11.03.2005

Ausgabe 260/05

Anzeige: Junge Ärzte aufgepasst!
Weiterbildung und Arbeitsbedingungen: Hartmannbund startet Umfrage
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wie jeder zu sich selbst, so verhält er sich auch zu seinem Freunde.
(Aristoteles)


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 Editorial
  

Hallo,
mitten in der heißen Phase der Prüfungen sei zunächst allen Examenskandidaten die Daumen gedrückt! Passend zu der gerade laufenden Prüfungsphase stellen wir Euch den neuen Service der statistischen Examensauswertung genauer vor, mit dem Ihr Eure Ergebnisse in der Prüfung auswerten könnt.

Apropos Prüfung: Medizinstudenten sind (leider) immer mit dem Bereich 'Lernen' konfrontiert, deshalb haben wir eine neue Umfrage mit Gewinnspiel zu den Themen 'Lernen und Examensvorbereitung' ins Netz gestellt. Außerdem berichten Medizinstudenten aus Hamburg in einem Interview, was sie von der Maßnahme des dortigen LPA halten, die Prüfungshefte nach dem Examen einzusammeln.

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In der Rezension der heutigen Ausgabe stellen wir Euch einen wirklich eleganten Weg vor, sich die Grundlagen der Medizin im Fachgebiet der Pathophysiologie anzueignen. Erfreulicherweise stellte der Thieme Verlag 5 Exemplare des Buches zur Verlosung zur Verfügung! Mehr zum Gewinnspiel findet Ihr im Rahmen der Buchrezension.
Der PJ-Bericht von Michael endet mit dem heutigen dritten Teil, in dem er die Erfahrungen aus seinem Aufenthalt in dieser Metropole New York noch einmal Revue passieren lässt. Schließlich sei allen am Schreiben Interessierten mit Berufsambitionen auf diesem Gebiet der Hinweis auf den neuen Studiengang 'Wissenschaftsjournalismus' an der FH Darmstadt empfohlen und mit einem Studienergebnis auf die Frage 'Wie ernähren sich die Deutschen im Alltag?' runden wir diese Ausgabe der Onlinezeitung ab.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

PS: Lass Deine Examensergebnisse statistisch auswerten! Der neue Auswertungsservice von MEDI-LEARN

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Up-to-date: Arztverdienst und Tierversuche
2.Lernen für das Examen: neue Umfrage von MEDI-LEARN
3.Neuer Service: statistische Auswertung Deines Examens
  
4.Lachen ist gesund - Witz der Woche: Beine
5.PJ in New York (3)
6.Hamburger Studenten nach dem Examen ohne Prüfungshefte
  
7.Zwischen den Zeilen: Pathophysiologie elegant nahegebracht
8.Geschickt geklickt: Biochemie, Schweiz und Histo
9.Wissenschaft verständlich machen - Neuer Studiengang
  
10.Wie ernähren sich die Deutschen im Alltag?
11.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

Die Onlinezeitung gibt es nun auch als Druckversion im PDF Format. Zum Öffnen der Datei benötigt ihr die kostenlose Software Acrobat Reader.

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Für den Fall, dass die Onlinezeitung in eurer Email nicht richtig angezeigt wird, findet ihr noch einmal komplett Online unter
http://www.medi-learn.de/seiten/onlinezeitung/1/260/index.shtml

  

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 1. Up-to-date

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Die Umfrage: Tierversuche
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=16378
  
Das Thema: 250.000 Euro pro Jahr als Arzt in Deutschland verdienen?
Direktlink zum Thema im Forum
  

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 2. Neu: Die Lernumfrage von MEDI-LEARN

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Das Lernen nimmt im Medizinstudium mit seinen zahlreichen größeren und kleineren Prüfungen einen breiten Raum ein: Für viele laufen gerade die Examina und sicherlich könnt Ihr ein Lied davon Singen. Wir sind an einem bundesweiten Stimmungsbild interessiert und haben zu diesem Zweck eine Umfrage zum Thema 'Lernen und Examensvorbereitung' samt Gewinnspiel konzipiert, die wir im Folgenden vorstellen möchten. Die Umfrage ist in weniger als 10 Minuten ausgefüllt, sodass wir auf rege Teilnahme hoffen!

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Wir möchten wissen, wie Ihr lernt:
Die Umfrage 'Lernen und Examensvorbereitung

Mit der Umfrage 'Lernen und Examensvorbereitung' möchten wir gerne ein Bild von Eurem Lernverhalten gewinnen: Welche Bücher habt Ihr während der Examensvorbereitung genutzt, wieviele Stunden lernt Ihr pro Tag und wie lange habt Ihr Euch insgesamt für die Examensvorbereitung Zeit genommen? Dies sind einige der Fragen, die wir Euch im folgenden stellen möchten. Der Fragebogen ist so aufgebaut, dass die Beantwortung der Fragen in weniger als 10 Minuten möglich sein sollte.

Wir sind an Feedback zu den Webseiten interessiert
Zusätzlich sind wir daran interessiert zu erfahren, welche Anregungen, Kritik, Lob und Ergänzungsvorschläge Ihr für die Webseiten von MEDI-LEARN weitergeben möchtet: Wenn Ihr schon immer die eine oder andere Sache auf den Webseiten ansprechen wolltet, die Euch gut oder schlecht gefällt, die Ihr noch vermisst, so findet Ihr in der Umfrage ebenfalls Raum. An diesen sind wir natürlich sehr interessiert, damit wir unseren Service an Eure Interessen angleichen können.

