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Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung
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(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung) |
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In den meisten Fällen ist Glück kein Geschenk, sondern ein Darlehen. (Albrecht Goes, ev. Pfarrer u. Schriftsteller) |
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Editorial |
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Hallo,
handgemachte Rockmusik mit medizinischen Themen aus Rettungsdienst und Anästhesie spielt die Band 'Base Excess', deren neueste CD wir Euch heute vorstellen und als Geschenktip für Weihnachten (und auch später) ans Herz legen möchten.
Die Schweiz wird als Arbeitsplatz für Mediziner immer beliebter, wie man den aktuellen Stellenanzeigen im Jobticker der Jobbörse entnehmen kann.
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Darüber hinaus geht es in dieser Onlinezeitung gleich zwei Mal 'up and away': Christine Flötotto verbrachte eine erlebnisreiche Famulatur in Malaysia und Patrik Roser sammelte seine Erfahrungen quasi am anderen Ende der Welt in Panama - von beiden könnt Ihr heute die ausführlichen Berichte nachlesen.
Auch aus der Welt der Forschung gibt es interessante Neuigkeiten: In Heidelberg ist man dem Schmerzgedächtnis auf der Spur und Therapieansätze für die Therapie chronischer Schmerzen rücken näher. In den Mednews erfahrt Ihr, wie ein Dopingmittel zur Heilung von Nervenzellen getestet wird. Und was wäre eine Onlinezeitung ohne Cartoon und Foren-Verweise: Die Obduktion ist das Thema im Cartoon der Woche und in unseren Foren widmet man sich u.a. der Frage, wieviel Zeit zwischen PJ und Examen liegt.
Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
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P.P.S.: Letzte Chance, denn Weihnachten findet am 16.12. statt! mehr Info - klick hier
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Inhalt (jetzt auch anklickbar) |
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MEDI-LEARN
Repetitorien
Kompaktkurs zum Physikum Frühjahr 2005 |
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4-wöchige Schulung: Ideal für alle, die ihrer
Prüfungsvorbereitung unter fachkundiger Anleitung den letzten
Schliff geben möchten.
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Die Kompaktkurse wenden sich
an Interessenten, die ihre Schwächen in einzelnen Fachgebieten der
punkteträchtigen Hauptfächer (Anatomie, Biochemie,
Physiologie & Med. Psychologie/ Soziologie) sehen.
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Durch die zeitliche Platzierung der Kurse am
Semesterende können auch Studenten mit Testat- oder
Anwesenheitsverpflichtungen im laufenden Semester die Kompaktkurse
besuchen.
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Es klappt noch - die neue Base Excess CD wird noch zu Weihnachten erscheinen. Ihr habt jetzt die Möglichkeit, die CD vorzubestellen und Euch diese als Weihnachtsgeschenk zu sichern. Wer die Rettungsdienst -Combo »Base Excess« (www.baseexcess.de) noch nicht kennt, dem sei folgendes gesagt: Base Excess spielt handgemachte Rockmusik und behandelt dabei Themen aus Rettungsdienst und Anästhesie. Nicht ganz ohne Hintergedanken, aber immer zum Umfallen komisch.
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Nach einer mit Bravour bestandenen Feuerprobe bei der Sylter Woche der Anästhesie hat Base Excess die letzten Wochen im Studio mit den Aufnahmen zur zweiten CD zugebracht. Mit einem neuen Drummer und erstmals auch mit Sängerin verspricht das Album mit dem Titel "Rettung, Drugs & Rock'n'Roll" ein mehr als würdiger Nachfolger des Debütalbums "Notarzt" zu werden. Von "Alarm bei Rosi" bis hin zu "Du fährst jetzt NAW" ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und "Sweet Sweet Anesthesia" hat das Zeug zur neuen Anästhesie-Hymne...
Da die Zeit bis Weihnachten knapp bemessen ist, muß jetzt alles schnell gehen: Vorbestellungen können bis zum 16.12. bei unserer Partnerseite Rippenspreizer eingegeben werden. Die Auslieferung erfolgt dann noch pünktlich zu Weihnachten. Und damit nicht genug: Rippenspreizer hat zusätzlich noch ein "Base Excess Weihnachtspaket" gepackt - zum Sonderpreis von 24,00 EUR gibt es beide CDs und 10 Rippenspreizer Weihnachtskarten. Also nichts wie los - die erste Pressung der CD ist beschränkt, so daß gilt: Wer zuerst kommt, rockt zuerst.
