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Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung
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(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung) |
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Wenn der Blinde den Lahmen trägt, kommen sie beide voran. (Volksmund) |
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Editorial |
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Hallo, wir haben den Examensservice hinter uns und die Redaktion hat sich erst einmal eine kurze Auszeit gegönnt, so dass diese Onlinezeitung etwas verspätet erscheint. Ob Eure Unistadt zu einem der 12 Orte gehört, an denen die MEDI-LEARN Dozenten in Kooperation mit der Deutschen Ärzte Finanz im Mai 2005 kostenlose Workshops zur effektiven Examensvorbereitung halten, erfahrt Ihr in dieser Ausgabe.
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Außerdem wollen wir dem Frühling etwas auf die Sprünge helfen, indem wir Euch Jennys Erfahrungen, die sie bei einer maritimen Famulatur an der spätsommerlichen Ostsee gesammelt hat, weitergeben.
Aus dem Forschungsbereich haben wir mit Artikeln über die Vorgänge im Gehirn während des Lernens und über Fortschritte auf dem Gebiet des programmierten Zelltodes gibt es in dieser Ausgabe etwas zu lesen, genauso wie Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse und frisch gedruckten MedNews aus der StudMed-Redaktion.
Wir wünschen Euch ein frohes Osterfest,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
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Inhalt (jetzt auch anklickbar) |
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Nach dem Erfolg unserer Veranstaltungsreihe im letzten Jahr mit mehr als 1.300 Teilnehmern führen die MEDI-LEARN Dozenten unterstützt von der Deutschen Ärzte Finanz im Mai 2005 den kostenlosen Workshop "Effektive Examensvorbereitung" an insgesamt 12 Standorten in ganz Deutschland durch. Vor Ort haben die Studenten die Möglichkeit, an einem ca. dreistündigen Workshop mit dem Titel "Effektive Examensvorbereitung" teilzunehmen, der für alle Examenskandidaten empfehlenswert ist (sowohl Physikum, als auch 1. und 2. Staatsexamen). Inhalt der drei Stunden sind die Zeitplanung in der Lernphase, Lernstrategien und MC-Techniken.
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Zweigeteilter Tournee-Plan: 'MC-Techniken' und 'Effektive Lernstrategien'
Als Novum wird die Veranstaltung in zwei thematische Bereiche unterteilt: Ein Teil der Veranstaltungen befasst sich mit dem Thema 'MC-Techniken', der andere Teil konzentriert sich auf den Schwerpunkt 'Effektive Lernstrategien'.
"Nie wieder feuchte Hände" - wer möchte das nicht gerne auch für sich selbst umsetzen? "Die Einführung in Zeitplanung und Lernstratgien eröffnet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Lernerfolge mit einem 'machbaren Aufwand' zu maximieren", so Dr. med. Dipl.-Psych. Bringfried Müller, einer der beiden Vortragenden. Ausgehend von der Funktionsweise unseres Gedächtnisses werden Techniken vorgestellt, die die Aufnahme und Speicherung von Informationen erleichtern und mehr Sicherheit und Struktur beim Lernen mit sich bringen. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer der Veranstaltung eine Einführung in Multiple-Choice-Techniken als Vorbereitung auf den schriftlichen Prüfungsteil. Die vorgestellten Strategien ermöglichen es, häufige Fehlerquellen auszuschalten und vorhandene Wissenslücken gegebenenfalls durch alternative Lösungsstrategien zu kompensieren.
Termine und weitere Infos
Die Veranstaltung wird jeweils in den Abendstunden angeboten. Gastgeber der Veranstaltungen und
Ansprechpartner für die Anmeldung sind die Repräsentanzen der Deutschen Ärzte Finanz, exklusiver Vertriebspartner der Deutschen Ärzte-Versicherung. Die Veranstaltung ist für alle Teilnehmer kostenlos! Nach der Veranstaltung stehen die Dozenten für weitere Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Bei Interesse könnt Ihr Euch über das folgende Kontaktformular weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung bestellen.