Was passiert mit den Ergebnissen?
Wir werden die interessantesten Ergebnisse zum Thema 'Lernen und Examensvorbereitung unter Medizinstudenten' in Artikelform auf den Webseiten und in der Onlinezeitung von MEDI-LEARN veröffentlichen, sind bereits jetzt sehr gespannt auf Eure Angaben und bedanken uns schon an dieser Stelle für Eure Teilnahme.

Gibt es etwas zu gewinnen?
Ja, klar! Als Dankeschön für die Teilnahme an der Umfrage gibt es einen Premium-Cartoon von Rippenspreizer und wir verlosen unter allen Teilnehmern folgende Buchpreise (Die Umfrage läuft bis 31. Mai 2005, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen):
5 x Basiswissen Biochemie mit Pathobiochemie (Löffler, Springer-Verlag)
5 x Pathologie kompakt (Bornhoft, Springer-Verlag)
3 x Notfallmedizin (Ziegenfuss, Springer-Verlag)
3 x Dermatologie (Fritsch, Springer-Verlag)
30x TNM-Pocketcard (Börm Bruckmeier Verlag)

[Klick hier zur Umfrage Lernen und Examensvorbereitung]


Wir danken für Eure Teilnahme!
Euer MEDI-LEARN Team

   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
Links zum Artikel:

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zur Umfrage 'Lernen und Examensvorbereitung'
  
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Topaktuelle Jobanzeigen
(03/2005)

1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale

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2. Assistenzärztin/-arzt Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

Weitere Informationen erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der Rhön-Klinikum AG oder per Email unter [email protected].

  

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 3. Statistische Examensauswertung Deiner Ergebnisse

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Dieses Jahr bietet MEDI-LEARN erstmals auch einen statistischen Examensservice an. Nach Eingabe Eurer Ergebnisse werden diese automatisch mit den Ergebnissen der anderen Studenten verglichen. So bekommt Ihr schon nach kurzer Zeit eine "Hochrechnung" zu Eurem Abschneiden. Zusätzlich werden Eure Ergebnisse automatisch mit den Literaturergebnissen von MEDI-LEARN verglichen, so dass Ihr Euch das mühsame Auszählen sparen könnt.

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Stan erklärt Euch das neue Angebot
Sein Name ist Stan und er ist ein Urgewächs des MEDI-LEARN Teams. Im folgenden möchte er Euch kurz die verschiedenen Serviceleistungen von MEDI-LEARN während der Examensauswertung erläutern.

Um Euer Examensergebnis richtig interpretieren zu können, ist es sehr wichtig, die verschiedenen Ergebnisse zu unterscheiden. MEDI-LEARN bietet die sogenannte "Literaturauswertung" und die sogenannte "statistische Auswertung" an.

Die Literaturauswertung:
MEDI-LEARN Dozenten lösen die aktuellen Examensfragen
MEDI-LEARN stellt seit 1996 am Examenstag eine Auswertung der Prüfungsfragen ins Internet. Diese sogenannte Literaturauswertung wird durch die MEDI-LEARN Examensexperten erstellt, die ebenfalls die Repetitorien zur entsprechenden Prüfung anbieten. In Marburg sind die Dozenten damit beschäftigt, die Fragen Eures Examens mit Hilfe der neuesten Fachliteratur zu lösen. In der Vergangenheit stimmten die endgültigen MEDI-LEARN Ergebnisse zu über 99% mit den Ergebnissen des IMPPs überein.

Da auch das MEDI-LEARN Team erst am Ende der Prüfung die Examensfragen bekommt und dann beginnt diese auszuwerten, kann ca. zwei Stunden nach der Prüfung mit den ersten Ergebnissen gerechnet werden. Die Ergebnisse sind in der Regel abhängig von der Fragenanzahl am frühen Abend fertig. Damit die Wartezeit nicht zu lang wird, veröffentlicht MEDI-LEARN während der Auswertung regelmäßig einen sogenannten "Stand der Dinge". Lösungen, die im "Stand der Dinge" veröffentlicht werden, können sich noch ändern - sollte Dir eine Lösung auffallen, bei der Du anderer Meinung bist, kannst Du Deinen Kommentar gerne im Forum posten. Das Auswerterteam sichtet und überprüft diese Einwände und ändert ggf. die Lösung.

Die statistische Auswertung:
Vergleich der studentischen Ergebnisse

Die statistische Auswertung wird in diesem Jahr erstmals direkt auf den Seiten von MEDI-LEARN angeboten. Bei dieser Auswertung werden Deine Ergebnisse mit denen der anderen Studenten verglichen. Als richtig gewertet wird die Lösung, die am häufigsten gewählt worden ist. Je mehr Studenten sich an der statistischen Auswertung beteiligen, um so genauer wird diese. Dennoch solltest Du die Auswertung nur als erste Tendenz nehmen - Dein Ergebnis wird sich im Laufe des Tages noch verändern und von der oben beschriebenen Literaturauswertung, die sehr nah an den IMPP Lösungen liegt, abweichen.

Das Auswertungstool:
Dozenten-Auswertung und statistische Auswertung im Vergleich

Im Auswertungstool bieten wir Dir beide Ergebnisse: D.h. Deine Ergebnisse werden zunächst statistisch verglichen und Dir wird eine erste Tendenz gezeigt. Sobald MEDI-LEARN erste Ergebnisse veröffentlicht, werden Deine Lösungen mit der Literaturauswertung von MEDI-LEARN verglichen und das Ergebnis wird Dir im Tool angezeigt.

