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Anzeige: Junge Ärzte aufgepasst! Weiterbildung und Arbeitsbedingungen: Hartmannbund startet Umfrage [zum Mitmachen - klick hier]
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Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung
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(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung) |
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Wie jeder zu sich selbst, so verhält er sich auch zu seinem Freunde. (Aristoteles) |
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Editorial |
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Hallo,
mitten in der heißen Phase der Prüfungen sei zunächst allen Examenskandidaten die Daumen gedrückt! Passend zu der gerade laufenden Prüfungsphase stellen wir Euch den neuen Service der statistischen Examensauswertung genauer vor, mit dem Ihr Eure Ergebnisse in der Prüfung auswerten könnt.
Apropos Prüfung: Medizinstudenten sind (leider) immer mit dem Bereich 'Lernen' konfrontiert, deshalb haben wir eine neue Umfrage mit Gewinnspiel zu den Themen 'Lernen und Examensvorbereitung' ins Netz gestellt. Außerdem berichten Medizinstudenten aus Hamburg in einem Interview, was sie von der Maßnahme des dortigen LPA halten, die Prüfungshefte nach dem Examen einzusammeln.
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In der Rezension der heutigen Ausgabe stellen wir Euch einen wirklich eleganten Weg vor, sich die Grundlagen der Medizin im Fachgebiet der Pathophysiologie anzueignen. Erfreulicherweise stellte der Thieme Verlag 5 Exemplare des Buches zur Verlosung zur Verfügung! Mehr zum Gewinnspiel findet Ihr im Rahmen der Buchrezension. Der PJ-Bericht von Michael endet mit dem heutigen dritten Teil, in dem er die Erfahrungen aus seinem Aufenthalt in dieser Metropole New York noch einmal Revue passieren lässt. Schließlich sei allen am Schreiben Interessierten mit Berufsambitionen auf diesem Gebiet der Hinweis auf den neuen Studiengang 'Wissenschaftsjournalismus' an der FH Darmstadt empfohlen und mit einem Studienergebnis auf die Frage 'Wie ernähren sich die Deutschen im Alltag?' runden wir diese Ausgabe der Onlinezeitung ab.
Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
PS: Lass Deine Examensergebnisse statistisch auswerten! Der neue Auswertungsservice von MEDI-LEARN
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Inhalt (jetzt auch anklickbar) |
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Das Lernen nimmt im Medizinstudium mit seinen zahlreichen größeren und kleineren Prüfungen einen breiten Raum ein: Für viele laufen gerade die Examina und sicherlich könnt Ihr ein Lied davon Singen. Wir sind an einem bundesweiten Stimmungsbild interessiert und haben zu diesem Zweck eine Umfrage zum Thema 'Lernen und Examensvorbereitung' samt Gewinnspiel konzipiert, die wir im Folgenden vorstellen möchten. Die Umfrage ist in weniger als 10 Minuten ausgefüllt, sodass wir auf rege Teilnahme hoffen!
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Wir möchten wissen, wie Ihr lernt:
Die Umfrage 'Lernen und Examensvorbereitung
Mit der Umfrage 'Lernen und Examensvorbereitung' möchten wir gerne ein Bild von
Eurem Lernverhalten gewinnen: Welche Bücher habt Ihr während der
Examensvorbereitung genutzt, wieviele Stunden lernt Ihr pro Tag und wie lange
habt Ihr Euch insgesamt für die Examensvorbereitung Zeit genommen? Dies sind
einige der Fragen, die wir Euch im folgenden stellen möchten. Der Fragebogen ist
so aufgebaut, dass die Beantwortung der Fragen in weniger als 10 Minuten möglich
sein sollte.
Wir sind an Feedback zu den Webseiten interessiert
Zusätzlich sind wir daran interessiert zu erfahren, welche Anregungen, Kritik,
Lob und Ergänzungsvorschläge Ihr für die Webseiten von MEDI-LEARN weitergeben
möchtet: Wenn Ihr schon immer die eine oder andere Sache auf den Webseiten
ansprechen wolltet, die Euch gut oder schlecht gefällt, die Ihr noch
vermisst, so findet Ihr in der Umfrage ebenfalls Raum.
An diesen sind wir natürlich sehr interessiert, damit wir unseren Service an Eure Interessen angleichen können.
Was passiert mit den Ergebnissen?
Wir werden die interessantesten Ergebnisse zum Thema 'Lernen und
Examensvorbereitung unter Medizinstudenten' in Artikelform auf den Webseiten und
in der Onlinezeitung von MEDI-LEARN veröffentlichen, sind bereits jetzt sehr gespannt auf Eure Angaben und bedanken uns schon an
dieser Stelle für Eure Teilnahme.
Gibt es etwas zu gewinnen?
Ja, klar! Als Dankeschön für die Teilnahme an der Umfrage gibt es einen
Premium-Cartoon von Rippenspreizer und wir verlosen unter allen
Teilnehmern folgende Buchpreise (Die Umfrage läuft bis 31. Mai 2005, der
Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen):
5 x Basiswissen Biochemie mit Pathobiochemie (Löffler, Springer-Verlag)
5 x Pathologie kompakt (Bornhoft, Springer-Verlag)
3 x Notfallmedizin (Ziegenfuss, Springer-Verlag)
3 x Dermatologie (Fritsch, Springer-Verlag)
30x TNM-Pocketcard (Börm Bruckmeier Verlag)
[Klick
hier zur Umfrage Lernen und Examensvorbereitung]
Wir danken für Eure Teilnahme!
