durchgeblättert und angeschaut zu haben, ob es Euch gefällt. An vielen Universitäten findet Ihr Filialen von Lehmanns Fachbuchhandlung, die ein reichhaltiges Sortiment medizinischer Literatur bereithalten und zudem oftmals auch Rahmenveranstaltungen (Autorenlesungen etc.) anbieten. Wenn Ihr dann nach einiger Überlegung die Ausgabe für ein neues Lehrbuch reiflich durchdacht habt, bietet Euch die Lehmanns Fachbuchhandlung zusätzlich den Service einer bequemen Bestellung per Internet mit versandkostenfreier Lieferung innerhalb weniger Tage:
http://www.lob.de/?flag=mlr

Bücherinfos bei MEDI-LEARN
Die gängigsten Lehrbücher findet Ihr zudem mit ausführlichen Buchbesprechungen im grossen Bücherbereich auf Medi-Learn.net, zu finden unter: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/fachbuch/ . Im Forum Bücherplausch habt Ihr zudem Gelegenheit, Eure Fragen zu den Lehrbüchern („Welches Buch für welches Fach?“) bundesweit zu stellen. Gebrauchte Bücher könnt Ihr auch im virtuellen Bücherflohmarkt im Auktionshaus finden.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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Fachbuch-Bereich mit Bibliothek von über 700 Büchern

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Forum Bücherplausch

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Lehmanns Fachbuchhandlung
  
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 3. Aus dem Trainingscenter: Bagatellisierter Ikterus

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Im Trainingscenter in unseren Foren könnt ihr Eure klinischen und diagnostischen Fähigkeiten testen und im Fall der Woche üben. Wir bieten Euch hier den Anfang eines Fallbeispiels betitelt mit 'Der bagatellisierte Ikterus', das in Erzählform medizinisches Wissen noch dazu interaktiv weitergibt. Vielen Dank an dieser Stelle an unser Forenmitglied hobbes für diesen Fall!

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Fallbeispiel: Bagatellisierter Ikterus (Autor: hobbes)
Etwas missmutig schaut Doris an diesem Freitag Morgen in den grossen Spiegel im Badezimmer. Ihre Haut war irgendwie nicht wie sonst und das lag nicht nur daran, dass sie nur wenig geschlafen hatte. Das Weiss der Augen war ganz gelb und hin wieder juckte es Doris so sehr, dass sie begann die Stellen wund zu kratzen. Rasch wusch sich Doris und trug sorgfältig ihr Make-up auf, so dass sie viel jugendlich und frisch erschien. Seit sie sich damals mit genau 50 Jahren von ihrem Mann nach jahrelangen Streitereien getrennt endlich getrennt hatte, schaute sie viel mehr zu sich.

Hastig schaut Doris auf die Uhr, stürzt in der Küche in aller Eile ihren Kaffee herunter. Im Treppenhaus auf den Aufzug, der sie zur Tiefgarage führt, wartend, beschliesst sie nun doch einen Arzt aufzusuchen, damit sie irgendwas gegen das Gelb, das Jucken und das ewige Müdsein bekommt. Irgendwas, es war ihr egal. Aber als Kaderangestellte von Procter&Gamble konnte sie es nicht leisten, nicht in Topform zu sein. Nächste Woche war ein Business Meeting in Chicago angesagt, wo Doris die Absatzzahlen des Europageschäftes für die Sparte Hair & Beauty präsentieren musste. Seit Tagen war sie damit beschäftigt in einer Powerpoint-Präsentation die Zahlen ihrer Sparte möglichst positiv darzustellen.

Kurz nach 17 Uhr parkte Doris ihren Mercedes CLS 500 in der Parkgarage des hiesigen Universitätsklinikum. Eiligen Schrittes suchte sie die Notaufnahme auf und man hielt sie mehr für eine Besucherin, denn für eine Patientin. Man hiess sie im Warteraum für gehende Patienten Platz zu nehmen. Doris wiedersprach nicht. Als sie sich vergegenwärtigte, dass sie eine der jüngsten Patientinnen im Warteraum war und nicht hustete, keine Krüken mit sich führte, nicht wie die kleine dicke Frau ganz im Ecken einen kleinen Wagen mit einer Sauerstoffflasche mit sich führte und nicht mit verweinten Augen am Handy fingerte wie die junge Frau am Eingang, fragte sich Doris, ob sie doch etwas übertrieben hatte, gleich die Universitätsklinik aufzusuchen. Doch in diesem Moment rief jemand ihren Namen und man führte sie in ein kleines Untersuchungszimmerchen. [...]

zur Fortsetzung und zum Nachlesen im Trainingscenter
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Autor(in): hobbes ([email protected])
  
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zum Trainingscenter-Fall
  
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(10/2004)

1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

2. Assistenzärztin/-arzt Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

Weitere Informationen erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der Rhön-Klinikum AG oder per Email unter [email protected].