Bitte beachte, dass Deine Prozentzahl sich im Laufe des Tages noch verändern kann, wenn mehr Ergebnisse von MEDI-LEARN veröffentlicht werden bzw. einzelne Ergebnisse geändert werden.


Wo und wie kann ich mich für die statistische Auswertung des Examens anmelden?
Um diesen Service nutzen zu können, musst Du in den Foren von MEDI-LEARN registriert sein. Für die Registrierung ist lediglich eine gültige Emailadresse notwendig. Wenn Du noch keinen Usernamen hast, dann registriere Dich zunächst in den MEDI-LEARN Foren, um anschließend den Service nutzen zu können.

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Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected])
  
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* Vollständige Einführung in die EKG-Interpretation

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* Über 170 vierfarbige, didaktisch durchkonzipierte Zeichnungen

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EKG-Interpretation leicht gemacht mit dem "EKG-Kurs für Isabel"

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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Ein Zoologie-Student steht mitten im Examen. Der Professor deutet auf einen halbbedeckten Käfig, in dem nur die Beine eines Vogels zu sehen sind. "Welcher Vogel ist das?" - "Weiß ich nicht." - "Ihren Namen bitte!" - Da zieht der Student seine Hosenbeine hoch: "Raten Sie mal!"

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Medi-Lachparade in den Foren
  
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Medizinstudenten im Hartmannbund

Junge Ärzte sind gefragt!

Hartmannbund startet bundesweite Umfrage zur Arbeitssituation in den Kliniken und zur Weiterbildung

Mit den bundesweit anonym erhobenen Daten kann der mit stichhaltigen Argumenten unterfütterte Druck auf die Politik erhöht werden.

Machen Sie an der bundesweiten Befragung mit und schildern Sie uns Ihre Arbeitsbedingungen im Krankenhaus.

[ zum Fragebogen- klick hier! ]

  

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 5. PJ-Tertial in New York (3)

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Nach Berichten über umfangreiche Vorbereitungen, die er für sein PJ in New York zu treffen hatte, lieferte uns Michael in der letzten Folge der Artikelserie Erfahrungen in den Krankenhäusern. Im heutigen dritten und letzten Teil zieht er noch einmal im Rückblick das Fazit aus dieser eindrücklichen Zeit.

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Klinik in Übersee: Mein Innere-PJ (Teil 3)
Mount Sinai Hospital in New York und im Duke University Hospital, Durham USA
von Michael O.(LMU-München, 12.Semester)

Sprachprobleme mit Ärzten und Patienten
Wirkliche Sprachprobleme traten im großen und ganzen nicht auf. In der ersten Zeit war es für mich noch sehr anstrengend, den ganzen Tag dem Englischen zu folgen, zumal die meisten Ärzte viele verschiedene Nationalitäten hatten und somit jeder sein “eigenes” Englisch bzw. seinen eigenen Akzent sprach. Außerdem fehlten mir beim Sprechen oft viele Wörter – zum Ende des PJs war ich aber sehr sicher, sowohl im Verstehen, als auch im Sprechen, und es hat richtig Spaß gemacht, teilweise fielen mir sogar einige deutsche Begriffe nicht mehr ein. Oft wäre es sehr von Vorteil gewesen, wenn ich besser Spanisch gekonnt hätte, da in die Einzugsbereiche beider Krankenhäuser große spanische/ südamerikanische Viertel fallen, in denen ein Großteil der Bevölkerung wirklich nur ein oder zwei Worte Englisch spricht und sonst nur Spanisch. Allerdings kann man sich schnell ein paar nützliche Redewendungen / Fragen aneignen !

Beziehung zu Gastgebern und Bevölkerung
In Durham hatte ich überhaupt keine Probleme, nette Leute kennen zu lernen, sowohl im Krankenhaus (Ärzte, Studenten, Krankenschwestern) also auch im Alltag (da die 75jährige Omi noch sehr rüstig war und mich auf alle möglichen Events mitnahm (sei es nun „Dance for Universal Peace“, ein Konzert in Raleigh oder ein Baseball Spiel in Durham selbst !) und mir die Geheimtipps der Stadt zeigte (wie z.B. die deutsche Bäckerei „Gugelhupf“). Toll war auch, dass man Leute aus allen Teilen der Welt kennen lernte (so arbeite ich auf einer Station mit Ärztinnen aus dem Libanon, aus der Tschechei, aus Thailänd und sogar aus den USA zusammen (gerade letztere scheinen oftmals nur noch bei den Attendings vertreten zu sein)). Durch mein Auto war ich sehr unabhängig und konnte überall hinfahren !
Durham selbst ist nicht die attraktivste Stadt, aber da ich sowieso 6 Tage die Woche arbeiten musste, blieb für Freizeit gar nicht mehr viel Zeit. North Carolina wäre aber auf jeden Fall einen Urlaub wert: Meer im Osten, Berge im Westen und genau in der Mitte Durham. Das Klima ist eher mediterran, d.h. schon schön warm im April/Mai und unerträglich heiß im Juni/Juli/August (aber es gibt ja sowieso überall Klimaanlagen !) V.a. die schöne Landschaft hatte es mir hier angetan – eben das krasse Gegenteil zu New York, man fährt 2km und ist schon mitten im „Grünen“.

