19.11.2004

Ausgabe 245/04

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben.
(Christian Morgenstern, - dt. Schriftsteller)


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 Editorial
  

Hallo,
kurzfristig organisieren, ein bisschen wagemutig ins Neuland stürzen und am Ende mit den besten Erfahrungen zurückkehren: Das haben drei Studenten aus Düsseldorf während ihrer Famulatur in Budapest erlebt. Ein Erlebnis für sich ist die nunmehr zum fünften Male stattfindende Teddy-Klinik in München allemal - heute gibt es Infos zum Wann und Wo dieser grossen Veranstaltung.

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Dem Thema 'Bypass-OP bei Frauen' widmen die MedNews eine ihrer 3 interessanten Nachrichten, und wir reichen Euch eine druckfrische Meldung aus der Forschung weiter: Ein neues Gen bei Parkinson ist entdeckt und verspricht neue Forschungsansätze dieser verbreiteten Erkrankung.

Ob Spinalanästhesie, Schlaflos in Rostock oder die Ergebnisse der PJ-Umfrage: Im aktuellen Heft der Via medici findet Ihr nicht nur zu diesen Themen ausführliche Artikel und Reportagen: Wir präsentieren Euch heute das Inhaltsverzeichnis der neuen Ausgabe. Apropos Befragung und Umfrage: Der Hartmannbund setzt sich weiter für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein und startete jüngst eine neue Online-Befragung.
Versicherungen sind an und für sich eine recht trockene Materie. Doch wir haben mit Peter Dahlhausen einen kompetenten Autoren gefunden, der für Studenten wohltuende Schneisen ins Dickicht des Versicherungsdschungels schlägt: Heute geht es um die Frage, wie der Versicherungsschutz in puncto Haftpflichtfragen gestaltet werden kann.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

PS: Nur 2 Fragen und Ihr seid nahe dran an einem von 10 Tillmann-Sets (Atlas, Lernposter, Tasse) - mehr Info - klick hier

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Chirurgie in Ungarn - ein Famulaturbericht
2.UA-Stelle Pädiatrie oder Innere in der Schweiz gesucht - Der Jobticker
3.Die 5. Teddy-Klinik in München
  
4.Wie sollte der Versicherungsschutz gestaltet sein?
5.Bypass und Co.: MedNews aus der StudMed-Redaktion
6.Die neue Via medici ist da
  
7.Hartmannbund startet Online-Umfrage
8.Wichtiges Gen bei Parkinson-Krankheit gefunden
9.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

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http://www.medi-learn.de/seiten/onlinezeitung/1/245/index.shtml

  

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 1. Chirurgie in Ungarn - ein Famulaturbericht

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Angesichts akuter Geldsorgen und der Notwendigkeit im Famulaturprogramm voranzukommen, entstand unter mir und zwei Kommilitonen die Idee, doch das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden: Wir spielten mit dem Gedanken, eine Famulatur in Ungarn zu absolvieren. Da wir natürlich alle Fristen von Organisationen wie z.B. dfa längst verpasst hatten und wir in ca. 2 Monaten starten wollten, schien uns eine spontane Internetbewerbung die einzige Möglichkeit zu sein.

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Famulatur in Budapest/Ungarn im Sommer 2004
von Daniel Eberst, Martin Braun, Pascal Gossen

Prompte Reaktionen: Die Zusage liess nicht lange auf sich warten
Wir suchten an einem Nachmittag einige E-Mail-Adressen von Professoren aus der Chirurgie heraus, verfassten ein kurzes Bewerbungsschreiben auf Englisch und schickten dann munter Bewerbungen heraus. Für die Chirurgie hatten wir uns bewusst entschieden, da wir auf ungarisch einfach keine vernünftige Anamnese erheben könnten und unserer Meinung nach das Sprachproblem im OP-Saal nicht mehr so gravierend sein würde.

Wir erhielten nach extrem kurzer Zeit positive Antwort von einem Professor und waren selbst überrascht, wie einfach das alles zu gehen schien. Der von uns angegebene Zeitraum von 15 Tagen wurde uns zugesagt, und wir sollten nur noch eine Bestätigung unserer Düsseldorfer Uni schicken, dass sie dieses Vorhaben unterstützt und damit auch belegt, dass wir auch wirklich Medizin studieren. Wir schickten also jeder einen „Letter of recommendation“ unserer Studiendekanin an den Budapester Professor und harrten der Dinge die da kommen sollten.