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Ort
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Lernstrategien |
MC-Techniken |
| 02.05.2005 |
Kiel |
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| 02.05.2005 |
Berlin |
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| 03.05.2005 |
Hamburg |
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X |
| 03.05.2005 |
Leipzig |
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| 04.05.2005 |
Bochum |
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| 10.05.2005 |
Hannover |
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| 12.05.2005 |
Frankfurt |
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| 18.05.2005 |
Mainz |
X |
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| 19.05.2005 |
Jena |
X |
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| 23.05.2005 |
Tübingen |
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X |
| 24.05.2005 |
Homburg |
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| 25.05.2005 |
Marburg |
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X |
weitere Infos und kostenlose Anmeldung - zum Formular |
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| Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected]) |
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der neuen AO gefordert
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Alles begann im 2. klinischen Semester: Gleich zu Beginn der ersten Vorlesung wurden uns die Neuerungen für den Kurs der Orthopädie nach neuer AO vorgestellt. Auf der projizierten Folie fiel uns besonders ein Punkt auf: Vier Wochen orthopädische Famulatur in Damp im September 2004 auf, die von der orthopädischen Klinik Essen für alle Studenten der Medizin für 180 Euro (Bungalow und Mittagessen) angeboten wurde.
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Maritime Famulatur in Damp an der Ostsee
von Jennifer
Zur Ankunft wusste niemand etwas von Famulanten
Wir erkundigten uns im Anschluss an diese Vorlesung näher, recherchierten über Damp und meldeten uns schließlich mit einer Gruppe von fünf Leuten für die Zeit vom 06.09.-04.10.2004 an.
Wir kamen am Sonntag, den 06.09. nach fast achtstündiger Zugfahrt im Ostseebad
Damp an. Leider mussten wir feststellen, dass in der Klinik keiner auf uns wartete oder mit irgendwelchen Famulanten aus Essen rechnete. Man schickte uns von Reha-Klinik I, zur Rehaklinik II, zurück in die
orthopädische Klinik, an der Rezeption des Ostsee-Hotels erhielten wir endlich die Schlüssel für unsere Bungalows. Mit einigen Kilo Gepäck glich das
einem Martyrium, vor allem für die Jungs, die unsere Koffer tragen durften… Endlich
angekommen richteten wir uns schnell häuslich ein, um noch ein wenig den
Strand genißen können. An der Strandpromenade aßen wir bei Seemannsgesang
Pommes rot-weiß (nicht empfehlenswert) und planten unsere nächsten vier
Wochen.
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Maritime Famulatur in der Orthopädie in
Damp 2000 an der Ostsee
Fotos: Jennifer |
Der erste Arbeitstag
Am ersten „Arbeitstag“ erhielten wir unsere Arbeitskleidung und wurden nach einem Frühstück in zwei Dreiergruppen auf zwei orthopädische
Stationen aufgeteilt. Dort lernten wir in der ersten Woche die
Anamneseerhebung, Untersuchungen des Hüft- und Kniegelenks sowie der
Wirbelsäule, die wir nach einigen Übungsdurchgängen selbstständig durchführen
konnten. Wir lernten die Patientenvorstellung, Blutabnahmen, das Braunülenlegen,
bekamen durch die morgendliche Röntgenbesprechung einen Einblick in die
Befundung von Röntgenbildern und auf Wunsch durften wir in anderen
Fachabteilungen (Neurochirurgie, Neurologie, Anästhesie, Rheumatologie, Innere)
rotieren. In den kommenden Wochen wurde das Erlernte vertieft, wir besuchten
Vorträge, bekamen in Gesprächen mit dem Oberarzt die Vor- und Nachteile
verschiedener Bandscheiben-Ops erläutert, besuchten ein Knie-Symposium, erhielten
eine Führung in die Physikalische Therapie (die wir auch am Nachmittag am
eigenen Leib ausprobieren durften- ich sag nur Aromabad…) und die Zeit im OP
nahm stetig zu. Teilweise war ich als einzige neben dem Oberarzt bei
Knieprothesen und zervikalen Bandscheiben-OPs dabei, was teilweise sehr
anstrengend war. Jeder Operationsschritt wurde erklärt, zwischendurch
Wissensfragen gestellt, bei denen ich eher selten glänzen konnte und am Ende
durfte ich knoten, was ich bis dahin noch nie gemacht hatte. Bei allem gab man
sich Mühe uns sehr viel bei zu bringen. Jeder von uns war am Ende in
der Lage, wenigstens einen Innenmeniskusschaden zu erkennen.
