17.01.2005

Ausgabe 252/05

Anzeige: IMPP-Wissen examensorientiert lernen:
Physikumsfakten von MEDI-LEARN
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wer nach allen Seiten immer nur lächelt,bekommt nichts als Falten im Gesicht.
(Arabisches Sprichwort)


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 Editorial
  

Hallo,
wir wünschen Euch ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr und reichen heute die erste Onlinezeitung in 2005 an Euch weiter. Im ersten Artikel möchten wir uns der verheerenden Katastrophe widmen, die mit dem Seebeben in Asien unermessliches Leid über viele Menschen gebracht hat.

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Es war ein ziemlicher Zufall, dass ich am Ende in Uganda gelandet bin. - so lautet ein einleitender Satz von Catharina Crolow, die über den dfa in Afrika famuliert hat und uns heute berichtet. Doch damit nicht genug der Fernweh-erzeugenden Famulaturberichte, denn auch Andrea Schimmel hat den Schritt in ausländische Gefilde gewagt und erzählt von ihren Erlebnissen auf den Cook-Inseln.
Die Physiologie stellt nach wie vor eines der grundlegenden Fächer der vorklinischen Ausbildung dar. Mit dem Thews/Vaupel stellen wir Euch in der heutigen Rezension ein empfehlenswertes Buch, das die vegetative Physiologie behnadelt, aus dem Springer-Verlag vor.
Weiterhin erfahrt Ihr in der heutigen Ausgabe, was es mit den DNA-Chips auf sich hat, an denen in Max-Planck-Instituten derzeit geforscht wird, und wie immer findet Ihr in der Onlinezeitung in Form von 2 Witzen etwas für die Lachmuskeln, in Form von 5 Linktipps etwas für das gezielte Surfen und in Form eines Archivbeitrags eine weitere Artikelempfehlung aus einer vergangenen Onlinezeitung.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

PS: Die Gewinner aus dem Jahresrückblick und dem Adventskalender werden wir in der nächsten Onlinezeitung bekanntgeben.

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Up-to-date: Arzt-Serien und der Zufall im Leben
2.Das Seebeben in Asien
3.dfa-Famulaturbericht: Uganda
  
4.Lachen ist gesund - Witz der Woche: Söhne und Liebhaber
5.Famulatur auf den Cook Islands
6.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung: PJ in Bozen
  
7.Zwischen den Zeilen: Vegetative Physiologie
8.Geschickt geklickt: Hirnatlas, Abkürzungen, Gelbe Liste
9.Gene, die ans Herz gehen: DNA-Chips
  
10.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

Die Onlinezeitung gibt es nun auch als Druckversion im PDF Format. Zum Öffnen der Datei benötigt ihr die kostenlose Software Acrobat Reader.

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Für den Fall, dass die Onlinezeitung in eurer Email nicht richtig angezeigt wird, findet ihr noch einmal komplett Online unter
http://www.medi-learn.de/seiten/onlinezeitung/1/252/index.shtml

  

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 1. Up-to-date

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Die Umfrage: Wie realistisch sind Arzt-Serien?
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=17149
  
Das Thema: Wieviel Zufall gibts im Leben?
Direktlink zum Thema im Forum
  

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 2. Das Seebeben in Asien

- zurück zum Inhalt -

  

Uns allen sind die Bilder im Gedächtnis: Das verheerende Seebeben in Asien hat am 26.12.2004 in wenigen Minuten beinahe 200.000 Menschen das Leben gekostet. Immer noch steigt die Zahlen der Opfer und wir sind Zeuge eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der jüngeren Geschichte geworden.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung geladen!

Neben den zahlreichen Opfern stehen Millionen Menschen einer ohnehin verarmten Region vor dem Nichts; mit der Tourismusindustrie, der Infrastruktur und dem wenigen persönlichen Besitz ist den Menschen in Indien, Sri Lanka, Indonesien und Afrika alles genommen worden und dringender als jemals zuvor sind sie auf die Hilfe der globalen Solidargemeinschaft angewiesen. Diese Gemeinschaft, das sind wir. Jeder Einzelne von uns trägt nun die Verantwortung und humanitäre Verpflichtung, seinen Beitrag zu leisten.

Uns ist bewusst, dass ein Großteil von Euch ohnehin freiwillig oder hauptberuflich seinen Dienst am Menschen leistet. Ihr alle seid täglich mit Leid und Verzweifelung konfrontiert. Und natürlich ist diese Arbeit nur unzureichend honorierbar. Trotzdem ist es gerade jetzt unglaublich wichtig zusammenzustehen, um den Ärmsten dieser Welt nun beizustehen. Auch wenn viele von uns gerne vor Ort Hilfe leisten möchten - am stärksten sind wir doch in unserer finanziellen Spendenkraft. Nur das garantiert kurz- und langfristige medizinische, infrastrukturelle und soziale Chancen zum Wiederaufbau!

Weihnachten liegt hinter uns und lehrt uns die christliche Geschichte nicht auch Barmherzigkeit und Opferbereitschaft? Nun bekommen wir die Gelegenheit, etwas Gutes zu tun, anderen Menschen zu helfen, ihnen ihr Leid, die erlittenen Verluste und die Zukunft erträglicher zu machen.