So war’s wirklich: Ankunft, Wäsche-Ausgabe und ab in den OP
Mit dem Auto fuhren wir einige Tage vor unserem Start im Krankenhaus vom Rheinland aus nach Ungarn los und fanden auch recht problemlos unser Apartment in Budapest. Das hatten wir natürlich auch über das Internet gebucht und hatten ein richtig Gutes erwischt! Sehr zentral gelegen und gut ausgestattet, lieferte es uns eine hervorragende Basis, um die Stadt zu erkunden, was wir auch ausgiebig taten. Budapest ist eine absolut besuchenswerte Stadt und auch das Abendprogramm kann sich sehen lassen.

An unserem ersten Arbeitstag mussten wir dann erst einmal die Klinik finden, was aber dank hilfsbereiter Budapester gut klappte. Dort kurz vor neun angekommen, machten wir der Sekretärin des Professors ungefähr klar, wer wir sind (sie verstand kein Wort Englisch oder Deutsch…). Wir wurden dann bald von einem Chirurgen begrüßt, der uns umgehend mit ungarischen Studentinnen bekannt machte, die sowohl Deutsch als auch/oder Englisch gut beherrschten. Sie führten uns dann zur Wäsche-Ausgabe, wo wir zwar nicht ganz passend, aber immerhin komplett eingekleidet wurden und zeigten uns auch sonst alles Wesentliche (Umkleide, OP-Saal und nicht zuletzt das „Bufe“, was wir unter dem Namen Cafeteria kennen).

Um den Tag abzurunden, gingen wir dann auch zielstrebig direkt in den OP, wo wir zwar jedem auffielen, jedoch niemals negative Reaktionen ernteten, sondern ganz im Gegenteil viele freundliche Leute trafen. Nach und nach stellten sich uns einige ÄrzteInnen vor, von denen erstaunlich viele exzellent Deutsch sprechen und die teilweise Freude hatten, diese Kenntnisse wieder zu gebrauchen.

Wir durften fortan an mindestens drei Operationen pro Tag im Fachgebiet der Abdominalchirurgie zuschauen und Fragen stellen, sowohl an die Chirurgen wie auch an die Anästhesisten, von denen auch viele im Ausland einen Teil ihrer Ausbildung geleistet haben und daher gut Deutsch können. Erstaunlich für uns war die Tatsache, mit wie viel Enthusiasmus und Begeisterung die Ärzte ihren Beruf ausübten, trotz der Tatsache, dass sie im Monat im besten Falle nicht mehr als 500,- Euro Gehalt bekommen!

Famulatur in Budapest:
"Im Anschluss ging es in den OP, wo wir bereits auf den OP-Plänen mit eingeteilt waren und rege assistieren durften"


Die zweite Woche: Mehr als Hakenhalten in der Chirurgie
Die zweite Woche verbrachten wir an einer Klinik für Gefässchirurgie. Auch hier erstaunte uns der Eifer der Ärzte. Gleich am ersten Tag wurden wir von dem Professor, der ausgesprochen gut deutsch spricht und, wie wir später erfuhren, Kontakte bis nach Düsseldorf zu unserem ebenfalls renommierten Professor der Gefässchirurgie hatte, bei der Visite freundlich begrüsst und im Anschluss ein wenig ausgefragt, woher wir denn genau kämen und was wir uns an praktischen Tätigkeiten so vorstellten. Sogleich wurden wir einem Assistenzarzt zugeteilt, der mit uns die etwas schwierigeren Fälle, die bei der Visite zur Sprache kamen, nochmals ausführlicher und natürlich auf englisch besprach (bei der Visite konnten wir also nur bedingt sprachlich folgen, es war aber dennoch interessant, das einmal mitzuerleben).

Am ersten Tag durften wir dann außerdem noch bei einigen Angiographien zusehen und auch einmal, wenn es darum ging, eine Arterie abzudrücken, Hand anlegen. Die anwesenden Radiologen erklärten uns auch sehr viel, und wir waren erstaunt über die hochmodernen Geräte, die wir dort vorfanden. Am nächsten Morgen wurden wir nach der morgendlichen Visite vom Professor der ganzen Gruppe in der Frühbesprechung (ca. 40 Ärzte) vorgestellt, so dass uns nun jeder kannte und uns immer offenherzig begrüßte. Im Anschluss ging es in den OP, wo wir bereits auf den OP-Plänen mit eingeteilt waren und rege assistieren durften. Dabei handelte es sich nicht nur um das Hakenhalten, es durfte teilweise auch genäht und anderes mehr gemacht werden. Gerne und ausführlich wurden uns die verschiedensten Schritte während der OP erläutert, und auf Fragen wurde stets freundlich geantwortet.