  

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 4. Zwischen den Zeilen "Tillmann Atlas der Anatomie des Menschen"

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Titel: Tillmann Atlas der Anatomie
Autor(en): Bernhard N. Tillmann
Verlag: Springer Verlag
ISBN: 3-540-66651-6
Preis: 79,95
Medizinlehrbuch

Pünktlich zu Semesterbeginn bietet der Springer-Verlag mit dem Tillmann Atlas der Anatomie des Menschen ein neues Werk für dieses Grundlagenfach der Vorklinik und belebt damit das Segment der Atlanten und Bildwerke für die Lehre vom Aufbau des menschlichen Körpers. Neugierig wie wir in der Redaktion auf neue Bücher zu wichtigen Fächern immer sind, haben wir uns dieses Werk betrachtet und stellen es Euch nun vor.

Thematisch ist der Atlas in 7 überschaubare Einheiten (Allgemeine Anatomie, Kopf, Hals, Rumpf, Situs, Obere Extremität, Untere Extremität) gegliedert. Positiv sticht das jeweils zu Beginn der einzelnen Kapitel aufgeführte Verzeichnis hervor, das die Orientierung deutlich erleichtert. Der mit beinahe 70 Seiten sehr ausführliche Anhang erlaubt das zielgerichtete Ansteuern der anatomischen Details, ohne dass zuviel Zeit für die Suche verloren geht. Man findet sich also dank der guten Aufteilung in Kapitel, die noch zusätzlich mit Farbcodes hinterlegt sind, und ausführlichem Anhang gut in diesem Werk zurecht. Auch beim spontanen, ziellosen Umherblättern bleibt man neugierig an vielen Stellen stecken.

Begriffe ohne Anschauung sind leer und Anschauungen ohne Begriffe blind - so lautet ein Sinnspruch des Königsberger Philosophen Immanuel Kant. Der Tillmann Atlas widmet sich mit seinen Abbildungen den zahlreichen Begriffen aus der Anatomie und vergisst auch die für das Lernen notwendige Anschauung nicht: Begriffe und Fakten werden mit Leben gefüllt und Anschauungsmaterial bietet das Werk mit seinen beinahe 1.400 Abbildungen.

Das doppelseitige, von Medizinstudenten "qualitätskontrollierte" didaktische Konzept bietet zu den einzelnen Themenbereichen einen überschaubaren und nachvollziehbaren Lernweg, ohne dass man durch Überfrachtung durch zu zahlreiche oder zu bunte Abbildungen gestört wird. Der separat als kleine Broschüre ausgelagerte Muskeltrainer erleichtert das oftmals Knoten im Kopf verursachende Lernen von Ursprung, Ansatz, Funktion und Innervation der Muskulatur.

Die Abbildungen sind im Vergleich zu anderen Anatomie-Atlanten didaktisch aufbereitet: Wichtiges wird durch Fettdruck, Einfärbungen etc. deutlicher hervorgehoben, die Leitungsbahnen z.B. können so leichter gelernt werden und man wird beim Betrachten des Bildmaterials allein schon durch diesen Kunstgriff auf Wichtiges hingewiesen. An zahlreichen Stellen finden sich auch für den Vorkliniker verständliche und vor allem nicht detailüberfrachete klinische Bezüge des anatomischen Grundlagenwissens, die eine Antwort auf die studentische Frage 'Und wozu ist das wichtig?" geben: vielfältige Quervernetzungen zu grundlegenden und wichtigen klinischen Themen ganz im Sinne der neuen Approbationsordnung also.

Eine kurze Passage noch zu den Abbildungen: Kunst und Schönheit findet immer im Auge des Betrachters statt, sie kann, darf und sollte nicht verallgemeinerbar sein: denn sie ist immer persönliche Geschmackssache und hier lässt sich - wie auch in Politik und Religion - kein allgemeingültiges Urteil erteilen. Daher an dieser Stelle der Rat zum Gang in die Lehmanns Fachbuchhandlung und zum ausführlichen Durchstöbern und Anschauen dieses Werkes.

