15.11.2004

Ausgabe 244/04

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Ein Mensch, dem nicht jeden Tag wenigstens eine Stunde gehört, ist kein Mensch.
(Martin Buber, Schriftsteller)


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 Editorial
  

Hallo,
"was raschelt da unter der Bettdecke"?, so leitet Eva Krause ihre Vorstellung des infektiologischen Falles aus Aachen ein. In den Foren widmet man sich zum einen der Frage, ob und welche Form eines Lernplanes Sinn macht und zum anderen in nachdenklicher Form dem "Leben an sich", das auch Thema des heutigen Witzes sein könnte.

Nach dem Gesetz haften Sie in voller Höhe, aber welche Schäden durch eine Haftpflichtversicherung, die auch als Student schon Sinn macht, gedeckt sind, erfahrt Ihr im dritten Teil der Artikelserie.

Aus dem Archiv bieten wir Euch in Artikelform die Antwort auf die Frage, wie das PJ in der Geriatrie spannend sein kann.

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Mit dem Kompendium 'Das 2. Stex' aus dem Springer-Verlag stellen wir Euch heute ein Buch zur Examensvorbereitung vor, mit dem der lange Weg zur erfolgreichen Prüfung machbar erscheint. Und spannend, ja fast besorgniserregend sind die Einblicke in das weltweite Fortschreiten der Tuberkulose, über die 'Ärzte ohne Grenzen' berichtet.

Bis zur nächsten Ausgabe,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: 50 wertvolle Bücher zu gewinnen:
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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.'Lernplan' und 'Dein Leben' aus Up-to-date
2.Was raschelt unter der Bettdecke? Der infektiologische Fall von Eva Krause
3.Jenseits von Afrika aus ER: Emergency Room
  
4.Autbahnen: Lachen ist gesund - Witz der Woche
5.Welche Schäden sind gedeckt?
6.PJ in der Geriatrie aus dem Archiv der Onlinezeitung
  
7.Zwischen den Zeilen
8.Tuberkulose gerät weltweit ausser Kontrolle
9.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

Die Onlinezeitung gibt es nun auch als Druckversion im PDF Format. Zum Öffnen der Datei benötigt ihr die kostenlose Software Acrobat Reader.

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 1. Up-to-date

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Die Umfrage: Habt Ihr einen Lernplan?
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=14254
  
Das Thema: Dein Leben
Direktlink zum Thema im Forum
  

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 2. Was raschelt unter der Bettdecke?

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Jeden Donnerstag begibt sich im Uniklinikum Aachen eine leider noch kleine Gruppe von Studenten zusammen mit Prof. Dr. K. Ritter auf eine abenteuerliche Reise ins Land der infektiologischen Erkrankungen. Mit Prof. Ritter und seinen Mitarbeitern eine Stunde lang auf der Pirsch nach den virulenten Mikroorganismen zu sein, erspart einem manchen Gang ins Kino.

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„Was raschelt unter der Bettdecke?“
Abenteuer aus dem Reich der Infektiologie
von Eva Krause

Krätzmilben unter der Bettdecke

Da rascheln Krätzmilben unter der Bettdecke, verstecken sich kleinste Bösewichte in den Schuppen der Zierfische, feixt der Fuchsbandwurm in der Leber, verbreitet das süße Mäuschen den Tod durchs Nierenversagen, schleicht sich das Verderben als Schwindsucht heran, lauern im Garten niederträchtige Nokardien und wird das Haschpfeifchen zur tödlichen Falle.

Prof. Ritter: Ein Lehrer mit Charisma und Humor
Medizinstudenten in Aachen ist Prof. Ritter für seine charismatische Art, seinen Humor und seine Fähigkeit, medizinische Zusammenhänge so spannend wie einen Krimi zu vermitteln, bekannt. „Der aktuelle infektiologische Fall“ nimmt unter den Veranstaltungen des Lehr- und Forschungsbereiches Virologie, dessen Direktor Prof. Ritter ist, eine besondere Stellung ein. Jede Woche wird ein Patient, der mit einer infektiologischen (Begleit-)Erkrankung im Klinikum liegt, von den Mitarbeitern aufgespürt und präsentiert.