Fazit: Praktische Ausbildung, Hilfsbereitschaft und hohes fachliches Niveau
Im allgemeinen können wir nur nochmals betonen, dass wir immer sehr herzlich und freundschaftlich vom Pförtner über die Büfett-Verkäuferin bis hin zum Pflegepersonal und den Ärzten und Professoren aufgenommen wurden und sich scheinbar jeder über unsere Anwesenheit freute oder uns nie das Gefühl vermittelt wurde, dass wir stören oder eine Belastung darstellen.
Fachlich wird dort in den einzelnen Abteilungen teilweise ein sehr hohes Niveau erreicht und vor allem die praktische Ausbildung der jungen Mediziner wird gefördert. Auch die Prüfungen im klinischen Teil des Studiums in Ungarn sind mehr praktisch orientiert und alle werden mündlich abgehalten.

Alles in allem hatten wir eine sehr schöne Zeit in der Donaumetropole Budapest und können jedem eine Famulatur in dieser kulturell anspruchsvollen Stadt nur empfehlen.

Daniel Eberst, Martin Braun, Pascal Gossen
(8.Semester, HHU Düsseldorf)

   
Autor(in): Daniel Eberst, Martin Braun, Pascal Gossen ([email protected])
  
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Ungarn-Forum bei MEDI-LEARN
  
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  • 4-wöchige Schulung: Ideal für alle, die ihrer Prüfungsvorbereitung unter fachkundiger Anleitung den letzten Schliff geben möchten.
     

  • Die Kompaktkurse wenden sich an Interessenten, die ihre Schwächen in einzelnen Fachgebieten der punkteträchtigen Hauptfächer (Anatomie, Biochemie, Physiologie & Med. Psychologie/ Soziologie) sehen.
     

  • Durch die zeitliche Platzierung der Kurse am Semesterende können auch Studenten mit Testat- oder Anwesenheitsverpflichtungen im laufenden Semester die Kompaktkurse besuchen.


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Gerne beraten wir Sie auch telefonisch unter der Hotline 06421- 681 668.
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 2. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob PJ-Tertial, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 500 Angebote wie Gesuche befinden!

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 chirurgie pj in der schweiz von februar bis juni 05 gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 Assistenzarztstelle Gynäkologie Anzeige aufrufen
Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen
 Allgemeine Innere Medizin Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 UA-Stelle Pädiatrie oder Innere vom 14.2. - 5.6.2005 gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 Assistenarzt Allgemein/Inneremedizin gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen
 Assistenzarzt > Innere Medizin Diabetologie (D: Nordostdeutschland) Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
 PJ in deutschsprachiger Schweiz 31.01.05 - 20.05.05 Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 UA Pädiatrie in der Winterthur (Schweiz)frei ab 12/04 Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 Assistenzarztstelle Innere Medizin gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/Assistenzarzt-Stellen
 UHU-Stelle Chirurgie in der Schweiz Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 UHU Stelle Chirurgie 02-05/2005 gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse ([email protected])
  
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Topaktuelle Jobanzeigen
(11/2004)

1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

2. Assistenzärztin/-arzt Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

Weitere Informationen erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der Rhön-Klinikum AG oder per Email unter [email protected].

  

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 3. Die 5. Teddy-Klinik in München

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Kindern die Angst vor dem Arzt zu nehmen ist der Hintergrund der Teddy-Krankenhäuser, die sich an vielen Fakultäten mittlerweile immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Auf eine lange Tradition kann die Münchener Teddy-Klinik zurückblicken, die nunmehr zum fünften Mal stattfindet und die wir Euch heute vorstellen möchten.

Mehr als 2.000 Kinder und 200 Teddy-Ärzte werden vom 22. bis 26. November die Plüschtiere in den Dienst der Medizin stellen.

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Das Teddy-Krankenhaus in München
(22. bis 26. November 2004)

2.000 Kinder und 200 Teddy-Ärzte
von Christine Völklein (Teddy-Ärzte e. V.)

Idee
Nach dem skandinavischen Vorbild und der Publizierung in Deutschland durch die GeMSA (German Medical Students’ Association) organisiert eine Gruppe Medizinstudenten der Münchner Universitäten das fünfte Teddy-Krankenhaus in München.

