12.11.2004

Ausgabe 243/04

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Gute Ansichten sind wertlos, es kommt darauf an, wer sie hat.
(Karl Kraus, Satyriker)


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 Editorial
  

Hallo,
viele von Euch kennen sicherlich den Deutschen Famulantenaustausch (DFA) nur dem Namen nach: Im Interview mit Stephan Steinhauser erfahrt Ihr mehr über ihn und den dfa, der Studenten ins Ausland verhilft. Ebenfalls über das Ausland berichtet Tonja Burkhard in dem Artikel "Ein Jahr studieren in Lausanne", in dem nicht nur Messe-Häppchen und kurzärmelige Kittel eine Rolle spielen.

50 Bücher werden im neuen Gewinnspiel "Schätzen und Gewinnen" verlost, das wir Euch gemeinsam mit der Rezension zum vierbändigen Anatomie CompactLehrbuch präsentieren möchten.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung geladen! Nachladen? Bitte F5 druecken!


'Nach dem Gesetz haften Sie in voller Höhe' - hiess es in der letzten Ausgabe zum Start der Artikelserie "Berufshaftpflicht", die heute der Fragestellung 'Welche finanziellen Forderungen können auf mich zukommen?' nachgeht. Und schliesslich dürfte nicht nur für die von Kreuz- und Knieschmerz gelegentlich Geplagten der Artikel zur Wirksamkeit der Akupunktur lesenswert sein, den Ihr ebenfalls in der heutigen Ausgabe findet.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Die kostenlosen Examensgrusskarten nun in vielen Lehmanns Fachbuchhandlungen - Lesen, Lernen, Lachen - klick hier

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Die Möglichkeit, etwas zu bewirken: Interview mit Stephan Steinhauser (DFA)
2.PJ in der deutschsprachigen Schweiz und mehr: Jobticker
3.Ein Jahr studieren in Lausanne (CH)
  
4.Über Mäusenasen und Killerzellen - MedNews aus dem Springer Verlag
5.Welche finanziellen Forderungen können auf mich zukommen? - Berufshaftpflicht (2)
6.Zwischen den Zeilen "Anatomie im Paket mit Gewinnspiel"
  
7.Berufskrankheit Narkolepsie im Cartoon der Woche
8.Akupunktur sticht Standardtherapie aus - Grosse Studie belegt Nutzen
9.Schlechtes Abi, aber trotzdem Medizin studieren? - Gelauscht in den Foren
  
10.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
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http://www.medi-learn.de/seiten/onlinezeitung/1/243/index.shtml

  

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  • 4-wöchige Schulung: Ideal für alle, die ihrer Prüfungsvorbereitung unter fachkundiger Anleitung den letzten Schliff geben möchten.
     

  • Die Kompaktkurse wenden sich an Interessenten, die ihre Schwächen in einzelnen Fachgebieten der punkteträchtigen Hauptfächer (Anatomie, Biochemie, Physiologie & Med. Psychologie/ Soziologie) sehen.
     

  • Durch die zeitliche Platzierung der Kurse am Semesterende können auch Studenten mit Testat- oder Anwesenheitsverpflichtungen im laufenden Semester die Kompaktkurse besuchen.


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 1. Die Möglichkeit, etwas zu bewirken

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Heute möchten wir Euch Stephan Steinhauser vom Deutschen Famulanten-Austausch (DFA) in einem Interview einmal etwas näher vorstellen. Womit beschäftigt er sich, wie sieht die tägliche Arbeit aus und welche Tipps gibt er für eine Auslandsfamulatur? Antworten auf diese und weitere Fragen findet Ihr im folgenden Gespräch, für das sich Stephan dankenswerterweise zur Verfügung stellte.

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Welche Funktion übst Du genau beim Deutschen Famulantenaustausch (DFA) aus und wie darf man sich als Aussenstehender die Arbeit eines DFA-Teamers vorstellen?
Ich bin zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit (auf neudeutsch: Public Relations) des Deutschen Famulantenaustausch (DFA). Das heißt, ich halte zum Beispiel mit Leuten wie euch bei MEDI-LEARN Kontakt und gebe so Medizinstudenten die Möglichkeit, mehr über den DFA zu erfahren. Der Zeitaufwand dafür  schwankt sehr stark. Ungefähr fünf bis 20 Stunden die Woche, manchmal auch  mehr. Der harte Kern, sprich der Vorstand, besteht aus neun  Medizinstudenten und zwei Verwaltungsangestellten, die gemeinsam die  ganze Verwaltungsarbeit im Hintergrund bestreiten.

Lokal gibt es in jeder Fakultät Medizinstudenten, die Studenten vor Ort betreuen, die ins Ausland wollen. Genauso kümmern sie sich um ausländische Studenten, die in Deutschland ihre Famulatur machen. Das sieht dann so aus, dass sie in ihrer Stadt einen Klinikplatz und eine Wohnung besorgen und mit den ausländischen "Incomings" vor Ort etwas unternehmen, sogenanntes "social program".

