16.02.2005

Ausgabe 256/04

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wenn sich die eine Tür des Glücks schließt, öffnet sich eine andere.
Doch oft schauen wir so lange auf die geschlossene Tür, dass wir die andere nicht sehen, die für uns geöffnet wurde.
(Helen Keller, US-Schriftstellerin)


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 Editorial
  

Hallo,

nachdem Marius Scholz uns in seinem Sri-Lanka-Bericht bislang viel über Land und Leute berichtet hat, schildert er in der heutigen Ausgabe Erfahrungen während seines Chirurgie-Tertials, in dem u.a. Kopfnüsse an Studenten verteilt wurden. Kopfnüsse im Sinne von gedanklichen Zweifeln plagten auch Claudia Beyrich, die sich immer wieder die Frage stellte, ob sie ohne Bio-Leistungskurs ein Medizinstudium auf sich nehmen sollte. Ihren Gedankenm dazu könnt Ihr in dieser Onlinezeitung lesen.

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Die einen zieht es in ferne Gefilde oberhalb des Äquators, die anderen in ebenso weit entfernte Gebiete unterhalb desselben, doch mancher überquert ihn nicht einmal, sondern sammelt in Europa Auslandserfahrung: So wie Sandy, die uns in dieser Ausgabe ihre dfa-Famulatur in Athen schildert. In der heutigen Buchvorstellung widmen wir uns einem auch unter Medizinstudenten nicht immer allgegenwärtigen, dennoch wichtigen Thema: der Ersten-Hilfe. Zu dieser möchten wir Euch ein Buch ans Herz legen. Und um das Herz, genauergesagt um die Herzchirurgie, geht es in einem weiteren Artikel dieser Onlinezeitung, denn Fachleute beobachten kritsch, dass den Herzchirurgen der Nachwuchs ausgeht. Dies und mehr in der heutigen Onlinezeitung.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

P.S.: Effektiver Lernplan für Deine Examensvorbereitung - zum neuen Lernplaner

P.P.S: Den Grippe-Geplagten unter Euch wünschen wir gute Besserung und baldige Genesung!

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Up-to-date: Physikumsnote und Danke-Beitrag
2.Teil III des Sri Lanka-Berichtes von Marius Scholz
3.'Ohne Bio-LK keine Chance in der Vorklinik?' von Claudia Beyrich
  
4.Lachen ist gesund - Witz der Woche: Schwimmbäder
5.dfa-Famulaturbericht Athen
6.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung: Doktorarbeit
  
7.Zwischen den Zeilen: Erste Hilfe
8.Geschickt geklickt: Biochemie und Anatomie
9.Nachwuchmangel in der Herzchirurgie befürchtet
  
10.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
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 1. Up-to-date

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Die Umfrage: Was hattet Ihr für eine Physikums-Note?
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=2122
  
Das Thema: Bedanke Dich für...
Direktlink zum Thema im Forum
  

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 2. Sri Lanka (September 04 bis Januar 05)
Ein Reise-, Praktikums- und Katastrophenbericht
von Marius Scholz

- zurück zum Inhalt -

  

Eine Nachricht hielt lange Zeit die Welt in Atem und erschütterte weltweit durch seine Unbegreiflichkeit: das Seebeben in Asien brachte unendliches Leid über ganz Landstriche. Marius Scholz ist Medizinstudent und hielt sich in den Monaten vor der Katastrophe und zur Zeit des Tsunami in der Krisenregion auf. In einer mehrteiligen Artikelserie berichtet er uns über seine Erlebnisse in Sri Lanka: zunächst geht es um touristische Erkundigungen in neuen Gefilden, später um klinische Erfahrungen und schliesslich um die Erlebnisse während der Katastrophe. Wir danken Marius an dieser Stelle herzlich für dieses eindrücklichen Artikel, von dem wir Euch heute den dritten Teil zur Lektüre weiterreichen möchten. Den ersten Teil findet ihr hier.

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Schon an dieser Stelle möchten wir auf die Homepage von Marius unter www.marius-scholz.de sowie die durch ihn ins Leben gerufene Spendenaktion "Ein EKG für Sri Lanka" hinweisen.

