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Anzeige: IMPP-Wissen examensorientiert lernen: Physikumsfakten von MEDI-LEARN
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Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung
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(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung) |
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Wer nach allen Seiten immer nur lächelt,bekommt nichts als Falten im Gesicht. (Arabisches Sprichwort) |
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Editorial |
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Hallo, wir wünschen Euch ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr und reichen heute die erste Onlinezeitung in 2005 an Euch weiter. Im ersten Artikel möchten wir uns der verheerenden Katastrophe widmen, die mit dem Seebeben in Asien unermessliches Leid über viele Menschen gebracht hat.
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Es war ein ziemlicher Zufall, dass ich am Ende in Uganda gelandet bin. - so lautet ein einleitender Satz von Catharina Crolow, die über den dfa in Afrika famuliert hat und uns heute berichtet. Doch damit nicht genug der Fernweh-erzeugenden Famulaturberichte, denn auch Andrea Schimmel hat den Schritt in ausländische Gefilde gewagt und erzählt von ihren Erlebnissen auf den Cook-Inseln.
Die Physiologie stellt nach wie vor eines der grundlegenden Fächer der vorklinischen Ausbildung dar. Mit dem Thews/Vaupel stellen wir Euch in der heutigen Rezension ein empfehlenswertes Buch, das die vegetative Physiologie behnadelt, aus dem Springer-Verlag vor. Weiterhin erfahrt Ihr in der heutigen Ausgabe, was es mit den DNA-Chips auf sich hat, an denen in Max-Planck-Instituten derzeit geforscht wird, und wie immer findet Ihr in der Onlinezeitung in Form von 2 Witzen etwas für die Lachmuskeln, in Form von 5 Linktipps etwas für das gezielte Surfen und in Form eines Archivbeitrags eine weitere Artikelempfehlung aus einer vergangenen Onlinezeitung.
Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
PS: Die Gewinner aus dem Jahresrückblick und dem Adventskalender werden wir in der nächsten Onlinezeitung bekanntgeben.
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Inhalt (jetzt auch anklickbar) |
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Uns allen sind die Bilder im Gedächtnis: Das verheerende Seebeben in Asien hat am 26.12.2004 in wenigen Minuten beinahe 200.000 Menschen das Leben gekostet. Immer noch steigt die Zahlen der Opfer und wir sind Zeuge eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der jüngeren Geschichte geworden.
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Neben den zahlreichen Opfern stehen Millionen Menschen einer ohnehin verarmten
Region vor dem Nichts; mit der Tourismusindustrie, der Infrastruktur und dem
wenigen persönlichen Besitz ist den Menschen in Indien, Sri Lanka, Indonesien
und Afrika alles genommen worden und dringender als jemals zuvor sind sie auf
die Hilfe der globalen Solidargemeinschaft angewiesen. Diese Gemeinschaft, das
sind wir. Jeder Einzelne von uns trägt nun die Verantwortung und humanitäre
Verpflichtung, seinen Beitrag zu leisten.
Uns ist bewusst, dass ein Großteil von Euch ohnehin freiwillig oder
hauptberuflich seinen Dienst am Menschen leistet. Ihr alle seid täglich mit Leid und Verzweifelung konfrontiert. Und natürlich ist
diese Arbeit nur unzureichend honorierbar. Trotzdem ist es gerade jetzt unglaublich wichtig zusammenzustehen, um den Ärmsten dieser Welt nun
beizustehen. Auch wenn viele von uns gerne vor Ort Hilfe leisten möchten - am
stärksten sind wir doch in unserer finanziellen Spendenkraft. Nur das garantiert
kurz- und langfristige medizinische, infrastrukturelle und soziale Chancen zum
Wiederaufbau!
Weihnachten liegt hinter uns und lehrt uns die christliche Geschichte nicht auch
Barmherzigkeit und Opferbereitschaft? Nun bekommen wir die Gelegenheit, etwas
Gutes zu tun, anderen Menschen zu helfen, ihnen ihr Leid, die erlittenen
Verluste und die Zukunft erträglicher zu machen.
Rippenspreizer.com hat einen dreistelligen Betrag an "Ärzte-ohne-Grenzen"
überwiesen, ebenso unsere Partner Medi-Learn.de, Medi-Repetitorien und Zwai.net.
Wir appelieren auch an Euch zu spenden - auch kleine Beträge helfen. 5
Euro ist ein Kinoeintritt. In Asien retten 5 Euro momentan ein Menschenleben.
Helft uns eine der Grundideen unserer Community, Menschlichkeit und das Gute
im Leben, in die Tat umzusetzen und tragt mit Eurer Hilfe dazu bei, den
Menschen in Asien wieder Hoffnung zu geben.