Wie bist Du eigentlich zum DFA gekommen und was hat Dich bewogen, auch aktiv in der Organisation mitzumachen?
Durch Zufall. Ich bin über die Fachschaft einmal auf eine Mitgliederversammlung gekommen und bin hängengeblieben. Bei diesem Treffen habe ich gesehen, dass hier wirklich gute Arbeit geleistet wird, bei der man auch viel persönlich lernen kann und die ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich wäre. Ich glaube, der Hauptgrund war aber eigentlich das sehr starke Gemeinschaftsgefühl innerhalb des DFA und die Möglichkeit, etwas zu bewirken.

Was macht Dir an Deiner Arbeit besonderen Spass und welche Art von Jobs sind Dir eher nicht so recht?
Die größte Motivation ist wohl, dass man einen Haufen Leute kennenlernt, die ähnliche Ziele und Einstellungen haben, wie ich selbst. Sei es nun innerhalb von Deutschland oder von überall her auf der Welt. Unangenehme Seiten hat der Job allenfalls in seinem großen zeitlichen Aufwand. Es kommt vor, dass man auf Dinge verzichten muss, und auch der Freundeskreis im heimischen Umfeld wird dadurch vernachlässigt.

Wenn ich mich als Medizinstudent über den DFA für eine Auslandsfamulatur bewerben möchte, kannst du den groben Weg (Vorgehen, Kosten, Rechte, Pflichten) einmal kurz darstellen?
Eigentlich relativ simpel. Man sammelt ein paar Zeugnisse zusammen, schreibt einen 'letter of motivation' (in dem man erklärt, warum man gerade in dem begehrten Land famulieren möchte), zahlt eine Bewerbungsgebühr von 100€ auf das DFA-Konto und schickt das an den DFA, bzw. an die Lokalvertretung an jeder Uni. Im Normalfall zahlt man dann vor Ort nichts mehr für seine Unterkunft und Verpflegung. 50€ bekommt man wieder zurück, wenn man einen Bericht über seine Erlebnisse während der Famulatur schreibt.

Nun studierst Du ja auch Medizin. Wie lange studierst Du schon und wo? Interessieren würde mich auch noch, was Dich seinerzeit motivationstechnisch bewogen hat, das Medizinstudium aufzunehmen?
Ich studiere mittlerweile im vierten Jahr in Ulm. Die Motivation? Großes Interesse an biologischen und physiologischen Vorgängen und Krankheit. Ich mag die Atmosphäre im Krankenhaus und das Arbeiten im Team. Und wenn ich ehrlich bin natürlich auch ein Stück weit gesellschaftliches Ansehen des Berufes.

Welche Fächer liegen Dir im Studium besonders und welche Fächer hätte man aus Deiner Sicht gar nicht erst erfinden müssen? Woran liegt´s aus persönlicher Sicht, dass dir die einen liegen und die anderen nicht?
Am meisten liegen mir, glaube ich, alle klinischen Fächer mit direktem Patientenbezug. Telefonbuch-Fächer wie Biochemie, Pharma und Mikrobiologie  müssen zwar sein, liegen auf meiner Favoritenliste aber weit unten. Insgesamt gibt es meiner Meinung nach kein überflüssiges Fach in der AO.  Nur die Gewichtung und der Prüfungs- und Benotungswahn nimmt derzeit einfach Überhand.

Medizinstudium, DFA - da machst du sicher eine Menge Erfahrungen, beides kostet Zeit. Wie bringst Du Studium und DFA unter einen Hut? Schaffst Du das parallel?
Ich muss irgendwie versuchen, das Ganze parallel zu schaffen, weil ich deshalb keine Zeit im Studium verlieren möchte, da ich auch noch Auslandspläne hege. Meistens muss dann vor den Prüfungen eine Menge Stoff nachgeholt werden;-) Vielleicht liegt das aber auch an meiner Lernmentalität...

Bei soviel Aktivität rund um Studium und DFA braucht man Entspannung. Mit welchen Hobbies gelingt es Dir, wieder frische Kraft zu tanken und Abstand vom Studienalltag zu gewinnen?
Ich treibe Sport, wo es zeitlich geht und gehe sehr gerne in die Sauna. Außerdem gönne ich mir ab und zu mit meiner Freundin Exzessiv-Entspann-Wochenenden, an denen einfach nichts gemacht wird. Die Reue folgt dann unter der Woche...

Welche allgemeinen Tipps zu einer Auslandsfamulatur beim DFA würdest du spontan und als 'aus Erfahrung besonders wichtig bzw. häufig erfragt', den Interessenten für Euer Austauschprogramm mit auf den Weg geben wollen?
Die Auslandsfamulatur ist an sich schon ein Tipp, um sich selbst und sein medizinisches Wissen zu bereichern. Sicher muss man nicht über den DFA ins Ausland gehen. Man macht sich dadurch nur manches leichter. Zum Beispiel braucht man sich nicht um einen Klinikplatz oder eine Wohnung zu kümmern. Auch das Kennenlernen von anderen Studenten ist einfacher. Wenn man sich selbst alles organisiert, sollte man sich aus diesem Grund eher an Kliniken bewerben, die Anschluss an Universitäten haben. Diese Kliniken haben dann meistens auch mehr Erfahrung im Handling von ausländischen Studenten.