Strandentspannung am Abend und Segeltouren
In den ersten beiden Wochen ging unser Arbeitstag von 7.30 Uhr bis etwa 14 Uhr, womit uns genug Zeit für Entspannung blieb. Da wir noch sehr gutes Wetter
hatten, mit Temperaturen teilweise bis 25°C, haben wir die Nachmittage am Strand
gelegen. Für den Abend haben wir uns mit diversen Getränken eingedeckt und
manchmal bis tief in die Nacht am Strand gesessen und gefeiert. Als die Abende
kühler wurden, haben wir unser abendliches Lager spontan auf die Terrassen der
Bungalows verlegt, haben auf unserem Rasen gesessen, gegrillt und im Hintergrund
Radio Nora (der einzige Radiosender, den wir empfangen konnten, mit Hits der
Siebziger, Achtziger und dem Besten von heute!) laufen lassen. Wir nutzten
unsere Damp-Ausweise, um im Aqua Tropicana kostenlos schwimmen zu gehen, konnten
die Sonnenbank und Sauna (gegen Gebühr) benutzen, haben bei schlechtem
Wetter im Sportcenter verschiedene Sportarten (Badminton, Squash, Kletterwand,
Tischtennis,…)ausprobiert, sind oft am Strand spazierengegangen und haben Schleswig
und Flensburg besucht. Zu unseren Stationsärzten hatten wir auch privat Kontakt. Mit
diesen sind wir in den letzten Wochen häufiger segeln gegangen,
woran auch wir Ruhrpott-Studis Gefallen gefunden haben.
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Strandparty und Segeltour gehörten
einfach dazu
Fotos: Jennifer |
Mein Fazit: Selten so viel Spaß gehabt und so viel gelernt
Die Kliniken lagen alle direkt an der Ostsee. Alle Zimmer, die zur Seeseite lagen, hatten freie Sicht auf die Ostsee. Die beste Aussicht hatte man
aus den obersten Stockwerken. Da hier auch der OP-Bereich ansässig war, konnte
man beim Hakenhalten die schöne Aussicht auf die Weite des Meeres genießen und
abschweifen, während unten gesägt und gemeißelt wurde. Die vier Wochen an der
Ostsee vergingen wie im Fluge. Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, dass diese
Famulatur die beste von allen vieren war. Ich hatte im Studium selten so viel
Spaß wie in Damp und würde immer wieder eine Famulatur dort machen. Was kann man
besseres machen, als einen Pflichtteil des Studiums als Kururlaub
zu verbringen und nebenbei noch viel über Theorie und Praxis eines Fachgebiets
zu erlernen? |
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| Autor(in): Jennifer ([email protected]) |
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Mitternacht Dienstag, 22.03.2005 um 20:15 Uhr auf PRO7
Kem und Carter haben einen schweren Schicksalsschlag zu überstehen: Ihr Baby ist wegen eines Knotens in der Nabelschnur im Mutterleib gestorben. Die Totgeburt ist für Kem schwer zu verkraften; der verzweifelte Carter hilft ihr, so gut er kann. Währenddessen glaubt Abby, auch im zweiten Anlauf ihre Prüfung nicht bestanden zu haben und will der Abschlussfeier deshalb fern bleiben. Rachel taucht mit ihrem Freund bei Corday auf und lässt sich von ihr mit der "Pille danach" versorgen.
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Die gesamte Story gibt es am Dienstag, 22.03.2005 um 20:15 Uhr auf Pro7 oder Online unter http://www.prosieben.de/spielfilm_serie/er/. |
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| Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected]) |
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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.
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| >> Neue Methode im Kampf gegen HIV (10-Mar-2005) |
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Australische Wissenschaftler haben eine entscheidende Entdeckung im Kampf gegen AIDS gemacht: mit einer neuen Methode wird das Immunsystem des Körpers gegenüber tödlichen Viren wie HIV gestärkt. Die Methode ist sogar bei Medikamenten-resistenten Formen der Krankheit wirksam. Mehr...