Euer MEDI-LEARN Team |
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Topaktuelle Jobanzeigen
(03/2005) |
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1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale |
[mehr
Informationen] |
2. Assistenzärztin/-arzt
Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale |
[mehr
Informationen] |
3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale |
[mehr
Informationen] |
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Weitere Informationen
erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der
Rhön-Klinikum AG oder per Email unter
[email protected]. |
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Dieses Jahr bietet MEDI-LEARN erstmals auch einen statistischen Examensservice an. Nach Eingabe Eurer Ergebnisse werden diese automatisch mit den Ergebnissen der anderen Studenten verglichen. So bekommt Ihr schon nach kurzer Zeit eine "Hochrechnung" zu Eurem Abschneiden. Zusätzlich werden Eure Ergebnisse automatisch mit den Literaturergebnissen von MEDI-LEARN verglichen, so dass Ihr Euch das mühsame Auszählen sparen könnt.
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Stan erklärt Euch das neue Angebot
Sein
Name ist Stan und er ist ein Urgewächs des MEDI-LEARN Teams.
Im folgenden möchte er Euch kurz die verschiedenen Serviceleistungen von
MEDI-LEARN während der Examensauswertung erläutern.
Um Euer Examensergebnis richtig interpretieren zu können, ist es sehr wichtig,
die verschiedenen Ergebnisse zu unterscheiden. MEDI-LEARN bietet die sogenannte
"Literaturauswertung" und die sogenannte "statistische Auswertung"
an.
Die Literaturauswertung:
MEDI-LEARN Dozenten lösen die aktuellen Examensfragen
MEDI-LEARN stellt seit 1996 am Examenstag eine Auswertung der Prüfungsfragen ins
Internet. Diese sogenannte Literaturauswertung wird durch die MEDI-LEARN
Examensexperten erstellt, die ebenfalls die Repetitorien zur entsprechenden
Prüfung anbieten. In Marburg sind die Dozenten damit beschäftigt, die Fragen
Eures Examens mit Hilfe der neuesten Fachliteratur zu lösen. In der
Vergangenheit stimmten die endgültigen MEDI-LEARN Ergebnisse zu über 99% mit den
Ergebnissen des IMPPs überein.
Da auch das MEDI-LEARN Team erst am Ende der Prüfung die Examensfragen bekommt
und dann beginnt diese auszuwerten, kann ca. zwei Stunden nach der Prüfung mit
den ersten Ergebnissen gerechnet werden. Die Ergebnisse sind in der Regel
abhängig von der Fragenanzahl am frühen Abend fertig. Damit die Wartezeit nicht zu
lang wird, veröffentlicht MEDI-LEARN während der Auswertung regelmäßig einen
sogenannten "Stand der Dinge". Lösungen, die im "Stand der Dinge" veröffentlicht
werden, können sich noch ändern - sollte Dir eine Lösung auffallen, bei der Du
anderer Meinung bist, kannst Du Deinen Kommentar gerne im Forum posten. Das
Auswerterteam sichtet und überprüft diese Einwände und ändert ggf. die Lösung.
Die statistische Auswertung:
Vergleich der studentischen Ergebnisse
 Die statistische Auswertung wird in diesem Jahr erstmals direkt auf den
Seiten von MEDI-LEARN angeboten. Bei dieser Auswertung werden Deine Ergebnisse
mit denen der anderen Studenten verglichen. Als richtig gewertet wird die
Lösung, die am häufigsten gewählt worden ist. Je mehr Studenten sich an der
statistischen Auswertung beteiligen, um so genauer wird diese. Dennoch solltest
Du die Auswertung nur als erste Tendenz nehmen - Dein Ergebnis wird sich im
Laufe des Tages noch verändern und von der oben beschriebenen
Literaturauswertung, die sehr nah an den IMPP Lösungen liegt, abweichen.
Das Auswertungstool:
Dozenten-Auswertung und statistische Auswertung im Vergleich
 Im Auswertungstool bieten wir Dir beide Ergebnisse: D.h. Deine Ergebnisse
werden zunächst statistisch verglichen und Dir wird eine erste Tendenz gezeigt.
Sobald MEDI-LEARN erste Ergebnisse veröffentlicht, werden Deine Lösungen mit der
Literaturauswertung von MEDI-LEARN verglichen und das Ergebnis wird Dir im Tool
angezeigt.
Bitte beachte, dass Deine Prozentzahl sich im Laufe des Tages noch verändern
kann, wenn mehr Ergebnisse von MEDI-LEARN veröffentlicht werden bzw. einzelne
Ergebnisse geändert werden.
Wo und wie kann ich mich für die statistische Auswertung des Examens
anmelden?
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zur Registrierung in den Foren
zur statistischen Auswertung
zum Examensservice
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| Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Ein Zoologie-Student steht mitten im Examen. Der Professor deutet auf
einen halbbedeckten Käfig, in dem nur die Beine eines Vogels zu sehen
sind. "Welcher Vogel ist das?" - "Weiß ich nicht." - "Ihren Namen bitte!" - Da zieht der Student seine Hosenbeine hoch: "Raten Sie mal!"