Herzlichen Dank an Stephan Steinhauser vom DFA für dieses Interview! (Jens Plasger, MEDI-LEARN)

[ Deutscher Famulantenaustausch (DFA) - klick hier ]

   
Autor(in): Stephan Steinhauser (DFA) ([email protected])
  
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Deutscher Famulantenaustausch (DFA)
  
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 2. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob AiP, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 500 Angebote wie Gesuche befinden!

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 Assistenzarzt > Innere Medizin Diabetologie (D: Nordostdeutschland) Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
 PJ in deutschsprachiger Schweiz 31.01.05 - 20.05.05 Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 UA Pädiatrie in der Winterthur (Schweiz)frei ab 12/04 Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 Assistenzarztstelle Innere Medizin gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen
 UHU-Stelle Chirurgie in der Schweiz Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 UHU Stelle Chirurgie 02-05/2005 gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 UA-Stelle in der Schweiz Chir: 24.01. - 19.03.05 Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 Psychiatrie Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
 Assistenzärztin/Assistenzarzt im Bereich Kardiologie/Angiologie und internistische Intensivmedizin Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
 Suche PJ- Chirurgie, Juni-Sept. 2005 Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 Unterassistentin/-assistent Chirurgie Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen

   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN.net ([email protected])
  
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Topaktuelle Jobanzeigen
(11/2004)

1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

2. Assistenzärztin/-arzt Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

Weitere Informationen erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der Rhön-Klinikum AG oder per Email unter [email protected].

  

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 3. Ein Jahr studieren in Lausanne (CH)

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Viele Studenten absolvieren nicht nur eine Famulatur, sondern gleich ein ganzes Studienjahr im Ausland: Das Erasmus-Programm macht´s möglich. Tonja Burkhard nutzte die Chance, über das Erasmus-Programm ein Studienjahr im schweizerischen Lausanne zu absolvieren. Es gab nur wenig Schatten in dieser Zeit, so dass für Tonja feststeht: Nach dem 2. Stex geht es, wenn irgendmöglich, wieder zurück nach Lausanne.

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Mein Studienjahr in Lausanne
von Tonja Burkard

Französische Sprache, zweites London und der schönste See der Welt
Eh ben, alors, écoute,eh… voilà quoi! Diese Worte sind eine Notwendigkeit für einen Vaudois, mindestens eines dieser Worte wird in jeden gesprochenen Satz eingebaut. Zusammen mit der sehr eigentümlichen Satzmelodie werde ich wohl für immer diese „manière de parler“ aus allen französischen Dialekten heraushören.

Die französische Sprache war eine Grundbedingung für die Wahl Lausanne (das sich wohlbemerkt in der französischsprachigen Schweiz und nicht in Frankreich befindet!), dann die Tatsache, dass ich noch nie in der Schweiz war und letztendlich die Empfehlung derer, die schon mal da waren. Der Feststellung „der schönste See der Welt“ musste ich mich dann in den Frühlingsmonaten doch noch anschließen, nachdem ich Lausanne in den Wintermonaten mit all dem Nebel und Regen eher für ein zweites London gehalten hatte.

Für mich war es eine große Umstellung von der Großstadt München in diese 150.000 Einwohnerstadt zu kommen, in der man schlecht Fahrradfahren kann, weil es so bergig ist und wo das kulturelle Angebot eher wählerisch als üppig ist. Für Studenten ist allerdings ordentlich was geboten, sei es Sport, Parties oder Ausflüge – Lausanne ist die verkörperte Erasmus-Stadt – man schafft es locker, dieses Jahr ohne Langeweile zu verbringen und ohne viel in der Uni gewesen zu sein…

Erste Eindrücke in Lausanne
Mein erster Besuch in Lausanne war katastrophal. Er war leider nötig, da ich mich natürlich viel zu spät für einen Wohnheimsplatz beworben hatte und über das Internet etwas zu finden, war dann auch ziemlich unsicher. Also fuhr ich mit einer Freundin zur aktiven Wohnungssuche nach Lausanne. Mein erster Eindruck war „ganz nett, schöne Kathedrale, ganz schön steil hier alles!“. Mit Strom betriebene Busse, lebensmüde Skater, die die steilen Straßen zum Seeufer nach Ouchy hinunterrasen und unglaublich höfliche Menschen. Auch wenn diese Höflichkeit sehr oberflächlich ist, so vermisse ich sie doch immer mal wieder hier im spröden Deutschland. Genauso hatte ich Mühe, mich wieder daran zu gewöhnen, dass man hier in Deutschland nicht immer an der Ampel drücken muß, um sie zu überqueren. Und es fehlen mir die netten Busfahrer, die warten oder noch mal anhalten, damit man zusteigen kann oder die für eine alte Dame sogar aussteigen und den Fahrschein für sie lösen. Da könnten sich die Deutschen mal eine Scheibe gutes Benehmen bei den Schweizern abschneiden!