Ziel
Das Teddy-Krankenhaus möchte, dass Kinder die Angst vor einem Arztbesuch oder einem Krankenhausaufenthalt verlieren. Spielerisch sollen sie mit dem ärztlichen Handeln vertraut gemacht werden. Wer an seine eigene Kindheit zurückdenkt oder selber Kinder hat, weiß, welche Ängste der Arzt in seinem weißen Kittel oftmals auslösen kann. Dieses schwierige Verhältnis zwischen Kind und Arzt kann jede Art von Untersuchung erschweren und einen positiven Therapieerfolg verhindern. Die Verunsicherung der Kinder reicht von Unwohlsein bis hin zur Panik vor den weiß gekleideten Menschen, die ihnen mit Spritzen und bitteren Pillen zu Leibe rücken. Diese ablehnende Grundhaltung bleibt meist bis ins Erwachsenenalter bestehen und findet zu einem großen Teil sicherlich seinen Ursprung darin, dass sich Kinder dem Arzt - auch in Begleitung der Eltern - ausgeliefert fühlen. Ein Unverständnis der Kinder beruht meist darin, dass Kinder oft noch nicht verstehen, was mit ihnen passiert und warum manche Untersuchungen beim Arzt unvermeidbar sind.

Die Compliance ist ein oft gebrauchtes Schlagwort unseres Studiums, das bedeutet, dass selbst die teuersten Medikamente und die besten Therapieansätze kaum Wirkung zeigen können, wenn das Vertrauen und damit die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient nicht optimal ist. Wie wichtig die psychologische Komponente bei jeder ärztlichen Therapieform ist, wurde vielfach wissenschaftlich belegt. Durch positives Herangehen an eine Therapie seitens des Patienten lassen sich Compliance und Therapieerfolg deutlich verbessern.

Unser Ziel ist es, Kinder auf spielerische Art und Weise an eine ärztliche Untersuchung, sei es in der Praxis oder im Krankenhaus, heranzuführen. Wir wollen Kindern im Vorschulalter die Möglichkeit geben, sich völlig ungezwungen mit dem ärztlichen Handeln vertraut zu machen und Berührungsängste abzubauen.

Impressionen von der letzten Teddy-Klinik in Bayerns Landeshauptstadt
Fotos: Christine Völklein


Organisation
Es werden Kinder aus Münchner Kindergärten eingeladen, das Teddy-Krankenhaus zu besuchen. Vor diesem Besuch sollen Themen wie Krankheit und Krankenhausbesuch unter der Leitung der Erzieher und Betreuer im Kindergarten spielerisch vorbereitet werden. Hierfür denken sich die Kinder Krankheiten aus, die später im Teddy-Krankenhaus geheilt werden.

Das Teddy-Krankenhaus öffnet seine Sprechstunde erstmals für fünf Tage und es werden ca. 2.000 Kinder erwartet. Eingeladen sind alle Münchner Kindergärten. Eltern können zu den Öffnungszeiten mit ihren Kindern ins Teddy-Krankenhaus kommen, wobei die Wartezeiten hier sehr variabel sein können.

Die durch Fachpersonal der Haunerschen Universitätskinderklinik auf ihre Rolle als “Teddy-Ärzte” vorbereiteten Medizinstudenten nehmen Patienten auf, erstellen Anamnesen, führen Untersuchungen durch wie abhören, abtasten, röntgen, operieren, Verbände anlegen, Spritzen geben, Impfen oder Wunden nähen. Die Behandlung wird mit den “Teddy-Eltern” ausführlich besprochen. Es folgt der Weg zur Apotheke, wo die kranken Teddys mit den notwendigen Medikamenten (Süßigkeiten) versorgt werden. Den Abschluss bildet der Besuch im Rettungswagen, der unter fachkundiger Leitung von Rettungssanitätern inspiziert werden kann. Während der Wartezeit und nach dem “Arztbesuch” werden die Kinder in einem separaten Raum betreut und von Bussi Bär sowie Klinik-Clowns unterhalten.

Zeitplanung
Das fünfte Teddy-Krankenhaus Münchens findet vom 22. bis 26. November 2004 von 9.00 bis 16.00 Uhr
in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde St. Joseph, Josephsplatz 1 (U2 Josephsplatz) statt. Der vorhergehende Tag wird zur Vorbereitung und Schulung der ca. 200 "Teddy-Ärzte" genutzt.