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Junge Ärzte sind gefragt!
Hartmannbund startet bundesweite Umfrage zur Arbeitssituation in den
Kliniken und zur Weiterbildung
Mit den bundesweit anonym
erhobenen Daten kann der mit stichhaltigen Argumenten unterfütterte Druck
auf die Politik erhöht werden.
Machen Sie an der bundesweiten Befragung mit und schildern Sie uns Ihre
Arbeitsbedingungen im Krankenhaus.
[
zum Fragebogen- klick hier!
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Nach Berichten über umfangreiche Vorbereitungen, die er für sein PJ in New York zu treffen hatte, lieferte uns Michael in der letzten Folge der Artikelserie Erfahrungen in den Krankenhäusern. Im heutigen dritten und letzten Teil zieht er noch einmal im Rückblick das Fazit aus dieser eindrücklichen Zeit.
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Klinik in Übersee: Mein Innere-PJ (Teil 3)
Mount Sinai Hospital in New York und im Duke University Hospital, Durham USA
von Michael O.(LMU-München, 12.Semester)
Sprachprobleme mit Ärzten und Patienten
Wirkliche Sprachprobleme traten im großen und ganzen nicht auf. In der ersten
Zeit war es für mich noch sehr anstrengend, den ganzen Tag dem Englischen zu
folgen, zumal die meisten Ärzte viele verschiedene Nationalitäten
hatten und somit jeder sein “eigenes” Englisch bzw. seinen eigenen Akzent
sprach. Außerdem fehlten mir beim Sprechen oft viele Wörter – zum Ende des PJs
war ich aber sehr sicher, sowohl im Verstehen, als auch im Sprechen, und es hat
richtig Spaß gemacht, teilweise fielen mir sogar einige deutsche Begriffe nicht
mehr ein. Oft wäre es sehr von Vorteil gewesen, wenn ich besser Spanisch gekonnt
hätte, da in die Einzugsbereiche beider Krankenhäuser große spanische/
südamerikanische Viertel fallen, in denen ein Großteil der Bevölkerung wirklich nur
ein oder zwei Worte Englisch spricht und sonst nur Spanisch. Allerdings
kann man sich schnell ein paar nützliche Redewendungen / Fragen aneignen !
Beziehung zu Gastgebern und Bevölkerung
In Durham hatte ich überhaupt keine Probleme, nette Leute kennen zu lernen,
sowohl im Krankenhaus (Ärzte, Studenten, Krankenschwestern) also auch im Alltag
(da die 75jährige Omi noch sehr rüstig war und mich auf alle möglichen Events
mitnahm (sei es nun „Dance for Universal Peace“, ein Konzert in Raleigh oder ein
Baseball Spiel in Durham selbst !) und mir die Geheimtipps der Stadt zeigte (wie
z.B. die deutsche Bäckerei „Gugelhupf“). Toll war auch, dass man Leute aus allen
Teilen der Welt kennen lernte (so arbeite ich auf einer Station mit Ärztinnen
aus dem Libanon, aus der Tschechei, aus Thailänd und sogar aus den USA zusammen
(gerade letztere scheinen oftmals nur noch bei den Attendings vertreten zu
sein)). Durch mein Auto war ich sehr unabhängig und konnte überall hinfahren !
Durham selbst ist nicht die attraktivste Stadt, aber da ich sowieso 6 Tage
die Woche arbeiten musste, blieb für Freizeit gar nicht mehr viel Zeit. North
Carolina wäre aber auf jeden Fall einen Urlaub wert: Meer im Osten, Berge im
Westen und genau in der Mitte Durham. Das Klima ist eher mediterran, d.h.
schon schön warm im April/Mai und unerträglich heiß im Juni/Juli/August (aber es
gibt ja sowieso überall Klimaanlagen !) V.a. die schöne Landschaft hatte es mir
hier angetan – eben das krasse Gegenteil zu New York, man fährt 2km und ist
schon mitten im „Grünen“.
Impressionen aus New York
In New York war das etwas anders: Im Wohnheim kam man anfangs eigentlich nur mit
deutschen oder anderen ausländischen Studenten ins Gespräch. Später konnte ich
aber auch ein paar „einheimische“ Studenten und Ärzte näher kennen lernen. New
York – The City that never sleeps ! Diese Liedzeile von Frank Sinatra beschreibt
New York City (NYC) ziemlich gut: NYC scheint immer in Bewegung zu sein, egal ob
Tag oder Nacht, ob Feiertags oder werktags, die Straßen sind fast immer voll von
eiligen Menschen und von sich durch den Verkehr kämpfenden Autos. Nachts werden
die Straßen repariert und mit Preßlufthammern aufgebohrt, damit tagsüber der
Verkehr weiterrollen kann, genauso wie auch der Müll nachts geholt wird.
Geschäfte haben größtenteils zumindest bis zehn oder elf Uhr abends geöffnet,
teilweise auch 24 Stunden lang und das selbst an Sonn- und Feiertagen - was ich
gar nicht so unangenehm fand. Andererseits ist es auch sehr anstrengend und
stressig, weil man NYC nie in Ruhe erlebt - außer vielleicht im Central Park
oder den anderen Grünanlagen der Umgebung, wenn man dort nicht gerade von
Joggern, Roller-Bladern bzw. Langlauf-Ski-Fahrern überrannt bzw. -rollt wurde.