Hier eine Liste möglicher Spendenkonten:
Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft,
Kontonummer: 414141
Bankleitzahl: 370 205 00
Stichwort: Südasien
oder im Internet: www.drk.de
Spendenkonto: Deutsches Rotes Kreuz
UNICEF
Bank für Sozialwirtschaft,
Spendenkonto: 300.000
Bankleitzahl: 370 205 00
Stichwort: Erdbeben Asien
oder im Internet: www.unicef.de
Spendenkonto: UNICEF
Diakonie Katastrophenhilfe
Postbank Stuttgart,
Kontonummer: 502707
Bankleitzahl: 600 100 70
oder im Internet:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden
Spendenkonto: Diakonie Katastrophenhilfe
Caritas International
Postbank Karlsruhe,
Kontonummer: 202753
Bankleitzahl: 660 100 75
Kennwort Erdbeben-Südasien
oder im Internet:
www.spende.caritas-international.de
Spendenkonto: Caritas International
Aktionsbündnis
"Deutschland hilft"
Ständig neue
Nachrichten |
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| Autor(in): Rippenspreizer, MEDI-LEARN, zwai.net ([email protected]) |
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In den Semesterferien des Sommers 2003 habe ich im St. Francis Hospital, Buluba in Uganda famuliert. Es war ein ziemlicher Zufall, dass ich am Ende in Uganda gelandet bin. Schon seit Anfang meines Studiums war ich mir sicher, dass ich eine Famulatur in einem Entwicklungsland machen wollte. Und welche Famulatur ist dafür besser geeignet als die letzte, kurz vorm Zweiten Staatsexamen?!
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Eigentlich wollte ich nach Südamerika, da ich angefangen hatte Spanisch zu
lernen. Weil aber meine Sprachkenntnisse für eine Famulatur noch nicht
ausreichten, sollte es wieder in ein englischsprachiges Land gehen.
Allerdings ohne weitere Präferenzen von meiner Seite. An meiner Uni, der
HU-Berlin, gibt es seit drei Jahren ein Seminar Tropenmedizin, das vom
Tropeninstitut Berlin organisiert wird. Das Seminar besteht aus einer
zweiwöchigen theoretischen Einführung und einem
anschließenden Praxisteil: einer Famulatur in einem Entwicklungsland. Das
Tropeninstitut hat Kontakte zu Krankenhäusern in Togo, Uganda und
Tansania. Und so bin ich dann in Uganda gelandet, für meinen ersten Aufenthalt in
einem afrikanischen Land. In medizinischer Hinsicht war der Tropenmedizin-Kurs
in Berlin meine Hauptvorbereitung auf die Famulatur. In dem Kurs wurden
tropenspezifische Krankheiten vorgestellt, mikroskopiert und auch auf die
kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Afrika eingegangen (soweit das
in einem solchen Rahmen überhaupt möglich ist). Im Herbst 2002 war ich auf einer
Konferenz, die sich mit den Möglichkeiten und Grenzen humanitärer Hilfe
auseinander gesetzt hat.
Die besten Möglichkeiten, aktuelle Informationen zu erhalten, bietet natürlich
das Internet:
• Das Auswärtige Amt, zur aktuellen Sicherheitslage:
www.auswaertiges-amt.de (es
ist auch immer ganz interessant, die Informationen des Auswärtigen Amtes mit entsprechenden
Stellen anderer Länder zu vergleichen – USA, Großbritannien und Kanada z.B., da
die die Sicherheitslage teilweise anders einschätzen)
• Allgemeine Informationen zu jedem Land (und natürlich auch Uganda), das CIA
World Factbook:
http://www.cia.gov/cia/publications/factbook
• Eine Zeitung Ugandas hat auch eine Internetpräsenz:
www.newvision.co.ug
• Auch das BBC mit relativ vielen Journalisten in Afrika bietet eine gute
Informationsquelle zu Themen in Afrika:
www.bbc.co.uk/worldservice/africa/
Ich habe mir einen Reiseführer aus dem Lonely Planet Verlag gekauft: East Africa.
Dieser ist sehr zu empfehlen, wenn man auch in andere ostafrikanische Länder reisen
möchte, da er Uganda, Kenia, Tansania, Ruanda und Burundi beinhaltet. Auch zu
empfehlen ist der Bradt Guide Uganda. Diese beiden sind 2003 neu aufgelegt worden, was auch mit die wichtigste
Entscheidungshilfe ist, denn ein sehr guter Reiseführer, der zu alt ist, bringt
einfach nichts. Eine allgemeine Einführung zu Afrika bietet das Buch
„Afrikanische Totenklage“ von Peter Scholl-Latour. Der ist seit den 50er Jahren
als Journalist in vielen Ländern Afrikas tätig, ist 2001 in diese Länder
zurückgekehrt und hat diese Erfahrungen niedergeschrieben. Sehr zu empfehlen!
Das St. Francis Hospital Buluba liegt ein Stück östlich von Jinja, direkt am
Viktoria-See. Ich bin nach Entebbe, dem Internationalen Flughafen von Uganda
gefloge, und von da aus mit dem Auto über Kampala und Jinja nach Buluba
gefahren. Für eine genauere Anfahrtsbeschreibung könnt Ihr Euch gerne bei
mir melden. Eine Überlegung ist es auch, nach Nairobi zu fliegen und von da aus
per Bus weiterzufahren, da die Flüge nach Nairobi häufig preiswerter sind als
die nach Entebbe. Ich habe mir am Flughafen das Visum für Uganda besorgt. Mit
einem ISIC- Studentenausweis kostet das Visum nur 20 US$, hat bei mir zumindest
geklappt. Ansonsten kostet es 30 US$. Informiert Euch aber beim Auswärtigen Amt über die
aktuellen Bestimmungen. Die besten Wechselkurse gibt es für den Euro in bar, für Trvellerchecks sind sie meist schlechter. Das sollte man bedenken, wenn man vor der Wahl des Zahlungsmittels steht.