Rettung, Drugs & Rock'n'Roll - zur Vorbestellung
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| Autor(in): Rippenspreizer ([email protected]) |
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(12/2004) |
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1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale |
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2. Assistenzärztin/-arzt
Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale |
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Informationen] |
3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale |
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Informationen] |
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Weitere Informationen
erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der
Rhön-Klinikum AG oder per Email unter
[email protected]. |
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| Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse ([email protected]) |
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Schon seit dem Physikum stand für mich und meine Freundin Frauke fest, den Sommer zwischen dem 4. und 5. klinischen Semester für eine Famulatur in Südostasien zu verbringen, und so stellte sich ziemlich schnell, nachdem die grobe Himmelsrichtung festgelegt war, die Frage: Wohin genau fahren wir? Wo können zwei abenteuerlustige Mädels viel medizinische Erfahrung sammeln und relativ sicher die kulturelle Vielfalt Asiens kennenlernen? Da fiel unser Augenmerk ziemlich schnell auf Malaysia.
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Famulatur im Hospital Lam Wah Ee, Penang,
Malaysia
von Christiane Flötotto, Giessen
Warum Malaysia?
Nach all den politischen Unsicherheiten in Indonesien und auf den Philippinen
war es uns wichtig, in ein ziemlich stabiles Land zu reisen und das ist
Malaysia. Trotz der unglaublichen ethnischen (Malaien, Chinesen, Inder und
zahlreiche Ureinwohner-Stämme) und religiösen (Moslems, Buddhisten, Daoisten,
Christen, Hindus,…) Vielfalt leben die Menschen dort, im wirtschaftlich
aufstrebendsten Land Südostasiens, friedlich nebeneinander. Genau dies macht den
Reiz Malaysias aus: Auf der einen Seite hochmodernste Technik und auf der
anderen Seite das traditionelle Leben der Einwohner.
Ein weiterer Pluspunkt für eine Famulatur dort ist die gute Ausbildung der
Ärzte. Fast alle Mediziner absolvieren ihr Studium oder zumindest einen Teil in
Großbritannien oder Australien. Die Kommunikation und Aktenführung im
Krankenhaus ist auf Englisch.
Und, naja, wir wollten natürlich auch schöne Strände und tropische Regenwälder,
um es uns in der Äquatorsonne gutgehen zu lassen… .
Die Vorbereitungen
Zunächst schrieben wir an die malaiische Botschaft, von der wir den Tip bekamen,
im Internet unter www.hospitals-malaysia.org nachzuschauen. Anschließend
schickten wir unsere Bewerbungen per E-Mail an alle dort aufgelisteten
Krankenhäuser und ein Einziges meldete sich: das Lam Wah Ee Hospital in Penang,
dem wir direkt zusagten.
An Formalitäten benötigten wir zur Beantragung des Fahrtkostenzuschusses (siehe
Homepage DFA) die üblichen vom DFA geforderten Unterlagen und zusätzlich für das
Krankenhaus in Malaysia noch ein Empfehlungsschreiben unserer Uni. Die
Unterkunft in Penang organisierte auf unsere Anfrage hin das Krankenhaus für uns
(Zimmer mit eigenem Bad, Aircondition, geteiltem Wohnzimmer und Küche in
unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus für 125€ pro Person und Monat). Die
Lebenshaltungskosten sind sehr niedrig in Malaysia. Wir sind jeden Abend in
einem der zahlreichen Straßenrestaurants essen gegangen und haben
durchschnittlich pro Mahlzeit inklusive der traumhaften frischgepressten
Fruchtsäfte nicht mehr als 8 Ringgit (ca.2US$) gezahlt. Läßt man es sich
richtig gut gehen und macht am Wochenende auch mal Ausflüge auf benachbarte
Inseln oder nach Thailand oder geht in den riesigen Shopping Malls auf
Schnäppchenjagd, so muß man pro Woche mit Ausgaben von ca. 70-90 USD rechnen.
Das Einlösen von Travelerchecks (ausgestellt in US-Dollar) bei einem der
zahlreichen Moneychanger ist die unkomplizierteste Art, Geld zu wechseln.
An Impfungen empfiehlt sich vor allem Schutz gegen Hepatitis A und B sowie Impfungen gegen Typhus und Japanische Enzephalitis.
Wer auch die Regenwälder Malaysias oder den Ostteil des Landes (Borneo) bereisen
will, sollte an die Malariaprophylaxe denken. Ganz wichtig ist ein gutes
Moskitospray. Da haben die Malaien das einzig effektive Mittel aus ihren Regalen
verbannt, deshalb denkt am besten daran, genug DEET-haltiges Mückenspray aus
Deutschland einzupacken!