Ohne den Central Park wäre New York schon sehr trist, denn nur Beton kann
manchmal schon sehr traurig aussehen. Abgesehen davon hat NYC einfach ein
wahnsinnig umfassendes und tolles Kulturangebot, dass man gar nicht weiß, wo man
anfangen soll (Konzerte, Musicals, Museen, Nachtclubs...). Billige Karten
bekommt man z.B. über das recreation office des Mount Sinai Hospitals, das für
einige Veranstaltungen Sondertickets für Angestellte und Studenten hatte – z.B.
einmal Tickets für $2,50 für ein Konzert der NY Philharmonics – oder auch
Kinokarten für $6,00 verkaufte. Ansonsten ist die Stadt einfach nur
unwahrscheinlich teuer.
Was mir an New York außerdem sehr gefallen hat, ist das Multikulturelle. Die
Stadt hat nach wie vor eine unwahrscheinlich hohe Anzahl an Zuwanderern aus
aller Herren Ländern, sodass es richtig spannend ist, in der Metro zu sitzen und die vielen verschiedenen Gesichter zu betrachten. Genauso spannend ist es,
einfach durch die Straßen zu laufen und plötzlich in einem völlig anderem
Viertel zu landen - gerade noch in Little Italy mit zahlreichen Trattorien und
nun auf einmal mitten in Chinatown mit seinen Verkaufsständen, China-Läden und
-Restaurants. Was mir allerdings weniger positiv auffiel war, dass die
Schwarzen noch sehr abgetrennt leben und nicht unbedingt in die Gesellschaft
integriert sind. So gibt es wirklich noch richtige “Schwarzenviertel”, wie die
Bronx oder Harlem. Auch habe ich fast keinen schwarzen Arzt gesehen – nur
schwarze Sekretärinnen, Schwestern, Putzfrauen/-männer, und natürlich viele
arme, schlecht versicherte schwarze Patienten - ich hätte mir das nicht mehr so
krass vorgestellt.
An eine Sache muss (?) man sich leider versuchen zu gewöhnen (ich habe es nie
wirklich geschafft): Die USA sind eine einzige Papp- und Plastik-Gesellschaft,
die kein richtiges Geschirr zu kennen scheint. Selbst in der Klinik-Cafeteria,
in der Patientenversorgung, ja sogar in vielen Cafés in der Stadt gibt es alles
auf Papptellern, in Pappbechern, mit Plastikbesteck und Wegwerftabletts
Rückblick
Alles in allem hat sich der Aufenthalt in jedem Fall gelohnt, vor allem in Bezug auf das Fachliche und die Sprache. Das amerikanische Teaching-System hat mir
unwahrscheinlich gut gefallen und gezeigt, dass es auch anders geht in der
Ausbildung. Ein kleiner Motivationsschub! Der erste Monat war für mich noch
ziemlich hart, da ich mich noch sehr an das System und die Organisation im
Krankenhaus gewöhnen musste (vor allem an die unzählbaren Abkürzungen!), und ich
mich auch mit der Sprache erst richtig "anfreunden” musste”, dafür waren die
restlichen drei umso besser, da ich einfach schon einen besseren Start hatte und
mich ganz anders einsetzen konnte. Die Art der Patientenpräsentation sowie die
Art der Visiten, die eigentlich immer den Charakter einer Lehrvisite haben, fand
ich sehr gut und davon versuche ich auch etwas nach Deutschland zu
"importieren".
Der Aufenthalt ist letztlich vor allem auch eine Geldfrage, sodass ich mich
hiermit nochmals ganz herzlich beim DFA bzw. DAAD für das erhaltene
Reisestipendium bedanken will.
Allen Lesern wünsche ich viel Erfolg bei der Planung und Durchführung eines
Auslandsaufenthaltes und ich kann nur nochmals betonen: Es lohnt sich.
Dies war der letzte Teil des Berichtes 'PJ in New York' von Michael O., den Beginn des Artikels findet ihr [hier].
Diesen PJ-Bericht präsentieren wir Euch in Kooperation mit dem dfa (Deutscher Famulantenaustausch).
Auf den Webseiten des dfa findet Ihr nicht nur diesen und weitere Erfahrungsberichte rund um den Globus, sondern auch vielfältige Hilfen bei der Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes.
zur Webseite des dfa
(Deutscher Famulantenaustausch)
hier klicken
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| Autor(in): Michael O. (Email der Redaktion bekannt ([email protected])) |
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In Hamburg wurden in diesem Semester beim Physikum wieder die Examenshefte einbehalten wie bereits vor zwei Jahren. Nach Protesten von Studenten wurde diese Änderung jedoch bei den Folgeexamen zunächst rückgängig gemacht. In diesem Jahr dann die erneute Änderung. Eine Gruppe von Studenten aus Hamburg, die ungenannt bleiben möchten, war so freundlich uns eine Interview zu geben.
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Das Interview im Wortlaut
1. Wie habt Ihr davon erfahren, dass Ihr die Hefte nicht nach dem Examen
mitnehmen könnt und somit keine Eure Examensergebnisse nicht vergleichen könnt?
Kurz bevor es gestern losgehen sollte, kam eine Frau vom LPA in den Hörsaal und
sagte uns, dass sie am Ende auch die Aufgabenhefte mit einsammeln werden. Das sei
eine neue Regel und werde jetzt immer so gemacht.