Der infektiologische Fall
Beim infektiologischen Fall erhält Interdisziplinarität eine neue Dimension. Die anwesenden Studenten erheben eine gezielte Anamnese und überlegen gemeinsam Verdachts- und Differentialdiagnosen sowie das weitere Vorgehen, dabei begleitet und unterstützt von „ritterlichen“ Kommentaren und Hinweisen. Auf diese Art und Weise lernen wir dort lebens- und praxisnah und mit viel Spaß nicht nur das differentialdiagnostische, interdisziplinäre Denken in einem besonders spannenden Fachgebiet, sondern es werden uns auch Kern-Kompetenzen vermittelt zur Findung und vor allem Bestätigung einer Diagnose resp. Ausschluss der Differentialdiagnosen. Hier ist detektivischer Spürsinn ebenso gefragt wie pragmatisches Denken, Anmerkungen, welche Angaben bspw. dringend auf einem Laborschein gemacht werden müssen, können uns werdenden ÄrztInnen so manchen Fehler und Diskussionen mit Oberärzten, Laborärzten und Verwaltungschefs bezüglich fehlender oder überflüssiger Untersuchungen ersparen. Im Anschluss an Anamnese und diagnostische Überlegungen porträtiert Prof. Ritter kurz und knackig den ertappten Mikro-Übeltäter anhand von Dias o.ä., so dass auch eine gewisse Systematik nicht zu kurz kommt.

Diese Veranstaltung ist ein Leckerbissen
Nicht nur durch die besonderen pädagogischen Fähigkeiten von Prof. Ritter und der guten Patientenauswahl durch seine Mitarbeiter ist diese Veranstaltung im doch oft trockenen Einerlei des Studentenalltags ein echter Leckerbissen! Unverständlich ist, dass dennoch nur wenige StudentInnen dieses Angebot nutzen – deshalb sei hier eine ausdrückliche Einladung ausgesprochen, so oft wie möglich dieses gänzlich untheoretische und vollkommen sanktionsfreie Lernangebot wahrzunehmen. Die Fälle bauen nicht aufeinander auf, so dass ein Einstieg jederzeit im laufenden Semester möglich ist. Durch systematische Darstellung am Ende und die unterstützte Anamnese und Diagnosefindung ist die Veranstaltung für jedes Semester geeignet, Erstsemester profitieren genauso wie Examenskandidaten, und wenn man schon alles weiß, so kann man sein Wissen in einer vergnüglichen und außergewöhnlichen Stunde testen und teilen.

Fälle aus den vorigen Semestern behandelten u.a. folgende Themen:
• Gefahr im Waschbecken - CF und Pseudomonas aeruginosa
• Thailand-Reise – einmal und nie wieder! (Dengue-Fieber)
• „Mikro-Wolf“ im Schafspelz - M. Orf (Ecthyma contagiosa)
• Hunde, Füchse, Wurm und Mensch (Echinokokkus-Zyste)
• Mückenstich mit Folgen – Malaria
• Kind mit Fieber – nur eine Bagatelle? Kawasaki-Syndrom
• u.v.m.!!

Ein Fallbeispiel aus diesem Semester:
Männlicher Patient, Mitte 50, Z.n. Umstellungsosteotomie am linken Knie vor 1 Jahr mit Fixateur externe, komplikationslose Ausheilung, postop. schmerzfrei. Nichtraucher, keine Vorerkrankungen. Seit einem dreiviertel Jahr zunehmend schlimmer werdender Husten, v.a. morgens, wenig produktiv, einmal geringfügiger Blutsauswurf. Intermittierendes Fieber, Nachtschweiß, kein Gewichtsverlust. Vorstellung beim Hausarzt, dieser veranlasst ein CT zur Tumorsuche. Tumorverdacht kann nicht bestätigt werden, aber am Lungenhilus ist ein ‚unklarer Schatten‘ zu sehen. Zur Abklärung wird der Patient ins Universitätsklinikum verlegt und dort mit V.a. auf Tb infektiologisch untersucht und betreut. Die Laborparameter weisen auf einen entzündlichen Prozess hin. Zur Abklärung der Verdachts- und Differentialdiagnosen (Tb, Ca., Pertussis, atyp. Pneumonie) werden eine Bronchoskopie durchgeführt und mikrobiologische Untersuchungen eingeleitet. Alle Kulturen sind nach 6 Wo. negativ auf Mykobakterien.
 