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| >> Molekularer Schalter versetzt Bakterien in Angriffsstimmung (10-Mar-2005) |
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Auf Knopfdruck werden aus harmlosen Bakterien gefährliche Krankheitserreger. Am Beispiel des Lebensmittel-Keims Listeria monocytogenes haben Forscher untersucht, wie unter bestimmten Bedingungen ein Steuerungs-Molekül all jene Gene an, die das Bakterium aggressiv machen. Die dreidimensionale Struktur dieses Moleküls haben Wissenschaftler nun erstmals aufgeklärt. Mehr...
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| >> Wie ernähren sich die Deutschen im Alltag? (10-Mar-2005) |
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Wie viel Zeit nehmen sich die Deutschen für das Essen? Wo und mit wem werden Mahlzeiten verzehrt? Wer ist für die Versorgung verantwortlich? Eine Studie zu den Ernährungsgewohnheiten der Deutschen ging diesen Fragen nach und räumt mit weit verbreiteten Vorurteilen auf. Mehr...
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| Autor(in): Redaktion StudMed ([email protected]) |
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Junge Ärzte sind gefragt!
Hartmannbund startet bundesweite Umfrage zur Arbeitssituation in den
Kliniken und zur Weiterbildung
Mit den bundesweit anonym
erhobenen Daten kann der mit stichhaltigen Argumenten unterfütterte Druck
auf die Politik erhöht werden.
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Arbeitsbedingungen im Krankenhaus.
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(idw) Im aktiven Gehirn sterben nicht nur weniger Nervenzellen ab, bestimmte Umweltreize lassen ganze Hirnregionen wachsen und Signale werden effizienter übertragen. Für diese Prozesse haben Forscher um Prof. Dr. Rolf Heumann (Molekulare Neurobiochemie, Fakultät für Chemie der RUB) jetzt im Maus-Modell ein Protein als zentralen Schalter ausgemacht. Ihre Hypothese: Dieses sog. Ras-Protein könnte Schlüssel der Sinnesverarbeitung aller Lebewesen sein.
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Wie das Gehirn auf Zuwachs schaltet
Hirnforscher überprüfen Lern- und Gedächtnisprozesse
RUBIN 1/05: Ras-Protein verändert Nervenzellen
Im aktiven Gehirn sterben nicht nur weniger Nervenzellen ab, bestimmte
Umweltreize lassen ganze Hirnregionen wachsen und Signale werden effizienter
übertragen. Für diese Prozesse haben Forscher um Prof. Dr. Rolf Heumann
(Molekulare Neurobiochemie, Fakultät für Chemie der RUB) jetzt im Maus-Modell
ein Protein als zentralen Schalter ausgemacht. Ihre Hypothese: Dieses sog.
Ras-Protein könnte Schlüssel der Sinnesverarbeitung aller Lebewesen sein.
Nervenzellen: größer - schneller - besser
In sog. synRas-Mäusen, in denen das Ras-Protein permanent aktiv ist, machen die
Forscher erstaunliche Entdeckungen: Einzelne Nervenzellen vergrößern sich, ihre
Dendritenbäume (Signal-Empfänger) zeigen stärkere Verzweigungen und die
Sendeeinrichtungen (Axone) haben drastisch vergrößerte Durchmesser. Schließlich
weisen auch die Verschaltungen von Sendern und Empfängern (Synapsen)
weitreichende Veränderungen auf. Die Synapsen sind zwar kleiner, dafür
zahlreicher - mit einer Dichte wie beim Menschen - und arbeiten wesentlich
effizienter als die normaler Mäuse.
Gedächtnis und Lernen beeinflusst?
Ob diese Veränderungen Auswirkungen auf das Lernen und das Gedächtnis haben,
untersuchen die Neurowissenschaftler nun anhand einer speziellen Gehirnregion -
des Hippokampus. Er ist das "Eingangstor" für Gedächtnisprozesse. Doch bei
synRas-Mäusen verhindert das Ras-Protein hier die zelluläre Plastizität
(Neubildung und Absterben bestimmter Nervenzellen), da es die Zellen zur Teilung
anregt und damit überleben lässt. Das wirkt sich negativ auf das
Kurzzeitgedächtnis aus. Wie das bei anderen Gedächtnisprozessen ist, wird
derzeit untersucht. Die Forscher vermuten, dass die drastischen Veränderungen an
den Dendriten und Synapsen der Nervenzellen nicht nur bei synRas-Mäusen
vorkommen, sondern normale Veränderungen bei der Sinnesverarbeitung von
Umweltreizen sind.