Jetzt aber wieder zurück zum Krankenhaus: Das Krankenhaus in Buluba hat fünf
Stationen: zwei für Männer, zwei für Frauen und eine für Kinder. Es ist
ein Tuberkulose Referenz-Krankenhaus. In der Region werden die Patienten, bei
denen eine Tuberkulose vermutet wird, nach Buluba überwiesen. Dort wird die
Diagnose gesichert, sowie die Behandlung festgelegt. Daher ist auch je eine der
beiden Männer- bzw. Frauenstationen ausschließlich mit Tuberkulose-Patienten
belegt (insgesamt ca. 60 Patienten). Auf der anderen Station liegt alles andere:
Patienten mit Malaria, Meningitis, Diabetis mellitus, Hypertonie, Tetanus, HIV,
Verletzungen und vieles mehr. Eine andere Hauptgruppe waren
Patienten mit Lepra, vor allem mit Spätkomplikationen durch Lepra. Das
Krankenhaus wird zur Hälfte durch die German Leprosy Relief Association
finanziert und war ehemals ein Leprakrankenhaus. Da es mittlerweile nur noch
wenige Neuinfektionen mit Lepra gibt, wurde der Schwerpunkt auf Tuberkulose
verlegt. Allerdings werden ehemalige (und neue) Leprapatienten umsonst
behandelt, sofern der Behandlungsgrund durch die Lepra hervorgerufen wird. Auch
die Kinderstation ist meistens voll belegt. Die meisten Kinder kommen wegen
Unterernährung oder Malaria. Manchmal auch wegen Meningitis oder Tetanus.
Ich war die meiste Zeit auf der Frauenstation. Dort war morgens um 9.00 Uhr
Visite. Im Anschluss an die Visite wurden kleinere Eingriffe wie z.B. Pleura- oder Lumbalpunktionwn gemacht. Um 11.00 Uhr gab es eine kurze
Teepause. Danach bin ich meistens ins Outpatient Department (OPD) gegangen. Im
OPD werden alle Patienten von den Ärzten gesehen, bei denen sich die Clinical
Offiziers nicht sicher sind. Alle Patienten, die ins OPD kommen, pro Tag
vielleicht 100-150, werden zuerst von den Clinical Offiziers gesehen, die sind
in ihrer Ausbildung irgendwo zwischen Schwestern und Ärzten einzuordnen und
können die Standardprobleme behandeln. Alle Krankheitsbilder, bwi denen diese sich
nicht sicher sind, werden weitergeleitet ins ärztliche OPD. Dort wird der
Patient von einem Arzt gesehen und das weitere Procedere bestimmt.
In Buluba gab es während meines Aufenthaltes vier Ärzte (am Anfang fünf) und den medical Superintendant. Alle kamen aus Uganda, bis auf den medical Superintendant, der Spanier
war. Die Ärzte und auch die Schwestern sprachen sehr gut Englisch, sodass die
Kommunikation mit ihnen kein Problem war. Die Patienten wiederum sprachen meist
nur irgendeine lokale Sprache, von denen es in Uganda jede Menge gibt. Meist
konnte jemand vom medizinischen Personal die Sprache sprechen und für die
anderen übersetzten. Ansonsten fand sich jemand bei den anderen Patienten, der
übersetzt hat. Zum Glück sprachen Ärzte und Schwestern untereinander meist
Englisch, was mir sehr erleichtert hat alles zu verfolgen. Am ungünstigsten war
es, wenn die Ärzte die Sprache des Patienten sprachen, da ich dann von der
Anamnese kaum etwas mitbekam. Es gab aber wenige Probleme mit Englisch und alle
waren wirklich sehr hilfsbereit und Fragen wurden gerne beantwortet.
Wir waren vier Deutsche während meines Aufenthaltes in Buluba: Ein
Kommilitone aus Berlin, der auch an dem Kurs teilgenommen hat und zwei
Hamburger, die sich unabhängig zu einer Famulatur beworben haben. Vier
Famulanten war für die Größe des Krankenhauses zu viel, zwei wiederum ist eine
gute Anzahl. Ich fand es sehr angenehm noch jemanden von „zuhause“ in der Nähe
zu haben. Ich habe mich in Buluba und in Uganda im Allgemeinen sehr wohl
gefühlt, gleichzeitig war auch vieles ganz anders. Das musste ich erstmal
verarbeiten. Sehr erleichtert wurde mir das dadurch, dass ich jemanden hatte,
mit dem ich meine Eindrücke und Erfahrungen bereden konnte. Wir wurden alle
zusammen im Guesthouse des Krankenhauses untergebracht. Ein süßes kleines Haus
mit drei Schlafzimmern, Wohnzimmer, Bad und Küche. Alles für afrikanische
Verhältnisse äußerst luxuriös – wir hatten sogar warmes Wasser. Das hat uns
täglich 10 US$ pro Person gekostet, dafür wurde aber auch vom Krankenhaus für
uns eingekauft und wir haben mit den Ärzten zusammen Mittag gegessen. Gibt
sicher auch preiswertere Möglichkeiten in Afrika, ich fand den Preis aber okay.