Rippenspreizer.com hat einen dreistelligen Betrag an "Ärzte-ohne-Grenzen" überwiesen, ebenso unsere Partner Medi-Learn.de, Medi-Repetitorien und Zwai.net.

Wir appelieren auch an Euch zu spenden - auch kleine Beträge helfen. 5 Euro ist ein Kinoeintritt. In Asien retten 5 Euro momentan ein Menschenleben.

Helft uns eine der Grundideen unserer Community, Menschlichkeit und das Gute im Leben, in die Tat umzusetzen und tragt mit Eurer Hilfe dazu bei, den Menschen in Asien wieder Hoffnung zu geben.

Hier eine Liste möglicher Spendenkonten:

Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft,
Kontonummer: 414141
Bankleitzahl: 370 205 00
Stichwort: Südasien
oder im Internet: www.drk.de
Spendenkonto: Deutsches Rotes Kreuz

UNICEF
Bank für Sozialwirtschaft,
Spendenkonto: 300.000
Bankleitzahl: 370 205 00
Stichwort: Erdbeben Asien
oder im Internet: www.unicef.de
Spendenkonto: UNICEF

Diakonie Katastrophenhilfe
Postbank Stuttgart,
Kontonummer: 502707
Bankleitzahl: 600 100 70
oder im Internet:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden
Spendenkonto: Diakonie Katastrophenhilfe

Caritas International
Postbank Karlsruhe,
Kontonummer: 202753
Bankleitzahl: 660 100 75
Kennwort Erdbeben-Südasien
oder im Internet: www.spende.caritas-international.de
Spendenkonto: Caritas International

Aktionsbündnis "Deutschland hilft"
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Autor(in): Rippenspreizer, MEDI-LEARN, zwai.net ([email protected])
  
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 3. dfa-Famulaturbericht: Uganda

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In den Semesterferien des Sommers 2003 habe ich im St. Francis Hospital, Buluba in Uganda famuliert. Es war ein ziemlicher Zufall, dass ich am Ende in Uganda gelandet bin. Schon seit Anfang meines Studiums war ich mir sicher, dass ich eine Famulatur in einem Entwicklungsland machen wollte. Und welche Famulatur ist dafür besser geeignet als die letzte, kurz vorm Zweiten Staatsexamen?!

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Eigentlich wollte ich nach Südamerika, da ich angefangen hatte Spanisch zu lernen. Weil aber meine Sprachkenntnisse für eine Famulatur noch nicht ausreichten, sollte es wieder in ein englischsprachiges Land gehen. Allerdings ohne weitere Präferenzen von meiner Seite. An meiner Uni, der HU-Berlin, gibt es seit drei Jahren ein Seminar Tropenmedizin, das vom Tropeninstitut Berlin organisiert wird. Das Seminar besteht aus einer zweiwöchigen theoretischen Einführung und einem anschließenden Praxisteil: einer Famulatur in einem Entwicklungsland. Das Tropeninstitut hat Kontakte zu Krankenhäusern in Togo, Uganda und Tansania. Und so bin ich dann in Uganda gelandet, für meinen ersten Aufenthalt in einem afrikanischen Land. In medizinischer Hinsicht war der Tropenmedizin-Kurs in Berlin meine Hauptvorbereitung auf die Famulatur. In dem Kurs wurden tropenspezifische Krankheiten vorgestellt, mikroskopiert und auch auf die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Afrika eingegangen (soweit das in einem solchen Rahmen überhaupt möglich ist). Im Herbst 2002 war ich auf einer Konferenz, die sich mit den Möglichkeiten und Grenzen humanitärer Hilfe auseinander gesetzt hat.

Die besten Möglichkeiten, aktuelle Informationen zu erhalten, bietet natürlich das Internet:
• Das Auswärtige Amt, zur aktuellen Sicherheitslage: www.auswaertiges-amt.de (es ist auch immer ganz interessant, die Informationen des Auswärtigen Amtes mit entsprechenden Stellen anderer Länder zu vergleichen – USA, Großbritannien und Kanada z.B., da die die Sicherheitslage teilweise anders einschätzen)
• Allgemeine Informationen zu jedem Land (und natürlich auch Uganda), das CIA World Factbook: http://www.cia.gov/cia/publications/factbook
• Eine Zeitung Ugandas hat auch eine Internetpräsenz: www.newvision.co.ug
• Auch das BBC mit relativ vielen Journalisten in Afrika bietet eine gute Informationsquelle zu Themen in Afrika: www.bbc.co.uk/worldservice/africa/

Ich habe mir einen Reiseführer aus dem Lonely Planet Verlag gekauft: East Africa. Dieser ist sehr zu empfehlen, wenn man auch in andere ostafrikanische Länder reisen möchte, da er Uganda, Kenia, Tansania, Ruanda und Burundi beinhaltet. Auch zu empfehlen ist der Bradt Guide Uganda. Diese beiden sind 2003 neu aufgelegt worden, was auch mit die wichtigste Entscheidungshilfe ist, denn ein sehr guter Reiseführer, der zu alt ist, bringt einfach nichts. Eine allgemeine Einführung zu Afrika bietet das Buch „Afrikanische Totenklage“ von Peter Scholl-Latour. Der ist seit den 50er Jahren als Journalist in vielen Ländern Afrikas tätig, ist 2001 in diese Länder zurückgekehrt und hat diese Erfahrungen niedergeschrieben. Sehr zu empfehlen!