Das Hospital Lam Wah Ee
Das Hospital Lam Wah Ee ist ein Privathospital auf der Insel Penang. Es liegt am
Rande Georgetowns, der zweitgrößten Stadt Malaysias und hat ca. 500 Betten. 1000
Mitarbeiter arbeiten dort. An Fachgebieten sind vertreten: Chirurgie (Herz-&
Gefäß, Allgemeinch.), HNO, Gyn, Pädiatrie, Anästhesie, Innere (Endokrinologie,
Kardiologie, Nephrologie, Gastrologie), Dermatologie und Augenheilkunde. Für
jede Disziplin gibt es einen oder auch mehrere Consultants (Chefärzte), die
ihren eigenen Patientenstamm auf den Stationen, aber auch in ihren
praxisähnlichen Ambulanzen betreuen. Der Vorteil für uns als Famulanten bestand
also darin, daß wir sowohl die Stationsarbeit, als auch den Ambulanzalltag, der
dem eines niedergelassenen Arztes sehr ähnelt, mitbekamen.
Es gibt 3 verschiedene Arten von Stationen: die First Class, Second Class und
Third Class (open wards). Die First Class-Zimmer sind meist Einzelzimmer und von
der Ausstattung her den deutschen Krankenzimmern ähnlich - beinhalten allerdings
zusätzlich noch luxuriöse Schlafgelegenheiten für die Angehörigen. Ein Zimmer
kostet pro Tag umgerechnet 25 USD. In der zweiten Klasse liegen 6-8 Patienten in
einem Zimmer (10 USD pro Tag), die 3. Klasse besteht aus mehreren großen Sälen,
in denen ca. 50 Patienten Bett an Bett liegen (1 USD am Tag). Diese „open wards“
sind meist sehr heiß und überfüllt, da quasi an jedem Krankenbett
Familienangehörige über das Wohl des Patienten wachen, ihm Essen warm machen
oder die Bettpfanne leeren.
Der Klinikalltag
Wir hatten die Gelegenheit, in mehrere Fachrichtungen “hineinzuschnuppern“, so
verbrachte ich einen Teil der Zeit in der Inneren und den anderen Teil in der
Pädiatrie, genau wie meine Freundin, die allerdings zusätzlich noch in der Gyn
war. Gleich am ersten Tag ging es mit mäßigem Jetlag und fein herausgeputzt (die
Herren sollten mit Hemd und Krawatte, die Damen mit Bluse und schicker Hose oder
im Rock erscheinen) an die Arbeit und wir wurden jeweils einem Consultant
zugeteilt. Sie legten dann auch gleich los, uns Wissenswertes über Malaysia, das
dortige Gesundheitssystem und über Medizinisches im Allgemeinen in charmantem
Chinesisch-Englisch zu erklären und wurden dessen auch während der folgenden
Wochen nicht müde. Zunächst war der doch recht prägnante Akzent ein wenig
gewöhnungsbedürftig, mit der Zeit aber ertappten wir uns selber immer häufiger
dabei, bestimmte Aussprachen und Redewendungen zu adaptieren. Die Arbeitszeiten
variieren von Arzt zu Arzt. Ein Arbeitstag kann um 8:30 oder erst um 10:30
beginnen, er kann auch schon um 15:30 oder aber erst gegen 20 Uhr enden. Man
weiß nie so genau, was kommt….
Die Arbeit mit den Consultants war sehr herzlich und lehrreich. Wir selber haben
nicht sehr viel Praktisches außer gewissen Kniffs in der körperlichen
Untersuchung gelernt, aber das fachliche Wissen unserer Consultants, welches sie
unermüdlich versuchten an uns weiterzugeben, war beeindruckend. Man hatte das
Gefühl, daß es ihnen Spaß machte, uns möglichst viel zu erklären. Die
technische Ausstattung des Krankenhauses ist modern und auch die
Behandlungsmethoden entsprechen im Groben den Hiesigen. Der Unterschied zu
Deutschland ist aber, daß die Bürger in Malaysia in "Privatehospitals", die die
Versorgung in "Governmenthospitals" bei weitem an Qualität übertreffen, ihre
Behandlung selber bezahlen müssen. So wird also ständig überlegt, welche
Untersuchung auch wirklich nötig ist, um dem Patienten überflüssige Gebühren zu
ersparen. Dieses Vorgehen lehrte uns darüber nachzudenken, welche Diagnostik bei
welchen Symptomen am wichtigsten ist und daß es nicht selbstverständlich ist,
jedem Patienten erstmal routinemäßig einen Röntgen-Thorax zu verpassen - so wie
hier teilweise üblich.