Im Rahmen des Krankenhausaufenthaltes bildet sich bei dem Mann am linken Oberschenkel eine überwärmte, schmerzende Raumforderung, die auf ‚Brötchengröße‘ anwächst. Zunehmend Fieberschübe. Gemäß dem Spruch ‚ubi pus, ibi evacua‘ wird die abszessverdächtige ‚Beule‘ chirurgisch saniert und vom eitrigen Punktat werden erneut Kulturen angelegt. Hier wachsen gram-positive Stäbchen, die Histologie bestätigt einen entzündlichen Prozess. Es wird eine antibiotische Therapie eingeleitet, unter der der Patient nach wenigen Tagen symptomfrei ist und unter oraler Antibiotikagabe nach Hause entlassen werden kann.

Die Familie des Patienten nimmt ihn in den folgenden Wochen als verändert wahr. Eines Tages bemerkt der Patient starke, stirnbetonte Kopfschmerzen und fällt am folgenden Tag beim Arbeiten im Garten von einer Leiter. Er ist mehrere Stunden bewusstlos und kann nicht erinnern, wie es zu dem Sturz kam. Er bleibt nach Wiedererlangen des Bewusstseins leicht benommen und entwickelt zunehmend eine Sprachstörung, so dass er erneut ins Krankenhaus eingeliefert wird. Im CCT zeigt sich eine Raumforderung links frontal. Eine Biopsie bestätigt den Verdacht auf einen Hirnabszess. In der mikrobiologischen Kultur des gewonnenen Materials zeigt sich nach 1 Woche Wachstum von grampositiven, langen, verzweigten Stäbchen...

Na, schon eine heiße Spur?
Die Bösewichte heißen Nokardien und leben im Erdreich. Die möglichen Übertragungswege sind nicht im Detail bekannt, am häufigsten erfolgt die Infektion jedoch inhalativ und ruft die in der Kasuistik beschriebenen respiratorischen Symptome hervor. In bis zu 50 % der Fälle sind immunkompetente Personen von der Nokardiose betroffen. Eine antibiotische Therapie kann mit einer Kombination aus Carbapenemen und Aminoglykosiden erfolgen und muss ausreichend lange durchgeführt werden, d.h. über mehrere Wochen i.v. und anschließend über Monate p.o.

Weitere Infos zur Veranstaltung
Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung, die jeden Donnerstag von 13.30 h bis 14.30 h im Hörsaal 5 des Universitätsklinikums in Aachen stattfindet, stehen auf der Webseite des Universitätsklinikums der RWTH-Aachen: http://www.ukaachen.de unter ‚Unsere Einrichtungen‘ -> ‚Institute mit Lehr- und Forschungsgebieten‘ -> ‚Institut für Medizinische Mikrobiologie‘ -> ‚Lehr- und Forschungsgebiet Virologie‘ -> ‚Lehre‘ -> ‚Veranstaltungen im Sommer- und Wintersemester‘

Autorin: Eva R. Krause - [email protected]

   
Autor(in): Eva Krause ([email protected])
  
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Uni Aachen
  
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 3. Emergency Room - Die Notaufnahme

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Jenseits von Afrika
Di., 16.11.2004 - 20:15 Uhr auf PRO7

Kovac hat seinen Dienst wieder angetreten und bietet Weaver an, 72 Stunden die Woche zu arbeiten - allerdings nur für zwei Monate. Er ist entschlossen, anschließend wieder nach Afrika zu gehen ... Paula bringt ihren Sohn Adam, der beim Einkaufen aus dem Einkaufswagen gefallen ist, in die Notaufnahme. Lewis hat den Verdacht, dass die allein erziehende Frau alkoholisiert ist und verständigt den Sozialdienst. Als Paula das erfährt, setzt sie sich in ihr Auto und zündet sich an!

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Die gesamte Story gibt es am Dienstag um 20.15 Uhr auf Pro7 oder Online unter http://www.prosieben.de/spielfilm_serie/artikel/06160/.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Ein Mann findet am Strand eine alte Flasche ohne Etikett. Als er sie aufmacht erscheint ein Flaschengeist und schenkt ihm einen Wunsch. Sagt der Mann: "Ich wollte schon immer mal nach Australien, habe aber so starke Flugangst. Kannst Du mir da nicht eine Autobahn hinbauen?" Der Geist überlegt ein bisschen und sagt dann: "Ne, geht leider nicht. Zu viel Wasser, die ganzen Querelen mit Tierschützern, Natur- und Umweltschützern. Unmöglich. Such dir was anderes aus." Sagt der Mann: "Dann möchte ich gerne die Frauen verstehen." Geist: "Alles klar, Deine Autobahn, sollte die sechs oder achtspurig sein?"