Die Famulatur in Uganda war in vieler Hinsicht eine großartige Erfahrung, in
anderer Hinsicht aber auch sehr ernüchternd. Ein Grund für mich, eine Famulatur
in einem Entwicklungsland zu machen, war der Wunsch die diagnostische Medizin
kennen zu lernen. Wie der Arzt den Patienten untersucht und dann aufgrund der
Anamnese und der körperlicher Untersuchung zu einer Diagnose kommt. Allerdings
wurden mir bei dieser Famulatur auch die Grenzen davon aufgezeigt. Wenn z.B. ein
Patient mit einem Ikterus kommt und man ihn „nur“ untersucht, findet man kaum
heraus, warum er gelb ist. Ohne Bestimmung der Leberwerte und Hepatitis-AK und
einem Ultraschall des Oberbauchs ist eine gesicherte Diagnose nicht möglich.
Behandelt wird daher die wahrscheinlichste Ursache und es wird auf Besserung
gehofft. Schlägt die Behandlung nicht an, gibt es den nächsten Versuch und wenn
das auch nicht hilft, geht es weiter in das Regional Hospital (da gibt es dann
schon mal Ultraschall und ein größeres Labor) und danach noch die Uniklinik in
Kampala. Da ist allerdings auch nicht sicher, dass die Geräte gerade funktionieren
oder z.B. das Ultraschall Gel vorhanden ist. Das war nur ein Bespiel. Vielen Menschen
wurde auch geholfen. Wird die Diagnose jedoch nicht sofort gestellt, bleibt
sie meist unklar. Das war eine für mich völlig neue Erfahrung.
Uganda ist ein wunderschönes Land, das viele tolle Erfahrungen bietet. Solltet
Ihr darüber nachdenken, dort hinzufahren, wünsche ich Euch viel Spaß! Solltet
Ihr noch Fragen haben, meldet Euch bei mir und hoffentlich kann ich Euch
weiterhelfen. Hier meine email:
[email protected]
Diesen Bericht präsentieren wir Euch im Rahmen der Artikelserie
"Famulaturen rund um den Globus" in Kooperation mit dem dfa (Deutscher
Famulantenaustausch). Auf den Webseiten des dfa findet Ihr nicht nur diesen und weitere Erfahrungsberichte, sondern auch vielfältige Hilfen bei der Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes.
zur Webseite des dfa
(Deutscher Famulantenaustausch)
hier klicken
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| Autor(in): Catharina Crolow ([email protected]) |
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Topaktuelle Jobanzeigen
(01/2005) |
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1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale |
[mehr
Informationen] |
2. Assistenzärztin/-arzt
Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale |
[mehr
Informationen] |
3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale |
[mehr
Informationen] |
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Weitere Informationen
erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der
Rhön-Klinikum AG oder per Email unter
[email protected]. |
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Eine Mutter geht mit ihrem Sohn zum Arzt. Die Mutter fragt: "Hast du eine frische Unterhose an?"
Antwort des Sohnes: "Ja, schon lange!"
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Eine verheiratete Frau liegt mit ihrem Liebhaber im Bett. Da hört sie den Gatten nach Hause kommen. Mit den Worten "Schnell, Du musst verschwinden", schubst sie ihren Bettgenossen aus dem Fenster. Draußen regnet es und der Verstoßene sieht eine Gruppe Jogger, denen er sich, nackt wie er ist, anschließt. Nach etwa 50 Metern dreht sich einer der Jogger um und fragt: "Sagen Sie mal, joggen Sie immer nackt?" "Ja, immer." Nach weiteren 50 Metern dreht sich der Jogger erneut um und fragt: "Und joggen Sie auch immer mit Kondom?" "Nee, nur wenn es regnet."
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| Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected]) |
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Junge Ärzte sind gefragt!
Hartmannbund startet bundesweite Umfrage zur Arbeitssituation in den
Kliniken und zur Weiterbildung
Mit den bundesweit anonym
erhobenen Daten kann der mit stichhaltigen Argumenten unterfütterte Druck
auf die Politik erhöht werden.
Machen Sie an der bundesweiten Befragung mit und schildern Sie uns Ihre
Arbeitsbedingungen im Krankenhaus.
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Münsteraner Sommerhitze, endloses Schwitzen in der kleinen Studentenbude,
Vorbereitung auf das 1. Staatsexamen, unzählige kleine Kreuzchen neben blöden
IMPP-Antwortmöglichkeiten...So sollte mein Sommer 2002 eigentlich aussehen. Doch
manchmal kommt es anders und deshalb hieß es statt dessen für mich 2 Monate lang
Sonne, Palmen, kristallklares Wasser, exotische Menschen und wohlverdienter
Urlaub auf den Cook Inseln, weit, weit weg vom trüben Deutschland. Doch von
Anfang an..
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Nach dem Physikum macht sich Fernweh bemerkbar
Nach meiner ersten Famulatur in einem deutschen Krankenhaus direkt nach dem
Physikum entwickelte sich der Wunsch, auch mal im Ausland medizinische
Erfahrungen zu sammeln. Am liebsten wäre ich wohl eine Weile nach Australien
oder Neuseeland gegangen, doch nach ersten Erkundigungen musste man dort mit
einer hohen Studiengebühr rechnen. Also sah ich mich nach etwas anderem um, bis
ich per Zufall einen kleinen Reisebericht über die Cook-Inseln in einer
Fernsehzeitung las. Ich habe mich sofort in die Bilder verliebt. Mal ehrlich,
wer hat noch nicht davon geträumt? Hellbeiger, feiner Sand, kristallklares
Wasser, Palmen soweit das Auge reicht, freundliche Menschen, mildes Klima, eben
ein kleines tropisches Inselchen wie aus dem Märchen. Konnte man dort
famulieren?