Sri Lanka: ein Reise-, Praktikums- und Katastrophenbericht
Teil 3

20. September 2004 bis 2. Januar 2005
von Marius Scholz ( www.marius-scholz.de )

Das chirurgische Tertial im Karapitya-Hospital: Furcht vor den Dozenten
Am 18. Oktober begann unser chirurgisches Tertial im Karapitya-Hospital bei Galle. Christian, ein Medizinstudent aus Frankfurt, der bereits zwei Monate auf der chirurgischen Station verbracht hatte, zeigte und erklärte uns alles Wesentliche. Zunächst meldeten wir uns im Fakultätsgebäude an und entrichteten die Studiengebühr von 30 US-Dollar pro Woche. Dann stellten wir uns dem Chefarzt der Chirurgie, Dr. Kumara, vor. Der Chefarzt der chirurgischen Station war ein aufgeweckter, schelmischer Singalese mit stets verschmitzt blickenden dunkelbraunen Augen und oftmals spöttisch lächelnden Mund. Dr. Kumara trug den ersten Knopf seines kurzärmligen Hemdes meist lässig geöffnet und verzichtete ganz bewusst auf die ansonsten üblichen Krawatten und auch auf einen Mundschutz während der OPs. Bei seiner unangefochtenen Autorität hatte er das anscheinend nicht nötig. Selbst die einheimischen Mikroorganismen schienen vor ihm zu kuschen. Dr. Kumara sprach gutes und klares Englisch, was die Kommunikation erleichterte. Bei der täglichen Visite unterrichtete er neben Michael und mir rund 25 singalesische Studenten. Dabei stellte er häufig Fragen zum Fall des Patienten und saß dabei auf der Bettkante dicht neben dem Kranken. Wer nun denkt, dieser Dr. Kumara sei ja ein ganz freundlicher, knuddeliger Typ gewesen, täuscht sich gewaltig. Dieser Mann steckte voller spöttischer Boshaftigkeiten, die er nur für die einheimischen Studenten reserviert hatte. Das System der medizinischen Ausbildung beinhaltet auf Sri Lanka neben sehr viel praxisnaher Ausbildung hauptsächlich Furcht vor den lehrenden Autoritäten, die mit einem Fingerschnippen ein zweiwöchiges Nachsitzen für einen in Ungnade gefallenen Studenten anordnen können. Und in Ungnade fielen einheimische Studenten schnell, schon für Verspätung oder Schwatzen konnten sich die singalesischen Studenten solche Strafen einfangen.
 

gggg gggg
Krankenzimmer - Klinikflur
Im OP - Ein Inhalator
Fotos von Marius Scholz

Kopfnüsse für Unfähige
Wir westlichen, exotischen Besucher waren von solchen Repressalien ausgenommen. Auch wenn es abgehoben klingen mag, ich habe diesen Sonderstatus sehr genossen. So entgingen wir zum Beispiel auch den Kopfnüssen, die Dr. Kumara gern einmal an unfähige Studenten verteilte. Während Consultant Kumara sich gegenüber den auszubildenden Einheimischen wie ein Drill Sergeant bei den Marines gegenüber seinen Rekruten verhielt, bewahrte er uns Europäern gegenüber stets die Form. Es mag daran gelegen haben, dass wir 30 US-Dollar pro Woche Gebühren an die Uni zahlten, was für Sri Lanka-Verhältnisse wahnsinnig viel Geld ist. Vielleicht lag es aber auch ein wenig daran, dass wir mit unserer Andersartigkeit eher als Gäste denn als Studenten betrachtet wurden. Und wir waren auffällig anders. So überragte ich beinahe alle Studenten und auch Dr. Kumara fast um Haupteslänge, sodass ich mit meinem blonden Schopf über meinen stechend blauen Augen wahrscheinlich wie ein weißer Leuchtturm in einem Meer aus schwarzen Singhalesenlocken gewirkt habe.

Demütige Studenten
Unter dem langen schwarzen Haar verborgen sich zum Großteil verschüchterte Studentinnen, die sich vor den oftmals chauvinistischen Verbalattacken des Consultants zu ducken versuchten. Wenn sie die Antwort auf eine Frage Kumaras wussten, flüsterten sie diese leise vor sich hin, kaum einer hatte den Mut ihn laut anzusprechen. Pickte Dr. Kumara dann ein Opfer aus der Herde und forderte es auf Fragen zu beantworten oder Untersuchungen vorzunehmen, wurden viele sehr nervös, begannen zu zittern und zu schwitzen und sprachen vor lauter Erfurcht noch leiser. Einem Mädchen wurde dies zum Verhängnis: "I throw you out, because your voice is too weak. You can come back, if you've learned to use it louder." Die Studentin verließ demütig die Visite. Rauswerfen war eine häufiger verhängte Strafe des Doktors. Manchmal begnügte er sich aber auch damit den Studenten zu erklären wie useless und dumm sie seien. Er verglich ihre Köpfe mit Kokosnüssen. Es befände sich kein Hirn darin, nur Flüssigkeit. Trotz alledem war er sehr selten richtig fies. Unter seinem weißen Haar bemerkte man stets den Schalk im Nacken!

 

gggg gggg
Während der der Visite auf Station
Fotos von Marius Scholz

Ein Tropenkrankenhaus mit spärlichem Fensterbesatz
Das Karapitya-Krankenhaus, in dem ich gearbeitet habe, ist eines der größten und modernsten Sri Lankas. Es ist ein Tropenkrankenhaus mit nur 1,60 Meter hohen Wänden, über die stets der 30 Grad warme Tropenwind streifen konnte. Fenster gab es keine auf den Stationen, lediglich auf der Intensivstation und im "Operation Theatre". So konnte man über die niedrigen Wände auf die benachbarte Station sehen und durch sie hindurch auf viele weitere Stationen. Meine Station war die so genannte "Prof-Unit", das heißt, dass hier die Studenten in ihrem letzten Jahr von den wohl ranghöchsten Ärzten unterrichtet wurden, zu denen z.B. auch erwähnter Dr. Kumara gehörte.