Im Krankenhaus kannte uns nach kurzer Zeit fast jeder und wir wurden immer
wieder von wildfremden Leuten willkommen geheißen und eingeladen, sie doch in
den verschiedenen Einrichtungen im Krankenhaus zu besuchen. Sprachliche
Schwierigkeiten gab es selten. Konnten die Patienten kein Englisch, übersetzten
Ärzte oder Schwestern für uns.
Fazit
Die Zeit im Lam Wah Ee war für mich eine menschlich sehr bereichernde. Ich habe
dort viele Kontakte zu den sehr aufgeschlossenen und herzlichen Mitarbeitern
geknüpft und vor allem eine Menge über asiatische Tradition und die
Kulturenvielfalt Malaysias gelernt. Nicht zuletzt habe ich auf den Stationen
viele exotische Krankheitsbilder gesehen und kenne mich in Sachen
Infektionskrankheiten definitiv viel besser aus als vorher! Höhepunkte der
Famulatur waren auch einige Geburten, denen wir problemlos beiwohnen durften.
Ich würde auf jeden Fall sofort noch einmal machen und kann jedem eine Famulatur
dort nur empfehlen!
Adresse des Krankenhauses:
Hospital Lam Wah Ee
Jalan Tan Sri Teh Ewe Lim 11600
Georgetown, Pulau Pinang
Malaysia
Tel: 04-6571888
Fax: 04-6570940
http://www.hlwe.com.my
Diesen Bericht präsentieren wir Euch im Rahmen der Artikelserie
"Famulaturen rund um den Globus" in Kooperation mit dem dfa (Deutscher
Famulantenaustausch). Auf den Webseiten des dfa findet Ihr nicht nur diesen und weitere Erfahrungsberichte, sondern auch vielfältige Hilfen bei der Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes.
Achtung: Der Bewerbungsschluß liegt nahe: Bis zum 15.
Dezember müßt Ihr Euch beim dfa für eine Famulatur im kommenden Jahr beworben
haben!
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| Autor(in): Christiane Flötotto ([email protected]) |
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Pathologie auf aktuellstem Wissensstand didaktisch schlüssig und gut
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(idw) Starke Schmerzen von langer Dauer hinterlassen oft bleibende Spuren im Nervensystem. Wissenschaftler des Pharmakologischen Instituts der Universität Heidelberg haben jetzt gezeigt, daß ein bestimmtes Molekül in den Nervenzellen des Rückenmarks, der sogenannte AMPA-Rezeptor, wesentlich zur Entwicklung chronischer Schmerzen beiträgt. Damit könnte ein neuer Ansatzpunkt für die Entwicklung von Arzneimitteln gefunden sein, die das Schmerzgedächtnis löschen oder seiner Entwicklung vorbeugen.
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Wissenschaftler aus Heidelberg identifizieren Schlüsselmolekül für die
Entwicklung chronischer Schmerzen
Die bahnbrechenden Ergebnisse haben die Heidelberger Wissenschaftlerinnen Dr.
Rohini Kuner und Bettina Hartmann gemeinsam mit Kollegen von der
Universitäts-Kinderklinik Heidelberg, den Universitäten Erlangen und Berlin
sowie dem Max-Delbrück-Centrum, Berlin, und dem Max-Planck-Institut für
Medizinische Forschung, Heidelberg, erarbeitet. Sie sind jetzt in der aktuellen
Ausgabe der international renommierten Zeitschrift "Neuron" veröffentlicht
worden.
Bislang gibt es keine befriedigende Therapie für chronisch schmerzkranke
Patienten
Der Körper vergisst die Schmerzen nicht: Selbst wenn der ursprüngliche Auslöser
schon geheilt ist, können z.B. leichte Reize wie Berührungen den früheren
Schmerzzustand wieder hervorrufen. Bislang gibt es keine befriedigende Therapie
für chronisch schmerzkranke Patienten; in Deutschland sind mehrere Millionen
Menschen betroffen. Die Nervenzellen im Rückenmark empfangen die elektrischen Signale schmerzhafter
Reize, etwa durch Hitze, Verletzungen oder Entzündungen, über die Nervenbahnen
von den Orten der Reizung. Über das Rückenmark werden die Signale ins Gehirn
weitergeleitet und dort als Schmerzen wahrgenommen. Entfällt der Schmerzreiz
nach kürzerer Zeit, nehmen die Schmerzen ab und verschwinden.