Ich wusste nicht einmal, wo die Cook-Inseln liegen, ob es dort überhaupt ein
Krankenhaus gab, welche Sprache man dort wohl sprach. In dem Artikel war die
Adresse eines deutschen Arztes angegeben, Dr. Wolfgang Losacker, ein Internist,
der seit knapp 30 Jahren dort lebt und ohne lang nachzudenken schrieb ich genau
diesem eine Email.([email protected])
Die Antwort kam prompt und war überraschend erfreulich mit etwa folgendem
Wortlaut: „Na klar. Ich würde mich freuen, wenn du kommst. Das Krankenhaus hat
schon zugesagt. Sag Bescheid, wann du kommst, ich hol dich vom Flughafen ab.“
Wo liegen eigentlich die Cook-Inseln?
Ich war natürlich baff, doch damit war eine konkrete Idee geboren: Ich würde auf
den Cook-Inseln famulieren. Vorne weg gesagt, es war mit ehrlich egal, ob das LPA diese Famulatur anerkennen würde, doch sie hat es nach meiner Rückkehr
anstandslos getan. Also selbst dafür ist gesorgt! Nun, wo liegen die Cook-Inseln
überhaupt? Wenn Ihr bisher erfolglos versucht habt, sie auf dem Globus zu finden
sucht an folgender Stelle noch mal: 1.Südhalbkugel, dann 2. Finger auf
Neuseeland, und 3. 2500 km nach Norden, danach 4. 2000 km nach Osten. Irgendwo
dort zwischen Fidji und Tahiti mitten im Pazifischen Ozean liegt Rarotonga, die
Hauptinsel der 15 Inselchen die zu den Cook-Inseln gehören. Nicht mehr als ein
kleiner Punkt auf dem Globus, grad mal 32 km im Umfang, 12000 Einwohner, in der
Mitte ein Berg, ein internationaler Flughafen, ein kleines Krankenhaus, ein paar
Kneipen und Supermärkte und mehr weißer Strand als man auf einmal verkraften
kann.
Noch schnell Sonnencreme besorgen und auf geht´s...
Naja, um die Sache abzukürzen: Ich machte ernsthafte Pläne, verschob mein 1.
Staatsexamen auf den nächsten Winter, hab mir ein Flugticket gekauft (ca. 1300
Euro hin und zurück, über die USA billiger als über Australien), Sonnencreme
besorgt und weg war ich.
Bin also irgendwann Mitte Juli in Frankfurt ins Flugzeug gestiegen und etwa 40
Stunden später nach 10 stündigem Aufenthalt in Los Angeles und Zwischenstopp auf
Tahiti am frühen Morgen auf Rarotonga gelandet. Alle Flüge kommen und starten
nachts bzw. frühmorgens, daher sieht man die Insel leider nie von oben. Doch das
herrlich warme Klima entschädigt einen sofort. In unserem Sommer ist auf den
Cook-Inseln gerade Winter, doch auch nachts sinkt das Quecksilber kaum unter 20
Grad und tagsüber ist es sommerlich warm und dabei nicht zu heiß.
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| Famulatur auf den Cook Islands -
Fotos: Andrea Schimmel |
Meine zweite Heimat Aremango Inn
Dr. Losacker hatte leider vergessen, mich abzuholen, stattdessen nahm mich
ein freundlicher Einheimischer in seiner Klapperkiste mit. Während meines ganzen
Aufenthalts waren die Einheimischen, die zum großen Teil von den Maori abstammen
und neuseeländische Pässe haben, von meinen blonden Haaren fasziniert und ich
hatte nie Probleme damit, eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern. Zusammen mit Dr.
Losacker suchte ich dann nach einer Unterkunft, die meinem mageren Budget gerecht
wurde und landete letztendlich in einer kleinen Pension am Muri Beach, dem
schönsten Strand der Insel. Meine neue Heimat für die nächsten 2 Monate hieß
Aremango Inn und war eine Art Jugendherberge mit 4er Zimmern und
Gemeinschaftsküche. Im allgemeinen nicht mit einem Hotel zu vergleichen, doch
dort gingen die jungen Leute ein und aus, ich habe dort sehr viele Menschen in
meinem Alter aus aller Herren Länder kennen gelernt und oft haben wir bis spät
in die Nacht am Grill gesessen, frischen Papageienfisch gegessen und gequatscht
bis die Sonne aufging. Die jungen Betreiber der Unterkunft haben mir zum Schluß
einen guten Preis gemacht, wohl als Dankeschön dafür, das ich dem Besitzer nach
einem Surfunfall die Fäden gezogen habe und dem ein oder anderen Gast die
Korallenstückchen aus den Füßen entfernt habe. Im Endeffekt habe ich etwa 4 Euro
pro Nacht gezahlt, ein fairer Preis. Das Aremango Inn war nix besonderes, aber
sauber und immer voll mit Leben. Wer einen größeren Geldbeutel hat kann zwischen
4 und 1000 Euro pro Nacht ausgeben. Alles ist möglich.