Man lernt Menschen aus der ganzen Welt kennen
Ich muß jedoch gestehen, dass sich meine Bekanntschaft mit Schweizern eher in Grenzen hielt, da man als Erasmusstudent hauptsächlich sich in Erasmuskreisen bewegt, was den Vorteil hat, Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen. Ein Urinstinkt oder was auch immer verleitet einen zwar dazu, sich vor allem mit seinen eigenen Landsleuten zu umgeben, aber das kann sich ja jeder selber heraussuchen. Fakt ist, dass ich in diesem Jahr viel Französisch gesprochen habe, es sich aber kaum verbessert hat, da ich hauptsächlich mit Nicht-Muttersprachlern es gesprochen habe. Ich spreche jetzt also fließendes, grammatikalisch unkorrektes Französisch. C’est comme ca!

Mein Krankenhaus: Das CHUV in Lausanne
Das Krankenhaus, das CHUV – centre hospitalier universitaire vaudoise - habe ich vom ersten Augenblick an geliebt. Wenn man es betritt, fühlt man sich nicht gleich wie in einem Krankenhaus, die Dekoration und die räumliche Gestaltung im Empfangsbereich sind sehr angenehm. Die Stationen sind groß und man kann fast überall, auch von der Mensa aus, die Berge und den See sehen – ein Traum!
Bei der Visite wird bei der Besprechung eines Patienten jedes Mal ein Vorhang rundherum gezogen, so dass die Privatsphäre des Patienten gewahrt bleibt. Ich hatte das Gefühl, die Ärzte konnten sich mehr Zeit für den einzelnen Patienten nehmen, andererseits gibt es im CHUV auch sehr viel Personal – ich habe leider keine Ahnung, wie das finanziert wird…

Endlose Dienste und Überstunden auch in der Schweiz
Die Arbeitszeiten sind ähnlich wie in Deutschland, auch Schweizer Ärzte haben endlose Dienste und Überstunden, aber ein großer angenehmer Unterschied sind die „apéros“. Die Schweizer trinken gerne (ihren eigenen) Wein und essen gerne Käse und das zelebrieren sie eben einmal pro Woche auf Station. Sei es nach Feierabend oder im Rahmen einer Fortbildung oder eines Pharma – Vortrages. Ca fait du bien! Die Mensa im CHUV war auch hervorragend, aber leider den Schweizer Preisen entsprechend. Da wird auch keine Rücksicht auf Studenten genommen. Schweizer Ärzte tragen übrigens Kittel mit kurzen Ärmeln. Wenn man sich daran ersteinmal gewöhnt hat, findet man die langen Ärmel der deutschen Kittel lästig…

Kongresse am CHUV: Häppchen für Studenten und mehr
Jeder, der im CHUV arbeitet, trägt eine sogenannten „Badge“ mit seinem Namen und einer Farbe. Lila sind Studenten, rot die Ärzte.
Ich habe auf vielen Stationen ein kurzes Praktikum gemacht und konnte dadurch viel sehen, lernen und auch machen! Die Bereitschaft und Möglichkeit zur Praxis ist in der Schweiz deutlich höher, als in Deutschland. Ein weiterer Vorteil des CHUV war, dass dort viele Kongresse stattfanden. Für uns Erasmusstudenten bedeutete das, die noch übrigen Häppchen und die offenen Weine verköstigen zu können. So mancher ist da angeheitert aus dem Krankenhaus geschwankt…Teilweise fanden die Kongresse auch in den besten Hotels von Lausanne statt, auch da hatten wir Zutritt und wurden verwöhnt…

Mein Fazit: Nichts wie zurück
Im Nachhinein betrachtet muß ich sagen, wir hatten unseren Spaß und die Medizin ist etwas auf der Strecke geblieben in diesem Jahr. Doch das liegt in Jedermanns Verantwortung, was er aus diesem Jahr macht. Am Ende wollte ich nicht mehr nach München zurück. Jetzt bringe ich mein zweites Staatsexamen hinter mich und dann…nichts wie zurück!

Tonja Burkard - [email protected]

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Autor(in): Tonja Burkard ([email protected])
  
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ERASMUS-Programm der EU

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Das Hospital CHUV in Lausanne
  
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[Klick hier zur Liste der Buchhandlungen,
die sich an dieser Aktion beteiligen!]

  

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 4. MedNews (StudMed) aus dem Springer Verlag

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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.