2. Wie war die Reaktion der anwesenden Studenten auf die Nachricht? Hattest
Du das Gefühl, dass die Nachricht die Leistung einiger Teilnehmer bei der
Prüfung beeinflusst hat?
Wir Studenten waren natürlich erst mal erstaunt und haben es nicht
verstanden. Auf unsere Fragen hat sie nur geantwortet, dass sie darüber jetzt
nicht diskutieren will und die Hefte könnten wir uns dann am 14.03. im LPA
abholen. Ob diese Nachricht nun die Leistungen beeinflusst hat, kann ich nicht
sagen, ich hab mich auf jeden Fall noch einige Zeit geärgert und als reine
Schikane empfunden.
3. Wie war die Stimmung der Studenten nach der Prüfung? Habt Ihr erfahren,
warum Ihr die Hefte nicht bekommen habt?
Die Stimmung war nicht so gut, wir fühlten uns ungerecht behandelt, da alle
anderen Studenten in Deutschland ihre Ergebnisse überprüfen können, nur wir
nicht, weil das LPA so eine reine Willküraktion durchzieht. Auch haben
sich viele Gedanken gemacht, was wohl dahinter stecken könnte, man munkelte das
sie verhindern wollten, dass sich einige nach dem ersten Tag krankmelden, wenn
sie erfahren, dass sie schlecht abgeschnitten haben, oder dass das LPA nicht
will, dass so viele Studenten bei Ihnen anrufen, um zu erfahren, wo die
Bestehensgrenze liegt. Wir haben dann heute Nachmittag beim LPA angerufen, um
vielleicht doch noch den Grund zu erfahren.
4. Was genau habt Ihr bei diesem Anruf erfahren?
Dass dies zu unser eigenen Sicherheit geschehen ist, da letztes Semester
bei einem Studenten der Antwortbogen verschwunden ist. Sie würden jetzt also die
Antwortbögen auf Vollständigkeit überprüfen und falls einer fehlen sollte auf
die Fragenhefte zurückgreifen.
5. Welches Ziel verfolgt das Landesprüfungsamt aus Deiner Sicht?
Ich weiß es wirklich nicht, allerdings wundert es mich, warum man uns das nicht
gleich sagen konnte, wenn es doch zu unserer eigenen Sicherheit sein soll. Hätte
uns bestimmt etwas besänftigt.
6. Wie wird es weitergehen? Werdet Ihr bis Montag irgendwelche Aktionen
durchführen?
Einige wollen das LPA mit Anrufen bombardieren, vielleicht wird es dann dem LPA
zu anstrengend solche Aktionen durchzuführen.
Wir danken Euch für das Gespräch, wünschen Euch bei den Bemühungen mit dem
LPA viel Erfolg - und vor allem: Ein erfolgreiches Examen!
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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| Titel: |
Taschenatlas Pathophysiologie |
| Autor(en): |
Stefan Silbernagl, Florian Lang |
| Verlag: |
Georg Thieme Verlag |
| ISBN: | 3131021926 |
| Preis: |
24,95 Euro |
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Ein Hinweis vorab: Am Ende der Rezension findet Ihr den Link zu einem
Gewinnspiel, bei dem der Georg Thieme Verlag 5 Exemplare des Buches verlost!
Die Pathophysiologie ist zum Verständnis der Inneren Medizin ein Fachgebiet, an dem kein Student vorbeikommt. Für sie gilt – leider - wie für so viele andere Fächer im Medizinstudium auch: Standardlehrbücher haben bei aller Detailtiefe den Nachteil des hohen Umfangs an meist textreichen und bildarmen Seiten. Was tun also, wenn man sich die Grundlagen der Entstehung von Krankheiten aneignen möchte, ja sogar muss, aber nicht ‚dicke Lehrbuchschinken’ wälzen kann?
Der Taschenatlas Pathophysiologie aus dem Thieme Verlag bietet hier einen Ausweg, noch dazu einen mehr als passablen: Getreu dem Grundsatz ‚Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte’ werden in bewährter Taschenatlas-Form die Einzelthemen in kurzen, prägnanten und übersichtlich gegliederten Texten dargestellt und auf der gegenüberliegenden Seite in sehr aussagekräftigen und das Wesentliche darstellenden Abbildungen und Skizzen verdeutlicht.
Es macht wirklich sehr großen Spaß alleine durch den Blick auf die wunderschönen Abbildungen zu lernen: Sie sind ein Genuss! Das Buch fesselt durch das Bildmaterial und man blättert es motiviert durch, die Bilder verlocken, auch den kompakten Erläuterungstext aufmerksam zu lesen. Auf rund 400 Seiten werden alle wesentlichen Punkte der Pathophysiologie dargestellt; das sehr umfangreiche Stichwortverzeichnis und ein Farbleitsystem führen den Leser schnell zum Ziel.
Das Buch ist allen Medizinstudenten zu empfehlen, die sich die Grundlagen der Inneren Medizin auf elegante Weise aneignen möchten und einen Blick für das Wesentliche wünschen, bei Detailfragen nicht enttäuscht werden möchten, ohne sich in ihnen zu verlieren.
Auch für Studenten der Vorklinik ist der Taschenatlas Pathophysiologie eine Alternative, denn mit der neuen Approbationsordnung stehen klinische Grundlagen auch schon in den ersten Semestern des Studiums zunehmend auf den Lehrplänen.