Impressionen aus New York
In New York war das etwas anders: Im Wohnheim kam man anfangs eigentlich nur mit deutschen oder anderen ausländischen Studenten ins Gespräch. Später konnte ich aber auch ein paar „einheimische“ Studenten und Ärzte näher kennen lernen. New York – The City that never sleeps ! Diese Liedzeile von Frank Sinatra beschreibt New York City (NYC) ziemlich gut: NYC scheint immer in Bewegung zu sein, egal ob Tag oder Nacht, ob Feiertags oder werktags, die Straßen sind fast immer voll von eiligen Menschen und von sich durch den Verkehr kämpfenden Autos. Nachts werden die Straßen repariert und mit Preßlufthammern aufgebohrt, damit tagsüber der Verkehr weiterrollen kann, genauso wie auch der Müll nachts geholt wird. Geschäfte haben größtenteils zumindest bis zehn oder elf Uhr abends geöffnet, teilweise auch 24 Stunden lang und das selbst an Sonn- und Feiertagen - was ich gar nicht so unangenehm fand. Andererseits ist es auch sehr anstrengend und stressig, weil man NYC nie in Ruhe erlebt - außer vielleicht im Central Park oder den anderen Grünanlagen der Umgebung, wenn man dort nicht gerade von Joggern, Roller-Bladern bzw. Langlauf-Ski-Fahrern überrannt bzw. -rollt wurde. Ohne den Central Park wäre New York schon sehr trist, denn nur Beton kann manchmal schon sehr traurig aussehen. Abgesehen davon hat NYC einfach ein wahnsinnig umfassendes und tolles Kulturangebot, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll (Konzerte, Musicals, Museen, Nachtclubs...). Billige Karten bekommt man z.B. über das recreation office des Mount Sinai Hospitals, das für einige Veranstaltungen Sondertickets für Angestellte und Studenten hatte – z.B. einmal Tickets für $2,50 für ein Konzert der NY Philharmonics – oder auch Kinokarten für $6,00 verkaufte. Ansonsten ist die Stadt einfach nur unwahrscheinlich teuer.

Was mir an New York außerdem sehr gefallen hat, ist das Multikulturelle. Die Stadt hat nach wie vor eine unwahrscheinlich hohe Anzahl an Zuwanderern aus aller Herren Ländern, sodass es richtig spannend ist, in der Metro zu sitzen und die vielen verschiedenen Gesichter zu betrachten. Genauso spannend ist es, einfach durch die Straßen zu laufen und plötzlich in einem völlig anderem Viertel zu landen - gerade noch in Little Italy mit zahlreichen Trattorien und nun auf einmal mitten in Chinatown mit seinen Verkaufsständen, China-Läden und -Restaurants. Was mir allerdings weniger positiv auffiel war, dass die Schwarzen noch sehr abgetrennt leben und nicht unbedingt in die Gesellschaft integriert sind. So gibt es wirklich noch richtige “Schwarzenviertel”, wie die Bronx oder Harlem. Auch habe ich fast keinen schwarzen Arzt gesehen – nur schwarze Sekretärinnen, Schwestern, Putzfrauen/-männer, und natürlich viele arme, schlecht versicherte schwarze Patienten - ich hätte mir das nicht mehr so krass vorgestellt.
An eine Sache muss (?) man sich leider versuchen zu gewöhnen (ich habe es nie wirklich geschafft): Die USA sind eine einzige Papp- und Plastik-Gesellschaft, die kein richtiges Geschirr zu kennen scheint. Selbst in der Klinik-Cafeteria, in der Patientenversorgung, ja sogar in vielen Cafés in der Stadt gibt es alles auf Papptellern, in Pappbechern, mit Plastikbesteck und Wegwerftabletts

Rückblick
Alles in allem hat sich der Aufenthalt in jedem Fall gelohnt, vor allem in Bezug auf das Fachliche und die Sprache. Das amerikanische Teaching-System hat mir unwahrscheinlich gut gefallen und gezeigt, dass es auch anders geht in der Ausbildung. Ein kleiner Motivationsschub! Der erste Monat war für mich noch ziemlich hart, da ich mich noch sehr an das System und die Organisation im Krankenhaus gewöhnen musste (vor allem an die unzählbaren Abkürzungen!), und ich mich auch mit der Sprache erst richtig "anfreunden” musste”, dafür waren die restlichen drei umso besser, da ich einfach schon einen besseren Start hatte und mich ganz anders einsetzen konnte. Die Art der Patientenpräsentation sowie die Art der Visiten, die eigentlich immer den Charakter einer Lehrvisite haben, fand ich sehr gut und davon versuche ich auch etwas nach Deutschland zu "importieren".

Der Aufenthalt ist letztlich vor allem auch eine Geldfrage, sodass ich mich hiermit nochmals ganz herzlich beim DFA bzw. DAAD für das erhaltene Reisestipendium bedanken will.

Allen Lesern wünsche ich viel Erfolg bei der Planung und Durchführung eines Auslandsaufenthaltes und ich kann nur nochmals betonen: Es lohnt sich.

Dies war der letzte Teil des Berichtes 'PJ in New York' von Michael O., den Beginn des Artikels findet ihr [hier].




Diesen PJ-Bericht präsentieren wir Euch in Kooperation mit dem dfa (Deutscher Famulantenaustausch).
Auf den Webseiten des dfa findet Ihr nicht nur diesen und weitere Erfahrungsberichte rund um den Globus, sondern auch vielfältige Hilfen bei der Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes.
zur Webseite des dfa
(Deutscher Famulantenaustausch)
hier klicken

   
Autor(in): Michael O. (Email der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
Links zum Artikel:

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DFA (Deutscher Famulantenaustausch)

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 6. Hamburger Studenten nach Physikum ohne Prüfungshefte

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In Hamburg wurden in diesem Semester beim Physikum wieder die Examenshefte einbehalten wie bereits vor zwei Jahren. Nach Protesten von Studenten wurde diese Änderung jedoch bei den Folgeexamen zunächst rückgängig gemacht. In diesem Jahr dann die erneute Änderung. Eine Gruppe von Studenten aus Hamburg, die ungenannt bleiben möchten, war so freundlich uns eine Interview zu geben.