Chronischer Schmerz ist mit bestimmtem Rezeptor-Typ verbunden
Bei chronischem Schmerz hat sich der dauernde Informationsfluß in das Gehirn
fest etabliert. Winzige Kanäle in den Zellwänden, die so genannten
Rezeptorkanäle, befördern die Schmerzleitung. Durch sie werden während der
Signalübertragung wichtige schmerzvermittelnde Stoffe, z.B. Kalzium, geschleust.
Lassen die Kanäle zu viele Kalziummoleküle passieren, verstärkt sich das
Schmerzempfinden.
"Wir haben untersucht, welche Rolle die so genannten AMPA-Rezeptoren bei
chronischen Schmerzen spielen", erklärt Dr. Rohini Kuner, Gruppenleiterin im
Heidelberger Pharmakologischen Institut. Dabei nutzten die Wissenschaftler die
biologische Bandbreite des Rezeptors, der in verschiedenen Formen vorliegt. Je
nach genetischer Konstitution sind sie für Kalzium durchlässig oder nicht. Mit
Hilfe gentechnischer Methoden konnten die Heidelberger Wissenschaftler genetisch
verschiedene Maustypen herstellen, die zum Teil ein Langzeitgedächtnis für
Schmerzreize entwickelten. Dies war eng gekoppelt mit einem bestimmten Typ des
AMPA-Rezeptors. In Zusammenarbeit mit Forschern des Max-Planck-Instituts für
Medizinische Forschung Heidelberg (federführend: Dr. Rolf Sprengel) haben die
Wissenschaftler im Tierversuch nachgewiesen: AMPA-Rezeptor-Kanäle, die den
Botenstoff passieren lassen, vermitteln das Schmerzgedächtnis.
Emmy-Noether-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft
"Ziel muß es nun sein, einen Wirkstoff zu entwickeln, der diese Kanäle
blockiert und so das Schmerzgedächtnis löscht bzw. gar nicht erst entstehen
läßt", blickt Dr. Rohini Kuner in die Zukunft. Entsprechende Forschungsarbeiten
von Pharmazeutischen Firmen laufen bereits, denn seit längerem ist bekannt, daß
diese Kanaltypen auch bei Epilepsie und krankhaften Angstzuständen eine Rolle
spielen. "Unsere Arbeiten werden sich weiterhin mit dem Schmerzgedächtnis
befassen", sagt Rohini Kuner. "Bisher haben wir uns auf chronische Schmerzen
nach Entzündungen im Körper konzentriert. Nun wollen wir auch den Einfluß des
AMPA-Rezeptors bei anderen Schmerzformen untersuchen, z.B. bei Muskelschmerzen."
Die junge Arbeitsgruppenleiterin, sie ist erst 34 Jahre alt, wird seit drei
Jahren vom Emmy-Noether-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
unterstützt. "Ich möchte ein ganz großes Lob aussprechen", sagt die
Stipendiatin. "Dieses Programm hat es mir ermöglicht, schon im frühen Stadium
meiner Karriere eine eigene Arbeitsgruppe zu leiten und unabhängig Forschung zu
betreiben." Ziel der DFG ist es, herausragenden Nachwuchswissenschaftlern den
Weg zur Professur zu erleichtern und Spitzenforscher aus dem Ausland (zurück) zu
gewinnen. Derzeit forschen 26 Emmy-Noether-Stipendiaten an der Universität
Heidelberg, ein guter Teil davon in der Medizinischen Fakultät.
Ansprechpartner:
Frau Dr. Rohini Kuner, Pharmakologisches Institut der Universität Heidelberg,
E-Mail: [email protected]
Weitere Information im Internet: [1],
[2]
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Dr. Annette Tuffs (Pressestelle Uni Heidelberg) ([email protected]) |
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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.
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| >> Verteidigungsmechanismus der Haut entschlüsselt (2-Dec-2004) |
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Escherichia coli kommt regulär im menschlichen Darm vor und umgibt uns im täglichen Leben an vielen Orten. Warum aber wird gesunde Haut nicht von diesem häufig vorkommenden Bakterium infiziert? Diese Frage stellten sich Kieler Wissenschaftler und erbrachten zum ersten Mal am Menschen den Nachweis, daß Proteine auf unserer Haut Krankheitserreger abtöten. Mehr...
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| >> Dopingmittel heilt kranke Nervenzellen (2-Dec-2004) |
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Als eine Art Schutzschild für Nervenzellen soll das umstrittene Dopingmittel Epo Schlaganfallschäden und Schizophrenie heilen. An der Sache gibt es allerdings einen Haken: Risikoreiche Nebenwirkungen der Therapie sind langsamer Blutfluß sowie verstopfte Gefäße. Eine Variante des Medikaments soll nun ohne die unerwünschten Nebeneffekte wirken. Mehr...