Ein Krankenbett aus Wellpappe bei Patientenansturm
Es gab eine Damen- und eine Herrenstation. Diese wurden am Mittwoch, und nur am Mittwoch, dem "casualty-day" mit vielen neuen Patienten gefüllt. An anderen Wochentagen kümmerten sich andere Stationen um neue Aufnahmen. Bis zum nächsten Mittwoch mussten dann so viele Patienten wie möglich entlassungsbereit sein, damit der nächste Schwung aufgenommen werden konnte. Mittwoch war deshalb auch mein "langer Tag", da viele Patienten direkt versorgt werden mussten. Oftmals kamen sogar so viele, dass einige von ihnen kein Bett erhielten. Diesen wurde dann ein dürftiges Lager aus Wellpappe im Flur zugewiesen, wo sie in Augenhöhe mit herumstreunenden Katzen schlafen mussten. Jeder Patient, der im Karapitya-Hospital ein Bett bekam, konnte sich also glücklich schätzen, sogar überglücklich, falls ein Deckenventilator in seiner Nähe funktioniert.

Staub und Spinnweben - wohin man auch schaute
In einem Abteil befanden sich immer 10 Betten, insgesamt je 40 Männer- und Frauenbetten. Zwischen den Betten stand ein kleines Nachtschränkchen und häufig saß hier ein Angehöriger des Patienten, der die wichtigsten Pflegeaufgaben übernahm, wie z.B. den Patienten mit Essen versorgte, ihn wusch oder aufs Klo brachte. Die Schwestern und die dutzenden Schwesternschülerinnen waren hingegen ein Musterbeispiel an Ineffektivität und begnügten sich damit Verbände zu wechseln und Medikamente herauszugeben, die oftmals die Angehörigen des Patienten aus nahe gelegenen Apotheken selbst kaufen mussten. Was die Schwestern ansonsten getan haben, konnte ich während meines Praktikums nicht herausfinden. Die Station befand sich für deutsche Verhältnisse in einem erbärmlich dreckigen Zustand. Staub und Spinnweben, wohin man schaute. Überall blätterte die Farbe ab... Nach einer Woche hatte ich mich allerdings daran gewöhnt; ich vermied es, mich irgendwo anzulehnen oder zu viel anzufassen und wusch mir regelmäßig die Hände. Da hier fast alle Untersuchungen (für Mediziner: Auch die Untersuchung von Hydrozelen!) ohne Einweghandschuh durchgeführt wurden, war das ohnehin nötig. Apropos, Untersuchungen: Hier offenbarte das Krankenhaus für mich seine größten Vorteile: Es wurde sehr viel praktisches "Handwerkszeug" gelehrt. Auf teure technische Spielereien, wie zum Beispiel Ultraschall, wurde weitestgehend verzichtet. Stattdessen lernte ich hier viele nützliche Handgriffe und Methoden, die wahrscheinlichste Diagnose durch Ertasten, Beklopfen, Schütteln, Durchleuchten, Abschnüren und viele andere Methoden mehr zu ermitteln. Ich weiß zwar nicht, ob mir solches Wissen in Deutschland besonders nützen wird, aber interessant war es allemal.

Dies war der dritte Teil der Artikelserie "Sri Lanka - ein Reise-, Praktikums- und Katastrophenbericht (20.09.2004 bis 2. Januar 2005)" von Marius Scholz, die Fortsetzung folgt in der nächsten Onlinezeitung und wer den Anfang nachlesen möchte, findet hier den ersten Teil des Artikels.


Hilfsaktion "Ein EKG für Sri Lanka"

Wenige Tage nach seiner Rückkehr aus der Krisenregion gab Marius Scholz in der Zeitzer Lokalzeitung ein Interview und rief zu Spenden für das Karapitya-Hospital auf. Als er und Kommilitonen sich nämlich von dort verabschiedeten, fragten sie die Ärzte, was am dringendsten benötigt würde: sie wünschten sich einen Defibrillator mit EKG-Monitor sowie einen Pulsoxymeter. Dafür eröffnete Marius Scholz ein Spendenkonto und sammelt nun treuhänderisch für dieses Vorhaben Spenden:

Marius Scholz
Stichwort: „EKG für Sri Lanka“
Konto: 4000011800
BLZ: 800 530 00

Artikel über Marius Scholz
[ klick hier ]

Homepage von Marius Scholz
http://www.marius-scholz.de

   
Autor(in): Marius Scholz ([email protected])
  
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Homepage von Marius Scholz

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Artikel über Marius Scholz

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Teil 1 der Artikelserie
  
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1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale

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2. Assistenzärztin/-arzt Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale

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3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
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Weitere Informationen erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der Rhön-Klinikum AG oder per Email unter [email protected].

  

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 3. Ohne Bio-LK keine Chance in der Vorklinik?

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„Du willst Medizin studieren? Aha... sehr interessant! Da hast Du Dich sicherlich für den Leistungskurs Biologie entschieden und Chemie oder Physik als schriftliches Fach im Abitur – oder etwa nicht? Wie bitte, Du hast die Leistungskurse Französisch und Geschichte belegt und traust Dich, mit dieser Vorbereitung ein Medizinstudium auf Dich zu nehmen? Na, viel Spaß dabei! Damit erlebst Du noch nicht mal das Physikum!“ – So oder ähnlich lauten die Fragen und Standardkommentare über die wichtigen und weniger wichtigen Fächer, die für das Medizinstudium als unabdingbar gelten.