Prädikat: Absolut empfehlenswert.
Achtung:
Der Georg Thieme Verlag stellte unserer Redaktion dankenswerterweise 5 Exemplare
des Taschenatlas Pathophysiologie für ein Gewinnspiel zur Verfügung, bei dem
es in Quizform eine medizinische Frage zu beantworten gilt.
[
Gewinnspiel mit Verlosung - klick hier
]
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| Autor(in): Jens Plasger ([email protected]) |
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Deine Meinung ist gefragt!
Das Forum "Bücherplausch" steht für Diskussionen rund um die Lehrbücher zur
Verfügung. |
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[Hier
geht es ins Forum] |
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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus der Sammlung mit Linktipps von MEDI-LEARN vor. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte unter in die Linktipp-Datenbank ein. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.
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Diese Woche stellen wir Euch aus Medi-Seek.de vor:
| | | Surftipp 1 | Biochemie online | Klicks: | 400 | | Erklärung der biochemischen Grundlagen, Literaturtipps, Biochemie im Alltag | | |
| | | | Surftipp 2 | Famulatur auf den Seychellen | Klicks: | 393 | | Zwei Medizinstudenten berichten über ihren Aufenthalt auf den Seychellen, von ihrer Arbeit im Krankenhaus, ihrer Freizeit und sie geben Tipps zur Planung einer Famulatur. | | |
| | | | Surftipp 3 | Göttingen Neurophysiologie - Klausur SS 2000 | Klicks: | 392 | | Uni Göttingen - 2. Zwischenklausur Neurophysiologie SS 2000 - Quelle: http://www.goemed.net | | |
| | | | Surftipp 4 | Assistenzarzt in der Schweiz | Klicks: | 389 | | Bericht von Michael Loder, der seit seinem PJ in der Schweiz arbeitet. | | |
| | | | Surftipp 5 | Histologiekurs FU Berlin | Klicks: | 389 | | Selbsterstellter Histokurs von Ilkay Kazk - 380 gute Bilder, die er mittels einer eigenen Kamera auf dem Mikroskop fotografiert hat. Die Bilder sind nach Kurstagen (in Anlehnung an den Kurs an der FU Berlin) sortiert. | | | |
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Klimawandel, Erdbeben, Raumfahrt, genveränderte Lebensmittel und embryonale Stammzellen, Kernkraft und erneuerbare Energien: Das Interesse der Menschen an diesen Themen steigt und gleichzeitig nehmen die journalistischen Angebote zu.
Noch nie gab es so viele Wissensseiten, Wissensmagazine und Wissenschaftssendungen im Fernsehen. Wissenschaftsthemen spielen eine immer wichtigere Rolle.
Die Fachhochschule Darmstadt wird ab dem Wintersemester 2005/06 im neuen Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus für dieses spannende Berufsfeld ausbilden.
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Wissenschaft verständlich machen
Neuer Studiengang Wissenschaftsjournalismus an der FH Darmstadt zum WS
2005/2006
Das Konzept des Studiengangs Wissenschaftsjournalismus wurde im Jahr 2004 in
einem von VolkswagenStiftung, Bertelsmann Stiftung und BASF AG ausgeschriebenen
Wettbewerb prämiert. "Die Qualität des vorgelegten Konzepts war es, die das
Präsidium trotz der bekannten finanziellen Probleme im Hochschulbereich
veranlasste, sich für die Einführung dieses interdisziplinären Studiengangs zu
entscheiden" betonte Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch, Präsidentin der
Fachhochschule Darmstadt, auf einer aktuellen Pressekonferenz.
Auch die VolkswagenStiftung war überzeugt: "Der Studiengang zeichnet sich
dadurch aus, dass sein Curriculum von Grund auf neu und in jedem einzelnen
Baustein sinnvoll durchdacht Ausbildungsmodule in Journalismus,
Naturwissenschaften und Technik aufeinander bezieht. Zudem konnte eine Vielzahl
von Kooperationspartnern in der Wissenschaft, den Medien und in der Wirtschaft
gewonnen werden; Kontakte, die den Studierenden in der Ausbildung, sicher aber
auch beim Berufseinstieg von Nutzen sein werden", erklärte Dr. Wilhelm Krull,
Generalsekretär der VolkswagenStiftung.
Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus
Im interdisziplinären Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus werden
Journalistinnen und Journalisten ausgebildet, die befähigt sind, Themen aus
Naturwissenschaft und Technik zu recherchieren, zu selektieren und sachgerecht,
allgemeinverständlich, anschaulich und spannend für eine breite Öffentlichkeit
tagesaktuell darzustellen. Der Studiengang verknüpft journalistische Kompetenzen
(Praxis und Theorie der Journalistik) und ein gesellschaftswissenschaftliches
Basiswissen (Sozial- und Kulturwissenschaften) mit einer breiten
naturwissenschaftlichen Grundausbildung in den Schwerpunkten Chemie,
Biotechnologie und Physik.
Die Federführung hat der Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, in dem
auch der Studiengang Online-Journalismus angesiedelt ist. Inhalte aus den
Bereichen Chemie und Biologie liefert der Fachbereich Chemie- und Biotechnologie
mit seinem Studiengang Biotechnologie. Aus dem Fachbereich Mathematik und
Naturwissenschaften stammen Lehrveranstaltungen zu Physik und Technologie.