Ein Krankenhaus auf der anderen Seite der Insel
Naja, aber nun endlich zu der Famulatur. Das Krankenhaus lag auf der anderen
Seite der Insel, also fuhr ich jeden Morgen mit dem Bus und musste dann noch
etwa 10 Minuten zu Fuß einen Berg hinauf, vorbei an Bananenstauden und
Sternfruchtbäumen, die immer ein gutes Frühstück abwarfen. Die Arbeitszeiten
waren von ca. 8.00 Uhr bis irgendwann gegen Mittag, ich war nie länger da als
etwa 13.00 Uhr. Das Krankenhaus hat je eine Station für Innere Medizin,
Chirurgie, Kinderheilkunde und Gynäkologie. Dazu gibt es ein durch
Entwicklungshilfe aufgebautes und erstaunlich gut ausgerüstetes Labor, ein
Röntgengerät, 2 Ops, einen Kreissaal und 2 Krankenwagen. Pro Station gibt es nur
einen Arzt, der eigentlich rund um die Uhr Dienst hat und daher auch schon mal
den Schwestern die Stationen überlässt. Grad nach irgendwelchen (seltenen)
Notfällen in der Nacht kann es schon mal vorkommen, dass der entsprechende Arzt
am nächsten Morgen nicht erscheint. Mir übertrug der Chirurg eines Morgens mal
die Verantwortung für die ganze Station, die chirurgischen Neuaufnahmen und die
chirurgische Ambulanz.
4 Notfälle, 4 Wochen Innere, 4 Wochen Chirurgie
Meine 4 Notfälle behandelte ich wie folgt: Der Typ mit der Schnittwunde ist beim
Gynäkologen gelandet, denn der wusste, wie man näht, die Frau mit dem
gebrochenen Handgelenk hab ich zum Pädiater geschickt, der konnte gipsen und den
Menschen mit dem (Gott sei Dank) nur verstauchten Fuß hab ich selbst eingewickelt.
Den vierten hab ich nach Hause geschickt, der musste am nächsten Tag
wiederkommen.
Meine ersten 4 Wochen verbrachte ich in der Inneren Medizin. Der Lernerfolg dort
ist sehr von der Eigeninitiative abhängig. Während meiner Zeit waren noch 2
Famulanten aus Neuseeland da, zusammen haben wir Patienten aufgenommen,
kleine Therapien durchgeführt, in der internistischen Ambulanz mitgeholfen und
so weiter.
In den zweiten 4 Wochen war ich dann auf der chirurgischen Station und habe dort
den meisten Spaß im OP gehabt. Zweimal in der Woche wurde dort operiert, und da
es nur einen einzigen Chirurgen gab, war dieser für eine helfende Hand dankbar.
So durfte ich eine Sterilisation bei einem Mann durchführen und habe einen
Blinddarm fast selbstständig entfernt (wohlgemerkt war ich gerade erst mit dem 5.
Semester fertig). Gegen Ende meiner Famulatur kam dann noch ein australisches
Team auf die Insel, das kostenlos Schönheitsoperationen durchgeführt hat.
Innerhalb einer Woche hab ich bei über 60 Operationen assistiert, hauptsächlich
Narbenkorrekturen, Xanthelasmen-Entfernung und andere Schönheitsmakel. Der
australische Chirurg war sehr gesprächig und auch der Anästhesist hat mir eine
Menge beigebracht.
Mein Fazit
Insgesamt hab ich mein medizinisches Wissen dort nicht sehr erweitert, aber
gefestigt, meine praktischen Fähigkeiten konnte ich auf jeden Fall erweitern,
und Medizin mal in Englisch zu praktizieren war eine ganz neue Erfahrung. Die
lockeren Arbeitszeiten lassen viel Zeit für ausgiebige Freizeitaktivitäten und
auch wenn man mal einen Tag fehlt, ist das nicht weiter tragisch. Das einzige
Problem, dass ich mit der Famulatur hatte, war, dass es im Krankenhaus keinen
offiziellen Stempel gibt, somit war meine Famulaturbescheinigung nicht
vollständig. Hat das LPA aber auch nicht gestört.
Zum Schluss noch ein paar locker gesammelte Fakten:
- Impfungen sind nicht nötig, aber vor Mücken sollte man sich per Repellant und
Netz schützen, die übertragen das Dengue Fever
- Es gibt keine giftigen Tiere oder Insekten, auch im Dschungel nicht, nur im
Wasser sollte man sich vor Stonefish in Acht nehmen, also am besten immer Schuhe
tragen
- Kleine Wunden am besten sofort desinfizieren, die Korallen beheimaten
unheimlich viele Bakterien und alles entzündet sich sofort
- Wer Sterne mag, sollte sich nachts mal auf die Lauer legen, so ein toller
Sternenhimmel wird einem sonst wo nirgends geboten
- Fotoapparat und Sonnencreme nicht vergessen, Hüte tragen, denn das Ozonloch
ist nahe...
- Gutes aber leichtes medizinisches Buch mitnehmen z.B. Leitfaden für Famulatur
und PJ
Die Fotos erklären vielleicht einiges und wecken Euer Interesse für eine
Famulatur, die schon fast mehr Urlaub ist als alles andere. Ich würde mich
freuen, wenn mehr deutsche Studenten diese Möglichkeit nutzten, denn wann
bekommt man denn mal die Gelegenheit im sprichwörtlichen Paradies zu leben und
zu arbeiten?