Der Tillmann Atlas der Anatomie des Menschen bietet auf rund 620 Seiten mit 1.363 Abbildungen die gesamte gesamte Anatomie in einem Band, so daß man ihn ohne Probleme auch mit in den Präpkurs nehmen oder in den Rucksack stecken kann und dabei das komplette Wissen 'mit an Bord hat'. Noch dazu ist das Buch mit 79,95 Euro preiswert und für Studenten erschwinglich. Für alle Studenten, die einen kompletten Anatomie-Atlas in einem Band zu einem erschwinglichen Preis wünschen, empfiehlt sich der Besuch der nächsten Lehmanns Fachbuchhandlung vor Ort, um sich ein persönliches Urteil zu bilden.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
Na überzeugt? Dann bestell Dir das Buch doch bequem Online:
  

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Onlinebestellung (Tillmann Atlas der Anatomie)

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Bücher bei MEDI-LEARN
  
Die Lieferung der Bücher bzw. der CDs erfolgt versandkostenfrei durch 
Lehmanns Fachbuchhandlung
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 5. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Steht eine Blondine vor einer Straßenlaterne und klopft unaufhörlich gegen selbige. Kommt eine blonde Polizistin vorbei und fragt:" Was machen SIE denn da?". Darauf die Blondie:" Hier auf dem Zettel steht doch Wohnung zu vermieten!!" Meint die Polizistin: "Klingeln Sie mal, da muss jemand zu Hause sein, brennt doch noch Licht!"

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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Medi-Lachparade in den Foren
  
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Foren zum Medizinstudium

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Prometheus - Testleser gesucht!

Soeben ist der Band „Prometheus - Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem“ erschienen. In aufeinander aufbauenden Lerneinheiten vermittelt dieser LernAtlas nicht nur anatomische Fakten, sondern erklärt Zusammenhänge und Funktionen und stellt für Sie einen Bezug zur Klinik und anderen Fächern her.

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Über 1.600 brillante Abbildungen
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Sie erhalten ein kostenloses Exemplar und einen Fragebogen, den Sie uns ausgefüllt zurückschicken.

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 6. Interview mit Dr. Thomas Keller
(ACOMED Statistikberatung) - Teil II

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Die sieben Weltmeere der Statistik sind für den Medizinstudenten und Doktoranden alles andere als ein gewohntes Gewässer und als Neuling ist man dankbar für einen erfahrenen Steuermann. Ein Fachmann für statistische Fragestellungen rund um die medizinische Doktorarbeit ist Dr. Thomas Keller (Acomed) aus Leipzig, den wir Euch heute im zweiten Teil des Interviews vorstellen.

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Wenn ich als Doktorand oder junger Arzt meine Promotion oder Studie durch Ihren profunden Rat statistisch begleitet sehen möchte, wie gestaltet sich dann die Zusammenarbeit?
Die Zusammenarbeit beginnt mit einem ca. 1-stündigen, kostenfreien (Telefon-)Gespräch, in dem der Doktorand seine Arbeit und seine Probleme vorstellt. Im Gespräch wird eine definierte Aufgabenstellung und ein Fahrplan erarbeitet. Häufig ist allein schon diese Strukturierung für den Doktoranden sehr wertvoll. Auf dieser Basis erstelle ich ein Angebot. Meine Hilfe beschränkt sich auf die statistische Auswertung, ggf. auch die Datenaufbereitung. Die Interpretation und Diskussion der Ergebnisse der statistischen Auswertungen sind dem Doktoranden vorbehalten, da ja diese geistige Arbeit Hauptinhalt einer Promotion ist.
Ich vergleiche meine Arbeit mit der Arbeit eines höher qualifizierten Laborgerätes. Dort geben Sie die Blutprobe hinein, und bekommen mit einem Messdurchlauf inkl. Probenvorbereitung alle Messwerte inkl. Fehlerangabe. Sie bestimmen, welche Probe gemessen wird, und was mit den Laborwerten passiert, und ziehen die entsprechenden Schlussfolgerungen. D.h. die eigentliche gedankliche, wissenschaftliche Arbeit wird durch Sie geleistet, und meine Zuarbeiten sind ein „Tool“.
Konkret erläutere die verwendeten Methoden, und stelle die Ergebnisse in aussagefähiger, konzentrierter Form (Tabellen, Grafiken) zusammen. Die Arbeiten werden in einem Protokoll dokumentiert, das Nachvollziehbarkeit und Wiederholbarkeit gewährleistet.
Bei meiner Beratung habe ich weniger den ätzenden Blick derer, die besserwisserisch und mit Lust jede Aussage statistisch zerreden wollen: das ist kein Kunststück. Sicherlich ist meine lange Tätigkeit in einem Unternehmen dafür verantwortlich, dass ich mir eine ergebnisorientierte Sicht- und Arbeitsweise angeeignet habe.