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Ohne Biologie-LK keine Chance in der Vorklinik?
von Claudia Beyrich


Aud dem Boden der vermeintlichen Tatsachen
Bei mir war es der Bio-Lehrer, der mich mit diesen Fragen auf den Boden der vermeintlichen Tatsachen zurückholte. Denn dieser Einwurf des Lehrers saß bei mir erst einmal. Endlich hatte ich mich entschieden, was ich nach dem Abitur studieren wollte, und dann so etwas. Mein Biologie-Lehrer hatte mich zugegebenermaßen mit der obigen Aussage total geschockt! Und ich begann auf seine Einwände und Anmerkungen hin nun wirklich, verschärft und kritisch nachzudenken: Wie soll ich das schaffen?

Das Kreuz mit dem Kreuz der Fächerwahl in der Oberstufe
Meine Ausgangssituation hinsichtlich der Fächerwahl in der Oberstufe war die folgende: Chemie und Physik hatte ich nach der 11. Klasse abgewählt, Biologie nur als Grundkurs belegt und das auch nur in der 12. Klasse. Vom Lehrstoff dieser Fächer hatte ich auch bei angestrengtem Nachdenken wahrlich keine profunden Kenntnisse mehr parat: Atmungskette und Co? Keine Ahnung. Zellzyklus? Nun, ich hatte das Wort einmal gehört, auch der Klostermönch und Erbsenzüchter Mendel sagte mir nur dem Namen nach etwas. Die Punkte aus dem Bio-Grundkurs musste ich ja auch nicht ins Abitur einbringen und meine Bewerbung an die ZVS hatte ich auch schon abgeschickt.

Hatte ich die richtige Studienwahl getroffen?
Angst, Ungewissheit bis hin zur Panik machte sich in der Folgezeit immer wieder bei mir bemerkbar. Und immer wieder kreisten diese Fragen in meinen Gedanken: Habe ich die falsche Entscheidung getroffen? Kann ich gar kein Medizin studieren, weil ich den naturwissenschaftlichen Unterricht an der Schule nicht gerade als pädagogisch äußerst empfehlenswert und für mich persönlich höchst interessant eingestuft habe? Was tun? Französisch und Geschichte Leistungskurs – das gibt schon was her...zumindestens für ein Lehramtsstudium: Ich wollte aber kein Lehramt, sondern Medizin studieren.

Schwarze Nächte und Lichtmomente der Hoffnung
Eine verzwickte Lage, die mich an den Rand der gedanklichen Verzweiflung trieb, doch auch Lichtmomente in dieser Zeit des Haderns und Zögerns leuchteten auf: Oh, ganz ruhig...Schön locker und relaxed...Warum soll das nicht gehen...So dumm bin ich doch hoffentlich nicht, dass ich das nicht irgendwie hinkriege....Grübel....Oh,nein...Da fällt mir noch was auf: In PHYSIKum steckt das böse Wort drin....Nein, nicht rückfällig werden...DU schaffst das... – Ich versuchte mich zu beruhigen, was mir mehr oder minder, keinesfalls aber immer gelang. Dieses innerliche Zögern und Zaudern ging dann im Prinzip bis zum Semesterbeginn im Oktober weiter.

Die ersten Tage an der Uni: Ich kam mir klein und dumm vor
Ein paar schlaflose Nächte später war ich bei den Erstsemestertagen im Oktober angekommen. Ich war total aufgeregt und konnte in der Nacht zuvor wieder einmal so gut wie gar nicht schlafen Beim ersten Blick in den Spiegel dachte ich noch: „Mist: Augenringe wirken so gar nicht sexy und souverän-Medizinstudent-mäßig oder?“. Dann der Gang zu den ersten Veranstaltungen an der Uni. Ich kam mir total klein und dumm vor in der großen Masse der Erstis: Oh Mann, hier sind alles Leute, die bestimmt endschlau sind und ziemlich viel Ahnung von Physik, Mathe und solchem Zeug haben...Die sehen alle so intelligent aus - seufz....und ich? Aber irgendwie stellte ich nach einer Weile fest, dass ich gar nicht die einzige war, der es so erging. Ich kam so langsam ins Gespräch und merkte, dass fast jeder in irgendeiner Art und Weise Angst hatte vor dem, was auf uns zu kam, und das beruhigte mich ein wenig.

Nach einiger Zeit lief das Studium
Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich in diesen Tagen gefühlt habe und dass es noch einige Zeit gedauert hat, bis ich mich an den Gedanken gewöhnt hatte, dass alles schon irgendwie läuft. Nach der ersten Klausur sagst Du dir: „OK - die war ja auch ganz leicht oder das war halt mal Glück“ und die Klausuren kommen und gehen und den Stress, den man sich für die ersten gemacht hat, tut man sich in der Folgezeit längst nicht bei jedem Testat an. Das Bestehen ist dann längst nicht immer nur Glückssache – man stellt mit einem Mal stolz fest, dass es doch immer irgendwie einen Weg gibt, den einen oder anderen Schein zu erlangen.

Bin ich im falschen Film? Nein - ich habe das Physikum!
Und irgendwann kommt dann der Augenblick, in dem es Dir dann so geht wie mir: Du stehst im Prüfungsamt Schlange und wartest auf Dein Physikumszeugnis. Ihr könnt mir glauben: Ich hab echt gedacht, ich bin im falschen Film. Jetzt stehe ich hier mit dem Physikum in der Tasche. Ich hab die erste Hürde geschafft und das Wichtigste: Ganz ohne Bio-Leistungskurs oder Physik-Grundkurs in der Oberstufe. Ich hatte es wirklich geschafft, ich, die ich in der Schule immer das absolute Chemie-Weichei, der Nullchecker in Sachen Organik, Strukturformeln und Co. war.