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 >> Mäuse-Nasen und Killerzellen hören auf das gleiche Kommando (11-Nov-2004)
 

Mäuse, die Mitglieder ihrer Population mit dem Geruchssinn identifizieren, und die Erkennung von körpereigenen Zellen durch die Killerzellen der Immunabwehr basieren offenbar auf dem gleichen Erkennungsmerkmal: Charakteristische Peptide, die als Individualitäts-Ausweis fungieren und somit maßgeblich zur Unterscheidung von "eigen" und "fremd" beitragen. Entsprechende Forschungsergebnisse publizieren Forscher in der aktuellen Ausgabe von Science. Mehr...

 
 >> Fluoreszenzmikroskopie auf die Spitze getrieben (11-Nov-2004)
 

Ein neues Nahfeldmikroskop erkennt einzelne Farbstoffmoleküle, die nur rund zehn Millionstel Millimeter voneinander entfernt sind. MPI-Wissenschaftler haben mit ihrem "Tip on Aperture"-Nahfeldmikroskop erstmals Lage und Orientierung einzelner fluoreszierender Farbstoffmoleküle bestimmt, die an jeweils einen DNA-Strang gebunden waren, der bei der Abbildung gleichzeitig miterfasst wurde. Mehr...

 
 >> Entlarvende Gewichtszunahme verrät Enzymaktivität (11-Nov-2004)
 

Zellteilung, Differenzierung, programmierter Zelltod – bei wichtigen zellulären Prozessen spielt fast immer eine bestimmte Enzymklasse eine entscheidende Rolle: Proteinkinasen. Ein Team von der University of Chicago hat nun ein neues Verfahren entwickelt, um die Aktivitäten dieser wichtigen Enzyme und die bestimmter Arznei-Bestandteile zu verfolgen. Mehr...

 

   
Autor(in): Redaktion StudMed ([email protected])
  
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 5. Welche finanziellen Forderungen können auf mich zukommen?

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Derzeit gewinnt das Thema Berufshaftpflicht und Medizinstudium zunehmend an Bedeutung. Stellte sich in der Vergangenheit die Frage einer eigenen Berufshaftpflichtversicherung (BHV) für Medizinstudenten im Grunde erst mit dem Praktischen Jahr und nur in Ausnahmefällen zu einem früheren Zeitpunkt des Studiums, so bei einer Famulatur im Ausland, so rückt dieses Thema im Zusammenhang mit der neuen Approbationsordnung jetzt verstärkt in den Fokus. Einzelne Universitäten gehen sogar inzwischen soweit, von ihren Studenten ab dem ersten Semester einen Nachweis über eine BHV zu verlangen.

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Nach dem Gesetz haften Sie in unbegrenzter Höhe
Wichtige Informationen für Medizinstudenten rund um das Thema Berufshaftpflicht

Grund genug für die Redaktion, das Thema einmal einer gründlichen Analyse und Aufarbeitung unterziehen zu lassen. Wir konnten dafür Peter Dahlhausen von der Deutschen Ärzte-Versicherung gewinnen, der in den nächsten Ausgaben der Online-Zeitung exklusiv über die Berufshaftpflicht informiert.

Die Artikelserie zur Berufshaftpflicht befasst sich mit den folgenden Fragen:
Teil 1: Warum bin ich überhaupt schadenersatzpflichtig?
Teil 2: Welche finanziellen Forderungen können auf mich zukommen?
Teil 3: Was deckt eine Berufshaftpflichtversicherung ab?
Teil 4: Wie sollte der Versicherungsschutz gestaltet sein?
Teil 5: Wo können Fehler passieren und wie sehen typische Haftpflichtfälle aus?
Teil 6: Benötige ich wirklich eine eigene Haftpflichtversicherung und was kostet die?



Artikelserie zum Thema Berufshaftpflicht - Teil 2
Welche finanziellen Forderungen können auf mich zukommen?
Die „Rechtsfolge einer Haftung“ ist die Ersatzpflicht für den gesamten Schaden, der dem Patienten durch einen Fehler bei der Behandlung entstanden ist. Ist der Arzt schadenersatzpflichtig, so hat er dem Patienten sämtlichen Schaden zu ersetzen, der ihm durch die Behandlung entstanden ist – einschließlich möglicher Folgekosten.

Dabei wird im Zivilverfahren unterschieden in Schadenersatz für den nachgewiesenen materiellen Schaden (z.B. Verdienstausfall oder Behandlungskosten) einerseits und Schmerzensgeld für den immateriellen Schaden andererseits. Die Berufshaftpflichtversicherung (BHV) deckt alle diese Schadenpositionen ab.

In den Fällen, in denen es außerdem zu strafrechtlichen Ermittlungen aufgrund einer vermuteten Straftat (i.d.R. Körperverletzung, u.U. aber auch Tötung) gegen den behandelnden Arzt kommt, geht es um eine mögliche Verurteilung des Arztes zu einer Geld- oder sogar Freiheitsstrafe im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens. Ankläger ist der Staat. Eine mögliche Geldstrafe, die nicht dem Patienten, sondern einer gemeinnützigen Einrichtung zufällt, hat der Arzt selbst zu tragen. Hier greift die BHV nicht!