Dies dürfte die Studenten besonders interessieren: wie kann man sich für Statistik derart begeistern, dass man einen Beruf daraus macht?
Der Spaß an der Statistik besteht für mich darin, dass man mit mathematischen Methoden aus einem scheinbaren Wust von Daten Aussagen extrahieren kann, die man in dieser Klarheit häufig nicht erwartet. Ich bekomme Einblick in eine Reihe sehr interessanter Daten, z.B. Häufigkeiten von Erkrankungen, Komplikationen, Heilungschancen etc.
Ich habe meine Tätigkeit aber nicht nur aus der Begeisterung heraus gewählt, sondern aus der Analyse heraus, wo sich für mich eine Marktnische ergibt, in der ich erfolgreich sein kann.

Gibt es ein 'Geheimrezept', das die Statistik auch für Studenten interessant macht?
Meist ist die Statistik nicht interessant, aber sie wird es im Verlauf der Arbeit. Am Anfang wird von vielen Doktoranden „die Statistik“ als notwendiges (und lästiges) Übel empfunden. (Aus Sicht des Biometrikers wäre es natürlich wünschenswert, wenn die Statistik schon bei der Planung des Projektes, also prospektiv ein Rolle spielen würde.) Das Interesse der Studenten steigt in dem Maße, wie – häufig unerwartet – Zusammenhänge zwischen den Größen, Parametern zu Tage treten oder umgekehrt sich als Verzerrung erweisen, wie Unterschiede nachgewiesen, Einflussfaktoren identifiziert werden usw. Dann kommt mitunter ein interessanter Diskussionsprozess zustande. Aus dem „Statistikteil“, der in die Arbeit musste, weil der Doktorvater es so wollte, wird ein Teil der Arbeit, mit dem sich der Student identifiziert.

Wo finden Sie vom beruflichen Alltag einen Ausgleich und Entspannung?
Meine eingangs erwähnten Töchter sind mittlerweile in einem Alter, in dem manch ernsthaftes Engagement bis hin zur Krisenintervention der Eltern gefragt ist. Insofern ist eher die Arbeit Ausgleich und Entspannung für den familiären Trubel.

Welche Tipps würden Sie Studenten der Medizin, die sich an das Thema Statistik - sei es in der Doktorarbeit oder im allgemeinen Studium - heranwagen, mit auf den Weg geben?
Drei Tipps möchte ich nennen:
Das „Thema Statistik“ gibt es eigentlich nicht. Vielmehr ist die Statistik eine Methode zur Planung und Auswertung eines Projektes, das eine biomedizinische Fragestellung beleuchten sollte. Hierbei kann die Statistik mitunter die entscheidende Methode sein, nicht aber der Zweck oder das Thema der Arbeit.
Dies mein erster Tipp, der zweite heißt: Frühzeitiges Einbeziehen der statistischen Methoden schon bei der Planung der Arbeit: Welche Hypothesen gibt es? Welche Struktur haben die Daten, welche Datentypen sind zu erwarten? Wie viele Größen kann ich sinnvoll statistisch auswerten? Welche statistischen Methoden sind zum Test der Hypothese nötig? Welcher Stichprobenumfang? usw.
Dies Vorgehen reduziert späteren Aufwand, und erleichtert die Auswertung erheblich.
Dritter Tipp: Über den Tellerrand schauen. Häufig wurden für in fachfremden Gebiete Fragestellungen bearbeitet, die die gleichen Methoden benutzen wie sie für die eigene Arbeit nötig sind. Oder: vor 20 Jahren wurde die gleiche Fragestellung bereits mit anderen Methoden gelöst.