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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Medi-Lachparade in den Foren
  
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(11/2004)

1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale

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2. Assistenzärztin/-arzt Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale

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3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale

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Weitere Informationen erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der Rhön-Klinikum AG oder per Email unter [email protected].

  

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 5. Welche Schäden sind durch die Versicherung gedeckt?

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Derzeit gewinnt das Thema Berufshaftpflicht und Medizinstudium zunehmend an Bedeutung. Stellte sich in der Vergangenheit die Frage einer eigenen Berufshaftpflichtversicherung (BHV) für Medizinstudenten im Grunde erst mit dem Praktischen Jahr und nur in Ausnahmefällen zu einem früheren Zeitpunkt des Studiums, so bei einer Famulatur im Ausland, so rückt dieses Thema im Zusammenhang mit der neuen Approbationsordnung jetzt verstärkt in den Fokus. Einzelne Universitäten gehen sogar inzwischen soweit, von ihren Studenten ab dem ersten Semester einen Nachweis über eine BHV zu verlangen.

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Nach dem Gesetz haften Sie in unbegrenzter Höhe
Wichtige Informationen für Medizinstudenten rund um das Thema Berufshaftpflicht

Grund genug für die Redaktion, das Thema einmal einer gründlichen Analyse und Aufarbeitung unterziehen zu lassen. Wir konnten dafür Peter Dahlhausen von der Deutschen Ärzte-Versicherung gewinnen, der in den nächsten Ausgaben der Online-Zeitung exklusiv über die Berufshaftpflicht informiert.

Die Artikelserie zur Berufshaftpflicht befasst sich mit den folgenden Fragen:
Teil 1: Warum bin ich überhaupt schadenersatzpflichtig? [zum Artikel]
Teil 2: Welche finanziellen Forderungen können auf mich zukommen? [zum Artikel]
Teil 3: Was deckt eine Berufshaftpflichtversicherung ab?
Teil 4: Wie sollte der Versicherungsschutz gestaltet sein?
Teil 5: Wo können Fehler passieren und wie sehen typische Haftpflichtfälle aus?
Teil 6: Benötige ich wirklich eine eigene Haftpflichtversicherung und was kostet die?



Artikelserie zum Thema Berufshaftpflicht - Teil 3
Was deckt eine Berufshaftpflichtversicherung ab?

Die Berufshaftpflichtversicherung ist die wichtigste Versicherung für Mediziner! Sie übernimmt es, die von Patienten, ihren Angehörigen oder Anwälten vorgetragenen Forderungen zu prüfen. Am Ende einer solchen Prüfung, für deren Kosten die Versicherung aufkommt, steht entweder die Abwehr unberechtigter oder die Befriedigung berechtigter Forderungen. Die Kosten eines Strafverfahrens werden allerdings von der BHV i.d.R. nicht abgedeckt. Für diese Fälle empfiehlt sich der Einschluss des sogenannten Straf-Rechtsschutz in die BHV oder der Abschluss einer eigenen Rechtsschutzversicherung.

Der Versicherungsschutz bezieht sich auf:
• Personenschäden
• Sachschäden
• Vermögensschäden.

Achtung Personenschäden!
Ohne Zweifel sind die niemals ganz auszuschließenden Schäden an Personen die wichtigste Dimension des Versicherungsschutzes. Gerade junge Ärzte, die erstmals einen (vermeintlichen) Behandlungsfehler begangen haben und dafür von einem Patienten belangt werden, erleben deshalb schlaflose Nächte. Denn man will natürlich seine Patienten „gesund machen“ oder ihnen helfen, schwere Erkrankungen durchzustehen. Fehler machen, das will man keinesfalls. Und Fehler geschehen auch niemals mit Absicht, aber sie passieren ungewollt und sei es aus „grober Fahrlässigkeit“ heraus.

Und die weitaus größte Zahl der Behandlungen verläuft ja auch fehlerfrei.

Die BHV hat die Aufgabe, Personenschäden selbst bei „grober Fahrlässigkeit“ (natürlich nicht bei Vorsatz) zu regulieren. Dies veranlasste einen Spezialisten im Arzthaftpflichtrecht sogar einmal zu dem Ausspruch: „Selbst Dummheit ist mitversichert“. Im Gegensatz zu dem privaten Sachversicherer (z.B. KfZ-Versicherung) wird der Haftpflichtversicherer nicht den Einwand der groben Fahrlässigkeit erheben und den Versicherungsschutz versagen.