Ein in den Medien immer wieder gerne aufgegriffenes Thema sind die sogenannten „Kunstfehler“ und die Berichterstattung darüber – häufig mit reißerischen Überschriften wie „Schlaganfall nicht erkannt“ oder „Falsches Bein amputiert“. In der Öffentlichkeit wird dadurch der fälschliche Eindruck vermittelt, den Ärzte würden in großer Zahl schwere Behandlungsfehler unterlaufen.

Rund 10.000 Haftpflichtfälle pro Jahr – Tendenz steigend
Ein Blick in die Statistik des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft zeigt, dass die Anzahl der Haftpflichtschäden kontinuierlich ansteigt. Eine Ursache dafür ist in dem gestiegenen Anspruchsdenken der Patienten zu sehen. Auch die Tatsache, dass viele Anspruchsteller auf Grund einer eigenen Rechtsschutzversicherung kein Kostenrisiko eingehen, ist zu nennen.

In der Schadenstatistik überwiegen die Schäden bis 50.000 Euro Entschädigungssumme.

Die zugesprochenen Entschädigungen überschreiten in jüngster Zeit aber immer häufiger die Grenze von 1 Mio Euro. Dies kann bei Großschäden durchaus der Fall sein, wenn Leistungen wie Schmerzensgeld, Kosten für medizinische Behandlungen, Pflegekosten und Verdienstausfall zusammenkommen. Man kann sich vorstellen, dass sich eine lebenslange Rente schnell auf mehrere 100.000 Euro summieren kann.

Kritisch: Großschäden
Der Fall eines Geburtsschadens mag dies verdeutlichen (LG Lübeck, 22.07.2002; 10 O 316/98, Teilanerkenntnisurteil): Aufgrund eines ärztlichen Behandlungsfehlers ist ein Kind geistig und körperlich schwerstbehindert. Es kann weder sehen noch hören, weder essen noch trinken, muss über eine Magensonde ernährt werden und kann sich weder setzen noch aufrichten. Es wird sein Leben lang schwerstbehindert bleiben und auf die Pflege Dritter, insbesondere der Eltern, angewiesen sein. Das Gericht sprach hier 500.000 EUR Schmerzensgeld sowie eine monatliche Rente in Höhe von 511 EUR zu. Hinzu kommen noch Ansprüche der Krankenversicherung (Behandlungskosten), Kosten für den pflegerischen Mehraufwand des Kindes sowie ein Erwerbsschaden des Kindes ab ca. dem 18. Lebensjahr.

Die Artikelserie widmet sich in der nächsten Ausgabe der Online-Zeitung der Frage „Was deckt eine Berufshaftpflichtversicherung ab?“.
Zum ersten Teil der Artikelserie "Warum bin ich überhaupt schadenersatzpflichtig?": [klick hier]


Sponsorenhinweis:
* Mehr Informationen zum Thema Haftpflichtversicherungen gibt es im Sponsored Room der Deutschen Ärzte-Versicherung.
[mehr Info - klick hier]

Hier geht es zum aktuellen Haftpflichtangebot in Zusammenarbeit mit dem Hartmannbund
* Für Medizinstudenten in den vorklinischen und klinischen Semestern:
[mehr Info - klick hier]

* Für PJ-Studenten:
[mehr Info - klick hier]

   
Autor(in): Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung) ([email protected])
  
Links zum Artikel:

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Haftpflichtversicherung im Sponsored Room

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Haftpflicht für Medizinstudenten

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Haftpflicht für den PJ`ler
  
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 6. Zwischen den Zeilen "Anatomie im Paket mit Gewinnspiel"

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Titel: Compact Lehrbuch Anatomie
Autor(en): Graumann, Sasse
Verlag: Schattauer Verlag
ISBN:3-7945-2400-4
Preis: Setpreis mit Fotoatlas und Schultertasche
Medizinlehrbuch

Vorab: Am Ende der Rezension wartet ein Gewinnspiel auf Euch!

Anatomie ist ein Fass ohne Boden, was die Anzahl potentiell zu erlernender Fakten angeht: Man verliert sich ins Uferlose, wollte man jeder Detailstruktur und jedem Namen nachgehen und bis in die letzte Verästelung erlernen. Als Student ist man hier auf Hilfe angewiesen, die Wichtiges von Unwichtigem unterscheidet. Im Bereich der Atlanten hat man hier die Auswahl unter zahlreichen Standardwerken, doch wie sieht es im Bereich der Lehrbücher aus?

Das CompactLehrbuch Anatomie bietet in insgesamt vier Bänden auf rund 2.100 Seiten das komplette Wissen dieses wichtigen vorklinischen Faches. Die Texte heben das für die Prüfung wichtige Wissen durch Fettdruck hervor, so dass man schon beim Erfassen einer ganzen Seite beim ersten Wiederholen sich an die Stellung der jeweils fettgedruckten Worte erinnert, was den Einstieg in den Lern- und Wiederholungsvorgang erleichtert. Textmarker-ähnlich sind zudem dezent am Seitenrand nochmals wichtige Passagen hervorgehoben, so dass ich alleine schon beim Durchblättern des Buches an zahlreichen Stellen hängen bleibe, da ich neugierig bin, was hier wichtig ist und hervorgehoben wurde.