Kontakt:
Für Fragen stehe ich Ihnen gerne persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung
Christine Völklein
Tel.: 089 / 20 23 120 - Mobil 0172 / 700 80 89
[email protected]
Gerne können Sie auch unsere Homepage: http://www.teddy-aerzte.de besuchen.

Im Namen des gesamten Teddy-Ärzte Team
Christine Völklein
Teddy-Ärzte e.V.

   
Autor(in): Christine Völklein (Teddy-Ärzte e.V.) ([email protected])
  
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zur Teddy-Klinik München
  
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 4. Wie sollte der Versicherungsschutz gestaltet sein?

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Derzeit gewinnt das Thema Berufshaftpflicht und Medizinstudium zunehmend an Bedeutung. Stellte sich in der Vergangenheit die Frage einer eigenen Berufshaftpflichtversicherung (BHV) für Medizinstudenten im Grunde erst mit dem Praktischen Jahr und nur in Ausnahmefällen zu einem früheren Zeitpunkt des Studiums, so bei einer Famulatur im Ausland, so rückt dieses Thema im Zusammenhang mit der neuen Approbationsordnung jetzt verstärkt in den Fokus. Einzelne Universitäten gehen sogar inzwischen soweit, von ihren Studenten ab dem ersten Semester einen Nachweis über eine BHV zu verlangen.

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Nach dem Gesetz haften Sie in unbegrenzter Höhe
Wichtige Informationen für Medizinstudenten rund um das Thema Berufshaftpflicht

Grund genug für die Redaktion, das Thema einmal einer gründlichen Analyse und Aufarbeitung unterziehen zu lassen. Wir konnten dafür Peter Dahlhausen von der Deutschen Ärzte-Versicherung gewinnen, der in den nächsten Ausgaben der Online-Zeitung exklusiv über die Berufshaftpflicht informiert.

Die Artikelserie zur Berufshaftpflicht befasst sich mit den folgenden Fragen:
Teil 1: Warum bin ich überhaupt schadenersatzpflichtig? [zum Artikel]
Teil 2: Welche finanziellen Forderungen können auf mich zukommen? [zum Artikel]
Teil 3: Was deckt eine Berufshaftpflichtversicherung ab? [zum Artikel]
Teil 4: Wie sollte der Versicherungsschutz gestaltet sein?
Teil 5: Wo können Fehler passieren und wie sehen typische Haftpflichtfälle aus?
Teil 6: Benötige ich wirklich eine eigene Haftpflichtversicherung und was kostet die?



Artikelserie zum Thema Berufshaftpflicht - Teil 4
Wie sollte der Versicherungsschutz gestaltet sein?

Grundsätzlich sei angemerkt, dass der Versicherungsschutz mit der beruflichen Entwicklung mit wachsen soll. Hier ist die Mitwirkung des Arztes gefordert, seiner Versicherung regelmäßig Tätigkeitsänderungen zu melden. Denn: Ein Medizinstudent im PJ trägt ein anderes, geringeres Risiko als ein Assistenzarzt und dieser wiederum ist mit einem Chefarzt oder einem niedergelassenen Arzt nicht vergleichbar.

Neben dem Status, d.h. dem Grad der Verantwortung für die Behandlung, spielt die Fachrichtung für den Versicherungsschutz ein große Rolle. Operative Tätigkeiten sind wesentlich „gefahrgeneigter“ als nicht-operative, ganz an der Spitze stehen Fächer wie Anästhesie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie die Chirurgie und die weiteren „schneidenden Disziplinen (Orthopädie, Urologie...). Aber damit nicht genug: Je nach Fachgebiet ist es für das Versicherungskonzept relevant, welche besonderen Behandlungen ggf. durchgeführt werden. Wird in der Augenarztpraxis gelasert? Führt der Orthopäde Gelenkpunktionen durch? Wie sieht es mit „Schönheitsoperationen“ aus? Selbst die Durchführung von Piercings ist ein risikoerheblicher Faktor!

Kompetenter Haftpflichtversicherer wichtig
An Hand dieser wenigen Beispiele zeigt sich schon, dass die Versicherung von Arzthaftpflichtrisiken auf Seiten des Versicherers hohe Kompetenzen verlangt. Dies gilt natürlich auch für den jeweiligen Außendienstler, der die Kunden bei Abschluss des Vertrages berät.