Sach- und Vermögensschäden

Im Vergleich zu den Personenschäden erreichen die selteneren Sachschäden in der Regel kaum höhere Schadenssummen. Dennoch können aber auch Sachschäden, die z.B. durch unsachgemäße Bedienung an teuren medizinischen Geräten entstehen können, in die Tausende gehen. Sachschäden sind aber eher ein Problem des Privatbereichs, nicht der Berufshaftpflicht.

Vermögensschäden schließlich sind Schäden, bei denen weder eine Sache noch eine Person geschädigt wurden.


Zusatzrisiken beachten

Eine BHV sollte also Personen-, Sach- und Vermögensschäden abdecken. Wichtig für den beruflichen Bereich ist, dass die BHV alle Tätigkeiten umfasst, also neben der Tätigkeit im Krankenhaus oder in der Praxis alle Zusatzrisiken (z.B. Tätigkeit als Notarzt) und auch die sogenannten außerdienstlichen Tätigkeiten wie 1. Hilfe oder Praxisvertretungen. Besonderheiten wie Auslandsaufenthalte müssen stets mitversichert werden. Dies gilt schon bei einer Famulatur im Ausland!

Ganz wichtig ist deshalb die „Mitarbeit“ des Arztes bei der Aufnahme des Versicherungsantrages, denn nur er kann durch eine lückenlose Aufzählung seiner Tätigkeiten für einen Versicherungsschutz ohne Deckungslücken sorgen. Wichtig: Tätigkeitsänderungen unbedingt dem Versicherer melden!

Im nächsten Teil geht es um die Frage nach dem „optimalen“ Versicherungsschutz.

Zum 1.Teil der Artikelserie "Warum bin ich überhaupt schadenersatzpflichtig?": [klick hier]
Zum 2. Teil der Artikelserie "Welche finanziellen Forderungen können auf mich zukommen?" [klick hier]

   
Autor(in): Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung) ([email protected])
  
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Haftpflicht für Medizinstudenten

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Haftpflicht für den PJ`ler
  
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Und den gibt es preiswert, unbürokratisch und online unter

http://www.aerzteversicherung.de/html/65aktion/65_2antrag.htm

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 6. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Wie Geriatrie als PJ spannend sein kann...'

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 7. Zwischen den Zeilen "Das 2. Stex"

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Titel: Das 2. Stex
Autor(en): Buchta, Mark; Höper, Dirk W.; Sönnichsen, Andreas (Hrsg.)
Verlag: Springer-Verlag
ISBN:3-540-20351-6
Preis: 54,96 Euro
Medizinlehrbuch

Noch drei bis sechs Monate Lernen, 1392 Seiten und rund 3.000g Buch bis zum Zweiten Staatsexamen – so könnte man das Buch „Das zweite StEx“ aus dem Springer Verlag beschreiben. Die Autoren des Buches „Das Erste“ und „Das Physikum“ haben federführend am Kompendium für das zweite Staatsexamen mitgewirkt. Einziger Unterschied: Das zweite StEx ist nicht beim Urban und Fischer / Elsevier Verlag, sondern im Springer Verlag erschienen.

2004 ist die zweite Auflage des Buches erschienen – besonders positiv hat sich das Cover des Buches verändert, dass nun im edlen Springer-Design aufgemacht ist und sehr modern wirkt.

Im Inneren des Buches wurden die Fakten auf die neuen Schwerpunkte im Examen abgestimmt, die Inhalte positiv komprimiert und die Abbildungen und Skizzen didaktisch verbessert.

Das Buch gliedert sich in 20 Kapitel entsprechend der Fächer, die im zweiten Staatsexamen geprüft werden. Innerhalb der Kapitel wird der für das Examen notwendige Stoff zusammengefasst dargestellt ohne auf wesentliche Grundlagen zu verzichten. Der Text ist ansprechend geschrieben und die Aufmachung des Buches ermöglicht das angenehme Lesen. Die Aufzählungen sind teilweise ein wenig lang geraten und wirken an einigen Stellen dadurch überlastet. Zusammenfassungen am Anfang der Kapitel, eingebettete Merksätze und konsequent gleicher Aufbau nach Definition, Ätiologie und Pathogenese, Klinik und Diagnostik und Therapie machen das Buch didaktisch wertvoll. Die klinischen Fälle am Ende der Kapitel ermuntern die schier endlose Lernerei auf das zweite Staatsexamen ein wenig.