Der Boden der wirklichen Tatsachen: Die Klinik naht
So im Stillen dachte ich bei mir: Es ist schon ein kleiner Wahnsinn, dass man vieles schafft, wenn man nur will und ein bisschen auf sich selbst vertraut. Ein kleines Fazit in Hinblick auf das Unken des eingangs erwähnten Bio-Lehrers (der ja stellvertretend für viele Meinungen dieser Art steht) konnte ich mir auch nicht verkneifen: Welch ein Glück, dass ich meinen eigenen Kopf habe und nicht immer nur auf das höre, was andere sagen, denn sonst würde ich jetzt wahrscheinlich nicht hier sitzen, stolz auf mein Physikumszeugnis schauen, voller Vorfreude auf die klinischen Semester blicken, die bald anstehen, sondern wahrscheinlich – einen Geschichtsaufsatz korrigieren. Da sind mir Strukturformeln, Zellaufbau und Organellen doch lieber…

   
Autor(in): Claudia Beyrich ([email protected])
  
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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Klein-Fritzchen fragt seine Mutter: "Mama, darf ich heute ins Freibad? Heute wird der Einer geöffnet!" Die Mutter antwortet: "Klar, mein Sohn, sollst doch schließlich Deinen Spaß haben!" Abends kommt Fritzchen mit einem gebrochenem Arm nach Hause. Am nächsten Tag fragt Fritzchen dennoch wieder: "Mama, darf ich heute wieder ins Freibad? Heute wird der Dreier eröffnet."

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Die Mutter erwidert: "Klar, mein Sohn, darfst du, gerne." Abends kommt Fritzchen mit einem rechten gebrochenem Arm zurück. Am nächsten Tag fragt Fritzchen wieder seine Mutter: "Mama, darf ich ins Freibad? Heute wird der Fünfer geöffnet!" Die Mutter sagt: "Ja, mein Schatz!" Am Abend kommt Fritzchen mit zwei gebrochenen Beinen nach Hause. Am nächsten Tag sagt er zu seiner Mutter: "Mama, darf ich ins Freibad? Heute wird das Wasser eingelassen!"

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 5. dfa-Famulaturbericht Athen

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Ich wollte aus mehreren Gründen eine Famulatur in Griechenland machen. Zum einen studiere ich nicht nur Medizin, weil ich Ärztin werden möchte, sondern auch weil mich die Gesundheitssysteme anderer Länder sehr interessieren. In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger sich auch mit fremden Systemen auseinandersetzen, da Europa zusammen wächst und man sich bei den Nachbarn etwas abschauen kann, um das eigene System zu verbessern. Zum anderen interessiere ich mich für das Land, in dem die Wiege der Demokratie stehen soll: Griechenland. Vor allem aber für Athen, über dessen Geschichte und Kultur ich mehr erfahren wollte.

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dfa-Famulaturbericht Athen, Griechenland
von Sandy

Organisation
Ein weiterer wichtiger Grund war für mich, dass ich gehört hatte, die medizinische Ausbildung in Griechenland solle praktischer gestaltet sein als es in Deutschland häufig der Fall ist. All dies wollte ich im Rahmen meiner Famulatur näher unter die Lupe nehmen. Die Organisation lief über den DFA. Ich habe mich fristgerecht beim DFA, wie üblich, für drei Länder beworben und zu meiner Freude einige Zeit später die Zusage aus Deutschland für Athen bekommen. Nach Erhalt dieser, sollte ich auf Post aus Athen warten. Als ca. 5-6 Wochen vor Famulaturbeginn noch nichts angekommen war, kontaktierte ich den Bonner DFA. Die versprachen mir, sich darum zu kümmern. Einige Zeit später bekam ich Post. Darin stand unter anderem, dass die Griechen meinen Bewerbungsbogen erst jetzt erhalten hätten...Zunächst fielen die Informationen aus Athen etwas spärlich aus, nach zahlreichen Mails hin und her (die immer schnell und in sehr gutem Englisch beantwortet wurden) wusste ich alles, was ich wissen musste um loszudüsen.

Anreise
Ich erkundigte mich am Frankfurter Flughafen direkt nach den günstigsten Flügen. Ich fuhr hin und landete bei Olympic Airways, einem griechischem Anbieter. Hier erfuhr ich, dass man bereits für 199 Euro hin und zurück fliegen kann. Der Service war sogar besser als bei den deutlich teureren deutschen Airlines und mit dem Gepäck gibt es auch viel weniger Probleme (wenn man ein bisschen mehr hat…).