Vielen Dank für dieses Interview - Jens Plasger (Medi-Learn.de)

ACOMED Statistikberatung - Klick hier

Das komplette Interview lesen - Klick hier

   
Autor(in): Thomas Keller (ACOMED Statistik) ([email protected])
  
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ACOMED Statistikberatung

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Artikel zum Thema Statistik

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Das komplette Interview mit Dr. Keller
  
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 7. Infos für Berufsstarter vom Hartmannbund

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Nachdem nun die AiP- Phase abgeschafft ist, werden die Studienabsolventen künftig sofort Assistenzärzte sein. Nach dem Examen sind für die Berufsstarter eine Menge Dinge zu beachten, angefangen von der Approbation als Arzt/ Ärztin, der Anmeldung bei der Ärztekammer sowie Fragen zur späteren Rente und der persönlichen Absicherung.

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Das Infopaket für Berufsstarter vom Hartmannbund
Der Hartmannbund hat ein Infopakt für Berufsstarter zusammengestellt. Hier findet man neben einer Sammlung wichtiger Hinweise auch eine Checkliste und Info zur Approbation sowie zur kostenfreien Berufshaftpflicht für Jungärzte, die im Hartmannbund Mitglied sind oder werden.

Der Hartmannbund bietet für seine Mitglieder aber noch mehr: Eine persönliche Beratung zum Karrierestart, zur Planung der Weiterbildung im Fachgebiet, arbeitsrechtliche Beratung und Prüfung von Arbeitsverträgen aber auch Beratung zur persönlichen Absicherung.

Die Autoren des Infopaketes
An der Erarbeitung des Infopaktes für Berufsstarter haben mitgewirkt: Andreas Rhode, Dr. Klaus-Peter Schaps, Kathrin Vogel, Iris Renz, Hans-Werner Volkmann, Esther Freese und Carsten Frege. Kontakt: [email protected] oder Telefon 030/ 206 208 47

Kostenloser Download des Berufsstarter-Paketes
Auf den Webseiten http://www.jungemediziner.de stehen folgende Informationen zum Herunterladen zur Verfügung:

  • Infos für Berufseinsteiger
  • Infos zur Approbation
  • Infos zur Berufshaftpflicht
  • Checkliste für Berufsstarter
Klick hier zum kostenlosen Download Berufsstarter-Paket

   
Autor(in): Hartmannbund ([email protected])
  
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kostenloses Berufsstarter-Paket

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www.jungemediziner.de
  
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Steuerbefreiung für Lebensversicherungen

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Mit der Verabschiedung des Alterseinkünftegesetzes am 11.06.04 wird die Besteuerung von Lebensversicherungen (LV) ab 2005 neu geregelt.

Nur noch Verträge, die in 2004 abgeschlossen werden, können vom Steuerprivileg in der jetzigen Form uneingeschränkt profitieren.

Ein unverbindlicher und kostenloser Info- und Beratungsservice zu diesem Thema vom Heilberufespezialisten, der Deutschen Ärzte-Versicherung,
kann hier angefordert werden.

Mehr Informationen zum Thema: Interview mit Versicherungsexperten
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 8. Promotionsstudium 'Molekulare Medizin' in München

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Als ich vor wenigen Jahren mit dem Medizinstudium begann, wurde ich oft belächelt, wie ich mich denn für einen Studiengang entscheiden konnte, der am Ende jede Menge Arbeitslose hervorbringt. Inzwischen aber wird bekanntlich nicht nur in der Patientenversorgung das Personal knapp, auch die medizinische Forschung findet immer schwieriger wissenschaftlichen Nachwuchs.