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| >> Oral Robot, ein elektronischer Assistent für die Zahnarztpraxis (2-Dec-2004) |
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Der Zahnarzt der Zukunft hat möglicherweise einen elektronischen Assistenten zur Seite: Im Universitätsklinikum Heidelberg wird ein System entwickelt, das zum Beispiel bei der Implantation von künstlichen Zahnwurzeln aus Titan mit hoher Präzision und Sicherheit arbeitet. Mehr...
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| Autor(in): Redaktion StudMed ([email protected]) |
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Die Zusage für ein Tertial meines Praktischen Jahres an der Partneruniversität auf Cuba brachte mich auf den Plan, noch vor dem 2. Staatsexamen eine Famulatur in Zentralamerika zu absolvieren.
Sie sollte mir Gelegenheit geben, mich mit der dortigen medizinischen Versorgung, den Arbeitsweisen und der Terminologie vertraut zu machen. Da die Entscheidung recht spontan kam und die Fristen für ein dfa-Programm bereits abgelaufen waren, organisierte ich mir die Famulatur über das Internet selbst.
Eine freundliche Zusage des Hospital Nacional in Panamá-Stadt nahm ich sodann auch gleich an.
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Famulatur im Hospital Nacional, Panamá
Patrik Roser, Berlin
Vor dem PJ vertraut machen mit Zentralamerika - Motivation und Vorbereitung
Zur Vorbereitung auf den Aufenthalt in Panamá dienten mir der Reiseführer Know-How „Panamá“,
der Rough Guide „Central America“ und das Internet, wobei Erfahrungsberichte
über dieses Land leider noch nicht zur Verfügung standen. In Hinsicht auf die
medizinische Terminologie belegte ich einen Mediziner-Sprachkurs an meiner Uni.
Vor Ort half mir das Thieme-Büchlein „Spanisch für Mediziner“. Die
erforderlichen Kenntnisse der spanischen Sprache eignete ich mir schon vor
längerer Zeit an einer Sprachschule in Spanien und am Sprachenzentrum meiner Uni
an. Zur Einreise ist ein Studenten- oder Arbeitsvisum nicht erforderlich. Das
Touristenvisum mit einer Gültigkeit von drei Monaten, das man am Flughafen
erhält, reicht vollkommen für die Einreise als auch für die Ausreise aus. Das
Tropeninstitut schreibt keine Schutzimpfungen vor, empfiehlt aber eine Impfung
gegen Hepatitis A, Hepatitis B, Gelbfieber und eventuell Typhus sowie eine
Malaria-Stand-by-Prophylaxe.
Meine Tätigkeit als Famulus: OP, Radiologie und Rettungsstelle
Das Hospital Nacional ist ein modernes privates Krankenhaus mit einer Kapazität
von 80 Betten. Entsprechend liest sich entgegen meiner Erwartungen auch die
Ausstattung: OP, Intensivstation, Radiologie, Herzkatheter, Koronarangiographie,
CT, MRT, Hämodialyse, Ultrasonographie, Neonatologie, Labor, Blutbank,
Pathologie, physikalische Therapie und Rettungsstelle. Eine konservative
Einteilung in fachspezifische Stationen mit entsprechenden Stationsärzten gibt
es nicht. Alle Fachgebiete werden abgedeckt, jeder Patient hat seinen eigenen
Facharzt. Die Fachärzte sind in einem benachbarten Gebäude untergebracht und
betreuen sowohl die zugehörigen stationären Patienten als auch Patienten, die
ambulant in deren Büros und Arztzimmern vorstellig werden. Auch die Operationen
(Allgemeinchirurgie, Herzchirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe und die kleineren
operativen Fächer) werden von diesen Fachärzten selbst durchgeführt.
Meine Tätigkeit als Famulus war aufgrund dieser Gegebenheiten wenig umrissen und
arg limitiert. Klassische Stationsarbeit war nicht möglich. Jeder Patient
gehörte einem spezifischen Fachgebiet an und hatte seinen eigenen betreuenden
Facharzt. Folglich gab es auch keinen klassischen Visitenrundgang. Die Ärzte
kamen nur für ihre eigenen Patienten zu einer nicht festgelegten Zeit vorbei.