Bei Fragen mailt mir einfach ( [email protected] ) und ansonsten kann ich
nur raten: Fasst Euch ein Herz und traut Euch einfach! Ab auf die
Cook-Inseln! |
|
| Autor(in): Andrea Schimmel ([email protected]) |
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- Werbung - |
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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'PJ- Bericht (Südtirol – Bolzano)'
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[zu den Medi-Foren]
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| Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected]) |
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| Titel: |
Vegetative Physiologie |
| Autor(en): |
Thews/Vaupel |
| Verlag: |
Springer-Verlag |
| ISBN: | 3540604030 |
| Preis: |
24,95 |
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Tiefe und fundierte Kenntnisse der Physiologie sind grundlegend für das
Verständnis vieler klinischer Fächer. Eine sehr gute Grundlage dazu bietet das
vorliegende Lehrbuch der vegetativen Physiologie. Die Autoren, beide seit
Jahrzehnten als Experten ihres Faches bekannt, vermitteln in ihrem Buch das Notwendige Wissen über alle physiologischen Abläufe im menschlichen Körper, die nicht der willentlichen Kontrolle unterliegen.
Klar gegliedert und logisch strukturiert, besticht der Thwes/Vaupel durch qualitativ hochwertige Abbildungen, die klar erläutert werden. Farbig unterlegte Lernkästen erleichtern die gezielte Wiederholung des gelernten Stoffes. Farbliche Hervorhebungen wichtiger Sachverhalte machen das Buch besonders zum strukturierten Einprägen häufig benötigter Fakten ideal. Der vermittelte Stoff ist am GK 1 orientiert, somit eignet es sich auch hervorragend zur Prüfungsvorbereitung.
Ein deutlicher Pluspunkt dieses Buches ist die schnörkellose Knappheit, in der es auf den Punkt kommt: das effektive Lernen der gesamten Grundzüge der
vegetativen Physiologie ist in relativ kurzer Zeit möglich; dennoch wirkt das Buch keineswegs überladen.
Das Lehrbuch „ Vegetative Physiologie“ ist als DIN-A-5- Softcover- Ausgabe erhältlich. Trotz des relativ umfangreichen Inhaltes auf relativ kleinem Raum
liest es sich angenehm, das Druckbild ist sehr ansprechend angelegt. Mit einem Preis von 24,95 Euro wurde hier ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
erzielt. Für denjenigen, der sich zeitsparend und gezielt die Grundlagen der Physiologie aneignen möchte, ist dieses Buch eine Fundgrube physiologischen Wissens.
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Deine Meinung ist gefragt!
Das Forum "Bücherplausch" steht für Diskussionen rund um die Lehrbücher zur
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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte in unserer Linktipp-Sammlung ein. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.
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Diese Woche stellen wir Euch aus Medi-Seek.de vor:
| | | Surftipp 1 | Famulatur und PJ in Neuseeland | Klicks: | 388 | | Matthias Zenker hat sein Wahlfach Pädiatrie am Starship Childrens Hospital in Auckland / Neuseeland absolviert | | |
| | | | Surftipp 2 | Hirnatlas | Klicks: | 386 | | Dieser Atlas der besonderen Art gewährt Einblicke in Hirnstrukturen und -funktionen und visualisiert Erkrankungen des Gehirns. | | |
| | | | Surftipp 3 | Medizinische Abkürzungen | Klicks: | 385 | | Wer kennt das Problem nicht? Man liest einen Arztbrief und versteht aufgrund der Abkürzungen nur die Hälfte. Stefan Suedfeld hat auf seiner Seite eine umfangreiche Sammlung an medizinischen Abkürzungen inkl. der Übersetzung" zusammengestellt. Sortiert ist die Liste nach dem Alphabet! Dieser Link gehört einfach in jede "Kitteltasche"." | | |
| | | | Surftipp 4 | Uni Ulm - 2. Histologie Testat | Klicks: | 384 | | Uni Ulm - 2. Histologie Testat verbesserter Bestand mit 111 Fragen - Quelle: http://www.uni-ulm.de/~s_carsla/links.html | | |
| | | | Surftipp 5 | Gelbe Liste | Klicks: | 377 | | Neben den Pharmainfos findet Ihr Adressen von Notfallzentralen, Infos zur Schmerztherapie und aktuellen Themen und auch ein Gewinnspiel. Ihr könnt Euch auch die Gelbe Liste für Euern Palm- Organizer downloaden. | | | |
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| Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected]) |
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9. Max-Planck-Gesellschaft: Gene, die ans Herz gehen: DNA-Chips als neue Werkzeuge
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Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation starben im Jahr 2003 auf der Erde rund 56 Millionen Menschen - 16 Millionen davon an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor allem Herzinfarkt, und sieben Millionen an Krebs. Maßgeschneiderte Therapien für diese Krankheiten gehören heute noch ins Reich der Sciencefiction. Gleichwohl ist der Grundstein für die Medizin der Zukunft gelegt: DNA-Chips haben in den vergangenen Jahren die Molekularbiologie einen Schritt vorangebracht.