Das St. Francis Hospital Buluba liegt ein Stück östlich von Jinja, direkt am Viktoria-See. Ich bin nach Entebbe, dem Internationalen Flughafen von Uganda gefloge, und von da aus mit dem Auto über Kampala und Jinja nach Buluba gefahren. Für eine genauere Anfahrtsbeschreibung könnt Ihr Euch gerne bei mir melden. Eine Überlegung ist es auch, nach Nairobi zu fliegen und von da aus per Bus weiterzufahren, da die Flüge nach Nairobi häufig preiswerter sind als die nach Entebbe. Ich habe mir am Flughafen das Visum für Uganda besorgt. Mit einem ISIC- Studentenausweis kostet das Visum nur 20 US$, hat bei mir zumindest geklappt. Ansonsten kostet es 30 US$. Informiert Euch aber beim Auswärtigen Amt über die aktuellen Bestimmungen. Die besten Wechselkurse gibt es für den Euro in bar, für Trvellerchecks sind sie meist schlechter. Das sollte man bedenken, wenn man vor der Wahl des Zahlungsmittels steht.

Jetzt aber wieder zurück zum Krankenhaus: Das Krankenhaus in Buluba hat fünf Stationen: zwei für Männer, zwei für Frauen und eine für Kinder. Es ist ein Tuberkulose Referenz-Krankenhaus. In der Region werden die Patienten, bei denen eine Tuberkulose vermutet wird, nach Buluba überwiesen. Dort wird die Diagnose gesichert, sowie die Behandlung festgelegt. Daher ist auch je eine der beiden Männer- bzw. Frauenstationen ausschließlich mit Tuberkulose-Patienten belegt (insgesamt ca. 60 Patienten). Auf der anderen Station liegt alles andere: Patienten mit Malaria, Meningitis, Diabetis mellitus, Hypertonie, Tetanus, HIV, Verletzungen und vieles mehr. Eine andere Hauptgruppe waren Patienten mit Lepra, vor allem mit Spätkomplikationen durch Lepra. Das Krankenhaus wird zur Hälfte durch die German Leprosy Relief Association finanziert und war ehemals ein Leprakrankenhaus. Da es mittlerweile nur noch wenige Neuinfektionen mit Lepra gibt, wurde der Schwerpunkt auf Tuberkulose verlegt. Allerdings werden ehemalige (und neue) Leprapatienten umsonst behandelt, sofern der Behandlungsgrund durch die Lepra hervorgerufen wird. Auch die Kinderstation ist meistens voll belegt. Die meisten Kinder kommen wegen Unterernährung oder Malaria. Manchmal auch wegen Meningitis oder Tetanus.

Ich war die meiste Zeit auf der Frauenstation. Dort war morgens um 9.00 Uhr Visite. Im Anschluss an die Visite wurden kleinere Eingriffe wie z.B. Pleura- oder Lumbalpunktionwn gemacht. Um 11.00 Uhr gab es eine kurze Teepause. Danach bin ich meistens ins Outpatient Department (OPD) gegangen. Im OPD werden alle Patienten von den Ärzten gesehen, bei denen sich die Clinical Offiziers nicht sicher sind. Alle Patienten, die ins OPD kommen, pro Tag vielleicht 100-150, werden zuerst von den Clinical Offiziers gesehen, die sind in ihrer Ausbildung irgendwo zwischen Schwestern und Ärzten einzuordnen und können die Standardprobleme behandeln. Alle Krankheitsbilder, bwi denen diese sich nicht sicher sind, werden weitergeleitet ins ärztliche OPD. Dort wird der Patient von einem Arzt gesehen und das weitere Procedere bestimmt.

In Buluba gab es während meines Aufenthaltes vier Ärzte (am Anfang fünf) und den medical Superintendant. Alle kamen aus Uganda, bis auf den medical Superintendant, der Spanier war. Die Ärzte und auch die Schwestern sprachen sehr gut Englisch, sodass die Kommunikation mit ihnen kein Problem war. Die Patienten wiederum sprachen meist nur irgendeine lokale Sprache, von denen es in Uganda jede Menge gibt. Meist konnte jemand vom medizinischen Personal die Sprache sprechen und für die anderen übersetzten. Ansonsten fand sich jemand bei den anderen Patienten, der übersetzt hat. Zum Glück sprachen Ärzte und Schwestern untereinander meist Englisch, was mir sehr erleichtert hat alles zu verfolgen. Am ungünstigsten war es, wenn die Ärzte die Sprache des Patienten sprachen, da ich dann von der Anamnese kaum etwas mitbekam. Es gab aber wenige Probleme mit Englisch und alle waren wirklich sehr hilfsbereit und Fragen wurden gerne beantwortet.