Hier unterstützt Anatomie Compact den in Anbetracht der Fülle des Lernstoffs manches Mal verwirrten Studenten: Hervorhebungen wesentlicher Fakten, Fettdruck der wichtigsten Vokabeln sind nur einige der didaktischen Handgriffe, die das Fass ohne Boden zu einem Fass mit vielen kleinen, überschaubaren Lerneinheiten machen, die man motivierter lernt und liest. Gewöhnen musste ich mich zunächst an den zweispaltigen Druck, doch diese, von manchem als leichten Nachteil (leichte Unübersichtlichkeit), empfundene Tatsache ist nach einer ersten Phase der Eingewöhnung schnell vergessen.

"Was versteckt sich hinter den rot hinterlegten Kästchen?", dachte ich beim Durchblättern des Buches. Wie der zweite Blick dann ergab, finden sich an sehr vielen Stellen Hinweise auf klinischen Bezug des gerade behandelten anatomischen Grundlagenwissens: So erfahre ich nach den anatomischen Fakten über die Pyramidenbahnen (Band 4) gleich nebenan im roten Kästchen, dass ein Ausfall dieser Struktur zur spastischen Lähmung mit gesteigertem Muskeltonus und Hyperreflexie führt. Die roten Kästchen mit den klinischen Bezügen haben es mir angetan und man kann kaum umhin, sich erst diesem Teil der Darstellung mit Ausblicken auf die Praxis zu widmen, von wo aus sich dann der Erwerb des weiteren anatomischen Wissens leichter gestaltet. Auch ein Weg, motivierter Anatomie zu erlernen: Denn wenn ich erst einmal weiss, dass und welche Folgen der Ausfall oder die Schädigung einer anatomischen Struktur haben könnte, bin ich auch motivierter, diesen Stoff zu lernen.

Hervorragend gestaltet sind die schematischen Abbildungen, von denen ich mir sogar mehr gewünscht hätte: Sie erschliessen das Thema auf einen Blick und sind klar gekennzeichnet, aussagekräftig und für den Lern- und Wiederholungsvorgang hervorragend geeignet, da es einfach Spass macht, sie anzuschauen und man als Student leicht das wiederfindet, was im Text angedeutet wurde. An vielen Stellen sind zudem übersichtliche tabellarische Zusammenstellungen von Wissenskomplexen (z.B Gruppe der Augenmuskelnerven) integriert, die nicht beim ersten Blick durch zu viele Spalten und Zeilen verwirren, sondern ansprechend gestaltet sind. Aus unserer Sicht wäre die zweispaltige Anordnung des gesamten Textes wie auch der teilweise etwas sparsamere Gebrauch des Fettdruckes ein Weg, der bei der nächsten Auflage oder Nachdruck des Buches in Erwägung gezogen werden könnte.

Das CompactLehrbuch Anatomie bietet für den Studenten in der Vorklinik zu einem erschwinglichen Preis ein prüfungs- und kursorientiertes Kompendium, das mit wünschenswerter Ergänzung durch den anschauenden Blick in den Atlas und nicht zuletzt im Präparierkurs ein prüfungs- und klinikbezogenes Lernen der gesamten Anatomie ermöglicht.

Graumann, Sasse: Compact Lehrbuch Anatomie
Band 1: Allgemeine Anatomie, Band 2: Bewegungsapparat, Band 3: Innere Organsysteme, Band 4: Sinnessysteme, Haut, ZNS, Periphere Leitungsbahnen


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 7. Cartoon der Woche: Narkolepsie

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 8. Akupunktur sticht Standardtherapie aus

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(idw) - Akupunktur ist wirksam: Sowohl die Akupunktur nach den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), als auch die sog. Sham-Akupunktur, bei der an Nicht-Akupunkturpunkten gestochen wird, wirken besser gegen chronischen Kreuz- und Knieschmerz als die leitlinienbasierte konservative Standardtherapie. Das sind die ersten Ergebnisse der weltweit größten Studien zur Wirksamkeit der Akupunktur gerac (German Acupuncture Trials), die in der Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Ruhr-Universität Bochum von Prof. Dr. Hans-Joachim Trampisch koordiniert werden. Für die gerac-Studien haben Orthopäden, Schmerztherapeuten, Neurologen und Biometriker mit Vertretern der Akupunktur zusammengearbeitet.