Lerninhalte und Lernziele
Im ersten Jahr: Grundlagenjahr; Basisqualifikationen in Chemie,
Mikrobiologie und Physik; Einführungen in die Wissenschaftsjournalistik,
journalistisches Schreiben und Public Relations.
Im zweiten Jahr: praxisorientierte journalistische Vertiefung in
interdis-ziplinären Projekten, Praktika und Laboren; fachwissenschaftliche
Vertiefung in Biochemie, Humanbiologie, Atomphysik.
Im dritten Jahr: Hintergrund- und Reflexionswissen u.a. in Medienrecht,
Medienökonomie, Redaktionsmanagement und Public Relations (Wahlpflichtfächer);
abschließende Vertiefungen in den Naturwissenschaften sowie in Medien- und
Bioethik; interdisziplinäres Projekt und Abschlussarbeit als direkte
wissenschaftsjournalistische Berufsqualifizierung.
Bewerbung
Der Studiengang nimmt pro Jahr 18 Studierende auf. Die Bewerbungsunterlagen
können ab Mai beim Student Service Center angefordert werden und müssen bis
zum 15. Juli 2005 dort ausgefüllt eingehen. Voraussetzung für die Aufnahme
in den Studiengang Wissenschaftsjournalismus ist unter anderem der Nachweis
eines einschlägigen Vorpraktikums, das bei der Einschreibung schriftlich
nachgewiesen werden muss (Beginn und Endzeitpunkt, Schwerpunkt der Tätigkeit).
Als Praktikumsstellen kommen nur professionell und redaktionell arbeitende
Arbeitsumgebungen im Bereich Journalismus oder Public Relations in Frage.
Informationen zum Vorpraktikum bei Christine Haller ([email protected]).
Weitere Informationen unter
http://www.wj.fh-darmstadt.de oder 06151/ 16 - 7979 oder email an:
[email protected]
(Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft)
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| Autor(in): Claudia Schulz (Fachhochschule Darmstadt) ([email protected]) |
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Eine Studie rückt verbreitete Vorurteile zurecht: Flexibel im Beruf sein, den Zeitrhythmen und Bedürfnissen der Haushaltsmitglieder gerecht werden und auch noch an die Gesundheit denken - die Ernährung im Alltag stellt hohe Anforderungen. Wie gehen die Deutschen damit um? Wie gestalten sie ihren Ernährungsalltag? Und stimmen weit verbreitete Annahmen über Außer-Haus-Ernährung und Mahlzeitengestaltung mit der Wirklichkeit überein?
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Wie ernähren sich die Deutschen im Alltag?
Ernährungsalltag der Bevölkerung
Institut für sozial-ökologische Forschung ISOE
Den Ernährungsalltag der Deutschen haben Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler des Frankfurter Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
innerhalb des laufenden Verbundforschungsprojekts "Ernährungswende" untersucht.
In einer repräsentativen Studie haben sie 2.039 Personen über 18 Jahre, die in
einem eigenen Haushalt leben, über ihre Ernährungsorientierungen und ihr
Ernährungsverhalten befragt. Folgende Fragen standen im Zentrum: Wo und mit wem
werden Mahlzeiten verzehrt? Wie viel Zeit nehmen sich die Deutschen für das
Essen? Wer ist für die Versorgung verantwortlich?
Die Ergebnisse der Studie bieten ein differenziertes Bild der gewandelten
Ernährungsgewohnheiten und relativieren verbreitete Vorurteile über eine
zunehmende Enthäuslichung der Ernährung und einen Verlust der kommunikativen
Esskultur.
Ausgewählte Ergebnisse im Überblick
Heimverzehr vs. Ausser-Haus-Essen
Trotz der wachsenden Bedeutung des Außer-Haus-Verzehrs in den vergangenen Jahren
findet der überwiegende Teil der Ernährung nach wie vor in den eigenen vier
Wänden statt. Die Mahlzeit, die am häufigsten außer Haus verzehrt wird, ist das
Mittagessen an Werktagen. Doch auch diese Mahlzeit wird noch von 75 Prozent der
befragten Personen zu Hause eingenommen. 8 Prozent suchen eine Kantine oder
Mensa auf, ebenso viele verzehren am Arbeitsplatz einen Imbiss. Andere
Außer-Haus-Angebote spielen eine geringe Rolle: 3 Prozent gehen mittags ins
Restaurant (einschl. Fast Food-Restaurant), weitere 3 Prozent versorgen sich am
Stehimbiss, beim Metzger oder Bäcker. Der hohe Anteil an Personen, die mittags
zu Hause essen, relativiert die verbreitete Ansicht, dass die
Außer-Haus-Ernährung immer stärker in den Vordergrund rückt. Auffällig ist, dass
selbst viele Berufstätige mittags gemeinsam mit ihren Kindern zu Hause essen.