Der Versicherungsschutz wird in der BHV nach Deckungssummen bemessen und sollte mindestens betragen für
• Personenschäden: 1.000.000 Euro
• Sachschäden: 150.000 Euro
• Vermögensschäden: 25.000 Euro
(vgl. Deutsches Ärzteblatt, Jg. 101, Heft 16, 16.04.04, Seite [51]).

Zumindest bei Medizinstudenten dürfte dies ausreichend sein. Höhere Deckungssummen können von Fall zu Fall insbesondere bei gefahrgeneigten Tätigkeiten (Geburtshilfe!) aber durchaus angebracht sein. Wer schon einmal eine Famulatur oder ein PJ-Tertial in Übersee absolviert hat, der weiß, das US-Kliniken wesentlich höhere Deckungssummen verlangen.

Droht die „Amerikanisierung“?
Das Stichwort „USA“ macht auf ein Problem aufmerksam, mit dem sich Ärzte wie Versicherer auch in Deutschland zunehmend konfrontiert sehen: Der Tendenz der Rechtsprechung zu immer höheren Ersatzleistungen. Allerdings ist man hierzulande – auch auf Grund der Unterschiedlichkeit in den Rechtssystemen – von einer „Amerikanisierung des Arzthaftpflichtmarktes“ noch weit entfernt. Deckungssummen in der Größenordnung von 5 Mio Euro für Personen- und Sachschäden sind nur in Ausnahmefällen bei „schweren Risiken“ angebracht.

Im nächsten Teil der Artikelserie in der Online-Zeitung geht es um typische Haftpflichtfälle.

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* Mehr Informationen zum Thema Haftpflichtversicherungen gibt es im Sponsored Room der Deutschen Ärzte-Versicherung.
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Hier geht es zum aktuellen Haftpflichtangebot in Zusammenarbeit mit dem Hartmannbund
* Für Medizinstudenten in den vorklinischen und klinischen Semestern:
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* Für PJ-Studenten:
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Autor(in): Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung) ([email protected])
  
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Haftpflichtversicherung im Sponsored Room

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Haftpflicht für Medizinstudenten

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Haftpflicht für den PJ`ler
  
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 5. MedNews (StudMed) aus dem Springer Verlag

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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.

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 >> Scanner-Mikroskop beschleunigt Blutbildanalyse (18-Nov-2004)
 

Obwohl die Blutabnahme heute in jeder Arztpraxis nur eine Frage von Minuten ist, gestaltet sich die Analyse des Blutbilds im Labor noch immer umständlich und zeitraubend. Denn bislang muss bei Anomalien die übliche Differenzialblutbildanalyse per Hand durchgeführt werden - immerhin bei 40 Prozent der Blutproben. Eine computerassistierte Blutzellenanalyse soll diese Aufgabe nun übernehmen. Mehr...

 
 >> Mehr Sicherheit für Frauenherzen (18-Nov-2004)
 

An Männern sind Bypass-Operationen mittlerweile relativ gefahrlose Routine. Für Frauen dagegen bedeuten sie hohes Risiko, denn Frauen sterben danach viel häufiger als Männer. Einer Studie des Klinikums Großhadern zufolge konnte jetzt durch den Einsatz des neuen, so genannten OPCAB-Verfahrens (off pump coronary artery bypass) die Sterblichkeit von Frauen bei Bypass-Operationen um 42 Prozent gesenkt werden. Mehr...

 
 >> Krebsgen bestimmt Schicksal von Stammzellen (18-Nov-2004)
 

Ein bereits bekanntes Krebsgen reguliert das Gleichgewicht zwischen Selbsterneuerung und Spezialisierung bei Blutstammzellen. Dies hat ein Forschungsteam am Schweizerischen Institut für Experimentelle Krebsforschung mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds entdeckt. Mehr...

 

   
Autor(in): Redaktion StudMed ([email protected])
  
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 6. Die neue Via medici ist da

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Schon seitdem es die Onlinezeitung von MEDI-LEARN gibt, veröffentlichen wir vorab den Inhalt der neuen Via medici - so auch dieses Mal. Die Ausgabe 05/04 ist soeben erschienen und wartet schon darauf, von Euch in Empfang genommen zu werden. Heute präsentieren wir Euch den Inhalt der aktuellen Ausgabe:

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  • Via Perspektiven
    • Richtig lernen fürs Schriftliche
      Countdown ohne Lampenfieber
    • Praktisches Jahr in Harvard
      Blick in die Eliteschmiede
    • PJ-Umfrage 2004: das Resümee
      Motivationskiller am Studienende
    • Weiterbildungsplaner Neurologie
      Reine Nervensache
    • Famulatur bei den Zulus in Südafrika
      „Kunjani – wie geht’s?“
    • Mein erstes Mal: Nachtdienst
      Schlaflos in Rostock
    • Im Fokus: der Präpkurs
      Das Fundament der Medizin
    • Blindheit durch Armut
      Menschenrecht Augenlicht?
  • Ars Medici
    • Notfall: plötzlicher Brustschmerz
      Diagnose auf dem Holzweg
    • Praxisanleitung: Spinalanästhesie
      Stechen bis der Liquor tropft
    • Anthroposophische Medizin
      Therapie mit Harmonie
    • Fallorientiert lernen: Schilddrüse
      Kalt und heiß im Regelkreis
    • Anatomische Kasuistik: LeFort-Frakturen
      Trümmerfeld im Schädel
  • Via Multimedia
    • Lehrbücher im Test
      Neurologie
    • Buchtipps
      Alternative Berufsfelder

Die neue Via medici gibt es in jeder medizinischen Fachbuchhandlung (5,50 Euro/Heft) oder im Abo (19,95 Euro/Jahr).

   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Via medici Ausgabe 5/04
  
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 7. Hartmannbund startet Online-Umfrage

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Trotz EuGH-Urteil zu den Arbeitszeiten und der Abschaffung des AiP haben sich die Arbeitsbedingungen für Ärzte in den letzten Monaten nicht verbessert – eher sogar verschlechtert.

Der enorme Kostendruck, dem die Krankenhäuser seit Einführung der Fallpauschalen (DRG´s) ausgesetzt sind, führt zur Spezialisierung auf betriebswirtschaftlich relevante Fälle.

Der zwangsläufig notwendige und politisch deutlich gewollte Bettenabbau hat einen erheblichen Stellenabbau im ärztlichen Personalschlüssel zur Folge.

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Der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen für Ärzte geht weiter!
Hartmannbund startet Online-Umfrage

Ausufernde Bestimmungen zur Qualitätssicherung, Dokumentation, Verschlüsselung von Patienten nach dem DRG-System und dem ICD-10-Kode, Mengenverbrauchsabfragen und zunehmende Krankenkassenanfragen führen zu einer massiven Arbeitsverdichtung und Zunahme der administrativen und bürokratischen Tätigkeiten der jungen Kolleginnen und Kollegen. Somit zeichnet sich eine massive und fortschreitende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in den deutschen Krankenhäusern ab.

Die persönliche Weiterbildung zum Facharzt tritt dabei weit in den Hintergrund. Aufgrund der zunehmenden Spezialisierung der einzelnen Krankenhausabteilungen ist die Ableistung bzw. Erbringung der in den Weiterbildungskatalogen geforderten Inhalte teilweise nicht mehr möglich oder führt sogar zu einer deutlichen Verlängerung der Weiterbildungszeit. Weiterhin macht sich der bestehende Ärztemangel und der zunehmende Stellenabbau auch im Bereich der Weiterbildung negativ bemerkbar. Die Weiterbildungsassistenten werden vorwiegend nur noch in der Stationsroutine zur Bewältigung der Basispatientenversorgung eingesetzt. Die Erlernung der zur Facharztweiterbildung notwendigen Inhalte und Untersuchungsmethoden bleibt Ihnen somit verwehrt.

Um auf diese bestehenden Missstände deutlich und öffentlich aufmerksam zu machen, wird auf Initiative des Arbeitskreises IV „Ausbildung und Weiterbildung“ im Hartmannbund eine Umfrage zu dieser Problematik gestartet. Dr. Klaus-Peter W. Schaps, Vorsitzender des Arbeitskreises IV, erhofft sich davon „eine Evaluierung der beklagten Missstände auf breiterer Basis und damit umfassendes Datenmaterial für die weitere zielgerichtete Interessenvertretung junger Ärztinnen und Ärzte.“ Schaps: „Wir werden die erhobenen Daten anonym auswerten, um dann der Öffentlichkeit erstmalig einen Eindruck über die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen zu präsentieren. Nur so sind wir in der Lage, die politisch Verantwortlichen wach zu rütteln, um eine weitere Verschlechterung unserer Weiterbildung und somit Abwanderung junger Ärzte in das Ausland zu verhindern!“

Die Umfrage erfolgt online unter www.jungemediziner.de . Wir bitten um zahlreiche Beteilung – bitte weitersagen!