Darüber hinaus war es aufgrund des Privatpatientenstatus nicht möglich, selbst
am Patienten tätig zu werden. Folglich beschränkte sich meine Tätigkeit auf den
technischen Aspekt der Medizin: OP, Radiologie und Rettungsstelle. In diesen
Bereichen war hingegen (fast) alles möglich. Da ich nicht an einen festen Arzt
gebunden war, konnte ich mich frei nach Interesse im Krankenhaus bewegen. Ich
entschied mich für den wöchentlichen Rhythmus zwischen Rettungsstelle, wo ich
Patienten aufnehmen und mit dem Arzt diskutieren konnte, und OP, wo ich bei den
unterschiedlichsten Operationen assistieren durfte. Überall wurde ich sehr
freundlich und interessiert aufgenommen und niemals hatte ich das Gefühl, im Wege
zu stehen. Gerade im OP waren die Ärzte für meine Anwesenheit sehr dankbar, da
es generell keine Studenten zum Instrumentieren gab. Alle Ärzte waren an einem
Austausch mit einem ausländischen Gaststudenten sehr interessiert, entsprechend
bekam ich auch alles detailliert gezeigt und erklärt.
Sprache, Bevölkerung und Gesellschaft: als Fremder wird man sofort integriert
Die offizielle Landessprache Panamás ist Spanisch. Trotz der langjährigen und
immer noch bestehenden kanalbedingten Anwesenheit der US-Amerikaner spielt die
englische Sprache im Alltag keine Rolle und wird auch von den meisten Panamesen
nicht gesprochen. Im Hospital Nacional trifft man auf manche Ärzte, die der
englischen Sprache mächtig sind, aber sie sind nicht unbedingt die Regel.
Folglich sind für eine Famulatur in Panamá Spanischkenntnisse unabdingbar.
Anfangs kann man sich mit dem schnellen und verwaschenen Akzent und einigen
landesspezifischen Vokabeln etwas schwer tun, aber dieser Umstand legt sich mit
der Zeit. Die multikulturelle Gesellschaft Panamás mit ihren 3,5 Mio. Einwohnern
spiegelt die Geschichte des Landes wider. Die Bevölkerung setzt sich zu 67 % aus
Mestizen und Mulatten, zu 14 % aus Schwarzen, zu 12 % aus Weißen, zu 5 % aus
Indianern und zu 2 % aus Asiaten zusammen. Kolonisation, Sklaverei, Kanalbau und
Wirtschaftsimigration trugen zu diesem bunten Bild bei. Anfängliche
Rassendifferenzen wurden mit der Zeit beigelegt, die diversen ethnischen Gruppen
verständigten sich zu einem größtenteils friedlichen Zusammenleben. Insofern
fiel man als Ausländer auch gar nicht auf.
Das panamesische Volk zeichnet sich durch ein hohes Maß an Offenheit,
Freundlichkeit, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft aus. Als Fremder wird man
sofort integriert. Die Freude an der Kommunikation zeigt sich nicht selten bei
der Lösung von Problemen und half mir oft weiter. Fremde und Freunde werden
konsultiert, die wiederum in ihrem Bekanntenkreis völlig uneigennützig tätig
werden. Diese Angewohnheit der Panamesen erleichtert das Kennenlernen von
Einheimischen ungemein und fördert den permanenten und konstruktiven Diskurs mit
den Menschen. Die Fröhlichkeit und Gelassenheit des Volkes, die sich auch und
gerade an Karneval offenbart, darf aber über die Tatsache, daß es sich um ein
Entwicklungsland handelt, nicht hinwegtäuschen. Fast 50% der panamesischen
Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze in den Slums von Panamá-Stadt und
Colón als auch über das Land verstreut. Panamá hält sich zwar mit dem Export von
Bananen, Rohrzucker und Kaffee über Wasser, und auch der stetige Ausbau des
Finanzdienstleistungssektors und die Kanalverwaltung tragen zum Einkommen bei,
dennoch rangiert das Land noch immer als „Dritte-Welt-Land“. Eine Lösung sieht
der Staat im Ausbau der Tourismusbranche, der infolge der schwachen
Infrastruktur nur sehr zögerlich anläuft. Es bleibt abzuwarten, ob sich die
hohen Erwartungen des Landes an einen zukünftigen Tourismusboom (mit all seiner
Problematik) erfüllen. Ich jedenfalls habe die Unberührtheit fernab des
Massentourismus sehr genossen.