Wir waren vier Deutsche während meines Aufenthaltes in Buluba: Ein Kommilitone aus Berlin, der auch an dem Kurs teilgenommen hat und zwei Hamburger, die sich unabhängig zu einer Famulatur beworben haben. Vier Famulanten war für die Größe des Krankenhauses zu viel, zwei wiederum ist eine gute Anzahl. Ich fand es sehr angenehm noch jemanden von „zuhause“ in der Nähe zu haben. Ich habe mich in Buluba und in Uganda im Allgemeinen sehr wohl gefühlt, gleichzeitig war auch vieles ganz anders. Das musste ich erstmal verarbeiten. Sehr erleichtert wurde mir das dadurch, dass ich jemanden hatte, mit dem ich meine Eindrücke und Erfahrungen bereden konnte. Wir wurden alle zusammen im Guesthouse des Krankenhauses untergebracht. Ein süßes kleines Haus mit drei Schlafzimmern, Wohnzimmer, Bad und Küche. Alles für afrikanische Verhältnisse äußerst luxuriös – wir hatten sogar warmes Wasser. Das hat uns täglich 10 US$ pro Person gekostet, dafür wurde aber auch vom Krankenhaus für uns eingekauft und wir haben mit den Ärzten zusammen Mittag gegessen. Gibt sicher auch preiswertere Möglichkeiten in Afrika, ich fand den Preis aber okay.

Die Famulatur in Uganda war in vieler Hinsicht eine großartige Erfahrung, in anderer Hinsicht aber auch sehr ernüchternd. Ein Grund für mich, eine Famulatur in einem Entwicklungsland zu machen, war der Wunsch die diagnostische Medizin kennen zu lernen. Wie der Arzt den Patienten untersucht und dann aufgrund der Anamnese und der körperlicher Untersuchung zu einer Diagnose kommt. Allerdings wurden mir bei dieser Famulatur auch die Grenzen davon aufgezeigt. Wenn z.B. ein Patient mit einem Ikterus kommt und man ihn „nur“ untersucht, findet man kaum heraus, warum er gelb ist. Ohne Bestimmung der Leberwerte und Hepatitis-AK und einem Ultraschall des Oberbauchs ist eine gesicherte Diagnose nicht möglich. Behandelt wird daher die wahrscheinlichste Ursache und es wird auf Besserung gehofft. Schlägt die Behandlung nicht an, gibt es den nächsten Versuch und wenn das auch nicht hilft, geht es weiter in das Regional Hospital (da gibt es dann schon mal Ultraschall und ein größeres Labor) und danach noch die Uniklinik in Kampala. Da ist allerdings auch nicht sicher, dass die Geräte gerade funktionieren oder z.B. das Ultraschall Gel vorhanden ist. Das war nur ein Bespiel. Vielen Menschen wurde auch geholfen. Wird die Diagnose jedoch nicht sofort gestellt, bleibt sie meist unklar. Das war eine für mich völlig neue Erfahrung.
Uganda ist ein wunderschönes Land, das viele tolle Erfahrungen bietet. Solltet Ihr darüber nachdenken, dort hinzufahren, wünsche ich Euch viel Spaß! Solltet Ihr noch Fragen haben, meldet Euch bei mir und hoffentlich kann ich Euch weiterhelfen. Hier meine email: [email protected]

Diesen Bericht präsentieren wir Euch im Rahmen der Artikelserie "Famulaturen rund um den Globus" in Kooperation mit dem dfa (Deutscher Famulantenaustausch).
Auf den Webseiten des dfa findet Ihr nicht nur diesen und weitere Erfahrungsberichte, sondern auch vielfältige Hilfen bei der Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes.

zur Webseite des dfa
(Deutscher Famulantenaustausch)
hier klicken

   
Autor(in): Catharina Crolow ([email protected])
  
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Deutscher Famulantenaustausch (dfa)
  
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1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale

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2. Assistenzärztin/-arzt Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale

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3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale

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Weitere Informationen erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der Rhön-Klinikum AG oder per Email unter [email protected].

  

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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Eine Mutter geht mit ihrem Sohn zum Arzt. Die Mutter fragt: "Hast du eine frische Unterhose an?"
Antwort des Sohnes: "Ja, schon lange!"
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Eine verheiratete Frau liegt mit ihrem Liebhaber im Bett. Da hört sie den Gatten nach Hause kommen. Mit den Worten "Schnell, Du musst verschwinden", schubst sie ihren Bettgenossen aus dem Fenster. Draußen regnet es und der Verstoßene sieht eine Gruppe Jogger, denen er sich, nackt wie er ist, anschließt. Nach etwa 50 Metern dreht sich einer der Jogger um und fragt: "Sagen Sie mal, joggen Sie immer nackt?" "Ja, immer." Nach weiteren 50 Metern dreht sich der Jogger erneut um und fragt: "Und joggen Sie auch immer mit Kondom?" "Nee, nur wenn es regnet."

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 5. Famulatur auf den Cook Islands

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Münsteraner Sommerhitze, endloses Schwitzen in der kleinen Studentenbude, Vorbereitung auf das 1. Staatsexamen, unzählige kleine Kreuzchen neben blöden IMPP-Antwortmöglichkeiten...So sollte mein Sommer 2002 eigentlich aussehen. Doch manchmal kommt es anders und deshalb hieß es statt dessen für mich 2 Monate lang Sonne, Palmen, kristallklares Wasser, exotische Menschen und wohlverdienter Urlaub auf den Cook Inseln, weit, weit weg vom trüben Deutschland. Doch von Anfang an..