Unterkunft und Verpflegung
Ich hatte eine sehr preisgünstige (kostete nix) Unterkunft direkt auf dem Krankenhausgelände. Es gab einen Pförtner, sodass das Gelände nicht allgemein zugänglich war. Ich hatte ein kleines Einzelzimmer mit eigenem Bad/WC. Einfach, aber sehr o. k. Das einzige, was bisweilen beseitigt werden musste, waren einige Ameisen, die darin spazieren gingen. Bettwäsche und Handtücher gab es in der Klinik (frisch so oft ich wollte), zweimal am Tag konnte ich am Klinikessen teilnehmen, wenn ich wollte. Jeweils 2 Gerichte mit Salat, Brot, Obst oder Joghurt und anderen kleineren Speisen. Das Essen war sehr gut, wenn man die Mediterrane oder griechische Küche mag. Meistens habe ich nur einmal gegessen und war dann in der Stadt unterwegs.

Lebenshaltungskosten
Durch die Nutzung der Klinikküche ziemlich niedrig, da ich morgens meist fast nichts und abends oft kleinere Sachen von irgendeinem Bäcker/ Bistro/ Souvlakistand gegessen habe. Diese Blätterteigringe/ Souvlakispieße usw. sind auf jeden Fall billiger als in Deutschland. Etwas trinken oder richtig essen zu gehen ist allerdings ziemlich teuer, abendliches Ausgehen ist noch teurer.

Mobilität/Verkehrsverbindung
Für 1,50 Euro und 2 Passfotos habe ich einen Studentenausweis bekommen, mit dem die Metrotickets die Hälfte gekostet haben (Monatskarte 18Euro). Die Verkehrsanbindungen sind in der Stadt super. Die Metro ist niegelnagelneu und fast die kompletten Bauten bestehen aus reinstem feinstem Mamor. Das glaubt man nicht, wenn man nicht davor steht! Die Anbindungen, um weiter weg zu fahren, tiefer rein nach Griechenland, sind nicht so gut. Die Busse verkehren seltener und brauchen ziemlich lange. Es lohnt sich aber auf jeden Fall mit der Bahn ins Land zu fahren, z. B. nach Korinth und evt. hoch bis Akrokorinth. Das Meer erreicht man aber auch schon per Metro!

Das Krankenhaus
Von außen ein sehr feudales Gebäude, innen aber nicht ganz so luxuriös für die Patienten. Auf Station 2–6 Bettzimmer, pro Zimmer 1-2 Bäder, aber nur ein Telefon pro Zimmer und daher insgesamt nicht viel Privatsphäre. Die OPs sind neu eingerichtet. 4 Stück die teilweise mit den Chirurgen genutzt werden. Im Areteion befindet sich die Gynäkologie, die Chirurgie, Pädiatrie und Anästhesie.

Gynäkologie
Hauptunterschied zu Deutschland war für mich, dass Mamma-CAs fast ausschließlich von den Chirurgen betreut und operiert werden. Es gab viele Ovarial-CAs (oft späte Stadien), einige Vulva-CAs (sieht man bei uns eher selten) prae- und post- und post-post-OP! Nahezu alle Bereiche der Gynäkologie waren vertreten, alle abteilungen mit einem Professor besetzt, z. B. in Endokrinologie, Frühdiagnostik, Onkologie. Besonderer Forschungsschwerpunkt ist die Kinder- und Jugendgynäkologie unter Herrn Prof.Dr.Creatsas (Chef und gleichzeitig Dekan der Universität Athen). So oft ich wollte und etwas interessantes anlag, war ich im OP. (Beckenbodenplastiken, Vaginaplastik bei fehlender Vagina..., natürlich auch Total-OPs...) Immer, wenn mich etwas sehr interessierte habe ich gefragt, ob ich assistieren kann, was immer ging, und ich habe einige Kürettagen selbst durchgeführt.

Geburtshilfe
Insgesamt 4 Kreissäale mit einem Verbindungsraum in der Mitte sind sozusagen das Herz der Geburtshilfe. Für mich sehr interessant, da ich an meiner Uni leider keine Geburt gesehen habe. Auch bin ich recht häufig in die Klinik gegangen, wenn mein Mentor Dienst hatte und sonst kein Student da war. Dann konnte ich unheimlich viel sehen und auch helfen oder z. B. mal den Stand der Geburt selbst überprüfen ( wie weit ist der Kopf des Babys im Becken schon vorgedrungen...). Ich habe sehr viele Kaiserschnitte ( auch ein Zwillingspäarchen) gesehen, sehr viele Geburten miterlebt und dabei geholfen (auch eine Sturzgeburt nach Verkehrsunfall...)

Stationsablauf
Montags, Mittwochs und Freitags ging es um 8:00Uhr mit der Morgenbesprechung los (ca. 1½ h), dann Aufnahmen, Anamnesen (habe ich teilweise bei Englisch oder Deutsch sprechenden Pat. selbst durchgeführt, ansonsten war ich in Begleitung meines Mentors, eines mir zugewiesenen Assistenzarztes, der hervorragend Deutsch sprach und mir permanent simultan übersetzte, auch in der Morgenbesprechung, bei der alltäglichen Arbeit und bei den Dienstag abend stattfindenden Fortbildungen) Untersuchungen fanden in einem kleinen Zimmer neben dem Stationszimmer statt, auch da habe ich einige Untersuchungen und PAP-Tests selbst durchgeführt. Dienstag und Donnerstag waren Haupt-OP-Tage. Interessant fand ich, dass die Ärzte unheimlich viel Papierkram und einfach Befundholerei (Faxe sind Mangelware) zu erledigen hatten. In Griechenland muss man bei der Aufnahme in eine Uniklinik (staatlich) unterschreiben, dass man mit der Behandlung und Untersuchung durch Studenten einverstanden ist, sonst wird man nicht aufgenommen! Assistenzarztstellen werden nach Warteliste vergeben, unabhängig von Noten; je beliebter eine Stelle ist, desto länger muss man warten, deswegen arbeiten viele Ärzte im Ausland um die Zeit zu überbrücken. Das kann man ohne Probleme, da man nach Ende des Studiums vollapprobiert ist und als Arzt arbeiten darf!