Einzelesser vs. gemeinsame Mahlzeit
Auch die verbreitete Befürchtung, dass gemeinsame Mahlzeiten zunehmend an
Verbindlichkeit verlieren, wird durch die Befunde der Studie entkräftet. "Die
Deutschen sind keineswegs zu situativen Einzelessern geworden, wie schon vor 10
Jahren prophezeit wurde", hebt Dr. Doris Hayn vom ISOE hervor. Im Gegenteil, wie
ein Blick auf die unterschiedlichen Ernährungsstile verdeutlich. So sind die
Außer-Haus-Orientierung und das Bedürfnis nach flexibler Mahlzeitengestaltung
bei den "desinteressierten Fast Foodern" zwar am stärksten ausgeprägt, doch geht
dies einher mit dem Wunsch nach gemeinsamen Mahlzeiten: In dieser Gruppe
frühstücken 74 Prozent an Werktagen allein. Dieser hohe Anteil ist aber vor
allem eine Folge der Haushaltsform: Knapp zwei Drittel der desinteressierten
Fast Fooder leben allein und frühstücken entsprechend auch alleine. An Werktagen
essen mittags 65 Prozent in Gesellschaft, abends tun dies immerhin knapp 50
Prozent. Ein erheblicher Teil der allein Lebenden trifft sich also mit Freunden
und Bekannten zum gemeinsamen Essen.
Beim Frühstück allein?
Die Mahlzeitengestaltung ist also sowohl von den Ansprüchen an die eigene
Ernährung als auch von der Haushaltskonstellation abhängig. So frühstückt
beispielsweise etwa ein Drittel der "gestressten AlltagsmanagerInnen", die
überwiegend in Haushalten mit Kindern leben, an Werktagen allein. Bei dieser
Gruppe ist die flexible Gestaltung des Frühstücks an Werktagen vor allem ein
Tribut an die unterschiedlichen Zeitrhythmen der Familienmitglieder. Dafür
verlagert sich das gemeinsame Essen unter der Woche auf das Mittag- und vor
allem auf das Abendessen, das annähernd 90 Prozent der gestressten
AlltagsmanagerInnen zusammen mit anderen Haushaltsmitgliedern einnehmen.
Hauptmahlzeit am Abend?
Vor allem bei Erwerbstätigen zeigt sich, dass die Hauptmahlzeit heute vermehrt
am Abend stattfindet: Ernährungsstile mit einem hohen Anteil an Berufstätigen
verzehren wochentags überdurchschnittlich oft ein warmes Abendessen. Berufliche
Eingebundenheit hat darüber hinaus auch Auswirkungen auf die Mahlzeitendauer:
Erwartungsgemäß nehmen sich Personen, die nicht berufstätig sind, im
Durchschnitt mehr Zeit als Erwerbstätige. Bemerkenswert ist jedoch, dass
innerhalb der Gruppe der Erwerbstätigen die Dauer des Mittagessens mit
zunehmendem Grad der beruflichen Einbindung nicht ab-, sondern zunimmt. Selbst
im stressigen Berufsalltag nehmen sich die Deutschen Zeit fürs Essen. "Die
zunehmende flexible Gestaltung von Mahlzeiten und die Nutzung von
Außer-Haus-Angeboten sind nicht selten das Ergebnis von Kompromissen. Es handelt
sich also um pragmatische Lösungen, bei denen unterschiedliche Anforderungen des
Alltags mit den eigenen Wünschen zusammengebracht werden," so Dr. Doris Hayn vom
ISOE.
Arbeitsteilung Mann/Frau in den Haushalten
Ob dieser Kompromiss gelingt oder zu Überlastung und Unzufriedenheit führt,
hängt auch von der Arbeits- und Verantwortungsteilung in den Haushalten ab.
Trotz aller Veränderungen des Ernährungsalltags hat sich eines kaum gewandelt:
die Zuständigkeit der Frauen. Egal ob Einkaufen oder Kochen, in den
Mehrpersonenhaushalten verrichten mehrheitlich die Frauen die Ernährungsarbeit.
Wenn Kinder im Haushalt sind, verschärft sich diese ungleiche Verteilung
erheblich. "Die Ergebnisse der Studie machen eines sehr deutlich," so Dr. Doris
Hayn, "im Außer-Haus-Bereich und für das Essen zu Hause besteht ein erhebliches
Defizit an alltags-adäquaten und soziokulturell differenzierten Angeboten, mit
deren Hilfe eine gesundheitsfördernde und umweltverträgliche Ernährung leichter
im Alltag umgesetzt werden kann, trotz gestiegener Anforderungen."
Die Studie "Ernährungsstile im Alltag - Ergebnisse einer repräsentativen
Untersuchung" ist als Download unter http://www.ernaehrungswende.de abrufbar
oder kann als Druckversion beim Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
bestellt werden: E-mail: [email protected], Tel.: 069-707 6919-10.
Im Rahmen des Forschungsvorhabens "Ernährungswende" werden Strategien für eine
nachhaltige Ernährung entwickelt. "Ernährungswende" ist ein Gemeinschaftsprojekt
des Forschungsverbundes Ökoforum, unter der Leitung des Öko-Instituts e.V., an
dem das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), das Institut für
ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das KATALYSE-Institut für angewandte
Umweltforschung und das Österreichische Ökologie Institut für angewandte
Umweltforschung beteiligt sind. Das Forschungsvorhaben wird durch das
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Förderschwerpunkt
"Sozial-ökologische Forschung" gefördert.
Weitere Informationen:
http://www.ernaehrungswende.de
(Quelle: idw- Informationsdienst Wissenschaft)
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| Autor(in): Michaela Kawall (Institut für sozial-ökologische Forschung ISOE) ([email protected]) |
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