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Nach dem Physikum macht sich Fernweh bemerkbar
Nach meiner ersten Famulatur in einem deutschen Krankenhaus direkt nach dem Physikum entwickelte sich der Wunsch, auch mal im Ausland medizinische Erfahrungen zu sammeln. Am liebsten wäre ich wohl eine Weile nach Australien oder Neuseeland gegangen, doch nach ersten Erkundigungen musste man dort mit einer hohen Studiengebühr rechnen. Also sah ich mich nach etwas anderem um, bis ich per Zufall einen kleinen Reisebericht über die Cook-Inseln in einer Fernsehzeitung las. Ich habe mich sofort in die Bilder verliebt. Mal ehrlich, wer hat noch nicht davon geträumt? Hellbeiger, feiner Sand, kristallklares Wasser, Palmen soweit das Auge reicht, freundliche Menschen, mildes Klima, eben ein kleines tropisches Inselchen wie aus dem Märchen. Konnte man dort famulieren? Ich wusste nicht einmal, wo die Cook-Inseln liegen, ob es dort überhaupt ein Krankenhaus gab, welche Sprache man dort wohl sprach. In dem Artikel war die Adresse eines deutschen Arztes angegeben, Dr. Wolfgang Losacker, ein Internist, der seit knapp 30 Jahren dort lebt und ohne lang nachzudenken schrieb ich genau diesem eine Email.([email protected]) Die Antwort kam prompt und war überraschend erfreulich mit etwa folgendem Wortlaut: „Na klar. Ich würde mich freuen, wenn du kommst. Das Krankenhaus hat schon zugesagt. Sag Bescheid, wann du kommst, ich hol dich vom Flughafen ab.“

Wo liegen eigentlich die Cook-Inseln?
Ich war natürlich baff, doch damit war eine konkrete Idee geboren: Ich würde auf den Cook-Inseln famulieren. Vorne weg gesagt, es war mit ehrlich egal, ob das LPA diese Famulatur anerkennen würde, doch sie hat es nach meiner Rückkehr anstandslos getan. Also selbst dafür ist gesorgt! Nun, wo liegen die Cook-Inseln überhaupt? Wenn Ihr bisher erfolglos versucht habt, sie auf dem Globus zu finden sucht an folgender Stelle noch mal: 1.Südhalbkugel, dann 2. Finger auf Neuseeland, und 3. 2500 km nach Norden, danach 4. 2000 km nach Osten. Irgendwo dort zwischen Fidji und Tahiti mitten im Pazifischen Ozean liegt Rarotonga, die Hauptinsel der 15 Inselchen die zu den Cook-Inseln gehören. Nicht mehr als ein kleiner Punkt auf dem Globus, grad mal 32 km im Umfang, 12000 Einwohner, in der Mitte ein Berg, ein internationaler Flughafen, ein kleines Krankenhaus, ein paar Kneipen und Supermärkte und mehr weißer Strand als man auf einmal verkraften kann.

Noch schnell Sonnencreme besorgen und auf geht´s...
Naja, um die Sache abzukürzen: Ich machte ernsthafte Pläne, verschob mein 1. Staatsexamen auf den nächsten Winter, hab mir ein Flugticket gekauft (ca. 1300 Euro hin und zurück, über die USA billiger als über Australien), Sonnencreme besorgt und weg war ich.
Bin also irgendwann Mitte Juli in Frankfurt ins Flugzeug gestiegen und etwa 40 Stunden später nach 10 stündigem Aufenthalt in Los Angeles und Zwischenstopp auf Tahiti am frühen Morgen auf Rarotonga gelandet. Alle Flüge kommen und starten nachts bzw. frühmorgens, daher sieht man die Insel leider nie von oben. Doch das herrlich warme Klima entschädigt einen sofort. In unserem Sommer ist auf den Cook-Inseln gerade Winter, doch auch nachts sinkt das Quecksilber kaum unter 20 Grad und tagsüber ist es sommerlich warm und dabei nicht zu heiß.

Famulatur auf den Cook Islands - Fotos: Andrea Schimmel

Meine zweite Heimat Aremango Inn
Dr. Losacker hatte leider vergessen, mich abzuholen, stattdessen nahm mich ein freundlicher Einheimischer in seiner Klapperkiste mit. Während meines ganzen Aufenthalts waren die Einheimischen, die zum großen Teil von den Maori abstammen und neuseeländische Pässe haben, von meinen blonden Haaren fasziniert und ich hatte nie Probleme damit, eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern. Zusammen mit Dr. Losacker suchte ich dann nach einer Unterkunft, die meinem mageren Budget gerecht wurde und landete letztendlich in einer kleinen Pension am Muri Beach, dem schönsten Strand der Insel. Meine neue Heimat für die nächsten 2 Monate hieß Aremango Inn und war eine Art Jugendherberge mit 4er Zimmern und Gemeinschaftsküche. Im allgemeinen nicht mit einem Hotel zu vergleichen, doch dort gingen die jungen Leute ein und aus, ich habe dort sehr viele Menschen in meinem Alter aus aller Herren Länder kennen gelernt und oft haben wir bis spät in die Nacht am Grill gesessen, frischen Papageienfisch gegessen und gequatscht bis die Sonne aufging. Die jungen Betreiber der Unterkunft haben mir zum Schluß einen guten Preis gemacht, wohl als Dankeschön dafür, das ich dem Besitzer nach einem Surfunfall die Fäden gezogen habe und dem ein oder anderen Gast die Korallenstückchen aus den Füßen entfernt habe. Im Endeffekt habe ich etwa 4 Euro pro Nacht gezahlt, ein fairer Preis. Das Aremango Inn war nix besonderes, aber sauber und immer voll mit Leben. Wer einen größeren Geldbeutel hat kann zwischen 4 und 1000 Euro pro Nacht ausgeben. Alles ist möglich.