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Mit solchen Micro-Arrays spüren Wissenschaftler des Max Planck-Instituts für
molekulare Genetik krankhaften Prozessen innerhalb von Zellen nach. Wie sie das
tun, darüber berichtet die neue Ausgabe des Wissenschaftsmagazins
MaxPlanckForschung (4/2004). Jegliche medizinische Diagnostik und Therapie
arbeitet insofern "oberflächlich", als sie sich jeweils an Symptomen orientiert,
an klinischen Bildern und Messwerten, die sich erfahrungsgemäß als typisch für
eine bestimmte Krankheit und deren Verlauf erwiesen haben. Doch hinter allen
Symptomen stecken am Ende molekulare, auf der Ebene der Gene angesiedelte
Fehlinformationen und Fehlsteuerungen - und dorthin vorzudringen und damit
wirklich gezielt in pathologische Prozesse eingreifen zu können, ist ein zwar
fernes, doch keineswegs utopisches Ziel. Einen wichtigen Schritt in diese
Richtung bedeuten die DNA-Chips, mit und an denen Forscher am Berliner
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik arbeiten: Sie liefern Einblick in die
laufende "genetische Datenverarbeitung" von Zellen und erlauben Vergleiche
zwischen normalen oder pathologischen Mustern der Gen-Aktivität.
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| Ein Roboterarm nimmt mit 48 Pins DNA-Proben von
Mikrotiter-Platten auf und überträgt sie auf einen Analysechip.
Foto: MaxPlanckForschung/MPI für molekulare Genetik |
Die Berliner Wissenschaftler haben inzwischen erste "molekulare Porträts" von
angeborenen Herzfehlern gewonnen - anatomische Fehlbildungen, mit denen allein
in Deutschland jährlich 6000 Kinder zur Welt kommen. Dazu Silke Sperling, Ärztin
am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik: "Obwohl die
verschiedenen Formen dieser Herzfehler schon lange bekannt sind, wusste man bis
vor kurzem fast nichts über deren genetische Ursachen. Und hier haben uns die
DNA-Chips enorm vorangebracht. Denn sie erlauben es, eine unglaubliche Menge von
genetischen Daten mit einem Schlag zu erfassen."
Ein solcher Chip misst etwa zwei mal fünf Zentimeter. Auf ihn werden durch einen
Roboter an vorbestimmten Punkten in Abständen von 130 tausendstel Millimetern
jeweils bestimmte DNA-Sequenzen, also Gene, aufgebracht. Am Ende sitzen auf dem
Chip dann 30 000 verschiedene, einzelnen Genen entsprechende Proben - die als
Bindungspartner für komplementäre, fluoreszenz-markierte DNA-Stücke aus
unterschiedlichen Geweben dienen.
Je mehr von der zu prüfenden DNA an die einzelnen Proben auf dem Chip bindet, um
so mehr Farbstoff bleibt auch an den entsprechenden Punkten hängen und wird
anschließend per Computer erfasst und in ein farbcodiertes Bild umgesetzt. In
bunte Punkte, deren unterschiedliche Intensität die Menge bestimmter
Gen-Sequenzen in der Probe verrät - und in einem einzigen Experiment wiedergibt,
wozu früher Tausende Einzelexperimente erforderlich waren. Auf diese Weise
lassen sich "Expressionsprofile" von Stammzellen erhalten, die sich gerade in
einen reifen Zelltyp differenzieren. Diese Profile verraten, welche Gene in
bestimmten Zellen zum Zeitpunkt der Probenahme aktiv oder "stumm" sind, deren
Informationen also gerade abgelesen oder nicht gebraucht werden.
Mit dieser Technik wurden unter anderem auch Gewebeproben von Patienten mit
verschiedenen angeborenen Herzfehlern untersucht - zunächst im Hinblick auf die
molekularen Hintergründe der verschiedenen Defekte und um irgendwann eine
jeweils fallweise abgestimmte Behandlung sowie Ansatzpunkte für neue,
spezifische Medikamente zu haben. Doch auch die Frage, mit welcher
Wahrscheinlichkeit die Kinder solcher Patienten betroffen sein könnten, hofft
man eines Tages beantworten zu können.
Inzwischen haben die Forscher eine Reihe von Gen-Mustern gefunden, die jeweils
für angeborene Herz-Defekte mit unterschiedlichen klinischen Bildern typisch
sind. Diese veränderten Gene spielen auch nach der Embryonal-Entwicklung eine
wichtige Rolle für die Herzfunktion - so etwa Gene, die an der
Stress-Verarbeitung der Herzmuskelzellen mitwirken. Denn der ursprüngliche
molekulare Defekt führt irgendwann sekundär zu pathologischen Veränderungen am
Herzen.
"Wir gewinnen jetzt erstmals eine Ahnung von den grundlegenden molekularen
Abläufen im Rahmen der Entwicklung des Herzens", meint dazu Silke Sperling, "und
wir stehen am Beginn eines noch langen Forschungswegs, über den sich dieses
komplexe Netzwerk entflechten und in seinen Zusammenhängen verstehen lässt."
Weitere Informationen erhalten Sie von:
Dr. Silke Sperling
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, Berlin
Tel.: 030 8413-1232
Fax: 030 8413-1380
E-Mail: [email protected] |
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| Autor(in): Dr. Silke Sperling (Max-Planck-Institut für molekulare Genetik) ([email protected]) |
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