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Das Interview im Wortlaut
1. Wie habt Ihr davon erfahren, dass Ihr die Hefte nicht nach dem Examen mitnehmen könnt und somit keine Eure Examensergebnisse nicht vergleichen könnt?
Kurz bevor es gestern losgehen sollte, kam eine Frau vom LPA in den Hörsaal und sagte uns, dass sie am Ende auch die Aufgabenhefte mit einsammeln werden. Das sei eine neue Regel und werde jetzt immer so gemacht.

2. Wie war die Reaktion der anwesenden Studenten auf die Nachricht? Hattest Du das Gefühl, dass die Nachricht die Leistung einiger Teilnehmer bei der Prüfung beeinflusst hat?
Wir Studenten waren natürlich erst mal erstaunt und haben es nicht verstanden. Auf unsere Fragen hat sie nur geantwortet, dass sie darüber jetzt nicht diskutieren will und die Hefte könnten wir uns dann am 14.03. im LPA abholen. Ob diese Nachricht nun die Leistungen beeinflusst hat, kann ich nicht sagen, ich hab mich auf jeden Fall noch einige Zeit geärgert und als reine Schikane empfunden.

3. Wie war die Stimmung der Studenten nach der Prüfung? Habt Ihr erfahren, warum Ihr die Hefte nicht bekommen habt?
Die Stimmung war nicht so gut, wir fühlten uns ungerecht behandelt, da alle anderen Studenten in Deutschland ihre Ergebnisse überprüfen können, nur wir nicht, weil das LPA so eine reine Willküraktion durchzieht. Auch haben sich viele Gedanken gemacht, was wohl dahinter stecken könnte, man munkelte das sie verhindern wollten, dass sich einige nach dem ersten Tag krankmelden, wenn sie erfahren, dass sie schlecht abgeschnitten haben, oder dass das LPA nicht will, dass so viele Studenten bei Ihnen anrufen, um zu erfahren, wo die Bestehensgrenze liegt. Wir haben dann heute Nachmittag beim LPA angerufen, um vielleicht doch noch den Grund zu erfahren.

4. Was genau habt Ihr bei diesem Anruf erfahren?
Dass dies zu unser eigenen Sicherheit geschehen ist, da letztes Semester bei einem Studenten der Antwortbogen verschwunden ist. Sie würden jetzt also die Antwortbögen auf Vollständigkeit überprüfen und falls einer fehlen sollte auf die Fragenhefte zurückgreifen.

5. Welches Ziel verfolgt das Landesprüfungsamt aus Deiner Sicht?
Ich weiß es wirklich nicht, allerdings wundert es mich, warum man uns das nicht gleich sagen konnte, wenn es doch zu unserer eigenen Sicherheit sein soll. Hätte uns bestimmt etwas besänftigt.

6. Wie wird es weitergehen? Werdet Ihr bis Montag irgendwelche Aktionen durchführen?
Einige wollen das LPA mit Anrufen bombardieren, vielleicht wird es dann dem LPA zu anstrengend solche Aktionen durchzuführen.

Wir danken Euch für das Gespräch, wünschen Euch bei den Bemühungen mit dem LPA viel Erfolg - und vor allem: Ein erfolgreiches Examen!

   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Forendiskussion: Hefte zurückbekommen?

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Examens-FAQs von MEDI-LEARN
  
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http://www.aerzteversicherung.de/html/65aktion/65_2antrag.htm

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 7. Zwischen den Zeilen "Taschenatlas Pathophysiologie"

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Titel: Taschenatlas Pathophysiologie
Autor(en): Stefan Silbernagl, Florian Lang
Verlag: Georg Thieme Verlag
ISBN:3131021926
Preis: 24,95 Euro
Medizinlehrbuch

Ein Hinweis vorab: Am Ende der Rezension findet Ihr den Link zu einem Gewinnspiel, bei dem der Georg Thieme Verlag 5 Exemplare des Buches verlost!

Die Pathophysiologie ist zum Verständnis der Inneren Medizin ein Fachgebiet, an dem kein Student vorbeikommt. Für sie gilt – leider - wie für so viele andere Fächer im Medizinstudium auch: Standardlehrbücher haben bei aller Detailtiefe den Nachteil des hohen Umfangs an meist textreichen und bildarmen Seiten. Was tun also, wenn man sich die Grundlagen der Entstehung von Krankheiten aneignen möchte, ja sogar muss, aber nicht ‚dicke Lehrbuchschinken’ wälzen kann?

Der Taschenatlas Pathophysiologie aus dem Thieme Verlag bietet hier einen Ausweg, noch dazu einen mehr als passablen: Getreu dem Grundsatz ‚Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte’ werden in bewährter Taschenatlas-Form die Einzelthemen in kurzen, prägnanten und übersichtlich gegliederten Texten dargestellt und auf der gegenüberliegenden Seite in sehr aussagekräftigen und das Wesentliche darstellenden Abbildungen und Skizzen verdeutlicht.