Ein Krankenhaus auf der anderen Seite der Insel
Naja, aber nun endlich zu der Famulatur. Das Krankenhaus lag auf der anderen Seite der Insel, also fuhr ich jeden Morgen mit dem Bus und musste dann noch etwa 10 Minuten zu Fuß einen Berg hinauf, vorbei an Bananenstauden und Sternfruchtbäumen, die immer ein gutes Frühstück abwarfen. Die Arbeitszeiten waren von ca. 8.00 Uhr bis irgendwann gegen Mittag, ich war nie länger da als etwa 13.00 Uhr. Das Krankenhaus hat je eine Station für Innere Medizin, Chirurgie, Kinderheilkunde und Gynäkologie. Dazu gibt es ein durch Entwicklungshilfe aufgebautes und erstaunlich gut ausgerüstetes Labor, ein Röntgengerät, 2 Ops, einen Kreissaal und 2 Krankenwagen. Pro Station gibt es nur einen Arzt, der eigentlich rund um die Uhr Dienst hat und daher auch schon mal den Schwestern die Stationen überlässt. Grad nach irgendwelchen (seltenen) Notfällen in der Nacht kann es schon mal vorkommen, dass der entsprechende Arzt am nächsten Morgen nicht erscheint. Mir übertrug der Chirurg eines Morgens mal die Verantwortung für die ganze Station, die chirurgischen Neuaufnahmen und die chirurgische Ambulanz.

4 Notfälle, 4 Wochen Innere, 4 Wochen Chirurgie
Meine 4 Notfälle behandelte ich wie folgt: Der Typ mit der Schnittwunde ist beim Gynäkologen gelandet, denn der wusste, wie man näht, die Frau mit dem gebrochenen Handgelenk hab ich zum Pädiater geschickt, der konnte gipsen und den Menschen mit dem (Gott sei Dank) nur verstauchten Fuß hab ich selbst eingewickelt. Den vierten hab ich nach Hause geschickt, der musste am nächsten Tag wiederkommen. Meine ersten 4 Wochen verbrachte ich in der Inneren Medizin. Der Lernerfolg dort ist sehr von der Eigeninitiative abhängig. Während meiner Zeit waren noch 2 Famulanten aus Neuseeland da, zusammen haben wir Patienten aufgenommen, kleine Therapien durchgeführt, in der internistischen Ambulanz mitgeholfen und so weiter. In den zweiten 4 Wochen war ich dann auf der chirurgischen Station und habe dort den meisten Spaß im OP gehabt. Zweimal in der Woche wurde dort operiert, und da es nur einen einzigen Chirurgen gab, war dieser für eine helfende Hand dankbar. So durfte ich eine Sterilisation bei einem Mann durchführen und habe einen Blinddarm fast selbstständig entfernt (wohlgemerkt war ich gerade erst mit dem 5. Semester fertig). Gegen Ende meiner Famulatur kam dann noch ein australisches Team auf die Insel, das kostenlos Schönheitsoperationen durchgeführt hat. Innerhalb einer Woche hab ich bei über 60 Operationen assistiert, hauptsächlich Narbenkorrekturen, Xanthelasmen-Entfernung und andere Schönheitsmakel. Der australische Chirurg war sehr gesprächig und auch der Anästhesist hat mir eine Menge beigebracht.

Mein Fazit
Insgesamt hab ich mein medizinisches Wissen dort nicht sehr erweitert, aber gefestigt, meine praktischen Fähigkeiten konnte ich auf jeden Fall erweitern, und Medizin mal in Englisch zu praktizieren war eine ganz neue Erfahrung. Die lockeren Arbeitszeiten lassen viel Zeit für ausgiebige Freizeitaktivitäten und auch wenn man mal einen Tag fehlt, ist das nicht weiter tragisch. Das einzige Problem, dass ich mit der Famulatur hatte, war, dass es im Krankenhaus keinen offiziellen Stempel gibt, somit war meine Famulaturbescheinigung nicht vollständig. Hat das LPA aber auch nicht gestört.

Zum Schluss noch ein paar locker gesammelte Fakten:
- Impfungen sind nicht nötig, aber vor Mücken sollte man sich per Repellant und Netz schützen, die übertragen das Dengue Fever
- Es gibt keine giftigen Tiere oder Insekten, auch im Dschungel nicht, nur im Wasser sollte man sich vor Stonefish in Acht nehmen, also am besten immer Schuhe tragen
- Kleine Wunden am besten sofort desinfizieren, die Korallen beheimaten unheimlich viele Bakterien und alles entzündet sich sofort
- Wer Sterne mag, sollte sich nachts mal auf die Lauer legen, so ein toller Sternenhimmel wird einem sonst wo nirgends geboten
- Fotoapparat und Sonnencreme nicht vergessen, Hüte tragen, denn das Ozonloch ist nahe...
- Gutes aber leichtes medizinisches Buch mitnehmen z.B. Leitfaden für Famulatur und PJ

Die Fotos erklären vielleicht einiges und wecken Euer Interesse für eine Famulatur, die schon fast mehr Urlaub ist als alles andere. Ich würde mich freuen, wenn mehr deutsche Studenten diese Möglichkeit nutzten, denn wann bekommt man denn mal die Gelegenheit im sprichwörtlichen Paradies zu leben und zu arbeiten?
Bei Fragen mailt mir einfach ( [email protected] ) und ansonsten kann ich nur raten: Fasst Euch ein Herz und traut Euch einfach! Ab auf die Cook-Inseln!