Gesundheitssystem
Die Krankenhäuser des Landes werden entsprechend der Ausstattung in drei Stufen
eingeteilt. Auf dem Land dominieren die Krankenhäuser der untersten Stufe mit
einfachster Ausstattung, ihnen stehen die Krankenhäuser mittleren und hohen
Standards der Hauptstadt gegenüber. Ähnlich verhält es sich mit den
Krankenversicherungen, die nicht obligat sind. Die Hälfte der panamesischen
Bevölkerung verfügt über keinen Versicherungsschutz und wird folglich nur in
staatlichen Krankenhäusern behandelt. Die Behandlung bezahlt in diesen Fällen
der Staat. Die zweite Hälfte ist entweder staatlich (seguro social) oder privat
krankenversichert. Entsprechend besser ist dann auch die Behandlung. So ist es
nicht verwunderlich, daß die meisten Absolventen – auch in finanzieller Hinsicht
- in der Hauptstadt, die die Hälfte der Bevölkerung ausmacht, bleiben wollen.
Die Hauptstadt bietet mit ihren drei Universitäten landesweit die einzige
Möglichkeit, Medizin zu studieren. Um dieser Bewegung entgegen zu wirken und die
Versorgung des Landesinneren sicher zu stellen, ist jeder Absolvent
verpflichtet, ein Jahr des zweijährigen „internado“ (ähnlich dem AiP) außerhalb
der Hauptstadt zu verbringen.
Unterkunft und Lebenshaltungskosten
Da ich diese Famulatur selbst organisierte und an keinem Programm teilnahm,
stand auch keine Unterkunft in einer Gastfamilie zur Verfügung. Über die dortige
Austauschorganisation konnte ich aber dankbarerweise zu günstigeren Konditionen
in einem unmittelbar benachbarten Hotel (Hotel Marparaiso, Ave. Justo Arosemena
y Calle 32) Quartier beziehen. Die Austauschorganisation pflegt eine konstante
Kooperation mit diesem Hotel, die es den Gaststudenten ermöglicht, für 350 USD
monatlich unterzukommen. Den zweiten Monat verbrachte ich bei einer
ausgesprochen gastfreundschaftlichen Krankenschwester, die ich im Hospital
Nacional kennenlernte, etwas außerhalb der Stadt, wofür ich mich nochmals recht
herzlich bedanken möchte. Die Lebenshaltungskosten sind im zentralamerikanischen
Vergleich hoch, aber für europäische Verhältnisse moderat. Lebensmittel und
Hygieneartikel im Supermarkt sind sogar teurer als in Deutschland. Ausnahmen
bilden Zigaretten (1 USD) und Alkoholika (Bier 30 Cents). Restaurants und Cafés
bieten Hauptgerichte für 2-6 USD und Getränke für 0,5-1,5 USD an. Wesentlich
günstiger sind Obst und Gemüse auf den Straßenmärkten.
Verkehr und Finanzen
Im Zentrum von Panamá-Stadt läßt sich vieles bequem erlaufen. Bei weiteren
Strecken stehen Busse und Taxis zur Verfügung. Ein U-Bahn-Netz gibt es nicht,
ist aber aufgrund des starken Verkehrs in Planung. Die typischen Stadtbusse
halten fast überall und in hoher Frequenz und kosten für jede Strecke 25 Cents.
Die schnelleren Kleinbusse fahren über die Stadtautobahn und kosten 75 Cents.
Taxis sind eine attraktive Alternative zu den Bussen und kosten je nach Strecke
und Anzahl der Mitfahrer zwischen 1 und 3 USD. Hierbei ist es von Vorteil, den
Fahrpreis im Vorfeld abzuklären, um überhöhte Touristentarife zu vermeiden.
Taxameter gibt es nicht. Das Taxi vom Flughafen in die Innenstadt ist mit 10-15
USD teurer. Für Fahrten außerhalb der Stadt stehen klimatisierte und ebenfalls
günstige Überlandbusse zur Verfügung, die am zentralen Busbahnhof starten. Die
offizielle Währung ist der US-Dollar. Daneben gibt es noch den äquivalenten
Balboa, jedoch nur in Münzen. Mit einer Kreditkarte kann man fast überall
bezahlen und Geld abheben. Manche Geldautomaten akzeptieren auch die EC-Karte.
Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein und werden bei der Banco
Nacional de Panamá eingelöst.
Rückblick und persönliches Fazit
Die Erwartungen an diese zweimonatige Famulatur haben sich zum großen Teil
erfüllt. Ich bekam gute Einblicke in die Abläufe des Krankenhauses und in das
medizinische System und konnte meine Sprachkenntnisse festigen und vertiefen.
Die anfänglichen organisatorischen Defizite konnten mit Eigeninitiative und mit
der Hilfe der Ärzte eingegrenzt werden. Auf der persönlichen und privaten Ebene
stellte der Aufenthalt aufgrund des sympathischen Flairs der Panamesen eine
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