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Autor(in): Hartmannbund ([email protected])
  
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 8. Wichtiges Gen bei Parkinson-Krankheit gefunden

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(idw - 17.11.) Ein internationales Team aus Wissenschaftlern hat ein Gen entdeckt, das im Fall einer Mutation eine erbliche Form der Parkinson-Krankheit verursacht. Obwohl die Parkinson-Krankheit in der Mehrzahl der Fälle nicht erblich ist, könnte diese Entdeckung zu neuen Möglichkeiten der Therapie oder zur Verhütung der Erkrankung führen. Beteiligt an der Erforschung sind das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung am Universitätsklinikum Tübingen, das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg und die Mayo-Clinic in Jacksonville, Florida.

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Parkinson ist eine der häufigsten degenerativen Krankheiten. Die Betroffenen erkranken meist in fortgeschrittenem Alter, leiden unter zunehmender Störung der Motorik und werden häufig zu Pflegefällen. Direkte Ursache der Symptome ist ein Mangel des Nervenüberträgerstoffs Dopamin im Gehirn. Dieser kann durch Medikamente eine Zeit lang ausgeglichen werden, eine Therapie gegen das unaufhaltsame Fortschreiten der Erkrankung und der damit einhergehenden Behinderung ist bis jetzt jedoch nicht möglich. Mit der Entdeckung der molekularen Grundlagen der relativ seltenen erblichen Formen der Parkinson-Krankheit hoffen die Wissenschaftler nun, einen Ansatzpunkt für die Entwicklung neuer Behandlungsformen zu finden.

Das auf Chromosom 12 gelegene, neu entdeckte Gen enthält den "Bauplan" für das Protein LRRK2 (Leucin Rich Repeat Kinase 2). Bemerkenswert ist, dass Erkrankte mit LRRK2-Mutationen alle klinischen Symptome der Parkinson-Krankheit aufweisen, aber im Gehirn der Mutationsträger Veränderungen gefunden wurden, die bislang verschiedenen Unterformen des Parkinson-Syndroms* zugeordnet waren. Das bedeutet, dass die Mutation dieses Gens offenbar verschiedene neurodegenerative Prozesse auslösen kann. Bisher gingen die Wissenschaftler davon aus, dass unterschiedliche Veränderungen im Gehirn auch unterschiedliche Ursachen haben.

Mit der Entdeckung des Gens hat sich nun gezeigt, dass eine Ursache mehrere Veränderungen im Gehirn auslösen kann. Die Wissenschaftler folgern daraus, dass das Protein eine zentrale Bedeutung bei der Entstehung von diversen neurodegenerativen Erkrankungen haben könnte.

Mutationen wurden bislang bei sechs von 32 untersuchten Familien mit dominantem Erbgang gefunden. Diese Mutationen scheinen also eine relativ häufige Ursache des dominant-erblichen Parkinson-Syndroms zu sein. Zum Vergleich: Im 1998 entdeckten Gen für a-Synuclein wurden in den letzten Jahren weltweit nur drei verschiedene Mutationen gefunden. Dieses Gen ist ebenfalls für eine dominant-erbliche Form der Parkinson-Krankheit verantwortlich.

In der Zukunft wird es Aufgabe der Wissenschaft sein, die Funktion von LRRK2 und die Konsequenzen der Mutationen auf den Zellstoffwechsel zu untersuchen, um neue therapeutische Möglichkeiten zu entwickeln.

Die Wissenschaftler wurden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des "Nationalen Genomforschungnetzes (NGFN)" unterstützt. Im NGFN fahnden über 600 Wissenschaftler mit beachtlichem Erfolg nach den Ursachen weit verbreiteter Krankheiten.

Ansprechpartner für nähere Informationen:
Universitätsklinikum Tübingen
Hertie Institut für klinische Hirnforschung
Klinik für Neurologie, Abt. Schwerpunkt Neurodegenerative Erkrankungen
Prof. Dr. Thomas Gasser, Ärztlicher Direktor
Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen
Tel. 0 70 71 / 29-8 20 48, Fax 0 70 71 / 29-48 39

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft

   
Autor(in): Dr. Ellen Katz (Universitätsklinikum Tübingen) ([email protected])
  
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Universität Tübingen

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Deutsche Parkinson Gesellschaft e. V.
  
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