   
Autor(in): Andrea Schimmel ([email protected])
  
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 6. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'PJ- Bericht (Südtirol – Bolzano)'

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 7. Zwischen den Zeilen "Vegetative Physiologie"

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Titel: Vegetative Physiologie
Autor(en): Thews/Vaupel
Verlag: Springer-Verlag
ISBN:3540604030
Preis: 24,95
Medizinlehrbuch

Tiefe und fundierte Kenntnisse der Physiologie sind grundlegend für das Verständnis vieler klinischer Fächer. Eine sehr gute Grundlage dazu bietet das vorliegende Lehrbuch der vegetativen Physiologie. Die Autoren, beide seit Jahrzehnten als Experten ihres Faches bekannt, vermitteln in ihrem Buch das Notwendige Wissen über alle physiologischen Abläufe im menschlichen Körper, die nicht der willentlichen Kontrolle unterliegen.

Klar gegliedert und logisch strukturiert, besticht der Thwes/Vaupel durch qualitativ hochwertige Abbildungen, die klar erläutert werden. Farbig unterlegte Lernkästen erleichtern die gezielte Wiederholung des gelernten Stoffes. Farbliche Hervorhebungen wichtiger Sachverhalte machen das Buch besonders zum strukturierten Einprägen häufig benötigter Fakten ideal. Der vermittelte Stoff ist am GK 1 orientiert, somit eignet es sich auch hervorragend zur Prüfungsvorbereitung.

Ein deutlicher Pluspunkt dieses Buches ist die schnörkellose Knappheit, in der es auf den Punkt kommt: das effektive Lernen der gesamten Grundzüge der vegetativen Physiologie ist in relativ kurzer Zeit möglich; dennoch wirkt das Buch keineswegs überladen.

Das Lehrbuch „ Vegetative Physiologie“ ist als DIN-A-5- Softcover- Ausgabe erhältlich. Trotz des relativ umfangreichen Inhaltes auf relativ kleinem Raum liest es sich angenehm, das Druckbild ist sehr ansprechend angelegt. Mit einem Preis von 24,95 Euro wurde hier ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erzielt. Für denjenigen, der sich zeitsparend und gezielt die Grundlagen der Physiologie aneignen möchte, ist dieses Buch eine Fundgrube physiologischen Wissens.

   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 8. Geschickt geklickt: 5 neue Linktipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte in unserer Linktipp-Sammlung ein.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.

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Diese Woche stellen wir Euch aus Medi-Seek.de vor:

Surftipp 1 Famulatur und PJ in Neuseeland Klicks: 388
Matthias Zenker hat sein Wahlfach Pädiatrie am Starship Childrens Hospital in Auckland / Neuseeland absolviert

Link:http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/445.php


Surftipp 2 Hirnatlas Klicks: 386
Dieser Atlas der besonderen Art gewährt Einblicke in Hirnstrukturen und -funktionen und visualisiert Erkrankungen des Gehirns.

Link:http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/1789.php


Surftipp 3 Medizinische Abkürzungen Klicks: 385
Wer kennt das Problem nicht? Man liest einen Arztbrief und versteht aufgrund der Abkürzungen nur die Hälfte. Stefan Suedfeld hat auf seiner Seite eine umfangreiche Sammlung an medizinischen Abkürzungen inkl. der Übersetzung" zusammengestellt. Sortiert ist die Liste nach dem Alphabet! Dieser Link gehört einfach in jede "Kitteltasche"."

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/1054.php


Surftipp 4 Uni Ulm - 2. Histologie Testat Klicks: 384
Uni Ulm - 2. Histologie Testat verbesserter Bestand mit 111 Fragen - Quelle: http://www.uni-ulm.de/~s_carsla/links.html

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/1360.php


Surftipp 5 Gelbe Liste Klicks: 377
Neben den Pharmainfos findet Ihr Adressen von Notfallzentralen, Infos zur Schmerztherapie und aktuellen Themen und auch ein Gewinnspiel. Ihr könnt Euch auch die Gelbe Liste für Euern Palm- Organizer downloaden.

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/616.php

   
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 9. Max-Planck-Gesellschaft:
Gene, die ans Herz gehen: DNA-Chips als neue Werkzeuge

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Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation starben im Jahr 2003 auf der Erde rund 56 Millionen Menschen - 16 Millionen davon an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor allem Herzinfarkt, und sieben Millionen an Krebs. Maßgeschneiderte Therapien für diese Krankheiten gehören heute noch ins Reich der Sciencefiction. Gleichwohl ist der Grundstein für die Medizin der Zukunft gelegt: DNA-Chips haben in den vergangenen Jahren die Molekularbiologie einen Schritt vorangebracht.