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Attraktive Themen im Promotionsstudium: Gentherapie, Alzheimer, Multiple Sklerose
Um in dieser Richtung etwas zu unternehmen, hat die LMU München vor knapp drei Jahren etwas Einzigartiges auf die Beine gestellt, was sich unter den Studenten offensichtlich noch nicht so herumgesprochen hat: Den Promotionsstudiengang „Molekulare Medizin“. Anders als in Freiburg und Erlangen, wo die „Molekulare Medizin“ für ganz eigene Studiengänge steht, läuft der Promotionsstudiengang „Molekulare Medizin“ in München parallel neben dem regulären Medizinstudium. Anschaulicher als der Begriff Promotionsstudiengang ist vielleicht die Vorstellung von einem kleinen Stipendium für eine experimentelle medizinische Doktorarbeit. Ermöglicht wird dies durch ein sogenanntes „Förderprogramm für Forschung und Lehre“, kurz auch „FöFoLe“ genannt. Angelegt auf eine maximale Förderzeit von 18 Monaten erhalten die Studenten monatlich als wissenschaftliche Hilfskräfte etwa 320 Euro, zusätzlich werden dem Projekt als Verbrauchsmittel ingesamt bis zu 7.500 Euro zur Verfügung gestellt. Das Programm beginnt jeweils zum Wintersemester, insgesamt 30 Teilnehmer können aufgenommen werden, für die entsprechend 30 unterschiedliche Doktorarbeiten angeboten werden. Habilitierte Hochschullehrer der gesamten medizinischen Fakultät können entsprechend Projekte einreichen. Der Promotionsstudiengang ist also nicht auf ein spezielles Fachgebiet beschränkt. So gab es in meinem Jahrgang Arbeiten über die molekularen Grundlagen der Alzheimer-Erkrankung, über eine Immuntherapie mit dendritischen Zellen oder eine Gentherapie mit bestimmten Viren bei Krebserkrankungen bis hin zu dem Einsatz embryonaler Stammzellen bei Herzmuskelerkrankungen, um nur einige der attraktiven Gebiete zu nennen. Ich habe mich für eine Arbeit über die Multiple Sklerose entschieden.

Auf einem eng umschriebenen Gebiet richtig in die Tiefe tauchen
Mich reizt nicht nur die Arbeit mit den Patienten, sondern ich wollte im Rahmen meines Studiums auch die Laborarbeit kennenlernen. Neben meinem ausgeprägten naturwissenschaftlichen Interesse war auch eine meiner wesentlichen Motivationen für eine experimentelle Doktorarbeit, über die Versuche unmittelbar mitzubekommen, auf welche Art und Weise medizinisches Wissen entsteht, und vor allem zu lernen, wie man es kritisch bewertet. Mich stört etwas am Medizinstudium, daß das breite Spektrum vieler unterschiedlicher und abwechslungsreicher Fächer mit einer ziemlichen Oberflächlichkeit erkauft wird. Eine experimentelle Doktorarbeit ist nun die ideale Möglichkeit, auf einem eng umschriebenen Gebiet einmal richtig in die Tiefe einzusteigen. Für den Nachteil der längeren Dauer im Vergleich zu einer statistischen Arbeit entschädigt der neue Promotionsstudiengang nicht nur in finanzieller Hinsicht.

Los geht´s: am Anfang stand das molekularbiologische Grundpraktikum
Angesprochen werden Studenten im klinischen Studienabschnitt, und da das in München mehrere Semester zusammengenommen sicher über 1000 sind, erscheint eine maximale Teilnehmerzahl von 30 recht klein. Erstaunlicherweise gab es aber, als ich mich vor eineinhalb Jahren beworben hatte, kaum mehr Bewerber als Plätze, und so durften alle auch anfangen. Los ging es zwei Wochen vor Beginn des Wintersemesters mit einem Praktikum, in dem wir in allgemeine molekularbiologische Techniken wie Vektorklonierungen, PCRs oder Western Blots eingeführt wurden und diese auch selbst durchführen durften. Dann kam der große Tag, an dem die Hochschullehrer im Fünfzehnminutentakt ihre Projekte vorstellten. In der zweiten Woche wurden wir in kleine Gruppen aufgeteilt, das Praktikum fand dann an den entsprechenden Instituten statt, die ein Projekt eingereicht hatten. Das bot schon eine erste Gelegenheit, in die Labors einer potentiellen Doktorarbeit hineinzuschnuppern. Nach Semesterbeginn hatten wir noch ein paar Wochen Zeit, uns weitere Doktorarbeiten anzuschauen, und umgekehrt war das natürlich auch die Gelegenheit für die Doktorväter, die Studenten unter die Lupe zu nehmen. Keiner der Studenten wird gezwungen, ein bestimmtes Projekt zu machen, vielmehr sollen sich Doktoranden und Doktorväter selbst finden. Am Ende erstellten sowohl die Studenten als auch die Hochschullehrer eine Liste mit drei Favoriten, dann wurde geschaut, wer mit wem zusammenpaßt.