Kultur und Freizeit
Athen bietet Unmengen von alldem. Museen, Theater, Antikes: Akropolis, Tempel aller Art, das antike Olympiastadion und die neuen Bauten für Olympia, Plaka... Und natürlich Kneipen und Clubs in Hülle und Fülle. Viele von den außerhalb der City liegenden Sachen bekam ich am Anfang nur mit Hilfe meines Mentors und seines Autos zu sehen, nach einer Weile hatte ich mich aber mit einer Studentenclique angefreundet, mit der ich sehr viel unternommen habe. Ich bin aber auch einfach allein los, was absolut kein Problem war.

Fazit
Ich rate jedem Studenten, der nur etwas Interesse für das Ausland hat, eine Famulatur oder ein Semester irgendwo auf dieser Welt zu machen! Nicht immer nur Amerika! Viel lehrreicher und faszinierender ist es da, wo vor Euch noch nicht so viele waren. Also: Auf in die Welt und viel Spaß und Erfolg!!!

Adresse des Krankenhauses:
Areteion University Hospital
2 nd Department of Obstetrics and Gynecology
Chairman Prof. G. Creatsas
Vas. Sofias 76
Athens 11528
Greece

Mailkontakt:Für alle die, die Interesse an Athen und Griechenland insgesamt haben, hier meine E-mail-Adresse: [email protected]. Vielleicht dauert die Antwort ein bisschen, aber sie kommt bestimmt!


Diesen Famulaturbericht präsentieren wir Euch in Kooperation mit dem dfa (Deutscher Famulantenaustausch).
Auf den Webseiten des dfa findet Ihr nicht nur diesen und weitere Erfahrungsberichte rund um den Globus, sondern auch vielfältige Hilfen bei der Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes.

zur Webseite des dfa
(Deutscher Famulantenaustausch)
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Autor(in): Sandy (Email der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
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 6. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Die Wirrungen zweier Buchstaben und eines Punktes' von Jens Schaumberg

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 7. Zwischen den Zeilen "Erste Hilfe"

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Titel: Erste Hilfe
Autor(en): Köhnlein, Weller
Verlag: Georg Thieme Verlag
ISBN:3133623109
Preis: 24,95
Medizinlehrbuch

„Ein kleiner Unfall ist geschehen- rasch heißt´s, nach einem Doktor sehen...“ - Was jedoch, wenn dieser von Eugen Roth beschriebene Fall eintritt und man gezwungen ist, selbst erste Hilfe zu leisten ? Wer erinnert sich denn schon noch genau an den oft Jahre zurückliegenden Erste-Hilfe-Kurs? Dieses Buch richtet sich an diejenigen, die als Laien im Umgang mit eventuellen Notfällen eine gewisse Sicherheit haben möchten.

Allgemeine Richtlinien wie Sicherung der Unfallstelle werden genauso angesprochen wie spezielle Maßnahmen bei unterschiedlichsten Notfällen. In verständlicher Sprache behandelt das Buch die Grundlagen, die für eine effiziente Erste Hilfe notwendig sind. Kapitelweise und didaktisch hervorragend gegliedert, werden dann im Folgenden allgemeine und spezielle Notfälle abgehandelt. Wichtige Sachverhalte wurden durch farbige Hervorhebungen markiert, sodass sich der Leser schnell und einprägsam das Wichtigste merken kann. Ein ausführliches Fremdwortverzeichnis sowie ein Überblick über die Rettungshubschrauberstützpunkte ergänzen das Buch. Für den schon geübten Ersthelfer werden kleinere ärztliche Maßnahmen beschrieben, die er in Notfällen selbst durchführen kann.

Das Buch „ Erste Hilfe“ von Edzard Köhnlein und Siegfried Weller ist als Softcover–Ausgabe im DIN-A-5-Format im Thieme-Verlag erschienen und bietet mit einem Preis von 24,95 Euro ein ausgezeichnetes Preis- Leistungs- Verhältnis. Für Ersthelfer und interessierte Laien bietet dieses Buch alles, was man von einem Leitfaden der Ersten Hilfe erwartet.

   
Autor(in): Trojan Urban ([email protected])
  
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 8. Geschickt geklickt: 5 neue Linktipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor, das Ihr komplett hier findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte in unser Linkverzeichnis ein. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.

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Diese Woche stellen wir euch aus den Linktipps vor:

Surftipp 1 anatomische 3D-Modelle Klicks: 552
Auf dieser Site der Saarland-Uni gibt's ausgewählte 3D-Modelle zu diversen anatomischen Strukturen - sehr interessant!