Themen in RUBIN 1/2005
In RUBIN 1/2005 finden Sie außerdem folgende Themen: Geisteswissenschaften: Die
Jugend literarisch auf Linie bringen: Die Ermordung der Herero im Diskurs des
Deutschen Kaiserreichs; Integrative Medienerziehung fördert Lesekompetenz: Viva,
MTV - und Bücher lesen; Schüler sicher machen in Bus und Bahn: Ohne Gewalt
stark; Medizin: Versorgungsforschung bringt es an den Tag: Unerkannt und
unterversorgt; IBEKOM: das erste wissenschaftliche Callcenter: "Wie geht es denn
heute?"; Naturwissenschaften: Kompakte Strahlungsquellen erschließen
Marktpotenzial: Terahertz-Strahlung entgeht nichts; Exotische Elementarteilchen
vorausgesagt und entdeckt: Mit Pentaquarks die Welt erklären. RUBIN ist für 2,50
Euro in der Pressestelle der RUB erhältlich (0234/32-22830, [email protected])
und steht im Internet unter:
http://www.rub.de/rubin
Beitrag mit Bildern im Netz
Den vollständigen Beitrag mit Bildern zum Herunterladen finden Sie im Internet
unter: http://www.rub.de/rubin
Weitere Informationen
Prof. Dr. Rolf Heumann, Molekulare Neurobiochemie, Fakultät für Chemie der
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-28230, E-Mail:
[email protected]
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Dr. Josef König (Ruhr-Universität Bochum) ([email protected]) |
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| Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt. | |  | | | | Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks. |
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| Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected]) |
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(idw) Dass kranke oder überflüssige Zellen vom eigenen Körper gezielt getötet und entfernt werden können, ist für Tier und Mensch lebenswichtig. Zelltod oder Apoptose heißt der Vorgang, der bereits in der Embryonalentwicklung und im erwachsenen Organismus eine wichtige Rolle spielt. Auch für die Medizin ist er von großer Bedeutung. Der Wurm "C. elegans" dient als Modellorganismus, um die hierfür wichtigen Prozesse zu erforschen. In seinem Erbgut wurden bisher zwölf Gene identifiziert, die für diesen Prozess verantwortlich sind. Bisher wurde angenommen, dass beim Entfernen einer toten Zelle durch ihre Nachbarzelle zwei parallele Signalketten unabhängig voneinander wirken.
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NATURE: Forscher klären Vorgänge beim
programmierten Zelltod auf
Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig und des Instituts für
Molekularbiologie, Zürich, haben nun gezeigt, dass beide Signalketten in ein und
dasselbe "Friss mich"-Signal münden (NATURE, VOL 434 | 3 March 2005, 93-99). Der
Zelltod kann ein vorprogrammierter Bestandteil der Entwicklung eines Embryos
selbst sein. In diesem Fall wird die Zahl der zunächst gebildeten Zellen später
wieder verringert, um ein Organ zu gestalten. Die Finger des Menschen werden zum
Beispiel beweglich, indem die zunächst im Mutterleib gebildeten "Schwimm"-Häute
zwischen ihnen durch Apoptose gezielt entfernt werden. Aber auch eine Schwächung
oder Erkrankung der Zelle, etwa durch eine Infektion, kann den Zelltod auslösen.
Für das Überleben des Organismus ist es in beiden Fällen entscheidend, dass der
Körper die abgestorbenen Zellen sauber "entsorgt", um zu verhindern, dass
weitere Bereiche oder gar ganze Körperteile oder Organe ebenfalls angegriffen
oder infiziert werden. Das Prinzip ist einfach: Nachbarzellen umhüllen und
"fressen" die geschädigten Artgenossen und machen sie damit unschädlich. Was
genau aber löst diesen Prozess aus?