Tipps zur Themenwahl bei der Doktorarbeit
Vielleicht noch ein paar Worte dazu, wie ich mir mein Thema ausgesucht habe: Es gibt zwar keine allgemeingültigen Regeln, wie man die perfekte Doktorarbeit findet, es gehört auch eine Portion Glück dazu. Dennoch gibt es einige Sachen, die Ihr vorher besser überprüfen solltet. Das Förderprogramm bemüht sich zwar, alle Projekte vor der Aufnahme in den Promotionsstudiengang ausgiebig auf ihre Eignung zu untersuchen, eine Garantie für eine perfekte Doktorarbeit kann das aber natürlich nicht sein. Auch innerhalb der „Molekularen Medizin“ gab es wie bei anderen Doktorarbeiten Enttäuschungen und Projekte wurden abgebrochen. Bevor ich mich bei den Doktorvätern vorgestellt habe, hatte ich mir eine kleine Liste gemacht mit Dingen, die mir wichtig waren und die mir für das erste Gespräch ein Gerüst sein sollten. Ich empfand es anfangs als schwierig zu entscheiden, was ich eigentlich will, die Projekte klangen anfangs fast alle verlockend. Großen Wert habe ich darauf gelegt, nicht nur mit den Doktorvätern, sondern auch mit anderen Mitarbeitern und vor allem den Doktoranden sprechen zu können. Auf diese Art lassen sich einige wichtige Dinge herausfinden, vor allem auch zur Atmosphäre in der Arbeitsgruppe. Dringend abzuraten ist von Projekten, wenn der Doktorvater schon einen Ruf an eine andere Uni hat. Auch das führte im Rahmen des Promotionsstudiengangs zu Unzufriedenheit bis hin zu Abbrüchen. Auf die Versicherung, der Wechsel würde die Doktorarbeit nicht mehr betreffen, ist kein Verlaß, oft zeigen sich schon lange vor dem eigentlichen Abschied des Doktorvaters erhebliche Auflösungserscheinungen in der Arbeitsgruppe und das Interesse läßt nach. Wichtig ist ferner noch zu erfragen, inwieweit die Methoden im Labor bereits etabliert sind. Und schließlich ist es entscheidend, daß sich Doktorand und Doktorvater auch als Menschen sympathisch sind.

Im Prinzip läuft vieles auf eine Sache hinaus: das Pipettieren...
Das konkrete Thema an sich ist meiner Meinung nach gar nicht mal so entscheidend. Sicherlich, wer wie ich definitiv kein Chirurg werden will, der wird vermutlich auch kein Thema über die molekularen Grundlagen der Knochenbruchheilung wählen. Nachdem ich aber mehrere Arbeitsgruppen gesehen habe, habe ich festgestellt, daß die eigentliche Labortätigkeit ganz gleich in welchem Gebiet und bei welcher Methode im Prinzip auf eine Sache hinausläuft: Das Pipettieren! Sollte Eure Arbeit wie bei mir den Einsatz von Patientenmaterial erfordern, so ist sicherzustellen, daß dieses auch zuverlässig und in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden kann. Doktoranden sind übrigens nicht dazu da, sich stundenlang in den OP zu stellen, um auf Gewebeproben zu warten!

Freisemester für Doktorarbeit - ja oder nein?
Eine für viele von Euch wohl wichtige Frage ist die nach einem Freisemester. Grundsätzlich schreibt der Promotionsstudiengang keines vor, vielmehr ist die medizinische Fakultät daran interessiert, daß die Studenten das Studium in der Regelstudienzeit durchziehen. Ich selbst habe mich für ein Freisemester entschieden, auch wenn es mein Doktorvater nicht verlangt hat, es gibt aber auch andere, die das alles neben dem Studium machen. Einige Doktorväter setzen aber von vornherein ein Freisemester voraus. Doch die „Molekulare Medizin“ würde sich nicht Promotionsstudiengang nennen, wenn es sich lediglich um eine Doktorarbeit handeln würde. Neben der eigentlichen Arbeit im Labor findet noch eine kleine molekularbiologische Ausbildung in Form einer Ringvorlesung sowie eines Methodenkollegs statt. Die Ringvorlesung wird einmal in der Woche abwechselnd von den beteiligten Projektleitern, aber auch von anderen Wissenschaftlern der Fakultät gehalten. In der Regel sind diese sehr gut gemacht, meist spricht der Vortragende zu seinem Forschungsthema und erläutert dabei einige molekularbiologische Arbeitstechniken. Dank der kleinen Studentenzahl hat diese Veranstaltung wie auch das Methodenkolleg Seminarcharakter. Das Methodenkolleg wird von den Studenten selbst organisiert, im Laufe der 18 Monate stellt jeder Teilnehmer den anderen Kommilitonen einmal die in der Doktorarbeit angewandten Methoden vor. Das Ende meiner Förderzeit bildete ein Abschlußseminar in Herrsching am Ammersee, auf dem die Ergebnisse der Projekte meines Jahrganges vorgestellt wurden. Es war beeindruckend zu sehen, was sich in den vergangenen 18 alles entwickelt hat.