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/1509.php


Surftipp 2 Göttingen Biochemie-Klausur SS 2000 Klicks: 538
Uni Göttingen - 3. Biochemieklausur im SS 2000 - Quelle: http://www.goemed.net

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/1240.php


Surftipp 3 Anatomie Schnittbilder Klicks: 531
Schnittbilder durch den ganzen Körper in jeder Ebene

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/1091.php


   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 9. Nachwuchmangel in der Herzchirurgie befürchtet

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(idw) Seit 1991 verringerte sich der chirurgische Nachwuchs in Deutschland um 40 Prozent, ab 2008 wird sich der Chirurgen-Mangel negativ auf den Klinikbetrieb und die Patientenversorgung auswirken, Deutschlands Herzchirurgen schlagen Alarm. Bei einer aktuellen Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) zeigten sich 45,6 Prozent der befragten herzchirurgischen Assistenten mit den bestehenden Weiterbildungs-Möglichkeiten "unzufrieden" oder bezeichneten diese als "nicht akzeptabel".

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Mediziner warnen: "Herzchirurgen geht der Nachwuchs aus"
Es zeigte sich ein Attraktivitätsverlust der Herzchirurgie durch Belastung mit nicht-medizinischen Tätigkeiten, den Mangel an Zukunftsperspektiven und die insgesamt hohe Arbeitsbelastung. Eine spezielle Nachwuchskommission der DGTHG will diesen bedenklichen Entwicklungen gegensteuern. "Ab 2008 wird ein Mangel an Chirurgen mit Auswirkungen auf den Klinikbetrieb und die Patientenversorgung prognostiziert", warnte Prof. Dr. Uwe Mehlhorn, Klinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Klinikum der Universität zu Köln, auf der Auftakt-Pressekonferenz der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie. "Seit 1991 ist ein Rückgang der jungen Chirurgen um 40 Prozent zu verzeichnen."

Umfrage: Assistenten kritisieren Weiterbildungs-Defizit und Attraktivitätsverlust der Herzchirurgie
Das Problem des Nachwuchsmangels betreffe nicht nur die Herzchirurgie, sondern ganz allgemein die Chirurgie. Um dieser dramatischen Entwicklung seitens der Herzchirurgie Rechnung zu tragen, hat die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) eine "Kommission zur Förderung des herzchirurgischen Nachwuchses" eingerichtet. Eine von dieser Kommission in Auftrag gegebene aktuelle Umfrage, die von 432 Assistenten - etwa 40-50 Prozent aller herzchirurgischen Assistenten in Deutschland - beantwortet wurde, ergab ein problematisches Bild. Prof. Mehlhorn: "Zentrale Ergebnisse der Assistentenumfrage waren die hohe Unzufriedenheit mit bestehenden Weiterbildungskonzepten und damit verbunden die Forderung nach einem strukturierten 'Weiterbildungscurriculum Herzchirurgie'" Im Detail: 45,6 Prozent der Befragten waren mit den bestehenden Weiterbildungs-Möglichkeiten "unzufrieden" oder bezeichneten diese als "nicht akzeptabel". Nur 27,6 Prozent der Befragten waren mit dem Angebot "zufrieden", 24,8 Prozent "teilweise zufrieden".
Prof. Mehlhorn: "Es zeigte sich auch ein Attraktivitätsverlust der Herzchirurgie insbesondere durch Belastung mit nicht-medizinischen Tätigkeiten wie der Dokumentation, sowie durch den Mangel an Zukunftsperspektiven und die insgesamt hohe Arbeitsbelastung." Es müsse unbedingt verhindert werden, so Prof. Melhorn, dass diese Probleme zu Engpässen und Qualitätseinbussen in der Patientenversorgung führen.

Neues Weiterbildungs-Curriculum und systematische Image-Verbesserung
Die Nachwuchskommission hat bereits auf diese problematische Entwicklung reagiert und ein strukturiertes, modular aufgebautes Weiterbildungs-Curriculum Herzchirurgie erarbeitet, sowie ein Konzept zur gezielten Akquisition des studentischen Nachwuchses für die Herzchirurgie. Prof. Mehlhorn: "Schwerpunkte sind hier insbesondere die Motivation von Studenten für die herzchirurgische Forschung und die klinische Weiterbildung zum Herzchirurgen sowie die Optimierung der Darstellung der Herzchirurgie in der Öffentlichkeit."

Politik gefordert: Bessere berufliche Perspektiven und angemessene Bezahlung
Die Nachwuchskommission weist allerdings darauf hin, dass durch die DGTHG direkt zu beeinflussende Faktoren alleine nicht ausreichen, um das Nachwuchsproblem in der Herzchirurgie langfristig und effektiv anzugehen. Prof. Mehlhorn: "Hier sind auch Politik und Gesellschaft gefordert, Maßnahmen zur Förderung des Nachwuchses umzusetzen. Dazu zählen vor allem auch eine Verbesserung der beruflichen Perspektiven, die Schaffung adäquater Einkommensmöglichkeiten, das Herstellen von Arbeitsbedingungen mit einem sozial verträglichem Maß an Überstunden und Diensten, die Bezahlung tatsächlich geleisteter Arbeit, die Änderung der Tarifstruktur sowie die Entlastung von nicht-medizinischen Tätigkeiten wie der Dokumentation."

Weitere Informationen:
Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG)

http://www.gstcvs.org
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)
http://www.dgk.org
 


Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft

   
Autor(in): Christiane Limberg (DGK) ([email protected])
  
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Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG)

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 10. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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