Der ausführlich gestaltete vierfarbige Bildteil in der Mitte des Buches enthält alle wichtigen Darstellungen für das zweite Staatsexamen und bereitet damit gut auf die Bildfragen im Examen vor.

Der beiliegende Lernplan von MEDI-LEARN erleichtert die Planung der Vorbereitungszeit und hilft in den Monaten vor dem Examen, den Überlick nicht zu verlieren.

Wer nach einigen Monaten des Lernens die 3 kg Buch hinter sich gebracht hat, wird mit einem guten Gefühl in die Prüfung gehen und ist nicht nur subjektiv gut vorbereitet. Als Kompendium für das zweite Staatsexamen wurde das Buch mit dem MEDI-LEARN Gütesiegel von den Examensexperten von MEDI-LEARN ausgezeichnet.

   
Autor(in): Christian Weier ([email protected])
  
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 8. Tuberkulose gerät weltweit ausser Kontrolle

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Anlässlich einer internationalen Konferenz in Paris zu Lungengesundheit warnte die Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN davor, dass Millionen Menschen in ärmeren Ländern weiter an der heilbaren Krankheit Tuberkulose (TB) sterben werden. Sie forderte einen radikalen Wechsel in der globalen Bekämpfung von Tuberkulose.

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„Für Mediziner gehört Tuberkulose zu einer der größten Frustrationen“, sagte Tido von Schön-Angerer von der deutschen Sektion von ÄRZTE OHNE GRENZEN. „In den Ländern, in denen wir arbeiten, tötet Tuberkulose viele tausend Menschen, ohne dass wir die Chance haben, sie angemessen oder rechtzeitig zu behandeln.“

Die meisten TB-Programme in ärmeren Ländern verlassen sich auf die mikroskopische Untersuchung von Sputum, um TB festzustellen. Diese Methode wurde 1882 entwickelt und spürt die Bakterien nur bei der Hälfte aller Erkrankten auf. Bei Kindern und HIV-Positiven sind die Ergebnisse noch schlechter. Dies ist besonders alarmierend, zumal die Hälfte der HIV-Positiven in ärmeren Ländern an Tuberkulose erkranken.

Die Behandlung von Tuberkulose dauert lange und basiert auf Medikamenten, die vor 40-60 Jahren entwickelt wurden. In Guinea und vielen anderen Ländern sehen die Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN regelmäßig Patienten, die bereits eine TB-Behandlung erhalten haben und ein oder zwei Jahre später erneut ähnliche Symptome entwickeln. Diese Menschen könnten sich erneut infiziert oder bereits eine multiresistente Form der TB entwickelt haben. In vielen ärmeren Ländern fehlen aber die entsprechenden Tests, um die Medikamentenresistenz zu bestimmen. ÄRZTE OHNE GRENZEN zufolge ist die Kombination von multiresistenter TB und HIV/Aids eine medizinische Zeitbombe für die Menschen in Afrika.

„Wir müssen uns endlich eingestehen, dass wir TB niemals kontrollieren werden, wenn wir so weitermachen wie bisher. Wir müssen dringend und massiv in neue Diagnosetests und Medikamente investieren. Nur dann können wir die Patienten wirksam in kurzer Zeit behandeln“, sagte Francine Mattys, Tuberkulose-Expertin der Medikamentenkampagne von ÄRZTE OHNE GRENZEN.
ÄRZTE OHNE GRENZEN begrüßt, dass neue TB-Medikamente und Diagnosetests von Initiativen wie „Global TB Alliance“ und der „Foundation for Innovative New Diagnostics“ entwickelt werden. Doch nach Ansicht der Organisation genügen diese Anstrengungen keinesfalls und müssen weiter verstärkt werden. ÄRZTE OHNE GRENZEN behandelt jährlich rund 20.000 Tuberkulose-Patienten in mehr als 30 Projekten weltweit.

[Klick hier zu: Ärzte ohne Grenzen]

   
Autor(in): Ärzte ohne Grenzen ([email protected])
  
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 9. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
Anzahl der Abonnenten: 29.223
  

Mitarbeit:
Wenn Du Interesse an der Mitarbeit im Medi-Learn.net Team hast, schreib einfach eine Email an Ilka - von ihr erfährst Du alles weitere: [email protected] 

  

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