Der nur einen Millimeter lange Wurm "Caenorhabditis (C.) elegans" ist ein
vorzügliches Werkzeug, um solche Prozesse aufzuklären. "C. elegans" ist einer
der weltweit am besten erforschten Modellorganismen. Das vergleichsweise
primitive Lebewesen erlaubt es, die zellulären Mechanismen zu studieren, die in
der frühen Evolution ausgeprägt wurden, und die daher von allen höher
entwickelten Tieren einschließlich dem Menschen verwendet werden.
Um die Apoptose verstehen zu können, müssen die Forscher zwei Probleme lösen.
Erstens müssen Gene identifiziert werden, die an dem Prozess beteiligt sind. Da
mit "C. elegans" detaillierte genetische Analysen durchgeführt werden können,
stellt er ein ideales System dar, um Mutationen, also Abweichungen in Genen zu
isolieren, die für den Zelltod benötigt werden. Aus den Auswirkungen dieser
Mutationen können die Forscher Rückschlüsse auf das Funktionieren der Gene im
gesunden Organismus ziehen.
Zweitens müssen die zellulären Auswirkungen genauestens mikroskopisch analysiert
werden. Prof. Ralf Schnabel, Institut für Genetik der Technischen Universität
Braunschweig, untersucht Mutanten mit Hilfe eines von ihm selbst mit
entwickelten vierdimensionalen (4-D-) Mikroskops. "Das Instrument ermöglicht uns
völlig neue Entdeckungen, da es neben der vollständigen räumlichen Darstellung
auch die Entwicklung im Zeitverlauf dokumentiert", erläutert Schnabel. Auf diese
Weise wurde von Juan Cabello, TU Braunschweig, eine sogenannte Null-Mutante in
dem Gen "ced-10" ("cell death" Nummer 10) aufgespürt. In ihr fällt die
biochemische Aktivität dieses Gens vollständig aus. Dies war der Schlüssel zu
neuen komplexen genetischen Experimenten mit den sieben Genen, die zum Fressen
der toten Zellen benötigt werden. Dabei wurde erstmals deutlich, dass alle Gene
auf "ced-10" wirken, welches dann die fressende Zelle verformt, um die tote zu
umschließen und aufzunehmen.
"Die Apoptose ist von großem medizinischen Interesse", so Schnabel. "Man würde
gern verhindern, dass Zellen bei Herzinfakten, Hirnschlägen oder nach Unfällen
sterben. Um Tumore zu bekämpfen wäre es ideal, wenn man die Krebszellen in die
Apoptose drängen könnte. Unsere Arbeiten über "ced-10" könnten ein Schlüssel zum
Erfolg sein. Pharmazeutische Unternehmen bemühen sich zwar mit ihren Methoden um
Medikamente, die in die Apoptose eingreifen. Erstaunlicherweise arbeitet die
Industrie aber nur wenig mit den Grundlagenforschern zusammen. Auch ist es in
Deutschland zunehmend schwierig, von unabhängiger Seite Fördermittel für solche
Arbeiten zu erhalten."
Bereits in einer früheren Veröffentlichung haben Prof. Ralf Schnabel und seine
Kollegen mit dem 4-D-Mikroskop nachweisen können, dass geschwächte Zellen eine
höhere Überlebenschance haben, wenn die Nachbarzellen daran gehindert werden,
diese einzuschließen und unschädlich zu machen. Im Umkehrschluss bedeutet dies,
dass diejenigen Gene, die für die Entsorgung zuständig sind, auch "aktiv" den
Tod des kranken Gewebes herbeiführen können. Das Zusammenspiel der Zellen kann
also ebenso über Leben und Tod entscheiden wie die Vorgänge innerhalb der
sterbenden Zelle (NATURE, VOL 412 | 12 July 2001).
Kontakt:
Prof. Dr. Ralf Schnabel,
Institut für Genetik,
Technische Universität Braunschweig,
Tel.: 0531 / 391-5773,
E-Mail: [email protected].
Weitere Informationen:
http://www.tu-braunschweig.de/ifg
oder
http://www.tu-braunschweig.de/ifg/ag/schnabel
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Dr. Elisabeth Hoffmann (TU Braunschweig) ([email protected]) |
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Mit mehr als 1.000 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der
Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster |
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