Es macht wirklich sehr großen Spaß alleine durch den Blick auf die wunderschönen Abbildungen zu lernen: Sie sind ein Genuss! Das Buch fesselt durch das Bildmaterial und man blättert es motiviert durch, die Bilder verlocken, auch den kompakten Erläuterungstext aufmerksam zu lesen. Auf rund 400 Seiten werden alle wesentlichen Punkte der Pathophysiologie dargestellt; das sehr umfangreiche Stichwortverzeichnis und ein Farbleitsystem führen den Leser schnell zum Ziel.

Das Buch ist allen Medizinstudenten zu empfehlen, die sich die Grundlagen der Inneren Medizin auf elegante Weise aneignen möchten und einen Blick für das Wesentliche wünschen, bei Detailfragen nicht enttäuscht werden möchten, ohne sich in ihnen zu verlieren.

Auch für Studenten der Vorklinik ist der Taschenatlas Pathophysiologie eine Alternative, denn mit der neuen Approbationsordnung stehen klinische Grundlagen auch schon in den ersten Semestern des Studiums zunehmend auf den Lehrplänen.

Prädikat: Absolut empfehlenswert.

Achtung: Der Georg Thieme Verlag stellte unserer Redaktion dankenswerterweise 5 Exemplare des Taschenatlas Pathophysiologie für ein Gewinnspiel zur Verfügung, bei dem es in Quizform eine medizinische Frage zu beantworten gilt.

[ Gewinnspiel mit Verlosung - klick hier ]

   
Autor(in): Jens Plasger ([email protected])
  
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Die Lieferung der Bücher bzw. der CDs erfolgt versandkostenfrei durch 
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Das Forum "Bücherplausch" steht für Diskussionen rund um die Lehrbücher zur Verfügung.
  
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 8. Geschickt geklickt: 5 neue Linktipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus der Sammlung mit Linktipps von MEDI-LEARN vor. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte unter in die Linktipp-Datenbank ein.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.

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Diese Woche stellen wir Euch aus Medi-Seek.de vor:

Surftipp 1 Biochemie online Klicks: 400
Erklärung der biochemischen Grundlagen, Literaturtipps, Biochemie im Alltag

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1546.shtml


Surftipp 2 Famulatur auf den Seychellen Klicks: 393
Zwei Medizinstudenten berichten über ihren Aufenthalt auf den Seychellen, von ihrer Arbeit im Krankenhaus, ihrer Freizeit und sie geben Tipps zur Planung einer Famulatur.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/915.shtml


Surftipp 3 Göttingen Neurophysiologie - Klausur SS 2000 Klicks: 392
Uni Göttingen - 2. Zwischenklausur Neurophysiologie SS 2000 - Quelle: http://www.goemed.net

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1166.shtml


Surftipp 4 Assistenzarzt in der Schweiz Klicks: 389
Bericht von Michael Loder, der seit seinem PJ in der Schweiz arbeitet.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/199.shtml


Surftipp 5 Histologiekurs FU Berlin Klicks: 389
Selbsterstellter Histokurs von Ilkay Kazk - 380 gute Bilder, die er mittels einer eigenen Kamera auf dem Mikroskop fotografiert hat. Die Bilder sind nach Kurstagen (in Anlehnung an den Kurs an der FU Berlin) sortiert.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1164.shtml

   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 9. Wissenschaft verständlich machen

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Klimawandel, Erdbeben, Raumfahrt, genveränderte Lebensmittel und embryonale Stammzellen, Kernkraft und erneuerbare Energien: Das Interesse der Menschen an diesen Themen steigt und gleichzeitig nehmen die journalistischen Angebote zu.

Noch nie gab es so viele Wissensseiten, Wissensmagazine und Wissenschaftssendungen im Fernsehen. Wissenschaftsthemen spielen eine immer wichtigere Rolle.

Die Fachhochschule Darmstadt wird ab dem Wintersemester 2005/06 im neuen Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus für dieses spannende Berufsfeld ausbilden.

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Wissenschaft verständlich machen
Neuer Studiengang Wissenschaftsjournalismus an der FH Darmstadt zum WS 2005/2006

Das Konzept des Studiengangs Wissenschaftsjournalismus wurde im Jahr 2004 in einem von VolkswagenStiftung, Bertelsmann Stiftung und BASF AG ausgeschriebenen Wettbewerb prämiert. "Die Qualität des vorgelegten Konzepts war es, die das Präsidium trotz der bekannten finanziellen Probleme im Hochschulbereich veranlasste, sich für die Einführung dieses interdisziplinären Studiengangs zu entscheiden" betonte Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch, Präsidentin der Fachhochschule Darmstadt, auf einer aktuellen Pressekonferenz.
Auch die VolkswagenStiftung war überzeugt: "Der Studiengang zeichnet sich dadurch aus, dass sein Curriculum von Grund auf neu und in jedem einzelnen Baustein sinnvoll durchdacht Ausbildungsmodule in Journalismus, Naturwissenschaften und Technik aufeinander bezieht. Zudem konnte eine Vielzahl von Kooperationspartnern in der Wissenschaft, den Medien und in der Wirtschaft gewonnen werden; Kontakte, die den Studierenden in der Ausbildung, sicher aber auch beim Berufseinstieg von Nutzen sein werden", erklärte Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung.

Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus
Im interdisziplinären Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus werden Journalistinnen und Journalisten ausgebildet, die befähigt sind, Themen aus Naturwissenschaft und Technik zu recherchieren, zu selektieren und sachgerecht, allgemeinverständlich, anschaulich und spannend für eine breite Öffentlichkeit tagesaktuell darzustellen. Der Studiengang verknüpft journalistische Kompetenzen (Praxis und Theorie der Journalistik) und ein gesellschaftswissenschaftliches Basiswissen (Sozial- und Kulturwissenschaften) mit einer breiten naturwissenschaftlichen Grundausbildung in den Schwerpunkten Chemie, Biotechnologie und Physik.

Die Federführung hat der Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, in dem auch der Studiengang Online-Journalismus angesiedelt ist. Inhalte aus den Bereichen Chemie und Biologie liefert der Fachbereich Chemie- und Biotechnologie mit seinem Studiengang Biotechnologie. Aus dem Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften stammen Lehrveranstaltungen zu Physik und Technologie.

Lerninhalte und Lernziele
Im ersten Jahr: Grundlagenjahr; Basisqualifikationen in Chemie, Mikrobiologie und Physik; Einführungen in die Wissenschaftsjournalistik, journalistisches Schreiben und Public Relations.
Im zweiten Jahr: praxisorientierte journalistische Vertiefung in interdis-ziplinären Projekten, Praktika und Laboren; fachwissenschaftliche Vertiefung in Biochemie, Humanbiologie, Atomphysik.
Im dritten Jahr: Hintergrund- und Reflexionswissen u.a. in Medienrecht, Medienökonomie, Redaktionsmanagement und Public Relations (Wahlpflichtfächer); abschließende Vertiefungen in den Naturwissenschaften sowie in Medien- und Bioethik; interdisziplinäres Projekt und Abschlussarbeit als direkte wissenschaftsjournalistische Berufsqualifizierung.

Bewerbung
Der Studiengang nimmt pro Jahr 18 Studierende auf. Die Bewerbungsunterlagen können ab Mai beim Student Service Center angefordert werden und müssen bis zum 15. Juli 2005 dort ausgefüllt eingehen. Voraussetzung für die Aufnahme in den Studiengang Wissenschaftsjournalismus ist unter anderem der Nachweis eines einschlägigen Vorpraktikums, das bei der Einschreibung schriftlich nachgewiesen werden muss (Beginn und Endzeitpunkt, Schwerpunkt der Tätigkeit). Als Praktikumsstellen kommen nur professionell und redaktionell arbeitende Arbeitsumgebungen im Bereich Journalismus oder Public Relations in Frage. Informationen zum Vorpraktikum bei Christine Haller ([email protected]).

Weitere Informationen unter http://www.wj.fh-darmstadt.de  oder 06151/ 16 - 7979 oder email an: [email protected]

(Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft)

   
Autor(in): Claudia Schulz (Fachhochschule Darmstadt) ([email protected])
  
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 10. Wie ernähren sich die Deutschen im Alltag?

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Eine Studie rückt verbreitete Vorurteile zurecht: Flexibel im Beruf sein, den Zeitrhythmen und Bedürfnissen der Haushaltsmitglieder gerecht werden und auch noch an die Gesundheit denken - die Ernährung im Alltag stellt hohe Anforderungen. Wie gehen die Deutschen damit um? Wie gestalten sie ihren Ernährungsalltag? Und stimmen weit verbreitete Annahmen über Außer-Haus-Ernährung und Mahlzeitengestaltung mit der Wirklichkeit überein?

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Wie ernähren sich die Deutschen im Alltag?
Ernährungsalltag der Bevölkerung
Institut für sozial-ökologische Forschung ISOE

Den Ernährungsalltag der Deutschen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Frankfurter Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) innerhalb des laufenden Verbundforschungsprojekts "Ernährungswende" untersucht. In einer repräsentativen Studie haben sie 2.039 Personen über 18 Jahre, die in einem eigenen Haushalt leben, über ihre Ernährungsorientierungen und ihr Ernährungsverhalten befragt. Folgende Fragen standen im Zentrum: Wo und mit wem werden Mahlzeiten verzehrt? Wie viel Zeit nehmen sich die Deutschen für das Essen? Wer ist für die Versorgung verantwortlich?

Die Ergebnisse der Studie bieten ein differenziertes Bild der gewandelten Ernährungsgewohnheiten und relativieren verbreitete Vorurteile über eine zunehmende Enthäuslichung der Ernährung und einen Verlust der kommunikativen Esskultur.

Ausgewählte Ergebnisse im Überblick
Heimverzehr vs. Ausser-Haus-Essen

Trotz der wachsenden Bedeutung des Außer-Haus-Verzehrs in den vergangenen Jahren findet der überwiegende Teil der Ernährung nach wie vor in den eigenen vier Wänden statt. Die Mahlzeit, die am häufigsten außer Haus verzehrt wird, ist das Mittagessen an Werktagen. Doch auch diese Mahlzeit wird noch von 75 Prozent der befragten Personen zu Hause eingenommen. 8 Prozent suchen eine Kantine oder Mensa auf, ebenso viele verzehren am Arbeitsplatz einen Imbiss. Andere Außer-Haus-Angebote spielen eine geringe Rolle: 3 Prozent gehen mittags ins Restaurant (einschl. Fast Food-Restaurant), weitere 3 Prozent versorgen sich am Stehimbiss, beim Metzger oder Bäcker. Der hohe Anteil an Personen, die mittags zu Hause essen, relativiert die verbreitete Ansicht, dass die Außer-Haus-Ernährung immer stärker in den Vordergrund rückt. Auffällig ist, dass selbst viele Berufstätige mittags gemeinsam mit ihren Kindern zu Hause essen.