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Akupunktur sticht Standardtherapie aus: Nadeln wirken gegen Kreuz- und Knieschmerz
Erste Ergebnisse der gerac-Studien

Strenge Einschluss- und Behandlungskriterien

Je über 1000 Patienten mit länger als sechs Monate dauernden Kreuz- bzw. Knieschmerzen nahmen an den beiden kontrollierten, randomisierten Studien teil. Sie wurden zufällig einer der drei Gruppen - TCM-, Sham-Akupunktur oder Standardtherapie - zugeordnet. Die akupunktierten Patienten erfuhren nicht, welche Art Akupunktur sie erhielten: Die Akupunktur nach TCM-Regeln oder die für gerac eigens entwickelte Sham-Akupunktur an vermeintlich unwirksamen Punkten. Die Teilnehmer der Akupunktur-Gruppen erhielten zehn, bei Bedarf 15 Behandlungen binnen sechs bzw. zwölf Wochen. Falls notwendig, waren Schmerzmittel bis zu einem vorher definierten Höchstmaß erlaubt. Nicht erlaubt waren Zusatztherapien wie Spritzen oder bei Kreuzschmerz Krankengymnastik.

Akupunktierte Patienten brauchen weniger Medikamente
In die Kreuzschmerz-Teilstudie wurden 1162 Patienten eingeschlossen. Die Ergebnisse sechs Monate nach Ende der jeweiligen Therapie: Die Akupunktur nach TCM-Regeln erreichte bei 71,1 % der Patienten einen Erfolg, das heißt eine Schmerzlinderung und/oder Funktionsverbesserung gemäß der zur Erfolgsmessung eingesetzten Instrumente. Die Sham-Akupunktur war in 67,7 % der Fälle erfolgreich, die Standardtherapie jedoch nur in 57,6 %. Durch Einberechnen von nicht erlaubten Zusatztherapien wie Krankengymnastik oder Spritzen, die durch Telefoninterviews erfasst wurden, sanken die Erfolgsraten auf 47,6 % für die Akupunktur nach TCM-Regeln, 44,2 % für die Sham-Akupunktur und nur 27,4 % für die Standardtherapie. "Der über sechs Monate nachweisbare Effekt von Akupunktur führte zu einem geringeren Verbrauch an Medikamenten und weiteren Therapieformen im Nachuntersuchungszeitraum, als unter Standardtherapie", so gerac-Teilstudienleiter PD Dr. Michael Haake (Orthopädische Klinik Universität Regensburg).

Nadeln erringen überzeugende Erfolge - Wirkungsmechanismus weiter offen
Ähnlich sehen die (unbereinigten) Ergebnisse drei Monate nach dem Behandlungsende für die Teilstudie Kniegelenksverschleiß (Gonarthrose) aus, an der 1039 Patienten teilnahmen: Eine Abnahme der Schmerzen und eine Verbesserung der Kniegelenkfunktion ließ sich in allen drei Gruppen nachweisen, wobei die Erfolgsraten unter den Patienten mit TCM-Akupunktur (51 %) und Sham-Akupunktur (48 %) deutlich höher sind, als bei den Patienten mit der konventionellen Standardtherapie (28 %). Die Zahl der Patienten, die im Untersuchungszeitraum mindestens einmal ein schmerzlinderndes und entzündungshemmendes Mittel benötigten, sind in den beiden Akupunkturgruppen (Verum: 35 %, Sham: 31%) niedriger, als in der Standardtherapiegruppe (56 %). Auffallend ist, dass es auch hier keine signifikanten Unterschiede zwischen den Effekten der TCM- und der Sham-Akupunktur gibt. Die Auswahl der Akupunkturpunkte sowie die spezifische Stichtechnik scheint somit keinen wesentlichen Einfluss auf den Therapieeffekt zu haben.

Grundlage für die Beratungen zur Aufnahme in den Leistungskatalog
Die Ergebnisse der gerac-Studien, die von den Krankenkassen AOK, BKK, IKK, Bundesknappschaft, Landwirtschaftliche Sozialversicherung und See-Krankenkasse finanziert werden, sollen dem Gemeinsamen Bundesausschuss helfen zu entscheiden, ob die Kosten für Akupunkturbehandlungen künftig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden oder nicht. Bundesweit führen etwa 20.000 Ärzte (rund 17 % aller niedergelassenen Mediziner) Akupunktur bei verschiedensten Erkrankungen durch. Die Wirksamkeit war bislang noch nie wissenschaftlich bestätigt worden. "Die vergleichbar hohe Wirksamkeit der TCM- und der Sham-Akupunktur wirft jedoch weitere Fragen auf, ohne dass der beobachtete Effekt aus den vorhandenen Ergebnissen erklärt werden kann", fügt Prof. Hanns-Peter Scharf (Teilstudienleiter Gonarthrose, Orthopädische Klinik Universität Heidelberg) hinzu, "hierzu wären weitere Studien notwendig."

Weitere Informationen
Prof. Dr. Hans-Joachim Trampisch
Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie
Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum
Tel. 0234/32-27790
Fax: 0234/32-14325
E-Mail: [email protected]
http://www.gerac.de
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft

   
Autor(in): Prof. Dr. Hans-Joachim Trampisch (Ruhr-Universität Bochum) ([email protected])
  
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 9. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 1.000 Beiträgen in der Woche findet man in den Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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 10. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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