Mein Fazit
Zusammenfassend kann ich aus eigener Erfahrung dieses Programm allen von Euch nur empfehlen, die einmal die Arbeit im Labor kennenlernen möchten. Der Zeitaufwand neben dem Studium ist zwar groß, doch das trifft auch auf andere Promotionen zu, die außerhalb dieses Studienganges laufen. Daß man mit dem Thema seiner Doktorarbeit mal Pech haben kann, ist kein spezielles Problem des Promotionsstudienganges „Molekulare Medizin“, sondern ist woanders auch leider jederzeit möglich. Mit diesem neuen Programm werdet Ihr aber anders als die meisten Eurer Kommilitonen nicht nur finanziell für Eure Mühe entschädigt, Ihr erhaltet darüber hinaus noch eine interessante Zusatzausbildung, die für Euren späteren Weg sicherlich nur von Vorteil sein kann. Ich hoffe, mit diesem Bericht vielleicht bei dem einen oder anderen von Euch Interesse geweckt zu haben, schließlich ist die weitere Zukunft der „Molekularen Medizin“ auch ganz entscheidend davon abhängig, wie sie von den Studenten angenommen wird. Weitere Informationen findet Ihr auf der Homepage des Max von Pettenkofer-Institutes über das Stichwort „FöFoLe“.

   
Autor(in): Hans Faber ([email protected])
  
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 9. Doktorarbeit: Einführung Statistik (1)

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Naturwissenschaftliche Versuche dienen der Prüfung einer Hypothese. Allein die korrekte statistische Auswertung bei einem ausreichend großen Stichprobenumfang erlaubt eine stichhaltige Befundinterpretation. Hierzu gehört auch die richtige Präsentationsform und die gezielte Auswahl der im Einzelnen erläuterten Befunde. Nur so lässt sich ein „Zahlenfriedhof" verhindern.

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Einführung in die Statistik
Die statistische Auswertung erhobener Befunde stellt für die meisten Doktoranden ein großes Problem dar. Im folgenden Kapitel wollen wir die grundlegenden Begriffe und Vorgehensweisen erläutern.

Diese Einführung kann und soll eine weiter gehende Lektüre oder die Rücksprache mit einem Mitarbeiter des Instituts für Medizinische Statistik nicht ersetzen. Vor allem ist es wichtig schon zu Beginn der Arbeit mit dem Biometriker Kontakt aufzunehmen, um Fragen bezüglich des Studiendesigns und der statistischen Verwertbarkeit zu klären. Es können immer nur solche Daten statistisch sinnvoll ausgewertet werden, deren Erfassung im Hinblick auf die Auswertung geplant wird. Wenn die Datensammlung komplett ist, kann der Statistiker nur noch Rechenhilfe geben. Viele Institute stellen professionelle Statistikprogramme zur Verfügung, die teils auf Großrechnern, teils auf PCs laufen. Ist dies der Fall, werden in der Regel auch Einführungskurse hierzu angeboten.

Häufig werden auch der Doktorvater oder ein statistisch „vorbelasteter" Kommilitone in der Lage sein ausreichende Hilfestellung zu geben. Die meisten Statistikprogramme, die heute für PCs angeboten werden, beherrschen die beschriebenen Tests. Sie können einem aber nicht die Entscheidung darüber abnehmen, welcher Test der richtige ist.

Die Inhalte dieser Artikelserie stammen aus dem folgenden Buch:


Literatur
Titel: Praktische Tipps für die Medizinische Doktorarbeit
Autor: Eva-Maria Baur, Martin Greschner, Ludwig Schaaf
ISBN: 3540650261
Verlag: Springer Verlag
Preis: 14,95 Euro

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Neben den hier veröffentlichten Kapiteln 1,2,8,9 und 14 stehen in dem Buch sehr viele weitere Informationen zur Verfügung. Um Euch einen Überblick über die weiteren Inhalten zu verschaffen, schaut Euch doch einfach einmal das Inhaltsverzeichnis an.

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Autor(in): Eva-Maria Baur, Martin Greschner, Ludwig Schaaf (Email Redaktion bekannt) ([email protected])
  
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