Einzelesser vs. gemeinsame Mahlzeit
Auch die verbreitete Befürchtung, dass gemeinsame Mahlzeiten zunehmend an Verbindlichkeit verlieren, wird durch die Befunde der Studie entkräftet. "Die Deutschen sind keineswegs zu situativen Einzelessern geworden, wie schon vor 10 Jahren prophezeit wurde", hebt Dr. Doris Hayn vom ISOE hervor. Im Gegenteil, wie ein Blick auf die unterschiedlichen Ernährungsstile verdeutlich. So sind die Außer-Haus-Orientierung und das Bedürfnis nach flexibler Mahlzeitengestaltung bei den "desinteressierten Fast Foodern" zwar am stärksten ausgeprägt, doch geht dies einher mit dem Wunsch nach gemeinsamen Mahlzeiten: In dieser Gruppe frühstücken 74 Prozent an Werktagen allein. Dieser hohe Anteil ist aber vor allem eine Folge der Haushaltsform: Knapp zwei Drittel der desinteressierten Fast Fooder leben allein und frühstücken entsprechend auch alleine. An Werktagen essen mittags 65 Prozent in Gesellschaft, abends tun dies immerhin knapp 50 Prozent. Ein erheblicher Teil der allein Lebenden trifft sich also mit Freunden und Bekannten zum gemeinsamen Essen.

Beim Frühstück allein?
Die Mahlzeitengestaltung ist also sowohl von den Ansprüchen an die eigene Ernährung als auch von der Haushaltskonstellation abhängig. So frühstückt beispielsweise etwa ein Drittel der "gestressten AlltagsmanagerInnen", die überwiegend in Haushalten mit Kindern leben, an Werktagen allein. Bei dieser Gruppe ist die flexible Gestaltung des Frühstücks an Werktagen vor allem ein Tribut an die unterschiedlichen Zeitrhythmen der Familienmitglieder. Dafür verlagert sich das gemeinsame Essen unter der Woche auf das Mittag- und vor allem auf das Abendessen, das annähernd 90 Prozent der gestressten AlltagsmanagerInnen zusammen mit anderen Haushaltsmitgliedern einnehmen.

Hauptmahlzeit am Abend?
Vor allem bei Erwerbstätigen zeigt sich, dass die Hauptmahlzeit heute vermehrt am Abend stattfindet: Ernährungsstile mit einem hohen Anteil an Berufstätigen verzehren wochentags überdurchschnittlich oft ein warmes Abendessen. Berufliche Eingebundenheit hat darüber hinaus auch Auswirkungen auf die Mahlzeitendauer: Erwartungsgemäß nehmen sich Personen, die nicht berufstätig sind, im Durchschnitt mehr Zeit als Erwerbstätige. Bemerkenswert ist jedoch, dass innerhalb der Gruppe der Erwerbstätigen die Dauer des Mittagessens mit zunehmendem Grad der beruflichen Einbindung nicht ab-, sondern zunimmt. Selbst im stressigen Berufsalltag nehmen sich die Deutschen Zeit fürs Essen. "Die zunehmende flexible Gestaltung von Mahlzeiten und die Nutzung von Außer-Haus-Angeboten sind nicht selten das Ergebnis von Kompromissen. Es handelt sich also um pragmatische Lösungen, bei denen unterschiedliche Anforderungen des Alltags mit den eigenen Wünschen zusammengebracht werden," so Dr. Doris Hayn vom ISOE.

Arbeitsteilung Mann/Frau in den Haushalten
Ob dieser Kompromiss gelingt oder zu Überlastung und Unzufriedenheit führt, hängt auch von der Arbeits- und Verantwortungsteilung in den Haushalten ab. Trotz aller Veränderungen des Ernährungsalltags hat sich eines kaum gewandelt: die Zuständigkeit der Frauen. Egal ob Einkaufen oder Kochen, in den Mehrpersonenhaushalten verrichten mehrheitlich die Frauen die Ernährungsarbeit. Wenn Kinder im Haushalt sind, verschärft sich diese ungleiche Verteilung erheblich. "Die Ergebnisse der Studie machen eines sehr deutlich," so Dr. Doris Hayn, "im Außer-Haus-Bereich und für das Essen zu Hause besteht ein erhebliches Defizit an alltags-adäquaten und soziokulturell differenzierten Angeboten, mit deren Hilfe eine gesundheitsfördernde und umweltverträgliche Ernährung leichter im Alltag umgesetzt werden kann, trotz gestiegener Anforderungen."

Die Studie "Ernährungsstile im Alltag - Ergebnisse einer repräsentativen Untersuchung" ist als Download unter http://www.ernaehrungswende.de abrufbar oder kann als Druckversion beim Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) bestellt werden: E-mail: [email protected], Tel.: 069-707 6919-10.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens "Ernährungswende" werden Strategien für eine nachhaltige Ernährung entwickelt. "Ernährungswende" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsverbundes Ökoforum, unter der Leitung des Öko-Instituts e.V., an dem das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das KATALYSE-Institut für angewandte Umweltforschung und das Österreichische Ökologie Institut für angewandte Umweltforschung beteiligt sind. Das Forschungsvorhaben wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Förderschwerpunkt "Sozial-ökologische Forschung" gefördert.

Weitere Informationen:
http://www.ernaehrungswende.de

(Quelle: idw- Informationsdienst Wissenschaft)

   
Autor(in): Michaela Kawall (Institut für sozial-ökologische Forschung ISOE) ([email protected])
  
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