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Mit solchen Micro-Arrays spüren Wissenschaftler des Max Planck-Instituts für molekulare Genetik krankhaften Prozessen innerhalb von Zellen nach. Wie sie das tun, darüber berichtet die neue Ausgabe des Wissenschaftsmagazins MaxPlanckForschung (4/2004). Jegliche medizinische Diagnostik und Therapie arbeitet insofern "oberflächlich", als sie sich jeweils an Symptomen orientiert, an klinischen Bildern und Messwerten, die sich erfahrungsgemäß als typisch für eine bestimmte Krankheit und deren Verlauf erwiesen haben. Doch hinter allen Symptomen stecken am Ende molekulare, auf der Ebene der Gene angesiedelte Fehlinformationen und Fehlsteuerungen - und dorthin vorzudringen und damit wirklich gezielt in pathologische Prozesse eingreifen zu können, ist ein zwar fernes, doch keineswegs utopisches Ziel. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung bedeuten die DNA-Chips, mit und an denen Forscher am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik arbeiten: Sie liefern Einblick in die laufende "genetische Datenverarbeitung" von Zellen und erlauben Vergleiche zwischen normalen oder pathologischen Mustern der Gen-Aktivität.

Ein Roboterarm nimmt mit 48 Pins DNA-Proben von Mikrotiter-Platten auf und überträgt sie auf einen Analysechip. Foto: MaxPlanckForschung/MPI für molekulare Genetik

Die Berliner Wissenschaftler haben inzwischen erste "molekulare Porträts" von angeborenen Herzfehlern gewonnen - anatomische Fehlbildungen, mit denen allein in Deutschland jährlich 6000 Kinder zur Welt kommen. Dazu Silke Sperling, Ärztin am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik: "Obwohl die verschiedenen Formen dieser Herzfehler schon lange bekannt sind, wusste man bis vor kurzem fast nichts über deren genetische Ursachen. Und hier haben uns die DNA-Chips enorm vorangebracht. Denn sie erlauben es, eine unglaubliche Menge von genetischen Daten mit einem Schlag zu erfassen."

Ein solcher Chip misst etwa zwei mal fünf Zentimeter. Auf ihn werden durch einen Roboter an vorbestimmten Punkten in Abständen von 130 tausendstel Millimetern jeweils bestimmte DNA-Sequenzen, also Gene, aufgebracht. Am Ende sitzen auf dem Chip dann 30 000 verschiedene, einzelnen Genen entsprechende Proben - die als Bindungspartner für komplementäre, fluoreszenz-markierte DNA-Stücke aus unterschiedlichen Geweben dienen.

Je mehr von der zu prüfenden DNA an die einzelnen Proben auf dem Chip bindet, um so mehr Farbstoff bleibt auch an den entsprechenden Punkten hängen und wird anschließend per Computer erfasst und in ein farbcodiertes Bild umgesetzt. In bunte Punkte, deren unterschiedliche Intensität die Menge bestimmter Gen-Sequenzen in der Probe verrät - und in einem einzigen Experiment wiedergibt, wozu früher Tausende Einzelexperimente erforderlich waren. Auf diese Weise lassen sich "Expressionsprofile" von Stammzellen erhalten, die sich gerade in einen reifen Zelltyp differenzieren. Diese Profile verraten, welche Gene in bestimmten Zellen zum Zeitpunkt der Probenahme aktiv oder "stumm" sind, deren Informationen also gerade abgelesen oder nicht gebraucht werden.

Mit dieser Technik wurden unter anderem auch Gewebeproben von Patienten mit verschiedenen angeborenen Herzfehlern untersucht - zunächst im Hinblick auf die molekularen Hintergründe der verschiedenen Defekte und um irgendwann eine jeweils fallweise abgestimmte Behandlung sowie Ansatzpunkte für neue, spezifische Medikamente zu haben. Doch auch die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Kinder solcher Patienten betroffen sein könnten, hofft man eines Tages beantworten zu können.

Inzwischen haben die Forscher eine Reihe von Gen-Mustern gefunden, die jeweils für angeborene Herz-Defekte mit unterschiedlichen klinischen Bildern typisch sind. Diese veränderten Gene spielen auch nach der Embryonal-Entwicklung eine wichtige Rolle für die Herzfunktion - so etwa Gene, die an der Stress-Verarbeitung der Herzmuskelzellen mitwirken. Denn der ursprüngliche molekulare Defekt führt irgendwann sekundär zu pathologischen Veränderungen am Herzen.

"Wir gewinnen jetzt erstmals eine Ahnung von den grundlegenden molekularen Abläufen im Rahmen der Entwicklung des Herzens", meint dazu Silke Sperling, "und wir stehen am Beginn eines noch langen Forschungswegs, über den sich dieses komplexe Netzwerk entflechten und in seinen Zusammenhängen verstehen lässt."

Weitere Informationen erhalten Sie von:
Dr. Silke Sperling
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, Berlin
Tel.: 030 8413-1232
Fax: 030 8413-1380
E-Mail: [email protected]

   
Autor(in): Dr. Silke Sperling (Max-Planck-Institut für molekulare Genetik) ([email protected])
  
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